Ausgabe 
11.2.1907 Erstes Blatt
 
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So erfreulich das Erwachen des Interesses für Deutsch- Afrika ist, so muß doch andererseits zur Vorsicht gemahnt werden. Nichts tonnte dem kotoniaten Kredit mehr schaden, als wenn ungenügend informierte Landsleute blindKngS hinaus­gehen, ihre Ersparnisse verneren oder anderweit enttäuscht luec» den, sodaß r'ic genötigt wären, bald wieder in die Heimat zurück­zulehren. . S crsa-elnt zudem ratsam, die Frage aufzuwer.en, ob die ö, .entliehen Aus Forderung en zur Beteiligung an kolo­nialen Unternehmungen durchweg von lauterer Absicht getragen sind. Zum mindesten iit sorgfältige Prüfung der empfohlenen Projekte und Ruairage beim Stowniaiyontifajen Attionskomitee oder bei der Auskunils.le.le für Auswanderer in Berlin dringend anzuratcn. Auch diese Instanzen tonnen selbstverständlich nie­mandem das Risiko abnehmen, aber sie siiid in der Lage, zu­verlässige Auskunft zu geoen uoer die tatsächlichen Verhmtnine in den Kolonien, und diese Kenntnis durfte manchen von über­eilten Schritten zur^cthalren. Die Regierung lr^gr temer.ei Ber- antwortung jur das GeoeiyLN to tonuuer PrivutunlernetMungen, sie hat auch stets vctont, dag sie nur aus iiuirulmyeit Grunoeli die durch den Au, stand in Sudwe,ta,rlla ge,chaoigten warmer finanziell uhteiftutt. vier hande.t es sich ooendrern uui einen Ausnahmejael, der oie uipra^ische ^>erp,liu-tung au,erregte. Daran kann und well auch die gemitgciiiie Deuiioargsche bitbe nichts ändern, dag in Deutich-A.rira jeder lebte eigene Haut zu MarUc trägt.

Die ängstlichen Kapitalisten.

Wie man sich m Pariser polu. Kiuiscn erzählt, soll die Interpellation in der französischen Kammer, wUche sich gegen die russischen Anleihen richtete, eine pitank Ursache gehabt haben. Die franzöilschen Sozlaldemotraten sehen nämlich mit steigender Besorgnis, daß das inländisch. Kapital nnlner mehr nach dem Auslände abslicgt und zwar haiiptiächlich aus Giünden, lucldjc mit dem steigenden Einflug der soziallstlschen Partei auf die Gejetzgcbtiug Frankreichs zusammenhängen. Es ist eme Tatsache, dag es schon seit längerer Zelt zivar sehr jchiver sälll, Geld für inländische Industrielle oder tommerzielle UntcrnehmlMgeli anszntceiben, aber trotzdem der sranzösische 'Uiartt si>c sichere anelänDischc Wertpapiere nach wie vor ansnahlnefähig bleibt Die fran- zöslschcn Rentiers, namentlich die kleinen Sparer sind miß­trauisch geworden, mcil sie befürchten, dag über kurz oder lang em park rot gefärbtes Mmßicruml ans Ruder kommen könnte, das dem Kapitale vielleicht allzu energisch auf den Leib rücken würde. Sie legen deshalb ihr Geld mit Vor­liebe ui sremStändischen Werten an, welche zumeist em höheres ZinserlrägniS abiverfen und ihnen eine sichere Einlage garan­tieren. Der Sturz der sranzöslschen Rente ui der allerjü igsten Zeit ist gleichfalls cm Symptom für das Mmlrauen des französ. Kapitals gegen die inneipoliiischen Zusiände. 9iach einer unlvldersprochen gcbhebencit Btatteinieloung soll damals der FmanzmiNlster Ea.llanx den Ditcltotcli der großen Finanz- mftuute in Paris gedroht Haden, er iverde gegebenen Falles in der Kammer em (Scjeij einbrmgcii, durch ivelches die Banken gezivungen ivürden, die Halste der bei ihnen depo­nierten Kapitalien in französischer Rente anziilegen. Dag der französischen Sozialdeniotratte der 'Abfltig des inländischen Kapitals uacy dem Anstande nicht gleichgültig fern tairn, versteht sich von jeu|t.

