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toskanisches.
Von angeblich gut unterrichtete-
Seite wird aus Dresden gemeldet, daß die Prinzessin <
Pia Mon i ca der Freifrau v. Neidenstein in Dresden zui
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Aunaberg . . . Auerbach . . . Bautzen, cd. S. . Bautzen, tcilh. S. Borna . . . . Dresden-Fr. . . Dresden-N. . . Dresden-Pl. . . Fraukeuberg . . (Grimma . . .
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Löbau . . . .
Stossen . . . .
- sestgesctzr wurde. Es ist tmeber eine größere Anzahl öffentlicher Vorträge vorgesehen, deren erster kommenden Donnerstag stattftndet. Prediger K l a u k e aus Frankfurt a. M. wird über das Thema: „Ist das Freidenkcrtum positiv oder negativ?" sprechen. F-erner sind fest in Aussicht genommen Professor Dr. Kinkel von der hiesigen Uni-- vcrsität mit einem.Vortrag über Idealismus und Monismus, Ingenieur Aäcyer, Altona, über Schopenhauers Philosophie und Karl Neurath, Mainz, über den kürzlich verstorbenen hessischen Dichter Holzarner. In Unterhandlung wegen Vorträgen steht die Vereinigung noch mit Dr. B. Wille, Friedrichshagen, Prof. Forel, Zürich, Lily Braun, Berlin und Prof. Gurlitt, Steglitz für die Zeit vom Januar bis April 1908.
** Hessische Anwaltskammer. Am Samstag fand in Mainz die Hauptversammlung der Anwaltskammer des Oberlandesgerichts Darmstadt unter
wir nur .raten, die Schwindelbriefe, mit denen zurzeit unsere Gegend überschwemmt wird, unbeachtet zu lassen, denn das Ganze ist samt der beiliegenden verlockenden „vertraulichen Mitteilung", die den schönen Namen „wie man erfolgreich und unabhängig werden kann", nichts als eine Spekulation auf den Geldbeutel derer, die nicht alle werden.
**DerNachweisderBefähigungzurUeber- nahme eines Kirchenamtes ist erbracht worden von den Kandidaten der evang. Theologie Hans Deggau aus Niendorf, Aug. Ger ich aus Altenschlirf, Herm. Hechler aus Assenheim, Wilh. Köhler aus Düdelsheim, Jak. Kreutzer aus Gensingen und Fritz Weiß aus Muschen- heim.
**DasgeänderteSoldatenlied. Der „Mainz. Anz." erzählt folgendes hübsche Zensurstückchen: In einem bekannten Soldatenliede heißt es unter anderem:
„Haben wir zwei Jahr gedient. Ist die Dienstzeit aus;
Dann schickt uns der Kaiser wieder Ohne Geld nach Haus!"
Au der Stelle „ohne Geld" ist nun anscheinend höheren Ortes Anstoß genommen worden. Wie von den Reservisten verschiedener Armeekorps berichtet wird, durften sie den Vers in dieser Fassung nicht mehr singen, sondern als Schluß wurde vorgeschrieben: „Dann schickt uns der Kaiser- Wilhelm als Reservemann nach Haus."
(P.) Storndorf, 6. Okt. Von den wenigen Begebenheiten, die im stillen Dorfe das allgemeine Interesse erregen, steht sicher die Bürgermeisterwahl obenan. Auch wir stehen wieder einmal vor diesem Ereignis. Neben dem seitherigen Bürgermeister Hofmann wcrd Landwirt und Schweinehündler Schäfer als Kandidat auftreten. Dem neuzuwählenden Bürgermeister ist eine arbeitsreiche Laufbahn beschieden, da mehrere wichtige kommunale Aufgaben, wie Schulhausneubauten, Feldberei- nigung usw. ihrer Lösung harren.
