Nlanz Heutstblands eine sehr bedeutsame Verschiebung zu unseren Kiinstcii er^aliren."
Kirche rrnd Schule.
Köln, 10. März. Infolge der Beschwerde einiger orthodoxen ^Mitglieder der Kölner evangelischen Gemeinde hat nunmehr das Koblenzer Konsistorium gegen den bekannten Kölner eog. Pfarrer Jatho die Untersuchung wegen Irrlehre eingeleitet.
Ans Stadt und Land.
Gießen, den 9. März.
r- "DaS Schulgebet in Hessen. In der Frage des gemeinsamen Sch tilge bet es in Simultanschulen, die schon so viel Staub atifwirbelte und wiederholt die Ursache heftiger Streitigkeiten geworden war. hat neuerdings das Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, eine Verfügung von prinzipieller Bederltung erlassen. Hiernach tverden die Landesschul-- behörden beauftragt, das Lchrpersonal zu bedeuten, »daß die Kinder von Dissidenten nicht angehalten werden dürfen, gegen ihren bezw. gegen den Willen ihrer Eltern, das Schnl- gebct selbst laut vorzubetcn." „Selbstverständlich*, so heißl es n. d. Fkf. Ztg. in der Verfügung weiter, „haben auch diese Kinder während der Gebetsverrlchtung aufzuslehen und dürfen die Andacht der übrigen nicht stören."
-Ein interessantes Schauspiel wird, günstige Witterung vorausgesetzt, am 2 2. März der gestirnte Himmel bieten, nämlich das scheinbare nahe Zusammentreffen des Mondes mit einem der großen Planeten. Der schon in früher Dämmerstiinde hell aufleuchtende Planet Jupiter steht am genannten Tage bei Sonnenuntergänge hoch über dem südlichen Horizont. Sticht attzluvcit unterhalb des Planeten befindet sich in derselben Himmelsgegend auch unser Mond, halb erleuchtet im ersten Viertel, und gleitet für den Beobachter von rechts nach links in östlicher Richtung langsam am Jupiter vorüber. Im Moment des kleinsten Abstandes .beider Gestirne voneinander beträgt ihre gegenseitige Entfernung nicht mehr als fünf Mondbreiten. Um die Mitternachtsstunde neigt sich der Mond tief im Westen wieder dem Untergange zu.
• • Plötzlicher Tod. Der Lokomotivführer i. P. Moritz Flett hier, der schon längere Zeit an Herzkrämpfen litt, befand sich vorigen Samstag abend im Kreise seiner Freunde in der Wirtschaft zum Dacnistädterhaus. Hier wurde er plötzlich von einem Unwohlsein befallet! und starb nach etwa i/i Stunde. Flett war 65 Jahre alt und erfreute sich in Bürgerkreisen großer Beliebtheit.
• * Die Fünfundfünfziger hatten sich am Sonntag habend im Cafö Ebel zu einem gemütlichen Abend zusammen- gefunden. Bei guter Küche, gutem Trunk und vorzüglicher Musik verlief der Abend, gewürzt mit Ansprachen und Lleder- Dortcägen, nur zu rasch.
* • Streit. Samstag nacht gerieten in einer Wirtschaft tn der Walltorstraße ein Schlosser und ein Erdarbeiterin Streit und es setzte auf beiden Seiten blutige Köpfe. Da der Erdarbeiter in seiner Wut noch die Fenster, Tische 'und Stühle im Lokal demolierte, so brachte ihn die Polizei vorerst in Sicherheit, bis er seinen Rausch auSgeschlafen hatte.
• * Bekämpfung der Reblaus. Die Kenntnis der zur Bekämpfung der Reblaus z. Zt. geltenden Reichs- und Landesgesetze und der zu ihrem Vollzug getroffenen Anordnungen ist nicht nur für Behörden und Aufsichtspersonen, sondern für jeden, der Weinberge bewirtschaftet oder auch inur als Liebhaber Lieben anpflanzen will, wichtig. Die Nichtbeachtung der gegen die frühere Rechtslage sehr erheblich verschärften Vorschriften des Reichsgcsetzes vorn 6. Juli 1904 hat, abgesehen von den angedrohten empfindlichen Strafen, unter Umständen so schwerwiegende Folgen, daß alle, die Reben für irgend einen Zweck (auch Zierreben) anpflanzen, Reben oder Rebteile versenden, beziehen oder damit Handel treiben wollen, dringenden Grund haben, sich mit den hierbei in Betracht konunendcn Bestimmungen vertraut zu machen. Diesem Zweck soll eine demnächst im Großh. Staatsverlag erscheinende amtliche Handausgabe dienen.
