(Diet) muteünavrg, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvieh mittel- mäßig, fein Ueberstand.
Eingesandr.
<Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Der Großherzoglichen Baubehörde gestatte ich mir, auf ihr, (meine Privatangelegenheiten betreffendes Eingesandt voiu 6. lfdn. 'Monats auf dem gleichen Wege folgendes zu erwidern:
Pteine Kenntnisse im Jnstallationswejen habe ich mir nicht erst hier in Gießen erworben, sondern ich mußte dieses verhältnismäßig noch junge Gewerbe in meiner Lehr- und Gesellenzeit erlernen, da man schon damals erkannte, daß durch das Umsichgreifen des Fabrikbetriebs dem Spenglerhandwerk der Hauptverdienst nach und nach entzogen mürbe.
Öci) habe mich also vollständig in dieses Gewerbe hineingelebt und ■ bin, wenn ich dies mich anfangs hier nicht ansübte, den Neuerungen desselben stets gefolgt, hatte also, als ich mit Ausführung von Jn- staUatlonsarbelten begann, nicht nötig, mir bei Baubeamten, deren Beruf em anderer ist, sachlichen Rat zii holen. Selbftverstäiidlich wird jeder kluge Handwerksmeister, um späteren Beanstandungen zu entgehen, sich vorher mit denjenigen Beamten besprechen, die die Vergebung und spätere Abnahme der Arbeiten vorzimehmeli haben, um ihre Wünsche nach Möglichkeit berücksichtigen zu können,
Tie sachliche Prüfung meiner Arbeiten durch einen kenntnisreichen u u d verständigen B a u b e a m t e n ist mir jederzeit willkommen geivesen.
Ich habe daher zu der am Schluffe des Eingesandts vom 6. lsd, Mts. gegen mich ausgesprochenen Vermutung keinerlei Ber- aiilasfung gegeben, und möchte mir nur noch die Frage erlauben, ob es nicht besser und richtiger gewesen wäre, die Oeffenllichkeü damit zu verschonen und mir diese Antwort auf meine schrist- liche Anfrage schriftlich zu erteilen.
Gin Zweifel darüber, daß ich das anonyme Eingesandt als schwere Beleidigung empfunden hatte, konnte nach bem Inhalte meiner Eingabe nicht mehr bestehen, und die Frage, ob es eme Beleidigung tatsächlich enthält, kann doch wohl nur an. den Gerichten entschieden werden.
Bon dem Angebot des Herrn liegen, iyn gerichtlich zu belangen, werbe ich. den geigneten Gebrauch machen.
. „ G g. A pl.
(Wir glauben im Interesse unserer Leser zu handeln, wenn wir die öffentliche Diskussion über die Angelegenheit hiermit schließen. D. Red.)
Evangelische Gemeinde.
I l Heute, Montag, den 9. Dezelnber, abends 8 Uhr, im Lukas- saal: Bibelstnnde. Piarrassistent Becker.
ec$ Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
Pfr. iS. in R. Besten Dank! Jenes Rätsel ist uns wohl nicht zugekommen und wäre uns erwünscht. ____________
Griginal-Drahtmeldungen.
Berlin, 9. DeH. (PrivrtttLlegrwmm.) Die M)rgen- blätter melden ans Chemnitz: Nach Schluß von zahlreichen sozialdemokratrschen Wahlrechtsprotestversammlungen kam es zu Straßendemonstrationen. Tausende durchzogen unter Lärmen und Johlen die Hauptstraßen, so daß es einem starken Aufgebote von berittener Schutzmannschaft erst nach einer Stunde gelang, die Demonstranten zu zerstreuen. — Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Chemnitz: In der crzgebirgischen Wirkwareninduscrie, die Tausende von Arbeitern umfaßt, droht ein großer Streik aus - z ubre che n. Bei vier -großen Firmen in Gornsdorf reichten sämtliche Arbeiter die Kündigung ein. Da die Fabrikanten LohnredUKiernngen beabsichtigen, ist es wahrscheinlich, daß auch die Wirker an anderen Orten sich mit ihnen solidarisch erklären.
