Marineakaoemte Annapolis die Wiedereinführung
des
Kosten des Erzb'fschofS von Posen befindet fich auch der Abg. Dr. von Jazdzewski. Bei der letzten Reichstags- wähl wurde dieser Prälat von den Polen als ,zu gemäßigt* nicht mehr als Kandidat ausgestellt.
München, 9. Febr. Die »Allgemeine Z.* meldet: Die bayrische Druckerei, Berlagsaustalt (3. in. b. H., hat mit dem Berlagsbuchhändler Tlugust Scherl ein Abkommen getroffen, auf Grund dessen vom heutigen Tage ab der gesamte Geschäftsbetrieb der bayerischen Druckerei und Verlagsanstalt an August Scherl auf eme Reihe von Jahren verpachtet wird. Es sind alle Garaulieen geschaffen, um die ,Allg. Z.* in ihrer b,Sh ebigen Erscheinungsform und ihrer bisherigen Richtung zu erhalten, insbesondere hat sich dec Attssichlscal der Gesellschaft alle Rechte, die polil. Haltung des Blatts zu bestimmen und zu kontrollieren, geivahct.
— Dec Verein »Frei-München*, die Vereinigung aller liberalen lind demokratischen Pacieigriippen Münchens, richtete an die demokratischen und liberalen 'Reichslagssiakllonen die dringende Aufforderung, die un letzten Wahlkampfe hervorgetretene Einigung der liberalen Parteien zu einem taktischen und p r o g r a m m a t l j ch e n Z n f a m m e n- schlutz dec Parteien auszugestalten.
IColOiiialyofL
Kolont ale $uiuu0i>iouh u.e u<m Bernhard Dern- bürg, Wirkt. Llat. Unter voritehendem Titel i|i soeben bei von Exzellcns Ternbnrg am 3. Februar auf Veranlassung der Handelskauuuec in F r a n k f u r t a. Ri. gehalten e Vortrag in Buchform zur Ausgabe gelangt (Verlag von E. S. Alittler und Lohn, Berlin). Angesichts der hervorragenden Bedeutung jener wichtigen Fragen, beten iZöjnng die koloniale Finanzpolitik und das Kolomalwefen jetzt fordern, und im Hinblick auf die bevocitehenden Retchsiags-Kolonial- bebatlen wird lueiteften Volkskretjen, insbesondere allen Kolonial» freilnden, Politikern uuo., bau Erscheinen biejcc Schrift willkommen fein. Sie bietet die Quintessenz der, kolonialen Finanzwissenjchaft des heutigen Tages nnb durch ihren Inhalt wird erneut verbürgt, bas nniec Kolontaiwejen unter ziel- beiuiißtec Leitung einer sehr attssichlsvollen Entivicklung ent- gegengeht. Ter Ertrag i|f für den Invalidenionds dec 'Afrtka- krteger bestimmt.
deutschen Sprachunterrichts beschlossen, bec vor einigen Jahren eingeiiellt worden ivar.______________________________
Generalversammlung des Bundes der Landwirte.
(llnoerechtigter Nachdruck verboten.)
S. u. H. Berlin, 10. Febr.
Im Zirkus Busch, der tradillouellen Tagungsstütte des Bundes der Landwirte, tritt morgen mittag die Generalversamm- lung zusammen. Aus kleinen Anfängen emporgewachsen, ist der Bund heute zu einer der machtvollsten Berufsorganisationen des Reiches geworben. Neben dem die Jmeressen der Jnvustcie tvahr- nehiiienben „Zentralverband deutscher Industrieller^ und dem dem Interesse der Handelsmelt dienenden „Deutschen HanDelstag" bildet er mit seinen nahezu 300 000 Mitgliedern die umfassendste Vertretung der deutsrl-en Lanowirlschaft. Dazu kommt noch, daß seine, dem letzten Reichstage nicht angehöreude Mitglieder, dec BundeSvocsitzende Dr. No es icke-Kaiserslautern und der Bundesdirektor Dr. Diedench Hahn, wiedergewählt worden sind und daß die Zahl der die Bundesinteressen mehr oder weniger intensiv wahrnehmenden ReichslagSabgeoroneten auf nahezu 200 gestiegen ist. Schließlich bedeutet auch der Ausgang der Reichs- tagswahlen an sich eine Stärkung dec agrarischen Interessen.
