Ausgabe 
10.9.1907 Erstes Blatt
 
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zur Explosion bringen.

Er legte sie nnf die Erde nnd schlug

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Von anderer Seite wird uns noch geschrieben:

Tas Manöver wird sich jetzt nach Süden verschieben. Tonnerstag nnd Freitag haben die Regimenter 116 und 115 Zwei Nächte Biwak. Am Tonnerstag zieht sich das Gefecht nordwärts bis Butzbach, daS ein ganzes Regiment der 49. Brigade, sowie den Brigadestab erhält. Am Samstag ruckt das Äejecht östlich nach Nidda und Ranstadt zu, wo sich am 14. Sept, die ganze Tivision sammelt. Ihr Stab kommt nach Nidda. Ter Stab der 21. Division (Gene­ralleutnant Frhr. v. Gayl) liegt von heute bis zum 12. Sept, in Büdingen; dort spielt sich das Tivisionsmanöver der 21- Tivision ab. Morgen rückt das ganze Regiment 166 in Büdingen ins Quartier, die 81er liegen in der Gegend von Ranfradt. Ter Stab der 50. Infanterie-Brigade kommt morgen nach Hanau, ebenso 2 8Ätaillone Infanterie und 3 Batt, der 61er Feldartillerie, die 23er Tragoner kommen nach Kesselstadt. Große Proviantämter sind errichtet in Ranstadt, Ostheim, bei Hanau, Berstadt, Gedern und Hanau.

des 3. Bataillons ist es ganz still geworden. Da wird es drüben an dem Talabhange bei Wölfersheim lebendig. Wahrscheinlich das 1. und 2. Bataillon des 116. Regiments, die mit ihren Gewehren reden. Wir hören lebhaftes In- santeriefeuer, können aber nichts sehen. Tas Gefecht ist wohl 4000 Meter von uns entfernt.

Tas war das Scharfschießen bei Wölfers­heim-Echzell. Ich war 8 Stunden auf den Beinen.

. Me Straßen, die nach Nauheim und Friedberg führen, sind belebt durch Reiter-Artilleristen, Jnsanterieosfiziere. Man tränkt schon unterwegs die durstigen Pserde auch die Reiter verschmähen einen Steigbügeltrunk nicht, alles eilt den Quartieren zu.

Linabon, 9. «ept. Ein amtliches Telegramm aus Lvanda dom gestrigen Tage meldet, daß die po r t u g i c s i s ch e n Trup­pen m den lebten Tagen vuhrere Ge fechte mitdenEuama- ias hatten, in denen fünf Offiziere verwundet wurden- 19 cu- Lopäiiche und 4 eingeb orene Soldaten sind ge­fallen, 53 europäische und 39 eingeborene Soldaten sind ver­wundet worden.

Die Lage in Antwerpen.

Antwerpen, 9. Sept. Tie Lage hat sich etwas P c r L 3m Laufe des Nachmittags wurde ein größerer Teil Truppen zurückgezogen, jedoch wurde die Gendarmerie ver­stärkt. Tie Versicherungsgesellschaften haben den Schaden noch tcߣHQ.u, fffajcftcUt, doch wird er auf ungefähr vier bis fünf Millionen geschätzt. Die Gesellschaften weigern sich, für den Schaden aufzukommen. Heute findet die Beisetzung des erjchostenen Schiffers statt. Der Soldat, der ihn getötcJ hatte, i)t wieder sie,gelassen worden. Man befürchtet neue Kund­gebungen. Im Laufe des Vormittags sind 4 0 0 deutsche Er­satzleute eingetroffen. Ein 13jähriger Knabe wurde verhaftet, als er versuchte, Feuer an ein Oelfaß zu legen.

Die Arbeiten wurden heule morgen in geringem Um- fange wieder ausgenommen. Für morgen wird eine weitere Al^raufnahme durch Hafenarbeiter im allgemeinen erwartet, ^ie Holz-, Getreide- und Stauarbeiter setzen ben Streik jedoch fort.

