Ausgabe 
11.10.1907 Zweites Blatt
 
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Die Lieferungsbedingungen können auf dein Verivaltungs- burcau dec medizinischen unb Frauen-Kliniken an den Wochen­tagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr eingesehen werden.

Offerten unter Beischluß von Musterproben sind ver­schlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Ec- össnungstermin

Montag, den 21. Oktober 1907, nachmittags 4 Uhr auf dem oben erwähnten Bureau einzurcichen. Znfchlags- frist bis zum 26. Oktober 1907.

Gießen, den 10. Oktober 1907.

Gr. Verwaltungs-Direktion der medizinischen u. Frauen-Kliniken

LieserZmgsvergehmZg.

Für die chirurgische Universitäts-Klinik in Gießen soll auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung die Lieferung von:

20 Zentner Aepfeln

Die Zuschlagsfrist beträgt 8 Tage.

Gießen, den 8. Oktober 1907.

Großh. Direktion dec chirurg. Univ.-Klinik. P o p p e r t.

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Voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag den) 12. Oktober: Trübung und Regeln Kübl. WestlichHWinde.

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Lauter, den 10. Oktober 1907.

Großh. Bürgermeisterei Lauter.

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Montag, den 14. d. Mts., nachm. 1 Uhr soll der

In wenigen Wochen ist die Stadtverordnetenwahl zu erwarten, bei der nahezu die Hälfte unseres Stadtparlaments zu wählen ist. Trotz der ungeheuren Wichtigkeit der be­vorstehenden Wahl für das Wohl und Wehe der gefaulten Einwohnerschaft hat man von einer eigentlichen Wahlbewegung noch nichts gehört, wohl aber von geheimen Verhandlungen zwischen den Vorständen der politischen Parteien, des Bürgerveceins und der Bezirksvereine. Wähler! es besteht die Gefahr, daß Euch hierdurch kurz vor dec Wahl eine Liste präsentiert wird, die weite Kreise dec Bevölkerung unberücksichtigt läßt. Vor allem ist zu befürchten, daß bei der Zusammensetzung dec leitenden Persönlichkeiten dieser Vereinigungen die Mieter zu kurz kommen und wie gefährlich das ist, haben die letzten Wochen gezeigt. Weite Kreise haben deshalb erwartet, daß in der Mieterversammlung am Mittwoch eine Kandidatenliste, proklamiert werden würde, die neben den Interessen der Allgemeinheit auch den Interessen dec Mieter Rechnung getragen hätte. Aus taktischen Gründen ist dies nicht geschehen, was insofern bedenklich ist, als bei einem späteren Eingreifen in die Wahlbewegung es wohl kaum möglich ist, Kandidaten aus den Mieteckcetsen mit Aussicht auf Erfolg aufzusteüen.

Aus diesem Grunde unterbreiten wir der gesamten Bürgerschaft eine Anzahl von Vorschlägen, aus denen sie sich nach sorgfältiger Prüfung die 14 ihr am geeignetsten er­scheinenden Männer aussuchen kann. Allen Interessen und Berufskreisen trägt unser Vor­schlag Rechnung. Hausbesitzer und Mieter, Industrielle, Handwerker und akademische Kreise sind dabei gleichmäßig berücksichtigt. Es sollte uns freuen, wenn die heutige Bürgervereins- versammlrmg sich auf dieselben Namen einigen würde, denn damit wäre die Gewißheit geschaffen, daß in Zukunft die Förderung des Allgemeinwohls die oberste Richtschnur bei den Entscheidungen des Stadtrats bilden soll.

Die ausscheidenden Stadtverordneten sind:

Ebel, Euler, Gabriel, Heller, Leib, ILöber, Geh. Justizrat Dr. Schäfer, KommdUt Schallstaedt und Geheimrat Wimmeaauen

Unsere Kandidatenliste lautet:

Schreinermeister Heil.

Schuhmachermeister Uerg. Brauereibesitzer JSwiaier. Professor

Oberbibliothekar ESbel.

Architekt Masimma.

Geh. Kirchenrat Krüger.

Schneidermeister ILeiRa.

Obermeister lErsist JLudwig Geh. Justizrat ©Inälter.

Kommerzienrat

Kommerzienrat Schirmer.

