Verhandlungen gegen den .Hauptmann von fiöpenict*, ist zum Reichsanwalt ernannt worden und siedelt nach Leipzig über.
— Im NeichSjustizamt wird, wie das nach dem Erlaß des Kaisers über die MajcüätSbcleidigungen zu erwarten war, auf Veranlassung des Reichskanzlers ein Entwurf ausgcarbeilet, der bestimmt ist, die Erhebung von MajestätSbeleidigringütlagen einzl,schränken.
<— Tie ndtionallibccale Partei des preußischen Abgeordnetenhauses bereitet einen Antrag vor aus allgemeine Erhöhung der Beamtengehälter. Zur Prüfung der einschlägigen Fragen soll zunächst eure Kommission eingesetzt werden.
— Tle m der spanischen Presse verbreiteten Gerüchte, wonach der Deutsche Kaiser un Frühling einen Besuch in Madrid machen würde, sind unrichtig. Rach In- formationcn aus kollipetenten Kreisen iuirö ui dec spanischen König sfamtlie uh Laufe des März em freudiges F a m i l l e n - E r e i g n i S erwartet.
— Zu den Keim-Briefen schreibt das kolonial- po li t. Aktions-Komitee: Von demjenigen Verlage, dem die Versendung zweier von uns ausgcgaugcncr Broschüren (Stenographischer Bericht der Kolonial - Bersanimlung uom 8. Januar d. I. und di: Reden von Tcrnburg, Schmoller, Delbrück »isiv. rind kolonialpolitischec Führer) ap die deutsche Wählerschaft während der Wahlzeit übertragen »vorden war, sind diesen Broschüren ohne unser Wissen und gegen unseren Willen zivei Flugblätter parteipolitiichen Inhalts: .Tic koloniale Lügcnfabril' und ,Warum ill der 'Reichstag am 13. Dezember aufgelöst worben*, beigefügt worden. Wir legen besonderen Wert bmaiif, vor der Oeffentlichke.it feil» zuitcllcn, daß die Becbindiing beider Sendungen unbefugi geschehen ist. Unsere lediglich der Aufklärung gewidmete Tätigkeit hält sich grundsätzlich und auSnahinSlos von jeder Einwirkung parteipolltischer Art fern.
Alaun heim, l 1. Febr. In der Expedition der sozialdemokratischen E^olksstimme" beschlagnahmte die Polizei gestern die Karnevalsnuminec .Schniipstabak" wegen emeö Artikels ,I m Zeichen der Für|lenltebe*. Ter vcranlivortliche 9r e d a t t e u r wurde verhaftet. 5UU Exemplare wurden beschlagnahmt.
Aolonlalpost.
London,11. Fcbr. Rach übereinstimmenden Meldungen der hiesigen Blätter aus Iohaumsburg ist die Vorherrschaft der Engländer in den Transvaal-Kolomecn ernstlich bedroht. Die Wahlen für das erste autonome Parlament dec Kolonien stehen bevor. Ter Wahlkamps wird mit ganz besonderer Bitterkeit geiührt. Die Burenpresse trmmphirt über den bevorstehenden Sieg bei den Wahlen, der England um den Preis seines schivcr erkämpften Sieges bringen müsse.
Ans Stadt und Land.
Sprechstunden der Redaktion 11—1 Uhr vorm., \27—i/28 Uhr abdL.
Gießen, den 12. Februar.
•• Das zehnjährige Jubiläum des Geh. Ne- gierungsralcs Haas als Präsident der 2. Hess. Kammer führte, trotzdcw die offizielle Feier erst beim Wiederzusammcn- Itilt der Kammer erfolgen wird, am Samstag doch zu einer glänzenden Ehrung für den Jubilar. Reben mehreren Kammermitgllederli und den näheren Freunden erschienen auch Slaalsmmister Ewald, Fmanzmmlstec Gnaiith und Minister deS Innern Braun, sowie eine Anzahl anderer höherer Beamten m der Wohnung des Geh. Rats Haas zur Gratulation, auch Ivar eine grögere Anzahl Glückivnnsch- depeschen imd Blumenspenden emgelaufen, Der erste Vizepräsident der Kannner, Köhler-Langsdorf sandte folgendes Telegramm:
Im Namen der zweiten Kammer beehre ich mich, Ew. Hoch- wohlgevoreu auläßtich Zhies zehujahrigen Präsideutichausjubitäums aus das Herztich|te zu begtüctwanimeu.