* 93raube. Durch Großfeuer wurden in Pop pen- lauer (Rhön) 4 Wohnhäuser, 14 Scheunen und ebensoviel« ; Nebengebäude eingeäschert. In der ungar. Stadt Ra ad Jist eine vierstöckige Dampsniühle, in der 2U0 Arbeiter bt* schäfligt waren, völlig niedergebrannt. Sing den oberen Stockwerken sprangen die Arbeiter in das RettungStuch hinab, ivobel viele verimglückten. Nach den bisherigen Feststellungen lind 8 Arbeiter tot und 4 schwer verletzt. Im Rat. Hails zii 9t e w m a r ke t (England) entstand während klneiuato« graphischer Lorführlingen ein Brand, bei dem eine Frau getötet und gegen 300 Personen verletzt wurden.

Opfer ber Berge. DemBerl. Tagebl." zufolge ist beim Besteigen der Barbarine auf dem Pfaffenstein ui der Sächsischen Schweiz ein Dresdener Tourist ab. gestürzt und schwer verletzt worden. Der Unfall mürbe durch Reißen eines Seiles herbeigeführt. Die seit drei Wochen ui der Fränkischen Schweiz vermißte Ber. linerin Bertha Bock ist bei Gößweinstein unterhalb einer Felspartie tot aufgesunden tvorden. Sie hatte sich heim» lich von ihren in Streitburg zur Kur weilenden Eltern

Batterie lvarf über unsere Köpfe weg Granaten in diese Kolonnen. Wir konnten die Granaten einschlagen sehen, eine Wolke von braunrotem Staub erhob sich untermischt mit in die Luft geschlenderten Gewehren, Gliedmaßen der Getroffenen usw. Tas hob sich scharf an dem blauen Himmel im Hintergründe ab, gerade lvie hier an der Römerstraße.

, Inzwischen ist auch in der Schützenlinie des dritten Bataillons der 116er der Befehl zum Feuer gegeben. Es knattert in der Schützenlinie, das Feuer richter sich auf die Scheiben, die etwa 800 Meter vorwärts aufgestellt sind und die gegnerische Infanterie markieren. Man geht zugweise, kompaguieweise im Sprunge vor, die Ordnung in der Schützenlinie ist tadellos wie die Feuerdisziplin. So­bald das Kommando ertöntStopfen", rufen die Mann­schaften der Züge das Ziommando lveiter und nach Augen­blicken schweigt das Gewehrfeuer vollständig.

An der Römerstraße lvird oft langsames Feuer markiert, dann wieder sehr heftiges, nnd in diesem Maße antwortet die urtillcrie, als wollte sie den Gegner überbieten. Grade als wenn Menschen sich streiten. Schreit der eine laut, dann antwortet der andere noch lauter.

Hier stehen nur wenige Truppen im Gefecht. Tas Or- chester ist schwach besetzt. Trotz dem Scharfschießen ist das kem ArtUlericfeuer, das auf mehrere Stunden im Umkreise oie Fenster klirren inacht. Auch das Jnjanlenefeuer schnurrt hier nicht wie ein Maschinenrad. Man glaubt jeden ein­zelnen ^cynß zu hören. Es knattert in der Schützenlinie kurz und scharf, nicht allzu laut. Kein Pulverdamvf, all­mählich sammelt sich ein durchsichtiger weißer Schleier über dem Gesechtsfelde. Auch die Kanonen lassen nicht wie ruher das etwas breite, behagliche Bumm hören, der Ka­nonenschlag ist kurz und scharf. Tie Artillerie und die Infanterie haben ihre modernen Instrumente höher ae- stnnmt. a

Tas .Artilleriefeuer, schweigt, Auch in dep Mütze.nlM

Erledigt i'i die Stelle des S te u e r k o m m i ssä rL des CtenerkvmmissariatS Gießen mit Wirkung vom 15. Cf* tober 1907.

Ter Storch auf der Landstraße. Die Dienst- magd eines Oekonomen in Obcr-Brcidcnbach wollte sich, n. d.Cb. Ztg.^, am Sonntag nach Gießen in die Enl- bindungsansialt begeben. Am Samstag hatte sic in brennender

Sonnenglut noch bei der ^libcit nutgeholfen. s2luf dem Wege uach Zell wurde das Rlädchen von Freund Adebar mit einem flci ii en Er den pilger beschenkt. Ihr Dienstherr, dem die» zu Ohren gekommen war, schickte einen Knecht mit Fuhrwerk noch der Niebcrtunftsstcllc und ließ daS bedauernswerte Mädchen nach Zell an die Bahn verbringen. Hier wurde ihm indes die Aufnahme ohne Begleitung verweigert. Tas Fuhrwerk nahm Mutter und Kind wieder mit nach Ober- Breidenbach, wo der Dienstherr die Aufnahme des Mädchens ebenfalls verweigert haben soll. Erst in Zell erbarmte sich eine Familie der Bedauernswerten nnd geivährte ihr 2luf- nahme.

