Morenga unterwirft sich.
Berlin, 11. Sept. (W. B.) Nach telegraphischer Meldung des Gouverneurs von Südwestafrika befindet sich Moreuga mit 12 Kaffern und acht Gewehren in der Gccmsib-Bucht. Er hat um Aufnahme in das Bon- delzwart-Abkommen gebeten. Der Gouverneur ließ Moreuga daraufhin mitteilen, daß er bereit sei, die Unterwerfung anzunehmen, falls Morenga die Waffen ab- liefere und friedlich im Lande zu leben verspreche. Tue er das, so werde er wegen seiner Straftaten nicht zur Verantwortung gezogen werden und die Möglichkeit zum Leben durch Viehhaltung haben. — Die Umgen sind noch nicht zum Abschlüsse gelangt.
renden Generale des 10. und 7. Armeekorps v. Stünzner unt) Freiherr L. Vissing den Schwarzen Adlerordcn. Dem Chef des Generalstabes, v. M o ltke wurde das Gcoß- kreuz des Roten Adlerordens mit Eichenlaub und der lönia- lichcn Krone verliehen.
E h r i st i a ni a, 11. Sept. Der frühere Vertcidiaungs- minrster Oberst Georg S t a n g ist g e st o r b e n.
o §.e M i n q fo r § , 11. Sept. (Svenska Telegr.-Byran.) ^zm finnischen Landtag sprachen sich bei der heutigen Te- batte über die Bewilligung von 20 Millionen Mart für die Militarausgaben des Kaiserreiches die Sozialdemo-! kraten und Agrarier dagegen aus, während die Schweden und Altsinnen für die Bewilligung eintraten.
— Am Schlüsse der Verhandlungen des finnischen ?aU'£rta«0eg die Bewilligung von 20 Mill, finnische Mark für die M i l i t ä r b e d ü r s n i s s e d e s r u s s Reiches wurde der Vorschlag des Präsidiums auf Ver- werfung des Gesetzentwurfes an die Frnanzkomrnisfion an-I genommen.
Aus StnSt uns Lund.
Gießen, 12. September 1907.
'Hülfe f ü r H e r b st e l n. Zu den bis gestern quittierten 4984,58 Mk. gingen bei unserer Geschäftsstelle weiter ein - Von der Gemeinde Grüningen durch Pfarrer Beckel 55 Mk * H- Weber in Odenhausen 2,15 Mk.; zusammen bis jetzt 5 0 4 1,7 3 Mk. — Unsere Geschäftsstelle nimmt gerne weitere Gaben entgegen.
— Der Internationale Friedenskongreß beschloß nach längerer Beratung, an die Haager Konferenz ein Schreiben zu richten, worin die Befriedigung über die bisher erreichten Resultate ausgesprochen, aber anderseits betont wird, daß das Endziel der Konferenz nicht die Reglementierung des Krieges, sondern seine Ersetzung durch eine vollständige Organisation des Völkerrechts durch einen allgemeinen Vertrag über ein dauerndes obligatorisches Schiedsgericht sein müsse. Das Schreiben drückt den Wunsch aus, daß ein permanentes allgemeines Komitee aller Mächte im Haag eingesetzt werde zur Vorbereitung einer weiteren Friedenskonferenz, welche das begonnene Friedenswerk weiter fördern soll. Der Kongreß nahm ferner eine Resolution an, in der ausgesprochen wird, eine Natron ehre sich selbst, wenn sie nicht zum Kriege, sondern M einem Ehrengericht Zuflucht nehme, um ihre Ehre zu wahren. Dagegen wurde nach längerer Diskussion der erste Teil dieser Resolution zurückgezogen, der besagt hatte, der Kongreß ist der Ansicht, daß eine Nation, sowohl, w(^ ihre Ehre, als was alle anderen Fragen betrifft, sich mchi^i^^iuzig maßgebenden Richter betrachten darf.
_ . Ordensverleihung. Die gestern erwähnte Ordensverleihung erfolgte an den Bahnhofsvorsteher Rudolf
i Ploch,. früher in Stockheim und jetzt hier und nicht an dessen Sohn, den Gütervorsteher. Herr Ploch sen. erhielt die Auszeichnung aus Anlaß seiner zum 1. Okt. erfolgten Versetzung in den Ruhestand.
