llo_- 112. (September: Heiter und trocken. Temperatur wie heute. Leichte h a f - I nördliche, Winde._____________________
der der
wtg des Kongresses, dessen eigentliche Beratungen morgen beginnen.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hesse« am Donnerstag den
Wiesbaden, 10. Sept. Dem „Wicsb. Gen.-Anz" zufolge wurde der Taglöhner Schmelzeisen Perl, J, t et, 'n dessen Wohnung ein seit mehreren Tagen vermißtes neunjähriges Mädchen sowie ein zwölfjähriges Mädchen mrt schweren Verletzungen aufgesurden wurden. An beiden Kindern, welche Schmelzeisen in der Wohnung eingeschlossen hatte, waren S i t t l i ch k e i L s v e r b r e ch e n begangen worden.
1 seinen Tank für die Einladung des Gesangvereins Heiterkeit aus. In später Stunde verabschiedeten sich die Licher Sänger
' mit dem Bewußtsein, einen fröhlichen-Nachmittag verlebt zu haben.
1 ** Der MiLtelwe st deutsche Stenographen
bund „St o lz e-S ch r e y" hielt am 7. und 8. Sept, in
. Rüdesheim seine 21. Jahres-Hauptversammlung ab, die sehr gut besucht war und an der sich auch 4 Mitglieder des Gießener Vereins beteiligten. Am Samstag abend fand eine Telegierten-Versammlung statt, worauf am Sonntag morgen das Wettschreiben folgte. Es wurde bis zu einer Schnelligkeit von 320 Silben in der Minute bei 5 Minuten lang dauerndem Tiktat geschrieben. Hieran schloß sich die Haupt-Versammlung, in der Tr. Fritz Wertheimer aus M ü n ch e n einen Vortrag über „Tie gegenwärtige Lage und die Zukunst der Stenographie" hielt, der mit großem Beifall aufgenommen wurde. Um 2 Uhr versammelten sich die Mitglieder bei einem gemeinsamen Festessen im Felsenkeller. Alsdann wurde eine Auffahrt nach dem Niederwaiddenrmal unternommen, woran sich ein längerer Spaziergang nach der Rossel und durch die Zauberhöhle schloß. Abends sanden sich die Teilnahmer in der geräumigen und sehr schön dekorierten Turnhalle zusammen. Hier fand die Preisverteilung statt. Es errangen Preise von Gießen bei 120 bis 150 Silben den 1. Preis Herr Kreiling und bei 150 bis 180 Silben den 1. Preis Herr Lischta- Gießen. Ter Wanderpreis, gestiftet von Ferd. Schlottner-Honiburg, fiel für die beste Turch- schnittsleistung im Wettschreibeil dem Verein Frankfurt- Sachs en hausen auf die ^auer von 1 Jahr zu. Ein fröhlicher Ball hielt die Festteilnehmer noch bis zum hellen Morgen zusammen.
** Wozu eine Nebenbahn benutzt wird. Als dieser Tage der erste Zug von Lauterbach nach Gedern um 7.26 aus der Station Oberwald eintraf, stand eine altere Frau vor dem Stationsgebäude. Tie Beamten waren allgemein der Ansicht, daß die Frau, mitfahren wolle und brachten den Zug zum Halten. Wie groß war aber ihr Erstaunen, als die Frau die Beamten fragte, ob sie keine Streichhölzer hätten. Sie wolle in der Nähe Kaffee kochen und have ihr Feuerzeug vergessen.
O Lich, 11. Sept. Bei der heute abgehaltenen Gern e i n d e r a t s w a h l wurden nachstehende Herren wieder gewählt: Glasermeister Ludwig Scherfs mit 293, Bäckermeister Jakob Jhring mit 178 und Orgelbauer Aug. Förster mit 174 Stimmen.
Ausland.
Rom, 10. Sept. Die Enzyklika des Papstes, die innerhalb des Monats September erscheint, bekämpft die v o r g e s ch r i t - lensten Vertreter Pes katholischen Modernismus. Außer dem Katholizismus untergrabe der Modernismus, der nichts anderes als vermummter Nationalismus sei, das Christentum an sich. Der Klerus dürfe sich als Lehrer des Glaubens nicht von Unberufenen verdrängen lassen.