-m. Schwalheim, 7. Okt. Dieser Tage stürzte! der Stroh bin der einer Dreschmaschine in die Dung- grube des Landwirts Konr. Fleischhauer hier. Der etwa 60 Zentner schwere Wagen drückte das Gewölbe der Grube ein und fiel herab. Mehrere Leute hatten einen ganzen Tag zu tun, bis der Wogen wieder herausgebracht war. :
△ Merlau, 7. Okt. Bei der vorgestern hier vorgenommenen Beigeordnetenwahl wurde Peter Kirsch mit 24 Stimmen zmn Beigeordneten gewählt. Beigeordneter Konrad Becker erhielt 18 Stimmen. Die Wahlbeteiligung war recht schwach.
dem .Vorsitz des Justizrats Dr. Gut fleisch statt. Es waren 64 Anwälte erschienen. Es wurde zunächst der Jahresbericht für das Geschäftsjahr 1907/08 von der Kammer einstimmig genehmigt. Me Vorstandswahl brachte die Wiederwahl der ausscheidcnden Vorstandsmitglieder (Geh. Justizrat Massot und Justizrat Schmeel I. in Darmstadt, Geh. Justizrat Jöckel in Friedberg und Jüstizrat Dr. Breuer in Mainz). Sodann berichtete der Vorsitzende über die seitherige Tätigkeit der Kommission für die Gehilfen- jrage und über den Stand der Angelegenheit betressend die Pensionskasse für die Rechtsanwälte Deutschlands. Den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung bildete die Besprechung des vorläufigen Gesetzentumrfes über die Abänderungen der Zivilprozeßordnung, des Gerichtsverfassungsgesetzes, des Gerichtskostcngesetzes und der Anwaltsgebührenordnung. lieber diesen Gegenstand bezw. das in dieser Angelegenheit von dem .Vorstand der Anwaltskammer dem Justizministerium abgegebene Gutachten referierte ausführlich Jüstizrat Metz-Gießen. Nach lebhafter Debatte, in der verschiedene Kammermitglieder ihre Zu- stünmung zu den Ausführungen des Vorstandes aussprachen, wurde nach der Frkf. Ztg. einstimmig folgende von dem Referenten beantragte Resolution angenommen :
vom L a n d b e st e l l b e z i r k e der Kaiserlichen Postagentur in Mainzlar abgezweigt und dem des Kaiserlichen Postamts in Lollar zugeteilt.
-d. Langd, 7. Okt. Hier hat sich am Samstag ein 14jähriger Junge Namens Ronthaler erhängt. Derselbe litt an epileptischen Krämpfen und dürste dieses Leiden die Ursache der unseligen Tat sein.
(fc.) Willingen, 7. Okt. Eine Kugel aus dem Feldzuge 1870/71 trägt der ehemalige Unteroffizier im 2. Hess. Jnf.-Regiment Heinrich Graf von hier mit sich! herum. Wie Dr. Lossen in Darmstadt dieser Tage mittels Röntgenstrahlen feststellte, sitzt, die Kugel im Innern der Eingeweide ganz nahe am Herz. Die Kugel stammt aus der Schlacht bei Gravelotte.
X Alten-Buseck, 9. Okt. Am vergangenen Sonntag hielt unser Krieger verein oberhalb des Ortes auf seinem vor acht Tagen neu errichteten Schießstande ein Preis- und Scheibenschießen ab. Außer den Vereinsmitgliedern beteiligten sich noch zahlreiche Nicht- mitglieder an dem Schießen, so daß es, begünstigt von dem schönen Wetter, einen schönen Verlauf nahm. Die fünf Preise, die herausgeschossen wurden, waren wohl etwas niedrig, da man nicht wußte, wie die Beteiligung an dem Schießen war, aber dennoch zogen die glücklichen Preisschützen freudestrahlend mit ihren Gewinnen am späten Nachmittage nach Hause. An den nächsten Sonntagen soll jedenfalls noch ein Schießen veranstaltet werden, bei dem die Preise höher sein sollen. Es wurde diesmal auf eine! Entfernung von 150 Meter geschossen, jedoch ist der Stand so eingerichtet, daß auf 200 Meter geschossen werden kann. An der Einrichtung des Scheibenstandes ist fast nichts aus- zusctzen. Man hofft, daß die Einrichtung des Schießstandes den Verein wachsen und gedeihen läßt, so daß der Patriotismus und das Interesse an dem Kriegerverein, das bei vielen sehr gesunken ist, wieder etwas aufblüht.
