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Sprechstmidcn de-,- ü.cüc.tt.b
vollständig füllte, amüsierte sich freilich sehr gut und kargte
P. W.
auch mit seinem Beifall durchaus nicht.
würdiger Seite wird bestätigt, daß eine Konferenz in Zarskoje Selo stattgefunden hat, wobei Großfürst Wladimir Stolypin Vorwürfe gemacht hat wegen seiner Behauptung, daß im Lande Ruhe eingetreten sei. Stolypin blieb bei seiner Meinung. Trotzdem kam man zu dem Entschluß, daß es bester sei, die Politik Stolypins fortzusetzen, als sich auf neue gewagte Experimente einzulassen. In Kürze soll in Zar§- koje Selo eine allgemeine Beratung über Maßregeln gegen systematische Attentate abgehalten werden. Man spricht auch von der Notwendigkeit, Pogroms zu ver- anstalten, und das Blatt des Moskauer Schwarzen Hunderts droht den Redakteuren radikaler Blätter offen nut dem Tode, wenn noch mehr Geheimpolizisten ermordet werden sollten. Stolypin erließ ein Rundschreiben, wonach Versammlungen, in denen gerichtltch verhängte Hinrichtungen einer Kritik unterzogen werden, sofort aufzulösen sind. Es war ein Fehler Stolypins, die Dumawahlen hlnauszuschieben, wodurch die Bevölkerung aufs neue erbittert wurde. Mit strenger Zensur, Feldgerichten und Belagerungszustand ist in Rußland jedenfalls keine Ordnung zu schaffen.
Man nimmt an, daß die Kleider der alten Frau am OfeH Feuer gefangen haben und daß ste hinausgeeilt ist, um Nach« barn zu Hülfe zu rufen. Im HauSgang ist sie dann zusammengebrochen.
to Bach ar ach, 13. Jan. In Steeg wurden die ersten Verkäufe in neuen Weinen abgeschlossen zum Preise von 630 Mark für 1000 Liter.
Industrie zuwenden müsse, daß man deshalb W e l t p o l i t i f treiben müsse. Von dem Geiste dieser Rede habe er bei dem Finanzminister keine Spur gefunden. Der Finanzminister habe einen Blick geworfen auf die glänzenden Ergebnisse der Steuer in den Jahren von 1892 bis 1906. Er habe dabei aber vergessen, anzusühren, daß diese Zeit unter der Herrschaft der Eaprivischen Handelsverträge stand. Tie Mittel, die vom Landgerichte im letzten Jahre zur Verbesserung der Lehrergehälter bewilligt worden eien, seien in einer Weise verwendet worden, die zu den schwer st en Bedenken Anlaß gebe. Die Reform des Wahlrechts und der Wahlkreiseinteilung sei die wichtigste politische Frage in Preußen.
Em Schlußantrag wird angenommen.
Schluß 2 Uhr.
R. B. Darmstadt, 13. Jan. Dem deutschen Reichskommissar für die Weltausstellung in St. Louis 1904, Geh. Ober- regierungsrat Lewald, haben die deutschen Aussteller für seine ausgezeichnete Tätigkeit eine schöne Erinnerungsgabe gewidmet, die zugleich ein hervorragendes Meisterwerk deutschen Künstgewerbes darstellt. Es ist ein Schreibtisch, der im Auftrag des für diesen Zweck gebildeten Ausstellungskomitees von dem Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie, Professor Olbrich, entworfen und mit einem Kostenaufwand von 16 000 Mark von Darmstädter Kumtindustriellen ausgeführt worden ist. Das ganz aus Birnbaumholz angefertigte Kunstwerk ist in einer dunkelrot-braunen Grundfarbe gehalten und besteht aus zwei großen Seitenteilen, die durch eine breite Platte und einem schirm- artigen Aufsatz verbunden sind. An den beiden Vorderseite, die mit reichem Jntarsienschmuck versehen sind, befinden sich je vier von außen nicht bemerkbare Schubfächer ohne Schloß. Ihre Oefsnung erfolgt in höchst origineller Weise durch eine im hinteren Teil untergebrachte elektrische Batterie. Man braucht mit einem kleinen Stechschlüpel nur einen Metallverschluß zu öffnen, worau durch einen leichten Druck auf den elektrischen Knopf jedes der Schubfächer beliebig sicy öffnet. Der Aufsatz ist ein Schmuckstück ersten Ranges und ganz mit Schnitzereien aus Bergkriüall besetzt, die allein 3000 Mk. kosteten, von Karneolen und Hplzintarsicn
vermischtes.
