Ausgabe 
6.5.1907 Zweites Blatt
 
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Gegenwärtig haben

Nichtstätten hingen voll von Köpfen.

In der

die Räuber den Schauplatz ihrer Tätigkeit verlegt.

des

95.501 Elektnz. Lahmeyer

Hamburg-Amerik- Paket! 135.50

Italien. Rente .

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Börse, 6. MaL Anlangskorae.

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Chem.Waschanstalt Gebr.Röver.Färberei.

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Elektnz. Schuckert . . Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk

176.70

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i JahreSbrricht neichi btt Pu- a 4 ML 44b M. M,18M. mb fe: Biedenkopf in en 18 014,10 WL, lin in drei Oden 40 Ml., Wittgen- fi Orten 1672 W.,

Harpener Bergwerk uauraliütte .-uinuarden E. B. .Xordd. Lloyd . . l urkenlose .

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Reichsanleihe do.

Konsole do.

Hessen Oberhessen

211.60

233.00

122.30

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229.30

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173.40

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Gesten. Goldrente. . 41/» % Gestern Silberrente 4% Ungar. Goldrente . .

Kleine Tagcscbron ik 3 e r 11 n gerieten on ber Ecke der Rricbricf)- und Iägerstraßc derStraßenhändler Front und die Händlerin Martha Max in Streit. In der Erregung aog die RL eine Flasche Lysol hervor und geb die ätzende Flüffigkeit dem F. inS Gesicht. Tie Attentäterin wurde feftgenommen. Im T - Zuge Berlin- Köln wurde eine ältere, sein gekleidete Tome sterbend ousgesundeu. AIS der Zug in Stendal eintvof, und der Schaffner die Wagentür öffnete, sand er in einem Eonvee -weiter Klaffe eine Tome bewußtlos aus dem Boden liegend. Man brachte die Bewußtlose in das Stendaler Krankenhaus, wo sie infolge eines Gehirnschlages verstarb. In der Toten ist die Gattin des Fabrik- direktors Fuhrmann auS Hagen in Westfalen ermittelt worden. In Kempen starb nach dem Genuß von verdorbenem Fleisch das elfjährige Schulmädchen Zatajski an Vergiftung. Andere Mitglieder der Familie sind ebenfalls erkrankt, aber außer Lebensgefahr. In W i e n wurde der hochbetagte Bildhauer H u t t e n e r von einem entlassenen Gehülfen durch Mefferstiche g e - tötet. Ter Täter wurde festgenommen. Eine mächtige vom Vatschstuhl niedergegangene Lawine bei Bad Gastein hat einen Teil der neuen Tauernbohn und die Straße nach Backstein zerstört. Eine Arbeiterbaracke wurde aus dem Fundament gehoben. Ein Arbeiter ist v e r u n g l ü ck t. In M a r b u r g in Steiermark e r - hängte sich der Regimentsarzt des 4. Tragouerregiments Dr. S w a t o u , welcher beschuldigt wurde, durch unrichtige Behandlung den Tod deS Dragoners Bernegger verschuldet zu haben. Aus San Francisco wird gemeldet, daß Graf Otto von W a l d - stein, ein österreichischer Aristokrat, auf tragische Art sein Leden einbüßte. Er ging außerhalb der Stadt bei den .Willows", wo ihn die Sheriffs und deren Beamten irrtümlich für einen von der Polizei gesuchten Mörder hielten. Der Graf leistete den Polizeibeauiten, die sich auf ihn stürzten, verzweifelten Widerstand und wurde aus der Stelle erschösse n._______________________________________

als nötig be> psstation der hnsteig erhält den vielen hier i begrüßt toird. ungen, die diese lle irgendwelcher stag des Kreises einmaligen Ab- tskonzessio. me und Ausgabe ZsmgDoche hält ftranfhirt einen eltnrfuS /Br

Harpener Bergwerk. . . Laarahntte......

Nordd. Lloyd.....

Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges . . Darmstädter Bank Deutsche Bank . « .

Deutsch-Asiat Bank . . Diskouto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien.....

Baltimore- und Ohio-

hiseAi ahn . . .

Gotmardbahn . . . .

Lomoard. Eisenbahn . . Gesten. Staatsoann . . . P r in ce-Henn-hisen b ahn .

vermischte».