X Staufenberg, 7. Okt. Unser Ort mit Post- und Telegraphenhilfstelle Staufenberg wird vom 15. Oktober ab
** Zwetschenerute und Honigkochen. Der Zwetschensegen ist dieses Jahr in den meisten Gegenden Hessens überreichlich. Der beliebte Zwetschenkuchen gehört schon fast zum täglichen Brot, in vielen Orten kann man
1856
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Gründung des \ Semnnrs
1844
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1907
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1873
1810
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1872
1900
1844
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Kleine Tageschrouik.
3n btt Irrenanstalt zu Lübeck Dtrfcßfe der Tischler ^ll0^uu. Be>ua) feine geisteskranke Frau, seinen achtjähriges ^>ohn und !chließlill) sich selbst durch Revolverschüsse tödlich.
Zn der Villa Hohenwarte zu Betersdors ^Schlei.) er- lolgte eine Aero geug asex plo s io n. Die Köchin Langer
Oschatz . . Pirna . .
Planen i. V.
Rochlitz . . Schneeberg Slollberg .
Waldenburg Zschopau .
II. L
Kallnberg . . .
Dresdcn-Ioh.. .
Leipzig ....
Was geht daraus
I. Lehrer-Seminar. Einwohner- ( 5ahl .....16 811 10 307
29 418
29 418
..... 8 879 ..... 514 975 514 973 ..... 514 973 13 350 11 178 502 605
10 672
4 879
10 853
19 219 106 898
6 258
9 034
7 373
2 726
..... 6 810
Entschädigungspflichtig mürben 785 Fälle gegen 748 pro 1905 ÄVt Äi ?0) TEÄiflle. Der
1148 001.14 iMk. und wird Ende 1907 rund 1 250 000 Matt betragen.
-ein weiteren Verlauf der Verhandlungen wurden die Be- r^011 1)1 Gen-ofs«w!chastsnritgliedern gegen ihre Jav-
na<$- § des Gewerbe-Unfaltversicherungsge- bimnprt ^2°lsrn‘ Wegreise beziehen sich auf die Auswm- c Verusvgelwsiema-aft chr Unfälle, und durch Fahr- lämgkett nut Außerachtlassung der Aufmerksamkeit, zu der die
das Angebot kaum an den Mann bringen. In den Backhäusern der Landorte werden jetzt tagtäglich die Backöfen nicht kalt, alles backt „Kwetschelüche". Die Preise sind für Oberhessen für den Zentner Zwetschcn bisher 3—4 Mk., und in der Nähe der Stadt Gießen und der umliegenden Jndustrievrte bis zu 5 Mk. gewesen. Das in den letzten Tagen eingetretene Regenwetter hat die Preise plötzlich sinken lassen, denn sobald Regen eintritt, platzen ' die Ztoetschen auf, verlieren ihren Zuckergehalt und halten sich nicht mehr lange. Nach wenigen Tagen fallen sie herunter. Da heißt es jetzt für den Landmann so schnell als möglich verkaufen. Und die Hausfrau in Stadt und Land kauft Zwetschcn, um „Kwetschehongk" brauen zu können. Wenn man jetzt durch die Straßen der Dörfer geht, so strömt uns der angenehme Duft des Honigs entgegen. Emsig sitzt die Hausfrau mit der hilfreichen Nachbarin am Kessel und rührt den süßen Zwetschenbrei, dem noch Birnen- oder Zuckerrübensast beigefügt ist, solange, bis er steif genug ist, zum Ausschöpfen. — Für die Heinen Leckermäuler ist jetzt die rechte Hochsaison. Die Feldschutzen hatten seither stramme Zeit. Kaum hat eine Buüen- schar hier querfeldein Reißaus genommen, da regt sich schon im andern Baumstück drüben etwas .Verdächtiges, wie von unsichtbarer Hand geschleudert fliegen Knüppel und Steine in die dichtbehangenen Zwetschenbäume. Die Taschen werden im nu gefüllt und die Schar der kleinen Räuber verschwindet, um in einer sicheren Gegend weitere Beute zu machen. Das sogenannte „Stöppeln" ist jetzt eine beliebte und erlaubte Beschäftigung der Dorf- jugcnd. Mit Knütteln, Steinen und Stangen bewaffnet ziehen die Knaben durch die Baumstücke und holen sich die hängengebliebenen Aepfel und Birnen herunter. Die Aepfel- und Birnerträge waren heuer in Oberhessen recht gering, so daß die Preise sehr hoch sind. Birnen kosten das Pfund 15—25 Psg., Aepfel der Zentner 12—18 Mark.