Tieneuen Serben".

Au der Emission u c r neuen serbischen Anleihe, die jetzt zur Zeichnung au,gelegt wird, sind auaj t>eut)d>e Ballt- Häuser beteiligt. Es ergeht also auu) an deins che Kapitarisieu die Einladung zum Erwcro der 41/z prozenligeu Tilres, suc uie ein Eilisuhru.ig->lurs von v4 Prozent in uu^iia/t genouihien ut. Cb siiy viele Kauirustige sinoen weroen, er,chuiiii diuciiuyait. Du Sicherstellung der Anleihe buruj u.eoer,^,,e der ^conopolver- wallung ist kaum dazu angetan, die DureS sür KapiialSultlagen empjehrenswert zu mau-eu, oenn diese ULver,chus,e dienen bereits als Garanüe-iluterlagi Ur srühere Anleihen, ein Beweis, dag die Finanzivirlschaft Serbiens nnyt grade ais eejitiaing aiizuiehen ist. Erhebliche Zweifel sind be.amuiiu) auch m Bezug aus die Stabitilal der boliüldjen Lage des Stuiiigreidu am Pt atze. Es ist deshalb zu wünschen, daß das Risiko der erneuten Kreimgewäh- rung an Serbien in der Hauptsatz oen sranzo,i,chen Kapuaiisteu zuiaite, zumal die iranzos.,ch-,e^oiichell ^n^r^i.n zayrreichere Be- rührungspunkle haben, als die deutsch-serbischen.

Aus Stadt und Land.

Glegen, 11. Februar.

Jubiläum des K a m m c r p r ä s i d e n t c n. Der langsährige Landtagsabgeordnete Geh. RegierungLrat HaaS beging gestern das zehnjährige Jubiläum als Präsident der 2. Hess. Ständelammer. Ta eme Ein­berufung der Kammer für diesen Tag infolge verschiedener Umstände nicht zu ermöglichen war, soll die offizielle Feier dieses Jnbllnnrns erst bei dem späteren Zusamlnentreten der Kammer erfolgen. Die näheren Freunde des Jnbllats halten sich jedoch schon am Samstag zur Gtalnlalwn eingestellt, ebenso eine Abordnung des Slamineipiä|iDiumö; auch die drei Minister erschienen zur persönlichen Begluclwünichnng. S. K. H. der Erotzherzog verlieh dem Jubilar das Konithur- kreuz erster Klasse deS Verdienstordens Philipps des Grog, mutigen mit Krone nnü Stern.

W a s s e r l e 11 u n g s b a u t e n i m K r e i s e G i e ß e n. Die Wasserleitungsbauten nehmen seit den letzten Jahren m den Orten sehr siart zu und die Zahl der Wasjerleiiungen steigt fortgesetzt. Das vom Staat errichtete Wasserwerk bei Lauter tragt hierzu angeroidentllch bei. In unserem Kreise haben mehrere Orte den An,d)lug an das Wert beschlossen, so Münster, Ober-Besslngen, 'Ronnenroth, Villingen, Rödges und Lauter, andere Orte gedeulen sich noch an das in In- Heiden ebenfalls vom Staat geplante Wasserwerk anznschllcgen. Die Orte des unteren LumdatalS, wie Lollar, Slaufenberg u. a. haben ihre Eruppemvasserleitung vollendet. Auch im Bnjeckertal ui für Reiskirchen, Oppenrod und Aurkartsselden em Giuppenwetk geplant, während das Städtchen Erogen- Linden beschlossen hat, mi Aiärz nut der Erbauung einer Wasserleitung zu beginnen, die zu ca. 7U UUU Mark veran­schlagt ist. Als Kraft- und Pnuipstatioli dient eme Mühle am Kleebach.