Wie immer, so ist auch diesmal die Beteiligung an der Generalversammlung außerordentlich stark, die schon äußerlich dadurch erkennbar ist, daß es in den Straßen Berlins überall von Landleuten wimmelt. Neben dem feudalen NittergutSbesitzer aus dem Osten sah man auch den kleinen märkischen Landwirt, zahl- reiche westdeutsche und ebenso in außerordentlich großer Anzahl süddeutsch Agrarier mit ihren Frauen, denen auch diesmal wieder die Teilnahme an der Generalversammlung durch das Berliner Polizeipräsidium gestattet worden ist, soweit in dem im Zirkus Busch errichteten Segment Unterkunft zu finden ist.
Der Bundesversammlung wird der Bundesdirektor Dr. Hahn den Geschäftsbericht für 1906 vorlegen, den wir fdjani jetzt zu verösfenllicl-en in der Lage find. Es heißt darin u. a.:
„Die Arbeit des Bunoes ucr Landwirte im Jahre 1906 war vorzugsweise aus eme Befestigung unu Erweiterung seiner Organisation sowie auf eine sorgfältige Vorbereitung dec voraussichtlich erst im Jahre 1908 zu erwartenden Neiazstagsioahlen gerichtet. 2 iese Arbeiten wurden noch am Ende des Jahres durch die am 13. Dezember erfolgte Auflösung des Reiclsstages plötzlich unterbrochen und wir stehen heute noch vollkommen unter dem Eindruck dieser Tatsacl)en. Zur Befestigung des Bundeslebens und zur Ausbreitung des Bundes hat die Abteilung Organisation von der Zentrale, sowie von den einzelnen Gesä>ästsstellen aus durch 72 Beamte und Redner in ganz Deutschland 8718 Versammlungen abgehalten, i rigercujiict die Versammlungen, die ohne in Auspruchnahme der Zentrale oder der Geschäftsstellen sponian im Lande veranlaßt worden sind. Trotzdem der Ausschuß und die Generalverjaininlung im Februar 1906 eine üOprozentige Erhöhung des Mitglieder-Beitrages beschloß, die auch, soweit es bei dec vorgerückten Jahreszeit noch tunlich war, zur Durch- sührung gebracht wurde, ist der Mitgliederbestand von 2 7 0 0 0 0 auf 28 2 000 in diesem Jahre gestiegen. Die landwirtscl-ajtliche Bevölkerung kommt mit der Zeit immer mehr ju der Ueberzeuguug, wie notwendig es für sie ist, eine mit gc» nügenben Mitteln versehene leistungsfähige politische Vertretung zu haben, die an den maßgebenden Stellen dafür besorgt ist, baß der internationale Großlapilalismus und Großhandel aus ihrer 6aut nicht Riemen schneiden. Von den obengenannten 282 000 Mitgliedern gehören 8o Proz. dem Kleing un besitz an, 10'/2 Proz. sind mittlere Besitzer uiu) Vs Proz. imu der Großgcuiidbeiitz. Auch dies Japr kann mit Genugiunng ieftgeftclit werden, daß ein erheblicher Zuzug aus dem Großgrundbesitz stattgesunden hat. Von nur Handwerkern und Gewerbetreibenden gehören dem Bunde der Landwirte ca. 26 000 an, wahrend
Auslarr-.