Köhler, zweiter Präsident.*
Besondere Freude empfand der Iubltac über eine mit einem prächtigen Blumenarrangement von der Kanzlei und dem stenographischen Bureau dec zweiten Kammer überreichten Gtückwunichadrcssc.
•* Iubilau m. Am 11. Febr. waren es 30 Jahre, daß Herr Wilhelm Barthel als Lehrer an der hiesigen Handwerker- und Geiv erbeschul e tätig ist. AuS diesem Anlaß hatten sich die Schüler, das Lehrerkollegium und der Aufsichtsrat zu einer Feier m der Schute vereint. Im Namen der Geiverbejchüler überreichte Schüler Jäger nut Worten des Tankes und der Verehrung einen silbernen Potal mit Widmung und einen Blumenkorb. Dec Leiter der Anstalt, Baumeister Traber, gedachte m längerer Rede der vorzüglichen Eharaktereigenschaflen und Lrillungen des 76jährigen Jubilars. Kommerzienrat Heyl igen ilae dl, Vorsitzender des Llufsichtscates und Geiverbevereins, und der anwesende Vertreter der Gcoßh Zentralstelle, Gewerbcrat Reuter aus Tarmsladt, beglückwünschten den Jubilar zu seinem Ehrentage. Zum Schluß überreichte Geiverbetehrec Garnon eine knnsi- voll ausgeführte Glückivunschadresse seitens deLLehrerkollegiums. Atöge dem Veteran der technischen Lehranstalten Hessens noch ein glücklicher und freiidiger Lebeiisabend beschiedeii sein!
** Verlobung. Wie die Wornrs. Ztg. eciehrt, sand am Sonntag in Büdingen die Ber^oung deS Hrn. Dr. Cornelius Frhrn. Hehl zu Herrnsheim mit der Prinzessin Mathilde zu Js en burg-B üdingen statt. (Prinzessin Uia» thüde ist am 26. Atärz 1880 zu Widingen als bie Toa/ter des Fürsten Bruiw zu Jienburg und Büvingen und seiner zweiten Gemahlin Berta Gräjin zu Lastetl-blüdcnhaufen geboren.)
" Fastnacht. WaS an Humor und guter Laune, an Genußsceudigkeit und Narrenlust im Fasching sich auf eine Reihe von Tagen verteilte, heilte, wo sein Ende da ut, faßt es sich noch einmal zusammen. Ein letzter Ausbruch über- mutiger sprudelnder Lebenskraft, und dann leb wohl für ein ganzes Jahr. Wie die letzte Rose am süßesten zu duften scheint, wie der letzte Tropfen am besten schmeckt und der letzte Knß alle seine Vorgänger an Wärme und Innigkeit übertrifft, so ist Fastnacht die Krone aller Karnevalsmge, weil cS der letzte ist. Sa lassen wie denn die tollen Geister noch einmal durcheinander wirbeln. An morgen denken wir nicht. Ter Augenblick allein hat Wert, denn nur er ist unser.
** EiSfest. Wenn Frost bleibt und Schnee weableibt, fürdet
morgen Mittwoch das von unserer Jugend langersehnte Eis- fest statt, bei dem die ganze Negimentsmusik konzertieren wird. Tie Eisbahn wird um 5 Uhr geöffnet, das Konzert beginnt um öVa Uhr und die Beleuchtung soll um 6V2 Uhr stattfinden. Es empfiehlt sich, da erfahrungsmäßig an der Kaise stets ein großer Andrang ist, namentlich für Kinder, Eintrittskarten im Vorverkauf zu lösen. (Siehe auch Inseratenteil.)
** Der £ e a) n i) ü) e Verein G leßen versammelte am Samstag im Giss EvA fein'* Mitglieder zu einem karnevalistischen Abend. Geladene Gäste verschönten nebst den Damen des Vereins das Fest in gelungendstcr Weise., Bemerkenswert waren die seltnen Kopsputztrackten und die Festschrht. Letztere war durch Mitglieder der Gesellschaft mit künstlerischen Naiw- zeichnungen versehen worden. Ter äußerst stacke Besuch des sehr gelungenen^ Abcuds zeigre deutlich den Grad der Sümpathien, der sich die Organisationen des bcutidjcn Technicrer-BerbandeS cr.reuen.
