Ausgabe 
9.8.1907 Zweites Blatt
 
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funken und 1845 kam sie bei der Beerdigung des Veteranen Adam Schmidt in den Besitz des K"riegervereins.

Lich, 8. August. Im nächsten Monat, nach Be­endigung der Ernte, soll die Erbauung der Bahnstrecke Lich-Grünberg in Angriff genommen werden. Die Bahn führt von hier etwa ein Kilometer mit der Gelnhäuser Bahn, überschreitet dann diese und führt nordöstlich in das Tal der Wetter. Diesem folgt sie über Nieder- und Ober-Bessingen bis Münster, woselbst sie in das Tal des Eschersbaches eintritt und diesem über Ettingshausen, Kolbenmühle, Queck- born und Neumühle folgt. Von hier beginnt die einzige Geländeschwierigkeit bei Ueberschreitlrng des Queckbörner Berges und Einführung in die Strecke Gießen-Fulda bei Grünberg. Die Arbeiten am Bau sotten an mehreren Orten gleichzeitig begonnen werden. Man hofft, die Bahn schon anr 1. Okt. 1908 dein Verkehr übergeben zu können.

Q Grünberg, 7. August. Letzte Nacht weilten hier sieben berittene Offiziere und 5 Radfahrer voin Jäger- Bataillon in Marburg. Dieselben kainen gestern mittag von Marburg hier an und setzten heute die Exkursion bis Nidda fort. Von Marburg bis Aschaffenburg a. M. wurden zu der Uebung fünf Tage verwendet. Am 6. Tage geht es mit der Bahn nach Marburg zurück.

Hungen 8. August. Die katholische Kirchen­gemeinde hat ein 32 Ar großes Gelände erworben und !will darauf im Herbst mit dem Bau einer Kapelle beginnen. Eine rege Bau tätigte it herrscht gegenwärtig im Bahn­hofsviertel an der Langsdorfer Straße. Es sind 10 Häuser im Bau begriffen. Der gemeinnützige Vauverein hat zwei erbaut, die im Herbst vollendet sind. Die hiesige Fohlen­weide ist dies Jahr gut befahren. Die über 60 Fohlen be­finden sich in guter Verfassung.

= Nidda, 8. Aug. Nächsten Sonntg wird hier eine neue Kleinkinderschule eingeweiht werden.

1. Ulfa, 7. Aug. Bei dein hier niedergegangenen Ge­witter wurden an der Telegraphenlinie Nidda-Ulfa sechs Telegraphenstangen so schwer beschädigt, daß sie durch neue ersetzt werden müssen.

w. Heldenbergen, 7. Aug. Heute starb der älteste männliche Einwohner Heldenbergens, Landwirt Andreas Rothweil, im 83. Lebensjahre.

X. G r i e d e l, 8. Aug. Gestern erfolgte hierorts die ein­stimmige Wiederwahl des seitherigen Bürger­meisters Julius Fenchel. Daß sich von 176 Wahlbe­rechtigten die 140 abgegebenen Stimmen auf diesen Herrn vereinigten, ist wohl der beste Beweis dafür, wie derselbe sein Amt in 18jähriger Tienstführung verwaltet hat. Die Harmonie der Stimmen wird noch dadurch an Wert erhöht, daß vor der Wahl keinerlei Wahlbeeinflussung stattgefunden hat, somit der gewählte Bürgermeister im ganzen Sinne des Wortes das Vertrauen der Gemeinde genießt. Am Abend wurde ihm von dem hiesigen Mannergesangverein ein Ständ­chen gebracht, wobei Lehrer Jung den Glückwunsch des Vereins in einer Ansprache dem Gewählten übermittelte. Bürgermeister Fenchel dankte bewegten Herzens der ganzen Gemeinde für das ihm geschenkte Vertrauen und lud zur üblichen freien Bewirtung ein.

-s-Ober-Mörlen, 8. Aug. Vor einigen Wochen wur­den vermittelst Einbruchs einem hiesigen Einwohner 250 Mk. gestohlen, ohne daß man von den Tätern eine Sur hatte. Auf einmal kam Licht in die Sache, es ver- uanden nämlich plötzlich zwei Bürschchen im Alter von 15 und 12 Jahren von hier, die als Täter in Betracht kom­men. Sie wurden kürzlich in Magdeburg wegen Obdachlosig­keit verhaftet und gaben hier den Diebstahl zu. Das Geld hatten sie eine Zeitlang auf dem hiesigen Friedhof versteckt gehabt, um erst den Reiseplan fertig zu machen, sie wollten ins Ausland. Die Beiden werden in Kürze dem Amtsgericht Bad-Nauheim zugeführt werden und nachher wohl eine Zwangserziehungsanstalt besuchen.