London, 9. Febr. Die »ck-corning Post* berichtet aus Washington, baß in gut unterrichteten Kreisen Washingtons j e b e Hoffnung auf den Abschluß eines Gegen- seitigkelts-Vertrages zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten aufgcgeben worben sei.
Washington, 10. Fcbr. Den letzten Meldungen au5 Zentralamerika zufolge sind alle Versuche, einen Krieg zwischen den zentralamerilanischen Republiken zu verhindern, als geschcibert zu betrachten. Der AiiSbrnch der Fembieligkeiten wirb itünblid) erwartet.
— Mit Zustimmung bes sJJiaiiuebeparteincnt8 hat die
ca. 23 000 landwirtschaftliche Mitglieder im Nebenberuf ein Hand- werk ober ein Gewerbe betreiben. D öS Verhältnis der Mitglieder zwischen den links und rechts der Elbe wohnenden hat sich nicht verschoben. — Im Kalenderjahre 1906 beteiligte sich der Bund der Landwirte bei 9 NeichStagsersatzwahlen, und es gelang, in zwei Wahlkreisen den vom Bunde unterstützten Kandidaten zum Siege zu führen. In der gleichen Zeit fanden 10 Ersatzwahlen zum preußischen Landtage statt und bei 8 Ersatzwahlen wurde der Bundeskandidat gewählt. In den übrigen Bundesstaaten sanden 9 Ersatzwahlen statt, bei denen der Bund der Landwirte beteiligt war und in 5 Fällen siegte der vom Bunde unterstützte Kandidat. — Von den allgemeinen Landtags-Neuwahlen, welche im Jahre 1906 stattfanden, ist zu erwähnen, daß in Schauinburg-Lippe, dank der Unterstützung des Bundes 9 bürger- lidx Abgeordnete gewählt wurden und nur ein sozialdemokratischer Abgeordneter in den Landtag einzog. Ebenso wurde bei den Landtagswahlen in Schwarzbnrg-Nudolstadt durch das energifdje Eingreijen des Bundes die bürgerliche Mehrheit mit 9 bürger- lidjen Abgeordneten gesichert. Die württembergifchcn Landtags- ivaljlen brachten dem Bund der Landwirte 15 Abgeordnete, welche die Bundesbestrebungen vertreten; dazu kommt nod) ein landwirt- schastlichcr Berussvertretec (und zwar der LandesvorsitzenbeSchmid- Platzhos) in der ersten Württembergischen Kammer. Die allgc- meinen Landtagswahlen in Sachsen-Weimar trugen dem Bunde 13 Sitze im Landtage ein. Alles in allem kann konstatiert werden, daß auch in den Landtagen der verschiedenen Bundes- itaaten der Einfluß des Bundes zu nimmt, und daß bei den Wahlen eine innigere Annäherung des städtischen Mittel- ilandes und der Landwirte stattgesunden hat. Gerade diese letzte Tatsache, die and) bei der Agitation nach der Reichstagsauflösung in der zweiten Hälfte des Dezember zutage trat, beredjtige für Den Ausfall späterer Wahlen zum Sicid^tage wie zu den Landtagen für den Bund dec Landwirte zu den besten Hoffnungen, Die durch den bisher bekannten Ausfall der Reichstagswahlen ovllanf bestätigt werden.
Die der Verkaufsstelle des Bundes der Landwirte, welcher die Aufgabe der Wahrnehmung der privatwirt- schastlichen Interessen der Mitglieder des Bundes zufällt, angehörenden faufmännifd)en Abteilungen haben im verflossenen Geschäftsjahre ohne Ausnahme mit gu tem Erfolge gearbeitet. An Entschädigung für als trichinös verworfene Schweine wurden im verflossenen Geschäftsjahre an Bundes- mitglieber 2955.54 Mk. ausgezahlt, wobei auf die höheren Fleischpreise Rücksicht genommen werden mußte.________________
Ans S.aöt ntid Land.
Gießen, den 11. Februar.
