— Der zum ordentlichen Professor ernannte Hiftoriker an s Universität Tübingen, Dr. E. Kornemann (früher befnm lief) (S^mnafialoberleyrer in Gieße n), hielt am 5. ds Ltts r- akademische Antrittsrede über .Stadtstaat und Flächensta'at
Wersch ves Varers uttT> Vormunds irr die Dr. v wallsche Heilanstalt zu Ahrweiler überführtw?" den ist. Der Erbgraf ist entmünbigt und seine annullrert worden auf Grund von Gutachten hervorraaen^ Nervenärzte und Psychiater, u. a. der Herren Professn^^ Flechsig (Letpzrg), Oppenheim (Berlin). Die lle6crfüh^n: nach Ahrweiler geschah 1. zum eigenen Schutz des Ä?' arafen, 2. um rhn vor Ausbeutung durch andere zu fcßiifc/ 3. um dre in den ärztlichen Gtttachten ausgesprochene W-' lrchkeit einer zukünftigen Besserung des krankhaften standes des Patienten durch eingehende Behandluna E' zuleiten und zu fördern. Mit der Zweckmäßigkeit ärztlichen Behandlung erklärte sich auch der in dieser A gelegenheit öfters genannte Professor Weygandt aus Mi?' bürg einverstanden. UI^
** Anlagemusik (Volkskonzert) findet morgen vor-
parlamentarisches ans Hessen.
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deben ein Grundcharakterzug der germanischenRasse. snis gestattet. Wenn Kollenanten kerne schriftlich«, mit dem Man sehe zum Beweis dieses Satzes nur nach den öffent» SfnrtSliegel Großh. Lreisamtes oder des Polizeiamts ver-
lichen Einrichtungen der g e r m a n i s ch e n Länder England, können, ist anzunehmen,
I b?ß,.es sich um Schwindel handelt. In diesem Fall empsrchlt
das Verhalten des Bankhauses Wolff in Frankfurt a. M. gegenüber der Stadt und brachte zum Ausdruck, es könne wähl in Erwägung gezogen werden, -diese Firma regreßpflichtig zu machen. Der Bericht des Kontrollausschusses wurde schitebllch dem Vermögensausschuß überwiesen.
Sps r?' S‘ÖL' 6‘ Zu der Angelegenheit
des Erbgrafen Erasmus zu Erbach-Erbach, über die wer mehrfach berichtet haben, wird weiter mitgeteilt, daß der Erbgraf am 28. dtovember gemäß Beschluß des Bormundsa)a,tsgerrchtes zu Homburg und auf speziellen
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hesjeu am Sonntag den 8. Dezember: Meist trüb, geringe Niederschläge. Temperatur wie heute. Westliche Winde.
OrigiiraUDrahtrneLvunge«.
R.B. Darmstadt, 7. Dez. Der Gejetzgebungtz- a u s s ch u ß der 1. Kammer wird am nächsten Freitag, 13. Dez., nochmals die Wahlr e ch ts v orlag e einer Be^ ratung unterziehen. Die Sitzung findet auf eine Anregung des Gesetzgebungsausschusses der 2. Kummer statt und wird voraussichtlich dazu führen, daß demnächst eine nochmalige gemeinsame Beratung der Wahlrechtsvorlage in den beiden Gesetzgebungsausschüssen stattsindet.
Essen, 7 Dez. Tie Hülle des Ballons Bamler ist am Ventil geplatzt und daraufhin ist der Ballon längs- eittg gerissen. Die Wiederherstellung wird nicht mehr als 300 Mk. kosten. Der Ballon muß eine große Höhe erreicht haben.
. Leipzig, 7. Dez Ter vom deutschen Reichsbürger-Bereiir ernberufene nationale akademische Tag war von etwa 400 Studenten besucht.
7. Dez. In der Nähe von Versailles werden gegenwärtig Schießübungen mit einer in der Waffensabrik von St. Etienne verbesserten Mitraillenfe abgehalten, die 350 Projektile m der Minute ab geben kann, ohne datz die Hitze des Rohres 45 Grad übersteigt.
