Ausgabe 
7.10.1907 Erstes Blatt
 
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^Offizieren des Großen Generalstabes, seither Konrpagrne- chef rm Infanterie-Regiment Nr. 168, das Rftterkreu^ erster l~

Kruppettwasserversorgung Aad Yaut-einr.

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Gestatten die hohen Exzellenzen, ft' wir in Melbach ihnen kredenzen Unseren schlichten heimischen Trank Zum Willkommengruß und herzlichen Tank. Mit Hochheims Gold kann sich nicht messen ^er Hohenastheimer von Oberhessen, Doch birgt der Wetterancr Apfelsast Wle Land und Volk eine stille Kraft.

So ists auch nicht nach unsrer Weise, Taß wir den hohen Herrn zum Preise Deut machen großen Wörterschwall. Wir danken schlicht und rufen all:

Masse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver­liehen.

Ans Staöt und L^nd.

Gießen, 7. Ott. 1907.

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Heer und Flotte.

Für den Fall der Mobilmachung ist von einer Anzahl Eisenbahnverwaltungen, u. a. auch der preußisch-hessischen, unlängst ungeordnet worden, daß in sämtlichen Bahnhofswirtschaften im Betriebe schon vom ersten Mobilmachungstage an alkoholhaltige Getränke nicht mehr verabreicht werden dürfen. Dagegen sollen alkohol­freie Getränke in genügender Menge bereit gehalten wer- !den, um die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit der Mannschaften nicht durch Alkoholgenuß zu beein­trächtigen.

Die Stellun g eines Armee-Inspekteurs der 5. Armeeinspektion wird, wie in militärischen Kreisen verlautet, an Stelle des verstorbenen Großherzogs von Baden wahrscheinlich der Generalfeldmarschall Graf Häseler erhalten. Der jetzige Großherzog von Baden wird, so vermutet man, wegen seines Augenleidens die Stellung nicht übernehmen.

** Die Großherzoglichen Herrschaften fuhren am 3. d. Mts. 2.30 rmchmittags mit dem Prinzen Heinrich von Preußen nach Cron berg, wo auf Schloß Friedrichshof der Tee genommen wurde; 7.30 erfolgte die Rückkehr nach Jagdschloß Wolfsgarten. Arn 4. d. Mts. folgten die Herrschaften einer Einladung zum Frühstück um 1 Ehr auf Schloß Heiligenberg. Prinz Heinrich von Preußen stattete am Freitag vormittag dem Prinzen Franz Joseph von Battenberg einen Besuch ab. (Darnrst Ztach

** Ordensverleihung. S. K. H. der Groß- herzog haben dem Hauptmann Jochim, zugeteilt den

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Dieseleben urw Provinz! ldirekwr Dr. Breidert, Ministerialrat SUe otc Medizrnalcäte Dr. Neidhardt und Dr. Hauser, baurat ^chmick Negierungsrat Welcker, Die Kreisräte Fen Böckmann, die Landtagsabgeorducten Brauer, Breidenbach, DawÜ ^crsck^l und K^ler, Baurat Dr. Eser, Bürgernreister ^edocrg, dre Beamten, die an dem Werke beschäftigt

legten Erzwäscherei dort, dürfte die Bahn von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein.

** Ke in An kunfts stempel mehr auf Post­karten. Die Zulassung von schriftlichen Mitteilungen aus der Vorderseite von Ansichtskarten hat schon seit längerer Zeit dazu beigetragen, den Ankunftsstempel bei dresen Karten ganz wegzulassen, weil er die Lesbarkeit der Mitteilungen beeinträchtigte. Da nun vom 1. Oktober cltt außer bei den Ansichtspostkarten auch bei anderen Post­karten auf dem linken Teile der .Vorderseite schriftliche ^""^lungen nach den Beschlüssen des Weltpostlongresses zulässig sind, so ergibt sich die Notwendigkeit, den Ankunfts- stempel bei Postkarten überhaupt wegzulassen. Das Reichs­postamt hat die Postämter angewiesen, sämtliche Postkarten vom 1. Oktober an nicht mehr mit dem Ankunftsstempel zu bedrucken. Ausgenommen hiervon sind nur die Postkarten mit Nachnahme.

