Ausgabe 
6.8.1907 Zweites Blatt
 
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versität Gießen in unseren Besitz durch folgenden Umstand

45. Stiftungsfest der Burschenschaft Alemannia.

und die Ruhe der Ferienzeit einstellen.

D.

Aus SlaSL und Land.

Gießen, 6. Ang. 1907.

** K u n st v e r e i n. Wir wollen nicht unterlassen, | nochmals auf die gegenwärtige interessante Ausstellung hin- zuweisen, da sie voraussichtlich nur noch bis zum kommenden Sonntag geöffnet ist. Wie bereits erwähnt wnrde, haben unsere sämtlichen einheimischen Künstler ausgestellt. Ferner verbleibt noch bis zum Sonntag die Kollektion Brandt-Nom, die dann nach Wiesbaden zur Ausstellung gelangt. Auch die Bilder von Bantger, Bracht, Kaiser, Thielenan, Giebel und Waenting befinden sich noch in der Ausstellung. Neu zur Ausstellung ist eine schöne Kollektion Kunst-Töpfereien von Ludwig Keßler-Wieseck gekommen.

-s- R a d s a h r e n. Bei dem am Sonntag, 4. August von dem Nadfahrer-Berein »Durch Wald und Flur" in Fulda veranstalteten Mei st erscha ftsf a h ren über 20 km gelang es Herrn Otto Dechert vom »Nadlerverein Diana" Gießen unter sehr starker Konkurrenz den 2. Preis zu erringen. Der Preis, bestehend aus einem silbernen Pokal, ist in dem Schaufenster des Herrn Karl Bourgeois, Papierhandlung, Marktplatz 1, ausgestellt.

** Bauliche Herstellungen a u s dem S ch jr. , fcnberg. Die gestrige Notiz rührt vom Vorstände des , Großh. Hochbauamtcs her; durch ein Versehen blieb bi. - Unterschrift weg.

-r Londorf, 4. Aug. Heute nachmittag fand die feierliche Einweihung der von Frau Baron Adalbert von Nordeck zur Nabenau gestifteten und für die Gemeinden Londorf und Kesfelbach bestimmten Klein kinderschule statt. Eine große Anzahl von Bewohnern der beiden Orte hatte sich dazu auf dem geräumigen Hose des Schulhause^ versammelt, sowohl um ihr Interesse an der neuen Schul? als auch der hochherzigen Stifterin ihre Dankbarkeit 3U bekunden. Dekan Wagner von Grünberg hielt eine kurze eindrucksvolle Weiherede, während die Festrede Kirchenrai Weber von hier hielt. Er wies darin aus die Notwendigkei, einer solchen Anstalt hin und forderte die Eltern aus, i^ Kleinen recht fleißig zur Schule zu schicken. Nachdem Dekar. Wagner die neue Kleinkinderschulschwester in ihr Amt ein­geführt hatte, schloß die schlichte, eindrucksvolle Feier, bu durch Gesangsvorträge des hiesigen Kirchengesangvereins unb des Gesangvereins Frohsinn verschönt wurde.

r. Heldenbcrgen, 5. Aug. Gestern hielt der Bezirk Friedberg der Kriegerkameradschaft Hassia seinen zweiten Bezirkstag im Gasthaus zum Adler hier ab. Es waren 29 Vereine mit ca. 60 Vertretern hier anwesend Feuerbach v. d. H., 5. Aug. Auf der Straße nach Osthetm trug sich ein Automobilunfall zu, als das Auto im scharfen Tempo um eine Ecke sauste. Es streifte eine entgegenfahrende Chaise, dec Führer verlor die Herrschaft über die Maschine und sie stürzte in den Straßengraben. Die Insassen flogen heraus. Einer erlitt eine leichte Gehirn­erschütterung, der andere leichte Verletzungen, der Führer blieb unverletzt. Der Wagen erlitt einen Nadbruch, konnte aber am Abend wieder nach Frankfurt zurückfahren.