* Berlin, 6. Mai. Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg tritt demnächst eine Jagd - Expedi - t i o n in das Innere von Afrika an. Nach dem Kleinen Journal Hot der König der Belgier Herzog Adolf Friedrich telegraphisch nach Brüsiel eingeladen, um mit dem Herzog vor seiner Abreise nach Afrika noch zu sprechen. Der Herzog ist gestern Abend nach Brüsiel abgereist. Wegen schwerer Sittlichkeits-Berge hen wurde der Atldhaiier Gräf festgenommen. In dem Atelier hatten Hausbewohner wiederholt beobachtet, wie Gräf an seiner 14 jährigen Tochter sich vergriff. Gräf hat sein Verbrechen eingestanden.

* Unheil in China. Der Köln. Volksztg. wird von einem Kenner der Verhältnisse in China mitgeteilt, daß in Mittelchina die Hungersnot fortgesetzt ein Schreckensregiment führt. In Thautschufu seien etwa 20 000 Soldaten seit Monaten in dem der Präfektur unterstellten Kreise stationiert. 7 00 Personen wurden enthauptet. Der Gewährs­mann der Volksztg. berichtet, die Bäume in der Nähe der

Sport.

Beim Radrennen um dasGroßeGoldene Rad von S t e g l i tz bei Berlin wurde G u i g n a r d erster. Robl, der erst die Führung hotte, kam durch einen Rellendesekt seiner Führungsmaschme zu Fall, sodaß er von der Bahn getragen werden mußte. ______________

4>$°/0 russ.Staatsaul. 19ub 4>iv,e japan. Staatsanleihe 4>0 Couv.Türken von 1903

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fflr Bandel und Industrie, Giessen.

Frankfurter Korse. 6. Mai. 1.15 Uhr.

Rni7hqro H mit wird am besten gepflegt durch den rWl£U<li c J-A<1UL täglichen Gebrauch der überaus feine» und milden Myrrholin-Seife. |be/lt

99.15

100.00

94.25

102.75

67.60

68.4o

91.75

93.00

94.00

Portugiesen III

Zuschrift an die Volksztg. wird auch hervorgehoben, daß volle Anzeichen antidynastischer Bewegung vorliegen und die RcgicrungSbeamten bereits nervös geworden sind. In der Zentralregiertmg fehle es an einem festen und klaren Kurs.

Stur m wird aus verschiedenen Teilen der Erde gemeldet. Von der dän. Insel Falster kommt folgende Meldung: Am 4. Mai mittete ein orkanartiger Sturm, drr vielfachen Schaden anrichtcte. Auf dec Jiskebäk-Meierei in Gjedser wurden Schornsteine umgeworfen, wobei ein Mann getötet und einer schwer verletzt worden ist. In Maribo auf der Insel Laaland hat der Sturm das Dach der Kirche beschädigt, sowie ein anderes Gebäude und em Zirkuszelt ilmgertssen.

* Bremen, 5. Mai. Eine gewaltige Feuers- b tun ft äscherte heute nachmittag am neuen Freihafen einen großen staatlichen Kaischuppen, der 7000 Ballen Baumwolle enthielt, vollkommen ein; ebenso zehn Lagerschuppen. Auch der Dachstuhl der Feuerwehr im Freihafen fing Feuer. Bei dem heftigen Winde, der gestern herrschte, griff das Feuer rapid um sich. Die benachbarten Fabriken waren stundenlang bedroht. Die Feuerwehr war dem Flammen­meer gegenüber machtlos, so daß alles brannte, was in der Windrichtung lag. Der Schaden ist enorm und zu­nächst noch nicht genau aözuschätzen; sicher ist nur, daß er mindestens fünf Millionen betragen wird. Ta im Kaischuppen am Tage vorher schon einmal Baumwolle brannte und sonst noch andere eigenartige Umstände vor­liegen, ist der Verdacht einer Brandstiftung nicht von der Spanb zu weisen. Tie Polizei hat 1000 Mark Belohnung, für die Ermittelung der Täter ausgesetzt. Der Brand ist jetzt lokalisiert, aber innerhalb des größten. Teils des ein­gestürzten Mauerwerts herrscht eine furchtbare Glut, die fortwährend das Feuer wieder anfslackern läßt. Tas Brand- unglüa rief eine große Aufregung hervor und trifft Bremen, nachdem erst Mittwoch ein großer, Schuppen abgebrannt ist, doppelt schwer, weil die Lagerräume int Freigebiet infolge stetgenden Verkehrs sich schon wieder als unzureichend er­wiesen haben.