w. Friedberg, 8. März. Heute fand hier im Saale dcS Hotels „Zu den drei Schwertern" eine Versammlung der Bürgermeister des Kreises Friedberg unter dem Vorsitz 'des Kreisrats Fey statt. Der Versammlung wohnten auch die Mitglieder des Kreisausschusses bei. Kccisrat Fey gab zunächst Kenntnis von dec Einrichtung der Kreis-Haushaltung sschu le. Die Leistungen der Schule seien sehr anerkennenswert. Sie finde den Beifall der Landwirt- schaft treibenoen Bevölkerung. In Rieder-Weisel habe ein .zweiter Kursus abgchalten werden müßen, da im ersten Kursus ein großer Teil von Anmeldungen nicht berücksichtigt iverden konnte. Fünf Gemeinden hätten sich bereits für die Winterkurse 1907/08 Vorwerken lassen. Ferner niachte Kreisrat Fey auf die Bestrebungen der Gartenbau-, Blumenschmuck- und Vogclschutzvereine im Kreise aufmerksam und einpfahl deren Förderung. Uebcr die Ausführun g der Gewerbeordnung auf dem Lande, insbesondere über die Ar- beitsschutzbestimmungen und das Ktnderschutz- gesetz referierte Gewerbcinspektor Dr. Gerhardt. Zum weiteren Punkt der Tagesordnung, die Verwaltiing von Ge- ni einde-Steinbrüchcn und Sandgruben, hatte Kreisrat Fey das Referat übernommen. Er gab Kenntnis von .dein Entwürfe der Beslinunungen, die über die Verwaltung und das Rechnungswesen dieser Gemeindet,nternehmungen erlassen iverden sollen. Die Bürgermeister Allcs-Sliederflor- stadt, Moscherosch-Burg-Gräfenrode und Beigeordneter Bccker- Holzhausen rnachten beachtenswerte Vorschläge über die Bewirtschaftung dec Gemeinde-Steinbrüche und Sandgruben, lieber Beschaffung von Tra nsportmitteln für Kranke und Verletzte sprach Kreisarzt Dr. Rebel. Es sollen Tragbahren beschafft werden, die sich auf Wagen anbringen lassen und die außerdem, durch eine Umstellimg, zum Transport von Kranken aus einem Stockwerk oder von einem Zimmer in das andere (als Tragstühle) benutzt iverden können. Ferner soll angestrebt werden, daß tue Feuerwehren auf bcm Lande die Aufbewahrung der Tragbahren übernehmen, und daß Feuerwehr-Mitglieder m dec ersten Hülfe bei Unglücksfallen ausgebildet werden. Jin Anschlug an die Versammlung fand gemeinschaftlicher Besuch eines von Professor Wal b c aus Darmstadt gehaltenen Vortrags über „Jachwerkbauten in Oberhessen* statt. Der Vor-
Selbstverständlich ließ sich das Gericht auf die
worden sein.
Es bestätigte das Urteil mit der
lächerliche Ausrede nicht ein.
setzte.
Ein ungetreuer Geselle.
Handel
des
. 181.90
. 154.25
. 21510
ein eine
alt, alt, alt,
Darmstädter Bank .
Deutsche Bank .
Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit.
Dresdner Bank
Kreditaktieu . . .
Baltimore- and Ohio- Eisenlahn .
Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Uesterr. Staatsbuhn .
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Lanrabütte......
Nordd. Lloyd.....
Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges . .
97.05
85.60
97.05
85.60
106.40
190.-
29 60
145.50
136.10
115.00 236 00
208.00 149.00 216.00 234.— 128.00
115.60 168.00 136.20 241.30 170.50
3 M7< 3% Wk 3% Wk 3 >6°/,
Reichsanleihe do.
Konsole . .
do. . .
Hessen . .
