Ausgabe 
8.7.1907 Zweites Blatt
 
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-^-Lichterfelde-OstTempclhof in der Lankwitzerftraße der Kon- durchschnitten war. Man entdeckte, daß nm Mast 2154 r Kupserdraht etwa anderthalb Meter vom Armausleger angesägt ib abgebrochen war. Dieselbe Wahrnehmung machte man noch auf h Entfernung von 110 m. Die Diebe haben in der verflossenen idu offenbar mehrere Stunden hindurch gearbeitet, um sich die r wolle Beute anzueigncn. Der Betrieb der zwischen den beiden norten verkehrenden Straßenbahnlinien war infolgedessen für a Frühvcrkehr unmöglich; erst um 7 Uhr 48 Minuten morgens inte, nachdem durch Turmwagen die notwendigen Reparaturen macht waren, der Betrieb wieder ausgenommen werden.

Die Ehrung fine r Retterin Schillers. Eine i er, die weit über ihren kleinen Rahmen hinaus Interesse hat, fand M a n n h e i m statt. Im dortigen Schloßgarten wurde ein Anna ö l z e l - G e d e n k st e i n enthüllt. Anna Hölzel war jene Zim- rmannsfrau, die 1784 Friedrich Schiller vor der Schuld- ,'chtfchaft und Entehrung rettete, indem sie seine Gläubiger sriedigte. Diese Tat war um so höher einzuschätzen, als Schiller, gesehen von seinen wenigen Freunden, die nicht in der Lage iren, ihm zu helfen, nur von Feinden umgeben war, die die lcgenheit, ihn zu verderben, mit Freude ergriffen hätten. Zur innerung an diese Frau aus dem Volke wurde dieser Stein, r gleichzeitig die innige Gemeinschaft Schillers mit dem Volke kumentiert, vom Kunstgewcrbeverein Pfalzgan (Verein für an- ivandte Kunst und künstlerische Kultur) errichtet. Er ist ein cin- cher schöner Block aus rotem Sandstein mit einigen Verzie- ngen; er trägt in der Mitte die Inschrift:

Aus Schillers Mannheimer Zeit Anna Hölzel

der Erretterin Schillers aus schwerer Bedrängnis.

* Kleine T a g e s ch r o n i t. In K 1 e i u - K o t t e r z (Kreis peln) wütet ein großer Brand. Zuerst brannte die Josiclet'sche sitzung nieder. Durch den herrschendcir Sturm griff der Brand ,v mehrere andere Gebäude über und vernichtete über 20. i Baden-Baden verwundete ein S ch l o j f e r g e l l e ein inges Bl ä d ch e n hi einer Meinhandlung durch zwei Revolver- nijic schwer und erschoß sich dann selbst. 'Der Beweggrund zu r Tat soll unglückliche Liebe gewesen sein. In Klaus en- it r g fand zwischen dem Grasen Bethlen und dein Jurnalisten alay wegen eines beleidigenden Artikels ein Säbelduell itt. Letzterer ivurde schlver verwundet. In Belgrad wollte i Soldat des 6. Jnsanlerie-Regnncnts seinen Oberleutnant eselinomie zu e r s ch i e ß e n, wurde aber im letzten Augenblick ran verhindert und verhaftet. Beim Verhör gab er an, st der Oberleutnant in fortgesetzt mißhandelt habe. Ter feil' ehreren Tagen verwüste Siudend der Medizin Kurt Bock von 3leid) aus Mühlheim, der in Würzburg studierte, wurde im Walde i Würzburg erschossen ausgesunden. Tie 80jährige schwerhörige au B u r g e r aus R o h r b a ch ivurde von dem Kleinbahnzug ohrbach Klingenmünster überfahren und getötet. In am bürg sind die Aerzte des Eppendorfer Krankenhauses r. Horn und Tr. Tielniaiili bei ihrer Segelpartie auf der­be verunglückt. Der britische Gesandte in Norwegen Sir A. I. rderl und seine Gattin wurden bei einer Fahrt durchs Land u einem schweren Unfall betroffen. Die Pferde ihres agenS wurden durch einen Radfahrer scheu geniacht, und das eiahrt schlug an einem steilen Abhang des^Fille-Fsords um. ldy Herbert kam unverletzt dauon, während Sir. A. I. Herbert ehrere Rippenbrüche und, wie man fürchtet, auch innere Vcr> zungen erlitt.