* Bie n enzü chter ver sam m lu n g. Ter Bezirksoerein der Bienenzüchter für Gießen und Umgegend hielt am Sonntag nachmittag imKarlshos" seine erste Jahresversamintung ab. 8wat Ul bis jetzt unsern lieben Bienen infolge der ungünuigen Witterung auch noch nicht ein Remigunge-ausftug vergönnt gewesen, um so zahlreicher waren aber heute ihre Pfleger, die Imker, ans ihren Behau,nngen ausgeflogen. Au, der Tagesordnung stand der Vortrag deS Lehrers Schlierbach aus KinzenbachDie Auswinterung". Die ausfuhrticheii Darlegungen boten zu einem regen Austausch der bisher

gemachten Erfahrungen Deranlassiing. Vor allem darf unS der anhaltende Winter, dieser Erbfeind der Bienen, durchaus nicht beängfiigen, berichten doch alle erfahrenen Imker, daß noch immer ihre Schutzbefohlenen auch durch die strengsten Winter hindurch gekommen sind.

Ein Wähler, bei dem die Liebe nimmer aufhört, befindet sich in Baben Hansen (Wahlkreis Offcnbach-DlC- bmg). Bel der Stichwahl zwischen Ulrich und Dem hat er folgenden Stimmzettel abgegeben:

Ja) habe Ulrich und Teen Beide ganz gern.

Toet) Eine hab ich noch lieber, Sie wohin gerade gegenüber. Trum wähle ich mir sie: Tie einzige, holde Wi a 11 e 1

** Ein paar niedliche Bemerkungen unfrei­williger Kouiik aus Kindermund teilt uns eine liebenswürdige Freundin unseres Blaues nut. Sie fielen in der Reltgionsstuude der 2. Klasse einer hiesigen Vorschule. Bet der Geschichte von der Gefangennahme Jesu erzählte emci Halt:Meinst du, ich könnte nicht meinen Vater buten, bau er mir mehr als zwölf Legionen Engel schicke?' folgender- rnaßen:Meinst du, ich tonnte nicht meinen Vater bitten, oag er nur mehr als zwölf Engel zu in Logieren ich icke?' In derselben Geschichte heißt cs: Und Petrus hieb einem Knechte des Hohenpriesters das rechte Ohr ab." Der Sohn eines Mililärbernnten niachic Daraus:Und Petrus hieb einem Knechte des KnegSiniuiiters das rechte Ohr ab.'

-U Wtescck, 11. Febr. In der 'Jladjt auf den 9. Februar wurden dem Ludwig Deibel VI die Schweine aus dem Stall gelassen, die Waschküche aiifgebrochen und ans dem Holzschuppen eine ganze Menge Holz gesiohlen, die nnterwegs verlorenen Spalten lagen auf dem Fug steig nach der eiembrlieh? zerstreut. Der oder die Diebe müssen Bescheid gelvußt haben.

O Lumda, 9. Febr. Gestern abend wurde das dem Cetonomcu Hch. Schultheiß von hier gehöiige Pferd bei Kim. l,ö zwischen Erüiiberg und Beltershain von dem Zuge Rr. Id41 1 o t g c f a 1) r c n. Der Besitzer hatte es un Schlllteu bei der Wirtschaft van H. BeckerZur Spitze" m Belters- ijam stehen lassen. Jedenfalls mug das Pferd gcscheiit haben und den Weg nach der Haltestelle Beltersham gelaufen fein, bon dort hat cs die Eleisurecle nach Grüirberg zu verfolgi und ist so dem Zuge und seinem Tode entgegen gelaufen, ter Zug hat gehalten, um das Hindernis zu beseitigen. Las Pferd war ein wertvolles Tier. Wiederum eine Mahnung an die Fuhrleute, Die Pferde bei den Wirtschaften auzubindeu.

