landwirtschaftskammec im VI. Wahlbezirk
ch l i 1; furhcii
Lauterbach und Herbstem statt.
zwei Reisende tuurben
GeeLchtrssa!«
am 17. und 18. ds. Atts. in Tie Tagesordnungen enthalten
Landwirtschaftliche gegenwärtig 545 Mil
der Parlainents- die vom Tschechenklub heute nachnnttag ab- Radikalen mit einem die Obstrukton be-
irtvausschüssc der /auievbac()=o
„trockenen und heiteren" Wettermeldungen zeigen sich als trügerisch und bestätigen das Wort eines Bauern i „Täi wösse aach naut!" Unter diesen ungünstigen Verhältnissen findet die Heuernte statt. Was für eine Qualität dabei herauskommt, kann man sich leicht denken. Man macht jetzt schon in der dritten Woche Heu, und vielfach braucht man acht Tage Zeit, um es nur einigem maßen getrocknet in die Scheuern zu bringen.
Märkte.
le. Frankfurt a. M., 11. Juli. (Telegr. Qrig.-Bericht des Gieß. Anz/h) Amtliche Notierungen der heutigen Bi eh markt- preise. Zum Verkaufe standen: 32 Ochsen, 00 aus Oesterreich 22 Bullen,sjO aus Oesterreich, 79 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 00 aus Numänien, 783 Kalber, 99 Schafe und Hämmet, 1 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schaflämmer. Bezahlt ivurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 80—83 M, 2. Qualität 73—76 Alk., 3. Qualität 68—70 Mk.; Bullen: 1. Qual. 74—76, 2. Qual. 68—70; Kühe 1. Qualität 74—76 M-, 2. Qual. 71-73 Alk., 3. Qual. 65-67 Alk., 4. Qual. 00-00 Alk., 5. Qual. 00—0Q Alk. Kälber 1. Qual. 95—98 Pfg., Lebendgewicht 57—59 Pfg., 2. Qualität 85—90 Pfg., Lebendgewicht 50-53 Pfg-»
bezieht sich auf einen Erlaß des Regierungspräsidenten, der dieser Tage auch den Besitzern von Kinematographen-Theatern durch das Polizeipräsidium mitgeteilt wurde und worin mit einer evtl. Geldstrafe bis zu 60 Mk. bei Zuwiderhandlungen gedroht wird. — In einer Mansarde des Hauses Wollgraben 5 wurde heute früh die etwa 45jährige von ihrem Mann getrennt lebende Fran Henriette Lauer geb. Frey mit einem Schuß in der Schläfe im Bett aufgefunden. In der linken Hand hielt die Schiververletzte einen Revolver. Der die Untersuchung leitende Polizei-Kommissar gab seiner Ansicht dahin Ausdruck, daß der Frau der Revolver in die Hand gedrückt worden sei und daß ein Mordversuch vorliege. Die Verletzte, die nur wenige Worte hervorbrachte, erklärte später der Untersuchungs-Kommission, sie sei geschossen worden und nannte dabei verschiedene Namen.
Aschaffenburg, 10. Juli. Im hiesigen Bahnhofe stieß beim Einstellen von Wagen ein besetzter Bahnpostwagen mit mehreren Wagen eines Schnellzuges zu-
2!rbcitcrbeu>egung.
H a in bürg, 10. Juli. Der Seemauusverbaud hat an den Verein Hamburger Reeder ein Schreiben gerichtet, in dem er sich er> bieter, den Streik sofort abzu brech en, meim die Reeder eine Echo h n n g der U e b e rst u n d e n l ö h u e für die lransatlanlischt Fahrt auf 50 Pfg. uud für die Nord- und Osiseeiahrt auf 40 Pjg, zusichern und ferner sich bereit erklären nach Abbruch des Streiks mit einer Kommission von Seeleuten unter dem Vorsitz einer unparteiischen Körperschaft, etwa der Handelskammer oder der Deputation für Handel und Schiffahrt, in Unterhandlung zu treten, um die iveiteren Wünsche der Seeleute auf ihre Bereel)tigung prüfen, eventl. Abhülse zu schaffen. Ter Vorstand der Recder- vereine beschloß keine Antwort zu erteilen, da er jede Verbindung mit bem Seemannsverbaud ablehne und der Streik eine praktische Bedeutung für die Reedereien nicht habe.
