Ausgabe 
7.10.1907 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

fegcnen Wohnungen oder auch Menschen in Mitleides gezogen werden können.

ä-iarktc.

Haus. .Gegen 3 Uhr trafen hier etwa 100 Turner ein und juchten sich zur kurzen, Nast ein sonniges Plätzchen auf. Aber bald wurde der Marsch über Crumbach, Fellingshausen nach Rodheim fortgesetzt. Dem Lahn-iDünsberg-Turner- bund gehören 10 Vereine mit etwa 800 Mitgliedern cm. Der stärkste Verein des Bundes ist der zu Wicseck, dem der zu Rodheim solgt.

rat Lich bewilligten 100 Mk. wurden direkt nach Herbstein abgesandt), von Bürgermeister Kühn in Ober-Bessingen ge­sammelt 20 Mk. Der Gesamtbetrag der bei uns einge­gangenen Unterstützungsgelder steigt damit auf 529 0,3 8 Mark. Indem wir hiermit die Sammlung schließen, danken wir allen, die dazu beigetragen haben, daß wir einen so erheblichen Betrag zur Linderung der Not in Herbstein Dorthin abliefern komrten. Stadt und Land haben in gleichem Maß dazu beigctragen, und damit wiederum die Genieinsamkeit ihrer Interessen erwiesen. Der Restbetrag i wird heute an den Hilfsausschuß in Herbstein abgehen;! iveitere Gaben bitten wir dem Hilfsausschuß in Gießen (Schatzmeister Fabrikant Klingspor) zu überweisen.

Bei dem Hilfsausschuß für die Abgebrannten in Herbstein gingen ferner ein: Fräulein A. Bansa, durch Pfarrer D. Schlosser 3 Mk., Sammlung in der Gemeinde Oppenrod durch Bürgermeister Balser 11 Mk.

< 3 ^..Haydns Jahreszeiten. Der geinischte Chor des Sangerkranzcs wird in diesem Winter (1. Dez.) Haydns Jahreszeiten zur Ausführung bringen. An Solisten sind gewonnen: Frau Küchler und Herr Schmidt aus rZ-rankchrt a. M., sowie Herr Appun aus Hanau; ferner! -wird die KLpelle des Kaiser Wilhelm-Regiments mitwirken. Crne Wiederholung des Werkes ist für den 2. Tez. mit der­selben Besetzung im neuen Theater als B o l ks v o r st e l \ lun g vorgesehen.

1 Durch einen Zusammen |t zweier Straßenbahn- wagen bet Ohlsdors unweit Hamburg wurden 9 Personen zumleü schwer verletzt.

In D r e s d e n trug sich ein furchtbares F a m i l i e n d r a m a zu. Cm Bruder des Kellners Rogler geriet in dessen Wohnung I lni Schwägerin und bereu Schwester m Streitigkeiten, ui i eien Verlauf er die Schwester der Frau Rogler durch einen Schuß ! «fr rU» ^lr ^e-^evc l>urch ivcitere Schüsse schwer verletzte. Er selbst stürzte sich daraus aus dem 4. Stock aus die Straße und er­litt lebensgefährliche Verletzungen.

Im Prozesse Hau sanden neuerdings Vernehmungen an Ort und Stelle statt, ivegen des Verhaltens des Barons v. Lindeuau. ^eni^Verhor ivohnten auch die Verteidiger Tietz und Gönner bei.

-ler Ozeandampfer der White-Llar-LmieCedric" ist m New- i) o r t angetornmen und ineldei stürmisches Wetter. Unterwegs ClCclnc drahtlose Meldung von dem Cunarddampsel umbria" worin der Kommandant derUmbria" mitcilte, einen chterllchen Stur m erlebt zu haben. Riesenwellen stosseii über die Decke derUmbria" und schwemmten d^

,** 2l u s dem Bureau des SLadtthcars. Ta Zweifel bestehen wegen der G u t s ch e i n e, so sei ausdrück­lich darauf hingewiesen, daß die Einrichtung der Gutscheine nach wie vor in Kraft ist. Jeder Abonnent, der verhindert ist, einer Vorstellung beizuwohnen, kann bis 12 Uhr des Aufführungstages das betreffende Abonnementsbillet zu­rückgeben und gegen eine kleine Gebühr einen Gutschein in Empfang nehmen. Solche Gutscheine berechtigen zum! Besuche einer beliebigen Abonnementsvorstellung, sei es | Dienstags, Mittwochs oder Freitags. Selbstverständlich muß j t)er Gutschein an dem Tage, an dem er benutzt werden I soll, gegen ein entsprechendes Tagesbillet umgetauscht werden.