— Für die Vorbildung und Prüfung für den höheren S tciatSb ien|i im Baufach ist eine neue Verordnung erlassen morden. Tie in ihr angeordnete Fachprüsmfg gliedert sich nach den Fachrichtungen Hochbau, Wasser- und Straßenbau, Eilenbahnbau und Maschirnnbait und ist vor dem technischen Oberprüfungsamt im Darmstadt abzulegen. Für Kultnringenieure ist außer der Prüfung in Wasfei- und Straßenbau noch eme Ergänzungsprüfimg in Landwirtschaft und Kulturtechnik vorgejchileben. Zu den Prüfungen zugelassen werden die Inhaber von Retfezeug- nissen der Gymnasien, Realgymnasien und neunstufigen Ober- Realschnlen, Diplomingenieure, und unter staatlicher Leitung ausgebildete Regierilngsbaiiineistec.
* * kl n i v er s i t ä t s j u b i t ä u m. Wir erinnern daran, das» demnächst die Frist für die P r e i s b e iv e r b u n g abläuh, die die VmiDcsimiuerfuät zur Gewinnung eines Feslliedes fiir die Düne Jahrlnlndeillcier für solche ausgeschrieben bot, die bis zum 1. Mäiz 1907 Angehörige der lliuuctluäl find oder geivejen sind, ■fei' Dichtung mup eine beieus voihandeue 'Melodie uniergetegi iverden. Die Lieder sind vor b e m 1. März 1907 bei dem Rektor der Landesilmveisitäl euiztiretchen. Tem Liede ist ein tun c >min Mcnnivüvi versehener veijchlosfener llmjdilog beijulcgen, der yinnieii und Auienthaltson des Penasjeis enthalt. Das llennwort i|t nut dem Text des Liedes zu verzeichnen. Es luciben drei Preiie ansgejetzi, bclieiicuD in edlem Weine und zivar der erste Preis in 30 Flaschen, der zweite Preis in 20 Flaschen, der dritte Preis in 10 Flaschen.
• • Etsfest. Das am Montag ausgefallene EiSfest soll bei anhaltender günstiger Witterung am Mittwoch abend stallfinden.
• ’ Die Fünfziger von 1907 hielten am SamStag abend im Eaiö Ebel eine Versammlung ab, in der beschlossen wurde, die übliche Fünfzigerfeter auch in diesem Jahre wieder in der heclömmlichen Weise zu begehen. Die Zahl der für die Feier in Betracht lommenden beläuft sich niif mehr als hnndeit. Zum Vorsitzenden der Fünfziger von 1857 —1907 wurde Stadlv. Gabriel gewählt. Der erste Vercinsabend der diesjähngcn Fünfziger verlies m bester Weise.
S t a d t t h e a te r. Ta wegen der letzten ThcatervcreinS- vorslettung und wegen des FastnachtsdicnStags das Tienstag- abonnement in Rückfland geblieben ist, wurde aus Abonnenten- kreisen der Wunsch laut, die nächste Vorstellung vor dem 19. Februar anzusctzen. Die Tireltion hat dieser Anregung entsprochen nnd so ist die 12. Vorslelliing im Dienstag- Abonnement anZnahinsivelse auf Rlittwoch den 13. Februar verlegt worden. Es^ gelangt Shakespeares .Widerspenstige' zur 'Aufführung und Fran Bayrhammer wird zum ersten Vlale nach ihrer Krankheit wieder auftreten. — Erwähnt fei auch, datz in dem llmdermäcchcn „Hänsel und Gretel* das am Riiltwoch nachmittag zur Ausführung gelangt, Fräulein Gollmi ein Ballet tanzen ivicd.
