Ausgabe 
10.1.1907 Erstes Blatt
 
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Donnerstag 10. Jannar1807

157. Jahrgang

Erstes Blatt

4)u Ueuiißi Kummer ums atzt 8 weiten.

ein besondrrrtz

pkktor

Lian notierte also eine

find gelandet, obwohl

Die sozialdemokratische Partei hat

und geschmäht werden.

daß sie die Partei der

WtzkO

Der Vorstand.

in seiner Sitzung am Llittwoch die Beratung über die

Sie

führte die Generaldebatte sowohl über diese Vorlage,

Wir sind m diesem Fall der Dritte, der sich freut, daß

seinen Appetit auf Marokko noch em wenig zügeln müssen.

DerVoß. Z." wird aus Paris gemeldet:

verwendet

werden mußte. lieber die Entstehung des -uran^co ist man noch

se-

und rote

dern und

astfrei und mit ent- n 19. Januar 1W7, 1 Dir Eröffnung bei enener Bewerber flalt

rede den ! Bezu

damit wieder einmal bewiesen, Bildung ist.

I treiben, machen sie jetzt den heiligen Frieden, und Frankreich £ lann seine Truppen wieder Heimrufen, ohne daß diese das Geringste erreicht hätten. Sie haben leinen Schuß abgegeben.

L Em Winteraubflug, der bei den Auftraggebern keine crnge- I nehmen Erinnerungen auslösen dürfte.

Hrieg gegen die Fremden predige. CxpcDilion.

Die ausländischen Truppen

im 3nitcene oer Entwicklung unicrca vanpeiS nut Persien der boiöcrung ineolra-er LiuiturveMebungeu.

Tie Partei der Bildung im Wahlkampfe.

Frau Dr. Lily Braun hielt vor lurzrin eine Wahl- m Frankfurt a. d. O. AlS sie im Verlause ihrer Rede Sianien des Abg. Bassermann nannte, ertönte nut >g auf ihn aus Der Veriammlung Der laute Zwgchenrus:

der Sultan versprach, er werde selber Frieden und Ordnung im Lande schaffen. Jetzt aber setzte Abdul Aziz auf einen Schelmen andenhalb, und bewies, daß man auch in Maure­tanien die Geheimnisse der Diplomatie kennt. Er schickte feinen ftriegSminiiter GebbaS hm, der Die ausländischen Trup- prn und die Marokkaner vor unüberlegten Schritten zurück- halten sollte. Zudem wußte man nicht, was Raisuli im - \iinne halte oder man mollte jedes Zusammentreffen dieses

durch ununrervrocyenes Arbeiten an der Srulj

gewalttätigen ManneS mit den Fremden verhüten. Gebbas gd also nach Zinat und zerstörte Damit Raisulis Bergfestung. Aaljuli aber ist entflohen nun, nachdem dieser verschwun­den ist, stehen die ausländischen Soldaten vor Tanger und jn Tanger, und ja was sollen sie denn eigentlich tun? In Marokko den Frieden und die Ruhe Herstellen? DaS ist nicht mehr nölig, da ja Frieden und Ruhe herrscht. Die Stämme sind alle einig und wenn auch ein paar Hals- achchneidereien Vorkommen, so hat das keinen Einfluß aus die allgemeine politische Lage.

monatlich Pi.; durch die Post 'Ulf. 2. viertel- jährt. auSschl. Bestellg. 2lnnal)me von Anzeigen für Die Tagesuuminer bis vormittags lu Uhr. Zeilenpreis: lokal IbPf^ auSivänS 20 Pfennig. Beran i wörtlich für den polit und allgein. Teil: P. Will ko: für -Stadt und Land* und

und hat ausgedehnte Reifen nach dein Abendland unter­nommen. Viele Fabrikationszweige, die nach europäischem 'Muster eingerichtet sind, verdanken feiner Initiative ihr Ent­stehen. So sind auf seinen weiten Domänen moderne 'Mühlenanlagen, Papierfabriken und Ziegeleien errichtet worden. Auch den Freunden des europäischen Lebens zeigte sich der Schah nicht abgeneigt, und Halbweltdamen in Venedig und Ostende hielten goldene Ernte, wenn Muzafser-Eddin seinen Aufenthalt da nahm. Der Schah fühlte völlig modern, und eS war daher nicht so sonderbar, als er Wahlen zu einer Volksversammlung ausschrieb, die inzwischen zusammengclreten ist.