*6 Tas Kolosseum erfreute sich am Sonntag eines außerordentlichen Besuches. Nicht nur, daß im Saale kein Blätzchen mehr zu haben war, es mußten auch zahlreiche Schaulustige auf den Genuß des empfehlenswerten Oktober- Programms verzichten.

ÜUKft unö Wissenschaft.

... - /lus Fra n tfurt a. M. wird uns unterm 5. bs geschrieben: Nun ist alsooffiziell" der Winter eröffnet, benn !?.. orauksurt gibt es genau so wie bei der preuft scher Ci,enbahnverwalL''.ng einen offiziellen Beginn des WinttrL Diesen bezeichnet aber nicht etwa der Anfang der Spiei- $f:t mcbcn Katern, die bereits am 1. September wieder i9cc Pforten offnen, sondern das ersteMuseums- kouzert", d. h. das erste der Konzerte, die von der ait berühmten, Museums-G'esellschaft vor Der elegantesten Gesell- faja t von Frankfurt alle 14 Tage am Freitag im großen Saale des Saalbaues veranstaltet werden. Dem dies- jährigen Eröjsnungskonzert sah man mit besonderem Un­tere,,e entgegen, weil diesmal einneuer Mann" die Batttuo m .Händen hatte. Herr Willem M e n ge l b e r g aus Amster dam, der nach der Dirigenten losen, der schrecklichen Seir (im vorigen Winter gab es nur Gastdirigenten) für dieses ^zahr als Dirigent der Konzerre c^wählt ist. Der ueiu Dir.gent, der ein aus klassischen (Bach, Beethoven unb

finden sich in sehr ärmlichen Verhältnissen. InNieder - Seemen entstand in der Hofreite des Schreiners Winter eme Feuersbrunst. Wohnhaus und Stallungen wur- I ein Raub der Flammen, denen auch große Holz- und ^ullervorräte zum Opfer sielen. Der Schaden ist verhält­nismäßig groß, da Winter nur gering versichert ist.

ke. Gl a u b e r g, 6. Okt. Das neunjährige Töchter^ ch c n der Eheleute Lotz fiel, als es Gänse aus der Nidder treiben wollte, in den Fluß und ertrank.

? Vetzberg, 6. Ott. Las am 1. Oktober um die Mittagszeit über das Lahntal dahinziehende Gewitter hatte auch die Bewohner unseres Dörfchens in großen Schrecken verletzt. Unjcrc alte ganerbliche Burgruine ist dabei betroffen worden. In den schon so oft von Sturmesbrausen umtobten!

Die Braut als Mörderin.

Junge Mädchen als^Mörderinnen sind nicht alltäglich- [^Wen. $ie 22iaynge Tochter Berta des öürgern^fv , in wie kurz von uns ;

wurde, eingestanden, am 14. Mai d. I. ihren Bräuti^ den 35chlMgen Ingenieur Preßler in Chemnitz, ermord//" haben, um die ihr testamentarisch vermachte Summe von 1 oon Mark M eTÜnigm. Ueber i>re sensationell« 'JTmrbaffäre ? tnt Ncotiv an die Ernwrdung des Grafen Komarvwskri in 9t, big enmtert, liegt folgend- Darstellung vor:

Am 14. Mai wurde in Chemnitz in feinem ntnFii;«.. Zimmer der 35 jährige Oberingenieur Preßler kurz vor fT" e vochzert erschlossen aufgefunden. Die Kugel war ihm durch? Muiid in das öirn gedrungen. Der Revolver, aus hem k abgefeuert war, lag neben dem Toten. Die 61 na hm e i neu Selbstmord an. Schon damals behaut j bw Dirtm des Ingenieurs, der Revolver habe sich vorbei rm Befitz des Toten befunden, doch achtete man auf diese nicht Mel In dem Nachlaß des Toten befand sich eüi ment, das die Braut Preßlers, die 22jährige Toch^ des^damaligem Bürgermeisters Beier aus bei tyvciberg in wachsen, zur U n iversaler b in einstw^ _ .. Inzwischen ist der Vater der Berta Beier gestorl^n ' tfraidein Beier selbst wegen Urkunde nfälschuna izrerberg m U n t e r s u ch u n g s h a f t. Im Laufe der UntlJ uchung traten Momente zutage, nach denen das Mädchen "