Die Schuljugend saug dann unter Leitung des Lehrers Kredel ^ber' to0lauf m<ni sich zum Quellengebiet b ftch m entern anmutigen Tälchen, dicht beim Orte in hesftschen Farben grüßten von ferne hing gift geräumiges Zelt nahni alsbald die Festversamrn-

Seid. gegrüßt in unserm Tale, Wo die snjchen Quellen sind. Wo im unlerirdschen Saale Stetig Lauterbrünnlein rinnt.

Brüinüein nun hinab von dannen Zu den Dörfern, Städten fließt, Daß es sich m Kessel, Kannen Und in Feuersglut ergießt.

Brünulein ist nun cingeenget Ja den Eisenstrang hinein» In der Erde Schooß ge^wenget, Schaut nicht mehr der Sonne Schein. Hei, das war ein lustig Treiben Ueber Mühlrad, Stock'und Steinl Ntm muß all das unterbleiben, Ernst wird Brünnleuäs Wandel sein. Manches Mühlrad wird zerfallen, Die Forelle wird enlflich'n, Still wirds in den Mühlen allen, Bächleins Flut wird trübe zieh'n. Wir verlieren lieblich Leben, Mehr noch ists, was I h r g e w i n n t, Jtenn mit dem, was wir Euch geben Neues Leben Ihr beginnt:

Rüstig Schaffen, Vorivärtsschreiten, Daß des Landes Wohlstaiid steigt. Daß das Werk für olle Zeiten Euch zu stetem Glück gereicht.

Mög' die Laute rleitung tragen La ilter Heil in Stadt und Land Und in gilt und bösen Tageii Sein ein em'gend Friedeii2band!

Bahnprojekt Marburg Mücke. Die Vor­arbeiten zur Weiterführung der Marburger Kreisbahn, die vom Bahnhof Süd bis nach Dreihausen im sog. Ebersdorfer Gund führt, haben einen so guten Fortgang genommen, daß sich jedenfalls schon der nächste Kreistag mit der Sache befassen wird. Bon den drei Projekten, die Bahn von Dreihausen über den hohen Berg­rücken in die Rabenau nach Nordeck und Londorf mit Einmündung in die Bachn LollarGrünberg, oder von

Am Samstag, dem eigentlichen Einweihnngstag, sammelten ich um 8 Uhr vormittags die Teilnehmer im Buhnhof Gießen wo emige Wagen für die Festgäste bereitstanden, die sie mit dem 's? an nach Grünberg brachten. Dort stund eine An- ftchl Wagen bereit, die alsbald bestiegen wurden und die Fcst- teilnehmer in kurzer hübscher Fahrt durch die schöne Herbste lanchchaft nachL au ter brachten. Am Ortsausgang wurde au s- gesttegen, iwch andere Teilnehmer kamen dazu, sodaß wohl 100

UH, öur Quellenwerhe in dem in stiller Weltabgeschieden- Vat idyllftch gelegenen Dorschen eingefunden hatten. Es waren aiiweiend Ltacusminister Ewald, Finanzminister Gnauth, Minister des ^nneru Braun, Jic Geheimeräte Milbrand, Freiherr von

yrlentt ^eA«i. Hauswirtschaftlicher Unterricht ün Rahmen ^^^uen Fortbildung fei aber unzweckmäßig, da er ein- ^aiber be^uiMt w^den musst Frl. Dr. Gertrud Baumer * u t^lLn9^T für di e soziale Rednerm verlangte nach Abschluß der bme allgemeine Fvrtbildungszeit vou r Jtc^ dann hauswirtschaftliche, päda-

Wörccke Fachschulen anschließen. Durch die soziale iDilTsarbeit muß das Zugehörigkeitsgefühl zum Ganzen geweckt wMen. ^m Anschluß an die praktische Arbeit in Kindergärten ^d^zia^dagogik gelehrt werden, ferner Sozialgeschichte und -Wirtschaftsgeschichte, dre Entstehung der modernen Gesellschaft aus ven rnodernen ProdEionsverhültnftsen und die daraus sich er geben- Den sozialen Pflichtem In das Gebiet der öffentlichen Jugend- mu^cn, ^I Mädchen praktisch ein geführt werden. Wenn stch u^) Praxis auf diesem Gebstte decken, so wird für dre Mädchen eine wertvolle Allgemeinbildung gesichert sein.