Besanco n, 10. Juli. 1100 Arbeiter der hiesigen großen Seifenfabrik sind m den Ausstand getreten, um gegen die Entlassung zweier Arbeitsgenossen zu protestieren.________________
^Tschechen verharren in der Frage Sprache bei ihren Forderungen. Da der Regierung gestellte Präklusivfrist /gelaufen ist, wollen die tschechischen Teil der tschechischen Agrarier morgen
glieder u. hat nach dec letzten Berechnung 5128,46 Mark Vermögen. — Der Ladenpreis für Fleisch steht augenblicklich im Verhältnis zu den Viehpreisen viel zu hoch. Deshalb hält der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Vereins dafür, daß die städtische Bevölkerung gegen die hohen Fleischpreise Front machen solle durch Eingreifung bestimmter Maßregeln, vielleicht durch gemeinschaftliche Schlachtungen. In Dorfschaften geschieht dies schon vielfach.
[] Marburg, 10. Juli. Die diesjährigen Ferienkurse, mit Hebungen in deutscher, französischer und englischer Sprache, welche bis zum 26. Juli l. J§. dauern, haben bei zahlreicher Beteiligung von Damen und Herren aus dem Jn- und Auslände begonnen. Der zweite Ferienkucsus findet statt in der Zeit vom 5.—23. August.
wehre mit sich. Der Führer dec serbischen Banden bereitet sich zu einem erbitterten Kampfe vor.
Newport, 10. Juli. Der Generalpostmeister Meyer gab bekannt, daß der Norddeutsche Lloyd und die Hamburg- ,Amerika-Linie den Kontrakt über die Seepost per ^Januar gekündigt haben. Sie verlangten höhere Entschädigungen, die nicht bewilligt wurden. Dec Hülsspostmeister Kleary reist nach Deutschland, da die Union höheres Interesse an der Erneuerung des Kontraktes hat.
Tientsin, 10. Juli. Das russisch, chinesische ^Zollabkommen für die Nordmandschurei ist abgeschlossen worden. Die Eröffnung der Zollämter steht 'bevor.
Leopold Weinberg in Treysa für 75000 Mark verkauft. Alles Inventar und die volle Ernte gehören noch dem bisherigen Eigentümer.
4- Hattenr ob, 10. Juli. Auch unsere Gemeinde soll nunmehr an das Fernsprechnetz angeschlossen werden.
d. Sellenrod, 10. Juli. Wegen stacken Auftretens der Masern mußten die hiesigen Schulen geschlossen werden.
-i- Lauterbach, 10. Juli. Tie ersten Sitzungen der 23 e-
Ausland.
Veile, 10. Juli. „Iduna" mit der deutschen Kaiserin an Bord tvacf gestern abend um 8 Uhr im Bellest ord bei Munkebjerg Anker.
Wien, 10. Juli. Die „Neue Fr. Pc." schreibt: Die
qinnen. Sie haben 51 Dcinglichkeitsanträge vorbereitet und gedenken auch technische Obstruktion anzuwenden. Tie Ver- shandlungen zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit des Parlaments dauern fort.
Brüssel, 10. Juli. Dec Ministerpräsident gab Heute in der Kammer die Erklärung ab, baß die Delegierten :ber belgischen und der kongostaatlichen Regierung zurzeit eine Konvention vorbereiten, betreffend die Uebernahme des Kongo st aates seitens Belgiens. Der Vertrag wird dem Parlament im Oktober unterbreitet werden. Der Minister , fügte hinzu, das" bereits eingebrachte Kolonialgesetz werde durch einen Zusatzantrag verbessert werben. Die Venvaltung des Kongostaates werde eine autonome fein, während Belgien eine effektive Kontrolle ausüben werde.
Belgrad, 10. Juli. Ueber die bulgarische Banden- bewegung in Macedonien wird der „Frkf. Ztg." berichtet, daß sich die bulgarischen Banden in den Gebieten von
sammen. Zwei Postbeamte und verletzt.