Antwerpen, 10. Sept. (W. B.) Zur Beilegung des Ausstandes wurde vom Bermittclungsamt ein Vergleichsvorschlag gemacht, der auf folgenden Grundlagen beruht: Erstens der Lohn wird um 50 Centimes erhöht; zweitens die Arbeiter verpflichten sich, vor Ablauf eines Jahres nicht mehr von Lohnerhöhung zu sprechen, drittens für Ueberstunden keinen Lohnzuschlag von 50 Proz. zu verlangen. Die Arbeiter scheinen geneigt, auf den Vorschlag einzugehen.
Petersburg, 11. Sept. In Odessa wurde in der Nacht zum Sonntag in der Nähe des Bahnhofes von Angehörigen des Verbandes echt russischer Leute eine jüdische Familie beraubtu ud barbarisch behandelt. Die alte Mutter wurde erschlagen, alle Mitglieder der Familie auf offener Straße gefoltert, so daß alle infolge der erlittenen Verletzungen ins Hospital gebracht werden mußten.
Warschau, 10. Sept. Nach telegraphischer Meldung aus Lodz hat dort heute nacht infolge der entsetzlichen Mord- taten der letzten Tage ein Pogrom begonnen. Elf Personen, darunter vier Frauen, wurden: erschossen, vier Personen, darunter zwei Frauen, verletzt. In der Balutyvorstadt dauerte die Schießerei noch am frühen Morgen fort.
N e w y o r k, 10. Sept. (Reuter.) Eine hier aus Washington eingegangene Börsendepesche besagt, daß China sich entschlossen habe, die Goldwährung einzuführen
m Sept. Heute vormittag fand vor dem choffengerlcht Verhandlung gegen die beiden Redakteure, undKs«^ßen von der Oberhesfischen Volkszeitung" und K l u g vom „Essenbacher Abendblatt" statt. Beide halten ,m ihren Zuckungen gegen den Möbelfadrikanten R. Geyer
(-) Schotten, 10. Sept. Zur Berichtigung etwa unrichtiger Tarsteilungen der umlaufenden Gerüchte, „der im Bau gegriffene Bismarckturm auf dem Taufstein sei zu- sammengestürzt", diene die Mitteilung, daß wahrscheinlich infolge der feuchten Witterung der letzten Zeit und der heftigen Regengüsse i der Nacht vom 5. auf 6. d. Mts aus der westlichen Mauerfeite des bis zu ca. 10 Meter Höhe geförderten Bauwerks ein kleiner Teil der Mauer auf ca 2 Meter^Höhe abgerutscht ist.
P. schlitz, 10. Sept. Tie Gräflich Görtz'sche Familie erhalt soeben die Nachricht, daß dem zweiten Sohne Sr. Erl., dem Grafen Wilhelm, Leutnant im Dragoner-Regiment Nr. 23, und seiner Gemahlin, geb. Freiin v. Riedesel, Henle in Darmstadt ein Sohn geboren ivurde.
Mainz, 9. Sept. Nach dem Amtsblatt der hiesigen Eisenbahn-Direktion sind die Schaffner Berges in Alzey und Lauterbach in Bingerbrück wegen unsittlichen Benehmens gegen eine Reisende und der Schaffner Rech in Bingerbrück wegen Versuch des Diebstahls an Gütern entlassen worden.
Gießener Strafkammer.
X Gießen, 10. Sept.
Aus uud Land.
Gießen, 11. September 1907.
•* Hülfe für Herbstein. Bis heute vormittag gingen bei unserer Geschäftsstelle weiter ein: Fran Geh. Rat Laubenheimer 10 Mk., Professor Dr. Koeppe 5 Mk., von der Gemeinde Muschenheim durch Pfarrer Köhler 5 Mk., von der Gemeinde Allendorf a. d. Lahn durch Bürgernieister Volk 30 Mk. Zilsainmen mit den bereits früher quittierten 4934,58 Mk. bis jetzt 4984,58Mk. — Unsere Geschäfts- stelle nimmt gern weitere Spenden für die Brandbcschädigten entgegen.