4% Griech. Monopol-Aul. 50.40 4% äussere Argentinier 86.35 ö°/0 Meuaaner . . 65.20 4»u/0 Chinesen . .

Aktien:

Bochum Guss . . .

Buderus E. W

Tendenz: fest

Berliner

Uauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

1 endenz: fest

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ZW

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211.90 . . 232L0 . . 23.10 . . 122.20 . . 142.30

Es gibt immer noch Mütter, welche ihren Säuglingen zuviel Kuhmilch geben und dadurch deren Ernährung stören. Nur durch rich­tige Verdünnung macht man die Kuhmilch zu einer zweckmäßigen Säuglingen Ehrung, und erst der Zusatz vonKuseke" Kindermehl macht sie so leicht verdaulich wie die Muttermilch.

Lingesan-t.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber kernerlei Verantwortung.)

Ter Einsender des vorgestrigen Artikels über dre zur Jubelfeier der Universität oorbereiteten literarischen Festgaben zeigt sich leider unvollkommen informiert, indem er gerade die­jenige Veröffentlichung übergeht, die am meisten aus das Jntereffe des großen Publikums rechnen kann. Der aroeibanbtgen von Tövelmann verlegten Festschrift von wissenschaftlichem Charakter steht die ebenfalls im offiziellen Austrag der Universität erscheinende Festzeitung ,L u d o v i c i a n a" zur Seite, die von den Erlebnissen und Wandlungen der Hochschule, von ihrer Eigenart und ihren rühmlichen Leistungen unter Beigabe Zahlreicher, zumeist

Original-Drahtnieldringen.

Berlin, 6. Mai. Die Nachricht, daß Muley Safi», der Onkel des Sultans von Marokko, zum S u l t a n ausgerufen worden sei, ist zwar noch nicht bestätigt, doch weiß man, daß Ben Chazi, der für Marakesch neu ernannte Gouverneur, seine Eskorte, die jetzt kaum 150 verläßliche Leute zählt, für viel zu gering hält, um den Einzug in Marakesch zu sichern. Muley Hasiz gilt als Franzosenfreund, aber die persönlichen Sympathieen dieses Prinzen kommen wenig in Betracht. Weit wichtiger sinh nach neueren Berichten jene Elemente in der Stadt und dem Um­kreise, denen jede einschneidende Veränderung als Anlaß zur Plünderung willkommen wäre.

Dortmund, 6. Mai. Der Vorstand deutscher Verg­är beit er hat hier seine 17. General- Vers ammlungbo gönnen, die von etwa hundert Delegierten und Vertretern der Generalkommission der freien Gewerkschaften sowie der Union der österreichischen Bergleute besucht war. Zu Vorsitzenden wurden Reichstagsadg. Sachse gewählt und der frühere Kreis-Delegierte Schröder.

Paris, 6. Mai. TerMcrtin" berichtet aus London: Angesichts der energischen Erklärung des Fürsten B ü l o w, wonach Deutschland sich an der Erörterung der Ab­rüst u n g s f r a g e auf der Haager Friedenskonferenz nicht beteiligen wird, soll heute im Ünterhause ein Antrag ein­gebracht werden, tn welchem die Regierung aufaefordert wird, das dritte Panzerschiff vom Dread- nought-Typ alsbald in Bau zu geben.

seiner ganzen Anlage und seinem billigen Preis (Abonnement 4 M.) berufen erscheint, den Tausenden, die, ohne speziell wisien- schaftliche Jntereffen zu verfolgen, den Ehrentag unserer Ludom- ciana voll herzlichen Anteils mitseiern, ein liebes und künstlerisch wertvolles Andenken zu sein.

Die Redaktion der .Ludoviciana .

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dier^taa den ) 7. Mai: Meist trüb. Stellenweise Gewitterregen. Abkühlung. Veränderliche Winde. ___________

Giessen: Marktplatz 18. Branche in Mitteldeutschland. __DV,

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"Herrn fcfcu rshetni. 15 ,, i^ungvor

5 seiner <z.. Gottfried ge. onnenflofter. lbent von Hövel. '» Nubral Dr 'd der fürstliche 'hm vor kurzem en über die an. steht die Absicht, ' ausgefundenen dem 13. Jahr, chelnde Herren, nün Klosterlircht Sarkophag, bet m, GertrubiS, in atuen von An. seine Familien«

Kuiift Mtiö wisienschaft.