Professor S®mmer. Rechtsanwalt Spohr. Geh. Forstrat Wimmeaaaer. Journalist Wohamanäh. ___

Tieienweg 19 Theo Schaefer Tiefenweg 19 BestattungsgeschäftEnhe Sanft Separates Lager in Metall-, Eichen- u. Tannen-Särgen

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Sonntag, den 13. Oktober l. 2s. auf dem Schliesplatz beim) Pbilojophenwald. Der Vorstand.

Eintritt während des ganzen Tones 50 Pfg. pro Persim. 07KU

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haben schon seit Jahren die Erfahrung gemacht, daß sie nur den Geboten der Spar­samkeit und Gesundheit folgen, wenn sie zur Herstellung von Kuchen stets Dr. Octker ' s Backpulver anwenden. Mit Hülse dieses Triebmittels ist ein Kuchen billig herzustellen, zugleich ist er ein vorzügliches Nahrungsmittel. Die Haus­frauen und Köchinnen verfangen stets

Dr. Oetker's Backpulver, weil dieses alle die Eigen­schaften hat, welche ein voll­kommenes Backpulver haben mutz. Aus bestem Rohmaterial hergestellt, versagt cS niemals, macht Kuchen re. porös und deshalb leicht verdaulich. ES erfüllt denselben Zweck wie Hese, wird niemals hart und halt sich, trocken aufbewahrt, unbegrenzte Zeit. Deshalb weisen erfahrene Hausfrauen Ersatz für Dr. Oetter'ö Back­pulver zurück und verlangen immer wieder das echte

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Die für die Erbauung eines Wafferturmes zu Großen- Lmdcn erforderlichen Schreinerarbeiten veranschlagt zu 2929,10 Mark sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden.

Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten Zimmer Nr. 23 während den Dienststunden ^nc Einsicht der Interessenten offen.

Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind ver­schlossen und portofrei bis spätestens

Mittwoch, den 16. Oktober l. Fs., nachmittags 31/» Uhr auf Großherzoglicher Bürgermeisterei Großen-Linden einzu­reichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt.

Gießen, den 10. Oktober 1907.

Der Großherzogliche Kreisbauinspektor des Kreises Gießen.

Germania-Drogerie, Carl Seibel.

Telesonö 93. Jrankfurtersir. 39.

Eisenbauanstalt DARMSTADT.

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Für die Großh. medizinischen und Frauen-Kliniken in Gießen soll die Lieferung nachgenanntcc Verzchrungsgegen-

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vergeben werden.

Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen Von 3 bis 5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, verschlossen, und mit entsprechender Auf­schrift versehen, sind mit den Mustern bis zum 16. l. M., vormittags 11 Uhr auf dem Verwaltungsbureau abzugeben.

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»Der neueste E i scnb ahn u n fall. Der Scm- siner Schnellzug stieß in der Nähe von Budapest mit einem Lastzüge zusammen. Drei Personen vom Zugpersonal umrdcn getötet und vier Reisende schwer und 15 leicht der- Tkt. Der Unfall wurde dadurch verursacht, daß der getötete Zugführer dcS Gülcrzuges, anstatt an der Ausweichstelle zu h.ftlen, iveitcrhijjr, lvorauf der Güterzug m>it dem mit zwei Lokomotiven bespannten Schnellzuge zusammenstreß. Durch die bcraussprüvendcn Funken der Lokomotive geriet eine in der sKäDe befindliche Eisenbahnbrücke in Brandl. Von der Behörde wird zugegeben, daß. nur st r a f l i ch e r Le i ch t s i n n der An­gestellte n die Eiienbahnkatastrophe verschuldete. Der Schul­dige ist aber twch nicht ermittelt. Nach dcm Zusammenstoß ver­sammelte sich aus der Unglücksstätte eine große Menschenmenge. Bauernvolk aus der Umgegend versuchte die Verwundeten zu Plimbcm, wurde jedoch vou Gendarmen mit blanker Waffe aus- einandergetriebeu. Eine Brücke, unter der, sich die entgleisten und in Brand geratenen Wagen auftürmten, brannte gleichfalls nie- fyx Der Lochmotivsührer des Güterzuges hat bei der Kata­strophe den Tod gefunden.