8 Wetzlar, 11. Juli. Der Verein des Kreises Wetzlar zählt
, --- D a u b r i n g e il, 10. Juli. Auch der 2. Tag unseres
^3 e z i r k s t r i e g e r f c st e s nahm einen recht schönen Verkauf. Um 2 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug durch den Ort, voran die Musik, dann folgten sämtliche Schul- strnder, begleitet von ihren Lehrern Jüngel und Lehr, hieran schlossen ffch sämtliche hiesigen Vereine, sowie alle Fest- Damen. Auf dem schön gelegenen Festplatz trugen unter Leitung des Lehrers Jüngel 6 Mädchen das Gedicht „Die ^tose von Gravelotte" vor. Hierauf sangen seine Schüler unter lebhaftem Beifall „Es ging 'bei gedampfter Trommelklang" vierstimmig. Gegen i/26 Uhr ergriff Reallehrer Stahl aus Offenbach, der zu Besuch hier weilte, das Wort. Er schilderte in trefflicher Weise den Zweck der Krieger-, Turn- und Gesangvereine. Ganz besonders freundliche Worte hatte er für beu schönen Zusammenhalt und die Einigkeit in unserem Ort. Er gedachte in vorzüglicher Weise oes am ersten Festtage mit so gutem Erfolg ausgeführten Reigens der Jungfrauen und Turner und des schönen Liedes unseres Gesangvereins Eintracht, der dem Kriegerverein gleichfalls /bure prachtvolle Fahne'nschleife überreicht hatte. Mit Freude .werden wohl alle Besucher, so wie unsere ganze Einwohnerschaft auf unsere so schön verlaufenen Festtage zurückblicken. r ? Allendorf a. d. Lda., 10. Juli. Ein, hiesiger Kaufmann B. ist schon feit einigen Wochen unter Hinterlassung einer bedeutenden Schuldenlast und zahlreicher Wechsel- fälschungen flüchtig. Man vermutet, daß er nach Amerika geflüchtet sei. Viele geringe Leute sind durch ihn geschädigt stvorden. Die Schulden sollen Mk. 80 000 betragen.
Bad-Nauheim, 10. Juli. Der holländische Minister- .Präsident Dr. Knyper ist heute zur Kur hier eingetroffen und W im Hotel Hohenzollern Wohnung genommen.
b. Ulfa, 10. Juli. Tie Verwaltung der hiesigen Mostagentur wurde mit Wirkung vorn 1. August an den Bürgermeister Georg Gerhardt III. übergeben, da dem seitherigen Postagenten Lehrer Ludwig Lern, eine Schulstelle in Offenbach übertragen worden ist.
1. Nidda, 10. Juli. Tas HwfguL „Haitbenmuhle", zehn Minium von dec Bahnstation Unterschnitten gelegen, wurde von dem seitherigen Besitzer Wilhelm Eißner'an
Vermischtes.
* Hamburg, 10. Juli. Tie Apparate der hiesigen Haupt« ftation für Erdbebenforschung zeichneten gestern abend wiederholt heftiges Fernbeb n von fast zweistündiger Tauer auf, das in einer Entfernung von mehr als 13 000 Kilometern von hier stattgefunden haben muß. Wenn das Beben kein Seebeben gewesen ist, und wenn bewohnte Gebiete der Erde getroffen fein sollten, so muß es eine äußerst zerstörende Wirkung gehabt haben. Es begann um 8 Uhr 3 Min. 27 Sek. abends; der Ansang der Hauptbcwegung war gegen 8 Uhr 40 Min., der stärkste Stoß kurz vor 8 Uhr 53 Min. mit einem Aus schlag von saft sechs Millimetern. Tas Beben endete bald nach 10 Uhr abends.
* Marienburg, 10. Juli. In der heutigen Gläubigerversammlung der Marienburger Privatbank teilte der Konkursverwalter mit, daß die Konkursforderungen 9 874 000 Mk. und die Aktiva 3145 000 Mk. betragen. Es werden Ausfälle angenommen auf 1 145 440 Mk., so ergibt sich ein Nettokässebestand von rund 2 Mill. Mk., sodaß eine Tivi- benbe von 20 Proz. erwartet werben kann.
