Ausgabe 
8.8.1907 Zweites Blatt
 
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I

Handel

Frankfurter Börne, 8. Ang., 1.15 Uhr.

Reichsanleihe

92.30

Eschweiler Bergwerk

1

190.

4l/e% Oesterr. Silberrente

115.90

Portugiesen

III

russ.Staatsanl. 1905

92.90

Prince-Henri-Eiseubahn .

190.

I«

neu belebt

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t

Ein Bürger.

Der müde Körper wurde

66.40 67.30

9120 89.40

94.60

144 00 48.80 83 50 62.10 95.60

97.50

99 30

93.50

81.00

115.80

145.50

I

Ungar. Goldrente . Italien. Rente . . Portugiesen Serie I

. 115.00

. 100.30 . 203.-

13

di

m bi

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6

8 Äug. Anfangskurse Hnrpener Bergwerk. Lanrahtttte . . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd . . . Türkenlose .

5

fl

3130

140.00

130.00

4%

4% 3% 3%

4^

3%

3%

3^°/o

8*7.

204.50

112

Börse.

. 169.30

. 126.00

. 222.10

. 65.70

136.40

do.

Konsols . x do. . «

Hessen

Oberhessen .

'esterr. Goldrente

. 150.25

. 126.40

221.75 . 143.00 . 164.50 . 136.80 . 243 00

sollen aber erst später ausgegeben werden. Die Transaktion scheint von einigen Berliner Blättern wie üblich etwas zu stark aufgebauscht worden zu sein. Der VerwaltungSrat sprach sich in der General­versammlung zuversichtlich über die neuen Maßnahmen aus; auch wurde mitgeteilt, daß in Peine die Oelproduktion um 100 °/0 zu­genommen habe. Für das laufende Jahr stände eine bessere Divi­dende in Aussicht. Die Aktien haben sich an der Berliner Börse daraufhin erholt.

Aktien:

Bochum Guss . . . .

puderns E. W

Tendenz: schwach.

Berliner

Canada E. B

Darmstädter Bank . .

Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz: schwach.

Märkte.

th Gießen, 7. Aug. Der Schweine markt hatte einen Auftrieb von etwa 800 Stück, darunter weniger Ferkel. Der

Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditnktien . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn . . .

Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .

Elektriz. Lahmeyer . .

Elektriz. Schnckert .

in Wetzlar; Frau Dr. Jaquette Balserin Darmstadt; Herr Ernst Tiegel in Alsfeld.

4>6°/0 Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4 96 Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner < . 4 >6% Chinesen . . . .

G-rkcht»?aal.

Ein Rechts st reit um eine Bahnsteigkarte. In der Nähe von Cassel gibt es eine Station, auf der 5 Pfg.-Fahr- karten aufliegen. Diesen Umstand benutzte n. d. H. A. ein dortiger Geschäftsmann, der häufig genötigt ist, den Bahnsteig zu betreten. Er löste sich eine 5 Psg.-Fahrkarte, ging damit durch die Sperre und verließ den Bahnhof wieder, ohne die Karte benützt zu haben. Mehrfach wurde der Mann deswegen von Babnbeamten zur Rede gestellt, ohne sich jedoch darum zu kümmern. Die Verkehrsinspektion stellte daher Strafantrag wegen fortgesetzten Betrugs und das Schöffengericht verurteilte den Geschäftsmann zu 10 Mark Geldstrafe, da es der Ansicht war, daß der Angeklagte durch Erregung eines. Irrtums den Eisenbahnfiskus jeweilig um 5 Psg. geschädigt und den Zweck verfolgt habe, sich rechtswidrig einen Vermögensvorteil I zu verschaffen. In zweiter Instanz batte sich die Strafkammer mit der Sache zu befassen; sie ermäßigte die Strafe auf 5 Mark, schloß sich jedoch | im übrigen dem Urteil detz Schöffengerichts an. Gegen das Urteil der Strafkammer legte der Geschäftsmann Revision ein und batte

Gelsenkirchen Bergwerk . 187.50 Hamburg-Amerik. Paket.f. 130.60 Harpener Bergwerk Lanrahtttte . . .

31 tt *

Ä ka

Nordd. Lloyd . ...

Obeischles. Eisen-Industrie 99.80

GislgesanbL.

