des
Handel
. 83.90
Pnnce-Henri-Eiseubahii .
65.10
Es ist ja wirklich hübsch hier, Herr Wirt,
S* Mets* ätä äE F ~ .»rt««.. A-, .Md f„i... «»,«u,
31 60 140.20 129.00
92.60
82.20
92.95
82.30
91.70
SBisrse, . 170.80 . 126.10
92.50
103 05
66.40
67 30
9150
90 —
94.60
144.60
48.80
83.70
62.30
95.60
Tieichsanleihe do.
Konsols . . do. . .
Hessen
Oberhessen' .
. 149.80 126.00
< 221.25 . 143.C0 . 167.40 . 136.00 . 203 30
. 214.70
. 31.50
. 115,50
. 144.50
115.00
100.30
203.-
186.75
130.50
189.75
214.70
115.80
99.80
aber eins vermisse ich doch: es gibt keine Geschäfte, wo man Fays aafte Sodener Mineral-Pastillen kaufen könnte, imb tue fehlen nur sehr — ich hab' leider keine mitgenominen. — Eh meme Gnädigste — wieviel Schachteln wünschen Sie? Tjct) hab Fays ächte Sodener auf Vager, da fie immerfort verlangt werden und da sie in der Lat ganz ausgezeichnet und, wenn man von der Sommerfrische oder einer Tour den vollen Genuß haben und nicht mit Erkältungen heimkommen will. — Man kauft sie für 85 Pfg. in jeder Apotheke, Drogen- oder Mineralwasserhandlung. [hv28/«
W/o 3% 3^7° 3% 3^7o 3^7o
ttoü) in der nämlichen Nacht den Arzt in Anspruch nehmen Mußte und 14 Tlage bettlägerig war, auch jetzt noch mit den Verletzungen zu tun Ijüat. Tie ihrem Mann zu Hilfe eilende Wirtin verletzte der Angeklagte ebenfalls an der Hand. Schließlich gelang es einigen hinzugeeilten Männern, den Angeklagten zu entwaffnen. Tie Untersuchung ergab, daß der Angeklagte infolge Schniapsgenusses in seinen Vermögensverhältnissen heruntergekommen isst wesbialb den Wirten durch kreisamtliche Verfügung verboten worden ist, dem Angeklagten geistige Getränke zu v>er- labreichen, wovon ldn'e Wirte jedoch nichts wissen wollen. Weiter -wurde festgestellt, daß der Angeklagte im angetrunkenen Zustande fcu Exzessen neigt. Ex selbst wollte an das ganze Vorkommnis keine Erinnerung mehr hlaben und behauptete, zur Zeit der Tat sich in einem Zustande befunden zu haben, der seine freie Willensbestimmung ausschloß. Ta ein Teil der Zeugen Bedenken gegen seine Zurechnungsfähigkeit vorbrachte, hielt es das Gericht für fangezeigt, den Angeklagten durch einen Sachverständigen auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Es gab auch der Staatsanwaltschaft anheim, hinsichtlich des Vorlebens der Angeklagten, der über ihn verhängten Wirtshaussperre, und über die Höhe des von ihm Kim genannten Tage verkonsumierten Alkohols Ermittelungen einzuziehen, zu welchem Zwecke Vertagung eintreten mußte.
Untreue ufHL
Gegen den Bierverleger D. Sch. aus Buoch in Wests.,
Berliner Handelsges Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio«
Eisenbahn .
Gotthard bahn . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .
LL'refkLHftE oev ticfcaffion,
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
M. Der preußische Finanzminister heißt Freiherr von Rhein- haben. Der Nachfolger des Grafen Posadowsky als Staatssekretär im Reichsamt des Innern ist von Bethmann-Hollweq (seither vrenß. Minister des Innern), prenß. Minister des Innern wurde der seitherige Oberpräsident von Ostpreußen, von Moltke
solcher Sommer- Das neue Haus machen im Ver- P. W*
Witwe" — das
Te5efoms©lfoe echte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Frankfurter Mörse, 7. Äug., 1.15 Uhr.
ungen. Herr Schlegel, früher Reimer genannt, und Herr Lippert gaben ein paar lustige Charakterfiguren, und für ihre köstlich durchgeführte kleine Charge verdient Frau Bon 6 noch ein Extralob.
Kandel.