Eberswalde, 9. Dez. Ein unglaublich dreister E i n-! bruch ist in der Nacht verübt worden. Das Amtsgericht wurde von Einbrechern heimgejucht, die die in-I
mitten der Gesängnisverwaltung liegenden Geschäftsräume des Gefängnisinspektors erbrachen. Den Dieben fielen Goldsachen und Bargeld in die Hände.
Dresden, 9. Dez. Staatsmmister Graf Hohenthak empfing gestern eine Abordnung national gesinnter 2l r b et t er, die bem Minister bie Wünsche ber Arbeiter z u r. W a h l r e ch t s - Bo r l a g e unterbreiteten. Die Arbeiter wünscheil ein Wahlrecht, das bem Reichstagswahlrecht möglichst nabe kommt. Der Minister gab bie Zusicherung, baß er die Wünsche der Arbeiter prüfen und nach Möglichkeit unterstützen werde.
London, 9. Dez. 5 Meilen von Folkestone erfolgte eüt Zusammenstoß des Dampfers Scheldestrom mit dem englischen Segler Forsashire, wobei der Dampfer ein starkes Leck erhielt. Das .Boot, in welchem sich der Kapitän mit 12 Mann rettete, zerschellte. 9 Mann, darunter der Kapitän, ertranken.
Paris, 8. Dez. Präsident FalliereS, ber von einem leichten Unwohlsein befallen wurde, muß auf ärztlichen Rat das Zimmer hüten.
Madrid, 9. Dez. König Alfons ist wieder hier eingetroffen und hat den Kabinettschef Maura in Audienz empfangen, der ihm Bericht erstattete.
Palermo, 9. Dez. Die Bedien st eten ber sizilianischen Sekulibärbahneli sind in den Ausstand getreten und fordern Lohnerhöhung.
New York, 9. Dez. Jede Hoffnung auf Rettung der noch in den Gruben von Fairmont befindlichen Bergleute ist jetzt eitbgüttig aufgegeben. 60 Arbeiter, die mit Rettungsarbeiten beschäftigt waren, mußten ihre Versuche ausgeben, da sie durch giftige Gase in Lebensgefahr gerieten. 2000 Arbeiter der Pennsylvania-West-iVir- ginia- und Ohio-Gruben sind mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt.
Herr Heinrich Geilhansen
dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren
09335
Giessen, den 9. Dezember 1907.
7549
schwerem Krankenlager unser geschätzter Kollege
Goes in Holland.
Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen treuen Freund
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Johannette Vogel, geb. Marx Carl Vogel
Die Heisenden der Firma
W. u. G. Schnehard.
Danksagung*.
Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserm schwerem Verluste, sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank.
Dezember verschied unerwartet nach kurzem
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Herrn Or. Car! Leschbrand
Rostock, Duisburg, Pasewalk, im Dezember 1907,
Für die uns bei dem Hinscheiden unseres unvergesslichen Vaters und Schwiegervaters, des
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Die trauernden Hinterbliebenen.
bewiesene herzliche Teilnahme sprechen wir uns em innigsten Dank aus.
Bekanntmachrrrrg.
Der Voranschlag der Gemeinde Lang-Göns für 1908 A.-J. liegt vom 11. Dezember bis einschließlich 18. Dezbr. L». Js. auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen.
Lang-Göns, den 9. Dezember 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei Lang-Göns.
-7544 Rorups.
Dicuötag, den 10. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich, Neustadt 55, dahier gegen bare Zahlung:
28 Paar Stramin - Pantoffel, 3 Pferde, und 1000 Dielen und Waschnsühle, 1 Brandlis e 3 Drehbänke, 7 WirthSlifche n.
allerlei Atobel. [7548
Born, Gerichtsvollzieher.
Bekanntmachung,
betr. die Hundesteuer.
Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Lause dieses Jahres Hunde abgefchafft, aber noch nicht abgemeldet haben, wollen dies -spätestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich ober schriftlich Lei der unterzeichneten Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 2, anzeigen. Vordruck für schriftliche Abmeldungen ist dort erhältlich. Die Ber- Lindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe bauert bet Nichtobmeldung auch im folgenden Jahre und zwar so lange fort, als Vie entsprechende Anzeige versäumt wird.
Gießen, den 7. Dezember 1907.
Grotzherzogliche Bürgermeisterei.