△ W iefeck, 11. Febr. Unser langjähriger Bürger- meister, Orlsgerichtsvorsteher und Standesbeamte, Philipp Sommeriad IV., ist gestern vormittag infolge eines Schlaganfalles gestorben. Der Verstorbene, der ein Alter von 65 Jahren erreichte, stand seit 1882 an der Spitze unserer Gemeinde, hätte also noch in bujeut Jahre sein 25jährigcS Tienstjubilaum feiern fötuicn. Herr Sommerlad verstand es, die bei dem raschen Wachst tun unserer Gemeinde nicht immer leichten Bürgermeisteretgeschäste pslichtgetreu und erfolgreich zii führen, so daß sein so rasch iind imenuortct gekomniener Tod eine fühlbare Lücke in unserer Gememdeverwaltimg gerissen hat.
j Klein.Linden, 10. Febr. Der hiesige Krieger- verein begeht am 14. und 15. Juli sein 2 5 jä hciges Jiibiläum durch ein größeres Fest, zu dem auch die Kriegervereme von Gießen und dem umliegenden Orten ein- geladen iverden. Gleichzeitig beichloß dec Verein, uni die Verleihung der Kaiscrschleise nachzusuchen. Dec Verein hat sich in den letzten Jahren günstig entivickelt und zahlt nahezu 100 Arilglieder. — Ter Konsum verein hielt dieser Tage seine Generalversammlung unter dem Vorsitze des Direktors PH. Jung ab. Der Jahresabschliifj zeigte einen recht günstigen Stand, wurde doch em Reingeivmn von 2 851 Vlark erzielt. Tie BctriebSrücklage flieg auf 2253 Mark, die Mitgliederzahl aus 120.
p. Dutenhofen, 9. Febr. In tiefe Betrübnis ist eine hiesige Familie versetzt worden. In dec letzten 9tacht vec- ichied nämlich plötzlich infolge eines Falles der in hohem Alter stehende Landivirt und Kirchenälteste Johannes Wclec von hier. Der Verstorbene hinterläßt drei erwachsene Kinder und zahlreiche Enkel.
X. Schlüchtern, 10. Febr. 9(uf der Strecke Bebra- Frankfurt, in der Nähe unseres Bahnhofes, ereignete sich gestern abend em gräßlicher Unglücksfall. Der ctma 60 Jahre alte Rottenarbeiter Georg Strott ans Breitenbach nn Kreise Schlüchtern begab sich auf den Heimweg und benutzte den Schienemveg. Ec wurde dabei von dein abends 60.30 Uhr durchfahrenden Schnellzug Hamburg—Frankfurt erfaßt und gräßlich verstümmelt. Seine Körperteile mußten buchstäblich ziisaminengesiicht werden, Kopf, Arme und Beine ivacen vom t)hmipfe getrennt.
VtrmijcbU».
• Berlin, 9. Febr. In der VormittagSziehung der Preuß. Kia sse n l otterie fielen 100 000 Rlark auf 92c. 163 489, 3000 Mark auf Rr. 152806. In dec Nachmittags- Fehling fielen 10 000 Mack auf Nr. 178666 und 5000 Mark auf Nr. 55067 und 219946.
* Kleine Tagesch » oni 1. In feiner Kasernenwohnnng in Düsseldorf hat sich der L e n t n a n t I o st e n vom Füsitier- Reaiment 39 erschossen. Als Grund zur Tal wird eine ofuie Gentessimung, hervoigeruien dmch em langjähriges Nasenteiden, angenonunen. — Ans dem Bahnhoie bei Tüiietoori baue sich eine örau m arger Notlage widerrechtlich mehrere vom Waggon herab- geiallcnec Preßkohlen im 'liierte von etwa 40 P s g. a n g e e i g n e t. Ta sie wegen Kohlendiebstahls vorbestraft war, io mußte gegen sie der Rücksall-Paragravh zur Anwendi,ng gelangen. Es traf sie Die geringste gesetzlich zulässige Stra'e von drei Monaten G e i a n g n i s. — Aus dem Rhein wurden bei 65 er- mershei m die zusammengebundeuen Leichen einer Kellnerin und eines 'Mannes gezogen. — Ter Kassengehiitie Brandt au5 Aiatienschetd verinchte in Der vergangenen Nacht in einem Uhren- gejchäit zu E s s e n an der Ruhr einen Einbruch zu verüben, wurde ledoch von dem Besitzer überrascht und durch Reoolverschüsie ge- iährtich verletzt. — 'Als 'Mörder Der un Oktober 1906 un Essener S t a d t w a t d e er m o r d e t aufgeiunDenen Engländerin 'Miß Late stellte sich Der Polizeibehörde Der ehemalige Beamte des Rhemisch-Bjestfätischen Kohlenii)iidikats Atiieo Land.
