Ausgabe 
8.1.1907 Zweites Blatt
 
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<nfen. Sie war eine geschiedene Frau und soll nach Blätter- Meldungen die Tat auS Liebeskummer verübt haben. Ter 9)1 a i n ist seit gestern um V* Meter gestiegen. Alich die Nidda ist rapid gewachsen und überschwemmt stellenweise Wiesen und Felder.

vermischtes.

Tod eines deutschen Multimillionärs in London. In London ist vor wenigen Tagen ein Mann gestorben, der seinen Freunden und Bekannten zwar als recht wohlhabend galt, den aber niemand für einen reichen Mann m dem Sinne gehalten hätte, den dec Londoner darunter versteht. 9hm stellt sich heraus, daß der Verstorbene, ein gewisser Johann Karl Ludwig Loeffler, ein Deutscher, der vor »nehr als 50 Jahren nach England auSwandcrte, ein Vermögen von über 30 Millionen Mk. hinterlassen hat. Locffler, dec früher Direktor der Siemensschen Kabelfabcik m London war, hatte sich seit Jahren vom Geschäft zurückgezogen, in Minen- und Landspekulationen, die ihm säst immer glückten, sein Vermögen jedoch in relativ kiirzcr Zeit in die Millionen vergrößert.

Der Prinz a l S Conferencier. Das große gesellschaftliche EreigmS Londons dec nächsten Tage isi cm Vortrag, den der Herzog der Abruzzen, Prinz Luigi von Jialien, am 12. d. M. öffentlich m dec britischen Haupt- stadt zu halten gedenkt. Der Prinz wird über lerne For- schungsrelsc durch Mittelafrika und seine gefahrvolle Besteigung tcs Äuvenzori sprechen, jenes GebirgsstockeS an dec West, grenze von Britisch-Ostafrika, dessen höchste Gipfel 5060 Meter hoch nnd nut eivigem Schnee bedeckt sind. Dec Pcinz hält den Vortrag in QiieenS Hall, dem Ricsensaale an der Regent Street, der dreitausend Personen aufnehmen kann. Schon jetzt sind diese dreitausend Plätze sämtlich vergriffen. Alich dec König Eduard hat sich als Hörer angesagt. Der Prinz kommt am 10. in London an uno wohnt während feines auf vier Tage berechneten Aufenthaltes bei dem italieniichcn Botschafter, Marchese de San Giuliano, der ihm zu Ehren ein Frühstück geben wird, zu welchem die hervor­ragendsten Vertreter der geographischen Wissenschaft Englands Einladungen erhalten haben.

'Seltene Freundschaft. Seit längerer Zeit, so schreibt die Elbinger Ztg., klagte die Ehefrau des Eigen­tümers B. ihrem Manne, daß ihre frischnulchende Kuh ferne Milch gebe. Alan nahm an, daß eine Nachbarm die Uebel- lätcrm sei und m der Nacht die Kuh abmelke. Am Sonn- abend abend hielt daher der Ehemann Wache, um die Diebin auf frischer Tat abzufangen. Ec war nicht wenig erstaunt, als er sah, daß die Kuh mit ihren Hörnern den oberen Teil des Bretterverschlages hoch hob und aus dem Nachbarslall en Borstentier zu sich in den Stall ließ, wo die Kuh das Schwein zärtlich beleckte und mit ihrer Milch nährte. Jetzt et|l konnte sich die Frau entsinnen, daß sie das Schwein, das in letzter Zeit ganz auffällig zugenommen halte, stets m Gesellschaft der Kuh getroffen halle.