Nach Newyorkcr Blättermeldungen erklärte Sir William Rarnsay einem Riilgliede der Hopkins°Universität, daß es ihm gelungen wäre, durch Behandlung von Lithium-Kalium-Rithratittm Kupfer herzu st eilen.

Köln, 4. Mai. Die Kunstausstellung wurde heute nachmittag durch Hosrat Aldenhosen feierlich eröffnet Ter Redner warf tn- tereffante Streiflichter auf die Entwicklung der Kunst und die Pflichten des Publikums den Künstlern gegenüber. Etn sehr ani­miertermusikalischer Tee' schloß sich an die kurze, aber würdige Feier, an der die Spitzen der Behörden imb der Gesellschaft teil- nahmen.

Universitäts-Nachrichten.

Berlin, 4. Mai. Ter neue Inhaber der Havard- p r o f e f s u r an der Berliner Universität, Profesior Dr. Theodor Williams, hielt heute in der Universität seine Antrittsvorlesung. Er führte aus, er wolle in feinen Vorlesungen die Theorie und Praris des genauen physicochemischen Messens erörtern und gab heute dazu die Einleitung, die mit vielem Beifalle au'aenoinmen wurde. Zugegen waren der Kultusminister, der Rektor der Universität und viele andere hervorragende Vertreter der Wissenschaft. . t ,

Wie aus Breslau gemeldet wird, hat der ordentliche Profesior und Direktor der chirurgischen Klinik an der dortigen Universität, Geh. Medizinalrat Dr. Karl G a rrö einen Ruf an die Bonner Universität angenommen an Stelle von Prof. Bier, der von Bergmanns Lehrstuhl in Berlin übernommen hat.

In Straßburg hatte die Behörde in den letzten Jahren gelegentlich deS alljährlichen Besuchs des Kaisers versucht, die Dozenten der Universität zum Einstellen ihrer Vorlesungen zu bringen. Doch nur ein Teil hatte dieser Aufforderung Folge geleistet. Diesmal waren jedoch die Kaisertage in Straßburg offiziell zu Feiertagen dekretiert worden. Dieser Verordnung hatten sich natürlich alle Dozenten zu fügen. Einige von ihnen unterwarfen sich dieser Maßnahme jedoch in einer Form, die Miß­verständnisse über die Beurteilung dieser Regierungsmaßnahmen nicht auffonunen laßt. Ein Theologe schrieb:3u meinem Bedauern sind wir auf Anordnung deS Alinisteriums gezwungen.....

Aus der philosophischen Fakultät erklärte ein Mann der Wissenschaft: Da am Montag die Vorlesungen ausgesetzt werden sollen . . ." Ein hochgeborner, aus O b e r h e s s e n stammender Ralurwisien- schaftler verkündete:Nachdemmfolge der Anwesenheit S. M. des Kaisers von feiten der Regierung dem Montag vormittag Feier- ^agscharakter z u e r k a n n t worden ist, . . . ."

Kandel.

DieScheckfragc. Angesichts der Geldteuerung, deren baldige Beendigung noch immer nicht gesichert ist, tritt die Scheckfrage von Tag zu Tag mehr in den Vordergrund. Die Banken geben sich alle Mühe, den Scheck zu popularisieren und die Presse hilft redlich mit. Aber es scheint nicht so recht gelingen zu wollen. So wird darauf aufmerksam gemacht, daß England, das Land des Schecks seinen Außenhandel von mehr als 20 Millionen Mark mit 14 Prozent Bargeldumlauf bezw. 16 Prvz. inkl. Notenumlauf bewältigt; Deutschland braucht bei 12 Miliarden Außenhandel 33 bezw. 44 Proz. Geldmittel. Immerhin haben die Leipziger N. Nachr. ebenfalls recht, die meinen, daß eine Nation nicht nur auf die Dauer damit wirt­schaften kann, daß sie alles vorhandene Geld nur immer mobil macht, wie dies der Scheck tut, sondern daß die Engagements im Rahmen der Kapitalkraft bleiben. Dieser Rahmen soll in Deutschland seit zwei Jahren offenkundig überschritten werden. Emissionen über Emissionen-1905 und 1906 je drei Miliarden Mark, Engagements in der Industrie (Bauten, Vergrößerungen, Neuanlagen), Anlagen im Kalibergbau, in Kvlonialwerten, in Ueberseebanken, Anschwellen der Wechselzirkulation und hundert anderes mehr das alles mußte den Kapitalmarkt iwtwendig einmal auspumpen. Jetzt ist es Zeit, haushalten zu lernen, bis die Kapitalbildung allmählich wieder frische Mittel von selbst schafft. Nur darin liegt die unbezwungene Remedur für den Geldmarkt. ...

