Ausgabe 
8.4.1907 Zweites Blatt
 
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Nr. S1

Abrüstungsfrage .entlarven^ zu wollend

Zweiter Tclegiertentag des Wahlvereins der Liberalen

Zu gleicher Zeit Verleger R o t h -

S. u. H. Berlin, den 7. April 1907.

bt Gießen.

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bzunebmen habe, |

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macher ist im Aller von 77 Jahren gestorben.

8480 atte.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag».

Di«Siebener ZamiNenblätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das Eretsblatt für den Kreis Sirtzen" zweimal wöchentlich. Derheffifche tanörotrt" erscheint monatlich einmal.

angestellt worden sind, ob und in welchem Umfang neue Steueroorlagen nötig erscheinen. Es hat das darin seine Ursache, daß die Vorarbeiten für die GehaltSaufbesse- rungen der unteren und mittleren Reichsbeamten noch nicht abgeschlossen sind. Die Gehaltsaufbesserungen werden zum Winter durch eine besondere Jahresvorlage dem Reichstage

schaffen.

Leipzig, 7. April. Reichsgerichtsrat a. D. Dr. Stell

Im Festsaale des Dauses derGesellschaft der Freunde" hielt gestern und heute derWahlvercin der Liberalen" «einen -westen

Telefon 593

*ie Ausführung aller txotograpb Arbeiten.

Montag 8. April 1907

Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwerstlätS Buch- und Siemdruckeret.

R. Lange, Dietzen.

nunmehr perfekt gewordenen Funkentelegraphie-Ueberemkommen vielversprechend begannen, durchaus für wünschenswert.

Madrid, 7. April. Der König, die Königin-Mutter, der Jnfant Ferdinand, dec Minister des Aeutzeren Maura und derMarineministcr fuhren heute nach Cartagena, wo sie die Ankunft des engl. Königspaares erwarten. Tie Blätter publizieren Artikel, in denen dec Zusammenkunft eine ungewöhnliche Bedeutung beigelegt wird. Einige sprechen vom .Beginn einer neuen Aera und einem Bunde der W c st möchte mit der Spitze gegen Deutschland,

ranstalt

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Kea und verarbeite. ;

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politiid?e Lage-hchatt.

Der deutsche Reichstag

tritt am Mittwoch wieder zusammen auf wie lange, steht noch dahin, jedenfalls aber werden die Sitzungen nicht das Psingstfest überdauern. Es bleiben ihm etwa fünf Wochen für seine Redetätigkeit, von denen er den größten Teil mit der zweiten und dritten Beratung des Etats ausfüllen wird, und e3 ist fraglich, ob die Herren Volksboten ihr jeweiliges Temperament soweit zügeln können, um in dieser verhältnis­mäßig kurzen Zeit ihr Pensum zu erledigen. Bisher hatte man wesentlich länger Gelegenheit, sein Licht gerade bei den verzwickten Posten des Etats leuchten zu lasten. Die neue Mehrheit des Reichstages wird also zum ersten Male zu be­weisen haben, daß sie fähig und gewillt ist, eine nicht geringe

besten kriegerische, von allerhand unberechenbaren Launen abhängige Politik lahm gelegt werden muffe*. TerGlobe* bringt die Begegnung m Verbindung mit der angeblichen Absicht Englands, das .kriegslüsterne Deutsch- land auf der Haager Konferenz durch die Diskussion der

einbeit zu schaffen. Um bieS Endziel sicherer etreicqen ,u tonnen, erscheint die Festigung und Erweiteruilg unseres gegenwarligen Parteibestandes, sowie der Ausbau unserer Organisationen dringend erforderlich, damit bei allen künftigen Einiauugsverhand.nngen unsere Bundesgenossenschaft erwünscht und wertvoll bleibt."

.selbst die feinsten .ert auf neu die Edelweiss Telephon 4S< rch eigenes TiümrÄ

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und «erlag; 51.

Redaktion:«^ 112. Tel.-MraAnzeigerGietzen.