'Eine wahre Geschichte erzählt die neueste .Jugend': Ein Gymnasialprofessor fragt in der Physikslunde brr Oberklasse: .Wagner, können Sie mir sagen, bei welcher Temperatur das Wasser gefriert?' Der Schüler schiveigl verlegen. .Nun, das wissen Sie also nicht. Was wollen Sie denn eigentlich einmal werden?' Der Schüler antwortet: .Jurist, Herr Professor.' .Ach so, da brauchen Sie es aller- duigs nicht zu wissen, da nehmen Sie einfach einen Sach, verilän dlgen l"

'Die eigne Hochzeit vergessen. Aus London wird berichtet: Ein Fall von Vergeßlichkeit, wie er denn doch nicht oft Vorkommen dürfte, ereignete sich in der Gemeinde ? der St. Paulskirche, Brentford. Es war vereinbart worben, daß ein Brautpaar am Weihnachtstage zum Altar schreiten sollte, um feierlich den Bund fürs Leben zu schließen. Um neun Uhr morgens traf auch die Braut mit ihren Angehörigen in der Kirche cm. Aber die Bräutigam war nirgends zu erblicken. Sa nahni die Gesellschaft Platz und wohnte einst­weilen mehreren anderen Eheschließungen bei. Als dann der Bräutigam immer noch nicht kam, sandte man einen Boten aus, den Vermißten zu suchen. Man fand den angehenden Gatten damit beschäftigt, mit Würde und Nuhe und mit der Sorglosigkeit des Gerechten sein Frühstück zu verzehren. Seiner Gewohnheit gemäß war er um sechs Uhr aufgeslaiiden, -.hatte gcaiH^iiet und darüber seine eigene Hochzeit völlig ; vergessen. Indes die Braut in der Kirche harrte und schluchzte, k fuhr der Ehemann nun hastig in die Festkleider, sprang m eine Droschke, bat den Kutscher, doppelt rasch zu fahren, und Lun endlich atemlos in die Kirche gestürzt, wo er schließlich doch noch glücklich seine Braut 511111 Altar führen konnte.

* Kleine £ a g e S d) r 0 111 f. In Kiel verunglückte der 15jährige Sohn des Gerichlsassislenlen Waldix, der ui Be­gleitung seines Balers und anderer perren aus die Jagd ging, i.i.uuct) tödlich, daß ihm die Schrotladung jemcs durch Zuiall sich Ciltladenöen Gewehres tu den Kopi drang. Ter des Worbes an seiner Schwiegermutter in Baden-Baden bcschnldigte Rechtsanwalt Hau aus Bernlailel ist von London nach Stails- nnje transportiert worden. In H a m bürg wurde im Museum üit Knmtgewerbc em Oesterreicher versteckt auigejunden, Stach inner Verhaltung gestand er, im Düsfeldorter historischen ihiieum einen M ü n z d i e b sl a h l ausgeinhrt zu haben. Er ver- !'nuite von den gestohlenen 28 Münzen, die einen rivert von ca i'Juu Mk. haben, |üm in Köln durch Tienslmänner und den Rest Li Alten persönlich. In Tüsieldors entkam er durch einen Sprung tu» dein ersten Stockwerk des Museums aut tue Strage, wobei er sch eine Sehnenzerrnng znzog. Tie bei Fe Iburg (Bayern) ie,jende P u 1 v e r s a b r t k ist zum größten Teil 1 n Die Kuh je 1 logen. Ter Materialschaden ist bedeutend, Arbeiter sind licht verunglückt.Auisehen erregt in der Gegend von Osnabrück ftr Z u j a in in e n b r u ch d e r S p a r - und Hypotheken- bant des Kaufmanns 'Jt.au e ui Lathen bei Papenburg. 9t., 3er lür sehr vermögend galt und auch Bertreter auswärtige; «kanten war, ist kürzlich gestorben. Bis jetzt ist der Abgang von mehreren hunderttausend Bit. Bareinlagen angemeldet. Zahlreiche kleine Leute und Laudivirte verloren ihr gesamtes Leriuogen. i Qu B r u n n stürzte sich IN einem Anialle von Gelsiesstörung der ß r 0 t e j 1 o v der technischen Hochschule, E z e r w i n k a, ans einem i jeniier des ziveiten Stockwerkes der Hochschule und war joiort lot. Aach einer Meldung aus 91 e w »'!) ort wars dort em ( Italiener von einem Stragenbahmvagcn aus eine Bomb e. , RiveiieUoä wurde dieses Attentat von einem Aittgltede der italienischen schwarzen Baude verübt. Ter 'jiittineuter v. MunckWitz m Mannhci m, der unlängst bei einer Kontrollvcr,amin- Üng ben sozialistischen Abg. Tr. Frank bcteibigte und deshalb für Tispojition gestellt wurde, begao sich in r r r e n a r z 111 ch c Vchandrung. Er htt einmal einen bösen Sturz pjtn P>eu> getan. - .Der Kunfümilier Segi von der ÄrirternachtS-nuhke bei Passau ouibe beim Oelen des lausenden ÄlütztwerleS an der Jacke npm

