Mittwoch tz. November 1907
idealer
, der heute in Szene geht, in den anderen Abonne.
ist: .Fiesko".
öglich zu machen'.
Gewiß ist es reinigten Reichen stellen, aber es eisen Schwedens
gelungen, zwischen den beiden früher einen erträglichen Modus vivendi herist begreiflich, daß man in manchen vielleicht doch noch nicht alle Hoss-
257. Jahrgang
Erstes Blatt
Da sich großes Interesse für diese Vor-
Nachteil der Staatsinteressen schuldig bekenne, gibt dieser eine verneinende Anttvort, er gibt aber zu, daß er mit seiner im amtlichen Nachrichtenblatt gegebenen Erklärung, worin bestätigt wird, daß der mit den Getreideliejerungen sür die Armee betraute Kaufmann Lidval seinen Vertrag in loyaler Weise erfüllt habe, waZ sich als ganz unria-tig herausstellte, vollständig im Irrtum gewesen sei.
Darauf wurden zahlreiche Kränze am Denkmal niedcrgclegt. Auch am Grabe des Reitergenerals von Seydlitz im Lchloßpark zu Minkowsky (Kreis NamSlau) hat eine Gedenkfeier stattgefundcn. An dieser nahmen der kommandierende General des 6. Armeekorps, General von Boyrach, mehrere höhere Offiziere, Abordnungen sämtlicher schlesijcherKavallerieregimenter, sowie andere militärische Abordnungen teil.
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Ratten vor einigen Monaten die Mannschaft eines uruguah. Wen Schiffes verhaftet, die die Bergung eines Uruguay« Wen Dampfers von der uruguayschen Stifte aus vornahm. Es handelt sich hierbei um eine wichtige Frage des Flußrechtes des La Plata. Die Angelegenheit wird dadurch noch verwickelter, daß Brasilien angeblich die Ansprüche Uruguays unterstützt, da es ein allgemeines Interesse an dem Rechte des ungehinderten Zuganges zu den Binnengewässern hat.
König Alfons in Lebensgefahr?
Wie die Londoner Morgenblätter melden, schwebte König Alfons gestern, als er zu Besuch König Eduards auf dessen Landsitz Sandringham weilte, angeblich in Lebensgefahr. Eine große Menschenmenge drängte sich gegen das Tor des Parkes, um die Ausfahrt der königlichen Herrschaften mitanzuschen. Als der Wagen des Königs Alfons in der Ferne sichtbar wurde, stürzte sich ein TetekAv plötzlich aus einen Ausländer, der ein verdächtiges Paket unter dem Arme trug. Das Individuum widersetzte sich der Verhaftung und es entstand ein heftiger Ka m p f. Die Menge unterstützte den Detektiv und der Ausländer wurde verhaftet. Ueber den Inhalt des Pakets ließ die Polizei bisher nichts verlauten.
nicht wiederholt wird. Am Sonntag
Rußland.
Petersburg, 5. Nov. Am Vormittag begann vor dem höchsten Gerichtshof der Prozeß gegen den Gehilfen des Ministers des Innern G u r k o. Der als Zeuge geladene frühere Gouverneur von Nischni-Nowgorod, Baron Fredericks, ist unentschuldigt ausgeblieben. Als Zeugen sollen vernommen werden Ministerpräsident Stolypin und Fi- nanzminister Kokowzow. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob sich der Angeklagte der Überschreitung der Amtsbefug- nijse und der Vernachlässigung der Dienstpflichten zum
Marokko.
Paris, 5. Nov. Ein Telegramm des Admirals Philibert meldet, daß die Ruhe völlig gesichert sei, insbesondere in Nogador und Mazagan. Gelderpressungen und Ernennungen von Beamten durch Äduley Hajid hätten einen Teil der ^völkerung sehr unzusrieden gemacht. Die Uled Ferede seien jetzt gegen Muley Hafid und arbeiteten in gleicher Weise gegen ihn. Infolge dieser Sachlage würde die französische Regierung einige der in den marottauischen Gewässern befindlichen Kriegsschiffe nach Frankreich znUick- bcordern.
AnrrcrnH.
— Dem „Derl. Lokalanz." zusolge ist König Leopold von Belgien von der Gichtaffektton noch nicht geheilt. Er bewegt sich nur mühsam am Stocke vorwärts. Ter König hat eine Kur bei dem Arzt Sauval in Paris begonnen.
Newyork, 5. Nov. Ein Telegramm aus Manila bestätigt, daß Kriegsminister Taft seine Absicht, nach Europa zu reisen, ausgegeben hat. Er kehrt direkt nach der pazifischen Küste zurück.