Oberhessen
Maßgabe, daß bezüglich des Sohnes nicht Mittäterschaft, sondern Beihülse vorliegt, weshalb es dessen Strafe aus eine Woche herab-
Fachwcrkbautcn wegen ihres künstlerischen und historischen Wertes dringend auzuraten sei, daß jedoch bei neuen Fachwcrkbautcn wegen der Schwierigkeit, die richtiaen Bauhölzer zu erhalten, mit besonderer Vorsicht bei der Plangcstaltung verfahren werden müsse, damit häßliche Wandaestaltungen vermieden werden. In vielen Fällen zieht der Redner bei neuen Bauten das Beschlagen des Fachwerks mit Schiefer
die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf zehn Stunden herab- ietzen; die Züge sollen mit einer Geschwindigkeit von 12 0km pro Stunde verkehren. Die Unternehiner hoffen, die Bohn hmerholb 5 Iobren fertiozullellen.
ein Sohn Karl Andreas. — 4. Dem Gärtner Ludwig Benner Sohn Heinrich. — 6. Dem Gerichtsassessor Friedrich Traber Tochter.
Gestorbene.
März 4. Henriette Schomber, geb. Jahn, 44 Jahre
Gießener Strafkammer.
Gießen, 8. Marz.
Ein umfangreiches DiebstahlSobjekt.
Bon der Oberförsterei Storudorf wurde der Behörde die Mitteilung gewacht, daß einer Alsfelder Firma etwa für 100 Maxk von dieser ersteigerten Bauholzes im Walde abhanden gekommen, sei. Eine bei den Zimmerleuten 91. u. H. D. zu Storudorf vorgenoiiunene Durchsuchung förderte mehrere Baumstämme bezw. abgeschnittene Schniltstächen, lvorauf sich die von der Alsfelder Firma ersteigerten Niunmein befanden, zu Tage. Ta das Entwendete den Wert von 15 Mark übersteigt, kam nicht Forstfrevel, sondern gemeiner Diebstahl in Betracht. Tas Schöffengericht kam aut Grund seiner Feststellungen zur Verurteilung der beiden Angeklagten, Vater und Cohn, zu je 14 Tagen Gefäng is. Sie erhoben Berufung und bestritten ihre Schuld, indem sie angaben, sie fönnien sich nicht erklären, wie das Holz auf ihren Zimmerplatz gekommen sei; es muß ihnen aus Schikane über Nacht gebracht
95- 99.70
99.90
95.00
103.40
68.50 6990
91.20
92.00
95.20
145.40
51 25 85.75
66.70
97.80
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Frankfurter Höfn«. 11. März. 1.15 Uhr.
gesterner Weg 23. — 7. Ludwig Warner, 1 Monat alt, Schützen- stra ße 7.
Seltersweg 58. — Johann Anacker, Tapezierer, 40 Jahre Ederstr. 1. — 5. Ernst Müller, Piano^ortetechniker, 54 Jahre Asterweg 57. — Wilhelm Vetter, Lacksieder, 58 Jahre alt, Lech
vor. Der Vortrag wurde sehr beifällig ausgenommen.
vermischtes.
• Berlin, 7. März. Bei dem gestrigen Hoskonzert im Weißen Saal, zu dem das Kaiserpaar etwa 700 Per- fonen geladen hatte, ereignete sich ein Z >vi sch enfa l l. Ein Mitglied des im Konzerte beschäftigten Hofopernchores wurde plötzlich von einer Geistesstörung befallen. In der Pause ertönte plötzlich das Trommclsignal „Sammeln", worauf die Anwesenden sogleich wieder ihre Plätze einnahmen. Ter Kaiser, befremdet über den schnellen Abbruch der Pause, ivar höchst erstaunt, als Hofkapellmeislcr Richard Strauß ihm die Meldung machte, der Chorsänger Eugen Kupkc habe sich in der Pause, anscheinend in einem Anfalle von Geistesstörung an die Konzerttrommel herangemacht, um das Signal zu geben. Dr. Strauß- veranlaßte sogleich, daß dec kranke Sänger entfernt wurde; dieser setzte seiner Entfernung jedoch unter wirren Reden, heftig gestikulierend, Widerstand entgegen, sodaß der Hoflakai Gewalt anwenden mußte, um ihn aus dem Weißen Saal hinauszugelciten. 9luf dem Lchloß- hof riß er sich von seinem Begleiter los und rannte in wilden Sätzen über den Hof. Der Lakai konnte seiner erst nach einer aufregenden Jagd habhaft werden und ihn endlich, nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte, nach Hause begleiten. Der bedauernswerte Sänger war früher schon einmal in einer Nervenheilanstalt unlergcbracht und wird heute einer Heilanstalt zugeführt werden.