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Hili«« 2'* ,"**ft uni ^gelehrt wollen WverwallungLiecht geberieite das Verlangen beitervechcherung in dir , l£ Aerzteslhast will wetlcrvcrsicheiung nichiz r zu erörtern sind. Lei 6cr Siebenen Inter. W nicht leicht sein, -öriinschen bet übrigen r i b a t b e a m t e n ö e r» NB auseinandergehen, beschäftigen wird. jv?r it die Pcivatbeam/r/l eine ob die allgemeine In- 'eis ausjubüiien ist, roti Jengen Lohnklassen bei re Klassen mit höherer werden.

wirb aller Voraussicht 11, nämlich die Hand- oßzügige Versicherung eber die Forderung a- rsicherung nicht nur da ischasllich gleichslehender ollen.

zu einer Prinzibiensrag! iehung der selbständiger neint. Unseres litachten! elbslänbigleit ober llnfdb ober Unmöglichkeit, atu beit, der Invalidität uni

en 8. Januar 1907.

en Paul Meißner ff ;r8og der Charakter d

ßen wählte in 'N 11 seitherigen Vorsts r3ienrat Koch, W im und Rechner C.»

;ach Von einem Rei' düng: W wir in » n in der Richtung M a weit -us ta» «» It bei Ms. I* r-euersäule.

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Getriebe ersaßt, in ba3 Räderwerk gezogen und dort zer­malmt. Tie in Stücke geriiicnc £eia>: wurde erst tags daraus im Mühlengetricoc gesund.m. Nachrichten ans Catania zusolgc gibt der Aetna unzweiselhaitc Proben wieder erwachender Tätigkeit. Im großen Krater vollziehen sich kolossale Zu­sammenbruche. Lokale Erdbeben wcrd.n m den Aeknastädten scst- gestellt. Dem Krater entströmen dichte Rauchwolken, was sonst nicht der Fall ist. Die Bewohner dec höchst am Aetna gelegenen Ortschaft Ricoloft bcmerlt.-n von Gasexplosionen hecrührende Feuersaulen. Zwischen Teal und Walmer 1 England, wurde aus einen gewissen derrn Gould in dessen Villa ein Mord­versuch verübt. .Der Dtörbcr verletzte Gould durch drei Schüsse schwer.

Aunst und Wijjcnfcbaft.

Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Tie neue Operette Tie luftige Witwe' von Löyan, die am Aciyahrsiag hier ihre Prandare erlebte, halte auch bei der dritten Ausführung wieder em vollbeietzies Haus; auch der Großherzog, die Großherzogin, Priiizejim Torothea von Solms-Hoheiijotins-Lich und Prinz Ludivig von Battenberg wohnten der Boritellung bei. Ter ALiener Kom­ponist hat die Operette mit flotten uifprüiiglicheii ÜJlelobien, an- tprechcnden A!alzern und Dneuen ausgestattet. Ter Text sieht aui höheren Niveau. Tie Boritellung war lehr sorgsältig euistudiert, die Aussiatiung glänzend.