O Friedberg, 5. Aug. Nachdem die Stadtverordneten die Erbauung einer städtischen Turnhalle beschlossen haben, ist dieser Tage ein Preisausschreiben ergangen, das für die drei besten Entwürfe Preise von 600 Mark, 400 Mark, bezw. 200 Mark vorsieht. Die Pläne müssen bis 1. Nov. eingegangen sein. Die Turnhalle soll auch als Fest. 'Halle, Konzert- und Theaterhalle dienen, eine geräumige Bühne und Gallerien besitzen. Im Erdgeschoß wird ein Nestaurationsraum, im Dachgeschoß eine Dienerwohnung unter« gebracht. Die zu bebauende Fläche beträgt 430 Quadrat, meter. Die Erbauung eines Wasserturms auf dem Wartberg, der zugleich als Aussichtsturm dienen soll, wurde dem Architekten Lenartz übertragen. Der Turm ist zu 50 000 Mark veranschlagt.

Unter-Seibertenrod, 5. Aug. Zur Vorsicht bei bem jetzt üblichen Besteigen der Kirschbäume (Vogels, kirsche) mahnt ein gestern hier vorgekommener ernster Un. fall. Ein Bursche von 15 Jahren bestieg einen an der Landstraße stehenden Kirschbaum. Dabei brach der Ast, worauf er stand, und er fiel aus die Straße. Mit gebrochenen Armen blieb er liegen. Dec Arzt stellte außerdem Rippen- brüche und Bruch der einen Kniescheibe fest.

X Ober-Ohmen, 5. Aug. Auch in unserer Ge. nicinbc zeigte die Wahl zum Gemeinderat eine ganz andere Beteiligung, wie in den früheren Jahren. Gewählt wurden Johann Stcitter II. mit 75, Peter Berst mit 66, Joh. Konrad Stein mit 60 und Karl Rühl mit 51 Stimmen.

§ Groß-Eichen, 5. Aug. Vorgestern fand hier die Wahl zum Gemeinderat stätt. Eine solche Beteiligung der Wähler war hier noch nicht vorgekommen. Da zwei Mitgliedec des Gemeinderats durch Tod ausgeschieden sind, so mußten fünf Genieindecatsmitgliebec gewählt werden. Aus der LÜahl gingen hervor: August Zimmer mit 110, Heinrich Faust VII. mit 95, Karl Merz mit 78, Karl Schombert mit 75 und Friedrich Faust mit 69 Stimmen.

sd. Darmstadt, 5. August. Verschiedene wesentliche Umänderungen in den: von dem Großh. Paare bewohnten 9leuen Palais", die demnächst ihrem Abschluß entgegen- gehen, veranlaßten heute S. K. H. den Groß Herzog die Räume einer Besichtigung in Gemeinschaft mit dem Hos- marschall Freih. von Ungern-Sternberg zu n nterziehen. Tie Ankunft und Abfahrt erfolgte im Automobil.

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h die Burschenschaft Alemannia hatte sich das Umversitatchubllaum zu Nutze gemacht, um mit den von allen Seiten zu dem Feste herbeiströmenden alten Herren die tfeter ihres 45 jährigen Bestehens zu begehen. Errich- n1 ei,nerl derartige Neugründungen wenig günstigen

'1' fle tm Laufe ihrer Entwicklung eine cinfluß-

Stellung zu erobern vermocht.iem ^ubjuig au, uen öcqinenoerq, uno ZT DOr Dmgen Zeugnis ab das stolze, vor nun wird sich durch allmähliches Verlaufen des lustigen "^Ur-^)ep OT1-!'rflrneLr bie außer- Schwarmes langsam wieder die Stille des Alltagslebens ordentlich erfreuliche Starke ihres Mitgliederbestandes bie y L ~ " ' ' " -