** Polizeioberst Krause, der Kommandeur der Berliner Schutzmannschaft, ist, wie bereit gemeldet, nach einer kurzen Ertränkung gestorben. Oberst Krause irtir einer von jenen, heutzutage nur selten unzutreffenden vorzüglichen Personen, die von unten herauf sich entwickelt haben. Er war im Jahre 1831 als Sohn eines Landwirts in Thüringen geboren, ist also 76 Jahre alt geworden. Kvause besuchte die heimatliche Dorfschule und war in der väterlichen Wirtschaft bis zu seinem 19. Lebensjahre tätig. 1850 trat er .als Dreijährig-Freiwilliger bei der 1. Kompagnie 2. Garderegiments zu Fuß ein, wurde nach sechsjähriger Dienstzeit F e l d iv e b e l dieser Kompagnie und zog als solcher in den Feldzug 1866. Wegen seincv hervorragend en T a p f e r k e i t in der Schlecht bei König- grätz toturb-e Krause zum Offizier ernannt. 1867 trat er als Polizeileutnant zur Berliner Schntzmannschast über und ivar bis zu seiner Ernennung zum Polizeihauptm'ann im Jahre 1881 Vorsteher des 47. Polizeireviers. 1894 wurde er zum Polizei- obersten befördert. Unter Oberst Krause sind vielfache Verbesserungen in der Organisation und im Dienste der Berliner Schutz- mannfchaft eingeführt ivorden. Oberst Krause war streng int Dienst, aber wegen seiner unbedingten Gerechtigkeit und seiner menschlichen Güte bei der Schtitzmannschast sehr beliebt.
* Berlin, 9. März. In der heutigen Vormittagsziehung der Kgl. Preußischen Klassenlotterie fielen 60000Mk. auf Nr. 151 161, 5000 Mk. auf Nr. 93 517, 3000 Mk. auf Nr. 104 014, 200 227. In der Nachmittagsziehung sielen 100 000 Mark auf Nr. 152 618, 40 000 Mk. auf Nr. 259 933, 10 000 Mk. auf Nr. 195 874, 3000 Mk. auf Nr. 78 883, 80 754, 113 866.
* Der älteste deutsche Reichst agswähler. In Nußbach bei Kusel (Bayern) wohnt der älteste deutsche Neichs- tagswähler, Peter Wenz. Er ist 104 Jahre alt, begab sich aber trotzdem am Tage der Wahl zur. Urne. . Am 3. März, am Tage seines 104. Geburtstages, erhielt der Alte vom Kaiser eine Tasse aus der Königlichen Porzellanmanufaktur mit dem Bilde des Kaisers zum Geschenk. Gleichzeitig lief ein Gratulationsschreiben des Reichskanzlers ein. Peter Wenz hat 36 Urenkel, von denen die ältesten 29 Jahre alt sind. Bis zum 100. Jahre hat er noch fleißig int Felde gearbeitet und beim Mähen manchen Jungen beschämt.
* Sensationelle Selbstmorde. In Wien erhängte sich Feldmarschall-Leutnant Pilse? von Well en au aus unbekannter Ursache. — In Dresden tötete sich der 41jährige unverheiratete Amtsgerichtsrat und Reserveleutnant Richard Röhrborn in seiner Wohnung, indem er sich vor dem Spiegel in die Schläfe schoß. Ein amtliches Vergehen liegt nicht vor. Wahrscheinlich handelt es sich um eine geistige Umnachtung.
* Die neuesten Eisenbahnunfälle. Am 8. März abends ist ein Zug der Steinhuder Meerbahn (Hannover) an der Weiche beim Bahnhof Hagenburg entgleist. Die Maschine liegt quer über dem Gleise. Lokomotivführer Haller und der Heizer sind verbrüht und ums Leben gekommen. Beide waren Familienväter. Ein Postschaffner ist verwundet. Passagiere wurden nicht verletzt. — In Münfter (Wests.) ist der Ingenieur Gerdes, der kürzlich bei einem Eisenbahnunfall an beiden Beinen Verletzungen erlitten hatte, g e ft o r b e n.