* Ueberfall im Eisenbahnzuge. AuS Chambery (Departement Savoie) wird vom 13. Januar gemeldet: In dem von Turin heute nacht hier eingetroffenen Expreßzug wurde eine 30 jährige Engländerin namens S uz an na Lowe, die sich auf der Reise nach Paris befand, durch Hammerschläge verletzt und ihrer Habe beraubt aufgefunden. Der Ueberfall war vor der Einfahrt in den Mont-Cenis-Tunnel geschehen. Die Verwundete wurde m ein Krankenhaus gebracht.
* Der Raubmordanfall aus den Karniner- Herrn v. Zitzewitz, über den wir seinerzeit berichteten, ist jetzt ausgetlart, die Täter sind verhaftet. Bei dem Landgericht in Prenzlau wird gegen sie die Untersuchung ein- geleitet. Die jugendlichen Räuber sind der Arbeiter, ent- iprungene Fürsorgezögling Atbert Heine und der Klempner Otto Woltersdorf, die,er qt schon mit 0V2 Jahren Zuchthaus, Heine bereits neunmal mit Gefängnis bestraft. Herr von Zitzewitz hat Heine als den wiedererkannt, der ihn im Eisenbahnabteil überfiel. Die Voruntersuchung wird, wegen ver- uchten Raubmordes und Anstiftung dazu eröffnet.
• (5in Schiffsunglück. Von dem Elbfeuerschiff 1 in Cuxhaven wird gemeldet, daß das große englische Vollschiff „Pengwerrtt, das in Liverpool beheimatet und mit einer Ladung Salpeter von Taltal (Chile) kam, auf Scharhören gestrandet ist. Der Schlepper „Vulkan" berietet: Der „Vulkan" fuhr an dem „Pengwern" ganz dicht vorüber, wobei die Besatzung des „Pcngwern" einen lebenden Hund sowie einen Anzug auf das Deck des Vulkan warf, der ganz trocken dort ankam. Der Aufforderung, ms Wasser zu springen, um ihre Rettung zu ermöglichen, leistete die Besatzung des „Pengwern" keine Folge. Der „Vulkan" fiihr dann nochmals dicht an dem .Pengwern" vorüber, wobei er mitteilte, daß er ein Rettungsboot von dem zweiten Elb. feuerfchiff herbeiholen werde. Als der „Vulkan" den Rück- wcg vom Elbfeuerschiff zur Hälfte zurückgelegt hatte, ging eine schwere See über den „Pengwern" hinweg, der dann verschwand, wobei die auf dem Hinterteil des Schiffes befindliche, 24 Mann starke Besatzung den Tod in den Wellen fand. Es heißt, daß sich auch ein englischer
Gießen, den 14. Januar 1907.
** Der a. 0. Theologie-Professor Dr. Gunkel (nicht Henkel) in Berlin hat den Ruf nach, Gießen an» a en 0 mm en.
** Auszeichnung. Ter König von Preußen hat Dein Kgl. Lokomotivführer Heinrich Geller zu Gießen aus Anmß seiner Pensionierung das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.
** Der Tabakarbeitgeberverband der Untermaingegend hat in einer Mitgüederoeri'ammlung unter Hinweis aus die Preissteigerung des Rohmaterials zur Besserung der Verhältnisse im Tabakgewerbe seinen Mitgliedern die Beseitigung der Auswüchse in den Lieferungsbedingungen und eine Erhöhung der Preise bei Sorten, welche dies ohne Verschlechterung der Lage der Kleinhändler zulassen, empfchlen.