Apparate

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(Unberechtigter Flachdruck verboten.)

yertik°ws' und KM«- aB.IepP'che

Programmgemäß wurden von 9 des 11 Uhr auswärtige Teilnehmer der Versammlung von kundigen Herren des Fried­berger Kollegiums durch die Stadt geführt, um ihnen diese im allgemeinen und ihre Sehenswürdigkeiten im besonderen zu zeigen, so z. B. die schöne gotische Stadtkirche, das interessante Judeiwad, die ausgedehnte ehemalige Reichsburg u. a. , konnte man in der Augustinerschule eine von i-----

Gießen veranstaltete hübsche Sammlung von Lehr mit- teilt besichtigen. Bemerkenswert waren beionders die hübschen

Ausland.

Paris, 7. April. In einemTemps"-Artikel roirb' auSgeführt, der Pariser Regierung müsse daran gelegen sein, in Fez den Glauben an den Zwiespalt der europ. Mächte in der Beurteilung der marokkanischen 91 n» gelegenheit zu zerstören. Darum erachte man Zwtscheusälle wie die der Mission der deutschen Ofsiziere Tschudl und Wolff als einem besseren Einvernehmen abträglich. Wollte Deutschland sich polit. Eingriffe enthalten, so könnte man auf ökonomischem Gebiete zu beiderseits vorteil­haften Abjchlüssen gelangen. Nur möge man in Berlin nicht hoffen, ohne Verständigung in der Marokkofrage französisches Kapital für die Bagdad-Bahn auf dem Privalwege zu dangen. DerTemps" hält daher im Interesse beider Staaten die Eröffnung neuer Verhandlungen, die mit dem

Der 22. hessische Oberlehrertag.

(Original-Bericht des Gies euer Anzeigers.)

Friedberg, 6. April.

L

In dem altehrwürdigen Friedberg, das eben im raschen Aufblühen und im Begriff ist, sich zu einer modernen Stadt zu entwickeln, fand am 5. und 6. April der 2 2 hessische Ober­lehrertag statt. Ta Über den Verlauf des 5. April schon berichtet wurde, wenden wir uns sofort den Vorgängen des

und Professor Dr. Götz-Tübingen gewählt. Den Geschäi erstattete bann der Generalsekretär Weinhausen-Berlin.

Es folgte bann eine Generaldisrnsion. Oberlehrer Dar ge- Leipzig: Lachsen bedarf dringend eines Parteisekretärs. Die Aus­sichten für den entschiedenen Liberalismus sind günstig bei uns. Bei den Leipziger Nationalliberalen haben wir einen Ruck nach links erreicht. Es gibt aber noch schwere Arbeit zu tun. Die Mauer des Antisemitismus muß noch niedergerissen werden. Der Bauer ist bei un5 leider noch nicht für den Liberalismus zu haben. In vielen Doriern Haven wir nur eine einzige Stimme bekommen, die des Schullehrers. Eine mühsame Aufklärungsarbeit muß hier Wandel schaffen. Dr. Herz-Harburg wünscht ein Hand­buch für die nächsten Landtagswahlen.

Kaufmann Z u ck e r - Kasiel: Unser Hessen wird nur von Antisemiten im Reichstage vertreten. Uns fehlen die Ar­beitskräfte. Wir müssen aufs Land gehen. Eine R e d - nerscbule in Marburg oder Frankfurt a. M. sollte gegründet werden.

Reichstagsabg. Naumann (lebhaft begrüßt): Die Reibung zwischen Vereinigung und Volkspartei ist nicht das maßgebende Merkmal unserer Beziehungen. JF1* 3 e,~

Aufgabe zu bewältigen und nachdrücklichst alle Verschleppungs- versuche, von welcher Seite sie auch kommen mögen, zurück­zuweisen. Früher, da man genügend Zeit hatte, konnten die Redebäche ungehindert dahercieseln; jetzt, wo sich in der Be- schränkung der Meister zeigen soll, werden die bekannten Dauerredner und ,Hausleerer* auf ihre liebgewordenen Ge­wohnheiten verzichten müssen. Im Gegensatz zu den zweck­losen Debatten vor Ostern müßte jetzt nach dem Grundsätze gehandelt werden: Der Worte sind genug gewechselt, nun I mcit .