* Von alten uni) neuen Schiffsunfällen. Man meldet aus Rotterdam: Bei der ersten Sprengung» an dem versunkenen W r a k der „Berlin" ist der Oberbau weggerissen, bei der zweiten das Deck aufgesprengt worden, so daß Taucher ins Innere gelangen können. Die Taucherarbeiten können aber stürmischen Wetters wegen nicht fortgesetzt werden und haben bisher nicht zur Auffindung von Leichen geführt, die vermutlich abgetrieben worden sind. Ein Beamter der englischen Regierung wohnt den Bergungsarbeiten bei, da mlan holst, die Leiche des königlichen Kuriers Herbert mit den Geheimatten zu finden. Tie geretteten Damen Frau Schröter, Fräulein Buttel und Fräulein Gächer sind heim gereift. — Tas Barlschiff_„C elox" ist auf der Fahrt von .Hamburg nach Barbados in Stürm auf Pensacola mit seiner ganzen Besatzung untergegangen. — Ein unbekannter DreimUster ist bei Nieuwediep (Niederlande) gesunken. Bisher wurden drei Leichen von Matrosen an des Land gespült.
4 % Uesterr. Goldrente. . 4*/e% Uesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 356 Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III °/0 russ.Staatsaul. 1905 4/4° o Japan. ^Staatsanleihe 1 % Couv. Türken vou 19U3 Türkenlose.....
1% Grieeh. Monopol-AuL 4% äussere Argentinier . d°/0 Mexikaner . . .
4^u/0 Chinesen . . . .
Aktien:
fraaenbeTarn zu 5cm Schlüsse, daß dle EchaNung der nlteiiT?) ö vT ti ftTf trn't c a a"ö; Treten SMnge rzuo 'km netfaqenTcSi, au ihrrfi fhiiilfcritocn itnb fuftorifchen bauen. Tie neue Bahn soll elektrisch betrieben werden und
Iw vorigen Herbst trat bei einem Schuhmacher zu Nieder-? Wöllstadt ein Geselle unter dem Namen I. R. aus Varchfelde in Ticnst. Als der Meister am drillen Tag nach dem Eintritt abwesend mar, verschwand der Geselle. In Friedberg traf er einen Schweizer aus Nicder-Wöllsladl, bcm er die Schlüssel der Werk- slälle seines Aleisters mit dem Bemerken übergab, et habe noch Geschäfte für diesen zu besorgen; da er nicht wisse, wann er zurück- fomme, möge er die Schlüssel abliefern. Als der Schuhmacher nach Hause kam, vermißte er leine Uhr, die an der Wand hing. Er sah sich auch sofort nach seinem Geld, das er in einem Kästchen in einer Schublade aufgehoben hatte, um, allein die Schublade war mit einem Dietrich geöffnet worden und das Kästchen lag aufgebrochen und seines Inhaltes von 72,50 Mark beraubt, barm; außerdem fehlte ihm ein Schiistermesser. Stach längerem vergeblichen Suchen wurde der Geselle endlich zu Salmünster unter dem Namen E. G. aus Cammtz ermittelt Anfänglich bestritt er, je Nieber-Wöllstadt gesehen zu haben, bis er seinem Meister gegen- übergefiellt und von diesem erkannt wurde. Er leugnete, den Diebstahl verübt zu haben, er will sich um deswillen heimlich entfernt haben, weil es ihm nicht gefallen hätte. Der Staatsanwalt war der Ansicht, baß man es mit einem Verbrecher zu tun habe, dessen jetzige Namensangabe and) nicht richtig sei. Er habe sich gewiß nur vermietet um Diebstähle ausführen zu können. Er verfügt über eine außerordentliche Beredtsamkeit und seine ganze Physionomie beutet auf einen Verbrecher. Er würbe wegen schweren Diebstahls zu einer Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten unb fünfjährigen Ehrverlust verurteilt Mit Rücksicht auf seine Gememgefährlichkeit wurde auch die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesvrochen.
LilSMtz KUS dru MßB6r5flniißrtiii|lHn der Stadl Glt^ru. -lnfgcbote.
März 1. Johannes Bohrmann, Hülfsbremser, mit Elisabethe Schneider, beide dahier. — 4. Johann Wilhelm Dietrich, Postschaffner, mit Anna Katharine Wagener, geb. Schäfer, beide dahier. — Georg Otto Theodor (Seibel, Hülfsheizer dahier, mit Elisabethe Dietz in Wetzlar. — 5. Heinrich Krieb, Maurer, mit Katharme Benner, beide in Allendorf a. d. Lda — 8. Karl Heinrich Braun, Brauer, mit Anna Luise Valentin, beide dahier.
Geborene.