! ** V o m Taufstein-Turmbau. Gegenüber den
übertriebenen Nachrichten von einein schweren „Unfall" — so sogt ein Berichterstatter sehr schön - beim Bau des Bismarckturms können wir als zuverlässig mitteilen, daß die ,, eiten am Vismarckturm in vollem Betriebe weiter vor- warts schreiten. An dem bis dahin aufgeführten Basaltmauerwerk hat sich durch das immerwährende Regenwetter uud den oben herrschenden Nebel ein Teil Mauerwerk los- gelost. Eme dieserhalb an Ort und Stelle tagende Kom- Mislwn kam demgemäß zu der Ansicht, den weiteren Auf- Verwendung von Ziegelsteinen zur Ausführung zu bringen.
I besorgt war, bet denen er mit echt sozialpolitischem Sinn und Wirken das schönste Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen verstand. Ein sehr ehren-- I ?otler Glückwunsch ging dem Jubilar auch zu von dem i lächeren Besitzer des Bergwerkes, Herrn Fernie in London ! dessen Hauptbevollmüchtigter Herr Pascoe heute noch ist' u . der die Umsicht, Zuverlässigkeit und Treue seines Vcitheljcrs stets zu schätzen wußte. Auch frühere, nunmehr gleichfalls in Ruhestand befindliche Beamte des Direktors kamen und sprachen ihrem früheren Vorgesetzten herzlichen Dank und aufrichtige Glückwünsche aus; und am Abend brachten Arbeiter und Beamte des Braunstein, bergwerkes dem verehrten Jubilare eine herzliche wohltuende Huldigung dar. Außerdem brachte eine Musikkapelle ein Ständchen. Aber auch über das Bergwerk hinaus mit allem, was dazu gehört, hat man gestern des fünzig- jahrigen Ehrentages des Herrn Direktors Pascoe oedacht Hat er doch, früher int Dienste und auch heute noch im Ruhestande, Jahr aus Jahr ein reichliche Unterstützungen für Arme und Kranke, für Wohltätigkeits-Vereine und Anstalten, insbesondere für Kleinkinderschulen, hier und in den umliegenden Orten, aus der Hand des Herrn Fernie vermittelt. Seiner Fürsprache waren diese Gaben in erster Linie zu danken, und freundlich nahm er alle Bitten auf. Als Zeichen der Dankbarkeit und Hochachtung sind darum dem Jubilar gestern auch Glückwünsche dargebracht worden von feiten solcher Vereine und Anstalten, hauptsächlich auch von Pfarrern, die seinen wohlwollenden Sinn reichlich erfahren durften. Auch manche einzelne Bedürftige, denen der Jubilar Wohltat erwiesen hatte haben ihren dankbaren Glückwunsch ausgesprochen und haben abermals reich beschenkt das festliche Haus vcr. lassen. Das Schönste und Erhebendste für Herz und Gemüt des geehrten Herrn Jubilars, und zugleich seiner Frau Gemahlin, war es aber doch, daß der gestrige Tag dem Ehepaare die Kinder und Kindeskinder in großer Schar aus der Nähe und Ferne in das Haus führte, daß dadurch den Elteruherzen die höchste Freude und Erquickung bereitet wurde. Wie vor 10 Jahren -das vierzigjährige Drenstjubiläum des Herrn Direktors Pascoe mit einem glanzenden Bergmanns- und Knappschaftsfeste öffentlich ge- feiert worden war, so wurde der gestrige Ehrentag für das Haus Pascoe doch hauptsächlich ein liebliches Familienfest. Möge nun unter Gottes Segen dein vielgefchätz- ten Jubilare noch manches, manches Jahr eines schönen Lebensabendes im Kreise seiner Familie und Freunde beschert werden!