Und das deutsche Volk, bas I na Ca"uer"ünd'Dr^Anita A u"g spurg / hatten" sichI i^of. ^Wämser,"eine^n"Erb°ach' hec'gestelttc sehr' brauchbare 1 efuiiden. , r 3 . . . Reliefkarte: die geographischen Grundbegriffe, mit einem Begleit-

Der Vochtzende, Reichstagsabg. Schrader, wies m seiner ^t von Schulrat A. K l e i n s ch m i d t-Gießen. Von 0 bis .».leitenden Ansprache darauf hin, daß die letzten Reichstags,- n Ußr $rof. Dr. Stroman- Friedberg einen von ihm wählen wohl einen Sieg des Liberalismus gebracht hatten, datz instruierten einfachen, Überaus zweckmäßigen Apparat für ge- dieser Sieg aber nur bann vollkommen fern könne, wenn er flrUnbIeacnbe Experimente auf dem Gebiete der Elek-

Zweites Blatt 1S7. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

die großen wirtschaftlichen Fr, baspatriotische Schw-----------

m's Feld geführt. (Heiterkeit.) Es wurde vom Ersten Bülow auch besonders belobt dafür. (Erneute Heiterkeit.) Von emer Be- euugcn »uaueuuiigui uc»

stünstigung des Liberalismus haben wir nichts gemerkt, obwohl s r t-Darmstadt erfolgte die Neuwahl des Vorstandes. löiQiier uoer geroinepiunc auc u11ujiun u» ui «r Reichstonzler davon gesprochen ist gut st), als Ausdruck der im Verein herrschenden Harmoni

! k ; Si» flinrhh 9iHn Qfn - in ihrer wir warenkeineRegierungskandidaten. (Beiall.) Wir können jeben Vorstandes. Als O

und m dtt Turke ^schreibt btt Nordd. Allg. Ztg^ IN ihrer gossen wieder ins Gesicht selM. (Beis.) Wir sind Mit emem kleinen . vauptverfammiunu wuiuc u« u.u

- ewinn durch die Wahlen ge^mmen, aber auch mit emem ehrlichen Irms bestimmt deren Vertreter sich in dankenswerter Weise

Natur sind und I Gewissen. (Beifall.i Der ReichSlanzlec wcach vvu Börsenceformen, I 0 u^ernahm^dieserroichtigen Aufgabe erboten hatten.

:fc8. Dian roirb I emem neuen Veremsgesetz, von Jisitizreiorm ufW. Was nutzen auf die durch Umfragen bei allen höheren Lehraustal-

aber Die Xitel? w muijen Die verarmen er,r uui 8a unseres Landes erhaltenen Antworten aufbauendes Übersicht­wissen, was daran ist, lBeisall.) An Stelle einer ff * H e r t s ch - Worms, gab

Verwandtschaft wird wieder die natürliche lommenzwilchen ton) er» I ^ild von' hessischen Gepflogenheiten betreffs Ausgabe von

vativen und Zentrum. (>Lrehr rickstig.) In gründeatzlichen Frag acütsrenanislen die von der titegierung nicht Dor-

roirb der Liberalismus mit dem Konservatismus nicht ruiammen- ^eihnachtsz g II ' höheren Lehran|lalten>

gehen lönnen. (Sehr gut.) Der gtei^Eamla. roirb> roieber »u MM tff»

E FS-MMSDMM

werben. Sind diese Organisationen stark und fest, dann ist eine Mitteilungen an das Elternhaus zu beroahren und doch die arone liberale Einiauna bedeutend erleichtert. Auf die weitere I Vernichtung der Weihnachtssreude fernzuhalten, z. B. Ausgabe Entwicklung können wir mit Zuversicht schauen. Die Notwendigkeit der Zeugnisse etroa 8 Tage ^.A^hnachttti oder auch erst nach einer liberalen Politik roirb immer schärfer hervortreten Für den Weihnachtsferien. Am meiste» Anklang fand m ber Her­bie Verbreitung dieses Gedankens müssen wir mit allen Kräften lammlung der am GymnaiE ^ Büdingen hor chende Gebrauch, eintreten. Dann werden die liberalen Gedanken auch im Reichs- Einfache Benachrichtigung der Eltern, deren Schülerwenig At^ tag größeres Gewicht erlangen. Darum begrüße ich denNational- sicht am Versetzung zu Ostern haben, etwa um Mitte November, verein", ber alle Liberalen einigen will. (Lebh. Beifall.) Die Eltern können dann einerseits rechtzeitig für_N°chdilse sorg w Zu Vizepräsidenten der Tagung wurden Dr. Fehrmann-Danzig und sind vor der Vernichtung ^^r SLeihnacht^reudes durch ein und Profesior Dr. Götz-Tübingen gewählt. Den Geschäftsbericht eben erhaltenes schlechtes Zeugnis ihres Kindes bewahrt Am | erstattete bann der Generalsekretär Weinhausen-Berlin. | sichersten aber, meinen wir, kmrften sie. vor einer Unannehmlich­keit zu Weihnachten und auch zu Cltem bewahrt bleiben, wenn sie gleich vom Anfang des Schuljahres an ihre Kinder pflicht­gemäß zu regelmäßiger Arbeit anhalten.