Bei dem HülfsauSschuß für die Abgebrannten in Herbstein gingen bis heute ferner ein: Gemeindekasse Großen- Buseck 50 Mlst Sammlung in der Genicinde Wieseck diirch Pfarrer Hellwig 112 Mk., Sanimlung in der Gemeinde Stockhausen durch Bürgermeister Siippes 26,80 Mk., Sammlung in der Gemeinde LcmgSdors durch Beigeordn. Schiel 100,50 Mk.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 11. Sept. (Telegr. Orig.-Bericht des „(Siefe. Anz."). Anal. Notierungen derhenngen Viehmarklpreise. Zuin Verkaufe Itauben: 272 Ochsen, 78 aus Oesterreich, 51 Bullen 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 486 Kühe, Fersen, Stiere und Riiider, 0 aus Dänemark, 415 Kälber, 188 Schafe und Hännncl 00 Schafe ans Oesterreich, 0 Ziegen, 1260 Schweine. Bezahl! wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 84—86 Ä, 2. Oual 76—78 Mk., 3. Qual. 68—70Alk.; Bullen I.Qual. 70 bis 72 Mk., 2. Qual. 67-69 Mk.; Kühe 1. Qual. 70-76 Alk., 2. Qual. 71—74 Alk., 3. Qual. 63-65 Mk, 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00Alk. Kälber: 1. Qual.92—95 Psg., Lebendgewichts—57 Pf., 2. Qual. 82—88 Pfg., Lebendgewicht 47—52 Pfg., Schlachtgewicht 60-65 Pfg. Schafe: 1. Qual. 84—00, 2. Qual. 78—80 Pfg. 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 70—00 Pfg., Lebdaeu. 55.00—00.00 Psg., 2. Qu. 68 — 69 Pfg., Lebeudgew. 54.50—00 Pfg., 3. Qual. 60—62 Pfg. Lebeudgew. 00 Pfg. Geschäft gut, fein Ueberstand; bei österreichischen Ochsen Uebernotiz.
Die quittierte Rechnung.
Bei der Schmückung der Stadt zum Universitätsfeste war Arbeiter K. M. aus Salza bei einem Frankfurter Gärtner, vorübergehend fern Geschäft hier betrieb, beschäftigt. Er bekam Den Auftrag, eine Partie Girlanden in ein Geschäft zu ^ngen. Als er sich seines Auftrags entledigte, wurde er von '>i? ^Tn )aberrnacf) bEr ^chmtng gefragt. Da er eine solche Mt mitbekommen hatte, der Geschäftsinhaber die Sache aber gern gleich beglichen hatte, erhielt er den Auftrag, für quittierte Rechnung zu sorgen Dieser Weisung kam er alsbald nach. Er ging m einen Papierladen, holte sich ein Rechnungsformular und ullte e_> aus und erhob den Betrag, nachdem er die Quittung mit einem salichen Namen unterzeichnet hatte. Mit dem er- SetrQm ? dNark begab er sich an die Bahn um Nordhauseii wohnenden Familie zu fahren. Als die Sache entdeckt mid angezeigt wurde, erfolgte feine Ver- Äfrima !-D0 wegen Urkundenfälschung
HntPrrirA 0 ? Gefängnis, abzüglich 3 Wochen
Untersuchungshaft, verurteilt wurde. J
Ueber die Beförderung des Herrn v. Lindenau geht uns aus dem Manövergelände folgende Drahtmeldung zu-
Der Kommandeur unseres Regiments Oberst von L i n d e n a u erpielt heute im Manovergelände eine Allerhöchste Kabinetts- c - / bw ihn zum Generalmajor der Armee mit Belassung
Wohnsitzes in Gießen befördert und für den 1. Oktober iyu/ rum Kommandeur der 76. Infanterie-Brigade in Erfurt ernennt. Oberleutnant und Regimentsadjutant Menges wurde^zum Achutanten der 56. Infanterie-Brigade in Rastatt
Staatsminister Ewald ist aus dem Urlaub zurückgekchrt und hat die Leitung der Geschäfte wieder übernommen.
** Ordensverleihung. Dem Eisenbahn-Gütervorsteher Rudolf Ploch ist das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen worden.