Febr. 26. Dem Kaufmann August Peter Christophersen eine Tochter. — Dem Bauführer Friedrich Wilhelm Struve ein Sohn Hans Werner. — 27. Dem Kaufmann Wilhelm Jakob Karl Seyb ein Sohn Karl Hermann. — Dem Korbmacher Johann Georg Althaus eine Tochter Auguste. — März 1. Dem Taglöhner Rabanus Nauheimcr eine Tochter. — Dem Maurer Heinrich Schreiner eine Tochter Marie. — 2. Dem Kanzleigehülfen Christoph Adolf Bause ein Sohn Johannes Friedrich Heinrich. — Dem Taglöhner Georg Wörner ein Sohn Karl. — Dem Niaurer Philipp Mootz eine Tochter. — 3. Dem Schuhmacher Peter Svielmann eine Tochter Emma Else Kathariiia Paula. — Dem Schlosser Adam Erhardt
Landwirtschaft»
— Die Vi eh z ä h l n n g P r e u g e n s vom 1. Dezember 1906 hat ganz ungewöhnlich erfreuliche Zist'ern gegenüber Großbritannien ergeben, vas "erbältnismäßig sehr weit zurück bleibt. Tie eben dort am 4 Juni 1906 vorgenommene Zählung hat nach der Agricultural-Stctiitics 1906, Loiard os Agriculture and Fis- hecics festgestellt: P,erd« nur für landwirtschaftliche Zwecke 1 116 505, im Vorjahre 1 122 419 also weniger 5914, noch nicht zugeriltene oder eingesahren^ Pferde: ein Jahr und darüber 315 230 (310 333), unter einem Jahr 136 941 (139 681, also — 2470); Kühe frisch melkend oder mit Kalb 2738411 (2 /OZ 392), anderes Rindvieh: zweijährig und darüber 1426 754 (1415 317), ein- bis zweijährig 1494 795 (14710/0), unter einem Jahr 1 350 896 (1 393 241, also — 42 345); Zuchtschweine 336 322 (335 008), andere Schweine 1 987 139 (2 089 911, also — 102 772). Ter Rüagang des Pserdebestandes wird in England teilweise auf Reoinung der Autonwbile gesetzt. Dem Rückgang in England steht in Preußen eine beträchtliche Zunahme gegenüber. Beim Vergleich der Zählungen vom 1. Tezcinbec 1904 und 1906 in Prozenten ausgcdrückt ergibt sich für Pferde eine Mehr von 1,91, für Rindvieh 4,25, für Schweine 22.05 Prozent.
Eikeilbahtt-Zeitttng.
New - Hork, 9. Aiärz. Euie- neu gegründete Gesellschaft beabsichtigt, eine zweite Eisenbahnlinie zwischen üt e m •
Bochum Guss . Buderus K W
. 233.00
. 125.50
Prinee-Henn-Eisenbahn
Tendenz: behauptet
Berliner itörwe, 11. März. Anfangskurse.
Canada E. B.....
Darmstadter Bank . .
Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .
l enden/: schwach.
. 177.90
. 135.70
. 241.00
. .81.50
154.10
Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . i.umbarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . l ürkenlüse . . .
143.-
215.60
234.00
29.50
128.00
145.50
Schwächlichen zurückgebliebenen Kindern, blutarmen Mädchen usw. empfehlen viele Aerzte das beste, billigste und bekömmlichste Straf* tigungs- und Bliuerzeunungömittel Bioson. iutan lese nach netzendea amtlich beglaubigten Bericht.
— < * r Unter ho f, Post Sulzfeld i. Grabf., den 16. August06. Ich habe das „Bwiou" bet meiner Tochter gegen Bleichsucht an* gewandt. Schon nach einigen Tagen tonnte man oen Erfolg merken, die^lrafle Hoven uch und ihr Ausjehen wurde ein entschieden besseres; auch wurde die Berdauung dadurch in keiner Weise geitbrt Naw ineorfachem Gebrauch ihres „Bioson" war das Kind wieder uoll* ständig auf dem Beug. Hochachtungsvoll Karl ^ips, Verwalter. Unterichriit beglaubigt: Grvgbardon am 29. August 1906, Radmw Bgstr- ibtoion ut tn Apothecem Drogerien usw. daS Patel zu drei Acart erhältlich und wird teöer Arzt gerne Aus tunst über die Vorzüglichkeit des Vtoson geben. ib"/i