An die Restrate schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Schließlich gelangte folgende Resolution zur Annahme:Der Allgemeine Deutsche Frauenverein sstht in einer an die höhere Mädchenschule sich anschließenden Fortbildung nach der allge­meinen wissenschaftlichen, pädagogischen und sozialen Richtung eine dringende Notwendigkeit, die in den Aufgaben der Frau in der Familie und im öffentlichen Leben begründet ist. Es ist eine Verpflichtung von Staat und Gemeinde, solche Fortbildungs­klassen einzurichten."

c. rr . E.H. Gießen, 7. Okt.

~ic stierlicye Einweihung der Gruppenwasserversorgung Bad- Nauheim, die außer dem Bad und der Stadt Bad-Nauheim noch Friedberg und eine Reihe von Landgemeinden mit gutem Wasser verneht, und bis letzt die größte derartige Anlage in Deutsch-- lan^ ist, fand am Freitag und Samstag in einer der Be- ^butung des Werks entsprechenden Weise statt

' . t wurden, wie schon kürz erwähnt wurde, die

aU<x ^tuug angeschlossenen Orte von den Ministern ^owie einigen höheren Beamten besucht

1 .n^men J?n diesem Teil der Feier u. a. Geheime­lt Irovinzialdirektor Dr. Breidert, sonne die Kreisräte Fey ~ux^>xt gmg in mehreren Automobilen von nach oüjwahKini, Dorheim, Melbach, Södcl, Wölstrs- heim, Berstadt, Utpye, Trais-Horloff, Billingen, Nonnenroth Ober-

1 r* 9-B? nfs ! U1 e, ~ e eKa Ue*t ^1U September wurden q? 8 23 in?,e ^OeUehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1041 Zeitschriften 318, Jugendschriften 118 Bers- dichtungen 57, Literaturgeschichte 11, Länder- und Völkerkunde 43 Kulturgescyichte 9, Geschichte und Biographien 96, Kunst- geichichte 10, Naturwistenschait und Technoloaie 80, Heer- und eceweien a, Haus- "nd Landwirtschaft 6, Gesundheitslehre 11, S.e ""d Phftowphle 16, Staatswissenschaft 13, Sprach Wissen- scha" 6, vremdjprachliches 13 Bände. Nach auswärts tarn n! -oanoe.

ist das letztere am zweckmäßigsten befunden worden. Sämt- ltche Gemeinden, mit Ausnahme des noch im Marburger Kreise liegenden Dorfes Roßberg, haben sich zur Stel­lung des erforderlichen Geländes bereit erklärt, außer­dem zeigt die Darmstädter Regierung das weiteste Entgegen­kommen. Wie jetzt vorgesehen, berührt die Bahn von ü-reihausen aus Roßberg und Vermertshausen, geht dann über die Landesgrenze nach Rüddingshausen, Weitershain, Bernsfeld, Atzenhain, Merlau nach Mücke. Das sind etwa 6 Kilometer preußisches und 20 Kilometer Darmstädtisches Gebiet. Tie Gesamtbaukosten dürften etwa 2 920 000 ML. betragen. r5Ür die Entwickelung der großen Eisenstein­gruben bei Atzenhain und Bernsfeld, sowie der neuange-

H^gblschläge gab es 1906 in 54 Gemeinden (in Oberhessen 39). Betroffen wurden 7112 (4975) Hektar unt> beschädigt 3600 (2337) Hektar. Der dadurch angerichtete Schaden betrug 266 431 (163 891) Mark oder 17 (18) Prozent des Wertes der auf der verhagelten Fläche zu erwarten­den Ernte. Von der beschädigten Fläche waren 1173 (1090) Hektar mit 430 253 (396 222) Mark versichert. Ausbezahlt wurden 65 043 (58812) Mark Entschädigung. Von den ein­zelnen oberhessischen Kreisen hatte Alsfeld 72138, Gießen 36 053, Schotten 30107 und Lauterbach 25 593 Mk. Schaden ^r<enb au§ ^ri Kreisen Büdingen und Friedberg keine Schadens-Meldungen Vorlagen. Von den 18 Jahren, über in9enaue Aufzeichnungen vorliegen, fyatte das Jahr 1900, in dem 142 Gemeinden 1762 518 Mark Schaden hatten, den höchsten Schaden aufzuweisen. Sehr wenig Hagelschaden gab es 1902, wo nur 41 Gemeinden zusammen 74103 Mark Schaden hatten.