Unnft ttnd

Rochefort, 5. Juli. Gestern teilte ein 21jähriger Student is La Rochelles, Olamens Lancien in Gegenwart von Professoren r Universität mit, daß er einen Körper entdeckt habe, der . e s e l b e n Eigenschaften besitze, wie das Radium und ir 20Fraiies pro Gramm kostet, ivährend der Preis des Radiums l) auf 3000 Francs pro Gramm stellt. Ein Memorandum über ?»e Entdeckung ist der Pariser Akadeniie der Wissenschaften über- ittelt worden.

Gerichtrsaai.

Berlin, 7. Juli. Ein im Shadtbahnkvupo verübtes ttentat auf ein junges Mädchen, worüber seinerzeit lgemeine Eutrüswng herrschte, beschäftigte gestern das Amts- Lidjt Berlin-Mitte hinter verschlossenen Türen. Ein sehr ele- mter Fahrgast hatte sich aus der Stadtbahn einer unglaublich -»amlosen Handlungsweise gegen eine junge Dame schuldig ge- acht. Es stellte sich heraus, daß der Täter ein hoher r u s s i - er Staatsbeamter war und zwar der kaiserliche russische -rllegienrat Schaniowsky, früherer Generalgouverneur von iirtestLN, der sich int Auftrag der russischen Regierung aus einer ise nach Paris befand. Schaniowsty wurde, da Fluchtverdacht -elag, in das Untersuchungsgefängnis gebracht. Tas Gericht r urteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von drei ochen unter Anrechnung von einer Woche der erlittenen Unter- chungshaft.

Dresden, 6.Juli. Das Schwurgericht verurteilte .,te mittag den Dresdener Ratsiekretär Benedikt wegen fort- seyler Betriigreien, schwerer Urkundenfälschung und Ver- en im Amte zu drei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehr- rluft Benedikt, der stark verschuldet war, schädigte 22 Steuer- hl er um erhebliche Summen. l

Offenburg, 6. Juli. Vor dem Landgericht wurde ute die Berufung des Verlegers derAllgemeinen Automobil- -!img" in Berlin, Braun deck, wegen Beleidigung des en dar ms Kobel, anläßlich der vorjährigen Wettfahrt des .-ntsurter Amomobiltlubs vermorsen.

Kandel.

Japans Finanzlage. Der Finanzkommissar Ja- ns, Walazuki in London, sprach sich sehr zuversichtlich -er die Finanzlage des Reiches, das er zu vertreten hat, es. Auch halte er beruhigende Worte über die japanisch- rdamerikanische Spannung einem Vertreter des Reuter- len Bureaus gegenüber. Er betonte nochmals, daß Japan ne neue Anleihe im Ausland beabsichtige, denn es habe genwärtig kein Bedürfnis nach 'weiterem ausländischem rpital. Die Zunahme der Einkünfte, ohne daß die :euern erhöht worden seien, beweise die erneute Wohl- t)rt. Die neuerdings in San Franeisco eingetretenen vischenfälle mißfielen den Japanern; wenn sie zu oft mieten, so würden sie zu Mißverständnissen führen, aber s zügellose Kriegsgerede fei äußerst lächerlich. Japan

Arb eitsv ergebung.

Die zur Unterhaltung des Bürgermeistereigebäudes nötigen ^eißbiudcrarbeiteu sollen

Montag, den 15. Juli d. Js., vorm. 10 Uhr

entlieh vergeben werden.

Die Unterlagen liegen bei uns zur Einsicht der Interessenten cn. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum nannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 6. Juli 1907. B9/0

Städtisches Hochbauamt.

Gerbe!.

Heugras-Versteigerung

Mittwoch, den 10. Juli 1^07, vorm. 9 Uhr

rd das der Gemeinde Llllendorf a. Lumda zustehende rugras versteigert. Zusammenkunft bei der Ziegelhütte.

(Tie Dörnbachswiese wird bei der Versteigerung nicht rgezeigt und fommt bet Beginn der Versteigerung zum tsgebot.)

Allendorf a. Lumda, 6. Juli 1907.