0 W rrl 5 lhres Verlobten in Betracht kam.

feftgestellt wurde am Mordtage von Freiberg zuni BeR ihre., Bräutigams nach Chemnitz gekommen. Scherzend fL fie zu ihm, ite habe eine Ueber raschung öom%? ntarft wrtgebracht, er müsse sich'aber die Angen binden lassen. Als der nichts Schlimmes ahnende Bräutza" aus den vermeintlichen scherz seiner Braut einging und sich h Augm verbinden lietz, erklärte sie ihm, er solle nun den M n aufmachen. Kaum! war das geschehen, so steckte ihm di Braut den Revoller zwilchen die Zähne und drückte los. Vreiiu war aus der Stelle tot. Weitere Einzelheiten muß erst di Unterfuchung erg^cn Wie man annimmt, hat das Müdcbe> nach der Tat. loOOO Mark, die im Besitz und in der s2ßOb !r?ns ^är-aiili5.ant? .n??rcn' an sich genommen. Festgcste'i

dpi Mörderin bei rhrem Be>uch ein gefälschtes Testamen

nacf) bem der Brantigani seiner Braut im Fall fernes Todes sem ganzes Vermögen vermachte.

Die Mörderin, die auch iwd) andere schwere Verbrechen bp ^?nrnPnabrCn Z schon erwähnt, den Mord an ihren

Verlobten bereils emge,landen. 1

nud) bc.n Frieden der Welt gefördert. W unf er ^fester Wille, in nationalen Fragen fest zu st eben zur Regierung Dadurch fordern wir viel mehr.den Weltftieden, ,rJe, längsten Beratungen der Haager Konferenz. (Große Bnder rst cs nicht gelungen, den Zentrumsturm zu erfchuttcr-n. Es zaigt fich eben, mie gewaltig die Organisationen \ ^n'fckvumS rm -^aufe der Jahre geworden find, Organisationen, die nicht nur auf politischem Gebiete sich bewegen.

rn - x Zentrum hat seinen Besitzstand vermehrt durch das -o n n i Nis mitder Sozialdemokratie, ein Bündnis,

num letzt im Zentruni so wenig hören will. Älliil spricht viel e cijt voti der Flottenrede Spahns, als von der r^reuiufchaft mit der Sozialdenwkratie. Auch hier ist Bebel unser öarviizenge. Gr sagt, die Sozialdemokratie habe 12 t i ch w a h l e r f o st g e d e n Z c n t r um sarbeiternzuver- oante^n. (Lebhaftes Hört! hört!) Nun, die Sozialdemokratie s'ty Miä) revanchiert. Sie bat, wenn sie die Wahl hatte zwischen Liberalen oder Zentrum, oder Konservativen oder Anti­semiten, den Ultramontanen und den Lllitisemiten den Liberalen vorgezogen So ist uns alter Besitzstand verloren gegangen.

Wir hätten ohne diese Taktik Miseren Besitzstand über die 55 vermehren können. Tas war nun nicht zu erreichen, und wir werden den Scheiden das nächste Dial hoffentlich durch eigene Agitation gut machen. (Beifall.) Im Großen und .Ganzen aber haben mir gute Fortschritte gemacht. Wir haben vor allem wiederuvi unsere Stimmenzahl um Hunderttausende vermehrt, wie auch schon 1903. Tas ist ein Zeichen für die wachsende 2S erbe Fra ft der liationalliberalen Partei. (Lebhafter Beifall.)

Tas ist ein Zeichen, daß jene kritischen Zeiten, in denen wir große Schwierigkeiteir in wirtschaftlichen, zum Teil in sozial­politischen Fragen zu überwinden hatten, im wesentlichen hinter mis liegen, und daß wir ein großes, neues Eroberungsgebiet vor uns haben. Die Sozialdemokratie und das Zentrum ver- siigen über eine gewaltige Organisation, denen wir nichts gleich­wertiges an die Seite stellen tonnen. Da ist vieles bei uns zu bessern. Deshalb haben wir auch zu viel schwankenden Besitz­stand. Wir verlieren von den Mandaten, die wir haben, immer viel zu viel. Es geht immer viel zu viel herüber und hinüber. Tas muß geändert werden.. Wir müssen u ns du r ch ganz Deutschland organisieren, um mit einem festen Or­ganisationsapparat in die Erscheinung treten zu können. Wir haben neue gute und große Ziele gewonnen auch für das Par­lament. Wir erkennen aber an, daß sich die n a t i o n a l l i b e r a l c Jugend in voller Kraft in unseren Dienst gestellt hat. (Lebh. Beifall!)