gerade auch bei dem Feste so recht zur Geltung kam

Gleichsam als Vorspiel zu den Feierlichkeiten wurde am Sonntag, 28. Juli im neuen Saalbau ein Garte n- fest größeren Stiles arrangiert. Wenn es auch bis tun vorher ziemlich intensiv geregnet hatte, so konnte man doch in dem schonen Garten einen hübschen Aufenthalt im Freien genießen, der, gewürzt von den klangrcichen Dar­bietungen unserer Militär-Kapelle, von Zeit zu Zeit in angenehmer Weise durch Tänze in dem herrlich gcschmück- ten Saale unterbrochen wurde. Als traditionelles Nach­spiel dieser Veranstaltung wurde am Montag auf dem Alemannenhause ein gemütlicher Damenfrühschoppeu kfc^cCtÜciL so präparierte man sich denn langsam auf d e Freuden des Stiftungsfestes, das am Mittwoch «ÄÄT"1 Empfangsfrühschoppen auf dem

"haus begann. Hier konnte man außer den ca. 90 erschienenen alten Herren eine stattliche Anzahl von Ver­tretern befreundeter Burschenschaften begrüßen. Es waren vertreten die Burschenschaften: Germania-Berlin, Fran- koma-Bonn, Dresdensia-Leipzig, Rugia-Greifwald, Ale- manma - Marburg, Frankonia - Freiburg, Ennbria - Würz­burg, Germania-Straßburg, Franlonra-Erlangen, Ger-j

Prämiierungs-Resultate des am 29. Juli in Alsfeld abgehaltenen Prämienmarktes.

11.

v. Rinde r. 1. Heinr. E. Koch-Alsfeld 12 M., 2. Wilh. Georg-Hellhof 12 M.; 3. Joh. Feldpujch-Leusel 12 M., 4. Eduard Haberkocn-Windhausen (2 Stück) 12 M., 5. Hch. Geiß-Windhaufen 12 M., 6. Hrch. Kobec-.AlZfeld 10 M., 7. Konrad Oestreich-Hellhof 10 M., 8. Otto Dörr-Billerlshausen 10 M., 9. Konstantin Bieter- Vockenrod 10 M., 10. Lorenz Hartmann-Alsfeld 10 M., je 8 M. erhielten: 11. Gustav Lang-Alsfeld, 12. Karl-Hahn-Alsseld, 13. Andreas Werner-Vockenrod, 14. Rudolf Fint-Leufel (2 Stück), 15. Kaspar Rüger-Eudorf, 16. Friedr. Heddrich-Unter-Sorg, 17. Heinrich Häbermehl-Liederbach, 18. Heinrich Weiß-Schwabenrod, 19. Joh. Schäfer V.-Eudors, 20. Wwe. Adam Schmalbach-Windhausen, 21. Heinrich Schäfer-Renzendorf, 22. Konrad Gieß-Romrod. Vogelsberger: 1. Hrch. Peter Schmidt-Romrod 6 Wt Schivitzer: 1. Karl Geisel-Reibertenrod 8 M., 2. Augüsk Becker-Alsfeld 6 M.

L. B u l l e n. a) ^S ch w i tz e r: 1. Gutspächter Engeland- Altenburg 15 M. b) Simmentaler: 1. Gemeinde Brauer- schwend 18JDL, 2. Gemeinde Billertshausen 18 M., 3. Otto Kaspar- Zell 15 M., 4. Karl Geisel-Reibertenrod 15 M., 5. Karl Hesse- Otterbach 15 M., 6. Heinr. Ludwig-Engelrod 12 M., 7. Wilhelm Hanack-Zell 12 M., 8. Peter Pfannmüller-Maar 10 M., 9. Hch. Euler I.-Achar 10 M., 10. Johs. Weiß III.-Storndorf 8 Al., 11. Kaspar Schott-Groß-Felda 8 Al., 13. Hch. Alerschrod-Zeilbach 6 Al., 13. Johs. Ort-9lieder-Breidenbach 6 M.

