—1 In Da ltaS (Texas) irt großer Schaden durch einen Zb' l.o n angenchtet worden. Viele Ortschaften wurden zerstört Ererche Hauser itürztcn ein. Ob Menschenverluste zu verzeichnen E noch nicht festgestellt. — In Gladbach zerstörte freue? im Mnchpaum der Spinnerei Mauser größere Baumwolbnen, gen Ter Schoden wird auf 30 000 Mk. geschätzt, der Betrieb ist nicht gestört.
Universitäts-Nachrichten.
he. Ernst v. LendenS Lehrstuhl. In Berliner Blättern wird gemeldet, daß für den v. Leyden'ichcn Lehrstuhl an dritter Stelle Professor His in Göttingen von der Berliner medizinischen frakultat vorgeschlagen sei. Dies ist nicht richtig. Vielmehr ist von der frakultat an dritter Stelle Profestor Moritz in Straf, bürg, früher in Gießen und Greifsivald, vorgeschlagca worden. Es ist aber wohl anznnehmen, daß die Fakultät, nach, dem die Profestoren Müller in München und Krehl in Heidelbeia abgelehnt haben, weitere Vorschläge niacheii wird.
mit ehrlicher Entrüstung, wie in ihres BtlsenS Tiefen dieser Haß gegen den Rotkopf zu keimen begann. Grün ist der «Madame Meudith LieblingSfarbe, darum hat sie vor einigen Monaten ihre ganzen Wohnung grün tapezieren lassen. Die Möbel wurden mit Stoffen und Ueberzügen von derselben Karbe bekleidet. Plötzlich aber rnachte Frau Meudith die fürchterliche Entdeckung, daß zwischen der prächtigen Ausstattung ihrer Zimmer und dem „goldenen Vließe ihres Mannes ein schreiender Farbenmißklang bestand. Von dem Grün der Tapeten hebt sich der rotgelbe Kopf wie eine Höllenflamme ab. DaS ist mehr als die zarten Nerven der Frau Meudith ertragen können. Diese Unstimmigkeit der Farbentöne bringt sie ganz auS der Fassung und ruft Wutausbrüche hervor, die mit schweren Nervenkrisen enden. Herr Meudith weiß nicht mehr, wo er in der Wohnung, die doch gewissermaßen auch ihm gehört, sitzen oder sich verkriechen soll! ES wäre ihm nun zwar ein leichtes, sich seiner Zimmereinrichtung anzupassen: er brauchte sich nur daS Haupthaar wegrasieren oder übermalen zu lassen; obwohl er aber im gewöhnlichen Leben ein recht friedlicher und gemütlicher Herr ist, weigert er sich ganz energisch, einer Laune seiner Frau wegen mit seinem Haarpigment eine Aenderung vornehmen zu lassen. Der schönen Frau Meudith bleibt also nichts anderes übrig, als sich an die Justiz ihres Landes zu wenden, auf daß sie diesen außerordentlichen Fall durch ein ScheidungS- urtetl aus der Welt schafft. Lieber einen neuen Mann als neue Tapeten k
* Kleine Taaescbronik. In Ko bürg wurde die bedeutende GrieSbach'sche Porzellanfabrik durch Feuer fast gänzlich zerstört. — Ter Pariser Polizei ist es gelungen, vier deutsche ReichSanqehorige, die bemittelte Deutsche bei ihrer Ankunft in Paris Geld zu entlocken verstanden, zu verhaften. - In BreSlau erschoß sich der 61jährige nervenkranke Rittergutsbesitzer Dr. Kunze, nachdem er vorher seine Ehefrau erschossen hatte. Tas Motiv zur Tat ist unbekannt. Pekuniäre Schwierigkeiten lagen nicht vor. — In Striegau entsprang auS der Strafanstalt der zu acht Jahren Zuchthaus verurteilte Schlosser Bar eck, bisher fehlt jede Spur von dem Entflohenen. Bareck halte noch sechs Jahre zu verbüßen. - Durch Großfeuer wurde gestern morgen gegen 6 Uhr die große Hollen- stedterGetreidemühle bei Einbeck ein geäschert. Etwa 2500 Sack Mehl nebst Getreidevorräten sind mitverbrannt. Sämtliche Maschinen-Anlagcn wurden zerstört. — Ter am Schlepp- tau des der Hamburg-Südamerikanischen Tampfschiffahrtsgescll- schast gehörenden Dampfers „Cordoba" hängende Schlepper „S a o Bento" ist im Biskayabusen untergegangen. Der Käpitan und die aus sechs Mann bestehende Besatzung ist er- ertrunken. — frpau Geheimrat Krupp stellte 3 00 00 0 Mk zur Verfügung, vus deren Zinsen erholungsbedürftig« 9Üt6 eitet fr lauen und Kinder der Kruppschen Werke verpflegt werden sollen. — Der vermißte Bürgermeister Dr. Böcksch in Oppeln befindet sich wohlbehalten wieder bei seiner Familie: er hatte eine kurze Vergnügungstour unternommen und während derselben drei Tage lang seine Angehörigen ohne Nachricht ge- Lassen, die daher befürchteten, daß ihm etwas zugestpßen sei. — Bei einem Dachstuhlbrand in Schöneberg, an dessen Bekämpfung die Feuerwehr längere Zeit arbeitete, ereignete sich ern Unglücks fall. Dem 21jährigen Bäckergeselleii Weiß siel ein Stück Brett vom Dsach auf den Kvpf, sodaß er schwer verletzt zusammenbrach. Er wurde ins Schöneberger Krankenhaus gc*
Spielplan des Grotzhcrzogl. Kurhaus-Theaters Bad-Nauheim.
Direktion Hermann Stein goetter.
Montag den 8. Juli: Unter Mitwirkung der Kurkapelle: „Boccaccio/ Komische Operette in 3 Akten von Fr. v. SuvvS. Mittwoch den 10. Juli: „Komtesse Gucker!/ Lustspiel in 3 Akten von Fr. v. Schönthan und Fr. KoppeldEllleld. Freitag den 12. Juli: Unter Mitwirkung der Kurkapelle: /Sie lustige Witwe/ Operette m 3 Akten von Fr. LehLr. Samstag den 13. Juli: „Ter Schwur der Treue/ Lustspiel in 3 Akten von Osk. Blumenthal.
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