0 Ettingshausen, 5. Dez. Ein schweres Unglück trug sich gestern hier zu. Der ledige Bäcker Philipp Döll befand sich bei dem Wagner Philipp S. in dessen Werkstatt. S. hantierte mit einem Flobert, der geladen war, ohne daß er es wußte. Er zielte nach Döll, der ihm gurief. „Höre auf, das Ding könnte geladen fein." Plötzlich krachte dec Schuß, und Döll stürzte getroffen zu Boden. Die Kugel hatte ihn am Kopse getroffen und das uv । eine Auge derart verletzt, daß es verloren ist. Der be- Diese Zu- dauernswerte, 26 Jahre alte Bäcker Döll wurde sofort in
Wirsig1
o Seitenweg s Handschuh-Fabrik 8 Seltersweg 8
vermischtes«
• Der gefaßte Hm gerichtete. In einem qroü,„ Blatte des rheinisch-westfälischen Jndustriebezirks liest mQ in einem Bericht über die Hinrichtung eines Raubmörders wörtlich: ,Wte uns mitgeteilt wird, nahm Mucket QS Donnerstag abend die Nachricht von seiner gestern fCÜT erfolgten Hinrichtung gesaßt entgegen."
Aus Stadt und Land.
Gi eßen, 7. Dez. 1907.
** 2 u der Gemälde-Ausstellung am Brand hat toteuer ein teilweiser Wechsel der Gemälde stattgefunden. Etwa 30 Gemälde sütd neu zur Ausstellung gelangt. Darunter be, inden sich wieder sehr hervorragende Arbeiten, l?,1*’ r°* Viedermonn aus Jena, A Bennewitz aus Schonberg, A. Zorn aus Freiburg, M. Schultze aus Franl- furt (1 Kollektion Aquarelle), H. Müller aus Berlin, P. Muth aus Worms. Von dem seither, sowie von dem neu Ausgestellten verbleibt manches nur noch bis Mittwoch Em baldiger Besuch der .Ausstellung sei empfohlen.
** Evangelischer Bund. Die Mitglieder des Ijic> ftgen Zweigvereins seien nochma s darauf hingcwi's'n daß der für morgen vorgesehene F am ilie n - A b c u d aus Mengenden Gründen aus sallen muß. Der nächste Fammen-Abend kann nunmehr erst am 19. Januar statt- finden. 1
** ffoltfltctt fftr WobltätigkcitszwcÜc, die na- vumtli^ch zur WeihmilliiSzrit von Besugleu und Uni)efugten n m porgenommen werden. |Uii> nur mitLc hürdlicherUrlaub
Kleine LageSchrouik.
Gegen Rechtsanwalt Dr. T i e tz in Karlsruhe, den Setteihi^ des srüheren Rechtsanwalts Lau, itz ein Verfahren der Anwaltskammer eingcleitct worden °01
Einen interessanten Rekord auf dem Gebiete der dr°s>. l°s°» Feldtelegraphic stellen Lcrsuche dar, die zwisch ° der Telctunkenftatron Nauen bei Berlin einerseits und rreldtelegraphenitation des österreichischen Eisenbahn-Regimml^ Kor neub ur g bei Wien mit ausgezeichnetem Erfolge gemL worden sind Wre aus Wien telegraphiert wird, ist dort 25 Reihe von drahtlosen Depeschen cingetrossen, di- tadellos lesen waren.
$er in Essen entflogene Ballon „Bamler" iü sckiw kurzer Fahrt rm nÖrbHdjen Teil Westfalens in der Lmt- Schaft Bulse in mäßiger Höhe geplatzt. Man hofft, ihn fror Ieiner starken Beschädigungen noch reparieren zu können. °
Der türkische Sultan schenkte dem Zoologischen Garten in Berlin mehrere wertvolle Raubtiere, darunter einen Löwen einen Tiger und einen Panther. lCD
(BtcfecM, 7. Dez. Marktbericht. Aus heutigem Wochen, maikle kostetei Butter pr. Psd. 1.20—1.30 Dik., Hühtiereier I S 9-10 VIü-, Käse pr. St. 6-8 Pst, Kasematte 2 St. 5-6 Erbsen p. Psd. 18-24 Psg., Linsen p. Psd. 25-40 Psg., Taube,'! pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., Hühtter pr. St. 1,00—1,60 Hähne nr 'Ltuck 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Psd. 60—70, Enten pr. Stück 18i bls 2,20 Ack. Ochjenfteisch pr. Psd. 82—88 Psg., jtuh. und Rmdfleiich pr. . Pswtd 80-82 Psg^ Schcheinestetlck pr. Psund 70—84 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pid
^p^fleisch pr. Psd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. 64—84 Psg. Liatlosseln pr. 100 Kg. 5.00—5.50 Pik. Zwiebeln vr.' Str. 5,00-6,00 Pik., Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut n« etuef 0-00 Psg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepsel per 10-25 Mk., Birnen per Ztr. 10-25 Mk. Nüsse 100 Stück 40-w Plg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzeu von 8—2 Uhr.