= W etzl ar, 6. Aug. In der heutigen Apflichtsrats- s r tz u n g d e r B u d e r u s s ch e n Eisenwerke wurde her Rechnungsabschluß sur das 1. Halbjahr 1907 vorgelegt, aus dem
Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schuckert . , . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paket!. Harpeuer Bergwerk. . . Laurahütte ...... Nordd. Lloyd . . .
Obeischles. Eisen-Industrie
aus dem Atelier Falck in Berlin von der Direktion be° Zogen, einem Atelier, dem Qitd) ein Teil der eigenen Dekorationen des neuen Stadttheotecs stammt. Neue prüch- tige, buntschillernde und glitzernde, slldslavisch sich gebende Kostüme hatte die Direktion von dem Atelier Löw in Frankfurt Herstellen lassen, und die neuen stilvollen, schönen, auffallend hübschen Möbel lieferte der Direktion das Atelier von Prof. Lütkcmeyer in (t obnrg. Ganz besonders gelungen war die Gartenfestszenerie mit ihrem fnnkelndcn Farbenreichtum von blendender Märchenpracht. Der einbrechende Abend verführte freilich zu ein paar seltsam wechselnden Belenchtungsoersuchen Sonst aber stand dieser, der zweite Akt, sowohl szenisch wie namentlich darstellerisch nnd mnsikalisch weit vor den anderen. Frl. Großkopf, die „luftige Witwe', der im ersten Akte »och eine gewisse Gezwungenheit sowohl stimmlich wie darstellerisch zu eigen gewesen war, erfreute im 2. Aufzuge sofort beim Eingangsliede durch reizende Munterkeit, graziöses und humorvolles, fesches Spiel, sowie durch die Kraftfülle und den Metallreichtnm ihrer umfangreichen Stimme. Herr Mahlau hatte als Graf Danilo darstellerisch gleichen wohl- verdienten Erfolg. In Spiel und Sprache stellte er einen aristokratischen Vollblut-Pontevedriner dar, d. h. einen in das verschleudernde Lustleben der großen Welt zum Teil verfallenen, blasierter Uebersättigung nahen jungen Diplo- ziiaten von leichtem Anstande und gefälliger Haltung, zu deutsch gewöhnlich Pli genannt, doch mit der naiven Un- Verdorbenheit des Naturmenschen, dessen so harmloses als genußfrohes Herz auf der gemütlich radebrechenden und plauschenden Zunge liegt. Von seinem Gesänge indeß schweigt des Rezensenten Höflichkeit. Die musikalischen und dar- stellerischen Leistungen des zweiten Liebespärchens, des an- mutigen Irl. Görgi und des sympathischen Herrn Bauer,
Bochum Guss .... Buderus E. W . .
Tendenz: ruhig.
Berliner
Canada E. B. . . , . Darmstädter Bank . , Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .
Tendenz: ruhig.
_ Das Ensemble bemühte sich, von Beweglichkeit, Schick, Schnitt nnd Schneid so viel als ihm möglich zu geben. Jedenfalls war die fleißige Arbeit der Regie bemerkbar. Einzelne besonders ansprechende Nummern, wie das temperamentvoll empörte Antiweiberlied der Männer, der Maxirn- marsch, besonders aber der lustigen Witwe wehmütig keckes Lied vom „dummen Reitersmann" schlugen dermaßen ein, daß das ganze, zu hellster Freude versammelte, in Beifall unerschöpfliche Publikum sie da capo verlangte, und rauschende Beifallsstürme füllten das Haus, unser kostbares Schmuckkästchen der Kunst, das übrigens bis zum letzten Plätzchen in den äußersten Ecken droben besetzt war.
Die Aufführung der „lustigen Witwe" war ein glänzender Erfolg, auch unserer sehr wacker sich zeigenden Militärkapelle, ein größerer als der der Eröffnungsvorstellung. Beschert uns vielleicht nicht noch ein paar theaterabende Herr Direktor Steingoetter? i|t ganz dazu angetan, um unersättlich zu langen nach theatralischen Genüssen.
7. Aug. Anfangskurse Harpener Bergwerk. Laurahütte . . Lombarden E. B.
Nordd. Lloyd . . , Türkenlose .
. 204.75
. 112.—
4% Oesterr. Goldrente, . 4Lz % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I 3% Portugiesen „ III 4^°/0 russ.Staatsanl. 1905 414% japan.'Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 1903 Türkenlose ...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/o Mexikaner < . .
4>$0/0 Chinesen . . < .