* Das Alter der Niagarafälle. In der Zeit­schrift .Knowledge" macht Dr. I. W. Spencer interessante Mitteilungen über Untersuchungen über das Alter der Niagara­fälle. Man hat eine Reihe Messungen, Grunduntersuchungen und Beobachtungen über den Wechsel der topographischen Be­dingungen und der Wassermengen vorgenommen. Ehemals ergossen sich nur Waffermengen des Eriesees über die Fälle; ursprünglich haben die Flutmassen nur ein Fünfzehntel bcS heutigen Umfanges gehabt. Äas Alter dec Fälle wird auf Ö9 000 Jahre berechnet.

Nach Veröffentlichung des Status am 10. Oktober den Diskont! von 5 auf 6 Prozent hinauffetzte. Bemerkt muß ferner werden, daß das Reich die Bank auch in der Berichtswoche in Anspruch genommen hat, sodaß sich ihr Effekt en bestand um 19,51 Mill. Mk. (i. V. 14,15 Mill. Mk.) erhöhte. Der Metallbestand, der in der vorjährigen Parallelwoche unverändert geblieben war, hat dies­mal 6,51 Mill. Mk. verloren. In früheren Jahren hatte die erste Oktoberwoche der Bank häufig schon einen Mekallzusluß ge­bracht. Der Notenumlauf hat sich um 112,40 Mill. Mk. (i. V. 94,40'Mill. Mk.) reduziert, doch geht er noch intimer um 103 Mill. Mark über den vorjährigen hinaus. Der steuerpflichtige Noten- betrag hat sich nach obigen Mitteilungen um 118,06 Milt. Mk. verringert. Im Vorjahr l-atte die Erleichterung nur 106,70 Mill. Mk. betragen, vor zwei Jahren aber 181,70 Mill. Mk. Mit Spannung darf man dem näck?sten Ausweis entgegensehen.

Elektrischer Betrieb der Berliner Stadt - und Ringbahnen. Seit einigen Tagen zirkulieren an der Börse Gerüchte, daß der Betrieb der Berliner Stadt- und Ringbahnen nunmehr in elektrischen Betrieb genommen werden soll. Infolge­dessen sind namentlich die Aktien der Allg. Eleltrizitätsgesellschaft wesentlich in die Hohe gegangen und auch die übrigen Elektrizitäts­werke im Kurse gestiegen. Daß in dieser Angelegenheit Schritte getan werden, obwohl sie selbstverständlich noch geraume Zeit in Anspruch nehmen werden, geht daraus hervor, daß der Geh. Baurat Witfeld aus dem Eisenbahnmiuisterium mit einem höheren technischen Beamten der A. E. G. nach Amerika gereist ist, um die dortigen Einrichtungen zu studieren., Nach der Rückkehr dieser Herren werden die dem Eisenbahnministerium von den großen Elektrizitäts­firmen cingcreid)ten Projekte nochmals geprüft und dann, nachdem das Abgeordnetenhaus sich mit der Angelegenheit befaßt und sie jedenfalls genehmigt wird, wird es sich Herausstellen, welchen Firmen der Auftrag zur Durchführung erteilt wird.

Kandel.

Finanzen des'Deuts eben Reichs. Jüngst gingen Gerüchte um, das Reich werde demnächst zur Ausgabe einer neuen Anleihe schreiten. Demgegenüber wird nun versichert, daß die zuständigen Stellen den Wunsch und die Absicht haben, die Deckung des Geldbedarfs des Reichs bis über Ende des Kalenderjahres, ja nach Möglichkeit bis über Ettde des Fiskaljahres, also über den April-Termin des Jahres 1908, hinauszuschieben. Das Reich lvird sich vorläufig weiter mit der Diskontierung von Schatzscheineu bei der Reichsbank behelfen. Aber auch in dieser Hinsicht wird es voraus­sichtlich nicht nötig sein, über den augenblicklich im Besitz der Reichsbank besittdlichen Betrag an Reichsschatzscheinen mcfentli ch hinauszugehen. Die starke Inanspruchnahme der Reichsbank durch Vas Reich zum Ottobertermin war haupt­sächlich darauf zurückzuführen, daß die Reichspost an die Be- rufsgenossenschasten sehr erhebliche Vorschüsse zu leisten harte. Diese Vorschüsse entnimmt die Post bei der Reichs- hauptkasse und sie dürste-n vorübergehend den Betrag von 180 Mill. Mark erreicht haben. Diese Betrage werden vor­aussichtlich bis zum Mai 1908 wieder zurückfließen. Ander­seits kann erwartet werden, daß das Reiche in den nächsten Wochen in der Lage sein wird, größere Beträge von Reichs- schatzsch'einen wieder zur Einlösun.g zu bringen, da die Ein­nahmequellen des Reichs in der Regel in den Herbstmonaten am reichlichsten fließen; speziell die Einnahnten aus Zöllen erreichen im Herbst ihren Höhepunkt.

