Danksagung
em
Dank.
teinbach, den 11. April 1907.
Die tieft! tuternbe Gattin
Marie Launspach.
Die trauernden Eltern:
Eduard Otto und Frau
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unterem schweren Verluste sagen wir Allen unseren innigsten Dank.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hmscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Grogvaters, Bruders und Schwagers
Philipp Haas HL, Oclmiillcr
sagen innigsten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familien Haas und Balser.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die vielen Blumenspenden sage ich meinen innigsten
uern,Aufstand - sind zu den Feld» ru übersehen, daß angenommen wurde, rchlen. Eine Rund- ib, daß keine be. aß man entschlosst!, weitgehendes Enl,
Md.
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^m., (mit 3u3nni:t ng).
Bin, 11. April.
brr ©ro&fretjo^ fribigerfeminac ju ) 1. Profchor ourben btn Schul« Dläbä)en)^d)ule zu :lrnz Lehrerinnen,
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Pansien' zusolg. rcne, welche zur Störten, ernt or.
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Lehrer zu besrM i Angenrod, at Lr. Guts letsch, angehorte, hat au ceistag wegen ander- cht angenommen. An uenhagen gewählt. , dem Provinzialaus» I(h fernerhin an. Zweiten Kammer i 10. April mit bei reiAebenbahnew . der Vorlage ein* Fassung darüber soll ch einer gememsamtw
Weiter genehmigt« rrellentausch in Kiew- Sun9 d.. W
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Rrberterbeivegnng.
I vcrcins nicht rückhaltlos zustinnnen zu können nnd daher Gegen- 'vorschläge in achte n. Zur Weiterführunq der Verhandlung
ist eine Kommission von 3-4 Mitgliedern bestimmt.
Frankfurter Börse
Öesterr. Gold reute. .
Italien. Bente .
396 Portugiesen Serie I
III
Portugiesen
3%
. 101.50
Pnnce-Henri-Eiseubalm . 136.30
222.00
Berliner Börse, 11
la. Siib-rkies ®r'±“.
Reühuhnsarbige
[2572
für Gärten -c. liefert
Wies eck, den 11. April 1907.
2558
lEmil Horst, Kiegelpfad.
D=/<
26 75
143.00
132 60
230.80
75.50
145.90
vorgesehen. Die näheren hiesigen Bürgermeisterei-
68.00
91.50
93.90
94 30
14b .80
50.00
86.10
66.00
97.90
. 209.00
. 222.90
. 26.70
. 126.90
4%
4%
. April Anfan gskurse. Harpener Bergwerk. Lanrahütte . • Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose . .
Berliner Handelsges Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskouto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio-
EiseuLauu . .
Gotthard ba hn . .
Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .
3^7O 3% 3^7« 3% 3y?i0 3^°/0
Can ad a E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
96.60
85.40
96.55
85.30
94.95
95 10
99.05
100.00
94.85
130.00
114.00
233.40
199.90
138.00
209.00
225.00
127.30
111.00
u. 2 Puthcnneu 5. Brüten ä 8 Mk. 01453 Boeruer, Frants. Str. 52,1
Speise Kartoffel l (Magnuin bonum) au verlausen. 1206J L. svrüller, Credos-cstr. 36.
Wochenmarkt abgehalten wird, das Bankett der Lumdastraße ümmungen hierüber sind am iude öffentlich angeschlagen.
Lollar, am 10. April 1907.
. 11. April. 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Lanrahütte......
Nordd. Lloyd.....
Obei schles. Eisen-Industrie
4J4°/O russ.Staatsanl. 1903 4y° n japan. Staatsanleihe 4% Conv.Türken von 1903 Türkenlose ... . .
4% Griech. Monopol-Anl.
4 % äussere Argentinier .
3°/0 Mexikaner . .
4>j0/0 Chinesen . . .
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus E. W . . .
Tendenz: fest.
Hamburg, 10. April. Aus einer Versammlung der au5- gesperrten Schau erleute gelaunte eine Resolution aut Annahme, welche bedauert, den Vorschlägen des Haienbetriebs.
Handel.