Holland, Norwegen, Schweden, Dänemark, der Schweiz und es "sich, ^yir
ber Bereinigten Staaten von Nordamerika. — Slavische ** Anlagemusik (Volkskonzert) findet morgen vor- Pölker sind durchaus für Zwang in der Öffentlichkeit mittag 11t/s Uhr in der Süd-Anlage mit folgendem Pro- ieingerichtet, ja können sich zumeist ohne diesen kaum in pr,?mnt statt: 1. Vorspiel zur Oper „Die Meistersinger von ihr bewegen, ohne sich selber Schaden zuzufügen, und ^st^erg" von R. Wagner. 2. „Allerseelen", Lied von romanische Volker können, weil ihr Charakker einem, * 4 D-iser!
allen betenden Wechsel unter- ^Koloß/u^m sechsten Tage der m.ernationalen
liegt, nicht öu allen Zeiten ohne da» Gungelband der I Rmgkatnps-Konkttrrenz rangen als erstes Paar Van der Beek öffentlichen Gewalten auskommen. gegen Pietro le Belge. Der Holländer griff sofort scharf an und
Das Deutsche Reich ist, abgesehen von dem in ihm, den sich heftig Wehrenden Belgier nach 4-/. Minuten durch besonders aber in den Großstädten und in den linksstehenden L"nihko Nach ab“t |S'n
Parteren maßgebenden und wirksamen „Ferment der Deeom- m 5»/4 Minuten durch Halbnelsotu Run rangen Le^Boucher gegen Position", wie Theod. Mommsen das Volk Israel genannt Sers. Auch das war ein sehr harter Kampf. Beide Gegner griffen hat, aufgebaut auf keltischen, wendisch-slavischen, lit- sehr scharf an und ihr Ringen war um so mteresianter, als beide
« wäre' e" ", TTPL nten. Es wäre ein Widersinn, alle diese Volksgenossen Zuwge nicht erschienen. Tas gefamle Resultat ist bis fehl folgen- nach einheitlicher Schablone öffentlich-rechtlich inI des: Van der Beek 4 Siege, 0 Niederlagen; Halli Dalli 3 und 0;. Bezug auf die Formen ihrer Vereine und Versammlungen Noir 3 und 0; EharleS Sers 3 und 0; Petersen 2 und 3; BÄÄ5ST. *•» »**. >»„b?
iiffyt, daß vielleicht das Königreich Preußen eigentlich schon I scheiden somit aus der Konkurrenz aus. Heute, Samstag, ringen zu groß sei, und auf die entgegengesetztesten Menschen unb iolgenbe Paare: Halli Dalli gegen Heine, Illa de Noir gegen Kulturen aufgebaut, um ein einheitliche s Vereins-!Jackson und Serf gegen Petersen.
und Versammlungsrecht zu besitzen. Dom deutschen Reichs- . **DerBürgerverein wird am nächsten Mittwoch gebiete gilt dies aber in noch erhöhterem Maße. Denn eine öffentliche Versammlung ab halten, in der Prof, -gewiß sollten deutschsprechende Polen und Slaven ganz Biermer über den Fall Dullo in Offenbach und uuders öffentlich-rechtlich behandelt werden, als die ger- seine kommunalpolitische Bedeutung sprechen wird.
manischen Stämme in Medersachsen, Friesland und ** Betrüger. Bei einer Witwe in der Hammstraße Thüringen, die hoch in uralter Kultur stehenden Misch- mietete gestern abend ein angeblicher Monteur Weber Völker am Main, Rhein und Neckar; ganz noch zu aus Berlin ein möbliertes Zimmer. Heute früh geschweigen von den Allemanen und Kelten im Elsaß, den ließ er sich unter dem altbekannten Schwindel, er habe Sueven und den Bajuvaren. — Hiernach könnte ich also seinen Koffer an der Bahn auszulösen, 6 Mk. geben und nichts sehnlicher wünschen, als die Ablehnung des Gesetz- verschwand dann auf Nimmerwiedeiffehen. Der Betrüger Nltümrfs. Soll aber die Reichsverfassung nun doch einmal ist etwa 40 Jahre alt, hat schwarzes Haar und starken chr Opfer haben, so würde ich Vorschlägen, dem Gesetze rötlichen Schnurrbart. Es fei vor ihm hiermit gewarnt folgende Grundlagen zu geben: ** r rx r .