** Bei dem Schiedsgericht für Arbeitete er- srcherung tn oer Provinz Ob er Hessen zu Gießen 5etr“-8 ,ble btt im Jahre 19 06 anhängigen Renten- 4^0'ai kl-errD°n ^fallen auf: die Landes-Versichc- rungs-Anstalt Grogh He,sen zu Darmstadt 113, die land- “nb pptw. Berufs-Genossenschaft für das Großh. Hessen zu £te Landes-Versicherungs-Anstalt „Hanno- ®er, ,V, ßfrofef)- Provinztaldiretlion Starkenburg 1, 19 ae= toer'? trC§e -ubcl öas ganze Reich sich erstreckende Berufsac- nosfenschasten 13t Streitsachen. Erlevigt wurden 424 Streit- u”b Zwar: in Jnvaliden-Versicherungssachcn: zu Gunpen der Landesverjichernngs-Anstalt 54.46 Proz zu Insten der Versicherten 44.55, auf andere Weise 0 99- in land- und forstwirtschaftlichen Unfallsachen: zu Gunsten'der Berufsgenossenschaft 49.5( zu Gunsten der Versicherten 45 auf andere Weise, 5.5; tn gewerblichen Unsallsachen: zu Gmisten der Beru,sgeno,senschasten 52.46, zu Gunsten der Versicherten.41.80, auf andere Weise 5.74 Proz. Oefsentliche gehalten" ba5 Schiedsgericht int Jahre 1906 31 ab-
- "tttwsetts bewahrt wurde, hat der Jüngling und der Mann zu ;eder Zeit und bei allen Anforderungen seines oft schweren Amtes gerechtfertigt. Dies trat auch an dem gestrigeu Tage in ehrender Weise für den Jubilar hervor tmrCW1TT- 11 r Bedeutung des Tages für Herrn Pascoe nur Wenigen bekannt geworden. Allein der Jubilar wurde dennoch viel geehrt und erfreut, vor allem durch Glück- wunschschretbcn der Großh. Hess. Oberen Bergbehörde in S Bergmeisterei Darmstadt und der
Knapp,chaftsberufsgenvssenschaft in Saarbrücken. Mit Tüwtwkl!i? SS£rtrm 1)06611 oicfe Behörden seine allseitige j Züchtigkeit und hervorragenden Leistungen hervor sowohl für das Bergwerk selbst, das er durch neue Einrichtungen
nrT6 B^bsweise zu mächtigem Aufschwung ten^ ru h feme Bergleute, Knappen und Beam-
' ö" deren Bestem er in humanem Wohlwollen stets |
^eer und Flotte.
* Berlin, 11. Sept. Das „Militärwochenblatt" veröffentlicht in einer Sonderausgabe eine große Reihe von Veränderungen namentlich in höheren Stellen. Gencral- svberst v. L i n d e q u i st wurde von der Stellung als Gencral- ilnspekteur der 3. Armeeinspektion enthoben und zur Disposition gestellt. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige kommandierende General des 14. Armeekorps v. Bock und Pol ach ernannt, während dieses Korps Frhr. von Hviningen, Gen.-Lt. und Komm, der 30. Div. unter Beförderung zum Gen. d. Inf. erhielt. Zum General- inspekteur der ueugebildeten 4. Armeeinspektion wurde Ler komm. General des 1. Armeekorps Frhr. v. d. Goltz ernannt. An seine Stelle tritt der bisherige komm Ge- £eraIo?^ 5; Armeekorps Kluck, zu dessen Nachfolger Gen.-Lt. Graf v. Kirchbach, Komm, der 17. Division unter Beförderung zum Gen. d. Inf. ernannt wurde.
- Ter „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht eine große An- W von Auszeichnuitgen aus Anlaß des üiesjähriqen Karser-Manövers. Es erhielten u. a.: die kom nandie-
.. "r Lang-Göns, 11. Sept. Die hiesigen Fünfziger hielten ihre Jahresfeier ab. Alle hier 1857 Geborenen hatten Einladung erhalten und waren erschienen. Auch ein Amerikaner, Joh. Becker halte der Einladung Folge geleistet. Am Abend brachte der Gesangverein „Germania" ein Ständchen. Gerichtsvollzieher Wagner von Homberg ! bankte in vortrefflichen Worten dem Verein für seine schönen Leistungen. Die Feier nahm einen schönen Verlauf.
r . $z. IT ^pt. Amt 10. d. Mts. fanb, wie schon kurz
b^^chtet, bic ErganzungSwahl der GemLinderats' hier statt. Wieder-, abgeschiedenen Mitglieder: August >zhnug und. Ludwig Scherfs. Erfreulicherweise Leigten untere Vrnger uuch wieder an dieser Wahl reges Interesse, stimmen mehr als bei der letzten GemeiuderalS-- wahl <ibgeg£bcu wurocn. Das läßt erkennen, daß unsere Licher die zu ihren ^tadtvorstand nicht verloren haben, Gegnern stark agitiert ivurdc. An sbch ,ift statthaft, lotucu fic in gesttzlichen Grenzen stattsindeü wi ^on bei früheren Wahlen, 14 Tage Inna
6-ver-Brer und Elfen an die verabfolgt, die Hierfür ihr Erstgeburt^-
" Der neue Regimentskommandeur. Se. Mai- der Kaiser ernannte den seitherigen Kommandeur des für» h^s^'chcn Jäger-Bataillons 9ir. 11 m Wtarburg, Oberst a c ÜLIer^r 3Um Kommandeur des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.). y
Pfarrpersonalien. Se. Königs. Hoh. der Groß- haben den evang. Psarrer Schlick zu Dalsheim! auf fein Rachsuchen,unter Anerkennung seiner langjährigen
treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt.