** Klagen über O b st d i e b st ü h l e durch Kinder gehen uns fortgesetzt zu. Am Samstag abend zwisck)en 3 und 9 Uhr hat sich z. B. ein Junge in einen Garten der oberen Ludwigstraße eingeschlichen und Quitten gestohlen.
** Ein Menschenfreund in Washington, der die Firma M. A. Winter Ev. führt, vertreibt zmn Besten der leidenden Menschheit ein neues Universalheilmittel, numlich die beste und billigste Familien-Mediz-in der Welt' „Gesundheitshersteller" genannt. Da der direkte Verkauf nicht genug einzubriugen scheint, sucht der Herr in langen mit Schreibmaschinenschrift hergestellten Briefen unter der traulichen Anrede „Lieber Freund" Dumme, die ihm als Agenten die Taschen füllen helfen sotten. Da sür den Arzneimittel-^Verkaus in Deutschland im allgemeinen die Apotheken bestiuimt zu sein pflegen, können
Die Anwaltskammer des OberlandesgerichtSbezirks Darmstadt billigt die von ihrem Vorstand in dessen Gutachten an das Justizministerium ausgesprochene Ansicht, daß der von der Reichsjustizverwaltting in Aussicht genommene vorläufige Entwurf eines Gesetzes betreffend Aende- rungen des Gcrichlsverfassungsgcsetzes, der Zivilprozeßordnung, des Gerichtskostengesetzes uno der Amvaltsgebühren- ordnung nicht nur keine Verbesserung des bestehenden Rechts- gustandes bringen, sondern daß seine Annahme dahin führen lvürde, daß für den weitaus geringsten Teil der Prozesse keine ausreichende Garantie mehr sür eine unabhängige, objektive und sorgsältige Rechtsprechung gegeben wäre, die Annahme also einen verhängnisvollen Rückschritt auf dem Gebiete der Rechtspflege bedeuten wird. Die Kammer beschließt demgemäß ferner, das Großl-crzogliche Ministerium der Justiz zu ersuchen, im Bundesrat entschieden gegen den Ent- wurs Stellung zu nehmen und sich namentlich gegen jede Erhöhung der Kompetenz der Amtsgerichte auszusprechcn.
** Die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft hat aufgegeben Rechtsanwalt Dr. Rud. König zu Offenbach beim Amtsgericht Offenbach und der Kammer für Handelssachen in Offenbach.
Süddeutsche Holz-Berussgenosscuschaft.
- Kürzlich fand zu Baden-Baden die 23. Delegierttnver- der Genossenschaft statt. Aus dem Jahresbericht für KOo galj der ^orptzende eine Uebersicht, der wir entnehmen: Die ^uksgenonensckxllt bestand Ende 1906 aus 9388 Betrieben mit stt ÜD ^Attlrettern. Gegen 1905 ist eine Zunahme von 356 Motor-Betrieben mit 2110 Arbeitern uird eine Mnahme von acht ^-änrinereleii mit 231 Arbeitern zu verzeichnen.
pro 1906 bezahlt in der Sekiion Hessen 9 205 -97 Mk bei 9 o63 Bollarbeckern, zusamnien 45 365 667 Mk gegen 41 312 932 des Loriahres, somit ein Mehr von 4 052 735 j Mark, woran die Sektion Hessen mit 808 480 = 9,5 Prozent
des Vorjahres beteiligt ist.