Der Thronfolger Vtuhammed Ali Mirza traf am 9. b. UJL im Patau zu Teheran em, und wurde von den Prinzen, dem Grotzveflr, Den Mitchlern und anderen hohen Würdenträgern als Schah anerkannt.

Die ,'Jiorbb. Allg. Z.* sagt zu Dem Tode bcS Schahs: Der verstorbene Scyuy war eui o reu ad Deutschlands; fein nach Langem schweren Leiden erfolgtes Aoreben luirD bei uns aufriächg bellagt. Wir I>j||cn, daß Die guten Beäiehungen zwischen dem Deutfchcn rlleich uno Periien auch unter Der Jlcgitrung des Aachiolgcrs foTibefuben werden, uuo in Demselben lseiire wie bisher, ik.» wüt lagen, nicht zur ^ura-iuhrung der gctegenUich in Den aus.änoischeu Blatt.cn er]UiJ>aiuii poflUich.n P.äue, son-

S.ttor uuo

Sprechstunden de. ^..^.t .......Vs8 Uhr abdS.

Gießen, den 10. Januar 1907.

** S. K. L>. der Großherzog haben Dem Oberpostkassen- kassierer Bitsch in Darmstadt oaö Riltcrlrcuz 1. klaffe des Ber- dienswrderis Phüipps des Großmütigen und Dem Lberpostscyafmer Schröder in Gießen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Dienste " am Bande des Verdienstordens Phi­lipps des Großmütigen und dem Oberförster der Oberförsterei Schaafheim Eduard Beyer zu Babenhausen den Charatter als Forstmeister" verliehen.

** Der Ftna nzauSschuß der 2. Kammer nahm

über die weiteren, zum Nachtragsetat, Kapitel 116b, ge­hörigen Gesetzentwürfe zu Ende. Ueber die Erläuterungen Der wichtigsten Bestimmungen der Vorlage durch den Bericht­erstatter, Abg. Dr. Guts letsch, entipann sich eine lebhafte Debatte über die näheren Vorschriften und Abänderungen bezüglich des Jmmobiltenstempels, doch wurden bindende Beschlüsse noch nach keiner Richtung hin gefaßt. In der Sitzung am Donnerstag soll wieder mit der eigentlichen (Statbeiatimg fortgefayren werden.

** Die Prüfung i m Htijbeschlag bestanden und sind demnach berechtige, den lousoescylag selbständig auszuiahren: Johs. Eurich aus Nösberts, Nemyaro Fritz aus Laugd, £>dx Köhler aus Angersbach, Franz L a n g s t c o s M. aus Oppershofen, Hch. Luft aus DartmannShain, Wilh. M i s a r II. aus Rodheim a. b. Horloff, Karl Wilh. Schenk aus Stammheim und Aug. Schweisguth aus Haarhausen.

Evangelischer Bund. Der für nächsten Sonntag in Aussicht genommene Familten-Abend muß leider aus Dringenden Gründen auf spater verschoben werden. Sowohl Der Redner, Der schon länger ausersehen war, Den Aortrag Des Abends zu halten, als auch Der Ersatzmann, Der in feinem Ver- hinderungsjaUe zur Ver'ügung stand, haben nun wegen ihrer Be- leiligung an Der Reichstagswaht-Aguauon avgeichneben. Ter sZamilien-Abend soll nunmehr am 1U. Ai ä rz staUftnDen.