i °iU ee ' 'Dt- der abgelaufenen

sind11 Kurgaste an gekommen, die Gesamt- sreguenz betragt bis zum 3. Oktober 29 087 Personen, loovon am genannten ^.age noch 1495 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 3. Oktober 390 047 abgegeben. Die Gesamt- fteguenz ist um rund 1700 gegen das Vorjahr gestiegen. , m Kleine Mitteilungen aus Hessen und den z N a ch b ar st a a t e n. Jii der Stadtpfarrkirche zu Traunstein in ^Dienstag die Trauung des Rittmeistsrs und Es­kadronschef im Dragoner-Regiment Nr. 23. (Darmstadt) Auanft p'^u- Uc st erwctler von Anthoni, einzigen Sohnes des uuheren laiigiahngen Honnarschalls des Großherzogs von Hessen Generaladiutanten ä 1 s. General der Jwanterie a. D. Paul Frhrn' ^^brweller, Mit der Baronin Aiane Charlotte v. Gise, zweiten -Lochter des bayeri,eyen Kamiiierers und Oberhofmeisters a. D. Smnhii'r ftatt. Qn. der^Aiigelegeiiheit der projektierten , s° q.11 r b, a b n i m ^ailNlis weilten die Herren Friß Opel und August Euler-grankfiirt dieser Tage als Delegierte des grankmrler Auwinobil ü.bs ni Berlin. Tie Verhandlungen mft ^n>-^^^ipss, Dr. Leviii-^tolpuig lUid Geheimrat von Fried- ft ba§ ^^cbnis, daß der Kaiserliche Automobil­klub die Befchluwaßung auf den 15. d. M. verschob. Jiiuvischen oorgelegt werden^uauer anSgcarbcikt und dann m Berlin

** Die hessischen Miuister auf einer Auto- rmobilfahrt in Gefahr. Zu unserm Arttkel über die Gefahr, in der die hessischen Minister auf einer Auto- nrobilfahrt zur Besichttgung des Gruppenwasser-Der- sorgungswerks Bad-Nauheim-Lauter in Dorheim geschwebt haben, wird uns von einem Augenzeugen Folgendes mit­geteilt: An der Automobilfahrt waren im Ganzen sechs! Automobile beteiligt. Das erste, dem Aütomobil der! Minister vor aus fahr ende Automobil, in dem ein Diener der Badedirektton Bad-Mauheim und ein Photograph saßen, bemerkte den herankommenden Zug der Nebenbahn Fried-

bei Dorheim nicht und passierte mit knapper HUV u

Kot noch den Uebergang, es handeüe sich um Sekunden Micher Empfang bereitet. In den' 'ÄHK'* Und es Ware vom Zuge ersaßt worden. Der Führer des Men die Ortsoorstände, die Schuljugend und Vereine AuL Zweiten Automobils, in dem die Minister Gnauth und 6?tr- Bürgermeister hielten Ansprachen,

Braun, sowie Kreisrat- Fey und Baurat Dr. Eser saßen I Minister" BbmH Wasserlntung zum Ausdruck kam,

und das dem 1. Automobil tu etwa 30 Meter W^ndL brevem ^ch'7uf S "L? folgte, bemerkte jedoch die Gefahr sofort und hielt noch >E°nf die Schulkinder die Lesscnhymnc^chnd anders Lieder \arwn rechtzertig tn genügender Entfernung vom Zuge an. cvO ..^1, 9m9 c§ auf dem modernsten aller Verkehrsmittel

** 3m Ersatzjahre 19 06 sind n. d. Darmst. Ztq wftd-n-bolte bie ^er in ähnlicher Weise

ber den Truppen der Großh. Hess. (25) Division im aanL^l !; n 7^?bEunnen frei Schwalheim, wo sich