Vollarbeirer (300 Arbeitstage -- 1 Vottarbeiter) eut- klir <?hr^ü)pn in den Motor- und Fabrikbetrieben bei der Aktion Hesten von 1021.18 Mk. gegen 996.41 Mk. im Vorjahr, m der ganzen Geiwssensästift 996.68 Mk. gegen 942.70 Mk. Es wurde an dieser Stelle die Tatsack-e anerkannt, daß die Unternehmer tut Wonck-tsjahre in der glücklichen Lage waren, mebr ^ohn gegeit das Vorjahr bezahlen zu können. |
Än Unsallentschädigungen waren zu zahlen 622 235.80 Mkt 553 728.30 ML, mithin mehr 68 507.50 Mk.
Ck r- „R?.1. 1905. Hiervon entfallen auf die Sektion
84513.61 Mk. (74 474.86 Mk. im Vorjahr) innCUnJaIIanä€L£F wuroen erstattet: 2224 gegen 2085 im Jal-re 1905, somck mehr 139. In der Sektion Hessen 343 gegen 360, weniger 17. I
Wo errichtet mau Lehrer-Seminare?
Da cs sich bei dem für Hessen zu errichtenden 4. Lehrer-Cemin. noch um die Platzsrage handelt, dürste es voi. Interesse sein 3 sehen, wo andere Staaten, deren Schulwesen sich mit dem unjnnt । vergleichen lassen, ihre Seminare gründeten. Das Koniarn ■ „ Sachsen besitzt 24 dieser Anstalten, die auf folgende Städte verte *
ilt nach dem Süden abgereist, um den Aufenthaltsort da Prinzessin ausfindig zu machen, die in 9tizza verborgen gt» ! halten werden soll. .Daily wrail" will dagegen wissen, die sächsische Negierimg verzichte wegen Auslieferung der Prin. zessin Pia Dronica weiter zu verhandeln. Die kleine Prin.' Zessin lverde wahrscheinlich nach England gebracht werden. — Es verlautet, daß der toskanische Hof infolge der letzten Vorgänge die Beziehungen zu Leopold Wälflmg und der ehe- h maligen Gräfin Montignoso abbrechen lverde. — Unter bet Voraussetzung, daß die vor einigen Tagen genrachten Mn» teilnngen über die Braut des Leopold Wölfling RamcnS : Maria Ritter richtig sind, erfährt der Bayr. Kur., baö F die Maria Ritter aus Rowag im Kreise Reiße in V Schlesien gebürtigt ist, im Frühjahr 1903 in München [iA nnfgehalten und wegen gewerbsmäßiger Unzucht zu r sechs Wochelt Gefängnis verurteilt, sowie aus München : ausgewiesen worden sei.
* Eine „vornehme" Vcrbrccherbandc. EineHaus- luchuug bet dem Fabr:karrten Tl-vmas in Elermont Ferrano (Frkr^ ergab, daß dieser, >das Oberhaupt einer sehr angesehenen Patrizrei- famtlic, jcit Jahren an der Spitze einer weitverzweigten Leo brechergesellschaft stand, die außer Kirchen raub auch den Vcr« kauf von Geheim Mitteln zur Unterdrückung des keimenden Lebens systematisch betrieb, lüian fand chstbaie Kirchengerätv ? und em großes Lager angeblich aus Pariser Apotl^eken sl-am- - mender Drogerien. Der Untersuchungsrichter hält cs sür hächß I lvahrscheinlich,^ daß Thomas auch als gedungener G i s t m ö r d e i bei einer Erbscha,tsirage große Sumnreni an sich gebracht hat. Die beschlagnahmte Kvrrejpemoenz soll ganz entsetzliche Eiuzeb hettcii enchalten. Bisher ist unter dem Verdacht der Mitschuld die Mutter des Fabrikanten Thomas verhaftet worden. Er lelbst hält sich verborgen und läßt MiLündigen, d.iß ihm als Beittzer von Dokumenten, lvelche migesehene Familieii vernichten tonnen, nichts anzuh^rben sei.
L * Wenn die Herrschaft verreist ist. Während der Reiiezert bilden t>mt ieher mtbeaufsichtigte Wohnungen für dtc Einbrecher Welt wahre Fmidgruben. So lxrbeii Diebe ull Herme des Hauplnraniis und Mitgliedes des Bet'leidungsamtes des Gardekorps Detlevw. Estorfs in Berlin wie die Vandaün r gelaust. Vor der Rückkehr der Familie aus der Somniersrisch« ■ wollte die in Potsdam wohneiwe Mutter des Hauptmanns ita^fe - aIIe^ m Ordnung sei. Als sie eintrat, bot sich ein ?