* Kath. Kirchengemeinden werden demnächst in Lich und Hungen gebildet. S. K. H. der Großherzog hat Die dazu erforDerliche Genehmigung bereits erteilt.

TeufelS-Lustgärtchen heißt bekanntlich bei uns in Gießen eine Winlelstrage inmitten der Altstadt. Sie trägt, wie man vermutet, diesen Flamen nach einem einstigen Gießener Advokaten Teufel, der Dort einen hübschen Garten besessen haben soll. Auch in Der deutschen Reichsstadt trägt heute noch em Gelände im Volksmunde die Bezeichnung ,DeS Teufels Lustgarten*. Von 17491840 befand sich dort nämlich auf DemGalgenplatze", dem heutigen Gartenplatz, das Hochgericht, dessen Umgebung, mci r sandiges, mit spärlichem Unterholz bestandenes Heideland, des ,Teufels Lust­garten" hieß.

D i e Ge n offen sch aftska ss e für Koinmunal- f or st warte verzeichnet für das Rechnungsjahr 1904 eine

MMN.

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gicrungSoorlage, betr. die Abänderung bcS Gesetzes über ben

Urkundenstemp el vorn 12. Aug. 1899 wieder auf

,Der Schweinehund l* Und als sie nachher vom Reichskanzler sprach, wurde in den Saal hrneingerufen: .Der elende Schuft!- Beide Ausrufe waren, wie ver­sichert wird, so laut, daß sie unbedingt von der Rednerrn und dem Versammlungsleiter gehört werden mußten. Trotzdem wurden sie weder von jener, noch von diesem gerügt. Da­nach scheint es der fozialdemokratlfchen Bildung und Ordnung zu entsprechen, wenn Gegner und hohe Beamte m bet pöbelhafte ft en unb gemein ft en Weise beschimpft

KiarokLo uuO die Jage.

DaS Gaukelspiel, das im Norben Afrikas vor sich geht, wird inlerefjanL Die bräunlichen Herrschaften Sr. Mas. des Kaisers von Liaroklo hauen die weißen Freunde aus Frank- reich und Spanien über die Ohren und knien sich dabei noch den Witz einer außerordentlichen Unterwürfigkeit und Liebens­würdigkeit den Fremden gegenüber. Wenn man bedenkt, wie sehr Frankreich unb Spanien sich dazu gedrängt haben, die Rolle des Beschützers Seiner Scherifsichen Majestät im Auftrag her Kuliurstaaten spielen zu dürfen, wird die Sache noch amüfanter.

Als England unb Frankreich ihr Sonderabkommen ge- ichlosjen hatten, das dem seinerzeitigen Marokkoabkommen der Machte zuwiderlief und Frankreich eme Art von Souveränität in Marokko verschaffen sollte, Da folgte die Kaiserfahrt nach Tanger. Darauf Ueberreizung in PanS und London, und Delcasiä hatte Lust, Deutschland, das den goldenen Hespe- rideiiapsel nicht ohne weiteres von Frankreich aufspelsen lassen wollte, mit Krieg zu überziehen. Deleassü siel, weil England den stärksten Wurf nicht tun wollte, und eS kam bann unter dem Kabinett Rouvrer bie Konferenz tn AlgecrraS. Wie das Teuliche Reich an bic Wand gedrückt wurde, baß ist bekannt. Marokko war an Frankreich verkauft, unb nur ber Zufall mußte fern Werk tun, um Frankreich baß bewaffnete Ein­schreiten im Kaiserreich zu ermöglichen.

Alan ist in Pans sehr ungeduldig. Die Marokkaner, die in Algeciras gejehen hatten, welcher Wind wehte, wollten Innen Gewaltflreich begehen, und trotz aller französischen und knglischen Mache kam zu feinem bedeutenden Umsturz. Es wurden em paar Franzosen von halbwüchsigen Arabern deichiiiipft, auf französische Offiziere drohte man Sterne zu werfen, und außerdem sagte man, daß Raisuli den heiligen

politische Lage-scha«.