Großherzogüche Bürgermeisterei Allendorf a. Lumda.

Rein. 4493

vertraue völlig 'darauf, daß'die Regierung"'in Wisyington faire handeln werde. i-'1 -t-,

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., T8. Juli. (Orig.-Telegr. desGießen, Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Mk. 20.7521.00, Kurhessischer Mk. 20.7521.00, La Plata A!k. 21.2522.25, Kansas Mk. 21.2522.25, Roggen (hiesiger) Mk. 19.7520.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.2518.50, Fankeii- felder Mk. 18.7519.00, Hafer 19.7520.50, Mais Vck. 14.7515.00. Weizettmehl Mk. 29.2529.75, 0000, 2. Qualität Alk. 27.20 bis Aik. 27.75, 3. Qualität Alk. 25.2525.75, Roqgenmehl 00 Mk. 29.5000.00,1.Qualität Mk. 28.5000.00, Weizenkleie Mk. 11.05. bis Mk. 11.50, Roggenkleie Mk. 11.5012.00, Maiskeime A!k. 12.25 bis wik. 00.00, Fraitken, Pfälzer, Ried Mk. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier. '

.'c. Frankfurt a. M., 8.Juli. (Telegr. Oriq.-Bericht desGieß. Anz."). Aintl. Notierungett der heutigen Viehutarktpreis e. Zmn Verkaufe staitden: 526 Ochsen, 85 aus Oesterreich, 38 Bttllen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 939 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 290 Kälber, 262 Schafe und Hantmel, 00 Schafe au§ Oesterreich, 0 Ziegen, 1936 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht: Ochseitl. Qualität 8082 Mk., 2. Qual 7174 Mk., 3. Qual. 66-68Alk.; Bullen l.Qual. 72 bis 74 Alk., 2. Qual. 6668 Ack.; Kühe l.Qual. 7476 Ack., 2. Qual. 7072 Mk., 3. Qttal. 64-66 Ack, 4. Qual. 0000 Alk., 5. Qual. 0000Mk. Kalber: 1. Qual.9396 Pfg., Lebendgewicht5658 Pf., 2. Qual. 8792 Pfg., Lebeitdgewicht 5254 Pfg., Schlacht­gewicht 68-72 Pfg. Schafe: 1. Qual. 8200, 2. Qual. 0000 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. Qual. 6263 Pfg., Lebdgew. 48.5000.00 Pfg., 2. Qu. 61-00 Pfg., Lebendgew. 48.00-00 Pfg., 3. Qual. 5456 Pfg. Lebendgew. 00 Pig. Geschäft: bet Horn­vieh beste Qualität gesucht, sonst mittelmäßig, Uebersland erheblich; bei Kleinvieh gul, fein Ueberstand. ______

Arbcitcrbewegrrug.

SE i et, 6. Juli. Nachdem zwischen der Direktion her <3 er» mianiaw erst und den Arbeitnehmern eine Einigung erzielt worden ist, wird die Arbeit tarn Montag wieder aufgc* nn m m c n werden.

Amsterdam, 6. Juli. Das Küftenpanzerschiff Piet Hein" ist (am 6. Juli von Nieuwediep wegen des Streiks der H,asenarbeiter nach Rotterdam abgefahren. Ein zweites Kriegsschiff wird bald folgen.

Marseille, 6. Juli. Tas Personalder Gas-Ge- setlsichaft beschloß in den Ausstand zu treten. Rur die Laternenanzünder werden abends noch arbeiten. Die Arbeiter ver­langen Lohnerhöhung und Bewilligung eines wöchentlichen Ruhe- tages. Polizei bewacht das Fabrikgebäude.

Larnilicu-Nachrichte».

Verlobte: Frl. Jettchen Kalbfleisch mit Herrn Heinrich Lotz in Schlitz. Frl. Helma Zulauf in Elpenrod mit Herrn Heinrich Daum in Alsfeld. Frl. Elisabeth Scheid in Büdingen mit Herrn Karl Stein in Grünberg. Frl. Betli, Rothschild in Alsfeld mit Herrn Samuel Adler in Torlmund. Frl. Bertha Krausmüller in Romrod mit Herrn Karl Metz in Rieder-Ofleiden. Emilie Müller in Bingeicheim mit Herrn Wilhelm Mobs in Echzell. Frl. Anna Heyn m Altwiedermus mit Herrn Christian Albert in Büdingen.