A Erda, 7. Aug. Trotz wiederholter Anregung der Behörde blieb die Wasserfrage ungelöst. Obgleich schon vor Jahresfrist die Vorarbeiten au einer Quellwasserleitung erledigt und als Sammelstelle der Lappenberg bei Hohen­solms vorgemerkt wurde, ist es bei diesen ersten Ausfüh­rungen geblieben. Unsere ohnehin schwer belastete Gemeinde kann die Kosten für ein solches Riesenprojekt eben nicht erschwingen.

hc. Marbur g. Zum ordentlichen Honorarprofessor an der Universität Marburg ist der a. o. Professor und erste Prosektor am anatomischen Institut daselbst, Tr. med. ,Josef Tisse ernannt worden.

).( Marburg, 6. Aug. Der jetzt veröffentlichte Jahres­bericht über das 2. Betriebsjahr der Kreisbahn Mar­burg-Süd-Dreihausen zeigt, daß sich sowohl der Per­sonen- wie auch der Güterverkehr ganz bedeutend gehoben hat. Die Zahl der beförderten Personen betrug 129 484. Güter wurden 26 652 Tonnen befördert und zwar handelte es sich hauptsächlich um Steinschlag, Pflastersteine, Kohlen, Holz, Futter- und Dünge­mittel. Die Betriebseinnahmen betrugen im letzten Jahre aus dem Personenverkehr 39 826.64 Mk. (gegen 29 402.99 Mk im Jahre 1905/06), aus dem Güterverkehr 22 811.61 (10 *176 31), sonstige Einnahmen 1606.70 Mk. (1115.38), zusammen 64 244 95 Mark (40 694.68). Die Betriebsausgaben betrugen 45 495.21 Mk. (26 580.66), Betriebsüberschuß 18 749.74 Mk. (14 114 021 Die .Erarbeiten 8Ur Weiterführung der Bahn nach einer Station der Oberhesiischen Eisenbahn (jedenfalls nach Mücke) sind im Gange

p. Biedenkopf, 7. Aug. In den Tagen vom 15. bis 17. August wird hier das Gr e n z g a n g f e st gefeiert, an dem die gesamte männliche Bevölkerung mit Musik an der Spitze die Grenzen, laut vorhandener Chroniken (1693) ein recht altes Herkommen begeht. Dem geordneten Zuge voran schreiten zwei Männer in Schurzfell und auf der Schulter tragen sie eine Axt. Es sind dies, die sogen. Sappeure (Schanzer). Tenn schon vor vielen hunderten Jahren zog die Bürgerschaft in bestimmten Zwischenzeiten nut Schaufel und Hacke hinaus zwecks Aufrichtung ver­schwundener Grenzfestsetzungen (Steine) und der Bildung neuer Markierungslinien. Ehedem trug also der Grenzgang einen amtlichen Charakter, und heute ist es ein schönes wirklich echtes Volksfest, das alle sieben Jahre in feier­lichster Weise von Taufenden in unserem lieblichen Lahn­städtchen begangen wird, und bei dem es sogar wohl noch der Großvater riskiert, mit dem Großmütterchen einen zu schwofen".

X. Hanau, 8. Aug. Der älteste Wachtmeister der preußischen Armee, Wachtmeister Sier von der 1. Eskadron thüring. Ulanen-Regiments Nr. 6 (Hanau) ist am 1. d. Mts. nach einer fast 44jährigen Dienstzeit aus dem aktiven Militärdienst geschieden. Er hat die Feldzüge 1866 und 1870/71 mitgemacht und sich 1866 an 4, 1870/71 an 24 Schlachten und Gefechten beteiligt. Bei den verschiedensten Gelegenheiten dekoriert, ist er Inhaber von 9 Orden und Ehrenzeichen, u. a. besitzt er das eiserne Kreuz 2. Klasse, das

allgemeine Ehrenzeichen, das Kreuz des allgemeinen Ehren­zeichens, das Kreuz der Inhaber des Hausordens von Hohen- zottern, das silberne Kreuz des Danebrogordens. Während seiner langen Dienstzeit im thüring. Ulanen-Regiment Nr. 6 hat er unter 14 Regimentskommandeuren und unter 11 Eska­dronschefs gedient. Er siedelt jetzt nach Mühlhausen in Thür, über, woselbst er 31 Jahre mit dem Regiment in Garnison gestanden hat. Bei seinem Scheiden aus dem Re­giment wurden ihm vom Offizierkorps und den Unteroffizieren Abschiedsgeschenke übermittelt, im Offizierskasino fand ein Abschiedsessen statt.