Der Herzog der Abruzzen, ein Detter deS Königs von Italien, führte in einem Dortrag, den er im Argentina- theater zu Rom über feine Expedition nach dem westlich vom D i 1101 i a * 9 a n f f a in Afrika gelegenen Ruwenzorr hielt, folgendes aus: Der Bweck der Expedition war, den Verlauf der GebirgskeUcu, die Anzahl und Verteilung von Berggipfeln, bi: relativen und absoluten Hohen, die Lage der Wasseriaietden und der Täler und überhaupt das vrohydrogcaphisck)«! System des Ge­bietes festzustellen. Die Expedition brach am 16. April 1906 von Neapel auf. Die Arbeit begann von dem 3798 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Buyongolo aus. Von nur zwei Führern und neun eingeborenen Tragern begleitet, gelang es dem Herzog innerhalb weniger A>ochen, alle bedeutenden Gipfel der Kette zu besteigen, ihre Höhe zu bestimmen, zahlreiche Winkelmessungen vorzunehmen, die es im Verein nut den Briangulationsmeffttngen, die Major Eagni ausführte, möglich machten, eine topographische Karte dieser Gegend herzustellen. Vom 10. Juni bis 10. Juli wurde der höchste Gipfel der Marguerittagruppe, sowie dreizehn andere Berge beitiegen, einige von ihnen sogar mehrmals, um topo­graphische Messungen vorzunehmen. Am 15. Juli bestieg der Herzog dann auch zwei Bergspitzen, die zu der weiter entfernten Kette des Gesiiggebirgsinayivs gehören. Aus dec topographischvn Karte dieser Gegend ist ersichtlich, daß die Nuwenzorikelle aus sechs Gebirgsstvcken zusammengeietzt i|t, die durch Pässe, deren Hohe zwischen 4200 uno 4400 Metern schwankt, getrennt sind. Die höchste Gruppe, die des Ltaiileyberges, besteht aus fünf Gipfeln, die sämtlich etwa 5000 Meter hoch sind. Die höchsten Spitzen sind die Margueritta- und die Alexandrafpitze, die 5125 b ez w. 5100 Mete r h0 ch sind. Die anderen Gebirgsstöcke sind äJlount Speke, Baker Emin, Gessi und Thomson mit Gipfeln zwischen 4600 und 4900 Meter Höhe. A uch die Wasserscheiden und die Gestaltung der Täler, die sich im Olten der Gebirgskette nach Aganda hinziehen, sino, ebenso wie die Talformationen nach Kongo, festgelegt worden. 9)t an hat ferner einen allgemeinen Ucberblict uuer die Gietsu-ersorniaiionen der Gebirgskette gewonnen. Während der Herzog die höchsten Teile der Gebirgskette er* forschte, waren feine Begleiter eifrig mit topographischen, photo­graphischen und geologiiajen Arbeiten, sowie mit der Anlegung von botanischen und zoologischen Sammlungen beschäftigt. Dank dieser Arbeitsteilung waren auch die Ergebnisse im Verhältnis zu der kurzen Zeft von einundeinemhatben wconat sehr bedeutende. Ter Herzog schloß seinen Bertaft mit dem Ausdruck des Dankes an die englijcye Inegieruitg und die Xiolaibeljoroen von Uganda und Britisu>-V,tafrita jur oie wichtige Unteriiußung, die sie der Ex- peditwn geleistet haben, sowie Damit, daß er Den Teilnehmern an Der Expedition, Die so tapfer an seinem Werte mitgearbeitet haben, feinen Dank abstattete.

Universitäts-Nachrichten.

b. F r a n k s u r t a. M., 7. Jan. Ter Tiploin-Jngenieiir Dr. Alexander Lang hat einen Rui als ordentlicher Prosessor für Ingenieur - Wissenschaften an die englisch - spanische Universität Montevideo erhalten und hat die Berufung angenommen.