Gestorbene: Herr Schneidermeister Heinrich Sillhard in Glanberg. Frau Anna Frömke geb. Stauß in Wetzlar. Herr Aicdizinalpraktikant Heinr. Dehnhardt m Barmen. Frau Philippiue Weil geb. Müller in Diefenbach. Herr Philipp Atesserschnndt in Biedenkopf. Herr Konrad Dippel in Hergersdors. Herr Karl Gräff, Rentner in Darmstadt.

MöihruWc Dkkerscht in TodrsM ill irr SiM Gieße«!

26. Woche. Vom 23. bis 29. Juni 1907.

Einwohnerzahl: angenommen zu 30 000 (iukl. 1600 Alaun Militär). Sterblichkeitsziffer: 29,46 %0,

nach Abzug von 8 Ortsfremden: 15,60 °/oo.

Kinder

A n m.: Tie m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von aiiswärts nach GieBen gebrachte Kranke kommeiu

Es starben an: Zitsaittmen:

Erwachsene:

im

vom

Akute Tuberkulose

1. Lebensjahr:

2.15. Jahr

1(1)

1(1)

Lttttgentuberkulose Gehwnhauttuber-

1

1

kulose

1

_

1

Ltutgeuentzündung

2(1)

2(1)

_

__

Herzleiden

3(1)

3(1)

Gallensteine

2(2)

2(2)

Blinddarmentzündung 1 (1)

1 il)

Gelbsucht

1(1)

1 (1)

___

Krampien

2

2

Lebensschwäche

1

1

.

Ekzent

1

<

1

Selbstmord

1(1)

KD

Summa:

17 (8)

11(8)

4(0)

2 (0)

Meteorologische Beobachtunge»

der Station Gieße«.

Juli

1167

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der £uft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

£Vinbricf)htng!

Windstärke

Wetter

|

7. 2"

747,7

15.4

9,8

76

W

4

Regen

7. 9

747,1

13,6

9,5

82

SW

2

Bew. Himmel

8. 7

746,8

11,0

8,0

81

NNE

2

Sonnenschein

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empera

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n 8. .

Juli =

4- 17

,8e C.

Niedrigste

V

8.

+ 9

,7» C.

Vriginal-Drahtnrel-ungen.

sd. Darmstadt, 8. Juli. Das Großherzogspaar hat feine Reisedispositionen geändert. Die Abreise in London

erfolgt am Mittwoch abend und die Ankunft auf Jagdschloß Wolfsgarten am Donnerstag mittag.

B e r l i n, 8. Juli. Das Opfer e i n e si R a u b m o r Versuches i ft in der Nacht zum Sonntag der 27 jähr. Kutscher Rublack geworden. Als Rublack auA einem Restau­rant heraustrat, wurde er von drei Leuten durch Revolver-^ schüsse niedergestreckl. Als die drei den Niedergeschossenen' berauben wollten, eilten Passanten herbei und nahmen die Räuber nach längerer Verfolgung fest.

Berlin, 8. Juli, lieber den tödlichen Sturz e i n e s S t u d e n t e n a u s' L a n d a u, der auf einem Gipfel der Grande Ehartreuse verunglückte, meldet noch der : \ Drei deutsche Studenten namens Stempel, ' Fischer und Wethel bestiegen ohne F-ührer am Freitag morgen den 20.50 Meter hohen Grand Som. Sie unternahmen nach kurzem! 5)alt auf dem Gipfel um 6 Uhr abends den Abstieg ü6er' St. Pierre bc Chartreuse, irrten vom Touristenpfad ab und' gerieten auf einen höchst gefährlichen Feldwegs Stempel wurde vom Schwindel ergriffen, verlor den Halt und stürzte ab.

Oppeln, 8. Juli. Die Ortschaft Klein-Kottorz wurde von einer großen Feuersbrunst heimgesucht. 20 Ge­bäude brannten bei dem herrschenden Sturm nieder.

Aachen, 8. Juli. Von den gestern Nachmittag in! Lüttich aufgestiegenen 25 Luftballons passierten die meisten zwischen 8 und 9 Uhr bei ruhigem westlichem Winde die hiesige Gegend und zwar so niedrig, daß man die Insassen mit bloßem Auge wahrnehmen konnte.