* K1 e i n e T a g e s ch c o n i l Tas Linienschiff „Loth- ringe n" würbe im Kieler Hafen bei einem Nachtmanöver von dem Torpedoboote 8 107 angerannt und erheblich beschädigt. Tas Schiff ist zur Reparatur in die Werft ein- gelaufen. Tem Torpedoboote wurde der Bug eingedrückt. Verletzt wurde niemand. — In einem einfachen Briefe ist am Aütt- woch abend das aus der Berliner 9t a t i o n a 1 - (& a 1 e r ie am 9. ds. M. entwendete Bild, das den Zar Nikolaus I. barflcllt, der Venvaltung der Galerie wieder zugesandt worden.— Unter dem Verdacht dec Unterschlagung amtlicher Gelder in Hohe von einigen Tausend Mark wurde m Kaiserslautern ent Post-Expeditor verhaftet. — Aus Augsburg wird gemeldet, daß in einem dortigen Regiment eine U n terssichun« wegen S o 1 d a t e ti - M i ß 1) a n d 1 u n g chigelcilet worden sei. Näheres war bisher nicht zu erfahren, da der Regiments-Kom- n'.andenr den Soldaten unter Androhung von Strafe verboten bat, über die Angelegenheit etwas verlauten zu lassen. — In Eastrop ermordeten zwei polnische Bergarbeiter einen Monteur. Tie Tater wurden verhastet. — Ein verwegener Raub wurde im Kölner Zug zwischen Lüttich und Löwen begangen. Tie Räuber drangen in den Postwagen ein unb schnitten die nach England bestimmten Briefsäcke auf. Welche Bedeutung dem Raube bclzumessen ist, steht noch nicht fest. — Ein Opfer der Bors en- spekulation ist der Geineilideeinnehmer Atayer ans bem luxemburgischen Ort Differdingen geiuorbcu. Er ist flüchtig. Tas Kassenbestzit, bas wahrscheinllch bnrch Privatvermögen gedeckt wird, beträgt 50 000 Francs. — In Philadelphia ist ernt große Gießerei e i n g e st ü rzt, 40 Personen sind dabei uiS Leben gekommen. 15 Leichen sind geborgen. — Tie Ortschast O s v a (Russisch Polen) ist durch eine F e u e r s b r u n st fast gänzlich zerstört looröeu. Ein dreijähriges Kind fand den Tod in den Flanrmen. Ter angerichtete Schaden ist bedeutend. — Tie i n l er- nationale Schlaf wagen--Gesell schäft giebt bekannt, baß sie einen direkten Verkehr d u r chl a u f e ii d e r Schlafwagen v o ii E ii r o p a n a ch Japan organisieren wolle. Tie Wagen gehen über Charkow, Mulden, nach Fiishan, von dort per Dampfer nach Ehnnonosekt, von wo sie auf dem Landwege nach Tokio gelangen. — Die Pacht £ am bürg verlor im Sturm während der Regatta Hetgolaiid-Ostende die Großchot foiuie ein Beiboot, wobei der erste Steuermann sowie ein Matrose über Bord geschleudert wurden. Beide sind ertrunfen. — Ter Besitzer des Gastharises „Zur Bleiche" in Kätscher Bittlich (Schlesien) geriet mit seinem Schwiegervater, deni Auszügler elief, in Streit, wobei Stief seinen Schivlegerjohii mit einem Messer erstach. Ter Täter wurde verhaftet.__
Kandel.
— Schissahctspool - K onserenz. Die Hamburger Blätter wissen von dem Ausgang der Konferenz nur zu berichten, daß die Verhandlungen inbetreff eines Vertrages zu einer vop läufigen a 11 g c me i nc n B erftänbig u n g geführt haben. Doch befinbe fich dieser Vertrag noch im Stadium der Vorderen tung, und man könne deshalb, um die Verhandlungen nicht zu stören, nur einzig von dieser Tatsache Notiz nehmen. Daß die Angelegenheit sich nicht so bald erledigen wird, weiß man von früheren gleichen Anlassen, die Konferenzen in den verfchiedensten Städten notwendig machten, bis schließlich eine Einigung herauskam. '* ' «
— Stadtanleihen. Trotz der nach wie vor großen Gespanntheit am Geldmärkte komnlen immer wieder n e ue Stadtanleihen an den Markt. Tic neueste vierprozentige Stadt- anleihe im Betrage von 2165 000 Mk., bis 1912 unkündbar, wurde von der Deutschen^Bant zum Kurse von 98.32 Proz. übernommen; die Gruppe ^eehandlung im Verein mit derjenigen der Dresdener Bank und die Gruppe Diskontvgesellschaft hatten je 98.21 Proz. geboten. Schließlich wurde der Preis von 98.10 Prozent von einem Konsortium geboten, dem u. a. die Darmstädter Bank und die Nationillbank angehören. Hieraus ergibt sich, daß das Interesse für Stadtanlcihen bei den