Krofdorf, 10. Febr. In der abgclaufcncn Woche wurden die ersten Holzversteigerungen abgchalten. Auch hier machte sich gegen das Vorjahr eine tleme Preis st etge- rung beinertbar, indem im Eemcindewald der tiiaunimcler Buchenicheilholz bis zu 11 Alk. bezahlt wurde. Gerade die geringen Leute Deden nut Vorl.ebe ihren Vreuuholzbedarf bei der Gemeinde. Erstens ift uie Abfahrt aus dem GeniCinde- wald näher imb bequemer und, was sür sie die Haiipisad)e, Die ZahlungsbeDinguugen sind weit günstiger. Bei der Tornaiie muß das volz jdjon vor der Absahrt bezahlt werden, bei der Gemeinde hingegen sind alle volägclder erst un Herbste sättig.

Laubach, 10. Febr. I. D. die Fürstin 5u Stolberg-Wernigerode, Mutter der hiesigen Gräsin tbilhclm und der Fürstin 511 Solms-Lich ist in legier Wocr^e auf ihrem peimatsschlog verstorben und in der dortigen SchloßkaprUe begesetzt worden. Zii Den Traiicrfeierlichlciten haben sid) die Hohen Aliverlvandten aus Lid) unD Latibad) oorihm begeben. Ter GesundhettSzustand unserer Beböitcrling ist eben cm sehr ungünstiger, überall Influenza, vereinzelt Lungencntzündiing, Scharlach, Alaseru ic. Von zwei plötzlichen Todesfällen ist zu berichten, beide an Hrrz- erlrantungcn. Eine ältere Frau hatte soeben uod) Befehle 511111 Fenster heraus für ihren Virhstand gegeben, als man m ihre Stube tarn, lag sie entseelt auf ihrem Bette gelehni; das andere betrifft em 16 jähriges Mädchen, das morgens aber uod) abberufen worden war, zur Rähflunde 511 gehen, '/, Siunde später fand man es tot auf fernem Belte. Tec herbeigeriifene 'Arzt tünfialicite Herzlähmung.

Ridda, U. Febr. Rächstcn limiiuod), 13. Februar, abends 7 Uhr, tuirö Tr. P 0 h l m eher aus Bcrun un Saale des Gail- Hauses Gambrmus m yiiuOu einen Bor trag überD e u i 1 ch t a n d u n 0 seine Kolonien" hatten, Uuiuiu uncniyelUicl). Ter Bor- irageude ist vielen von den Boriragen un uoiujen Jahr über ptugiand" undTie Bereinigten eiaaien von vtordamer.ua" auis oorteuhaueue beuumt. Ter Borirag wird ueiaii|ialiet vom Ber- oanD Der Botksvitouugsvereme.

-f- St 0 ethe 1 ui b. Ortenberg, 9. Febr. 9Zad)bcm geftern hier und in umliegenden Dörfern von Unbctaimlcit Plakate aiigejdjlagcu worden waren, nach lüclcljeu die Uuf tfd)iffcrui Katchcn Pai> tris ans Frankfurt a. M. m der Rahe unseres Ortes einen Aufstieg uuternehmcn wollte, pilgerten sd)on Den ganzen Vormittag Die Bevölterung auf mehrere Stunoen Entfernung Der Aufstiegstelle zu. An 30 Wagen unD Ehaifcn luarcn angefahren. Bei Gastwirt Walther war em geheiztes Zimmer auf Bestellung Der Lrislschlsfcrm in Bercltfdsaft, zivei Listen mit Den Apparaten waren zilr Stelle gebracht alles harrte Der tommenOen Dmgc aber fern Pers0i»al, feine Luftschifferin zeigte sich. Auf Den nmliegeuDen Höhen wim­melte cs von Menschen, Die ohne EmtritisgelD Den Ausstieg von feine sehen wollten. Die UngeDutDlgsten auf Dem Auf- stiegplatz öffneten enDlid) Die Kisten Da kam cs an Den Tag, Dag oie ganze 'Auffahrtsgeschichte ein Ulk war. Tie Kiste war gefüllt mit Papierfchiutzeln, ivelchc balD in alle Winde flogen, Die Jugend zerhieb die Kisten und warf sie m Die Ridder. Die Menge zerstreute sid), Die Köpfe zer­brechend, wer der Witzbold nur sein mochte. Selbst die Gewerbeschule zu Büduigen uebst Lehrer hatte sich verladen lassen.