Reichsbank und Börse. Die K. Z. ist gleich uns der Meinung, daß der jüngste Ausweis der Reichsbank im ganzen als durchaus befriedigend bezeichnet werden darf und daß die Börse ihn auch so hinnahm. Es waren noch kurz vorher, namentlich von einer Berliner Seite, die j)c5 Eintreten der Ereignisse nie obro arten fann, ungünstige Gerüchte über den <5tanb der Reichs bank verbreitet worden. Bei dem Resultat über die erste Aprüwochc ist in Betracht zu ziehen, daß der erste Tag des April ein Feiertag war. Der zweite Tag brachte die immer am Anfang des Monats zu Auszahlungszwecken erfolgenden Entnahmen. Somit blieben für den eigentlichen Rückfluß nur die vier Tage vom 3. bis 6. April. Da der Geldstand an Flüssigkeit eher zunahm, sodaß täglich kündbares Geld zu 4 bis 3Vs Proz.
Eingesanor.
(Für flfbrm und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.)
Auf das an erster Stelle stehende Eingesandt int Gießener Anzeiger vorn 9. April 1907 möchte ich nur kurz folgendes erwidern: . , . ,
Denn die erwähnten „einzelnen" Bauunternehmer durch die gevlante einmalige von den Hausbesitzern allein zu erhebende Kanalsteucr um ihre Existenz gekommen wären, so wäre das für viele Bürger der Stadt Gießen doch immer noch bedeutend schmerz- lieber gewesen, als wenn sonst irgend ein Mensch die Stadt Gießen auf Nimmerwiedersehen verließe. Denn die Bauunternehmer sind es, die durch ihren eisernen Fleiß und ihre Unternehmungslust nickt nur einer großen Anzahl von Arbeiterfamilien ihre Existenz verschaffen, sondern die auch dem in Gießen so stark vertretenen Mieterstand ein beferes Auskommen ermöglichen, indem letztere durch die neuen und gesunden Wohnungen in die Lage versetzt sind, sich Astermieter zu halten. Bon ebenso großer Wichtigkeit ist, daß die Bauunternehmer durch Errichtung der Wohnhäuser der Stadt Gießen ein neues Steuerkapital zusührcn. die nicht nur an sich, sondern auch durch die einzelnen Mieter, welche die Häuser beziehen, an der ungeheuren städtischen Schuldenlast von 12 Millionen tilgen helfen.
Zum Schlüsse möchte ich dem Herrn Einsender anempsehlen, sich einmal zu überleaen, ob der Ruin „einzelner" Bauunternehmer oder ob der Wegzug irgend eines beliebigen Einwohners der Stadt Gießen mehr Schaden bringt.
Reichsauleihe do.
Konsols do. . .
Hessen Oberhessen
Jtal. ä 15 Pfg.
Broneevuten ä 50 Pfg.
nähere Auskunft über d.e Hölzer.
Marburg, den 9. Avril 1907.
Königliche Universitäts-Kasse.
Danksagung.
Für die von Nah und Fern fo herzlich bewiesene Teilnahme an unserem schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hellwig und für den ergreifenden Gesang des Gesangvereins Concordia, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Seibert.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Genehmigung Großh. Kreisamts Gießen vom 13. April
. . 159.00
133.20
. . 230.40
. . 170.50
. . 173.00
. . 146.20
. . 208.90
jeden Samstag von vormittags 8 bis nachmittags 2 Uhr Als Marktplatz ist vor-
41[6% Oesterr. Silberreute Ungar. Goldrente . .
Verkauf
von Bau-, Nutz- und Brennholz aus dem Universiiätswalde bei Caldern.
DieuStag, den IG. April 1907 von morgens 10V2 Uhr an sollen in der Siegfried scheu Wirtschaft zu Caldern und zwar auS ben Forftorten 1, 4a, 6, 7a, 8b, 8a, 10, 11,12, Läufeküvvel, Knochendelle, Grube, Lteinmetz-Eiche, Hungert, Steterain, Feifetberg, Mittelberg öffentlich meiitbicienb verlaust werden:
Eichen: 28 Stämme 1. bis ä. Klasse, 3 bis 12 m lang 17 bis 71 cm Durchmesser, mit 14,95 Im, 19 Rm. Nutzscheit, 87 Rm. Nutzknüppel, 11 Rm. Scheit, 61 Rm Stammknüppel, 8 Rm Astknüppel, 630 Rm Reis.
Buchen: 133 Stämme 4. und 5. Klasse mit 44,05 Fm, 2 Rm Nuhscheit, 74 Rm Stammtnüppel, 23 Rm. Astknüppel, 2345 Rm Reiser 3. Klane.
Aspen: 17 Rm. Stammknüppel.
Fichten: 29 Stämme 4. Klane mit 5,92 Fm, 1139 Derbholz- stangcn 1. bis 3. Klasse mit 40,98 Fm, 1440 Reiserstangen 4. btS 7. Klasse mit 21,14 Fm.. 1 Rm. Stammknüppel, 2 Rm Stöcke.