311 den R u h c st and wurde versetzt der Lehrer an her Gemeindeschule zu Mainzlar Gg. Kammer auf sein jliachsuchen, unter Llnerkennung feiner langjährigen treuen ^ienite, mit Wirkung vom 1. Oktober an und ihm aus diesem Anlaß das Silberne Kreuz d.es Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen.
^er hiesige freisinnige Verein wird auf dem morgen in Berlin beginnenden Parteitag der frei» durch fein Vorstandsmitglied Herrn ^llhelm Hornberger vertreten sein.
Ter Gesangverein Heiterkeit feierte am ^^ö.angenen Samstag fein 29jähriges Stiftun g s fe st in feinem Veremslotal „Schiptapaß" durch einen ^ieT = fol^e ei^ gemeinschaftliches Festessen. Am Sonntag
Ausflug mit Familie auf den Windhos, an dem auch der befreundete Gesangverein Cäcilia in Lich teilnahm. Herr Seidewand, Vorsitzender der Heiterkeit" begrüßte die Licher Sänger herznch, yob die freundschaft: lichen Beziehungen zwischen beioen Vereinen hervor und frAa^fCrfCinc?0^ rQU^ ul-c ^^oilia aus. Tanii wurde gemein- schastlich „O ^chutzgelst" gesungen, iväyrend abwechselnd schone geschulte Lieder zum Vortrag gebracht und dann auch getanzt, wurde. Präsident Schmidt PM. der sprach
** General von Lindenau. Ter Kommandeur 'des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" Oberst von Lindenau wurde von S. M. dem Kaiser zum Generalmajor und Kommandeur der 76. Jnfairteriebrigade befördert und wird uns am 1. Oktober verlassen. Oberst v. Lindenau, der seit 22. April 1905 als Kommandeur unseres Regiments hier wohnte, Hai es in der kurzen Zeit seines Hierseins verstanden, außer der Lieb^ und Verehrung seiner Offiziere und Soldaten sich die allgemeine Hochachtung und Wertschätzung der gefcimtcn Bürgerschaft zu erwerben. Tas kam namentlich zum Ausdruck bei den verschiedenen Festen, die unsere Stadt in letzter Zeit feiern konnte. Sie wurden von Herrn v. Lindenau und seinem Regiment nicht nur mitgefeiert, sondern auch mit vorbereitet und durchgeführr. Noch im frischen Gedächtnis ist der große Wohltätigteitsbasar für die AfrikaSieaer und aus jüngster Zeit das Konzert für Herbstein, deren .Erfolg wesentlich der Unterstützung unseres Negimeiits zu verdanken war. Und unvergessen werden die Gießener Käisertage bleiben, die wir während des Hierseins des Obersten von Lindenau feiern konnten. Hauptsächlich dem liebenswürdigen Entgegenkommen des Regimentskommandeurs war es zuzuschreiben, daß die Ehrentage des Regiments auch zu Ehrentagen der Stadt wurden und die gesamte Einwohnerschaft sie mit feiern konnte. Es liegt in der Natur des militärischen Lebens, daß der Offizier m keiner Stadt eine dauernde Stätte findet, aber trotzdem ift es unferm seitherigen Obersten gelungen, sich tzin dauerndes Gedenken bei unserer Bürgerschaft zu verschaffen. — Tie Brigade des Generalmajors v. Lindenau be- steht aus dem 3 Thür. Juf.-Rcgt. Nr. 71 (Erfurt und und dem 6. Thür. Inf.-Regt. Nr. 95 (Gotha Hildburghausen und Koburg). Ter Sitz des Stabes und somit der künftige Wohnort des Herrn v. Lindenau ist ^Erfurt.' '
falsche Ladung.