Ter verstorbene Schah von Persien,

der in Europa feine unbekannte Erscheinung war, hat ein Alter von nahezu 57 Jahren erreicht. Muzasfer-Eddm war em | Eohn deS Schahs Ras-Eddin. Er wurde am 20. März 1853 als zweiter Sohn des Schahs geboren, fern Vater, dessen Liebling er war, ernannte ihn jedoch zu feinem Rach- y folger. Als am 1. Mai 1896 fern Vater ermordet wurde, war Muzafser-Eddin Gouverneur von Ezerdaijan. Er eilte sofort nach Teheran, wo er am 8. Ium 1896 mit allem Pomp beS Orients zumKönige ber Könige* gekrönt wurde. Nuzaffer-Eddm war stets em Freund europäischer Kultur

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Materialien

bc8 Kreises Friedberg )em Wege des schrist. eben:

ruS Sand

Kbni. 475 Rbm.

sicht der Aetteilung >enen Skraßensirecken haingrabenslr.Ll, im ^ildflkoslenpu'.'S

Bezugspreis: monatlich 75 PI., vierrel- jührlich Atk. SL20; durch Adhole- u. Zweigsiellen

:fenn gleichzei^g d^e Unterweisung des maroktan. feeres deutschen Offizierenanvertraut wird?

Dazu ist zu bemerken, daß Major von Tschuddl Chef- ngenicur bcS Sultans und Oberleutnant Wolf von den wurUembergischen Dragonern dessen AdlatuS ist.

> §>ic iraniöiliebe Regierung hat Die Lifte Der zur Erric^ung ; der Polizei in Den Hafenstädten abEonunanbietten Offiziere Dem ßultan von Marokko zur Bcstätigung vorgelegt. Die Offiziere sind Der maroiianijdjen Sprache mächtig. Man verfolgt hier aus- kietgam unb unzufrieden bie Sendung der deutschen Oiuziere Tschudi und Wolf nach Fez. Einige Blätter gcoen Der Verstimmung Ausdruck, indem sie fragen: Was hckfl uns bic Einrichtung Der Polizei unter franzosiichen Oisizieren,

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Verein.

unb März b.J. W

Ww i/ für hielt ö M. u 10. Zauuar abend?

Einnahme von 84 28ü,v9 Akk. und eme Außgabe von 50 123,76 Dtk. Unter den Einnahmen befinden sich Mark 29 481,25 Rest miv vorderen Jahren, lluu,4u 2.'ii. Smpuni- zinsen, 34 377,04 Alk. Umlage auf die Waldbcsttzer, 14 550 Bit. Zuschüsse des Staates, 252 Mk. überwiesene Dtilitärpensionen und 4525 Mk. überwiesene Strafankeile. Die Ausgabe setzt sich zusammen anß 25 007,61 'Mk. Pensionen, 5515,57 Vik. Witwen- unb Walsengelder, 2083,07 Mk. Sterbequartale, 1600 Mk. Verwaltungskoslen, 438,30 Lik. Bureaulosten, 44,75 Aik. Tagegelder, Reisekosten und Gebühren, 96,90 2)ik. Botenlohn, Porto und Verkündigungskosten, 85,75 Lllk. für Zeitungen, Formularien ufro., 5000 2)!k. Rucklage ziim Reservefonds, 10 000 2Ak. auSzuleihenbe Kapitalien, 251,81 Rkark Zinsenvergütung unb Kursverlust usw. Der in barem Geld vorhandene Kassavorrat belief sich am Schluß beß JahreS auf 34 161,93 Akk. (einschließlich beS Betriebskapitals) und daß verzinsliche Kapitalvermögen 15 000 Ulf.