F. Ziegen. Klasse 1, ältere Böcke: 1. Heinrich Gerbig I.°Brauerschwend 4 M., 2. Gustav Horst-Leusel 3 M., 3. Heinrich Schneider-Alsfeld 2 M. Klasse 2, jüngere Böcke: 1. Heinrich Zulauf-Liederbach 3 M., 2. Heiiwich Kalbfleisch-Liederbach 2.50 M., 3. Heinrich Henkel-Ängenrod 2 Ai., 4. Johs. Keil-Billerts« hausen 1.50 Al., 5. Karl Raab I.-Romrod 1.50 Al., 6. Joh. Weicker- Leusel 1.50 M., 7. Joh. Kalbfleisch lII.°Strebendorf 1 M., 8. Hemr- Haberkorn-Romrod 1 Al., 9. Ko irr. Schäfer-Altenburg 1 M. Klasse 3, ältere Ziegen: 1. JohZ. Alartin-Anaenrod 4 M., 2. Wilhelm Georg-Hellhos 3 M., 3. Heinrich Hahn-Schwabenrot 2 Ai., 4. Johannes Müller-Leusel 2 M., 5. Robert Koch-Alsfelk 2 M., 6. Friedrich Thowas-Alsfeld 2 M., 7. und 8. Johs. Feld- pusch-Lcusel 3 Al., 9. Will). Hahn-Alsfeld 1.50 Al., 10. Georg Wett- laiifer-Alsfeld 1.50 M., 11. Heinrich Volp-Romrod 1.50 M. Kl asst 4, jüngere Ziegen: 1. Julius Kampa-Alsfeld 4 M., 2. Kar Berüng-Alsfeld 3 Dl., 3. Louis Haberkorn-Leusel 3 M., 4. und 5 Koirrad Ouel-Alsfeld 3.50 Dl., 6. Gg. Dieiner-Billertshausen 2 M. 7. Peter Martin-Angenrod 2. Dl., 8. und 9. Philipp Röhrig Schwabenrod 3 M., 10. Daitiel Siegfried-Leusel 1.50 Dl., 11 Heinrich Hahn-Schwabenrod 1.50 M., 12. Heinrich Roth-Altenburg

I nur in dem echt vaterländischen Sinn der Liebe zu Kaiser und Reich, sondern auch in steter Rücksicht auf die später von ihnen als Staatsbürger einzunehmende Stellung; sie sollen lernen, sich in allen Fragen ncitionalcn, geistigen wie wirtschaftlichen Lebens ein klares, unbefangenes Ui> teil zu bilden und stets zum Wohle des Vaterlandes tätig zlt fein. Das Hoch des mit stürmischem Beifall belohnten Redners galt der Alemannia, als dem allzeit tüchtigen Gliede der deutschen Burschenschaft. Nmimehr begannen die Dankes- uni) Glückwunschreden der Gäste und Ver­treter, voran Major von Wunsch, der namens des Offizierkorps für die stete Aufrechterhaltung des schönen Verhältnisses zum Regiment in warmen Worten eintrat. Endlich toastete iiad) Verlesung zahlloser Glückwunsch­telegramme sehr launig und witzig Dr. Prochownik auf die wiederum in sehr reichem Maße anwesenden Ver­treterinnen des schönen Geschlechts. Altehrwürdige Klänge mahnten dann zu der feierlichen Handlung des Landes- oaters, . der den offfziellen Teil schloß. Die Dauer der Fidulität konnte leider nicht mehr ermittelt werben, viel­leicht hält sie heute noch an. Den Beschluß des ganzeir in wohlgelungener Weise verlaufenen Festes machte am gestrigen Tage ein Ausflug auf den Schiffenberg, und