Der Herr Förster Keller in Ealdern erteilt auf Ansuchen
M-db--, mb <8ru6en6rMcn auä d-m Wcnbm ®jenbaWuge tfMnmaene Sträfling Jochem ans Wettzktrchen t. T. ist inWehrheim , wo er int Armcnhause Unterkunft suchte, f e st - genommen worden. „ __
9 .m- Friedberg, 10. April. Bet der gestern von den
Fritz Reitz Erben veranstalteten Altertums-Versteigerung wurde für einen antiken Kleiderschrank 470 Mk. sowie für eine alte Steiner Geige 350 Mk. erzieh». Bet den Ausschachtungen für die staatliche Wasserleitung wurden in der Lndwigstr. vor dem Hause des Herrn E. W. Müller mehrere gut erhaltene Römerfunde gemacht. U. a. wurde eine riesige Urne gefunden, die auf eine römische Begräbnisstätte schließen läßt. — Martin Klös von Vilbel verkaufte eine hier- gelcgene O b st b a n m - A n l a g e an den Kaufmann Karl Rupp, hier für 5000 Mk., der Abschluß geschah durch den Agenten Herrn Blum.
---- AuS der Wetterau, 9. April. Infolge des günstigen Wetters haben sich die Feldmäuse derart entwickelt, daß die Mäuseplage die Landwirte mit großem Schaden bedroht. Namentlich hausen sie in den Wiesen, Klee- nnd Roggenfeldern, zerwühlen den Boden und zernagen die Wurzeln und Stengel. Die ältesten Leute können sich eines derartig starken Auftretens der Schädlinge im Frühfahr nicht erinnern, hatte man doch auf den strengen Winter die Hoffnung gesetzt, er werde die Feldmäuse dezimieren. Zahlreichen Orten der Wetterau ist bereits die Genehmigung erteilt worden,
zu haben war und große .Tauflnst für Wechsel sich zeigte, ist Zn erwarten, daß in der zweiten Aprilwoche die Rückflüße zur -oanl in verstärktem Maße sich sortsctzcn werden.
sc. Frankfurt n. M., 11. April, (belegt. Cug.-3ertd)t des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Vieh in a rkt- preife. Zum Berkaufe ftnnben: 14 Lebien, 00 aus Oesterreich 1 Bullen, 0 aus Oesterreich, 52 .Rühe, Ferien, Stiere und Rinder 0 aus Rumänien, 802 Nalder, 146 Schafe und Hammel, 11 Ziegen, 135 Ziegenlämmer, 56 Scha'lämmer. Bezahlt _ wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ockien 1. Oualität 82—85 Mk., 2. Qualität 71—76 Mk., 3. Qualität 68—70 Mk.: Bullen 1. Qual. 73—75, 2. Qual. 70—72; Rühe 1. Qualität 73—75 Mk^ o Qual. 70—72 Mk., 3. Qual. 60—62 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber l.Qual. 100—104 Pfg., Lebendgewicht 60—62 Pfg., 2. Qualität 94-99 Psg., Lebendgewicht 55 - 58 Psg., Schlachtgew. 72-76Psg.: Schafe: 1. Qual. 80—00 Pfg., 2. Qual. 76—78 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh Markt mittelmäßig, lieber« stand unbedeutend. Bei Kleinvieh gut, fe;n Ueberstand.
die Mäuse durch Giftlegen zu vertilgen, so 5. B. Södel, Griedel, Kirch-Gäns, Steinfurth, Ossenheim, Pohl-Göns.
Darmstadt, 11. April. Im Alter von 86 Jahren starb hier einer der ältesten Feldzugskameraden der Armee, General'- major z. D. Ernst Winter. Ein Darmstädter Ktnd, geboren am 16. April 1821, dürste er unter den alten hessischen Osftzteren einer der ältesten, wo nicht der älteste, gewesen sein. Der Verstorbene hat den Feldzug von 1866 im 4. Großh. Ins. Regt, mitgemacht. Im Krieg gegen Frankreich 1870/71 führte er das 2. hessische Jägerbataillon als Major in das Feld und wurde bald nach der Schlacht von Gravelotte, unter Beförderung zum LberstleutnaM, mit der Führung des 3. hessischen Jnf.-Regts. Betraut. Bald nach Beendigung des Feldzuges nahm er leinen Abschied und hat die ganzen Jahrzehnte her hier gewohnt. (D. T.) M a i n z , 10. Aprll. In der heutigen Sitzung der S t a d t- oerordnetenversammlnng wurde einstimmig eine Erhöhung der Gemeindeumlagen von 91,8 auf 100,2 Prozent beschlossen. Zur BeschassunL von Mobilien und Lehrmitteln für den Neubau der höheren Mädchenschule wurden 83 000 Mark bewilligt. — Die Vertreter der Nahrungsmittelbranche haben beschlossen, das Streidamt zu ersuchen, eine Verfügung zu erlassen, daß sämtliche Geschäfte der Nahrungsmittelbranche an den Wochentagen spätestens abends V2Ö llhr geschlossen sein müssen. Aus einen Acht-Uhr-Ladenschluß konnte man sich nicht einigen. (Frst. Ztg.)