Aür Form und Inhalt n.:.i .u.a .. c Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redakt an h.*-r .un gegenüber keinerlei Verantwortung.) <

. Auf die Beschreibung vom Schluß des Universitä'tsfestes und der

baßen kn allen Fällen schriftlich durch den Vereinövorstand I Markt war mehr wie flau, da die zahlreich gekommenen Landkeute vder rin dazu beauftragtes Mitglied zu erfolgen und müssen wenig Rauflust zeigten. Stark begehrt und hoch bezahlt wurden kbeSmal den besonderen Hinweis enthalten, daß die genannten Einlegschweine, besonders kräftigere Ware: Gehandelt wurde das Fahrer Herrenfahrer im Sinne der Bundessatzungen sind. Baar Ferckel 5-8 Wochen alt'Mk. 3040, bis 13 Wochen alte

Bis heute mittag waren nach den Angaben des Festbureaus Tiere M. 5070, Läufer M. 80-100, stärkere Tiere bis M. 140

etwa 7000 Radfahrer hier eingetroffen; 23000 sollen noch Einlegschweine das Stück M. 7580. Der Markt blieb über*

zu erwarten sein. ständig. Fette Schweine werden in der Gegend mit M. 52-54

Eine Reihe von Anträgen der Märkischen Kraftfahrer-Ver-! lebend oder Schlachtgewicht mit M. 7072 der Ztr. bezahlt.

rinigung, die eine Förderung des Kraftfahrwesens im Nächste Markttage am 20. und 21. Augn st.

Deutschen Radfahrerbunde anstreben, werden dadurch erledigt, l«" - - .-

Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr und Industrie, Giessen.

daß sich der D. R. B. dafür ausspricht, er wolle sich auch in Zu-

funft mn daS Kraftfatzrwesen nach Mften Wimmern und stets r®efiorben: Herr Frih Hecht in F^dberg - Herr Hermann Segen Vcrkehrs-rschwerungen Stellung nehmen . koIc! RaSkaps, Professor, in Äainj- Herr Georg Jehner ch

B« d» dar°t,ff°lgenden Vorstandswahl wurde etnfhntmtfl ^rfltt,alWm; Herr G. Naumann, Buchdruck-rinv-ltde, in Marburg Stirn Bu^bezvvrsitzenden wieder Theodor VoekNma-Ess-n gkwahlt, Herr Eduard Werner, Lebrer i. P. in Leipzig-Frau Christine Gär ner zum 2. Vorsitzenden Achim b. Koeller Schwirzenbeck, zum Z hl-! «».u.... ~ ^a^ner

meister Felger-Essen. Zum nächsten Tagungsort wurde Bremen gewählt. Darauf wurde der Bundestag geschlossen.

. 82.30

. 93.20

. 82.50

. 91.70

Mrehttche Nachrichten.

Israelitische NeligieAsgefellschast.

Gottesdienst.

Sabbatieier am 10. Au g u st 1907:

Freitag abend 7.30 Uhr.

Sa>nstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 8.45 Uhr.

Wochengottesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.

Israelitische Religionsgememde.

Koltesdientt in der Syu^goge (Südanlage).

Samstag, den 10. A u g u st 1907;

Vorabend 7.30 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags 4 Uhr. Schrtfterkläruug.

abbatausgau g 8.45 Uhr.

Die Unterschrift des nachstehenden Briefes ist amtlich beglaubigt: Darmstadt, 26. März 1907. II. Polizei- Revier, I. V. Branden. Darmstadt, den 10. Mürz 07. Ich habe seit August v. I. an Rheumatismus, Nervosität, Appetitlosigkeit, Schwttchezuständen usw. gelitten; an Schlaf war über­haupt nicht zu denken. Da wurde mir Bioson empfohlen. Und o Wunder! schon in den ersten Tagen trat eine Beruhigung des allgemeinen Be­findens ein. Der ersehnte Schlaf kehrte nach und nach zurück, die Schmerzen ließen gleichfalls nach, der müde Körper wurde neu belebt. Und nach Mnf Wochen hat mein Körpergewicht sich erfreulicher Weise um 15 Pfund erhöht und konnte nach Verlauf von zwei weiteren Wochen meiner Beschäftigung wieder nachgehen. Im ranzen habe ich Ins jetzt 3 Pakete Bioson verwendet. Mit Ge­schmack und Bekömmlichkeit bin ich sehr zufrieden, habe die Zube­reitung ganz vorschriftsmäßig gemacht. Indem ich jetzt dem Bio- sonrverk Bensheim meinen herzt. Dank ausspreche, kann ich das Bwwn nur Jedermann empfehlen. Dieses der Wahrheit gemäß ^el8r /W°fn Apotheken, Drogerien usw. daS Paket du bret Mark erhältlich, welches für ca. 14 Tage ausreicht. b1/«