Aktien:
Patti als „Luftige
ist das Allerneueste. Nach der Erzählung einer englischen Wochen- ^bercttenföngcrin in Lohars „Luftiger
Wttwe debütiert Allerdings Mar diese Darbietung nur pri- ”'• H11*? Iem gewöhnlicher Sterblicher wird Wohl noch
emmal Gelegenheit haben, Adelina Patti in dieser Rolle zu hören. Are bam es, daß Adelma Patti zur „Lustigen Witwe" wurde? Dre Künstlerin wellte mit ihrem Gatten Eederström auf der Durchl- rerie von Pttris nach Stockholm, wohin sie zum Besuch ihrer LM'Ulx eilte, vor einiger Zeit in Berlin, Im Holet hörte sie
: gefühlt habe. Auch seine Gemahlin kehrt nach langer Ab- . Wesenheit zurück.
' * Der Rekord der „Lusitania". Der neue Cu-
nard-Dampser „Lusitania", das größte Schiff der Welt, scheint, wie man dem „Hamb. Fr.-Bl." aus London schreibt, auch in der Schnelligkeit die stolzen Hoffnungen zu er- ■ füllen, die die Engländer darauf gesetzt haben. Bei einer 48 stündigen Schnelligkeitsprobe, Lei der eine Strecke von 300 englischen Meilen viermal zurückgelegt wurde, erreichte, wie bereits kurz erwähnt, das Schiff eine Turchschnittsge- schwindigkett von 25i/4 Knoten. Wenn die „Lusitania" diese Schnelligkeit über 3112 Meilen von Plymouth nach Sandy Hook durchhalten kann, so wird sie die Ueberfahrt in vier Tagen 14 Stunden 39 Minuten machen können, also den Rekord der „Deutschland", der 5 Tage 7 Stunden 38 Min. beträgt, ganz bedeutend schlagen. England hätte damit sein Ziel, das „blaue Band über den Ozean" zurückzuerobern, erreicht.
* Es kam anders. In einer bergischen Stadt trug sich, wie der „Tägl. Rundsch." geschrieben wird, an der höheren Mädchenschule das Folgende zu: In der ersten Klasse ist Geschichtsstunde. Die französische Revolution wird besprochen. Der Direktor verlangt die verschiedenen Epochen zu hören. Als die Schülerin nach „Convent" sich nicht auf „Direktorium" besinnen kann, sagt der Direktor: „Sehen Sie mich an." Darauf prompt die Schülerin: „Schreckensherrschaft."
_ * Kleine Tageschronik. Vor einiger Zeit erlag der' Sohn des begüterten Bauern Keller zu Reutsachsen bei Rothenburg o. T. angeblich Verletzungen infolge epileptischer Anfälle. Jetzt ist- der Vater oes Verstorbenen unter dem Verdacht, den eigenen Sohn erschlpgen zu haben, verhaftet und in des Gefängnis von Schwäbisch-Hall eingeliefert worden. — lieben dias Vermögen der Aktien-Gesellschaft Bautzener Kun st- mühle Vetriebsgesellschaft ist das Konkursberfahren eröffnet wov- den Ter Hauptverwalter Florenz ist unter Hinterlassung eines Kassenfehlbetrages von 6000 Mark spurlos verschwunden. Ter Fabrikdirektor ist entlassen und dem Mühlenpersonal gekündigt worden. — In Mannheim erstach der Tagelöhner Kügler in vergangener Nacht den Arbeiter Lehrer. Ties geschah aus nichtigem Anlaß nach einem Biergelage. — Bei einer Bergtour in dsas. Brettgebiet stürzte der Schuhmachergehitfe Pela- kowitz über ein Schneefeld ab und erlitt schwere Verletzungen — Ter Schnellzug Triest —Wien stieß bei der Station Spielfeld mit einer Lokomotive zusammen. Ein Heizer wurde getötet, beide Mjaschinisten, 2 Postbedienstete und 3 Reisende verletzt. — In Marseille wurde ein Mann und eine Frau verhaftet, die aus Montecarlo kamen und in deren Besitz ein Koffer gefunden wurde, in welchem sich die in Verwesung über- gegangette Leiche einer zerstückelten Frau befand. — In ?^^od Wurde gegen 5 Polizeibeamte vom Untersuchungsrichter djas Disziplinarverfahren eingeleitet, weil sie nicht die Verhaf- te - Ä feÄ Ästigen Sekretärs der dortigen sozialistischen Parter, Ernst Klopfstein veranlaßt haben, der in einer Versamm- .ung öffentlich zum Königsmord äusgefvrdert hatte. — Auf dem Broaoway, der Hauptverkehrsstraße in New York, wurde gestern erne reiche 19jährige Erbin Miß Mac Muttert von 5 Männern lnKeil-eTrV- entführt — Aus Kingston wird gemeldet,
daß ern starker Erdstoß in Nord-Antonio im nördlichen Ja- P1'?1 kn <K'oße Panik unter ben Eingeborenen hervorrief. Ver- luste an Menfchenleben sind jedoch nicht zu beklagen.