Itag wurde eingeleitet durch einen großen Frühschopven in dem alten Verkehrslokale der Gießener Burschenschaften, dem Andres, der, obwohl zum alleinigen Gebrauch der Alemannen reserviert, kaum deren Menge fassen konnte. Abends fand dann unter Leitung von acht Ehargierten in Vollwichs und imter Beteiligung von mehr als 200 Per- sonen der große Festkommers im neuen Saalbau statt. Er wurde eingeleitet durch eine Ansprache des ersten 'Chargierten, bie in ein Hoch auf Kaiser unb Lanbesfürst ausklaug. Die eigentliche Begrüßung brachte bann Ober- stnanzrat Glas sing aus Darmstabt als Vorsitzenber bes A. H.-Verbanbes, verounben mit einer ebenso formvoll- enbeten wie fein burchbachten unb von echtem historischeir Verstänbnis ^zeugenben Auseinanbersetzung über unsere heutige beutsche Burschenschaft. Die veränberten Zeit- umstänbe, bie veränberte unb verfeinerte Form bes aka- bemischen Lebens brachten es von selbst mit sich, baß bem L)tubenten bie Möglichkeit eines aktiven Eingreifens in _ - . -------o-------- vw Politik genommen wurde, wie sie vielleicht in ihrem

scyaster erne dichte undurchdringliche Mauer bildete. In übergroßen Idealismus heißblütige Burschen von 1815 oarrrenSwerter Werse hatten die Burschenschaften aus eine erträumt haben; eine Beteiligung an aktiver Politik ist

Treiben aus allernächster Nähe zu beobachten. Es war ^,?Ä^ebankenZ, ' hat die Burschenschaft in dem Werke auch ein buntes, Vewegtes Bild, das sich dem Auge der erleben dürfen, der wohl wußte und es auch

zahlreichen Zuschauer darbot, die vielfärbigen Mützen bie 9enie anerkannte, was die Burschenschaft wollte und er­sten Herren in weißem Bart mit Band 'und ^rebte. Daher muß die neue Burschenschaft, wenn anders

ein ftohes Wiedersehen feiernd und sich sie zur Existenz und zur Führung ihres Namens berechtigt

ihrer Burschenschaften freuend. Fröh^- sein will, als neues Ideal aufstellen und als obersten

n ^bert Kehlen Grundsatz betrachten die Erziehung ihrer Mitglieder nicht

schollen werthrn über 0 en prächtig geschmückten Platz.' - 1 1 - - -

Es herrschte eine rechte Feststimmung, weiche die Teilnehmer

^llzahlrg zusammenhielt, bis die Stunde des Beginns des Phrlofophenwaldfestes zum Aufbruch drängte. Den Teil­nehmern wird das Fest unvergeßlich sein. Aber auch alle die- lenrgen, bie dem studentisch-burschenschastlichen Leben sern- stehen und als unparteiische Zuschauer den prächtigen Um­zug und den fröhlichen Frühschoppen miterlebten, hab-en damit ein noch nie erlebtes studentisches Schauspiel ae- noften; es mutzte ihnen zum klaren Bewußtsein kommen welch wichtige Rolle bie burschenschajtliche Bewegung im studentrschen Leben auch unserer Stadt spielt. Die Kunst­handlung H. Noll-MausbUrg hat bie Gelegenheit nicht ver- faumt, in ^rhlreichen wohlgelungeuen Bildern Szenen aus diesem Burschenichafterseste auf der Platte sestzuhalteiu

^Resolution, in'der die Loyalität aller Hin du kl assen erklärt, die Besserung in der Verwaltung hervorgehoben, da­gegen nachdrücklich die heftige unkonstitutwnelle Agitation ver­urteilt wird.

Are dritte Säkularftier der Ludovrciana.

V.

Weitere Audzefchnungen.

S. K. H. dec Groß Herzog haben dem Kompagniechef der Ehrenkompagnie, Hauptmann Stephan das Nitterkceuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Ordonnanzoffizier, Oberleutnant See b old das Ritter­kreuz 2. Klaffe desselben Ordens verliehen.

Gin Gruß aus der Ferne.

Bei der Festleitung ist von Bischofsheim v. d. Nhön, 2. Aug., folgendes Schreiben eingegangen:

Zu unserer ganz besonderen Freude ist heute früh gegen Vs 9 Uhr ein Gruß vom 300 jährigen Jubiläum der Uni-

mania-Halle, Cimbria-München, Germania- und Armi­nia-Marburg, Alemannia- unb Hannovera - Göttingen, Germania- unb Derenbmgia - Tübingen, Teutonia-Jena, Germama-Erlangen unb die beibcn Gießener Schwester- burjchenschasten Germania unb Frankonia.