X Hanau a. M., 8. Aug. Dm heutigen Tage sind 99 Jahre verflossen, seit einige gelehrte Bürger Hanaus unbekümmert um die Fremdherrlichkeit der Franzosen in der Stadt und trotz der Not der Zeit dieW etterauische GesellschaftfürdiegesamteNaturkunde" grün­deten. Es sollte kein Verein sein; die Absicht war, im Westen einen Sammelpunkt für naturwissenschaftliche Be­strebungen und Studien zu schaffen. Im Vertrauen auf ihre weithin anerkannte Tüchtigkeit suchten die Stifter den aufblühenden Wissenschaften eine Kultusstätte zu schaffen die einzige weit und breit; in der Wetterau, ihrer Heimat, suchten sie einen Kreis zu bilden, in dem solche Kenntnisse gehütet und verwertet werden sollten. Tas hundertjährige Bestehen soll nun im nächsten Jahre würdig gefeiert werden, die Vorbereitungen sind im Gange. Man beabsichtigt, eine teilweise Neuordnung der Samm­lungen, macht Versuche zu ihrer Ausgestaltung und trifft Vorsorge, daß eine Festschrift von wissenschaftlichem Cha- rakter erscheinen kann.______________________________________

23 Deutscher Landwirtschaftlicher Genossenschaststag.

(Unberechtigter . ci/öruck verboten.) I.

S. u. H. Münster i. W., 7. Aug.

Ter Reichsverband der Deutschen landwirt­schaftlichen Genossenschaften, dem heute alle größeren landwirtschaftlichen Genossenschaften Deutschlands und daneben die deutschen Raiffeisen-Verbände in ihrer Gesamtheit angeschlossen sind, trat heute vormittag unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung aus allen Teilen des Reiches zusammen. Tie preußische Stäatsregierung, das Oberpräsidium der Provinz Westfalen, die Stadt Münster, die preußische Zentralgenossen- schaftskasse und die befreundeten Genossenschai-soerbände in Oesterreich-Ungarn, England und der Schweiz haben Vertreter zu der Tagung entsandt.

An erster Stelle steht die Frage der Mitwirkung der ge­nossenschaftlichen Kreditorganisation bei der E n t s ch u l du n g der deutschen Landwirtschaft, die von dem Generalsekretär der Hannoverschen Landesgeirossenschaftskasse Steiger (Hannover) und dem Verbändsdirektor Tr. Wegener (Posen) unter Vorlegung folgenden Antrages behandelt wird: .