der als Bevollmächtigter der Bayerischen Aktien-Brauerei Aschaffenburg in Friedberg tätig war, ist wegen Untreue Wit Unterschlagung und Urkundenfälschung Anklage erhoben. Bei der durch den Tirektor der genannten Brauerei vorgenommenen Revision, die infolge Auskneifens he$ Angeklagten statt fand, ergab sich ein Fehlbetrag von etwa 1200 Mark. Tie Untersuchung ergab, daß der Angeklagte, der mit dem Kassenbestand nach dec Schweiz gefluchtet war, zuvor noch einen Friedberger Geschäftsmann veranlaßt hatte, ihm einen Wechsel über 100 Mark zu unterschreiben, den er dtann auf 400 Mark abänderte. Tbr Angeklagte stellte sich später' freiwillig der Staatsanwaltschaft und gestand sämtliche ihm zur Last gelegten Straftaten ein. Tie Vernehmung des Direktors in der heutigen Sitzung ergab jedoch, daß weit mehr Straftaten vorliegen, als ihm die Anklage zur Last legt. Trotzdem er ein Einwmmen von über 4000 Mark jährlich hatte, verschaffte er sich auf Kvsten der Brauerei Neben- einnahmen durch, Eisverkauf, auch fälschte er die Ouittungen und zog das Geld, ein. Nach den Bekundungen des Direktors, der mangels Vorliegens der Bücher keine genaue Angaben machen konnte, erhöht sich uvch-oberflächlicher Berechnung der Fehlbetrag auf mindestens 3000 Mark. Tas Gericht hielt die Sache nicht für aufgeklärt genug, um ein Urteil fällen zu können. Es gab der Staatsanwaltschaft durch Vertagung Gelegenheit, weitere Ermittelungen vorzunehmen.
Ein ,,Scherz".
Der mehrfach wegen Vergehens gegen da^ Eigentum bestrafte Gelegenheitsarbeiter A. B. aus Rödgen ist geständig, einem in einer hiesigen Wirtschaft eingeschlafenen Kutscher die Taschenuhr mit Kette weggenommen zu haben. Er suchte die Sache auf einen Scherz zurückzuführen, doch der Umstand daß er anfänglich leugnete sich überhaupt an der Uhr vergriffen zu haben und später einen neben ihm sitzenden Eisendreher beschuldigte, sowie die Tatsache, daß er bereits früher einem in einer Wirtschaft eingeschlafenen Handwerksburschen das Portemonnaie aus der Tasche entwendet hat, ließen keinen Zweifel an seiner Schuld, zumal das Verfahren gegen den Eisendreher mangels Vorliegens einer strafbaren Handlung eingestellt wurde. Dos Gericht sah mit Rücksicht auf die Jugend des Angeklagten, seine Angetrunkenheit und die leichte Ausführbarkeit, sowie den Umstand, daß dem Bestohlenen ein bleibender Schaden nicht entstanden ist, von der verwirkten Zuchthausstrafe ab und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten, worauf 2 Wochen der Untersuchungshaft in Anrechnung kommen. Gleichseitig wurde der als Zeuge geladene Bestohlene, der unentschuldigt ausblieb, zu einer Ordnungsstrafe von 15 Mk. verurteilt „Mama, Papa".