1c ch st a. M., 10. Febr. Ter am Anfang der 20er Jahre stehende Arbeiter Siegler beging kürzlich in einem Hau,e am Schloßplatze einen Selbstmordversuch, indem er sich mehrere Rrvmverschlisse bcibiachte. Kaum mar er aus Dem Spital entlassen, da suchte er am Freitag avend schon ivieder seinem Leben cm (£nbe zu mad)cn, indem er |iaj einen Schug bnbiachte. Der Den Plagen durd)bohite. Schiffei landrii ihn am P.am m den Anlagen in einer großen Blut- lache. Tiesmal durste er sein Ziel erreichen.

Vermischte».

* AuS Dergestiefen. Em schwerer Ungkncksfall ereignete sich auf der Hcinitz-Grube (Lbcrsd)lesicn). Bei ein? n nad)tS plötzlich ausgebiocheuen Brande lourDcn drei Gruben« arbeitet durch zusammcnltürzenDc Gesteinsmaffcn schwer ver- letzt. Außerdem erlitten sie mehr oder weniger schwere Brandwunden. Einer der Verunglückten ist gestorben. Im Salomo-Schacht in M ä hrt f ch-O st rau wurde ein Bergmann trotz des strengen Verbotes beim Zigaretten- raiichen betroffen und sofort verhaftet. Es hätte dieses Vergehen leidjt zu einer ähnlichen Katastrophe wie im Saar, re vier führen können.

* Kleine ^.ageschronik. In Berlin drangen Ein- bred-er in Den Kaueraum des Vcroairdcs der baugcwerbrichcn ^)ulisarueiter, troraajvn Den Kaiscnicyrant und eiitiDcnbeten uUuU jjlQxI B^rgerd, ivar-rend sie ihe ur dem Sa)rank uc|iiu)hu,cn Wectpapurc uiibcau.t.t ließen. Boil bcm Dieo ,ehrt ieoe Spur. Bll Bandau ioardeu zioei ^nyaoer Der Weui.rrma KatzNs oöyne uno ver x> uiib.tr von Weur-oeo^riSarrrtetN, Kein, lucgcn großer 'zo e i 11 f ä 11 u> u u g e n vcrt-a.tA. Tie von ö^r Auirogc ocs ^ieiifUiravojenurvrbes ,r.igc,pia.ll/e^e Sti.tsvvcrm Elise von Hausler in lüiunu/en yut tut njre uii|u)Un>ig erntiene Buü-l- -)avSirra,e öviit bui)Lri|ujcu Sla^t eitle u.iitiu)ui>igung von 4-iuO wrart crijaiteir. z-er otruoeiivermuf bet p- a 1 u> 1 u g a 11 u ut mer desSimplizifjrmus" isr in Bertrn verboten nnnbcu. Sieotti Porctruloda-zir luuroen voll beUi Xxijoaitec ciues Gutes bet i^vtya Mv^itnguie i> e r g 111 e i au,g«.,mtorar. out iovuiK.;en yaite oen -z)euei eure» vi.ubc-<cjen» gu)nna. ^cubujen |uio tut, vu?c iriver crtraiuL <>ii Kr lyqjenb vuit aJ e t y u 11 e un iicor-but urmuret.u/p uuxuen fuj z^er B^rtu gcieyr baiubtieuic um) locurututen vtßaugtn. Tot tl|tz buiuh <.4.01011116 stu) aut 10. Banwar 19U5. Dotier würben

Von bui Baaditon uu,ia-<.r gtniau/t. wtan u«.t jc^r eure ln.uui)U> uoiibe auögeyoout. Dre -uuzayi bei Arugrtebcr wu:o au, aiuiuyeuiO äia) geiujußi. Die Fai)i dluiCl k>vrvreu,eii öut(U öuu lwet- lu^rciiciL Die Farirer o-er Baiwe ut kretyune sowie 43 ihrer .^lUiujniuigcii jino veihadct worden.

Xiunft iuiO LDiNcttjchast.