§pielplaK der «reinigten Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Tienstag den 8. Januar'):Tie lustige Witwe.' Mittwoch den 9. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: «Sneewittchen.' Abends 7 Uhr: ,'Diignon." Donnerstag den 10. Januar:Tie Jüdin.' Freitag den 11. Januar, abends halb 8 Uhr:1001 Nacht.' Samstag Den 12. Januar, nachmittags halb 4 Uhr:Snee­wittchen.' Abends 7 Uhr:Ter Troubadour.' Sonntag den 13. Januar, nachmittags halb 4 Uhr:Sneewittchen.' Abends 7 Uhr:Tiefland.'

Schauspielhaus.

Tienstag den 8. Januar'^:Elektra.' Hieraus:Ter Eyklop." Mittivoch den 9. Januar:Ter Kaufmann von Venedig.' Tounerslag Den 10. Januar, abends halb 8 Uhr:Husarenfieber." Freitag den 11. Januar:Unel Aeosla.' Samstag den 12. Jan.: Tie Journalisten.' Sonntag Den 13. Januar, nachmittags halb 4 Uhr:Tie Stützen der Gesellschaft." Abends 7 Uhr:Ter Berschwender." Aloniag den 14. Januar, abends 7 Uhr:Elektra." Hierauf:Ter Eytlop."

') Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

OanOcI miö Verkehr, Volkswirtschaft.

B 0 n der Berliner Börse. Lbivohl Die heutige Börse im ganzen scsi war, jo ist doch kein Vergleich mit der Frische und Strait, wie sie sich am vergangenen Samstag zeigten, zu ziehen. Schon von Anfang an waren Die Kurse etwas abgeschivacht und ui Der Folge wirkte Der Newyoiter Bankstaius und Die Niicksichi auf den heimischen Diskont nicht gerade belebend und es schwächte sich im weiteren Berkauie die Tendenz aui Den meisten Gebieten ab, so Daß auch die 'Montanpapiere bis auf 1/, Proz. zu.ückgingen. Änch Harpener und Nhenniche Stahlwerke, lowie Phönix kamen etwas ichwächer heraus. Von Bahnaktien Amerikaiier ziemlich be­hauptet Kanada hingegen wurden unter Neivyorker Parität ge­handelt. Packetjahrt niedriger auf Die Publitation im Offiziers- zwisl. Auch Nufleilsonds waren leicht ,v eich end.

Märkte.

Gießen, 8. Jan. Atarklbericht. Auf heutigem fEBocbenmarfte kosteten: Biiller pr. Pfd. 0.800.90 Mk., Hilhilereler 1 St. 910 'big., 2 Sick. 0000 'big., Ganieeier 0000 Psg., Enteneier 0 Pfg., Maie pr. Sick. 68 Ps., Mäjemaue 2 Slck. 5-6 'big., Erbsen p.P'D. lv-24Pig., Linsen p.Pjd.25-40Pig., Tauben pr.Pr.0,80-l,00'Mk., Hühner pr.cn. 1,00l,6o 'Uif., Hähne pr. Sluck 0,801,80 All., Emen pr. Sluck 1,802,20 'Mk., Ganje vr. P'd. 7080 P|g., Lchjelislcljch pr. Pld. 8288 Pfg., Süll)- und Nindslcijch pr. Piunv 8082 big., Sa)iveme- sleisch pr. Pfund 8690 'big., eaiweineneiid), gesalzen, pr.bmnt 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pjd. 8084 biß., ^ammelsieijch pr. biunO 6080 'biß. Weljche per PfundKarlos,ein pr. Itu Kg. 7 000,00 Akk., Ziviel-eln pr. Ztr. 4,005,00 'Mk., Milch per Litei 20 'big., Aepsek per Zenlner 15 Lis 24 Wil., m Körben uu \ - giüffe 100 Sluck 50ou Pfg., Birnen per Pfd. Alk.0.08u.r2, per Zlr. 915 Atk., Weißkraut per Stück 1580 Psg., per Zentner 'Mk. o.OO0.00. Atarllzeil 82 Uhr.