liunit unO WiffcnjdHiyt,
— Ludwig Fuida ist aus Antrag de- sranzöstschen Kutins. Ministers Briand nut dem Orden der Ehrenlegion aiis^ezeiUinct worden. Liese Anszeiojninig ist erfo.gr, weit Fulda durch feine lleveiikhungStnnst viel zur Berdreitung und zum Lerständnis der Moliere'fchen Dichmngeu in Leuiichtand beigetragen dar.___________________________________________
Sandel uiiS Verkehr, t>olF»wirtfd)aft.
Russische Getreideankäufe u n b 91 e u e Russische Anteil) e. 'Wegen Der steigenden Tendenz an Der Berliner Geir eideborfe tvar am Sarnsiag die Berliner Effektenbörse noch ipeziell verstimmt. Die umiangreichen Roggenkau'e iür ru'sische 'Rechnung sind auf die HütiSakiion der russischen Regierung zutiia« zuiühren, die wegen der 'Dliuernten in iinian u>w. notwendig gciuorDcn ist. Auch ist bereits em kaiserlicher Ufas erschienen, laut welchem eine neue russische Anleihe von 70 Millionen Rubeln dekretiert tvird. Dieses Geld muu natürlich in Rußland selbst aut- gebracht werden.
ic. Frankfurt a. 9)1., 11.Febr. iTelegr. Orig.-Bericht des ,®ieß. 9(11$/). Amtl. Notierungen Der heutigen Biehmarktpreise. Zinn 'Berfauie fiauDcn: 44u Ochsen, 91 aus Oesterreich, 67 Bullen, 9 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 765 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 286 Halber, 828 Lchaie und Hammel, 00 Schale ans Oesterreich, 0 Ziegen, 1680 Schweine. Bezahlt wurde iür 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 83—85 Bit., 2. Oual 70—74 'JJ.L, 8. Qual. 64—681)iL; Bullen l.CluaL 14 bi« 76 Ml., 2. Qual. 70—72 'JJit.; Kühe 1. Qual. 74—76 Mk., 2. Qual. 70—72 'Dlf., 3. Qual. 60- 64 Mk, 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—OODit. Kälber: 1 .Qual. 100—104 Pfg., Lebendgeivicht 60—62 Ps., 2. Qual. 88—96 Pig., Lebendgeivichi 52—66 Pfg., 3. Qual. 68—70 Psg., Schlachtgeivicht 68—70 Pfg., Schafe: 1. Qual. 80—82, 2. Qual. 74—76 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 63—64 Psg., Lebdgew. 59.00—00.00 Pfg., 2.Qu.62 00'big., Lebend- gew. 49.00-00 Psg., 3. Qual. 54—56 Psg. Lebendgeiv. 00 P'g, Geschäft: bei Hornvieh fchlepvend, Alarkt, UeberftanD uubcDeutenb, bei Klenivieh gut, lein UeberftanD.