Aus Sta-L und

Gießen, 7. Ott. 1907.

** In Audienz c mpfangen wurden am Sams­tag von S. K. H. dem Großherzog u. a. der Rettor der Landes-Universität Prof. Dr. Leist, der Geh. Hofrat Prof. Dr. Naumann, der Univ.-Sekretär Geh. Kanzleirat Schäffer und der Univ.-Sekretariatsassistent Erle.

** Hilfe für Herbstein. Seit unserer letzten Ber- öffenllichung gingen bei imferec Geschäftsstelle noch ein: Un­genannt 1 Mk., Dr. Schliephake 10 Mk., von der Bürger i meisteret Lich gesammelt 25.20 Mk. (die von dem Gemeinde-!

Kochstiftung. Der Verein Hess. Zahn­arzte hat der U n i v e r s i t a t Gießen zur dritten Jahr­hundertfeier nachträglich den Betrag von 2000 Mk. als ,^Kochsllftung" überwiesen. Tie Zinsen dieser Stiftung sollen wissenschaftlichen Zwecken des künftigen zahnärzt­lichen Universitätsinstituts gewidmet sein.

[j Klein-Linden, 6. Ott. Heute fand das Ernte- d^anksest unter sehr starker Beteiliginig der Gemeinde statt. -Lee Gottesdienst wurde durch die Gesangsvortrüge des ae- mischten Chores und die Vortrage des PosalinenchoreS, der auch die ^horale begleitete, sehr verschönt. Der Altar war mit den Früchten der Gärten und Felder hübsch geschmückt.

= i? jeck, 6. Oft. ForsthauS Waldhaus, inmitten dcS Krochorfer Waldes gelegen, galt heute als Ziel für i ben ^urngang des Lahn-Dünsberg-Turner- bunoes. Ter Sammelpunkt war Bahnhof Lollar- Ab­marsch mittags 12 Uhr. Anfangs nur eine kleine Schar, toufy* die Zahl der Teilnehmer von Dorf zu Torf. Ver- S toarcn ^Kbct: Launsbach, Wißmar, Hausen, Mainzlar, naubnngen. Wie,eck und , , - b< ni Borin ritt \r- 7 ,wv, |U U|1 Uün ^"'rmesorc , ___________

ber Jugendkapelle S ging eS ufen cm Blitz hernieder und riß wohl zentner-

Udenhausen hinüber in mn Wißm L , ' J Gtc,n^ |nnö b,m alten Gemäuer heraus. Ter erst

, namentlich im , > auSgebcfferte Burgturm ist an feinem

*"** ä -» « »-E

-tt- Grünrn gen, 6. Ort. Unser Städtchen prangte heute im Festichmuck, galt es doch, mit der Kirmes das neu erb oute stattliche Schulhaus cinzuweihen und ferner ^Bestimmung zu übergeben. Im Sommer vorigen Zahres war mit dem Neubau begonnen worden, der jetzt mit einem Kostenaufwand von ca. 60 000 Mk. vollendet ist und Mitte Oktober mit Beginn des Winterhalbjahres ui Benittzung genommen werden soll. Bei der heutigen tyeter firfammette sich um i/23 Uhr der J^stzug, bestehend den Berrretern der Kreisschulksmmisfion Gießen, der Baubehörde, ben Orts-, Schul- und Kirchenvorständen, den Gesangvereinen, dem Kviegerverein und den beiden Schul- tlosfen. Der Zug begab sich durch ben Ort nach dem alten Schulhau.e. Lehrer Momberg er sprach Worte des Ab­schieds t)on ber langjährigen Bnbungsstätte der Gemeinbe ow Schulkinder sangen2lch bleib mit deiner Gnadet ^cach dem GesangUnfern Ausgang segne Gott" bewegte sich der Festzug nach dem Neubau. Das VaterlandsliedWo ein Altar steht" wurde vom Män.lergesanaverein vorae- tragen. Dann hielt Schulrat Kleinschmidt- Gießen die A^eiherede. Er wies auf den Besuch der ausländischen Schul- manner hin, die vor einigen Wochen im Kreise mehrere