Tcr Nhcinisch-Wcstfälische Effcktenmarrr.

Tagesbericht der Firma Walter H a m m e r st e i n.

9)1 ülheim a. d. Ruhr, 7. Jan. 1907.

2er Kohlenkuxcii markt lag an der heutige Börse seht ruhig. Tie Kurie wiesen feine großen Veränderungen aui und Umsätze kamen nur vereinzelt zustande. Gehandelt wurden Aime- heic, Torstteld, Kaiser Friedrich, Langenbrahm, Rudolf, Trier und Westfalen.

Auf Dem Kalikuxenmarkte war die Tendenz etwas ab- gesckwächt und nur wenige Werte konnten ihre leylen Kurte be­haupten. Tie Umsätze hielten sich in engsten Grenzen. Etwas erholt waren Heldrungcn, Großherzog von Sachsen und Schieser- kaute.

Ter Erzkuxenmarkt lag ruhig und ohne jegliches Ge­schält. Vcremzell wnrden Glückauf bei Neviges gehandelt.

Auf Dem B r a u n k 0 h l e n k u x e n m a r k t war emigcS Ge­schäft m Bellerhammer, Lucherberg und Schallmauer. Tie Kurse waren wenig verändert

Gerichtssaal.

Stettin, 7. Jan. Tas Ooerkriegsgericht deS 2. Armee­korps verurteilte auf D.c Berufung des Gerichts Herrn den Gr en a- Dicr Graherm zu 22 Jahren Gefängnis, weil tr beim Exerzieren sich dazu hinretßen ließ, einem Unteroffizier einen schlag mit dem Gewehr gegen den Kops und einen Fauft schlag zu Der।eßen. Tic erste Instanz hatte auf ein Jahr Ge­fängnis erkannt.

MeteorologlsMe £>colm(l)tiuigcn der Station (Siesten.

Januar 1907

Horometer aui 0° rednzicrk

6

^.cmpciuim der Luft

Älbfoliile Feuchtigkeil

Relative Feuchtigkeit

Windrichlllng

Windstärke

Wetter

7.

2

758,5

3,8

5^

92

w

2

Bed. Himmel

7.

S"

759,2

3,5

0,0

5,5

93

Still

V V

8.

7

758,2

3,1

96

W

2

w w

Höchste Temperatur am 6.-7. Januar 07. 4- 8,7C.

Niedrigste 6.-7. 07. = 4- 1,3*0.

EZicstener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Mittwoch, d 11 9. Januar: Keine erheblichen Niederschläge. Westliche Winde.

TZrLcskaften Oer ricOaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben nnbcrnltsichtlgt.s

M. Lauterbach. Tie Parteislelkung der bisherigen Abgeord­neten Des Reichstagswahllreyes Alsield-Lauterbach-Schotleil war: 1867 1874 sreikoniervatlv, 18741881 nalwnalliberal, 1881 1884 liberale Vereinigung (später freisinnig), 18841890 nattonalliberal, 18901903 ailllsemftisch, 19031906 nauonaUibcral. ^ie ircifimuge Partei gelangte auuerDcm einmal (jo viel wir wissen 1890) mit ihrem Kandidaten Ur. v. Ealtsiem in Die Stichwahl.

Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitireteilt von der Hank für Handel nnd Industrie, Giessen.

Frankfurter Börse. 8. Januar. 1.15 Uhr.