** Roheit. Als heute morgen ein kleiner Schüler durch die Bismarckstraße nach der Recilschule ging, entriß ihm ein unbekannter Herr den Schulranzen und warf ihn in die Wieseck. Ter arme Junge mußte sich seine Schulbücher aus dem Wasser herausholen, alles war beschäoigt. Hoffentlich tragen bic|e Zeilen dazu bei, den liebenswürdigen Herrn 511 ermitteln, damit ihm dec gebührende Denkzettel werde.
** Die Wasserschätze von Oberhessen. Mehrere Mitglieder d^cs Proviuziack^ges und des Provurzialausschn,,es haben die La.u)tagsubgei.rd.ieteu, die Abgecronetcn zum Provinziat- 1Q:# u nd zu den Kreistagen der Prooürz Obcrhcssen zu einer Besprechung üb.r d.e Bildung Liner Bereinigung zur A u tz b a r in a a> u n g der W a s s e r s m a tz e der Pro v i n z uuj Samstag, 16. Februar, emgcit.den. (Eine dieser Tage durch die Blutter gegangene Notiz Ijieuiber war uncichÄig uiid verirüht. Sie wurde deshalb von uns nickt gebracht, da lüujt die Fixigkeit, sondern die Aia-tigkeck des Inhalts den Wert einer Zeitung auö- macht. Red.)
Grog-Karben, 9. Febr. Heute Vormiltag fand aus dem hiesigen Bahuhu. em 9lugensd)cinsternlin in Sachen des Eisenbahnunglücks vom 28. Januac statt. Es nahmen daran dec Uillersnchungsrichler aus Gießen, Mitglieder dec Tirektion Frankfurt und die beiden Angcjchnldigten teil. Sämtliche Beamte und Slrbcitcr des Bahnhofs Groß-Karben, die am fraglichen Tage Tienst halten, waren ebenfalls zur Stelle. In Eifenbahnerlreisen behaupiet man, die Weiche, dnich deren Stellung das Unglück pajiierle, hälte so ver- schlossen sein müssen, daß man sie nicht hätte umlegen können, saß sie also mit dem gezogenen Emsabclssignal im einem AbhängigkeitSverhällniS hätte flehen müssen. Inwieweit dies richtig ist, wild die Untersuchlmg auillärcn. (Frkf. Ztg.)
W. Nieder-Gemünden, 11. Febr. Unsere G e- m e i n d e 1 a g d , die bisher für 350 Mk. pro Jahr verpachtet war, hat bei der Neuverpachtung 605 Mk. Jahrespau-t gebracht.
X Nidda, 10. tfeur. y rojetrlerte Baynhofs- umbau beschulligt gegenwärtig die ö.senttiche Meinung unserer Stadt und ixr litachbarorte. Bekannt ich erweist sich der Dahnhoi wegen des fortgesetzten Stcmenv des Verkehrs als zu eng. Aach den seilh.r vorliegenden Plenen soll der Bahnkörper eine Erweiterung für 12 Gleise erha.ten. Die Maschinenhacke soll nach Süden zu verlegt und bedeutend vergrößert werden, dorthin soll auch Uer Rangier- und Gstteroahnhoj tominen, zumal von da bei geringer Steigung Fahrstraßen nach der Stadt hergestellt werden tonnen. Auch stehen größere Ländereien für Fabrikanlagen zur Ver.agung. Es sotten Pecionenunicriührungcn am Bahn- Hos und eine ttnterführung für den Feldweg nach Salzhausen yergestellt werden. Das ganze Umbaupcojett wird etwa eine Million tosten.
+ Alsfeld, 11. Febr. Aus Anlaß der Eröffnung unseres neuen Schlachthauses fand gestern eine allgemeine von der FleisMrinnung veranstaltete Emwelhungsseier Halt, an der sia- der Stadloorstand und die Bevölkerung lebhajl oeteiligten. Uni 12 Uhr hielten Bärgermeister Arnold und der Obermeister der Innung die Eröffnungsansprachen, worauf eine Besichtigung der neuen Anstalt stattfand.
Offenbach, 11. Febr. Vom 18. Februar ab werden sich die drei Bewerber um die B ü r g e r m e i st e r st e l l e zu Offenbach, Bürgermeister Dr. Roth aus Burgstetten, Bürgermeister Dr. Vogt aus Waldheim und Dr. Dullo, Direktor des statist. Amtes in Königsberg, der Stadtverordnetenversammlung vorstellen und in össentlicher Rede ihr Programm entwickeln. Es finden n. d. „Frkf. Ztg." voraussichtlich zu diesem Zwecke drei Staotver- ordnetcnsitzungen statt.