*' Der Grvßh. Fonds zur Geivährung von B e i h ü l f c n bei Uebersch wem m ungen halte 1904 und 1905 eine Einnahme von 4116,78 Mk. bezw. 4151,28 Mk. und eine Ausgabe von 3676,70 Mk. bezw. 4073,83 Aik. .Beihülsen wurden in ben beiden Jahren 771,80 Mk. bezw. 649,78 2)ik. bezahlt. Das verzinsliche Kapitalvermögen be­trug Ende 1904 105 400 Lik. und Ende 1905 109 800 Mark.

** Von ber Landes-Universität. Wie wir er* fahren, ist bie Ernennung bcS Assistenten am chemischen Labora­torium bcS Geheimrats Prof. Dr. Naumann, Pciva.Dozentcn Dr. Schroeber, zum ordentlichen Professor für Ehemie und Agri- kuliurchcmie uno zum Direktor des chemischen Laboratoriums ber spanischen Universität in Montevioeo (Süd-Amerika) von ber Regierung der Republik Uruguay bestätigt worden. Dr. Schroeber wird bereits in nächster Zeit abreiscu, um ben Bau bes ihm unter­stellten neuen chemischen Laboratoriums zu leiten und bic nöligen Vorbereitungen für bic praktischen Arbeiten zu treffen. Dr. Schroeber ist im Jahre 1879 zu Guntersblum am Rhein ge­boren. Nach Absolvierung ber borkigen höheren Bürgerschule und ber Realschule zu Oppenheim, beitanb er Ostern 1897 am Realgymnasium zu Mainz bie Reifeprüfung. Darauf ftubierte er in Gießen und Leipzig Ehemie und Natnrwisjenscl-aft und übernahm im Akärz 1899 eine Assistentenstelle am hiesigen chem. Laboratorium. Ostern 1901 legte er das Staatsexamen für das höhere Lehramt ab, kurz darauf das Doiwrexamen unb im Sommer Lu03 das Vorexamcii für NahrnngSmittclchemie. Herbst 1903 wurde er zum Lehramtsassessor befördert. Ostern 1904 habili­tierte er sich für Chemie an Der hiesigen Universität. Sommer 1905 wurde ihm von dem Großh. Aiinisterium ein Lehrauftrag für' Nahrungsmittelchemie erteilt. Dr. Schroeber hat hier Borlefungen gehalten über analytische Chemie, physikalische Chemie, tecynstche Chemie, organische Chemie uno NahrungSmittelcyemie. Er hat außerdem auf verschiedenen Reisen Italien, Frankreich, bie Schweiz, England, bie Vereinigten Staaten unb Kanada besucht.

** Der Obstbau hat in unserem Kreise in den letzten' Jahren große Fortichricke gemacht, namenhtu) gilt dies von den Pflanzungen an den Kreis st ragen. Obwohl dies ^c,yr kein großes Obstjat-r war, l/.u Die Kreisstraßenverwaltnng Daiy nahezu 14 600 -JJt a t f für Obst, hauptsächlich Aepiel, ein­genommen. Die besten Pflanzungen haben Die Nrersstraßen C «^ßi.»i-LindenKlcin-Gmden, GießenRooheim uuo Klec..- LindniDutenhesen. Tie erstgenamiie Straße erzielte eme Aep,er- eiine für über 4000 Mark. Der beste Baum, cm Schöner von Bosroop, icug etwas iiber 7 Zentner Aepqel uut> bcutQie i.u^) iübzug Der Kosten 116 Mc. ein. Als die beizen uno eimräglichn^u Sorten ycittri Bosroop, Go.o^. rii.ane, Gowre.ueue von B.eicheim- LanDsberoer dittn-.-tie, Baumannsreinelte uno Grasentzsiniw. Di: Llld->ä^Nl« an b.n Stragen werden gefällt uno an Ü,rcr Stelle Obrroäumc gepflanzt, ^cgcnwä-.ng ivctDeu Lei Lollar unb Lich L,iU>oäume uingehaurn. verflossenen Herbst ivurDen loieder 4UQ ORchäume gepstmtzt.