Deutsche Reichsbank. Der Kernpunkt des gestern veröffentlichten R e i ch s b a n k a u s we i se s ist, daß fick) das Institut mit 395 327 000 Mk. in der Notensteuec befindet gegen eine solche vou 513 384 000 Mk. am 30. September 1907 und 398 641000 Mk. am 6. Oktober 1906. Im Vorjahr war die Banklage aufcrordeutlich gespannt, sodaß das Institut unmittelbar

Gustav-Adols-FranenÄereiu.

In diesen Tagen werden die Jahresbeiträge für linieren Verein, wie alljährlich, erhoben werden. Eine größere Anzahl von Sammlerinnen hat sich freundlichst bereit erklärt, die Erhebung der Gaben für 1907 zu übernehmen. Im Jahre 1906 wurden für die äwecke des Vereins, zur Minderung mannigfacher Rot bei armen laubensgenossen, in unserer Gemeinde 1308 Mark durch unsere fleißigen Sammlerinnen und das Wohlwollen der Gebenden zu- famurengebracht und durch Vermittelung des Verwaltungsrales in Darmstadt an 35 hilfsbedürftige Gemeinden und Anstalten verteilt. Jndenl wir allen Gebern und Geherinnen auf diesem Wege unfern herzlichsten T...ik aussprechen, bitten wir, auch m diesem Jahre unsere Sammlerinnen freundlich annehmen und durch Spendung reichlicher Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche fördern zu helfen. Du/io

Gießen, 12. Oktober 1907.

Für den Vorstand des Gustav-Adolf-Frarrenvereins:

Die Vorsitzende: Der Schriftiübrer:

Luise Wortmann. Fritz Schmoll, Oberlehrer.

Lieferung von Verpstegungsvednifnissen.

Die Lieferung des Bedarfs an Kolonialwaren, Kartoffeln, Gemüsen, Eiern, Käse, Butter und Milch, sowie die Abfuhr des Gespüls soll bei dem unterzeichneten Bataillon für die Zeit vom 1. ^loucmbcr 1907 bis 31. Oktober 1908 neu vergeben werden.

Vertragsbedingungen 2c. liegen auf dem Zahlmeister - Ge­schäftszimmer lZeughauskaferne) zur Einsicht auf. Versiegelte An­gebote für die ganze oder auch nur teilweise Lieferung mit der AufschriftZlngebot frir Lieferung von Verpflegungsbedürfnissen sind bis 18* Oktober 1907, 8 Uhr vormittags an die Küchenverwal­tung der Zeughünskaserne einzureichen. Dn/io

S. .Bataillon Infanierie-Eegiaients ______________kaiser Wilhelm Kr. 116.____________

Die Erd- und wtaurerarbeiten, sowie Lieferungen zur Her-' stellung eines KreuzungsgleiseS, einer Fntzwegüberführung und Verlängerung des offenen Durchlasses auf Bahnhof Reistirchen lStrecke Gietzen-Fulda) sollen zusammen verdungen werden. Zeich­nungen und Angebotsmufter liegen auf unterzeichneter Inspektion zur Einsicht aus,- auch tonnen Angebotshefte von derselben für 1,00 Mk. lbestellgeldfreie Poslamveisungs bezogen werden.

Die Angebote iverden am 26. Oktober 1907, vorm. 11 Uhr im Jrtspektionsgebäude, Zimmer 17, geöffnet.

Vollendungssrift 1 Jahr. Znschlagsseist 3 Wochen.

Bn/io Grotzb. Elsenbahn-Betriebs-Jnsvekllon 1 Gießen.

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