1c. Frankfurt a. M., 11. Febr. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Llmtliche9i0tiertingen Der heutigen Fruchtuiarktpreije. Weizen Alk. 18.60—00.00, Knrhessischer Alk. 18.50—00.00, La Plato All. 20.00—20.75, Kansas Alk. 19.76—20.25, Roggen (hiesiger) Alk. lu.75—17.00, Gerste (Wetterauerj Alk. 17.00—17.75, ff raut en- leider Alk. 18.50—19.50, Hafer 18.00—19.00, Mats Alk. 13.50—13.75, A-eizenmehl 27.00—28.26, Al. 00—00, 2. Qualität Alk. 25.26 bis Alk. 26.25, 8. Qualität Alk. 23.25—23.75, Roggewnehl C Alk. 25.25—25.75,1. Qualität Alk. 24.50—24.75, Weizenllele Alk. 10.50 bis 'Ult. uO.Oü, lllüggenrieie Alk. 11.00—11.25, Alaiskenne Alk. 11.50 bis Alk. 00.00, (jranten, Pfälzer, Ried Alk. 18.60—19.25. Alles per 100 Kg. ab hier.
Gcricytsjaat.
K Gießen, 10. Febr. (Schöffengericht).
Die P r i v a t f l a g e des Rechtsanwalt Grünewald gegen den Ingenieur Koch, der in Bezug auf den Beleidigungs- vrozeß Grüne>oald-Aletz geäußert halte ^Gail'us hats aul sich genommen", endete nm Freitag vor Dem Schöffengericht durch einen vom Vorsitzenden Geheimrat Gebhard angebahnten Vergleich. Der Vorsitzende teilte nut, daß Koch bereit sei, die Aeußerung zurückzunehmen, und dem Privalktäger fern Bedauern auszusprechen. Ter Vorsitzende bemerkte, der Kläger sei aus Der Affaire wegen Der anonymen Postkarte rem hervorgegangen, fein Vorwuri sei unaufgetlart geblieben m den bezüglichen Verhandlungen vor Gericht. Rechtsanwalt Grünewald erklärte, an einer Bepra ung deS Beklagten fei ihm nichts gelegen, er habe nur das Jmerefse einer öffenttichen Klarstellung. Ingenieur Koch gab hierauf Die geforderte Erklärung ab und übernahm Die Kosten, worauf ihm Das Gericht noch eme Buße m Hohe von 80 Alk. auierlegte.
In Der Pnvatklage des Rechtsanwalts Grünewald gegen Den Rechtsanwalt Al e tz - N i d D a wird nun noch das Ober- Landesge richt eine Eiitscheidung zu tressen haben. Herr Metz hat Revision gegen das Urteil Der Ltrcniammer angemelDet.
(DriginabDral^tiiKlOungcn*
Rom, 11. Febr. Aus Sizilien treffen ernste Nachrickiten über große Not unter der dortigen Bevöllerung ein. Es fehlt an Brot p6id Arbeit. Bedeutende Truppenabteilungen sind nach Sizilien aageganjen, um die Ordnung rm Notstandsgebiet aus- recht zu erhalten.
Bern, 11. Febr. In Steiner im Kanton Thurgau zerstörte eine Feuersbrunst mehrere Wohnhäuser. Es gelang, acht Familien zu retten. Dagegen kam eine F a m i l i e ' bestehenii aus 5 Personen in den Flammen um.
Paris, 11. Febr. Ter deuticpe Prosegor Korn teilte dem Matin nut, Dag demnächst kicriuaje mit der telegraphischen llebertragung von Bildern zwischen Parts und London gemacht werden würden. — Janreö hielt in St- Etienne in D:c ^rveitsovrie in Gegenwart von ca. VüOU Personen eine btede. Sr loraerie darin D^s Proletariat au>, ficy den vereinigten Sozialisten an^uffließen. ytcDu.r jagte, <.r veoaure le.nesivtgs den Austritt Briands auS der PaNei, ovgleich er fcut SJBert tvDen niufje. Schttcbiich roraerte ^aut-es^uui, Die örage Der Beteiligung der Soziauxmokante ait Ur Regierung aus später zu vertagen bis das Protetartut feinen Sieg vecvollq stündigt habe.