— Neue Rassenunrutzen ereigneten sich in Seattle an der Westküste von Amerika, diesmal aber gegen die Hindus gerichtet, nicht gegen die Japaner oder Chinesen. Eine große Menschenmenge griff d.e Hindus an, die beim Bau einer neuen Eisenbahn dort beschäftigt sind. Die Hindus flüchteten in das Gefängnis, wo sie sich verbarrikadierten, da es von der Menge belagert wurde. Die Behörden verhielten sich ziemlich passiv.
Nellung kundgibt, werden von heute ob Blllets an der Theaterkasse für sie abgegeben. — Mittwoch 13. Roo. findet ein einmattges Gastspiel Karl William Büllers Halt.
X Rülfenrod, 2. Nov. Zu den früheren Mitteilungen über die Herstellung der hiesigen Kirche sei Nach- stehendes mitgeteilt: Die Wandgemälde ivaren bereits in früherer Zeit übertüncht worden. Deshalb pellten sich ihrer Erneiierung jetzt einmal der Kosten wegen und andererseits infolge der geringen llcberreste Schwierigkeiten entgegen. Damit ist jedoch nicht die Müglichteit genommen, diese Gemälde später zu trneiiein. Dagegen hat die kleine, nur 118 Seelen zählende Gemeinde Rülfenrod nicht die Kosten gescheut, die auf den Brüstungen des Gestühls und der Emporen, sowie auf der Kanzel befindlichen, in früherer Zelt überstrichenen Malereien jetzt wieder erneuern zu lassen. Dabei i|l zu begrüßen, daß es möglich war, diese 'Malereien wieder von dörfischen Meutern Herstellen zu lassen. Weiler ist zu bemerken, daß m letzter Zeit im Kreise Alsfeld großer Wert daraus gelegt wird, die Geiuemdebaulen der ländlichen Bau-
Dentjohes UeLctz.
Berlin, 5. Rov. Die Einberufung des preußischen Landtage? ist, soviel bisher feststeht, für einen Tag der letzten N o v e rn b e rw oche zu erwarten.
— Tie „Nordd. AUg. Zig." meldet: Wie verlautet, ist der bisherige üRinisterresident in Havana, der Gesandte, Dr. von H u m bracht, behufs auderwcuer dienstlicher Benveudung von dem gedachten Posten abberufen worden. Zu seinem 'Nachfolger ist der derzeitige deutiche Delegierte bei der internationalen Finanzkommission in Athen, Legationsrat von Eckard t, ernannt werden — Wie wir hören, iit für den durch die Pensionierung des Wirtlichen Geheimrates Grasen P l e s s e n demnächst freiwerdenden Gesandtenposten m Statt- gart der bisherige Gesandte in Weimar, Kammerherr von Below, und als Nachfolger des letzteren in Weimar der derzeitige Generalkonsul in Budapest, Graf Botho Wedel, in Aussicht genommen.
Köln, 5. Nov. Die „Köln. Ztg." meldet aus Bonn vom 5. November: Geheimrat Eister aus dem Kultusministerium ist heute hier zur weiteren Klarstellung des Falles S ch r ö r s eingetroffen.
Osnabrück, 5. Nov. Der K u l i ii s m i n i st e r versagte die Genehmigung zur Erweiterung der hiesigen Niederlassung der katholischen Schwestern aus Thuine, ebenso zur Erweiterung der Schule der katholischen Schwestern in Lingen.
ing aus eine Wiedervereinigung ausgegeben hatte, die mmehr für immer zu Grabe getragen jein dürste. Der rdanke mag ja schmerzlich fein, aber der Zusammenhang ider Staaten war ja auch früher sehr locker, die beider- itigen Interessen gingen weit auseinander und es gab chts als Hader, der infolge der Trennung verstummt . Beide Reiche können unabhängig voneinander und ine gegenseitig Rücksichten üben zu müssen, sich wirt- jaftlid) und politisch entwickeln, wahrscheinlich Weir besser, s dies zur Zeit der Union möglich gewesen wäre. Viel- cht folgt man über kurz oder lang auch in Schweden m Beispiele Norwegens, das durch die Neutralitäts- llarung in der glücklichen Lage ist, nicht mehr den Ge- nstand eines feindlichen Angriffes zu bilden. Das reg- nie Norwegen hat noch lange nicht alle seine Quellen des üchtums erschlossen und kann darum auf eine glück- he Zukunft rechnen. Aber auch sür die gesamte poli- che Konstellation ist die Neutralität Norwegens von beachtlichem Werte, denn damit ist die Möglichkeit aus geflossen, daß dieser Staat sich mit einer anderen Macht rbündet, resp. daß seine Küsten bei einem Kriege als .ützpunkt für Flottenoperationen benutzt werden können, n Atom ent, das namentlich für uns in Deutschland inz wesentlich ins Gewicht fällt. Erfreulich wäre es im .nblick hierauf für uns, wenn überhaupt die Nordstaaten nschließlich Dänemarks sich für neutral erklären ließen, lerdings dürfte man, wie die Befestigungsprojekte von ?peuhagen zeigen, in Dänemark hierzu wenig Lust ver- uren. Wie dem auch sei, jedenfalls ist schon die Neu- alitätserllärung Norwegens allein ein wesentlicher Fort- nitt und mehr wert, als viele der schönen Resolutionen r Haager Friedenskonferenz.