Großbanken wieder gestiegen ist. Bei der gestrigen Submission aus 5 Mill. Mk Karlsruher Stadtanleihen lag ebensalls eine erhebliche Anzahl Offerten vor. Eine Gruppe bot 98.6 Proz., eine zweite Gruppe, zu der die Seehandlung, Tiskontogesellschast, Deutsche Bank Berlin, Teutsche Vereinsbank Frankfurt a. M., Rheinische Kreditbank und Süddeutsche Bank Mannheim gehörten, bot 98.37 Proz. LchliA lich erhielt den ZuschLag^ auf 4 12 Mill. Mk. 4 proz. Anleihen der Stadt Mülhausen i. E. die Seehandlung Telbrück Leo m Co. Diese Anleihe soll am 18. ds. Mts. mit 98 V2 Proz. zur Zeichnung aufgelegt werden. — Vor, einigen Monaten hieß es, daß auch die Städte in ihren Bedürfnissen möglichste Zurückhaltung walten lassen sollen, damit sich der Geldmarkt bessern kann. Tie Städte haben von dieser Bitte keinen Gebrauch gemacht, denn es sind in den letzten Mostraten sehr viele gewesen, die sich an den Geldmarkt wandten.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 11. Juli.
** Das Großherzogspaac wird, wie uns aus !Dacmstadt telegr. gemeldet wird, heute nachmittag 3*/* Uhr von seiner Englandceise wieder auf Jagdschloß Woffsgarten eintreffen. Von Mainz ab erfolgt die Reise im Automobil.
•* Landesuniversität. Professor Dr. Felix Madfahl in Königsberg i. Pc. hat den Ruf als Nachsolgec ^von Prof. Dr. H. Oncken auf dem Lehrstuhl für mittlere und Neuere Geschichte angenommen.
^Vorlesungen über Zeitungskunde wird an LerDarmstädter Technischen Hochschule vom Wintec- semestec ab dec Hecausgeber verschiedenec Fachzeitschriften und Redakteur I. F. Meißner aus Frankfurt a. M. halten, sofern das Großh. Ministerium damit einverstanden ist.
** Preisge krönte Au s stell er. Auf der III. internationalen Gartenbauaiisstellung Dresden, Mai 1907, entfielen nach der offiziellen Liste auf hessische Aussteller folgende Preise: Die Großgärtnerei von Heinrich Henkel, Hoflieferant, Darmstadt-Neuwiese, erhielt die Kgl. Sächsische Staatsmedaille für eine Sammlung heimischer und exotischer Wasserpflanzen, einen Preis der Kommission in barem Geldc /für eine Sammlung tropischer, bezw. farbig blühender Nym- tphäen in Blute, 10 Sorten, zwei große silberne Ehrenschilde Jur zwei Sammlungen tropischer Wasserpflanzen in 50 Arten, Pen kleinen silbernen Ehrenschild für eine Sammlung wmter- ^atiet Nymphäen in Blüte, und den großen bronzenen Ehren- Ischlld für eine Sammlung winterharter Sumpfpflanzen in öO Arten. — Die bronzene fürstlich Geraische Staatsmedaille schielt Inspektor R e h n e l t, botanischer Garten, Gießen, für fleischfressende Pflanzen.
Darmstadt, 10. Juli. Gegen den Mörder der Elisabeth Dorf am aus 9Jiötlenbact) haben die Eltern der Ermordeten eine Schadene rsatzklage erhoben, die heule vor der Zivilkammer des Landgerichts zur Verhandlung kam. Die .Kläger stehen im Aller von über 60 Jahren unb finb so gebrechlich, baß sie ihren kleinen laubwirtschastlichen Betrieb mir mit Unterstützung ber Ermorbeten ausüben konnten. Dieser Stütze sind sie jetzt beraubt und unter allen Umständen der vollständigen Verarmung anheim- gegeben, wenn sie keine anderweitige Hilfe erhalten. Ihr Rechts- beiitanb verlangt daher, daß ihnen aus dem Vermögen des noch immer flüchtigen Aiorders, für dessen Ergreisung 500 Mark Belohnung ausgesetzt finb, eutweder eilt einmaliger Betrag von 2630 Mark oder eine jährliche Summe von 350 Mark gezahlt werde, damit sie in der Lage sind, sich jeuiand für die land- wirtschastlichen Llrbeiten zu halten. In der heutigen Verhandlung bestritt nun der gerichtlich bestellte Pfleger des versch:vuudenen Götz, daß dieser den Tod der Dörsam direkt verschuldet habe. Des weiteren wandte er sich auch gegen die Höhe des verlangten Schadenersatzes unb erhob ben Eiuwcmb, bas Vermögen des Götz sei überschuldet uud er mithin garnicht in der Lage, einen Schadenersatz zu leisten. Tas Gericht beschloß, die Enischeiduug über die Angelegenheit auszusetzen und bie Urteilsverkündung erst am 16. September erfolgen zu lassen.