Nach Erledigung dieses Punktes gab Prof. Ritsert-Darm­stadt kurze Mitteilungen über das neue hessisMe Lese­buch. Es fei aus den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen berichtet, daß von unseren Lesebüchern lein einziges für unsere Verhältnisse befriedigend angelegt ist, daß infolge einer Anregung durch Verleger E. Roth-Gießen zahlreiche Lehrer des Deutschen an den verschiedenen Gattungen unseres höheren Schul­wesens mit der Ausarbeitung eines Lesebuchs beschäftigt sind, bad nicht nur unsere hessischen Verhältnisse gebührend beruäsichligt, sondern das zugleich so angelegt wird, daß es in allen Arten von höheren Lehranstalten (Gymnasium, Nealgyninasium, Real­schule) mit Erfolg benützt werden kann. Dies liegt zweifellos im Interesse der Schule und auch in dem des elterlichen Geldbeutels. Der Band für Sexta erscheint noch in diesem Jahre.

Der Wunschzettel aus dem Kreise der Vereinsmitglieder war

... v , w . .. Wer hätte noch voriges Jahr ziemlich kurz, ein erfreuliches Zeichen. Doch vollkommen ist die

unterbreitet werden. Selbst roenn man die Grenze der auf- gedacht, daß wir soweit mft der,Einigung tommen werden. Jeder reale Welt nicht .

ntfopffmiben (BehaitfiPfnfien Über die unteren Stufen ksinaus muß eüvas aufgeben. Es ist nicht leicht, Körper öon ver- Lebhaften Anklang fand eine Anregung, die auf E r h o h u n g zubessernben Gehaltsklalien uver o e schiedener Geschichte und Organiiation zuiammenzuiaiweigen. Diese des Mindestsatzes der W i t w e n p e n sio n en abzielt,

ziemlich eng ziehen wurde, muB ^on nut einer WtebrDelüllung (sinigUng^e)lrebungen sind aber zugleich auch die letzten. Er- Dieser Satz 500 Mk. für die Witwen akadennich gebiloeter deS Reiches um 25 bis 30 Millionen gerechnet werden, unb reid)en wir jetzt nichts, bann gibt es keine Einigung des Liberasis- Beamten muß heute als durchaus unzureichend bezeichnet wer- für diesen Betrag wären naturaemäß neue Deckungsmittel zu mus mehr. (Zustimmung.) Eine Beschlußfasiung der Einigung den, was wohl auch schon daraus hervorgehen dürfte^ daß, vor T 9 3 p ' seitens ber Zentrale hilft nichts. Es muß erst eine Einigungs- kurzem bei einer Neuregelung der Pen, wnsver hallnii | e un, er er

atnwsphäre geschaffen werden. Am Ende ber ganzen liberalen Pfarrer, für deren Witwen eine Mindestpension von 1000 Mk. Einignngsverhanbtungen sind wir iioch nicht. Wir haben aber festgesetzt wurde. ,

eine Etappe erreicht, die wir sesthallen müsien. Vorhandene Ein Zug von Idealismus ging durch die ganze Veriammlung Organisationen dürfen nicht geopfert werden, ehe man den Neu- bei Besprechung eines früher geäußerten Wunsches: Diäten bau sieht Es bar, keine Enveichung des Liberalismus erfolgen, bei Schulausflügen.Wir machen diese Ausflüge aus wir müsien unsere Mitglieder sestlxilten. Wenn es etwas chaotisch Interesse an unseren Schülern und wollen da nicht kleinlich bei ber Einigung zugeht, so ist das nicht verwunderlich. Em I rechten und rechnen."