-büd der argjten Verwitstung. Einbreck-er hatten die Vordertm^ mit einem Nachschlüssel geöffnet und die Sick-erl-eitskette durch- « geschnitten. In der Wohnung harten sie von seck)s Türen biel 2 schlosser mit Stemmeisen erbrock-en, aus drei anderen Türen ‘ " waren die Füllungen heransgeschnitren. Alle Behältnisse, Klei- denplnde, Schreibtische usw. hatten sie ewbrochen, den Inhal: herausgerwrnmen und auf die Fußboden verstreut, die Becken waren zerschnicken und durchwühlt. Die Einbrecher erbeuteten zwei goidene Uhren, mehrere Ätedaillons, Armbüiider und Hals- ketten und ftonsttge ch m u ck s a ch e n im Wette von 3000 Mk, Uwerne Bestecke, namentlich Löffel, die zusammen 2000 Mk. weil imö, fenl er für ^500 Ntt. Frauenkleider mir echten Spitzen unb für 3000 Mk. Leib- und Hauswäsche. — Ein ähw licher Einbruch wurde bei dem Goldleistenfabrikanten Raschig verübt. Diirch Aussagen einer Türfüllung verschafften fich Ein- breckier Eingang m dessen LLohnung, erbrachen die Behalttrisst und stahteii für 4000 Mk. Silberzeug, Kleidungsstücke und Pelz.
- , o , hervor? Dresden allein hat nicht weniaejM
al^ 4 eenunarc, Leipzig 2, Bautzen 2, Plauen i. V. 1. In Slädteu S imt über 100 000 Eiuwohueru befinden sich 7 Seiuinare: Bau^- l inck nahezu 30 000 Euiwohucru hat 2 dieser Anstalteu. Es befüidei- 1 M) m Smdleu mit mehr als 10 000 Eimvohuerii 16 Seminare' < ecbon vor 120 Jahrcu gründete Sachsen sein erstes Lehrerseminai i iu seiner Hauptstadt, das zweite daun in Bautzen, das dritte wieck- in der Residenz. Die sächsische Regieriing scheint mit dem Besuch« und den Erwlgcii der öemiiiare in den Giotzstädteu sehr zuiriedk" zu sem, beim nachdem sie 1899 eine solche Anstalt nach Leipzig ver. legte, gründete sie bereits 1907 ein weiteres Seminar in beileibe - Groglladt.
Mitglieder vermöge ihres Gewerbes bespndcrs verpflichtet veru«)uldet ober mitverschuldet haben. Jni einzelnen handelt"^ Nch um ai die Trerwendung einer zerbrochenen Schutzvor-i^ tung an einer Abrichthobelmaschine gegen das ausdrücklisöe langen des Aufsichrsbeamten, für Eftau besorgt zu sein- die wiederholt angeorbnete Verkleidung einer Transrnisswns^l? im Erdgeschoß einer Sägemühle; c) um die nach den Unfalls hütungsoorschristen verbotene Beschäftigung von Taglölmern lünitigen ungelernten Arbeitern an gefährlichen Maschine« 7^ Kreissägen, Abrichtl^belmaschinen. Ferner verlangte die'^ wmnilung auf Grund einer 22 jährigen Stattsnk Zuschläge ? den ^mhresbettragen gegen eine Llnzahl von Genos?enscnasls77,,-? gliedern, deren Unsallresultat den Durchschnitt weit überschreit um einen Ausgleich in der Belastung der Berussgenosfens^t * herbeiäuführeii und eine größere Aufmerksamkeit zur Befolg I ber Unfallverhütuiigsvorschriften zu erwecken.
Die nächste Gcnossenschaftsvettainmlung findet in Strn,- E bürg i. E. statt.
' ~v. Uinguimm Ul X/LCÖUVH ÄUl ,
übergeben werden wird. Der Kämmerer v. Eriegcir l