Oer S chneide r H. V. von N i e d e r-O hm eu batte im vergangenen ^ruchahr gegen mehrere Bewohner feines Heimat- auck angestrengt, mit denen sich
auep die Strafkammer als Berufungsinstanz zu befassen hatte. Zu einem dieser Termine hätte V. gerne einen Zeugen geladen ®tierrnaI,M,nfC T 6Ct8'Ä ba dieser es auf Anraten seines Vaters ablehnt, ohne gerichtliche Ladung zum Termin zu er- oerichtliche Ladung erging aber nicht, weil ein ^U5>iecDrOrlC9rl!r^ "lcht entrichtet war, überdies das Zeugnis nicht °rf°rd-rüch. erschren. V. bot aber alles aus, um den Zeugen er'?» ivrany? t,rm£!en/ ®nt Abend vor dem Termin erschien ffieriAt übergab ihm eine Ladung, die ihn: vom
Aushändigung an ihn, zugesandt lvorden sei, mit 61 sir19^ am ?.n^crn üor der Strafkammer zu erscheinen welchem Auftrag, die,er auch nachkam. Später stellte sich heraus, M H .. V- mit )einem Bruder Wilhelm V. eine an den erftereii P efe^hlreLt9erQÜ)tCte Sab^n9 ÜJ ber Weise abgeäudert hatte, daß L sfofb€n ^'ugen paßte. Aus erfolgte Anzeige erging gegen sCöeu ^al!d^ng cniei öffentlichen Urkunde. Während uck en h u“M“4«ng lm wesentlichen geständig waren, W N ^er^nb^9 als schuldlos hinzustellen.
Ladung aus Ulk abgeäudert haben, jedoch hätte in hpr wa"ien '8eugen nicht beigefügt. Sein Bruder H. will mbpn ^ung sei echt, diese dem Zeugen überbracht
has a Tl)rerk Verteidigung nicht weit fernen, zeigte
öa« Urteil. H W. wurde zu 4 Wochen ^efängn^^ Per. ährend, sein Bruder mit 2 W o ch en durchkam.
GrigittaL-Drahtmetdungen.
Wien, 11. Sept. In Pillichsdorf luütete eine furchtbare Feuersbrunst, bei der zwei Kinder im Alter von 5 nnd 6 Jahren beit Tod in den Flammen fanden. — Der italienische Artillerie-Leutnant Amadro Guillot aus Verona wurde wegen des dringenden Verdachtes der Spionage in Folgaria verhaftet.
Sofia, 11. Sept. Der O b e rb e fe h l sh a b er a ller bulgarischen Banden in Mazedonien, der ehemalige bulgarische Offizier Todoroff, ist bei Kirtschewo im Kamps mit türkischen Truppen gefallen.
Paris, 11. Sept. General Drude berichtet aus Casablanea, daß der Stamm der Aidin einen Vertreter zum deutschen Konsul in Casablanca entsandt hat, mit der Bitte, zu Gunsten der Einstellung der Feind- feligkeiten zu intervenieren. Clemenceau, über diese Nachricht befragt, erklärte einem Berichterstatter, dieser Schritt sei resultatlos verlausen, da sich alles in Casablanca auf die korrekteste Weise vollziehe.
Madrid, 11. Sept. Ministerpräsident Maura und der Minister des Aeußeren hatten gestern eine längere Konferenz mit dem französischen Botschafter. Die Presse gibt jetzt zu, daß im Ministerium Meinungsverschiedenheiten bestehen. Gerüchtweise verlautet, daß Frankreich angesichts der von Spanien geltend gemachten Vor^ behalte darauf verzichtet, die marokkanischen Hafenstädte zu besetzen.
Vancouver, 11. Sept. Die St r a ß e n d e s a s i a- tischen Viertels werden dauernd von bewaffneten Japanern durchzogen, von denen sich gegen 5000 zusammen gerottet haben. Der Bürgermeister hat den Ge- nieinderat einberufen, um über das Verbot von Versammlungen der antiasiatischen Liga zu beraten.
Ottawa, 11. Sept. Der Premierminister Saurier wiederholt Unterredungen mit dem japanischen Konsul. Er versicherte diesem, daß er hoffe mit der japanischen Regierung eine V e r st ä n d i g u n g ü b e r d i e E i n w a n d e - rungsfrage zu erzielen.
Mutter, Tochter und Äetie!