Nachdem man sich am Abenb an bem Fai^Izug beteiligt hatte, rüstete man zu bem Tags darauf stattfin­denden Burschenschafterzuge. Es darf wohl ohne Ueberireibung die Behauptung aufgestellt werden, daß unsere Universitätsstadt wohl kaum einen solch' achtung­gebietenden Feftzug gesehen hat, der von einem einzigen studentischen Verbände ins Werk gesetzt worden wäre. In dem ungeheuren, an 600 Personen fassenden Zuge der drei Marburger und der drei Gießener Burschenschaf­ten erregte wiederum die am zahlreichsten vertretene Ale­mannia, die den Schluß bildete, durch ihre kolossale Stärke berechtigtes Auflehen. Als nun auch die schönen Stunden echter origineller Burschentätigkeit auf dem freien gelangt: Auf einer Rhöntour begriffen.' gelangten w.r heute I ? früh Hn hns ffht-nnr» /Pient.y. qaa 1 ^or ^jubel Uno Trubel des Phllofophenwaldfestes fein Ende

SttTwlAÄS -mi*.»-«»-sich«i m»i«y. festgeklammert etwa 30 Stinberluftba11on§ mit einem 'Üen Damen auf dem

blau-weiß-grünen Fähnchen und der Inschrift,300jührige allwo wiederum ~an$ auf Tanz die froh-i

Jubelfeier der Universität Gießen 16071907.« Wir 3famn'ern^teI^ ^ach gar

erwidern den unerwartet erhaltenen Gruß aufs herzlichste und ft,,, ,, q!i Uhr ^°?:?CrUsn9eiX

bitten ergebenft, den verehrl. Absendern unseren herzlichsten tonD 11= ®C,t =

Dank übermitteln zu wollen. Vielleicht haben bie $trr h Lb, ? mrw ? m r. r. rx

* *...... iS,e-&*«m»

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Burschenlchafts'Fruhschoppcn. richtige FesteZstimmung hervor. Im Saale nahm man

Jber iSitierOfL nu^hnm^h'p0 n (?n9emcL!ien ben Kaffee ein unb schwang wieberum beß mit Recht so dentenschaft sich beteiligen konnten unb sich au^^ain feUener I Abenbs beteiligte man sich an.bem

Einmütigkeit beteiligt hat, berichtet, so soll nun noch ^u^oisitatstommerV, auf ben wieberum em gemiilllches eines Sonberfestes gebacht werden, bas nicht per-!V^^^onlem auf bem Burschenhause folgte. Der Sams- gessen werben barf. War es boch ab­gesehen vom Fackelzug bie einzige Festlichkeit, von der die Bürgerschaft Gießens und die zahlreichen Fremden etwas hatten. Ter Gießener D. C., die drei Burschenschaften Ger­mania, Alemannia und Frankonia, vereinigte sich am Don­nerstag mit dem Marburger D. C. (Arminia, Alemannia und Germania) zu einem gemeinsamen Frühschoppen auf dem Landgraf Philipp-Platz. Tie Burschen­schafter versammelten sich um 10 Uhr mit ihren in selten großer Menge erschienenen Alten Herren am Bahnhofe, wo )te den Marburger T. C., der in einem Sonderzuae eintraf erwarteten. Um i/2ll Uhr setzte sich der stattliche, nicht enden wollende Zug in Bewegung, voran die Musik und die Chargierten in Wichs mit den Fahnen. Die Musik stellte | das Infanterieregiment Nr. 168. Eine gewaltige Menschen­menge war in den Straßen versammelt, um diesen Um­zug, den Gießen in solcher Größe noch nicht gesehen hatte, an ftch vorüberziehen zu lassen. Auf dem Landgraf Philipp- Platz angekommen, entwickelte sich alsbald ein fröhliches studentisches Treiben. Der Platz war von einer Zuschauer- menge umlagert, die rings um die Tische der Burschen-!

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