** ^^^igjähriges Jubiläum. Bergwerks- Pa s eo e feierte gestern, wie man uns vvn ae- schatzter Seite schreibt, den Tag, an dem er vor 50 Jahren, 22 ^ahre alt, tn E. W. Fernie'sche Braunstein- berg werk hier eintrat. Ununterbrochen ist er an diesem Bergwerke tätig gewesen, erst Jahrzehnte lang als Bureaubeamter; dann nach Wilsons Tode als langjähriger Direktor, biv er vor wenigen Jahren, bald nach dem Wer-
Tie Gabe aus Grüningen war von folgenden teilen begleitet: Vielleicht ist es für Ihre Leser von Interesse, zu Horen, daß- am 5. Juli 1860 die Gemeinde Grüningen von einem ahnüa)en sehr großen Vrandungluck heim- ge-ucht wurde, innerhalb 5 Stunden waren 94 Gebäude i^orgebrannL. Damals regte sich auch überall im Hessen- lanb vom ron bis zur Hütte die barmherzige Liebe zur Linderung oer großen Not. Cs wurden, abgesehen von ^Q?/en<?miLtemr11110 ^Rdungsstücken von auswärts 1773 fl 58 /4 Str. beigesteuert, womit 55 abgebrannte Familien unter- W werden konnten Durch ovige Gabe für Herbstein soll etwas von der Dankesschuld aus jener Zeit abgetragen werden. y
Das Kolosseum hat sein reichhaltiges Programm durch eine neue Anziehungskraft bereichert, indem seit ku? em eine etwa sechchahnge Soubrette, Angelika Walter vom m^UT1-a-nt^A7;^eQ^.er,m Frankfurt .a. M., allabendlich austritt. J Persönchen tritt verblüffend sicher auf und singt mit seinem überall verständlichen hübichen Stimmchen dann nach bekannter Soubrettenart einige nette Lieder. Ihre Vorträge üben leinen eigenen Reiz aus und, was uns das beste zu sein scheint, die kleine Sängerin ^scheint auf der Bühne nichts von ihrer Kindlichkett eiugebüßt zu haben, denn mehr Freude als der durch Klatschen sich äußernde Beifall scheint ihr der zu machen, der sich in Gestalt von Schokoladentafeln und oergleicheu äußert — Auch der Münchener Maxl trägt zur Reugestaltuug des Programms bei, er bringt eine Parodie auf ^obeugriu unb eine ernsthafte Deklamation „Der sterbende Komödiant und ist bei beiden viel besser als in den zu sehr übci» r- ^uch der Hauptmann von Kopemk iüttb zum Schluß tn einer heiteren Kinematographen- darstellung gezeigt. 1
. _ ^OUdon, 11. Sept. Tie „Times^' meldet aus Newyork, daß über oas asiatische Stadtviertel in Vancouver der Belagerungszustand erklärt worden ist.
— Wie sich herausstellt, ist die antiasiatische Agita- tton..Tnr ^ancouner von amerikatüscheu Führern der antiaoatischen Arbeiter-Agitation organisiert worden. Sie waren nach Vancouver gereist, um dort eine semdliche Te- monstratiou bei Ankunft Jjchis, des Direktors im Aus- wartigen Amt in Tokio in Szene z>i setzen.
Aus bei» Zarenreiche.
Kisch ine w, 11. Sept. Auswärts verbreitete Gerüchte von emem Progrom, das hier stattgesunden haben Ruhe tnb unbegründet. Hier herrscht völlige
und Elektrotechnikern gemeinsam gemacht wurde, wird als
für Schwerhörige hochbedeuteud bezeichnet.
— Eine interessante Schule zum Studium der L^deseutwicke/ung ist die von Professor Alfred Binot gegründete, ^oie dient in erster Reihe der ivisfenschaft- Unter«uchung. e-ie ist mit zahlreichen ^lpparateu ausge-- ^^sung von Kops, Händen, Muskelstärke, Auam- licht, Gehör, 5'arbern- und ^on)iim, Empfindlichkeit und Körper- ^aft Lungenrapaziwt rc. , dienen. Jedes Kind, ba# in bfef« zugelapen wrro, ersähet genaueste Untersuchung nach allen jtrcf)tungeii. Vor allein werden jene Erscheinungen, die man bi^ zmf Defekte ansah, in erster Reihe
öf«,.unb man ist bemüht, fiel viy ec oor 1
®101 r<fnrt dies^t den mgM Z^rnmenlMng'zwi^n Das Bert a? solcher sein Amt niederlegte.