Der K a 1 j er und Ehrist ln e p e bb e l. Ans Wien wirb gemeldet: Bet der Wuwe Frteditch pebocis, Die am y. d. Alls., wie wir beitd)icieii, ihien nennzigueu Gebuiislag beging, ciici)icn Der Teuisrhe Boliryauer Giai Zbeoel, um ihr un Rumen Kaiser Anthelms Dellen Giuctwilit.ehe auszujr-rechen unD euien Bliuttcnstiaitß zu überieuhen. piuu pcbbel war tu Der Lage, Den 'botfajauet zu empiangen, da sie |iuj üciyäUutsmußig wohl befittdel. Sie bai, dem Aiouairueu lhietl Tank zu ubcitnuiem, und nuieiytell nut Dem Gimen 'zreoet zu des,eu oiaimcu em längeres weipiuch, oet Pent sie einen Vliismitta) Blsmaias über gute ziautue juteile.

2lvl>Citci dcmegung.

Berlin, 9. pebr. Bon Den luu-iaem oes EtablisfementL Boisig wiiroe in einer |iail besuchten Bci,a>timlmig eme Reioltuwn angeno.innen, m welcher der Generairat alle UJinglieDer des 0)c- wertverems der Deiuiajen Aiaichinen-Bau-Aletallaibeiter m bet Uebcizeugung, baß die von der soziaioem. Partei cmpioijlcne Dl a t« 1 e 1 e l m t einer 'Zb e 11 e loröernö am Die sonichrulltche Emwtckelung Der Aibeuetsache und die Bervegermtg oer Arveus- Beomgungen wnh, nou) m oer verflossenen Hell gewillt hat, ver­pflichtet, im) an telnen Ber > a m m l u n gen und u v sl 1 m - munden über Die Ulta 11 e 1 er zu b et e 111 ge iu Uber an der Maifeier t c 11m mm 1, l)ai t e tne r le 1 Hl u|pruü) auf tl n 1 e i |t 11 y u n g un paue jemer Ataßiegelnng.

Famtlieil-Nachrtchten.

Verlobte, oiuuiem Ultuigureuje ziuitu) mit Herrn Adob Schneider in 'zueylai. - oruinem WuUi) Erk m Uliöoa mit Henn Euii Pauli m Aisyeuu (Ryeutheiien). oiaidcm unuma Cuetbcm m yiuppcucnioö mit Heim Euil Bellinger m Alsfeld. piauieut Marie u.uijuibt nut Henn otieona) Zbugncr m Budutgeii.

Gesiorbeue: Herr Johannes ytoyiig I. tn Kiia)-GönS. Herr Jatob Gotz ui bioacnbeig. Herr Eyrnuau Buclmg in Aisielo. Herr HemiiU) Ero m Ansberts. Herr ^oyuuueS Roder ui Pwidi. Herr Heimann Bmget ui Bratuuels. yviui Anna Mane ocl)opff, «eb. Brnctel m Poyi-^ons. üiau Anbieas BiuchnerZöilwe, geb. Bonn ut Butzbach. Frau wiaigaiciiia Rahu, geb. Kioil in Aiienitadi. oiuuiem Kutchen Uluinpi ut Langenhain. prau Elliabethe Diuppcl, geb. UJieyer m oujouen. prau Heinrich ^etel Wtiv., geb. wiasei in yto^rbau). tyiau Fohaimes Rayl Witwe, in preienieen. prau Alma Tüiabeih »veil, geb. Hayn ui Melbach. piau Luie Scyenu, geb. Bteideit ui zaimiiaoi. Heu Einst W. Wolisiehl m TarmstaDt.

S d) i ff i n a rt? r i d? t c tu

R 0 rD 0 eutjcher Lloyd.

In Gießen veilielen durch Earl Loos, Kirchenplatz.

B r e m e 11, 6 oebr. (Per nausailaiui|cl)en Teiegmpi).) Ter Toppclichranben-Sci-nellpolioampierKaiser ZDilyelm 11., Kapium C. Enppeis, vom yioi00eiu|U)eu Lloyo m Bremen, i|i gestern z Kyc nacymulags wohlbeyatien m vtewhoit migetommen.