Rüsselsheim a. 9)?., 10. Febr. Ein schwerer Automob ilnnfa ll ereignete sich vorgestern. Ein von Tarmstddt noch Embrnch der Dunkelheit kommendes Auto- mobil näherte sich eben dem Eingänge unseres Städtchens als der Lenker, durch die Laternen entgegenkommender Rad- fabrer geblendet, das ihm begegnende Fuhrwerk des Herrn Barthel vom Schönauer Hof übersah. Tas Fuhrwerk wurde von dem Hinterrad des Autos erfaßt und nulten auseinander gerissen. Die beiden Insassen des Fuhrwerks wurden mit heftigem Ruck auf die Straße geschleudert. Während Herr Barthel mit mehreren starken Verletzungen am Kopfe davon kam, wurde sein Sohn vom Auto überfahren und am Oberschenkel schwer verletzt.
I j Marburg, 11. Febr. Auf der Strecke von Kassel nach Marburg wurde gestern ein Reisender, ein lunger, gutge- tleideter Mann, plötzlich tobsüchtig. Der Betreffende bedrohte die übrigen Passagiere, warf aber bald danach einen Dolch nebst Revolver weg. Als dec Zug hier angelangt war, brachte man den Bedauernswerten nach heuigem Sträuben in die Landcsheilanstalt.
Eine Familieutragödie.
Während deS FafchingStreibenS spielte sich in Mannheim ein scheußliches Familicndrama ab. Die Beteiligten sind der als Auslöuscr 6c|ü)ä|tigt gewesene, 1876 geborene August Ron- ellensitsch und seine gleichalterige Ehefrau nebst zwei Kindern, Knaben im Alter von P/2 und 2*/» Jahren. R. wird als solider Mann geschildert. Nur soll er, wenn er etwas getrunken hatte, streitsüchtig gewesen fein. Am Montag hatte er einen seiner lriti- sck/en Tage. In einer Wirtschaft hatte er am Montag vormittag einen Kranz von Tanncnreis mitgebracht und übergab den Kranz dem Wirt mit dem Bemerken, man möge das für ihn ausbewahren, denn „morgen werde er nicht mehr am Leben" sein. Einem Dritten gegenüber hat er bei anderer Gelegenheit geäußert, daß „heute noa) etwas bei ihm bezw. in seiner Familie passiere." Am Morgen halte er aua) seinem Geschäft telephoniert, er werde nicht mehr kommen. Um V2-I Uhr stieg er singend die Treppe zu seiner Wohnung hinauf. Nach ungefähr 10 Minuten kam er wieder singend die Treppe herunter, in der Liechten ein dolch- artiges Messer. Seine Hand war blutbefleckt. Er begab sich aus eine Polizeiwachtstube und erzählte, er habe nicht nur seine Frau, sondern auch seine Kinder ermordet, bami£ diese nicht sagen könnten, daß ihr Vater ein Mörder sei. Die Schutzmaunschast setzte sofort die Staatsanwaltschaft in Kenntnis, die eine Kommission nach dem Tatorte beorderte. Dieselbe bciianukt u§ Staatsanwalt Dr. Gunzert, OberamtScichter Hane- inann und Bezirksarzt Dr. Kugler. Tie Frau lag in einer Blutlache lang gestreckt in der Kachc. Der LNörder hatte ihr die Halsschlagader durchschnitlen. Die beiden Kinder lagen un Wohnzimmer in einer eisernen Bettstelle nebeneinander, ebenfalls mit durchschnittenem Hache. Das Deckbett war in die Höhe geschlagen, aus Demselben lag eine Puppe, mit der die Kinder ansä-eineno vorher gespielt haben. Es ist die Möglichkeit nickt ausaelcklofsen.
daß der Mörder Hand an seine beiden Kinder gelegt hat i, dem Moment, oils dieselben geschlafen haben. Man steht einem Rätsel, da es weder Nahrungssorgen gewesen sein könne», noch ehelicher Zwist die Ursache bildete, da der Tat keinerlei eheliches Zerwürfnis vorausging. Man fragt sich bisher vergeblich, ob es die Wirkungen des Alkohols waren, unter deren Einfluß der Täler handelte oder ob derselbe zur Zeit der Tat einer geistigen Störung unterlag.