Veza g-p ret-, monatlich 7513L, oiertel- A jährlich Mk. 3.80. durch Hy Abhole- u. Smetqflellen I ▼ monatlich 65 Bi. durch I die Post Alk 2.— mertel- I jährt ausjcht B-üellg. w ßetlenpretfl: lokal 15'U^ ▼ autzwans 2ü iMenntq.
’-be ta n t rou rt lid) tfn den pohhldicn Teil; ft Anderlon;
Zur Nesorm der Mädchenschule.
Gestern vormittag hat der „Nationalztg." zufolge der iltusminister Dr. Holle im Beisein des Dezernenten für adchenjchulwesen, Geheimrats Mayer, eine Deputa- on des Kongresses für höhere Frauenbil- i n g, der am 11. und 12. Oktober in Kassel tagte, emp- iigcn. Frau Geheimrat Steinmann- Bonn betonte, ß es sich bei diesen Beschlüssen um eine gemeinsame lndgebung aller deutschen Frauen handle, und wieder- lte nochmals die wesentlichsten Forderungen
i r R e f o r m d e r M ä d ch e n s ch u l e. Der Minister er- bette, daß das preußische Kultusministerium sich seit ngem angelegentlichst mit dieser Frage beschäftige. Im tteceife der von der Regierung geplanten Reform sagte zunächst die Berücksichtigung der vorgetragenen Wünsche und bat, alle Einzelfragen bei Seite zu stellen. Fräu- n Dr. Bäumer sprach den Wunsch aus, die zur Zeit thandenen sechsjährigen Gymnasial- resp. Realgymna- llkurse nach sechs- oder siebenjähriger Atüdchenschulzett stel)en zu lassen. Minister Holle sagte auch hier wohl- ülende Erwägung zu. Endlich trat Frau Profejsor eber dafür ein, daß, wenn die Errichtung eigener udienanstalten undurchführbar fei, begabten Mädchen nach deutschem Borbitde auch in Preußen der Besuch der Obren Knabenschulen gestattet werde.
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Gin Konflikt zwischen Argentinien und Uruguay.
te Beziehungen zwischen Argentinien und cuguay haben sich dadurch gelockert, daß ersteres em n ispruch ignorierte, der aus der Verletzung der ^mßo v crjchast Uruguays entsprungen war. Dre Argentinier
Ans tinO Land.
Gießen, 6. Nov. 1907.
*♦ S)ie Vereidigung der Rekruten fanö heute vormittag in der herkömmlichen Weise statt. Vorher wurde Militärgottesöienst in dec Stadtkirche abgehallen, aus welchem - Anlaß die Fahnen in die Stadlkicche gebracht wurden.
*• 21 uS dem Bureau desStadtt Heaters. Noch-
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V äätlko. iüi ,6iabt „ . _ u.Vanb’ mit .eevid)t«.
Reoaftton, Expedttion und Dnitferei: Zchulftrsße 7. V.qV* & veß. den AnzeiaenteO £>. Beck.
röche betnelegl und oeinitil wöchentlich das „isblatt für den Ureis Itften. iteruivlech-An» lilubt d. Redaktion 112
General-Anzeiger für Oberheffen oormittaqe io Uhr. ^v^tkonrdrnS und Verlag der vrühl'fchen Unlv.'Vnch- und SteinbrutfcreL TL Lange.
?r. 261
। r I d> e t it t »" gktch guyn Sonntag».
iem <Btebenei Anzeiger ,erben im Wechsel int! ,m hessifchen Landwirt f Aiehenei Zamilien- attei viermal m bei
Stadlverlcetunaen, Kriegervereine und Schulen des Bezirks meiitsvorltellungeii .
tcilnahmen. Der kommandierende General von Beneckendori I geht zu Schillers Geburtstag em Werk des Sichlers über brachte ein Hurra auf den Kaiser aus mit dem Wunsche, daß I die Bühne, das in Gießen wohl noch nie aufgeführt worden das deutsche Volk und die Armee ihm ebenso folgten wie''"' damals das Volk und die Armee Friedrichs des Großen.