** Spinn ft üben-Geschichten. In einem Dorfe der Umgegend wurden die Mädchen von der Spinnstube Nr. 3 (auf Neujahr) durch Utzkarten beglückwünscht, worüber sie sich sehr gekränkt fühlten, und da sie annahmen, daß ihre Pursck)en die Starten geschickt hatten, so verschloßen sie jeden Abend die Türen des Hauses, wohin sie in die Spinnstube gingen. Als nun am 8. d. Mts., abends V2IO Uhr, die Burschen die Spinnstube besuchen wollten, fanden sie die Türen wieder verschlossen. Auf höfliches Anklopfen wurde ihnen aber nicht geöffnet und da Weiterungen keinen Erfolg hatten, so mußten sich die Burschen in den Hof zuruckziehcn, woselbst sie sich in einem Kreise ausstellten und sich den mitgebrachten Branntwein wohlschmecken ließen. Trotz Aufstellung von Doppelposten waren die Mädchen gegen 11 Uhr spurlos verschwunden. Nach langem Suchen und forschen wurde endlich eine Fährte in dem Garten hinter dem Wohnhause festgestellt. Tief eingetretene Fußspuren zeigten sich in dem weichen Gartenboden, direkt unter einem Fenster. Die Mädchen waren durch ein in der Hinteren Seite des Hauses befindliches Fenster entsprungen und auf Jndianerart entwichen. Die Burschen hatten das Nachsehen.
4- Wicseck, 12. Jan. Der Turnverein beschloß in seiner letzten Generalversammlung, am 13., 14. und 15. Juli sein 45jähriges Stiftungsfest zu feiern. Gleichzeitig soll das zwe'.te Bundesfest des Turnerbundes Lahn-Dünsberg abgehalten werden.
§ Staufenberg, 12. Jan. Bei der heutigen Beigeordnetenwahl wurde Landwirt Msilipp Me y e r mit 24 Stimmen gewählt. Herr Heinrich Becker III., der vorher die Kandidatur abgelehnt hatte, erhielt ttotzdem 22 Stimmen.
-l- Ober-Roßbach, 13. Jan. Seit mehreren Tagen wohnt die Kommis,ion einer französischen Aktien- Großfirma in dem benachbarten Friedberg bezügl. Ankaufs des hiesigen Eisensteinbergwerks. Am Freitag lvurde ein Ingenieur aus Lille erwartet, der von der Kommission hinzugezogen wurde, um ein Gutachten über den Gehalt der Eisensteine abzugeben. Der Befund soll so günstig sein, daß in den nächsten Tagen der Kauf perfekt werden wird.
cP Ettingshausen, 13. Jan. Einen schweren Unfall erlitt der Arbeiter Ernst Blei. Er war in dem Steinbruch des K Launspach bamit beschäftigt, mittels Krah- nen einige Rollwagen hinunterzulassen; dabei rutschte ihm die Kurbel aus den Händen und schlug ihm den linken Arm zweimal entzwei. — Der hiesige Gesangverein feiert im Sommer sein 25jähriges Stiftungsfest, verbunden mit dem Bundesfest des Chatt ia-Sänger- b u n d e s.
(b.) O b e r - W ö l l st a d t, 13. Jan. Einen unfreiwilligen Silvester-Scherz, der erst jetzt in die Oeffentlichkeit drang, leisteten sich einige Arbeiter von hier. Sie fanden am Abend des 31. Dezember auf ihrem Nachhauseweg zwischen Friedberg und Ober-Wöllstadt int Schnee einen dunklen Gegenstand, der sich bei näherer Betrachtung zu ihrer größten Freude als ein großes gefülltes Bierfaß erwies. Da der Fund ziemlich vom Dorf entfernt lag und zu schwer war, um getragen zu werden, holte man einen kleinen Handwagen und schaffte das unevhafste Silvestergeschenk in die Wohnstube eines der glücklichen Finder, wo man es am heißen Ofen niederlegte, um, wie man beschlossen, in zwölfter Stunde aus Dankbarkeit Gambrinus ein frohes Prosit Neujahr zu wünschen. Die Mitternachtsstunde nahte und die Vorbereitungen zum Anstich des edlen Gerstensaftes nahmen ihren Anfang. Tvch 0 Graus- kaum hatte der Anstichhahnen den Pfropfen etwas gelockert, so erfolgte eine Detonation, und eine sontänartige Säule strebte zur Decke, wo sie sich auf die erschrockenen Festtetlnehmer ntedersenkte. Das Zimmer glich einem Schlammbad und die Teilnehmer werden noch lange an das Neujahr 1907 zurückdenken. Der Inhalt des Fasses war Bierhefe, die durch die Erwarmung einen solchen Druck erhielt, daß die Zimmerdecke durch die Wucht der Gase durchschlagen wurde.
te Vilbel, 13. Jan. Herr Kalb Henn fern, Mitglied des Landwirtschafisrates, erlitt am Donnerstag abend einen Unfall. Er fuhr vom Pachthofe seines Sohnes in Oberliederbach in einem Wagen nach Höchst, um mit der Eisenbahn zurückzufahren. Ta scheuten die Pferde, gingen durch, und Herr Kalbhenn wurde aus dem Wagen geschleudert. Er erlitt eine klaffende Kopfwunde und eine leichte Gehirnerschütterung. Die Verletzungen sind nicht schwer.