Michaelsu mfassend e" Tätigkeit. Eine eigen­artigeErklärung" ist in Nr. 105 derEberstudler Zeitung" ent­halten. <stc lautet also: Ta ich seitens der Frau 2-lichacl Grüne- loald als Schwindlerin hinge stellt werde, so erkläre ich, daß meine Aussage gegen den M. Grünewald kein Schwindel ist, sondern auf Wahrheit beruht. Michael Grünewald hat trotz Warnung mich wiederholt umfaßt und geküßt. Frau Schumann.

m. Mainzlar, 9. Sept. Gestern nachmittag waren die Vertreter l- Lahn-Tünsberg-Turnerbundes' hfer zusammengeiommen. Aus der Tagesordnung stand u. a. die Besprechung über einen gemeinsamen Turn gang, der ^onulag, 6. CiL, ausgeführt werden soll. Als Versanim- lungsort wurde Lollar bestimmt, das von allen BerLiuen bequem erreicht werden kann. Bon Lollar geht der Zsea über Ruttershausen, Forsthaus Waldbaus, Krumbach und Felluigshausen nach Rodheim a. d. Bieoer. Falls die Witte­rung günstig ist, steht eine große Beteiligung in Aussicht.

entfernt und war seitdem gejucht worden. Am Schloß- berggletscher in der Ti tlis-Gruppe (Schweiz) stürzten zwei Winterthurer Eisenbahnangestellte 50 Meter tief über eine Uebereiswaud ab. Ulrich Müller wurde vom Sturze und Schlag des Eises sofort getötet. Karl Bruninger, obwohl selbst erheblich verletzt, brachte die Unglücksktinde zu Tal. Die unter Cismassen begrabene Leiche Müllers wurde spät abends geborgen. Beim Besteigen der Nord- feite der B e n e d i k t e n w a n d (Oberbayern) ist der Münchener Techniker Mayer abgestürzt. Er war sofort t o t.

* Das Rebhuhn ist nun wieder da. Zwar die Zeiten, in denen man in Frankreich das geflügelte Wort prägte:Tou- jours Perdrix.'" (Immer nur Rebhuhn!), sind vorüber, denn l)eute sind die Rebhühner viel zu teuer, als daß man selbst in Frankreich dem Gast täglich ein leckeres Rebhuhn Vorsitzen tonnte. Während noch in den 60 er Jahren des letzten Jahr- Hunderts 05>s Paar Rebhühner 40 bi£r 50 Pfennig kostete, wer- oeit jetzt in vielen Großstädten bis zn 1 Mark 40 Psa. für das

F' 3n Gießen muß man ili den Geslügellädeu 1.30 Mk. für dos Huhn bezahlen, loahreiid man in Berlin ein gebratenes Huhn mit Kraut für 95 Pfg., üi Frankfurt für 1 M l erhält! Man tut gut, direkt vom Jäger zu kaufen, da er­hält man ein Huhn gewöhnlich für 80 Pfg. In Europa werden mSgesamt alljährlich mindestens 13 bis 14 Millionen Reb- Hühner erlegt und verspeist. Davon kommen auf Deutschland gut 3 Nrillwuen, auf Oesterreich-Ungarn 21/2 Millionen, aus Franlrelch 3 Millionen, der Röst verteilt sich auf die übrigen europäischen Länder. Die eigentliche Heimat tx?5 Feldhuhrw ift bie Gegend am Kaspischen Meer. Als sich der Getreideanbau nach Drittel- und über)rdeuropa verbreitete, wanderte das Rebhuhn mit. Denn das leckere WUdbret hält sich zumeist in wla-en Gegenden aus, wo es Getreide- und Gemüsefelder vor- Nndet- Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Rebhuhn, das 1 rüber die Bauern in Netzen fingen, die sie am Ende bt-i ÄckeNurchen aufstellten, durch Falken und Sperber gebeizt- Der Name des Rebhuhns soll dah.-r kommen, weil es auch vielfach in Weingärten nistet und sich von Reben nährt- Nach der ver­schiedenen Nahrung kann man iwch beute die Herkunft der ReblKhner seslftellen. So konnte z. B. König Friedrich Wil- l-elm L von Preußen beim Essen genau bezeichnen, roober das Vrebhuhn stamnite- Am liebsten verspeiste dieser Fürst Hühner, die aus Schlesien kamen.