Die keulige Nummer umfaßt 10 Seiten.
§ie Aeutrul stcrung Ao.wrgens.
Nach mehr als einjähriger Dauer sind in diesen Tagen :e Verhandlungen abgeschlossen worden, die Norwegen it den Großmächten führte, um einen NeutralitäLs-Ver- ag hcrbcizusühren, die Ratifizierung hat bereits statt- :junben, ist somit rechtsverbindlich geworden, denn die ustiuimung des Parlaments, die noch aussteht, ist ledig- ch reine Formsache. In der kleinen Reihe neutraler Staa- n haben wir damit ein weiteres Glied, und der Hinzu- itt Norwegens kann im Interesse des Friedens nur -wünscht sein. Für Norwegen selbst ist diese Neutra- lät von größtem Werte, denn eine ruhige Entwicklung s Landes ist damit verbürgt. Allerdings ist der Nach- irftaat Schweden nicht ausgefordert worden, den Neu- alitätsvertrag mit zu unterzeichnen und es ist begreiflich, ijj man darüber im Volke etwas verstimmt ist. Aber eutratitätsverträge werden immer nur mit Mächten sten Ranges abgeschlossen werden können, weil nur solche der Lage sind, die Neutralität des betrefjenden Staates sorderlick/enjalls wirklich zu schützen; überdies darf man i vorliegenden Falle nicht vergessen, daß die Neutra- lätserklärung Norwegens sich in erster Reihe gegen chwrden richtet, um die Angriffe von dieser Seite un-
Tie Kaiser n reist nicht nach England.
Die Braut des Prinzen August Wilhelm ist im Berliner Stadtschlvsse an Windpocken erkrankt. Tie Aerzte befürchten, daß die Krankheit weitere Verbreitung finden könnte. Unter diesen Umständen hat die Kaiserin die Mitreise nach England zu ihrem Bedauern aus geb en müssen. Der Kaiser wird die Reife programmäßig ausführen und im Anschluß daran auf ärztlichen Rat zur Behebung des immer noch andauernden Katarrhs ein paar Wochen im Inkognito auf der Insel Wight verweilen. Infolgedessen ist auch der Besuch des Kaisers in Holland ausgeschoben worden. Dem „Verl. Lokalanz." zufolge hat König Eduard telegraphisch sein und des englischen Volkes Bedauern über die Aufgabe des Besuches der Kaiserin ausgesprochen.
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Deutschland und Frankreich im ^riegkfalle.
Angesichts der Behauptung, daß Deutschland im Kriegsfall gegen Frankreich bedeutend im Vorteil wäre, weil der Kaiser die Mobilmachung aus eigener Entschließung sofort befehlen könne, während in Frankreich dazu erst die parlamentarische Maschine in Bewegung gesetzt werden müßte, führt General A n d r 6 im „Matin" aus, das sei ein I r r t u m. Schon der Kriegsminijter könne den Jahrgang, der zur Cmtlassung stehe, unter der Fahne behalten und die Reserve einberufen. Der Präsident der Republik aber könne bestimmt die Mobilmachung anordnen. Das sei zwar in der Verfassung nicht ausdrücklich gesagt, doch auch nirgends verboten, llebrigens verhindere nichts dem Präsidenten dieses Recht förmlich zu erteilen. Gegen Piquart gewendet, erklärte Andre, ei n plötzlich er Kriegsausbruch fei nicht unwahrscheinlich, wie der Kriegsminister neulich in der Kammer behauptete, sondern im Gegenteil für den Kriegsfall bestimmt anzunehmen.
Vom Gedenktag der Schlacht der Roßbach.
In Lioßbach lunrbc am 5. November am Herrenhause des Rittergutes eine Ge denktasei für Friedrich den Gioßen durch den Regierungspräsidenten Frhrn. v. d. Recke enthüllt zur Erinnerung an den Aufenlhalt des Königs vor der Schlacht von Sioßbach am 5. 9?0Dcmbcf 1757. Im Anschluß hieran sand beim Denkmal auf dem Schlachtselde auf dem Janushügel anläßlich des 150jährigen JabreSlages der Schlacht von Roßbach eine Feier statt, an der der Regierungspräsident von der Recke, der kommandierende General des 4. Armeekorps
pon Beneckendorf und Hindenburg, Aborbnungen des Kürassier.
regimcnts von Seydlitz in Halberstadt, des Gaibekorps, 9lb- wals sei darauf hmge.viefen, daß Oskar Wildes ordnungen der Garnisonen in Halle, Merseburg und Weißenfels, Gatte" Stablvertretungen, Kriegervereine und Schiilen des