In Nieder-Ohmen ist eine Frau mit ihrem unehe- ttchen Sohn, die man durch Zurusen von ,,Mama und Papa" hänselt. Als kürzlich der Landwirt H. St. II. mit seinem Kinde an der Eisenbahn die Frau sah, sagte er zu seinem Kinde und zwar so laut, daß es die Frau hören mußte: „Geh nach Haus und sag der Mama, der Papa sei hier und habe Hunger, die Mama mag das Essen bereiten bis der Papa käme." Er gebrauchte die Worte Papa und Mama so auffallend häufig, daß die Frau dies als eine auf sich bezügliche Hänselei betrachtete. Tie Frau erhob wegen Beleidigung Privatklage und das Schöffengericht erkannte auf eine Geldstrafe von 10 Mark, jndeni es ausführte daß, wenn auch m der Aeußerung an sich nichts strafb-ares zu erblicken sei, es dem Angeklagten doch darum zu tun war die Klägerin zu beleidigen, zumal er bereits zweimal wegen Beleidigung der Frau bezw. ihres Sohnes durch die nämlichen Aenßerungen. bestraft worden ist. Der Verurteilte erhob Berufung und bot bei der Verhandlung Beweise dafür an, daß die Aeußerungen keinen Bezug auf die Klägerin hatten. Dem illnttag wurde stattgegeben, und die Sache auf Freitag vertagt.
ihm an die Verteidigung geschriebenen Briefes ohne Unterschrift, in dem er den Hepgang der Sache darftcllt und erklärt, daß Hail der Täter nicht ist. Herr von Lindenau gibt in folgender, von den Rechtsanwälten Dr. Dietz und Dr. Goenner abgefaßten Erklärung die Autorschaft und die Richtigkeit dieses Briefes zu. Die Erklärung lautet: Mannheim 6. August 1907 im Hause R. 47. Der Baron von Lindenau erklärt heut mit seiner Unterschrift, daß der von ihm an den Herrn Verteidiger Dr. Dietz gerichtete Brief vom 20. Juli 1907 von ihm geschrieben worden ist und daß der Inhalt des Briefes der Wahrheit entspreche. (Frkf. Ztg.)
* Cyrill, der Rehabilitierte . . . . Aus Petersburg wird berichtet: Großfürst Cyrill ist von Tegernsee, wo er seinen Sommeraufenthalt genommen hatte, nach Petersburg gefahreir. Nach seiner Heirat ist dies das erste Mal, daß Cyrill sich wieder in seine Heimat begeben hat, aus der er durch den Groll des Kaisers verbannt war. Inzwischen ist es aber dem Großfürsten Wladimir, dem Vater des Cyrill, der bei seinem Neffen, dem Zaren, in hohem Ansehen steht, gelungen, den Kaiser gegen Cyrill milder zu stimmen. Es verlautet, daß der sich auch mit der Ehe seines Vetters ausgesöhnt habe, und daß die Einsetzung des Großfürsten in seine früheren Ehren und Aemter bevor- stehe. Ja, sogar seine Gemahlin soll wieder am Zarenhofe in Gnaden ausgenommen sein. Unter diesen Umständen beabsichtigt der Großfürst, feinen Wohnsitz wieder nach Petersburg zu verlegen, da er sich fern von seiner Heimat nie wohl
Versnischtes.
* Zum Fall Hau wird gemeldet: Der Mann mit dem grauen Bart, der am 6. November, dem Tage des Mordes an Frau Medizinalrat Molitor, hinter den beiden Damen herging und von der Verteidigung in Mannheim nicht ermittelt werden konnte, ist der in der Person des Baron Karl von Lindenau aus Karlsruhe fest- bestellt worden. Derselbe bestätigte den Inhalt eines voy
hervorgeht, daß die im letzten Geschäftsbericht ansgesprocki^. Hoffnung auf ein befriedigendes Ergebnis bis jetzt volle ftätigung gefunden hat. Ta die Erzeugnisse der verschieden^' Betriebsabteilungen bis Ende dieses Jahres verkauft sind die Abrufe flott erfolgen, so darf angenommen werden AvX auch das 2. Halbjahr ähnliche Gewinnzahlen liefert Ter Aus sichtsrat genehmigte sodann einstimmig den Ankauf der br>- Herrn Karl Schlenk in Barnsdorf gehörenden, in Staffel bei Limburg an der Lahn gelegenen Abflußröhrenfabrik Karlshütte. Bekanntlich beabsichtigten die Buderussch,-« Eisenwerke eine neue Abflußröhrenfabrik in Wetzlar zu erricht-m Dieser Plan ist durch diesen Ankauf hinfällig geworden, für ben im übrigen ungefähr die gleichen Gründe svrechen, die seinerzeit für den Erwerb der Eisenwerke Lollar maßgebend waren Die Karlshütte stellt gegenwärtig jährlich etwa 10 000 t Abflußrohren her. Die Uebernahme erfolgt nach Maßgabe der Bilanz vom 31. Dezember 1906. Der Betrieb geht vom 1. Januar 1907 ab für Rechnung der Buderusschen Eisenwerke. Der Kaufpreis beträgt 1 100 000 Mk., der aus den flüssigen Mitteln der Olesell- schast gezahlt werden kann. Berücksichtigt man den Kasfen- bestand, die ausstehenden Forderungen, deren Güte gewährleistet wird, die Warenvorräte, den geschätzten Gewinn bis zum 1. Sew
kCT des Jmmobil-Besitzes auf etwa 600000 Mark. Die Verwaltung beabsichtigt die Geuehmiguna zu dem Erwerb der Karlshütte in einer ai'f Ende September d I einzub:rvs nden außerordentlichen GenerllrellammOung nachträa^ lich einzuholen. 4
Heer rrirtz Flotte.