3X0/0 Reichsanleihe . . 98.051

3% do. . . 87.05

315 °/e Konsols .... 98.15

3% do 87 20

3>j0/0 Hessen .... 96.80

3M/0 Oberhessen . . . 95.20 4% Gestern Goldrente. . 99.70 4/e % Oesterr. Silberrente 100.20 4% Un»ar. Goldrente . . 96.40 4% Italien. Rente . . . 102.80 3% Portugiesen Serie I . 69.75 356 Portugiesen JII 70.00 4>So/o russ.Staatsanl. 1905 91.90 4S" 0 Japan. Staatsanleihe 94.40 1 ?o Üonv. Türken von l:»ü3 94.30 Tiirkenlose ... . . 147.20

4% Griecb. Monopol-Anl. 52.00 A% äussere Argentinier . 89.00 3°/0 Mexikaner . . 67.00 4>»v/0 Chinesen .... 97.39

Aktien:

Bochum Guss 245.80

Buderus E. W ... 131. Tendenz: fest.

Berliner Börse, 8.

Canada E. B 195.20

Darmstädter Bank . . . 140.50 Deutsche Bank ..... Dortmunder-Union C. . .. Dresdner Bank . . . 159.00

1 enden/.: träge.

Elektriz. Lahmeyer . . . 143.00 Elektriz. Schnckert . . . 125.40 Eschweiler Bergwerk . . 25'3.10 Gelsenkirchen Bergwerk . 223 80 Hamburg-Amerik. Pakelf. 156.50 Harpener Bergwerk. . . 216.75 Lanrablitte 244 50 Nordd. Lloyd 131.40 Oheischles. Eisen-Industrie 125.30 Berliner HandelsEres . . 174.50 Darmstädter Bank . . . 140.80 Deutsche Bank . . . 242.90

Deutsch-Asiat. Bank . . 17:'.00 Diskonto-Kominandit. . . 187.00 Dresdner Bank . . . 159.20 Kreditaktien 216.50 Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn . . . 123.00

Gotthardbahn 193.10

Lombard. Eisenbahn . . 35 50 Uesterr. 8taatsbahn . . . 148.00 Pnuee-lleuri-Eisenbahn . 150.00

Januar. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 216.70 Lauratlütte .... 244.50 Lombarden E. B. ... 35.30 Nordd. Lloyd 131.40 lückenlose . .... 147.20

OM

Wenn Sie

nicht gut

schlafen,

oft anfwachen.schwer trännien, aufgeregt, nervös, abgespannt usw. sind, Dann enrosiehtt es uch. Dem Gehirn und Den Nerven Phosphor, Dem Blut Eise n und Eiwetg zuzusühren. Dees geschieh t in deutbar beiter Weise durch Den Ere brauch des in seiner Zusammensetzung und Bekömmlichleit unuberrrostenen Bioson, wie über tausend Berichte her vorragender Professoren, Aerzie usw, bemeiien. Man leie auch nachstehsnd« amttich beglaubigte Anerlemiuna.

Dresden, den 30. Juni 06 Ich war feit 9 Jahren sehr krank vor der ersten Entbindung, war in Behänd

lang von vielen Aerzten, war auch gleick inLlnftalten, hatte aber keinen Erfolg. >)ch war mit meinem Körper so sehr herunter, daß jeder Teil schwad) unD krank war, ich keiner Lcylas sand, zeitweise immer umbertaumelte und das Ben Hüter mußte. Als ich von DemBioson" gelesen, versuchte ich nock- einmal bald darauf merkte ich eine Besserung. Ich kann jedem Leideird et DasBioson" auf Das wärmste empfehlen und bezeugen, daß Dassel b( erne außerordentlich große Wirkun hat. Auch bei meinen 3 Kinde rn, die fel)r schwächlich waren, habe ich das Pravarat angewendet und hat es ihnen auch große Dienite getan. 'Meine Drei Kindern und ich als Akuter schrelven unseren tausendfachen Dank für bie Kraft des Bioson". Ties ichreivi nut Wahrheit Bertha Minna verehelicht Schlißke, geb. Stöiug. Unterschrift beglaubigt: Juftizrat Herr Ma^ Hugo Goiischald, Koniglick- sächsischer vkolar. Bioson ist in Avor ttzeken, Drogerieil usw. das Paret -u drei Akark erhältlich. «

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