Kursbildung der Schatzscherne. Der erste ofn- zielle Kurs, der am Samstag herauskam, deutete auf 190 Proz., also 1 Proz. über den Zeichnungskurs. Der Bedarf in kleineren Stücken war besonders stark und die Nachfrage konnte diesmal nicht befriedigt werden. Im übrigen heißt es, daß die neue An­leihe in Hinsicht auf Kursbildung sich selbst überlassen werden soll. Damit ist gesagt, daß kein Jntcrventionskon,ortium für etwaigen Kurssall gebildet werden soll. Tazu wird es wohl überhaupt sehr \ cf)roer kommen. Im vorigen Jahr mit der 600 Mill. Mk. Anleihe lag die Sache allerdrngs anders. Damals war inter­venieren sehr nötig, Beweis hierfür sind die noch immer nicht nntergebrachten 120 Mill. Mk.

Märkte.

Je. Frankfurt a. M., 6.Mai. lTelegr. Orig.-Bericht des ^Gieß. Anz."). Amtt. 9lotierunqen der heutigen Biehrnark tpreis e. Zum Verkaufe standen: 383 Ochsen, 98 aus Oefterreich, 32 Bullen, 00 aus Oesterreich, 0 aus Tänemark, 800 Rübe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 306 Kalber, 216 Schafe und Hümmel, Schafe aus Cefterreich, 0 Ziegen, 1873 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 8085 Mk., 2. Qual 7175 'Rif., 3. Qual. 6567'Rif.; Bullen 1. Qual. 71 bis 73 M., 2. Quall 6870 Rif.; Kühe 1. Qual. 7275 Rif., 2. Qual. b971 Rif., 3. Qual. 60- 62 Rif, 4. Qual. 0000 Rif., 5. Qual. 0000Rif. Kälber: I.Qual. 100-000 Pfg., Lebendgewicht 6000 Pf., 2. Qual. 9296 Pfg., Lebendgewicht 5357 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg., Schlachtgewicht 6772 Pfg., Schake: 1. Quall 8200, 2. Qual. 7678 Pfg., 3. Quall 0000 Pfg.; Schweine 1. Qual. 5500 Pfg., Lebdgeiv. 43.0000.00 Pfg., 2. Qu. 54-00 Big., Lebend- gern. 42.0000 Pfg., 3. Qual. 4244 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh Rlarft mittelmäßig, Ueberftanb unbedeutend; bei Kleinvieh gut, kein Ueberftanb.

ba3 Maximum 1 fl

Endlich beanstandete er zur Vorsorge die Höhe der Strafe, da 1.70 Mk. beträgt. Im Falle einer Ver­urteilung müsse die .träfe herabgesetzt und die Ltaatskasse zur Tragung eines Teils der entstandenen Kopen berurtnlt werden, M sich niemand eine ungesetzliche Strafe gefallen lapen brauche Das Schöffengericht verwarf sc t n e n E t n spr u ch mtt der Maßgabe, daß ee, die Strafe auf eine Mark herab* feilte Er hatte aber bai Bedürsnts, eine höhere Instanz mit der Sache besaßt zu wissen, und so erhob er Berufung und erschien unter Assistenz eines Verteidigers, d.-r auch Kreits am Schösfenaericht tätig war. Wenn auch vor dem Berufungs- aerichl nicht mehr alle Einwendungen aufrecht erhalten wurden, so hatte c doch Veranlassung darauf hinzuweisen, daß die s'raalichc Meldeordnung klare Bestimmungen enthält, und datz t r der ein Gebot nicht befolgt, oder gegen cm Verbot handelt, strafbar ist- Tie Verordnung besagt, das jeder Zuzug bezw. M^oang eines Kurgastes innerhalb 24 Stunden anzuzeigen sst Daß ein unverschuldeter Notfall Vorgelegen habe, der seine srraning ausznschließen in der Lage wäre, bat er selbst nicht behauptet, er machte lediglich geltend, daß er seine Unterlaflung erft nach dem Wegzug des nächsten Kurgastes entdeckt habe. Unter diesen Umständen mußte seine Berufung unter Be­lastung mit den Kvsten verworfen werden.