Der 23. deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag er­klärt: 1. Tie Entschuldung des Grundbesitzes, welche im Interesse einer gedeihlichen Entwickelung der Landwirtschaft als dringend notwendig bezeichnet werden muß, hat sich in dem anzuwendeuden Verfahren je nach der Größe der Verschuldung, der wirtschaft­lichen Leistungsfähigkeit der Besitzer, der Verteilung des Grund­besitzes und der Kreditorgauisation verschieden zu gestalten. 2. Eine Mitwirkung der Spar- und Tarlehnskassen bei der Ent­schuldung int weiteren Sinne, der Hingabe von Hypothekendar­lehen nur gegen Tilgung, ist ohne jeden Einfluß auf die Sicher­heit und das finanzielle Gebaren der Kassen und bat daher allgemeine Anwendung zu finden. 3. Tie Entschuloung im engeren Sinne, die Ablösung der Nachhypotheken, ist für das­jenige Kreditinstitut, das sich in dessen Tienst stellt, zwar von erheblicher Tragweite, die genossenschaftliche Kreditorganisation ist jaber je nach Lage der Verhältnisse bereit, auch zu ihrem Teile an dieser Aufgabe mitzuwirken. 4. Tiefe Mitwirkung hat jedoch zur Voraussetzung, daß jede Zentralisation der Risiken vermieden und für die Liquidität der Genossenschaften nach wie vor Sorge getragen wird. 5. Unmittelbare Träger der Maßnahmen sind daher die Spar- und Tarlehnskassen, in deren Ermessen aber! gestellt sein muß, ob und in welcher Weise sie sich au der Ent- chuldung beteiligen wollen. 6. Die Zentralkassen können die Maßnahmen der Spar- und Tarlehnskassen durch Bereitstellung von Mitteln unterstützen, wobei sie indessen ihre Grundsätze über die Gewährung von Kredit, welche sie sonst in Anwendung bringen, nicht ändern sollen. 7. Es muß als geboten bezeichnet werden, daß^ den genossenschaftlichen Kreditinstituten, welche sich in den Dienst der Entschuldung stellen, rind in der Folge Mittel dauernd feftlegen, durch öffentliche Mittel eine Sichenmg bei unvorhergesehener Rückforderung der Einlagen gegeben wird. Außerdem haben Staat oder Provinz nach dem Grundsätze der gleichen Leistung" Mittel für das im volkswirtschaftlichen In­teresse erfolgende Entschuldungsverfahren bereitzustellen. 8. Wo es der genossenschaftlichen Kreditorganisation die Ver- hätnisse aber nicht gestatten, eigene Mittel für die Entschul­dung des Grundbesitzes verfügbar zu machen, die Kreditorgani­sation jedoch bereit ist, eine Mitwirkung bei der Entschuldung zu übernehmen, da muß es dem Staat, der Provinz oder den Grundkreditinstituten überlassen bleiben, die Maßnahmen durch Bereitstellung von Mitteln zu fördern."

An zweiter Stelle wird sich der landwirtschaftliche Ge­nossenschaftstag mit dem wichtigen Thema der Versorgung der Städte mit einwandsfreier Milch beschäftigen, nachdem diese Frage auf der vorjährigen Hauptversammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege Gegen­stand lebhafter Erörterungen gewesen ist und die Organisation der Milchversorgung der Städte von Seften der landwirtschaft­lichen Genossenschaften schon wiederholt, zuletzt noch durch die Milchzentrale in Berlin noch versucht worden ist, wobei aller­dings , ein positiver Erfolg nicht erzielt wurde. Referenten zu dieser Angelegenheit sind Handelsökonomierat Johannsen (Hannover) und Verbandsdirektor Von Hoe (Burg-Bergerhusen).

Ueber die Erfahrungen, die bisher auf dem Gebiet der ge­nossenschaftlichen Getreideverwertung gemacht worden sind und die Frage, wie der genossenschaftliche Getreide- absatz in Zukunft auszugestalten ist, wird sich der Vorsitzende der hessischen Handwerkskammer, Rittergutsbesitzer von Stocchausen (Abgunst), verbreiten. Tie von ihm vorgelegten Leitsätze be- lagen hierzu im Wesentlichen:

1. daß die Erfahrungen, die auf dem Gebiet der genossen­schaftlichen Getreide Verwertung gemacht wurden, im Allge­meinen zufriedenstellend sind, 2. daß auf Grund dieser Er­fahrungen der genossenschaftliche Verkauf des Getreides und zwar tunlichst unter Zentralisation des Verkaufs innerhalb der ein­zelnen Verkaufs bezirke immer mehr ausgebaut und dadurch wenig­stens ein lokalwrrkender Preisregulator geschaffen werden muß, 3. paß Formen gefunden werden müssen, die gleich dem Vorgehen der Kornhausgenossenschaft Hofgeismar in Kurhessen es ermög­lichen, auch dem kleinsten Landwirt, der frühzeitig sein Ge­treide nach der Ernte abgeben muß, den Durchschnittspreis beS' Jahres für seine Frucht zu zahlen, auf der anderen Seite aber auch der Genossenschaft eine absolute Sicherheit gewähren. Es ist deshalb dringend geboten, daß der Reichsverband durch Vor­träge und literarische Tätigkeit eine dahingehend kräftige Propa­ganda entfaltet; 4. daß die Getreideverkaufsgenossenschaften innerhalb der einzelnen Verbände, sowie innerhalb des Reichs- verbändes in enge Berührung zwecks laufender Geschäftsver­bindungen und zum Austausch gegenseitiger Erfahrungen treten sollen. Weiterhin wird der Gettossenschtaftstag die Einbürgerung und Ausbreitung des S che ckv e r ke hrs empfehlen und auch der ländlichen Wohlfahrtspflege durch die Genossenschaf­ten das Wort reden. Referenten zu diesen Fragen find Ver- bandsdirettor Regierungsrat Kreth (Berlin) und Pfarrer Sell (>Ltep; ersHausen). Schließlich steht noch das Verhältnis der land- wrrtlchaftlichen. Genossenschaften, insbesondere der Molkereige­nossenschaften, zur Arpeiter Unfall Versicherung, die

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Glessen.