-38 41 Mann eing°st7llt 'UÄrSV 15%"^« ®tÄbÄffnU^ft Starkenburg, 1187 rn Oberhessen und 1104 in Rheinhessen, hübsche Abwechslung war der^Emp ang^^Melbachs^°wn Dazu tommen 232 EmMrtg-Freiwrllige (108, 66 uud 58). iungfrauen den Teilnehmern das Wettmaner Natwnala^ün/ ^eute ohne Schulbildung gab es unter den Eingestellten Emlich Apfelwein, darbotcn, welche Spende Frl Keller die mrf,t 'T°ch .er des Gemeinderats Keller, ntit folgenLn Worten be-

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^ie zu der Wasserleitung Segen Verholfen uns auf weiten Wegen, Die Herren Minister, die lange noch Regieren mögen, sie leben hoch!

w-s?^terkeit erregte auch der gestrenge Herr Bürgermeister

Wolfersherm, der rn , seiner Ansprache dafür dankte, daß das Dreihausen über die Grenze nach Atzenhain vielleicht

und schließlich geradeaus direkt nach kcrten,, dre dresem großen Werk wie so manchem anderen ent- Mucke in dre Bahn GießenFulda münden zu lassen scgens.andeu: Die Gleichgültigkeit, um nicht zu sagen das Mrß- ----' ^au^r, das neuen Unternehmungen entgegeirgebracht lvird, na^ mentlrch lvenn sre von t)er_ Regierung kommen. Erwühnuuq verdrcncn auch rwch dre hübschen Wasserkünste, die in Dorlreim uno anderen Orten zu Ehren der Gast^ eingerichtet wvrden ivureit.

'5?^' seiner Bauart ein echtes Hcssendvrf reufxn -eesttchmuck angelegt tüt herzliches Willkommen bot .

Ortsltrane uberipannend-n Ehrenpforte, und L > ltches Willkommen boten bte irtichen Gesichwr der Sdmrü, .

»t km GesangAlles,

Begrußungsteter eröffnete Bürgermeister Aff svrach im N- der Gemeinde herzliche Worte der Begrüstung, worauf Rn^. Minister Gnauth dankte und des Anlasses gedachte be? < TEhmer m dos abseits der großen Heerstraße gelegene aeluljrt habe. Es gelte, das große Werk offiziell zu erörL das von Dorf seinen Namen trage. G^ ei b« Ä! md>t leicht gefallen, ihre Wasserschätze hcrzugeben und L bar müße m^n ihr jem, daß fic es trohdem getan hohe Ä trawn drei Lchulllnder vor und trugen folgenden von dem gx"llchen, Pfarrer schick zu Queckboru, verfaßten - '

Wrllkommengruß vor:

^;^E2t Dr. Es e r, der als Vorstand des Tiefbauamts Bad Nau- - ^^^^clungsarbeiten gtttttct hatte, ergriff alsbald unt. eiil£n Rückblick auf die Entstehung

Werkes zu werfen. Es verdankt seine Entstehung der staatlichen Fmrwrge chr das Wohl dxs Bades Nauheim" Lssen Wohl un" Wehe mit dem der ^>tadt Bad Nauheim innig verknüpft ist intö -

Sanze Lanp große Bedeutung hat. Bis 1888 erfolgte die ' bis^in^ burw eine Anzahl Laufbrunn^ '

l b!c|v V A lTt Prwatwafterwcrk angelegt wurde, bas Grundwasser gespeist wurde. i?ün wmue es m Bettieb genommen werden und Versal

Oadt mit Trink- und Brauchwasser. Die Frequen- betrug damals 7942 Kurgäste, fte stieg bis 1899 ständig und kettag in die,em ^ahre 22 411 Personen. In diesem Jahr, übernahm der ^ttaat das Wasserwerk uird erweiterte cs als­bald foweit cus möglich, aber ds reichte nur bis 1900 aus. Bur Q^rnnnung eines ner^n Wassergebicts wurden ixmn in der näheren no Entfernung des Bades Bohrungen ausgesührt, die