Gewerbsmäßige EutbiudungSaustalt.

Ter Hebamme Ch. W. zu Bad-Nau he im ging unter der Anschuldigung, daß sie eine P r i va t en t bi n d u n g sanft a l t errichtet habe ohne im Besitze der hierzu erforderlichen Kon­zession zu sein, ein Strafbefehl über 20 Mark zu. e>ic erhob Widerspruch und machte geltend, daß bei ihr von einer Ent­bindungsanstalt keine Rede sein kann, sie habe nur auf erudrnig- liches Bitten einer Frau ein Mädchen, das nach seiner Nieder­kunft den Dienst wieder bei ihrer früheren Herrschaft wrttetzen sollte, aufgenommen, um dieses zu gegebener Zeit in die Klmik nach Gießen zu verbringen. Die Niederkunft sei aber früher eingetreten, sodaß ein Verbringen in die Klinik nicht mehr möglich war Durch den Vorsteher des' Polizeiamts wurde aber nachgewiesen, daß sie schon in früheren Jahren Personen rn ihrem Hause entbunden hat, nachdem ihr in einzelnen Fallen die Genehmigung erteilt worden war. In der letzten 3;nt wurde ihr aber die Genehmigung verweigert, da das von ihr bewohnte Haus den Anforderungen in hygienischer Beziehung nicht entspricht. Nach Ansicht der Polizei hat die Angeklagte das fragliche Mädchen absichtlich solange bei sich behalten, um die gesetzlichen Bestimmungen umgehen zu können. DaS Schöffen­gericht hielt die Voraussetzungen zur Verurteilung wegen V.n> geliens gegen die Gewerbeordnung nicht für vollständig vor­liegend, da es sich hier nicht um eine Anstalt im großen Stil handelt. Tie Angeklagte besitzt keine Räume zur regelmäßigen Aufnahme solcher Personen, auch ist es fraglich, ob die Fälle in ihrem Zusammenhang betrachtet eine gewerbliche Tätigkeit darstellen. Eine strafbare Umgehung des Gesetzes kann ebenfalls lischt als erwiesen angenommen werden. Jbre Angaben, daß sie in eiligen Fällen gefährdeten Personen Aufnahme gewährte, seien nicht zu widerlegen. Das Schöffengericht kam deshalb manaels Beweises zum Freispruch. Auf Berufung der Staatsanwaltschaft kam die Strafkammer zur Verurteilung zu der im Straf» befehl angesetzten Strafe. Sie .schloß die Gewerbsmäßigkeit aus dem Umstande, daß die Angeklagte die Absicht hatte, bei jeder sich bietenden Gelegenheit Leute zwecks Entbindung^ aufzunehmen und ihr Haus darnach einzurichten: daß die Räume in der Zwischenzeit zu anderen Zwecken benutzt werden, ändert an der Sache nichts.

Mk. 20.2521.25

kc. Franlsum a. M., 6. Riat. (Ong.-Ietear. deS©tefirw. Anz.') Amtliche Notierungen der heutiaen Fruchtmarktpreis e. Weizen Mk. 19.7500.00, Kurbessifcher Mk. 19.7500.00, La Platn ~ ---- ---- Ronfa« Mk. 20.2520.75, Roggen (hiesiger)

Mk. 17.7518. Gersle iWetterauerl Mk. 18.2518.75, Fanken- felder Mk. 18.7519., Hafer 19.2520.25, Mai« Mk. 14.5014.75, Weizenniehl 28.0029.00, M. 0000, 2. Qualität Mk. 26.00 bis Mk. 27.00, 8. Qualität Mk. 24.0024.75, Roggenmebl 00 Mk. 27.5028.00,1. Qualität Mk. 26.5027.00, Weizenklee RN. 11.00 bis Rif. 11.50, Roggenkleie Mk. 11.5012.00, Maiskeime TH. 12.00 bis Mk. 12.25, Franken, Pfalzer, Ried Mk. 18.7519.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

JpielpldK brr «rrintqttn Frankfurt er Mabtthrater.

OpemhauS.

Dienstag den 7. Mai, abends 7 Uhr: .Flauto Solo/ Hierauf: ,Rlaurer und Schlosser."

Schauspielhaus.

Dienstag den 7. Mai, abends 7 Uhr: ,Di« Stützen der Gefell! chatt/______________________________________