$ Militär-Hinterbliebenengesetz vom 17. Mui 19 0 7. Im Verlage des deutschen Offizierblattes (Gerhard Stalling in Oldenburg) ist soeben eine Zusammenstellung des neuen Militar-Hiuterbliebenengesctzes erschienen. Was diese Veröffenllichung besonders ivertvoll m.acht, sind die Erläuterungen der wesentlichen Unterschiede gegen die bisher geltenden Gesetze Dem Büchlein sind 'ühlreiche Beispiele beigefügt, so daß auch der Laie es mit Nutzen gebrauchen kann.
Derleihanstalt Sundheimer A dichte Mrilpp Frankfurt a. M. h-/.
pro qin und Woche 10 Pm.
^Telephon 4017. Telegramm-Adresse: Industriebedarf.
während der Abend täfel die lieblichen Klänge eines ihr unbe- kannten Walzers. Als der Walzer verklungen war, erkundigte fie fich, wias das für eine weiche, einschmeichelnde Melodie gewesen sei. Mm gab ihr zur Antwort, daß es der Walzer aus der Wiener Operette „Tie lustige Witwe" von Lßl/ar sei. Die Künstlerin zeigte nun dlas Verlangen, das ganze Werk kennen zu lernen, ließ sich ben Mavierauszug kommen und studierte ihn (auf der Reise nach Stockholm, von der zurückgekehrt, sie (aus der Durchreise in London sich das Werk ansah, das dort leit kurzem in englischer Sprache gegeben wird. Adelina Patti hatte Men Entschluß gefaßt. Einer heiteren Laune folgend, ließ sie sich, ihren ständigen musikalischen Begleiter kommen und beauftragte ihn, das Werk mit geeigneten Mitteln einzustudieren, um es lauf ihrem Schloß von Craig-y-Nos bei Brecknock in England auf ihrer eigenen Bühne aufführen zu lassen. Sie selbst studierte die TitelMrtie der Hanna und in diesen Tagen fand nun vor geladenen Gästen die Erstaufführung der „Lustigen Witwe" im Schloft-Theater der Patti statt. Tie Ensembleszenen wlaren naturgemäß merklich geitnchen, und man legte den Hauptwerk auf die Lieder der „Lustigen Witwe" und ihre Duette mit Alanilo. Was Adelina Patti aber aus der Lsharschen Operette zum Besten gvb, war so reizvoll daß die Gäste des Cederströmschen Ehepaars außer sich vor Entzücken waren, vor allem über die Kunst, mit der die Patti das Walduladchen-Lied sang und nicht Minder über den Charme, mit dem diese, im Anfang der Sechziger stehende F-rau, den berühmten Walzer tanzte, mit ihrem Partner, einem jungen Sänger, Mr. Simons, der sich z. Z. für die englische , £Wettenbübne ausbildet, als Danilo. Nach Schluß der Vorstellung vereinte eine festliche Tafel die Gaste und Künstler imb mlan feierte in frohester Stimmung das Debüt der Patti als Operettenfüngerin.
— Der kühne Amerikaner Walter Wellman rüstet sich, trotz des Untergangs der Andreschen Expedition zu einem Ballon fluge zum Nordpol. Er befindet sich zurzeit auf der kleinen Danesinsel, nahe Spitzbergrn. An der Batton- ftlllung wird Tag und Nacht gearbeitet. Major Herseh und gerbten beabsichtigen ihn zu begleiten. Herfey erklärte, am lo. d Mts. mit allem „all right" zu sein. Wellman vertraut felsenfest auf einen erfolgreichen Aufstieg. Er erklärte, daß er juehr als jemals ' on der Fähigkeit des Luftschiffes, seinem Witten zu lvlgeu i..... dem Nordpol zu nahen, überzeugt sei.