* T i e Einwohnerzahl b c r (Erbe, bie nach einem Blaubnch der amerilänischen Mission auf 1563 Millionen Menschen angegeben wird, umfaßt derselben Quelle zu- folge 558 862 000 Ehristen, nämlich 166 066 500Protestanten, 272 638 000 Römisch-Katholische und 120157 000 Griechisch- Katholische, hierin auch die alten orientalischeti Kirchen- gemeinschasten inbegriffen. Ferner wurden angegeben l'.'iohanimebaner, 187 935000

Wesselbach 24 Mk., von bet Gemeinde Elinibach 20 All

Dr. Schäfer, Stembrncken, 5 Dtk. Zusammen bis ,ufy, u/H n,\° ÜIC 3UCIC9CI 0rn,,9 1,1 m-

4934,58 A!k. Hiervon wurde heute eine weitere Nate 0'^" halte» gebliebene Automobil, hier di- Glasschclbe von 1200 Mk. an den HülfSanSschub in Herbstein abqcsandt demselben Augenblick brach aber auch die

Io laß bis jetzt im ganzen 4V00 Mk. abgclicfert siud. I i3,e Rcltmig der beiden

Un^re Beschäslsstelle nimmt auch fernerhin Spenden ^«^rnfalls hatte sie dw Deichsel durchbohrt.Am

Herbstein gern entgegen. 19cULigcn eonnlage, der |id) durch fast wolkenlosen Himmel

Bei dem HülssauSschuß für die Abgebrannten! ful)V ,nan I)lcc betreibe em.

(in Herbstein ging ferner ein: Gemeindekasse Lang-GönS O Gambach, 10. Sept. Kinder hatten eine Platz- Mk. 60., Gemeindekasse dtonnenroth Rik. 30., Sammlung pntlone ^Minden nnd spielten damit. Um Unheil zu ver- m der Gemeinde Allendorf a. b. Lda. durch Bürgermeister wo(Ue der Landwirt Friedrich Schlunck die Patrone Mein Mk. 82.71, Sammlung in der Gemeinde Ober-Höraern Explosion bringen. Er legte sie auf die Erde und schlug durch Bürgermeister Holler Mk. 50., Sammlung in bet nllt clncm Hammer darauf, plötzlich krachte der Schuß und Gemeinde Röthges durch Bürgermeister Meckel Mk. 14.. 1 f "

ö ar b er. beim, 9. Sept. Auch die Gemeinde Garbn. heim will nidit^icngcr nut einer Quellwasserversorgu \ uiruckneheu xie cdiurrungcn haben guten Erfolg gehabt, inbrm uidji weniger als Tum ergiebige Quellen gebohrt wurden, tzj» vorzügliches Waner hciern. Unternehmer ist SRaurermeift r Hier hier.

Wetzlar, 8. ccpt. Tie Stadtverordneten beschlossen die Wcrtzuwachsstcu^r in Wetzlar einzuführen.

Braunfels, 8. Sept. Fürst Georg Friedrich ui heule ton firmiert worden. Tie ! ei.ige Haudluna wurde vollzogen in ber uralten schönen Kirche unseres Nachbarortes Löcrbicl von dem dortigen Pfarrer Allmen- röder, dcm ältesten Pfarrer des Fürstentums, ber der fürs: llchen Familie befreundet ist. Die F-eicr geschah ui Anwesen, beit ber Fürstin-Mutter, Prinzessin Luise unb einer Hof. dame, Baronesse Goretic.