** Die Influenza tritt in diesem Winter wieder häufig! auf. Die Ertränkungen find öuiüetlen ernst. Auch vom hiesige^ dueßiment find viele Soldaten von der Influenza ergrisscn.

** A u f dem Bureau des Stadttheaters. Auf die morgige Dorstellung des LustspielsEin io e a l er Gatte" von Oskar Wilde sei besonders hingewiesen. Da Frl. Käthe Eardung vom Stadttheater in Konstanz als Miß Chiveley auf Engagement für nadjties Jahr ixirin saniert. Die Bor,.ellung flnbet außer Abonnement statt, doch b^ben Dutzendlarlen unü Guflchein Ga-t gleit. Eene .jeicere Afledefl-olung der interessanten Lomcdie bürste vorausfichtlich nicht ftattsinden.

xy. Steinb'ach, 9. Jan. Das große Brandunglück, infolgedessen in der Nacht vom Freitag auf Samstag 4 Scheuern eingeäfchert wurden, hat sich jetzi. auch einmal von der humoristi­schen Seite gezeigt: Gegeii 2 Uhr nachts kommen Reisende von Lich unb sehen in ber Richtung naa- Steinbach eine gewaltige Feuersäule. In dem Dalbdunkel ber Nacht sehen sie zwei ver­dächtige Gestalten eilig von Steinbach her kommen. Schnell wird aus diesen Tatsachen kombiniert: Steinbach ist ein Brand

entstanden, ben zweifellos diese Stromer verübt haben. Wie man später erfuhr, tonnren die beiden Reisenden nichts besseres tun; als schleunigst auf den Wagen zu springen unb die Pferde anzn- treiben, um möglichst bald aus der gefährlichcn Nähe bie)er Nacht­wanderer zu kommen. Als nun gar der eine an Den Wagen heraii- kommr und, vielleicht oestürzt über das selyame Gebühren der Insassen unb geblendet von bet Laterne, etwaswilo" aussah, da war man sicher, die beiöen B r a n b st i f t e r vor sich zu haben. Nun hat sich j.cvoch herauSgestellt, daß die beicen vermeintlichen Stromer Die FeuerlLuser nach Lich )iiü). Taruoer wird hier allgemein gelacht, und die beioenStromer' wünschen, laß sich ber erschreckte SieiieuDe nicht allzusehr aufgeregt habe. Bei dem großen Brande, zu dessen Belämpsung ungeheure Wasser- majsen notwendig waren, wuroe auch vielfach oie jetzt endlich in imene Wasserleitung als 1 hr m.

uno sehr bedauert, daß man früher so sehr gegen diesen wichtigen Faktor mooernen Lebens gewejeil war, zumal sämtliches Waj ;

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Qnöercn zwei nichts zu Breiten Haden. Trotz Diplomalen-

' j (d)läue ist Frankreich in Marokko vorerst abgeblitzt, und wird

Frankreich ist in der keineswegs beneidenswerten Lage, das homerische Gelächter in der ganzen Kulturwelt mit an» £ hören zu müssen. Die Mauren haben ihm cm Schnippchen I geschlagen, Denn statt einen ,heiligen Krieg* zu machen und < das Kaiserreich schön in die französische Kolonialküche zu

9k. S

Vrf cheiat täglich

außer SomuagS.

Dem Gieheiier Anzeiger werden im Wechsel mit dem heffifchea Landwirt die Siebener Zamllien. tUlfter viermal in Der ipoche beigelegt und zweimal wöchentlich DaS

General-Anzeiger für Gberhefsen

enirie'cr «7.6«?' Botation$6ni<f unb Verlag ber vrLHlachen llnlo.'vnch. nnb Slelnbrutfcrel R. lange. BebaHion, CrFcbition unb Drudctei: SdjuiJiraBe 7.