________________I. B. Keller._____________________
BekanMMamuu'L
In das Handelsregister, Abt. A, wurde eingetragen: a) als erloschen: die Firma Christian Wagner in Gießen; Ph. Schlatter m Gießen. — b) bezüglich der Firmen: 1. Gebrüder Zwang, Gießen: Der Gesellschafter Joseph Zwang ist aus der offenen Handelsgesellschaft am 30. November 1907 ausgefchieden und diese damit erloschen. Das Geschäft wird unter der Firma Karl Zwang von bem Kaufmann Karl Zwang in Gießen weitergeftihrt. — 2. Ernst Blödner, Gießen: Das Geschäft ist auf die Witwe des bisherigen Inhabers, Katchen Blödner geb. Hoch übergegangen, die dasselbe unter der bisherigen Firma weiterführt. — c) neu: Die Firma Ludwig Kröll in Gießen.
Gießen, den 3. Dezember 1907.
Großherzogliches Amtsgericht. b®/12
Korell, Vorsitzender.
D9/,?
Dingeldey.
D»/u
Gerbet.
& Ktitsn, Seltersweg 36.
7347
R o ck.
7543
Wagner
7542
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Alleinige Niederlage bei
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Neiskirchen für das Rechnungsjahr 1908, liegt vom 11. d. Mts. an, acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Burgermeisterei- Bilreau offen.
Reiskirchen, den 9. Dezember 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Hattenrod liegt für das Rechnungsjahr 1908, vom 12. d. Ms. an, acht Tage lang znr Einsicht der Interessenten auf bem Burgermeisterei- Bureau offen.
Hattenrod, den 9. Dezember 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod.
Bekanntmachung, betrefferrd: FürLeruug des Obstbaues durch den Larrd- wrrtschaftsLawmer-Ausfchuß für Oberheffen.
Ich mache die Landwirte ans den Genninden: Großen- Bnseck, Alten-Buseck, Trohe und Rödgen darauf aufmerksam, daß der Bauniwart Heinrich Volk zu Großen-Buseck sich verpflichtet hat, Bamnwartarbeiten in fraglichen Orten gegen eine Vergütung von 4 Mark pro Tag auszufuhren. £anb* wirte, welche die Arbeitsleistung des genannten BaumwartS in Anspruch nehmen wollen, werden ersucht, sich direkt an denselben zu wenden.
Landwirtschaftskarnruer-Arrsschuß für Oberhesterr.
Marktstr. S la. S-lSS Wettergassö)
Betarsnra»»»chung.
Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraph en - linie an der Landstraße von (ließen nach Hausen (km 5,1—6,1) liegt bei dem kaiserlichen Postamt in Gießen von heute ab 4 Wochen aus.
Darrnstadt, 9. Dezember 1907.
Kaiserliche Ober-Postdireklion.
I. V.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Staufenberg für boS* Rechnungsjahr 1908, liegt vom 12. d. Mts. ab, acht Tage auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Beteiligten offen.
Staufenberg, den 9. Dezember 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. 7550 Stephan.
GebimdeMhheZrch.
Die Häuser Tiefenweg Nr. 7 und Kleine Mühlgasse 9tr. 7 solleri Samstag, von 14. Dezember d. F., vormittags 10 Uhr, im Wege öffentlicher Verdingung auf den Abbruch verkauft werden. Die Bedingungen liegen bet uns zur Einsicht offen. Die Befichli- gung der Gebäude ist Interessenten gestattet.
Angebote sind schriftlich, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum genannten Termin bei unö einzureichen.
Gießen, den 9. Dezember 1907.
Städtisches Hochbauamt.
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in großer Auswahl.
Emil Pistor NacMgr.
Marktstraße 10. 7554
he
echt Petersburger, ainerik, und deutsche empfehle; in grösster Auswahl zu den billigsten Preisen
Bekanntmachung.
Der Plan über bie Errichtung einer obenrdlicyen Telegraphen' linie an der Landstraße von Allendorf a. d. Lumda nach Elimoach liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Lollar von heute ab 4Wochen aus.
Darmstadt, 9. Dezember 1907.
Kaiserliche Ober-Postdirektiou.
I. V.
____________________Dingeldey._______________ fD8/^,