Wetrer b. Marburg, 9. Sept. Angetrunkene junge Leute vcruvien geltem am Bahnhof schwere AuSschreitu ngen ^te fchlugen allerhand Gegenstände und Betrtebsetnricktuna,-! cmäwct und bewarfen einen Eisenbahnzug mu Steinen. Mehrere Pauagtere sollen Verletzungen ihinongetragen haben. Tie Täter wurden heute ermittelt.

der Holzpfropien fuhr ihm in den Unterleib, wo er stecken blieb unb so schwere Verletzungen anrichtete, daß Schluck be- k r*\ör^n^crIei^n9' S. A 5). ber Großherzog wußtlos zusammenbrach. Der Arzt ordnete die sofortige Daben dem Vttnisterralrat unb Vorsitzeuben ber Abteilung Uebersührung in die Klinik nach Gießen an. Ai.ch das in siir Landwirtschaft, Handel tmd Gewerbe im Ministerium des ^er Küche stehende Töchterchen des Schluiick luurbe durch ^Tntern Lr. Karl U) inger bie Erlaubnis zur Annahme einen Splitter der Patrone verletzt.

ünd zum Tragen des ihm vvn Seiner Königl. Hoheit dem « ~ / ..

Prrnzregenten des Königreichs Bayern verliehenen Verdienst- i 1 ; 9; ~ie g a u zu n g s w a h l zum

vrbens vom Heiligen Michael 2. Klasse erteilt " Gem ein der a t sand am Samstag statt. Aus der Wahl, / ** Internationale Antw ort scheine Vom 1 Oft rege Beteiligung zeigte, gingen hervor: Hartmann Stein

ab werden internationale Antwortscheine als Postwertzeichen ein- "V Hrmrlch Hinternagel mit 48 und Georg Sartorius geführt und zum Preise von 25 Pfg. an den Postschaltern zum 2# 3a Tic beanstandete Wahl des seitherigen

Verkauf bereitgestellt. Solche Scheine können in denjenigen Län- Bürgermeisters Aiagel hat ihre Bestätigung gefunoen. Unser dem, die sich zur Ausführiing des Antwortdienstes bereit erklärt Bürgermeister, ber sich in einem Alter von 72 Jahren bc- deswertzeichen im Nennwerte von 25 Eentimen sindet, zählt zu ben ältesten Bürgermeistern des Kreises ift ......

fiiit. in glcichcr^Weis" b-i^En"Ppst"gcgm!T ra n k! nc i a. M.. Leutnant T ll l l c vom 8l. Jvf..

tzeutzche Freimarken im Werte von 20 Pfg. umzutauschen " Regt., der vor kurzem im Manöver von seinem Pferde gestürzt

** Ho he Gäste. P r inz e ssi il Friedrich Kar l xoestern nacht an den erlittenen Verletzungen im Stadt.

/UM ber Kaiserin auf Wilhelmshöbe einen Besuch ah- Q^ß s br?b / o bem Personenzug

ötarl, Hofmarschall von -ettow unb bessen Gemahlin pas- 6Llang es, den ziemlich langsam fahrenoen Wagen zum swrten auf der Rückreise 7.20 Uhr Gießen, nahmen hier Stehen zu bringen. Niemand wurde verletzt.

auf der Station bas vom Bahnhossrestaurateur Niemann Kinzenbach, 9. Sept. Tas Kreis-Synobal- servierte Souper ein, unb trafen gegen 9 Uhr wieber in 51 e I f c ft imrb nächficn Sonntag hier gefeiert. Als Fest- Frankfurt ein. 5rebigec haben bie Pfarrer Stuhl-Kröffelbach unb Pfarrer

...« ,wu, ,.. ' -y£ibev VLQuboru ^gesagt.

^gen hielt einen Vortrag über die Entwicklung ber Stenographin üi Dänemark, Dr- Tibann über bcu SteTwgraphieunterrichi nach dem System Gabelsberger Noe in Italien.