/lOen ü110 seelischen Fehlern aufzudecken. Er meint r ^Erauen, bas ernst dem jungen Manne entgegen- tatet3rrBr^/ unb bnä ihm durch die Jahrzehnte hindurch
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v«!chtcL«ten Staoteu ihrer Entwickelung Phawgr-phtcrt - Der fär f / T K /I A man bald ut allen vrößerrn
^tudten Derartige Berfuchsjchulen gründen wird.
c-,, - ® ie ?^itau!stt heutig des W i l v - n b r u ch's ch e n fccOauiptels .Tie R a b e n st e i u - r i n" in Dar münd tiiurbe, rote inan uns von dort schreibt, von dem -ablr-ick M.nsN? dubltknm dankbar anfgcnommcn nnd von dem fleinioen
uiit> Wiebes verdienen volle Luerkenmnig^. ' ^aö eV/ ^m5pcl
— Wie dem B. T. gemeldet wird,'bat hm i n em neues Bühnenwerk vollendet. (5s trägt Dummkopf" und wird am Wiener Burgtheate^^zur "Eick- aussuhrung gelangen. J °ur
iß et er § bürg, 12. Sept. General Nowicki erteilte m Odessa der Poltzci den Befehl, die erste und wichtigste Aufgabe der Polizeisei die Beruhigung der durch ore svrtgefetzken Unruhen erregten Bevölkerung. Er werde
Umstünden weitere Ausschreitungen dulden
Rvwtckr hat die Revieraufseher verpflichtet, zweimal täglich
Häuf er ihres Reviers zu inspizieren und sich von dem Wohlbefinden der Bewohner zu überzeugen. Die Verfügung des Generals hat einen günstigen Eindruck gemacht.
I r k u t s k 11. Sept. Vier R e v o l v e r s ch ü s se sind gestern gegen den Leiter der Geheimpolizei avae- feuert worden, als dieser im Wagen durch die Straßen der Stadt fuhr. Er: wurde tödlich verletzt. I
— Aus Zemliamsk wird gemeldet, daß eine große o o u e r s v r u n ft 84 Bauernioohnungen zerstörte und ebenso große Vorräte an G?r,te vernichtet hat. Ter Schaden wird auf über 200 000 Rubel veranschlagt.
Eine Havarie des Zarenschiffes^ '
Hangos (Finnland), 11. Sept. (Petersb. Tel.-Aa.) -vre K a i s e r l i ch e ^5 a ch t „S t a n d a r d" stieß heute nachmittag um 41/2 Uhr bei Horsoe uiiweit Hangoe auf einen unter der Wasseroberfläche befindlichen Felsen. Ein Rettungsdampser ist aus Reval an der Stelle der Havarie eingetro,fern Ferner befinden sich dort sieben Torpedoboote die dre ^acht „Standard" begleiten. Kaiser Nikolaus und die KaiserliaieFamilie sind anBord der„Stan- dard" gebliebeii. ,z H
§ 63 des Handelsgesetzbuch.
Berlin, 11. Sept. Wie der „Lokal-AnzR mitteilt, hnrb dem Reichstage im bevorstehenden Sessionsabschnitt ein Gesetzentwurf betreffend den § 63 des Handelsgesetzbuches zugehen. Wie verlautet, wird beabsichtigt, der Bestinimuiig des §63, wonach der Handlungsgehilfe im Falle einer unverschuldeten'Erkrankung Anspruch auf ein Gehalt von sechs Wochen haben soll, den Charakter zwingenden Rechts beilegen, so daß in Zukunft der Abschluß von Verträgen unstatthaft sein würde, durch die der Handlungsgehilfe verpflichtet werden könnte, für den Fall der Erkrankung auf sein Gehalt ganz ober teilweise zu verzichten. Dagegen soll mit Rücksicht auf die rwißliche Lage vieler kleiner Kaufleute, denen durch die Einstellung von Hilfskräften überdies noch besondere Kosten erwachsen, die dem Erkrankten zustehenden Beträge aus der Kranken- und Unfallversicherung für abzugsfähig erklärt werden.__
Friedenskongreß in München.
München, 11. Sept. Beim Festbankett des Internationalen Friedenskongresses wurde bekanntgegeben, daß auf das Huldigungstelegramm an den Kaiser folgende Antwort eingetrosfen sei: Der Kaiser haben mich beauftragt, dem Internationalen Friedenskongreß für die telegraphische Huldigung bestens zu danken, (gez.) v. ^schirschky. Im Lause des Festbanketts, welchem etwa 300 Teilnehmer beiwohnten, wurde eine große Reihe herzlicher Trinksprüche gewechselt.