Wetzlar, 10. April. Dem Vorntzenden der Handelskammer ist n. d. „Wetzl. Anz." die Mitteilung zugeganaen, daß die Aufnahme des Projekts der Solmsbachtalbahn in die diesjährige Nebenbahnvorlage von den beteiligten Ministerien eridgültig beschlossen ist. Der vom Kreis Wetzlar zu zahlende Beitrag zu den Grunderwerbskosten ist erheblich herabgesetzt worden.
w Wormb, 10. April. Der Ehrenbürger der Stadt Worms, Frhr. Heyl zu Herrnsheim, stiftete anläßlich der Hochzeit s c i n e s ä l 1 e ft e n S 0 b n e s mit der Prinzessin von Psenburg-Büdingen der Stadt WormS ein nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Professor Fiicher zu errichtendes städtisches GesellschastshauS und stellte für diesen Zweck Mittel im Höchstbetrage von 300,000 Mk. zur Verfügung. Tas Gebäude soll mit einem größeren Fest- 'a al und Nebenräumen, sowie mit Volksbädern im Erdgeschoß und einem besonderen Vorbau für Ziviltrauungen im Anschluß an den Erweiterungsbau deS Rathauses errichtet werden. TaS Haus soll hauptsächlich zur Abhaltung von Kongreffen, Ausstellungen und für von der Stadt zu gebende Festlichkeiten dienen. Insbesondere wird die Stadt verpflichtet, wenigstens dreimal im Jahre Volksvorlesungen in demselben zu veranstalten.
Marburg, 10. April. In der heute abend hier abgehaltenen gemeinsamen Sitzung der städtischen Körperschaften wurde zum Oberbürgermeister der Stadt Marburg der seitherige Bürgermeister von Iserlohn, Erwin Hölzer- köpf (ein Marburger), mit 20 Stimmen gewählt. Von den weiter inbetracht kommenden Kandidaten erhielten Beigeordneter Dr. Röttgen-Barmen 11 und Oberbürgermeister Dr. Bielefeld- Arnstadt drei Stimmen. Hölzerkopf steht im 34. Lebens- |al)re. — Nach einem Telegramm, das uns heute vormittag aus Marburg zuging, hat Bürgermeister Hölzerkopf die Wahl a b gelehnt.
Frühkartoffeln
zu oerr. Karl Euler, Harnmstr. 5.
GriarrrcU-DraktrncL-nngen.
Berlin, 11. April. Zwischen der Eisenerz-Gesellschaft Frankfurt a. M., der MetaUgesellscbaft Frankfurt, sowie der Firma Rawack & Gvünfeld in Beruhen und der Gewerkschaft Fernie in Gießen ist heute eine Interessengemeinschaft zustande gekommen. Die Gewerkschaft überläßt ihre gesamte Prodrlktion auf 10 Jahre der Gemeinschaft und ist am Gewinn beteiligt. Drirch die Jntereffengemein- chast wird der seit 1905 bestehende Vertrag zu Gunsten der Gewerkschaft nrodisiziert.
Berlin, 11. April. Die Beschwerde des Abg. Erz- berg er beim Kammergericht, in der er das Recht der Reichstags- abgevrdneten zur Z e u-g n i s v e r w e i g e r u n g begründete, soll vom Kammergericht verworfen worden sein.
Lelle, 11. April. Ans 9knlaß des Str ei kS der Zimmer- leutc, Erdarbeiter nnd Steinmetzen des Norddepartements kam es gestern in einem Srcinbruck tu einem Zusammenstoß zwischen Gendarmen und Streilend'n. Ein Gendarmeriewacht- meister wurde durch einen Steinwurs schwer verletzt, und es wurde« mehrere Verhaftmigen vorgenommen.