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36 Ul ö

den Erfolg, daß der Strafsenat des Casseler Oberlandesgerichts daS Urteil auihob und die Sache zur nochinaligen Verhandlung an die Vorinstanz zurückwies. In der Begründung wurde hervor­gehoben, daß nicht genügend geprüft sei, ob wirklich eine Ver- , . o .V,I11VU Hllvvu

Mögensschädigung de? Fisku? vorliege. Durch Lösung einer! Feier im Philösophenw'ald gestatte ich^ mir' EVch'g'es^zil'bem'erkem 5 Pfg.-Fahrkarte habe der Angeklagte nut der Eisenbahnverwaltung doch schicke ich gleich voraus, daß ich an dem Geschehenen weiter einen Vertrag abgeschlossen, durch di§i diese sich verpflichte, den keine Kritik üben, sondern nur Ewiges hervorheben will, worüber Angeklagten zu befördern. Dies schließe naturgemäß auch die die Bürger mit dem Einsender doch nicht so ganz einig sind Berechtigung zum Betreten deS Bahnsteigs in sich. Der Angeklagte Aus die ganze Feier will ich wicht nicht naher ewlassen und nur habe aber nicht nur die ihm obliegende Leistung voll erfüllt, sondern auf die iw Philosophenwald beschränken, weil dies der Tag für die sogar aus den Hauptteil der von der Eisenbahnverwaltung geschuldeten Bürgerschaft gewesen wäre. An dem Fest hat die Stadt mit ihren

Gegenleistung, nämlich die Beförderung, verzichtet. Eine Schädi- Bürgern das größte Interesse gezeigt und jeder Einzelne hat sich gmig des Eisenbahnfiskus könne demnach wohl nicht als vorliegend durch die prächtige Dekoration' angestrengt, unserem Landesherr,: erachtet werden. Auf Grund dieser Ausführungen gelangte hierauf mit seiner hohen Gemahlin und allen Festbesuchern einen würdigen die Strafkammer in einer zweiten Verhandlung.zur Freisprech - Empfang zu bereiten, was lobend anzuerkenuen ist. Die Bürger u n 9 des Angeklagten. haben sich aber auch schon lange vorher gefreut, mit alten Be-

--- " "---------------- je* kannten, von denen sie mit Vielen eng verbunden sind, einige

Handel nnd Dcrfcbr, stunden bei gemütlichem Zusammensein im Wald zu feiern und

l , J " dies war durch das Arrangement im Philosophenwald leider

Vereinigte d e u t s ch e P e tr o l e u m - W e r k e, P e r ne. vielen vereitelt. Hier ist es bedauerlich, das; der Stadtrat, der bei

Die Beteiligung an den galizischen Erdölunternehmungen wurde allen vaterländischen Festen mit Rat und Tat zur Hand geht,

von der außerordentlichen Generalversammlung genehmigt, desgl. seinen Einfluß nicht besser geltend machen konnte, um der Bürger-

die Erhöhung, de? Stammkapitals um 503 000^ M. Tie Attien Schaft freien Zutritt in den Wald zu aewähren.

t-r.Die Einrichtung, nach der man ourch Besitz eines Schleifchens ober einer Karte in den Wald gelangen konnte, will ich nicht uäher beleuchten; es hat aber vielen Bürgern widerstrebt und hätte dies auch von der Bürgermeisterei abgelehnt werden müssen. ($§ wird so viel von den guten Beziehungen zwischen der Universität und der Bürgerschaft geschrieben und ist es sehr zu wünschen, daß das gute Verhältnis sortbestehen möge zum Wohl unserer lieben Vaterstadt und ihrer Bürger; es ist aber auch ein gerechter Wunsch, bei derartigen Festlichkeiten der Bürgerschaft mehr Rechnung zu tragen, wie dies hierbei geschehen ist.