solches Werk wie die Erneuerung des Liberalismus kann nicht Als völlig berechtigt müßte der Wunsch angesehen roerben, iuic ein akademischer Bauplan sertiggestellt werden. Mit ver- haß Oberlehrern, die vor ihrer ersten Verwendung ihrer i'eiilltär- bitnnten Prinzipien roirb der Liberalismus die Zukunft nicht pflicht genügt haben, das Militärjahr als Tienstjahr ang^rechnet ciob r;i. Ein entschiedener Liberalismus ist das aujtaucnbiie El^ weil sie sonst den anderen gegenüber benachteiligt su.. . lii^it. das es gibt. Wir wollen weitherzig und anerkennend ßine allgemeine Regelung der Somnierferien durch den Verein der ci.-.gungSfrage gegenuberstehen. (Lebh. Beifall.) , . anzustreben, wurde nicht für ratsam erachtet, da bei der Ferien-

Der Antrag Marburg auf energi| che Arbeit oei vestimmung die örtlichen Verhältnisse berüch'ichtigt werden müssen.

den Ersatzwahlen wurde angenommen, ebenso zur Ein Akt der Ehrung und des Dankes war die begeisterte An- Frage t.r liberalen Einigung folgende Resolutwn: nähme des Vorschlags, den langjährigen Freund des hessischen

T. Delegiertentag des Wahlvereins der Liberalen stelu Oberlehrervereins Dir. Dr. Lohr-Wiesbaden zum Ehren- mit Bi :bigung fest, daß die Emigung des Liberalismus tu m i t g l i e b zu ernennen.

letzter Z.it erfreuliche Fori,chrUte gemacht hat. Er fordert alle Kurz vor 1 Uhr fand die anregend verlaufene nichiöffent- Parteisreunbe auf, auch weiterhin unermüdlich tätig ju fein, Persammlung ihr Ende.

nm ans ber jetzigen Arbeitsgemeinschast der liberalen Fraktionen im Reichstage unb preußischen Avgeordnetenhause sowie der lide-

raten Organisationen ün Lande allmählich eine OrganisatwnL-1

Delegiertentag ab. Der Delegiertenlag war sebr gut beschickt, diodelle für den Unterricht in der darstellenden Geometrie n. dgl. Auch die Vertreterinnen der radikalen Frauenbewegimg, Frau^ine große Anzahl Landkarten nach Entwürien

laßt unS endlich Taten sehn! 1

nach dieser Richtung hin nicht verwöhnt ist, würde es sicher eingebunden.

mit still-- Freud« begrüfrn, wenn di- Etatsb°-->tung di- ®c. d-st "bte l-dt-n R-ich-ta°s, i u?7stih7«. Dr.s 11 ö'ma n SciÄetg eincii »on ihm

wißheit darüber verschaffen sollte, daß die neue Mehrheit tat lva^len to0^ cjnen Sieg des Liberalismus gebracht hatten, datz instruierten einfachen, überaus zweckmäßigen Apparat für ge- lächlich im Stande ist, positive Aufgaben zu lösen fei eS dieser Sieg aber nur bann vollkommen sein könne, wenn er roi)-.-e grundlegende Experimente auf dem Gebiete der Elek- ouch gegen einzelne Bestandteile der Minderheit. Jetzt könnte ausgenutzt werde und wenn die entschiedenen Ltoeralen zusammen- .

tiA iciaen ob der Block^ nickt brückia aeroorben ist, ob er hielten, um eine liberale Politik zu machen. Dtt Ablehnung des ou gleicher Zeit konnte man in der Augustiner,chule em von lich zeigen, ob der ,-ölocr niajt orucylg g o .kolonialen Nachtragsetats durch das Zentrum erschien geradezu Oberlehrer M ich e l-Friedberg äußerst sinnreich konstruiertes

auch in Zukunft zusammenhalten und ob er der Regierung cin Treubruch. Aus einmal standen wir vor Neuwahlen zum nuiversalturngerät" besichtigen. Daß es diesen Namen die Gewähr bieten wird, ihm mit Vorlagen zu kommen, die Reichstag Gegen das Zentrum .sollte der Kamps geführt roerben. 'Dcrbient ;ann man aus der Tatsache ersehen, daß sich aus ihm nickt von vornherein den Todeskeim an der Stirn tragen. Es war aber wieder nichts damit. Fürst Bülow sah bald ein, g3arren Doppelreck, Sprungständer, Rundlauf, Schaukelring, Borläufia fckeint der Reickskanzler dazu noch wenig Lust zu daß sein Husarenstreich d.er'Reichstagsauftoiung nicht ertolgreich bendes Reck, Sitzschaukel, Bock, Pferd, Leiter, Sturmbrett, ? L i *1 I sein könne, roenn er nur auf das Zentrum gemünzt blieb. Jetzt Ni,aukelüiele Stäbe, Gerstangen u. a. mehr einfach und schnell