CitcrarijdK*»
— Soeben erschien: Das Reichsgesetz betr. das Ur» beb err echt an Werken der bildenden Künste und der Photographie vom 9. Januar 1907. Mit Einleitung, ausführlichen erläuternden Anmerkungen und sorgfältig bearbeitetem, auch die Anmerkungen berücksichtigendem Sachregister, her- ausgegeben von Univ.-Professor Geh. Justizrat Dr. Karl G a c e i s in München. Preis drosch. 40 Psg. (Nr. 324/325 der Deutschen Reichsgesetze in Einzelabdrücken.) Der von seiner Gießener Wirksamleit hier wohlbekannte Bearbeiter ist eine an- erkannte Autorität auf dem Gebiet des Urheberrechts. Bereits auf dem Innsbrucker Juristentag im Jahre 1904 trat er lebhaft für das Recht am eigenen Bilde ein; [eine damaligen Darlegungen haben durch das fertige Gesetz die beste Anerkennung gesunden und seiner Anschauung zum Siege verholsen. Wenn ein wldjer Kennet der Materie eine kommentierte Ausgabe des neuen Gesetzes bietet, so darf sie von vornherein als die beste gelten. Sie ist aber auch die erste und burite trotz vorzuglia-er riusstattung wie alle Gareissck-en Ausgaben wieder die bttligste bleiben! Alle Juristen, aber auch alle Künstler, Kunsthändler, Berufs- und Amateur- Photographen seien auf dies neue Gesetz verwiesen.
Sport.
O Fußball. Am vergangenen Sonntag standen sich atf dem Trieb die 1. Mannschait des Gießener Fußballklubs von 1900 und die 1. Mannschaft des Marburger Fuß. ballklubs 1905 un Veroandsmeisterscha,ts,piel 1. Kl. gegenüber. Das äugerft schade Spiel endete mit dem Siege Gießen von 6:2 Toren. Gießen zeigte im Gegensatz ihres Gegners cm ruhiges und über.egtes Spiel. Besonders gut lührtcn sich die neu eingesteltten Augenstürmer ein. Da beide Vereine gleiche Punttzahl haben, so findet vorausiichtlich nächsten Sonntag Oaj endgültige Entscl-eidungchpiel um tue Bezirlsuieisterfu-ait Abt. B. zwisck/en beiden Vereinen auf neutralem Platze statt.
Landwirtschaft.
Paris, 9. Febr. Amtlich wird die mit SBintcrgetreibc bestellte Fläche aus 6,296,59/ Hektar geschätzt. Das ist eine Zunahme von 12,956 Hektar gegen 1906. Ter D u r chs ch n i 11 s st a nd des Winterweizens wird auf 76,3 gegen 65,6 im Jahre 1906 geschätzt (80 bedeutet gut, 60 ziemlich gm;. Die mit Winter- i) a 1 e r bestellte Fläche wird auf 766,896 Hettav geschätzt, Las ist eine Vermehrung von 16,513 Hektar. Der Durchschnitts stand deS
r?cxuOcl Uttd Verkehr, Volkswirtschaft.
Märkte.
Gießen, 12. Febr. Marklber 1 chck Auf heutigem Wocbenmarkt« Mieten: Butterpr. Pid. 0.90—1.— Mk., Hühnereier 1 St.09—10Big, 2 Siek. 00—00 Psg., Gäujeeier 00—00 Psg., Enteneier 0 Pig., Ma|t pr. Lick. 6—8 Pi.,' Kasematte 2Lick. 5-6 Psg., Erbsen p.Pid. 18-24Pig., Linsen p. Pjd.25-40Psg., Tauben pr.Pr.0,80- l.OOAtk., Hühner pr.Ll. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Sliict 0,80—1,80 Alk., Emen pr. Slück IM—2,20 Alk., Ganje vr. Pid. 70—80 Psg., Lchscnfleijch pr. Pid. 82—88 Pßs., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Psg., Lchivemc- slcisch pr. Pfund 86—90 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psund 94 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—84 Psg., panunelfleijei) pr. Piuud 70—80 Pfg. Welsche per Psund —.— Karwhcln pr. 100 Kg. 5,00—0,00'Alk., Zwiebeln pr. Zir. 4,00—5,00 Alt., Atilch per 2ncr 3ü Pfg., Aepiel per Beniner 20 bis 25 Alk^ in Körben UU PK», Russe 100 Stück 50-00 Pig., '-bluten per Pid. Alk. 0.20—0.25, per Zir. 9—15 Alk., Weißkraut per Stück 15—80 Psg., per Zeumer Atk. 0.00—0.00. — Atarlizen 8—2 Uhr.