Frankfurter Bor 3J£°/o Reichsauleihe . . 92.70 396 do. . . 82.05 3%°/0 Konsols .... 93.00 3% do. . « . . 83.25 3 % °/0 Hessen . . ..

3^°/0 Oberhessen . . .. 4% Oesterr. Goldrente 97.50 4l/69o Oesterr. Silberrente 99 20 4% Ungar. Goldreute . . 93.35 4% Italien. Rente . . . 103 25 39o Portugiesen Serie I 66.40 3% Portugiesen 111 67.20

4 °/0 russ.Staatsanl. 1905 91.10 4^ü/0 Japan. Staatsanleihe 89.00 4% Conv. Türken von 1903 94.20 Türkenlose......144.20

4% Griech. Monopol-Anl. . 48.40 4% äussere Argentinier . 83.50 3% Mexikaner . . . 62.20

4^°/o Chinesen .... 95.50

Aktien:

Bochum Guss..... 205.50

Buderus E. W ... 112. Tendenz: fest.

Berliner Börse,

Canada E. B......169.00

Darmstädter Bank . . .. Deutsche Bank ..... Dortmunder-Union C. . . 66.50 Dresdner Bank . . .

Tendenz; fest.

*e, 9. Aug., 1.15 Uhr.

Elektriz. Lnhmeyer . . . 115.00 Elektriz. Schlickert . . . 100.30 Eschrveiler Bergwerk . . 203. Gelsenkirchen Bergwerk . 189.00 Hamburg-Amerik. Paket!. 131.00 Harpener Bergwerk. . . 190.80 Laurahütte......216.

Nordd. Lloyd . ... 115.76

Oberschles. Eisen-Industrie 98.80 Berliner Handelsges. . 150.60 Darmstädter Bank . . .126.00 Deutsche Bank .... 223.25 Deutsch-Asiat. Bank . , 143.00 Diskonto-Kommandit. . . 167.00 Dresdner Bank . . . 136.80 Kreditaktien..... 203.25

Baltimore- und Ohio-

Eisentahu.....93.40

Gotthardbahu . . . .

Lombard. Eisenbahn . . 30.90 Oesterr. Staatsbahu , . . 140.00 Priuee-Henri-Eisenbahu . 129.00

9. Aug. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . .

Laurahütte ....

Lombarden E. B. ... 30.75

Nordd. Lloyd.....115.40

Türkenlose ...... 143,00

Frage derLandelskammerbeiträge, der Heim- und Daussparkasien. und der Schutz por minderwertigen und verfälschten landwi^ schastlichen Bcdarssartlkeln auf der Tagesordnung. Hierzu ver langt der Referent Professor Tr. Bömer Münster i. W > bi- strafgesetzlrche Regelung des Handels mit Tünae- Mitteln, Futtermitteln und Sämereien

Tie Verhandlungen des Genofsenschaftstagesl leiteten heute vormittag Versammlungen der Verbandsrcvisoren, der Molkerei inpruktoren, des Ausschusses der Bea.nien-Wohlsahrtskasse unK beT ^/rüA^UgskwW ein. In der Generalversammlung der Beamten-Wohlsahrtskasie wurde die Mitteilung, daß der Reicks, verband cm eigenes Erholungsheim in Lauterbach auf Rügen und

Elches in ^cyll)ß Lichtenberg i. O. geschaffen habe, mit leb. haftem Beifall ausgenommen. Tie geschäftlichen Verhandlungen des Verbandstages leitet wiederum der Generalanwalt des Reicks. Verbandes, Geh. Reg-Rat Tr. .Haas (Darmstadt).