_ Stettin, 10. Juli. Gestern ist. der Rendant der Pölitzer Spar- unb Darlehnskasse, Fabrikant Emil Stephan, wegen U n t e^r s ch l a g u n g von 100 000 Mk. vorn hiesigen Landgericht zu 2 Jahren 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden.
Bochum, IE Juli. Tie Sdaatsamvaltfchaft erhob auf Grund der Ergebnisse der Voruntersuchung Anklage gegen die eLitcr und Besitzer der zerstörten R 0 b u r i t fa b r i k in Witten wegen fahrlässiger Tötung und wegen fortgesetzten Vergehens! gegen^ die gejetzlichen Bestimmungen der Sprengstoffabrikation. Ter Strafprozeß, dessen Dauer mehrere TVochen währen wird, kommt im Herbst zur^ Verhandlung.
Leipzig, 10. Juli. Vorn Schwurgericht wurde der ehemalige Stadtkassierer Ernst Paul Gruetzmann wegen schwerer Interschljagung im Amte zu 5 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Gruetzmann hatte 136 000 Mk. । tädtifcher Gelder unterschlagen.
Mannheim, 10. Juli. In der Affäre der K a r n e v a l s - zeitung Schnupftabak wurde heute von der Strafkammer die Vernichtung der noch vorhandenen Exemplare der Zeitung und die Unbrauchbarmachung der Platten verfügt. Das Gericht . fand in dem inkriminierten Arcikel nicht, wie ber Verteidiger ausfuhrtc, einen Angriff gegen den Stadtrat, sondern eine M a j e - ltälsbcleidigung.
Frankenthal, 10. Juli. Heute vormittag V2II Uhr wurde das Urteil im Wein-Prozeß gefällt. Möslinger wurde zu einem Monat Gefängnis unb 1160 Mk. Geldstrafe verurteilt, die stdoch durch die nUtersuchungshast als verbüßt erachten find. Dr. Eckstein wurde freigesprochen.
or Ans dem <_ c ;i t,11, 1J. Ob barometrisches iniuiu, ^ob Minimum, oo O 00 Westwind — es regnet last jeben Tag, und auu) ow Wctteroienftnachrichten mit ihren
11. a. bie Wahl bou Vorsitzenden. — Unsere Einwohnerschaft wird das Vergnügen haben, Ende dieses Aionats den Hofopernsänger 'Stefan! vom Darmstädter Hoftheater im Saalbau zum „Johannesberg" zu Hörem
Heppenheim a. d. B., 10. Jilli. Hier entstand gestern im Keller der Drogerie Ritzel beim Abfüllen von Benzin eine Explosion, durch die der Inhaber der Firma schwere Brandwunden erlitt. Er konnte sich noch retten. Es entstand ein Brand, dessen Bekämpfung sich sehr schwierig gestattete. Das Haus, sowie die umliegenden Gebäude sind wegen weiterer Explosionsgefahr polizeilich gesperrt. Der angerichtete Schaden ist bedeutend.
Worms, 10. Juli. In einer Häufergruppe der Indengasse enlstand in der vergangenen Nacht ein großer Brand, dem das Ferbccsche Besitztum zum Opfer siel. Die benachbarten Häuser konnten gerettet werden. Drei Familien, die den dritten Stock des abgebrannten Hauses bewohnten, I konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Frankfurt a. All, 10. Jilli. Ein Verbot des Besuchs der K i ne m at 0 g r a p h en - T h e at e r für Kinder unter 16 Jahren, welche sich nicht in Begleitung ihrer Angehörigen befinden, wurde kurz vor den Schulferien den Schülern der hiesigen Schule bekannt gegeben. Das Verbot
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