haben. Mag Goethes Spruchroeisheit m ben fommenben^s:Kampf gegen die Sozialdemokratie! Der Kampf war Herstellen lassen Als Material ist Eisen verwandt. Die unteren Wochen für unser Reichsparlament gelten: »Viel benfen, poiitifA sehr unklar. Angesichts der Losung:Kampf gegen die sind massiv, die oberen dagegen Holzkonstrnktion.

mehr empfinden und wenig rebenl' und in der Haupt- Sozialdemokratie!"^wurden viele and«reNtomente zuruckgestL lt und Um 1X u^. wurde die nichtöffentliche Versamm- ache handeln, so w.- hmzufug-n. M J«««UÄW

-------------------W.ij. m's Feld geführt. (Heiterkeit.) Es wurde vom Fürsten Bülow ^atfen Besuches.

Deutsche» Reich. auch besonders belobt dafür. (Erneute Heiterkeit.) Bon einer Be- einigen Mitteilungen des Schriftführers, Prof. Rit-

Berlin, 7. April. Zu den Ausstreuungen englischer günstigung des Liberalismus haben wir Nichts gemertt, obwohl. Zarmstadt erfolgte die Neuwahl des Vorstandes. Sie Blätter über gewisse Pläne Deutschlands in Persienber Reichskanzler davon gesprochenhat (W-L ergab als Ausdruck der im Verein herrschenden Harmonie eine

unb in b°- rZ-k."i4-ib. die NoeL Mg Ztg.- in Äfi'SÄiSÄS

Wochenrundschau: Daß die deutschen Bestrebungen m jenen x.,-..* s;» nofinmmpn nVver nurfi mit pim>m ehrltdienl Die naepue t)aupiuccjuninn.uim «w.;.-.

fernen Gebieten lediglich wirtschaftlicher Natur sind und Gewissen. (Beifall.. Der Reichslanzlee spraa; »ou ^orstneew^mn,i Uebe^Am7'dttseVrolchtig'en'Äufgabe erboten hatten. i°m können, dedaes keine« w-ii-r-n Nachweises Man wird *nto3e^mm u«"»ul *"* "" "fien Mb &r

sich aber auch tm AuSlande mit der Tatiache absinden muffen, -- ~

daß unser Kapitalreichtum schon so groß geworden ist, daß daS deutsche Kapital lohnende Anlagen außerhalb der ReichS- grenzen sucht. Für die Türkei ober Persien ober beren Nach­barstaaten ist das Auftreten deS deutschen Kapitals nicht be­drohlicher wie etwa für unS die fortgesetzt wachsende werbende Tätigkeit der englischen Gasgesellschaft.

Zu der Meldung, Kaiser Wilhelm werde mit Kaiser Franz Josef eine Zusammenkunft in Hall habens (vergl. die ^Pol. Wochensch^), wird berichtet: Es sei weder der Kurkommission von Hall noch dem Landesausschuß, noch der Bezirkshauptmannschaft von einem bevorstehenden Besuche des deutschen Kaisers irgend etwas bekannt.

In der Frage der Posener ErzbischofSroahl ist man, wie mehrere Blätter hören, an maßgebender Stelle jetzt zu dem Entschluß gekommen, das Erzbistum Posen- Gnesen überhaupt nicht wieder zu besetzen, sondern durch den Weihbischof verwalten zu lassen. Man geht dabei von dem Gedanken aus, daß die Annahme eines polnischen Kandidaten in der gesamten nationalen Presse auf größten Widerstand stoßen würde, daß aber andererseits ein Erz­bischof deutscher Herkunft ohne jeden Einfluß auf die Natio­nalitätenfrage in den Ostmarken bleiben würde, da er in der polnischen Geistlichkeit auf keine Unterstützung zu rechnen hätte.

Gegenüber den wiederholten Nielbungen über neue Steuerpläne der Reichsregierung hört die .Voss. Ztg.", daß bisher überhaupt noch nicht einmal Erwägungen