London, 8. Juli. Die Mitglieder der eng­lischen Sozialisten-Partei nahmen gestern in einer großen Versammlung eine Resolution an, in der sie im Hin­blick auf die Haltung der russischen Negierung gegenüber der Duma gegen ein englisch-russisches Abkommen Protest erheben.

London, 8. Juli. Aus Dublin wird berichtet, daß, Juwelen des Vizekönigs von Indien, deren Wert sich aus 50 000 Pfund Sterling belaufen, in den letzten Tagen entwendet worden sind. Von dem Diebe fehlt bis jetzt jede Spur.

Paris, 8. Juli. Drei radikale Abgeordnete haben in der Kammer den Antrag eingebracht, einen Versuch mit der Einführung der Einkommensteuer in ganz Frank­reich zu machen.

St. Etienne, 8. Juli. Der Sozialisten-Kongreß des Departements Loire protestierte gegen die Haltung Briands. Daraufhin beschloß das Wahlkomits des Bezirks zu demissionieren, falls dieses Tadelsvotum vom Zentral- verbande gebilligt würde.

Toulon, 8. Juli.. Der Gemeinderat hat im Hin­blick auf die Winzcrkrise beschlossen, das Nationalfest in diesem Jahre nicht a b z u h a l t e n.

Rom, 8. Juli. Tie den vatikanischen Kreisen nahe­stehende KorrespondenzRomana" bringt Aussehen er­regende Mitteilungen über eine angeblich bevor- st eh ende Kun dgeb un gderfreisinnigen Katho­liken Deutschlands und Englands gegen den Vatikan, speziell gegen den Index. In Deutschland habe sich in aller Stille und unter bent Siegel tiefsten Geheim­nisses ein Bunb katholischer Laien gebilbet, ber ben Zweck verfolgt, alle latholischen Laienelemente zu sammeln unb alsdann im Bunde mit ähnlichen Gemeinschaften des Aus­landes dem Papst eine Petition um eine gründliche Reform des Index zu unterbreiten.

Wien, 8. Juli. Die Parteileitung ber beutschen Sozialbemokratie in Oesterreich beschloß die Ein­berufung eines Parteitages der deutsch-österreichischen So­zialdemokratie auf den 3. Oktober. Man glaubt, daß sich, die Scheidung der deutsch-österreichischen Sozialdemokratie von den tschechischen und polnischen Sozialisten vorbereitet.

L

immer Schmerzen, überhaupt ber ganze Körper war krank und machtlos. Solches ist nun, seitdem ich Bioson trinke, verschwunden unb ich will nur wünschen, daß es auch ferner­hin so bleibt. Mit Hochachtung! Frau Anna Schraber, geb. Kune- muno. Bioson ist in Apotheken, Drogerien usw. das halbe Kllo- Paket zu drei Akark erhältlich, welches für ea. 14 Tage ausreicht. b4/<

Lauterberg (Harz), Hüttenstr. 614, den 18. Februar 07. Da ich recht blutarm und nervenschwach, auch Atagen- unb Rücken- schmerzen öfters habe, probierte ich das Bioson" unb kann Ihnen nun mitteilen, daß es bei mir große Dienste getan hat. Ich bin bedeutend kräftiger imb stärker geworden. Durch die Schwäche der Nerven war ich sonst leicht erregbar und gereizt, dagegen fühle ich mich jetzt viel gelassener und wohler. Ich kann dies alles nur dem Bioson zuschreiben unb werde es auch noch mehr gebrauchen: denn der Geschmack ist sehr gut und es ist auch gut bekömmlich. Aber ich hatte auch

Bioson trinken heisst Silit erzeugen! Nerven stärken!

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4008

Die ersten Proben zu den Massenchören für das Uni­versitäts-Stiftungsfest finden abends präzis 9 Uhr im Saale desHotel Einhorn" statt und zwar für die Terröre am Donnerstag, 11. Juli (nicht Dienstag 9. Juli) für die Bäfse am Freitag, 12. Juli. c8/7

Die Herren Sänger tverden gebeten, die Noten zu den bereits bekannt gegebenen Liedern mitzubringen.

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