^ErIchiießung zweier reicher Ouellengebiete führten, das bei lT' ^vttofftal unb das bei Lauter am Wesmbhang des ^v^vbergev. Beide ftnv mächtige Ausslußgeöiete herrlichen und man legte alsbald den Plan einer umfasseiiden Wafterversorgnngsanlage an, die Bad und Stadt Nauheim, die ?7fmSrre^r'9 I1 Landgemeinden, mit zusammen 47 0^ peelen (emicyl. der Kurgäste-, mit Wasser versorgen sollte zur AusKhrung dieses umfassenden Planes fthripben aber zu L-rngfam voran und die Verhältnisse in Nau- beun erforderten rösche Hilfe, wenn die Entwickelung bÄL ÄÄ w M°n beschloß deshalb, zunächst ft

d-üs Laurerer Werr allein zu errichten. Dns zweite Proiekt f - P^vvinz Oberhessen überlassen und luirb l(i)^enföH5 m einer nicht zu fernen Zukunft zur Aus- M/rung gelangen. Das letztfertige Werk, das außer Bad Nauheim voch enva 14 Landgemeinden versorgt, wurde im FEahr 1905 ange,angen am 28. April 1905 wurde die Fassung der Quellen begonnen, eie liegen in dem 70CL Meter langen

*55 t°r M^ter breiten Tälchen, das von der Bingmühle ^^enrmhle vom etant erworben wurde) auf- ftc 9^C Fauptguellen liegen dicht bei der Bingmühle,

fle lief^ir 24,3 Sekundenlrter Waner oder 2100 Kubikmeter täglich, oie kleineren Quellen 20 Sekundenliter oder 1740 Kubik- rneteT täglich, wdaß rund 4900 Kubikmeter täglich zur Ver­fügung stehen. Die Temperatur war bei den kleineren Quellen

r1" |a,fun.9 aber gleichmäßig 10,510,6 Grad Eclftus. Das Was,er jtammt vom hohen Vogelsberg, der Unter­grund Quettgebiets i)t Basalt, auf dem Bafalttuis und Bafalt- geroll Jotoie Verwitterungsprodukte lagern. Zum Auf sammeln oer kleineren quellen wurde ein Graben angelegt, soweit nötig, gdjt e_> durch emen Filter und außerdem ist es gegen das Ein- * vL-rngen bon Tagwasser geschützt. Das Wasser ist chemisch und rrrk^iff09^ vorMglicher Beschaffenheit und sein Hätte- < £ 'a m /2< ?{)0 äußerst günstig. Sämtliche Brunnenanlaqen ' rÜs dllm. Reinigen versehen. Für das Bad

bui 1500/ 9Ann r ^.^?0 und für die Landgemein-

^^,--00^2000 Kubiknwter vorgesehen, sodaß noch etwa 1100 Kubikmeter für weitere Anschlüsse (für 11000 Einwohner aus- 6c retaienh) abgegeben werden können. Die bis Nauheim 42 Kilo- b

^lgt der Geländegestaltung über Berg und -Lai etwa 1,75 Meter unter der Erde. Das Wasser bewegt 40 ^^lurliches Gemlte mit einer Geschwindigkeit von e<tLlnbe' es braucht also bis Nauheim etwa 30 stunden. Für die Nöhrenleituug von 42138 Meter brmi^te man Ersen un Gewicht von 6 722 675 Kilogramm oder ^WU^aöungen zu 200 Zentner. Die dazu nötigen ^9C%ltniti)n ^uc Länge von 4,7 Kilometer ein- .^^^atur des Wassers steigt nur unbedeutend, sic. betragt bei Nauheim 12,/5 Grad. Lustventile und sReis 9en Und überall angebracht, ebenso etwa 90 M^/uwchreber, die so eingerichtet sind, daß sie bei ctwoiqen Mhrbruchen für drevberhalb der Brua-Me gelegenen Gemeinden auL ^^gehinderten rsortbezuA des Wassers erniöglichen. Jede ^^9^ve^^amnielbassin in der Nähe, das einen vollen Tagesbedarf, mindestens aber 60 Kubikmeter Fassunas- 1 clri!ra<n^at dkngeschloisen sind Lauter, Ober-Bessingen^ Mftter-

s. Lelbach, Dorheim, Schwalheim, Friedberg, Bad und v^tabt Nauheim, sowie vottibergehend Inheiden

.Gnauth erklärte dann das Wasserwerk für eröffnet. Er dankte allen, die sein Zustandekommen gefördert