, r .Die Unterschrift des nachstehenden Brieses ist amtlich bc- lttanbiat: Großsalza, 29. Mm 190/. Die Polizeiverwaltung, Robert Polizeifetrelär. Großsalza, den 8. Atai 07. Bon den guten Eigen' chasieil oes Bivson vm ich überzeugt. In meiner Familie wurden bis letzt 1 Pakete nut Katao verbraucht. Weine Frau nahm es taguch zwei Acal als Stärkungsmittel bei schwächlichen fernen. Jj g? kurzer Zen war Beßerung int Appetit und im Altgemembe- nnben empetreten. Mein l;ähnges Töchterchen hat gleichzeitig Bioson bekomuien zur Rekonvaleszenz nach überstandenem Lust' röhien-statarrh. Sie nahm es sehr gerne, die vorhandene Schwäche' FN bald vernhwuiiden und das Alkgemembesinden rtach nicht tanger ^/t das frühere. Des Geichmackes tuegen haben mir die Mischung !> '! Kakao vor gezogen. Ein Ijähriger Nesse von mir hat ebenfalls ^wso>i bekommen als dcahrniigsnutlel. Es hatte großen Erfolg.
werde Blown uniner im Auge behalten und ost anwendeu $rn ultgSUÜ ls ^.Faßhauer,Poinetretar. Bioson ist in Apokhete l- mZKchu erdättUch, welches jur ca. u Tage
C1/»
: schwere Anschuldibmigen veröffentlicht, deren Haltlosigkeit sich bald herausstelttc. Tas Gericht verurteilte den Re. dakteur Vetters zu 10 0 Ak k., den Redakteur Klug zu 20 Up Geldstrafe. Dem Kläger Richard Geyer wurde die Befugn^ zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils in der „Oberhessischen Zeitung", sowie in der „Oberhessisch^ Volkszeitung" und dem „Offenbacher Abendblatt" auf Kosten der Beklagten zu veröffentlichen. Der Schutz des § 193 des St.-G.-B. wurde den Beklagten nicht zugebilligt.
Kleine Tagcschronik.
* Unglaubliche Vorgänge im Kölner Ge. fängnisse brachte eine Gerichtsverhandlung zutage, in der zwölf Personen wegen Bestechung angeklagt waren. Tie Aufseher wetteiferten um die Gunst der bessergestellten Ge. sangenen. Sie vermittelten Geschenke der Angehörigen, die sie durchweg für sich behielten. Ein Zeuge, der Monate lang im Gefängnis verweilt hat, bekundete, er habe nachts in Uniform Dienst verrichtet, während die Aufseher in feiner Zelle schliefen. Die Aufseher duzten sich mit den Gefangenen und nahmen mit ihnen an Gelagen teil. Alle Angeklagten wurden sreigesprochen, weil erwiesen wurde, daß die Aufseher die Gefangenen verführt hatten.
Nach einer Depesche aus 5an Antonio (Texas) ereignete sich in der Las Ejperancas Mine eineIchwere Explosion schlagender Wetter, durch die 27 Bergleute getötet und 130 verwundet wurden. Jusolge der Explosion entstand eine Feuersbrunst, durch die 200 Arbeiter in der Grube €in, geschlossen wurden. Die Nettungsarbeiten wurden sofort in Angriff genommen. Man fürchtet aber, daß es nicht möglich sein wird die unter Tage Ein geschlossen en lebend zu bergen».
Ein großer Posten eine£ kurz vor der Ausgabe stchendet, BuwO, das den Titel „Tagebuch einer Dame" führt, ist in Leipzig b e s ch l a g n a hm t worden. Die Kviifiskatiou ge, schal) auf Antrag der Staatsanwaltschaft in München. Tas „Tagebuch der Dame" schildert angeblich Verhältnisse am bayrischen und sächsischen Königshofe.
Die Ehe Leopold Wölflings, des früheren Erzherzogs mit der früheren Schauspielerin Adamovie ist jetzt endgültig ge. schaden. Das erstinstanzliche Scheidungsurteil des Genfer Gerichtes ist rechtskräftig geworden, da Frau Wölfling nicht Be- rusung eingelegt hat.
In dem liebenbürgischen Städtchen Bros ist der Ober- kasfierer der Stadt, Moritz Schuller, durchgegangen Es verlautet, daß ein Manko Won über Vs Millionen Kronen vorhanden ist Der Deftaudant soll nach Rumänien go flücytet sein.
Der Graf Potocki erlitt in der Nahe von Tro uville (Frft) einen Automobilunfall. Der Graf kam mit leichten Verletzungen davon; schwer verletzt wurde dagegen ein mit- fahrender Herr v. Kowalski.
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