' ,' Madrid. 9. Die hiesigen Blätter berichten über semcn Unfall, bet sich gelegentlich eines Ausilug sc J n i« jain Viktoria ereignet haben soll- Währeno bas '?üiwmobil der Königin in ziemlio) schnellem Tempo fuhr, rannte ein stier öegrn bas Gefährt. Ter Chauffeur brachte angeblich durch feine Geistesgegenwart den Kraftwagen sofort zum Stehen- Turch bas !plötzftche Bremsen erlitt ber Wagen leichu-re Beschaoigungeii- Tie Komgin mußte umitergen unb ivar sehr aufgeregt burch den Vorfall

Petersburg, 9- Sept. Hier har sich ein neuer Ret- lungsbunb gebildet, nxlchcr den Zweck verfolgt, falls ein ^Attentat auf ben Zaren oi>.t Swlypin gemacht nxrben sollte, sämtliche Iuben Rußlands zu töten-

Warschau, 10- Sept. Wie aus Lodz gemeldet wirb, erhalten viele I n b u ft r i e l l e u n b K a u f l e u t e T r o h b r i e f c -mit bet UeberschristNeue revolutionäre Nationaliften-Partci". Tausende von Batgelo werben darin gefordert unb im Falle bet Ablehnung mit dem Tode gedroht- Einige der Aörefiaten reisten ins Ausland.

-f- Grünberg, 9. September. In Lebensgefahr schivebten die Insassen eines Llutomobils das am vorgestrigen Samstag durch unsere Stadt fuhr. EL fand an diesem Tage hier Pferdemusterung' statt. Die Straße vom 2!us StaOt und Lund. Marktplatz ivar beim ^Englischen Hof" auf beiden Selten bc-

Gießen, 10. September 1907 ! ^vimtcn Wagen bestellt, so, daß nur eine schmale Passage " Hülfe für Herbstein. Bis heute vormittag qingen H.crdnrch st,hr das Automobil, mit Chauffeur

bei unserer G-schäftsstelle ein: Von Londorf 60 Wt , von k Wf!?* *'tT ongssmen Tempo AIs es in nn.rinXn q,. nm Pc bes Gaslhailfts fniH, seyeutcn die Pferde eines

Wagens, drehten sich um und die Deichsel drang in das m-

.1C J^äwlschen erscheint in unserer Nähe das 3. Bataillon er- Es hatAugen" vorgeuommen. Ein Ofsizier mit

Xn? bilden diese Augen. Drei einzelne Soldalen folgen iii Ubstaudeii von ea. 50 Meter. Sie verbinden die vor- genonnnenen Augen mit dem Bataillon. Ter Ssfizier als der vorderste derAugen" geht in gebückter .Haltung auf die hohe Straße los, nimmt das Glas unb ruft die Meldung o"rua:Gerade aus Maschinengewehre"! Ter nächste Ber- bindungsmann gibt die Meidling an den 2. durch lauten Zuruf weiter, dieser au den 3., vou diesem empfängt das ^.ataillon die Meldung. Tie Kompagnien formieren sich so jE zum Gesechl, gehen ansgefchwärmt vor uud verlüugeru war'0 ^^"^ulmie, die bereits von denAugen" gebildet

Mittlerweile breniien hinter der Römerstraße Fener- Iverkscorper los. Einzelne breuuen auf der Erde ab wie ein Kanonenschuß, andere fliegen hoch in die Luft, explv- vieren. Man sieht den Feuerstrahl, es bildet sich ein Pnlverdampsinüuel, das genau aussieht wie 1870 die hoch ui der Lust krepierenden französischen Schrapnels. Tiefe Fen er w e r kskörp et markieren die gegnerische Artillerie. Ta brnllts ans dem Grunde bei Wölsersyeim herauf. Tie bo.rl stehende Artillerie sendet grobe Antwort nach der Römerstraße. Tie, ersten Granaten gehen zu kurz sie schlagen dicht diesseits der Römerstraße ein, krepieren und bie fpringeiioc Granate wirst Staub und Erde hoch in die j,uft. Zuwecken klingt ein bekannter Laut aus aller 3eit herüber: ein unheimliches Piuh. Tie Granate jagt ihre Sprengstucke durch die Lust, so daß ein unheimliches Geheul ^entsteht. } J

Tas Bild erinnerte mich an den 1. September 1870 bei geb an. Wir marschierten zum Angriff auf, gegen bas .Torf Flomg und standen im Maastal. Aus der Höhe vor uns marschierten feilideiche Kolonnen, die oie Besatzung M Kprses verftätfen, sollten,. Eine hinter, uns. stehende