o v Rohert. In der Somienstraße wurde rn der-
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uno zu versammeln Kirchenvorftand haben beschlossen, daß am 1. April eine
^Wortlaut des Entwurfs.) Pfarra ssi st en teu stelle errichtet werden soll. Von
_ n v 8 2. I m gehört unsere Gemeinde zur Pfarrei Großen-Linden
Der Landesgesetzgebung bleibt die Aus- und der dort wohnende Geistliche hatte auch die gesamten führnng dieses Gesetzes überlassen. kirchlichen Funktionen hier auszuführen. Doch beide Ge-
Berlin, im Reichstage, den 6. Dez. 1907. meinden sind fortgesetzt stark gewachsen. Großen-Linden räblt
" " " " —””——— über 2000, Klein-Linden 1800 Einwohner. Klein-Linden
wrrd auch für die Zukunft der Pfarrei Großen-Linden angehören.
liegen, 7. Dezemver. Erhöhung der Lehrerinuen-Gehälter.
, Die hessische Regierung wird den sänitlichen Lehrerinnen >eme große Weihnachtsfreude bereiten. Bei den letzten Etatberatungen ist in beiden Kammern bei der Beschlußfassung über die Wohnungsgeldzuschüsse der hessischen Beamten und der Lehrergehalts-Erhöhimgeu der Wunsch, resp. die Erwartung geäußert worden, daß auch die hessischen Lehrerinnen baldigst mit Gehaltsaufbeflerungen bedacht tverden möchten, -und die Regierung stellte in Aussicht, vom nächsten Jahre ab ^uch eine entsprechende Erhöhung zu ermöglichen. ou,. - , -- --------
sage wird nunmehr in Erfüllung gehen. Wie wir bereits Gießener Klinik gebracht, kurz mitteilten, ist von der Schulabteilung des Ministeriums • X Lan d e u h a u s e n, 6. Dez. Das Restaurant K a l b f l e i f ch des Innern -in Gesetzentwurf vorbereitet worden, in dem Z"n 38000 SW iiT T ^nr Preise
T« Abänderung der feigen gesetzlichen Bestinunungen eme i°7gew "Tauui, fcTwÄÄUrerwör Ld°er allgemeine entsprechende Gehaltsverbesserung für die Lehrerinnen ä" Ieinem früheren Berufe zurückzukehren. '
festgesetzt werden soll. Eine nähere Mitteilung über die Höhe ü. Offenbach, 6. Dez. In der gestrigen Stadt- ,dieser Aufbefferung oder über die Gesamthöhc der dafür er- oerordnetensitzung 'erstattete der Kontroll ausschuß ein- forderlichen Mittzl war bisher nicht zu erhalten; doch steht gehenden Bericht über die Anlage der flüssigen An- fest, daß die Erhöhung vom 1. April 1908 bewilligt werden ^lh eg el der. Bedenken sind, abgesehen von der Eberbach- )oll und eine dementsprechende Etatsposition im Staats- Affäre, nicht vorhanden. Stadtv. Boehm kritisierte scharf Haushaltsplan für 1908 enthalten sein wird. Der Gesetz- arx .rr ■ .
entwurf ist soweit fertiggeftellt, daß er voraussichtlich noch vor Weihnachten den Landständen vorgelegt werden kann.
— Der Gesetzg ebungsausschuß der Zweiten ,Kammer hielt am Freitag nachmittag wieder eine Beratung mbec die Bachgesetz-Vorlage ab, an der als Vertreter Ler Regierung der Minister des Innern Exz. Braun teil- nahm. Tie Differenzpunkte zwischen den Ausschußmitgliedern und zwischen diesen mit der Regierung wurden einer mehr- stündlgen Erörterung unterzogen, ooch wurde die Beratung mn halb 6 Uhr in der Zuverficht abgebrochen, daß bei der für Samstag früh vorgesehenen Weiterberatung eine alle Teile befriedigende Verständigung gefunden werden möchte.
, Reue Eingänge. Der Zweiten Kammer ist eine Regierungsvorlage zugegangen, in der um Zustimmung zu einer Vereinbarung zwischen der preußischen und hessischen Regierung ersucht wird. Es handelt sich um eine bessere Regelung der Anstellungs- und B e fö r d e ru n g s- verhältnise der hessischen höheren Beamten der Elsenbahngemeinschaft, die zurzeit bei der geringen Zahl der dafür vorgesehenen Stellen von mancherlei Zusälltg- keiten abhängig ist. — Abg. Leun hat einen Antrag zum Kinderschutzgesetz eingebracht, nach dem die Großh. Regierung dahin im Bundesrat wirken soll, daß das Zeitungsau s tragen von weniger als 30 Exemplaren pro Woche den Kindern gestattet werde.