29. Deutscher Hausbesitzertag.

(Unberechtigter J br \ \ n ;

S. u. H. Hamburg, 8. Aug.

(Letzter Verhandlungstag.) -

Tie Verharchlungen des letzten Tages, die im Konzerthaus Hamburg in St. Paul: stattfanden, wurden wieder von dem neuen Vorsitzenden Stadtverordneten F ä h n d r i ch - Berlin ge­leitet. Tre Schar der Delegierten ist schon stark gelichtet, immer- hm nehmen aber noch etwa 200 Abgeordnete von Hausbesitzer- vercmen an den Verhandlungen teil. Der Schatzmeister Rentier Erstattete den Kassenbericht für das abgelaufene Sm » a ia^r- stehen einer Einnahme von etwa 22 000

Mark Ausgaben in Höhe von 18 000 Mark gegenüber, sodaß ein lleberschutz von rund 4000 Mark bestehen bleibt. Tas Vermögen des Zentralverbandes beläuft sich auf etwa 30 000 Mark. Es ist gegen das Vorjahr um rund 4000 Mark gestiegen Schul- Vorsteher Kr ü g e r - Hamburg berichtete eingehend über die Ab- gaben und Steuern des Hamburger Grundbesitzes Darai-f wurde em Antrag beraten, der ein Wohnungspflegegesetz forderte welchem Gedanken auch die Versammlung zuttimmte. Ein Antrag' die Regierung um Veröffentlichung eines Merkblattes zur Wow nungspflege zu bitten, fand nicht die Mehrheit für sich

^r. Sieveking - Hamburg stellte das Hamburgische Wob, nungspflegegesetz als Muster für ein eventl. Rcichsgesetz hin

Eme längere Erörterung rief folgender A n t r a g des Haus­und Grundbesitzervereins München hervor:Ter Verbandstag wolle beschließen, bei Bundesrat und Reichstag dahin vorstellig zu werden, daß bei der demnächst geplanten Aenderung der Zivilprozeßordnung auch eine Besti'.nmung dahingehend geschaffen wird, daß bei Räumungsklagen die Einlassungspslicht aus 24 Stun­den abgekürzt wird, und der erste Verhandlungstermin späte- stens innerhalb einer Woche nach Einreichung der Klage bei Gericht stattfinden muß." Der von Rechtsanwalt Tr. Strauß- München begründete Antrag gelangte zur Annahme. Ebenso wurde ein Antrag des Justtzrats Tr. Merker-Berlin ange- nommen, der folgendes fordert: Bei Räumungsklagen findet im Falle der Widerklage eine Verweisung an das Landgerichl nicht statt. Darauf wurde der Haushaltungsplan für 1908 genehmigt. Er balanciert in Höhe von etwa 22 000 Mark. - Zum Orte der nächsten Tagung wurde Königsberg i. Pr. gewählt

Damit war die Tagesordnung erschöpft, und Stadtverordn Fähndrich-Berlin schloß den 29. Deutschen Haus- und Grund­besitzertag mit Worten des Dankes an die Stadt und den Hamburger Verein.

An die Tagung schloß sich eine Hafenrundfahrt und aui Einladung der Hamburg-Amerika-Linie eine Besichtigung bet TampfersDeutschland" an. Am Abend unternahmen bie letzten der Delegierten eine Dampferfahrt nach Blankenese. Am Freitag finden Ausflüge in die Umgebung von Hamburg statt.

Mrrhliche HacfyridHm,

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 11. Augn st, 11. Sonntag nach Trinitatis: Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Zugleich Christenlehre für die Nerckonsirmierten aus der Mqt» thäusgemeinde.

Vornnittags 91/, Uhr: Pfarrer Kraus.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesduenst.

Pfarrer A u s s e l d.

Nächstkünftigen Sonntag, den 18. August, findet im Haupt, gottesdienst Beichte unb heil. Abendmahl für Matthäus- unt Atarkusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen vorher bei deni Pfarrer jeder Gemeiiide erbeten.

In der Johanncökirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer A u s f e l d.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgeineinde.

Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrassistent Steiner.

Nächstkünftigen Sonntag, den 18. Augilst, Beichte und heil Abendmahl für die Lukas- und Johannesgeineinde. An- ineldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten.

Die Amtsgeschäfte in der Lukasgemeinde und der Militär- gemeinde versieht vis zum 4. September Pfarrer Aus selb, Südanlage 8.

Katholische Gemeinde.

Samstag d e n 10. A u g n ft 1 907:

Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegeiiheit zur heil. Beichte.

Sonntag den 11. August,

12. Sonntag nach Pfingsten: Vornrittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.

um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor unb in derselben Austeilung der heil. Komnrunion.

um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.

um 91/, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachinittags um 2 Uhr: Andacht.