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die tz-icsteuer Fleisch- und Brolprcise am 11 Februar 1907.
Höchste Lchlachlviehpreise in F r a n k' u r i a. Al.
Zleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber
Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 82—85 Alk.
' ,Kg.Lchlachlgew.lOO—104P1. , , „ 63-64 r
xk Kg- 82-88 Psg.
V, , 80-84 ,
'/, w 86-90 ,
Brotpreise m Wieben
Getrcidcpreise m 9)1 annhe 1 m
Weizen 100 Kg. 19.40-00.00 Alk.
Roggen 100 Kg. 17.45-00.00 Alk.
49eitzbrot 2 Kg. 54 Pig.
Schwarzbrot 2 Kg. 50 Pig.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Giestc».
Februar 1907
— <u
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3 §
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Wetter
742^ —3.9 1 3,1 ।
748,6 —5,8 2,9
7424» —4,7 8,1
93
98 tio
3 SW
8
Höchste Temperatur am 10.—1L Februar —
Riedrigfte , , 10.—11. , ==»
Bed. Himmel
- 8,6*0, —10,1’C.
vermischte».
• MagnetischeZGe witter. Ter Direktor der Breslauer Sternwarte, Proiessor Tr. Franz, teilt iolgeiideS mit: ,Em sog. magnel'sches Gewitter macht sich feil Samstag 4 Uhr nachm. durch E r d ft ö ß e und in den Telegraphenlinien van den Azoren über Spanien nach Nordwest-Teuijchland bemerkbar und feit 0 Uhr 45 Almuten nachmittags nud) m den Richtungen von Hamburg nad) Sdsweden, Älorwegen (oivic 11 ad) England. Auch die Breslauer Sleruwarie melDeie Erdfiöße m der Rldiiung nach Hamburg; vec- ciiijclt and) nad) Berlin. Tie Magnetnadeln wurden hlerdurd) m, Tellmalion, wie m Inklination zu veiänöevlid)eit normalen Ab- lcnlungcn gezwungen. Es ist nicht uniüal)rid)euUd), daß nian No rdlichi beovadslcn kann, wo f laxer Himmel ift/ — Ties es Jloiblidit »st bereits in die Erschemnng getreten, sogar im äußersten ONvrclißen, an der xuu. Grenze. Tie ,Ghdltuhner 91. 91 a d) r. melden: .Eine seltene Nalnierjchcinnng war am Samstag gegen 6 Uhr abends zu beobachten. Ter nördlidie ptmmet et* itrahlie m 1 nlenslvem Lid) t, welches in bieitem Violett- Rötlich mit blänlid)-wcißen, senkrechten Streiien abivechielle und bis zu 40 Giad hinauf den Hniiniel bedeaie. Die Erjcheuumg dauerte etwa eine halbe Stunde.* .
* Kieme 4 a o uj 1 u n i I. Im Jagdrevier des Aiaio- ratsherrn Grafen Sanrnia zii Ruppcisdori (Schlesien) sand em Z n s a in m e 11 fl 0 ß zwischen einem Wilddieb und zivei 0 0 r st- beamten statt. Der ihitiDineb schätz aus einen der porsier,
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Lremen, V f oiWPfJf,C,,. «<10110 "> Sfliunwre augekon'
Orig
Berlin, 12 Kaisers Gebur mann, Lohn ordneten, von bei roorDeii.
Berlin, p. «blich bevorsieheii liberalen Pai derarliger Beschlug verhaiidluiigen bilo Mnbigkil her bre der Slachlicht, baB deii Präsibenle ntania": Das Zenl ru reiben, es hat d. h. den liberalen $anei freiwillig a fcnabtn des Liberal
Nürnberg, der Lorcnz-sti '..eilancicnings-go Dorisch wcrlvoll imflcllung der A iii^l bis dahin n
2. Ziehung 2. Kl
Ziehung 10m Kot dl» Gewinne i Summen (Ohne Gewlbr.)
4 !06 KM Mt 2 IM M !I1 11 M 8H 50M |!W| 4» ! Ikovs 110 II Mt I« 613 Ml 10194 »II I »;» 13im m iti 1 1’1 IX»I 46 W fl«? m Hl « 41? 18M <11 20213 m 22m ■' • NA if 2421 51 < 27481 71G 28i-J \l c« Mi Ü IM Bii ; 61' bl fr • ly, «jjjg » \V»\ RS 81 nr 11(101 60
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