so auch bte hiesige besichtigten. Sie sprachen be­züglich der schonen Schulhausbauten ihr Erstaunen und ihre ^etvunderung aus und erklärten, daß im Kreise Gießen Ek schntfrenndliche Bevölkerung wohnen müsse. Scl ul- rae Kleinschmidt hob baiin dn§ Entgegenkommen üer Stadt Grimlngen und das Verdienst des Baurats Tiehin und des StraßenmcisterS Mohr hervor. Tas neue Schulhaus solle eine Alan^- und Pst'egesratte der Religiosität und Vater- landslicbe und guier deutscher Zucht und Sitte werden in der auch der Jugend die Kenntnisse und Fertigkeiten uocrmuwlt werden sollten, di- zum praktischen Leben er- forderlich seien. Hierauf sang der JMeimfche Gesangverein Mach Die 4.ore weit" und ioer MannerchorNun preiset alle Zolles Barmherzigkeit". Straßen meister M o h r dankte oen Bauyanv werkern. Baurat Diel) m - Gießen wies darauf > yiu daß das Haus auf historischem Boden siebe, neben der ^ah^Hunderte alten Linde, die das Sinnbild und Wappen Grüningens ist und bereit Bild man auch über dem Eingang öum.Schulhaus angebracht habe. Er schloß mit dem ; Wunsche: Moge bas Haus ein Segen sein für das zu- iunftige Geschlecht, damit es seinem Wahrzeichen gleiche mögen die Manner zäh und je ft sein wie das Holz des Baumes, bie Frauen lieblich wie der süße Duft der Linden-

, blute. Regierungsrat Welcker überbrachte bie Glück- I Umusche des Provinziald.rektors Geheimerat Dr. Breidert und sprach die Freuoe der tlrcisschulkommissiön aus, daß

I früh et er Schüler, Bauunternehmer Heinrich Sames eine Stiftung von o00 M?. zur Beschaffung von Lehrmitteln uoerwtesen habe. Bürgermeister Gilbert öffnete hierauf das Hauszur Besichtigung, und nun ergoß sich die zahl­reiche Zuschauermenge in die Räume des Gebäudes. 4n dem Schulsaal der 1. Klasse gedachte Lehrer Momberger in a.anrbaricit des hochherzigen Stifters dec Lehrmittel, die Redner znm ^eil in einem ebenfalls von H. Sames geschenk­ten Schrank untergebracht hatte. Die Lehrmittel besteben <uet aU5 rtassychen (Bach, Beethoven mw

aus physikalischen Apparaten, besonders aus dem Gebiete unb nrodernen (Wagner) Werken zusammengesetzt, der Elcttrizität, aus metrischen Maßen, vielseitigen An- gewählt hatte, wurde sehr freundlich au^r-.

schauungSbilberii für Naturkunde und die Gebiete der Land- ^mmeu. Sein Wesen ist ungemein klare Gliedermig, fduwe wirtschaft, für Geschichte und Geographie. Büraermeister schneidiges Draufgehen. Ein kühner Neuern-

Gilbert nahm namens der Gemeinde die Stiftung dankend und Apostel tote sein Vorgänger S. v. H^usegger ist er entgegen. Der in schmuacm Stil gehaltene Neubau enthält I < r?lu erlesener Führer des Orchesters unb em ptoei Schulsäle und zwei Sechszimmerwohnungen für die § ^u^rpret. Leider hat er sich nur auf ein Jahr

beiden Lehrer. Jede Wohnung hat ihren besonderen EG- berp,uchtet.^Dann geht das Suchen von neuem los . .. gang, die wiederum von dem Eingang zu den Schulsälen ~

getrennt smd. I l-- Frankfurt a. M., 7. Okt. (Telegr. Orig.-Bericht des .Gieß.