Frankfurt a. M., 12. Jan. Um die Spital- meiste r st e l l e am Bürg er Hospital halten sich 600 Bewerber gemeldet. Tie Stelle erhielt zur Probe der Lazarett-Inspektor Ebeling in Berlin-Tempelhvf. — Ein Kaufmann übergab dieser Tage einem im Bäckerweg wohnenden Wettenvermittler 3000 Mark für auswärtige Wetten. Anstatt die Austräge auszusühren, zog der Vermittler es vor, mit der Summe zu verschwinden. — Hier wurde der Sä-mied Sauter, dem insgesamt 19 Mansardeneinbrüche zur Last fallen, verhaftet.
le M e e r l) 0 13, 13. Jan. In Gondsroth wurde die hochbetagte Witwe Reußwig im Hausgang ihres Häuschens mit schweren Brandwunden bedeckt tot aufgefunden.
preußisches Abgeordnetenhaus.
Sitzung vom 12. Januar.
Die erste Beratung des Etats wird fortgesetzt.
Tas Wort erhält zunächst Abg. Dr. Wiemer (fr. Vp ): Seiner Ansicht nach habe die „Frers. Ztg." recht, daß sie von Thesaurierungspolitil spreche, wenn Ausgaben für werbende Anlagen mit den laufenden Mitteln bestritten werden, statt aus Anteilen. Eine Maßregel, die erbttternd auf die Arbeiter, belästigend auf die Arbeitgeber wirke/ sei die Bestimmung, wonach der Arbettgeber verpflichtet sein soll, die Einnahmen der Airgestellten anzugeben, die unter 3000 Mark Gehalt oder Lohn haben. Bezüglich der Aufbesserung der Beamtengehälter meine er, man müßte hierin noch weiter gehen. Daß der Eisenbahnminister die Tarifreform einführe, ohne sich mit dem Landtage in Verbindung gesetzt zu tyaben, bedauere auch er. Daß seine Freunde mit der Novelle zum Wahlrecht nicht zufrieden sind, sei natürlich. Seine Fraktion müsse auf der Forderung des allgemeinen, direkten Wahlreck)ts bestehen.
Finanzminister Fryr. v. Rheinbaben führt aus: Dr. Wiemer habe von einer Thesaurierungspolitik gesprochen. Seines Wissens verstehe man darunter aber eine Anhäufung von Schätzen. Davon könne nicht die Rede sein. Die Beschreitung des Anleiheweges sei das Mittel der schlechten Haushalter. Man dürfe auch nicht vergessen, welche Anforderungen die Zukunft aus dem Gebiet des Eisenbahnwesens — er erinnere nur an die Elektrotechnik — stellen werde. Die Verbesserung der Beamtengehälter solle gleichmäßig durch alle Kategorien geschehen. Die Bestimmung, nach der Arbeitgeber über die Einnahmen ihrer Arbeiter vernommen werden können, werde aufrechterhalten. Bis zu den Einnahmen von 3000 Mark habe bisher jede Handhabe gefehlt, die Einnahmen richtig zur Steuer heranzuziehen. Man wolle Gerechtigkeit üben, auch Ueberschätzungen verhüten, wie sie ebenso vorkommen können, wenn jede Handhabe zur richtigen Einschätzung fehle. Er, der Minister, bittet dringend, den Antrag, den § 23 zu streichen, nicht anzunehmen.
Minister der öffentlichen Arbeiten Breitenbach erklärt, daß er den Landtag nochmals wegen der Personen- tarisresorm befragt habe, sei nicht möglich gewesen, das würde das ganze Werk gefährdet haben. Eine Belastung des Reisenden sei die Reform nicht. Der Tarif für Gepäck sei auch im allgemeinen herabgesetzt worden, so daß von einer Verteuerung nicht gesprochen werden könne.