Teieiomscitie tiursoericnte

des tiiesseuei Anzeigers, nutgeteili vuu aer itunk lür Handel und IndUbirie. Giessen.

Frankfurter üorse

3)4°/, IteichsanlciUe . « tii.bu do. . . 86.ÖU

ö>40/0 Konsuls .... t>7.yo d% do. .... bb.tu ö>au/0 liessen . . .

u>iL/0 überuesscu . . .

UusLeri. Gu Id reute. . VU.bu 4/#<o uesterr. Bilueneute Iou.lu 4>0 Lugar. buldreuce . . yv.lv 4>» Itiuicu. Heute . . .. J?o Portugiesen verte 1 . 69.40 d% Portugiesen 111 7u.bb 4)»°/, luss.blaalsttui. IbVo 91 .bu

' 0 jupun. ötaaUsunleiue 9VVu 1Cuuv.'ldrken vun lovö buau 1 urkeiuuse ... . . 14o.4v

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äussere Argenumer . bb.io oui6 j)iexinaner . . bb.öO 4^u/0 vuiuesen .... btxuu

Aktien:

Bochum Guss 240.60 Buueius B. tV . . l^b.uv

Leudeuz: schwach.

beiliner iiÖr«e, U.

Cauada E. B 182.7V Dtuuistauier Bank . . . veuiscue Luiik .... 243a Uurimuuuer-Uuiou C. . . bu b, uiesuuei l-uuk . . lüö.^u

1 eudeuz.; träge

11. leuruar, 1.15 Uhr.

Biektnz. Luünieyer . . . 142.20 Blektnz. bchuckert . . . 117.30 hscuweiler Bergwerk . , 248. Ueiseuhireheu Bergwerk . 210.30 Liumuurg-Atuerik. Bukett, lo-'.äi) uarpeuer Bergwerk. . . 217.,0 Lauiuuulte 241.00 Aorud. Liu) d 132.20

UUcischlw. Biseu-Iudustrie 120.7a bernuer uuuueisgcs . 172. 30 DaiiuaULdler BauK . . . li><.4V Dcuiscue Luuk . . . 24....O0

DeuLscu-AstaL Bank . . 172.9 J Ui&kuulu-lxouimauuit. . . 18 >.t>0 uiusuuer Buuk . . , löb. Kiemiukiicu ..... 246.00 ifUitiuiuie- und Ohio-

Llscbtauu . , , 116.75

uuiiuaiduuuu .....

A.uuiuuru. Uiseuuahn , . 3210 uustuii. bUiuiouuuu . . . 146.80 i'iiuce-ueun-iyscuuahn . 14o.

Februar. Aufangskurs«.

Uarpeuer Bergwerk. . . 217.50

-aurauutle .... 241.20

umburueu E. B. ... ^Z.vU

>urdd. Lioyu 132.40

. .iraculudc . ... 14o.lv

Tas Zurütkvleibeu ver Sttugiiuge ut der uuustel- und Knocl)eiibttoung vei uiyachuis, Stiouuoie, yeicöiimcc Syphuis eic. wtio vetiooen und uie Betonnung eme gelegene, wenn man Dugetveii neuen der spezismiieii Behniiouing nut Pyospyorteberiran etc. mu ivu.eie» Kmo^iuehl euu.hit. zer reicye Uieyalt Des Kniete Siegle» an ieiu)( veionnlicheu lLUveißiios,eii wiut ooiieuhau au< oen Ansatz Des 2-i.i»telsiet,cyes uno uie uuim ciiiyaiieneu wuueiül- lione uciieru Die nuingciyu.ie Ansvndmig des KnoaicnsysteinS. Anperdenr regutteri Minute» Mmbeimeyl auch noch den iu|i unnier uiuegeimaßigeii c.tul)hjaitg uno veguiistigl dnduich oie Auuinyiue oer vtnyiuiig uno bas uiiueineme Zvoytbeslndeu der Kinder. luvJ/u