X Hattenrod, 5. Okt. Ter Taglöhner K A von 7?^' heutigen Viehmarktpreise. Zwil

hier durchschnitt sich gestern abend einen Teil MClfn=lo JtnubSn 434 99 ait§sCelIcrretd^ Bullen,

finffpa Ofm- 'urrf, hnrb ftlues 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 8tz4 Kühe, Ferien, Stiere Ulli)

? 1 .? 1 furcht vor einer vterwochentlichen Gefängnis- Rinder, 0 aus Dänemark, 234 Kalber, 288 Schafe und Hümmel

stta.e, die er demnächst verbüßen sollte, brachte er sich 00 Schafe aus Oesterreich, 4 Ziegen, 2102 Schweine. Vezell!

diese lebensgefährliche Verletzung bei. Der rasch bin;n- Nir 100Pfund Schlachtgewichr: Ochsent. Qualität 8386 Mll fää "14 a ---sWLWNMKU

)( Butzbach, 6. Ott. In dem gegenwärtig hier 00--00Nck. Kälber: I. Qual.9295 Pfg., Lebendgewichti)457A spielenden Zirkus Straßburger trug sich in der Norstelluna 2* 89TO86 Lebendgewicht 4651 Pfg., Schlacht-

am letzten Donnerstag ein Unfall ui P h ; 4 gewicht 6265 Psg. Schafe: 1. Qual. 60 63, 2. Qual. 7880 Psg., Ofrfiit /ft x em nnsau zu. L)er einbeinige 8. Qual. 00-00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 67-00 Ma «ebbopiD Q xb ' m-^ICUCn buc^ sein Austreten 53.00-00.00 Pfg., 2^Qu. 05-66 Psg., Lebendgew 52.00-00 Pig,

Kolosseum und mi Zirkus bestens bekannt ist, stürzte, a(£ 3. Qual. 5860 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft gut fein er über einen Tisch springen wollte, so unglücklich, daß er Ueberstmid.

lerne Sehnenzerreißung davontruq. Er wurde nach ni, Frankfurt a. M., i. Okt. (Orig.-Telegr. desGießen. Gießen in die chiruraiirbe Ginif 5' ) Notierungen der heutigen Fruchtniarktpreisk.

I b z n r 6 ^^^Nche Mmk gebracht. Weizen All. 23.00-23.25, Lurhessifcl)er Alk. 23.00-23.25, La Plate

A Ober-Rosbach, 6. Okt. Das Wander- 25.0026.00, Kansas Mk. 25.0026.00, Roggen (hiesiqerj

11) c a t e r des Rhein-Main-Verbandes für Verbreituua brr 20.5020.75, Gersle (Wetterauer) Mk. 19.7520.50, stanken-

Volksbildung hat feine Spielzeit bie fick» in ben tolder Rck. 20.25-21.00, Hafer 18.50-19.00, Mais Mk.I6.00-16..

J ; JlCy 111 oen nächsten Weizeniuehl Nlk. 32.50-33.00, 0000 2. Qualität Att 3075

h 2 Tii -ivetterau und Ooerhessen ausdehnen wird, bis Mk. 31.50, 3. Qualität Mk. 29.0029.50, Roggeiunchl 00

jcutc hier unter zahlreicher Beteiligung begonnen und wird 31.0032.00,1.Qualität Mk.30.0031.00, Weizenkleie Mk. 12.25 Enoe des Monats in Butzbach Vorstellungen neben ^oggeulleie All. 13.50-14.00, Maiskeime Mk. 11.75

. -10rten6erg,6. Okt. Ein tödlicher Unglücks^ 100 «q Ä1* Wttr' 9iieb SDIt-«o.oo-üO.oo. Alles M ran trug sich in dem großen Basaltwerk bei CTtciiüa.J----------

Zu- Nachdem eben das Sprengen vorüber war i.nh .Sip , Klerue Tagcschrouik.

Arbeiter bereit?, r it oer war unb bie Ain Sonntag abend fuhr ein Automobil, in dem die

HfrtorHnfV ' f \ -Legraumung der Sprengstücke Prinzefslnuen Ida und Emma von R e u ß ä. L. fassen, bei Rail- o^schas.igr waren, stürzte noch nachträglich ein Basaltblock J^au m einen Siraßcngrabeu. Das Automobil wurde zertrümmert, ans einer Hohe von etwa 20 Meter nach, der ben <>8 Jahre Insassen blieben unverletzt und fuhren im Wagen nach Schloß

nnoen nni bhr r*-" ' Zuchligungen vorgenommcn werden sollen, an den dort zu über-

sullicher Besserung unlergebrachten Mädchen, sind wiederholt Zöglinge bu^mchen. Auch neuerdings ist wieder eine Anzahl ausgebrochen. 1^ Ncadchen wurdcii von einem Gendarmen im Walde bei Drosedow aufgegrissen.