Abg. Brömel (fr. Vg.) meint, man dürfe nicht vergessen, daß, wie der stelwertretende Kolonialdirettor gesagt habe, die Bevölkerung Deutschlands wegen des beschränkten Areals sich immer mehr der
umgeben sind und in hübscher Ornamentik die Wappen aller bei der Ausstellung beteiligt gewesenen deutschen Staaten zeigen. Tcn Auffatz schmücken zwei künstlerische, von dem Münchener Künstler Prof. Hahn gefertigte weibliwe Bronzestatuen, Amerika und Deutschland darstellend. An den Seitenteilen des Prunkschrankes sind in ebenso origineller Weise iwcf) Geheimfächer, auf bet Rückfeite — das Ganze ist freistehend für einen Raum gedacht, zu dem Prof. Olbrich ebenfalls einen Entwurf liefern wird, — sind Schubfächer für Aktenmappen usw. angebracht. Tie Tischplatte ist mit prächtigen Lederornameiiten und Goldpressung geschmückt, der Aufsatz ruht auf acht Kugeln aus Ebenholz, auf bem die vier Elemente ünbe, Wasser, Luft und Feuer symbolisiert sind. Zu dem Schreibtisch ist ein außerordentlich bequemer, nach allen Seiten beweglicher Arbeitssessel angefertigt, der schon für sich allem ein Prachtstück bildet. Prof. Olbrich und das Darmstädter Kunstgewerbe haben mit dieser Ehrengabe für Geh. Oberregierungsrat Lewald eine Arbeit geliefert, die gewiß auch in Berlin, wo sie in den nächsten Tagen überreicht und auch vorn Kaiser besichtigt werden soll, volle Anerkennung finden wird. — Als Einlage in die breite Tischplatte ist folgende kunstvolle Schenkungsurkunde angefertigt worden: „Herrn Geh. Oberregierungsrat Dr. Theodor Lewald, dem kräftigen Ordner, Wächter und Verfeckner beulten Könnens, Wirkens und Wesens in Kunst, Wissenschaft und Gewerbe, beim Wettbewerb der Völler im fernen Westen, St. Louis 1904. (und auf der anderen Seite): Eingedenk seiner an Arbeit, Erfolg und Ehren reichen Tätigkeit bringen ihm freie deutsche Männer als Zeichen ihres Dankes und ihrer Verehrung bd?ie Erinnerungsgabe dar. Berlin, (Rn- tausendneunhundertsieben."
— Ter verstorbene Altertumsforscher Dr. Grempler setzte die Stadt Breslau als Universaler bin ein. Tas über 300 UuO Mark betragende Vermögen wird hauptsächlich zu einer Wilhelm Grempler-Stifruiig verwendet für die prähistorische Abteilung des Museums schlesischer Altertümer.
Lotse an Bord des „Pengwern" befand.
* Kleine Tageschr 0 nil. In Kirchdorf bei Konstanz ist der katholische Pfarrer 8 0 r st e r wegen S l 11 - l ichkeitsver b r ech ens an minberjäljrigen Mädchen fluchtig gegangen. Die Staatsanwaltsckxfft hat Untersuchung ein- geleitei. — Ein Gaunerslückchen wurde m Defch 0 witz, Kreis Groß-Strehlitz (Schlesien), verübt. Zu einem Ehepaar kam ent junger gut gekleideter Mann und gab an, tin Auftrage des Amtsgerichts eine Haussuchung abhallen zu müssen. Er beschlagnahmte einen Beutel mit 1900 M k. Inhalt, stellte darüber eine Quittung aus und entfernte sich, indem er das Ehepaar für den nächsten Tag auf das Gericht bestellte, wo es das Geld zurückerhallen würde. Von dem Gauner fehlt jede Spur. — In Alt-Glienicke bei Berlin ist der Erdarbeiter Kaszefchneck ermordet worden. Ter »Mörder ist der Knecht Eklettka. — In Der niederländischen Gemeinde Ondd 0 rp ist eine Epidemie auszr- brachen, der mehrere Personen erlegen sind. Es handelt , ich um eine Erkrankung der Herzmembrane. lieber hundert Personen sind ertrankt. — In Rom macht die Leitung der städtischen Eisenbahn Versuche, dieL 0 k 0 m 01 i 0 e n anstatt mit Kohlen m 11P e t r 0 l e u m -u heizen. Tie Verwaltung hofft, dadurch größere Ersparnisse zu machen. - Ein schweres Grubenunglück ereignete „ch ui Der anterif. Sträflings - Kolonie Edwardv 1 ll e. Hund e r k Sträflinge mit dem entsprechenden Aufsichts-Personal wurden durch den Einsturz einer Grube verschüttet. Man macht vw zweifelte Anstrengungen, um die Verunglückten auszugraben, doch Venirditet man, dau die meisten umgekommen sind. — Englische Blätter melden aus Honolulu, daß der Vulkan Monnoa in Tätigkeit getreten ist. Es wurden drei heftige Erdstotze verspürt. Ter Krater des Vulkans ist eingestürzt. — In Rülzheim (Pfalz) z e r tr ü in in er t e der 35 jährige Sohn des Landwirts Wagner s eine m schlafenden 7 0 j ä l) r 1 g e n Late r d e n Sch adel. ^.aS Alotiv ist em vorangegangener Streit un Wirtshaus, -ter geistesschwache Täter ist flüchtig. Das^Aufkommen des Vaters wird für unmöglich gehalten. - Auf der strecke Kettwig-Werden a. d. Ruhr ft ü r 5 t e der Kaufmann Michel aus Witten aus dem fahrende» äu g, wurde überfahren und getötet. — In e r l i n entriß auf bcm Postamt am Anhalter Bahnhof em junger Bursche einem Boten vom Bund der Landwirte 1300 Mark un Augenblick der Einzahllmg am Schalter. Der Räuber ist entkoin- nien. _ In der franz. Stadt St. Etienne entgleiste ein Wagen öer elektrischen Straßenbahn mit 30 Fahrgästen an einer Weiche uub schlug um. 2 Personen wurden getötet, 20 Personen verwundet.
Auerug ans deu Ltsnbkogmlsrryiflrru der Stritt Lietzen.
Aufgebote.
Januar: 5. Richard Müller, Schmied, mit Marie Köhler, beide dahier. 7. Ludwig Müller II., Hülfsbremfer m Allendorf a. d. Lahn, mit Katharine Luise Hofmann dahier. — Philipp Leyerer, Spengler m Climbach, mit Christine Wißner in Londorf. 8. Ludwig Bmz, Bahnarbeiter, nut Ellsabethe Sehrt, beide dahier. 9. Albert Wlo? dareck, Bergmann, mit Marie Pfannkuchen, beide dahier. 10. August Lchniidt, 'Dlanrer in Niedershausen, mit Katharme Henriette Schmidt dahier.
Eheschließungen. .
Januar: 5. Johann Tramitschnig, Kausmann dahier, mit Marrt Brotz in Fauerbach 0. d. H.
Geborene.
Dezember: 30. dem Sattler und Tapezier Heinrich Schlemm eine Tochter, Hedwig. Januar: 1. dem Kreisbausekretär Heinrich Junker ent Sohu. 2. dem Photographen Wilhelm üemiuebcr eine Tochter, Klara Elfriede Katharme. — Tem Klaviermacher Wilhelm Schlüter eine Tochter, Hildegard. 5. dem Schlosser Wilhelm Buch ein Sohn, Albert Wilhelm. — Dem Zementarbeiter Heinrich Peter Schmidt em Sohn, Heinrich Ludwig Friedrich. — Tem ^uhrknecht Peter Fraiiz cm Sohn, Ludwig August Theodor. — Dem Fabrikarbeiter Friedrich fDloller ein Sohn, Friedrich Ludwig Max Gustav. 7. dem Spenglermeister und Jiistallateur Ludivig Mootz eilt Sohn, Walter Fritz Hermann Ludwig. — Dem Heizer Ltto Eschbach eine Tochter. 8. dem Installateur Hugo Herbert ein Sohw
Gestorbene.
Januar: 4. Jean Heydt, Stationsvorsteher, 67 Jahre, Alice« straße 28. 5. Elise Ehrmann geb. Schmidt, 64 Jahre, Marburger Straße 7. — Margot Margarete Schott, 4 Monate, Bismarck« straße 14. 6. Cmul Sch mall, öd Jahre, Fabrikant, Ostanlage 36. 7. Johannes Burger, Taglöhner, 44 Jahre, Rodheimer Straße 1L — Ernst Gehrke, Taglöhner, 40 Jahre, Weidengasje 12. 8. Ellfa« bettle Röhrscheid geb. Warbcmus, 70 Jahre, Steiiistraße 31» 9. Emmy Schön, 1 Monat, Bruchstraße 12. 10. Johannes Becker, Straßenwart, 51 Jahre, Schifsenberger Weg 120.
Der Fluch der bösen Tat ^”13
schlechte Seife. Schönen Teint erzielt Myrrholin-Seife.