Petersburg, 11. April. Das Blatt „Rjetsch" verzmchnet daS Gerücht, daß die reaktionären Kreise alle Hebel in Bewegung setzen, daß, falls Stolypin zurücktritt, der Direktor der Bauernbank, Kriwotschan, zu seinem Nachsolgerer- nannt wird._____________________
Gießener Wetterdienst.
«oranSsichtliche Witterung für Heften nm Freitag, den 12. April: Bleist trüb. Geringer Regen. Kühl. Veränderliche Winde.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Glessen.
In der am 10. April in Steins Garten abgehaltenen Ver° iammlimg des Mietervereins wurde in einer Rede des Herrn Wohlnufth die Aeußerunq laut, daß keine der vielen hiesigen Korporationen, die sich mit städtischen Interessen befassen, den Mut gehabt hätte, Front gegen den prinzipiellen Beschluß des Stadtverordneten Kollegiums zu machen. Der Vorstand des Burger-- Vereins hat indessen im vorigen Jahre im Leib'schen Saale und Löwen zwei Vo-träge mit anschließender freier Diskussion über Kanalisation und Kanalgebühren abgehalten, und hätte Herr Wohlmuth sich schon früher für das in Frage stehende Thema intereffiert, so hätte er aus dem von dem Vorstand und dessen Referenten zufammengetrageuen wolhgesichteten Material aus vtelen Orten Deutschlands sich sehr- gut informieren können. Ter Vorstand des Bürgervereins wird wohl wie seither auch in Zukunft es als seine voriiehmste Pflicht ausehen, im besten Einvernehmen nüt_ anderen Korporationen an der gedeihlichen Entwickelung unserer Stadt mitu'arbeil-n.
» Kleine Tagesckronil Ter Münchner Zirkus- bireEtor NiederHofer, der des Mordes an dem Kattf- mann Hendschel beschuldigt wird, hatte einen Artisten des Mordes bezichtigt, mit dem Hendschel nach England gereist und der auch mit ihm im Zirkusgebäude gewesen fein soll. Nach laugen be- mühungen ist es der Polizei gelungen, den Artisten in England aufzufinden und nach München zu zitieren. Gestern ivurde Niederhofer gegenübergestellt und sagte ihm auf den Kopf zu, daß er, Ntederhoier, allein mit Hendschel in den Zirkus gegangen sei. Seitdem sei Hendschel unsichtbar gewesen. Ntederhofer war nach der Konfrontation gatiz gebrochen. — Ter Leibarzt des Herzogs von Parma, Dr. Grissing, ist nachts bei der Station Pfeffstädt (Ceftr.) von einem Personenzuge abgestürzt und unter die Räder geraten. Sein Leichnam wurde zermalmt vorgeftmd-n. Nach einer anderen wenig glaubtvürdigen Version soll Dr. Greisstug ermordet unb die Leiche bann auf bie Schienen gelegt worden fein, um einen Selbstmord glaubhaft zu machen. Untersuchung wurde eingeleitet. — Ter unlängst in Goldberg verstorbene, angesehene Bankier Edgar Gr 0 ehe, der auf großem Fuße lebte, hat zahlreiche kleine Leute durch Veruntreuung ihres ihm anvertrauten Vermögens infolge unglücklicher Spekulationen schwer geichädigt. Ter Nachlaß reicht nicht einmal zur Einleitung des Konkurses aus. Tte Veruntreuimgen betragen über eine Viertel- million Mark. — In Metz wurde in dem Geräteschuppen der Wasserbaiiverwalung der Zimmermann Czarniltzki ermordet aiugesunden. Ter Schuppen war verschlossen. Ter Schlüssel steckte in der Tasche des Toten. Ta em erheblicher Geldbetrag bei dem Ermordeten gefunden wurde, wird ein Racheakt angenommen. Ter Zustand der Leiche schließt einen Selbstmord aus. — In Lissa - hon brach in einem von 18 Parteien bewohnten Hause in der letzten Nacht Großfetier ans. 15 Personen sind um gekommen. Tte meisten sind verkohlt. Zuletzt wurde eine Atutter geborgen, die ihre beiden Kinder umschlungen hielt. Mehrere Feuerwehrleute haben Verletzungen erlitten. Die Polizei nahm 3 Verhaftmigen vor. Ein Tlietcr des ersten Stockwerkes, der seine Möbel über den Wert versichert hatte, ist der böswilligen Brandstiftung verdächtig.
Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar.
Schmidt. 2570


