Ausgabe 
5.12.1907 Zweites Blatt
 
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11 an de J

82.65

195.00

Berliner Börse, 5. Dezember.

Anfangsknrse.

150.70

226.9u

138.0L

kommt

. 114.91 . 99 . 205.90

4^

4-ö

47.40 83.90 61.7u

94.50

harpener Bergwerk Laurahütte . . uumbarden E. B. Xordd. Lloyd . . i ürkenlose . e

60.50

60.30

92.80

89.25

93.20

Ungar. Goldrente Italien. Bente .

4% Uesterr, Goldrente. . 4l/5z6 Uesterr. tiilberrente

2880

143.00

do. Konsols do. Hessen . . Überliessen

19590 215.50

28.90 lOu.20 141.60

93.20

82.65

91.30

92.40

97.00

98.20

92 9o

3 3-L W/o 3% ^7o W/o

Cauada E. B. . . Darmstädter Bank Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C.

Dresdner Bank .

Tendenz: fest.

Berliner liaudelsges. . Darmstädter Bank .

Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. . Dresdner Bank .

Kieditaktieu .

Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn , . Gotthard bahn . . Lombard. Eisenbahn Uesterr. 8taatsüaun . Brince-Heun-Eisenbahu

Ruppertenrod, Dezember. Die P e r s o n e n b e f ördei. ung nm der Post zwischen hier und Diii cf e geschah seilim m der Weise, daß von Ulrichstein nach hier ein viersitziger Personen, lüdgeii verkehrte und un Anschluß hieran zwischen hier und Diüür em sechssitziger Wagen. Dadurch blieben sür die von hier mit bei Pust Reisenden stets zwei Sitze reserviert. Seil einiger Zeit vei-

. 154.50 . 125.00 . 226.80 . 137.50 . 170.60 . 13800 . 290.00

. 85.2t

Teletonische Hursbereciite

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für

Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . 193.25 Hamburg-Amerik. Paketf. 116.40

In Darmstadt wurde vor Jahren ein seminaristisch gebildeter Lehrer der Realschule in die Stadtverordneten­versammlung gewählt. Er war in dem Schulausschusse eine von der Bürgermeisterei sehr geschätzte Kraft. Schließlich wurde er zum Hauptlehrer einer Stadtschule befördert. Die Stadtverordnetenverwaltung hatte demnach zu diesem Herrn besonderes Vertrauen, aber nach einer veralteten Bestim­mung des hessischen Verwaltungsgesetzes mußte er aus der Stadtverordnetenversammlung aus scheiden. Selbst von juristischer Seite wurde das lebhaft bedauert, Jetzt hätte man Gelegenheit, eine zeitgemäße Aenderung eintreten zu lassen und sämtliche Lehrer der Mittel- und Volksschulen mit demselben Maße zu messen wie ihre Amtsgenossen an den übrigen Lehranstalten.

muhte, tonnte viel dazu veige.ragen werden, daß fln. Em.oohner Walter bekommen. Wenn unsere jetzige Quelle j-'odi für den Wasserbedarf nicht mehr genügt, so sollte man ]oiort zu dem Ankauf einer neuen Quelle schreiten und nim- bis -um Frühjahr warten, damit uns die am nächsten liegens Quellen nicht von den anderen Gemeinden weggeschnappt wert'n.

Urnversiräts-Nachrichten.

-< s-"n?ixC- lchiversität Jena begeht im August 1908 das Fest u)re§ 3 5 01 a h r igen Bestehens. Gleichzeilig wird das neue Universttalsgebaude eingeweiht. Eine Reihe von Herren, die in ^ena studiert hat, ist zusammengetreten, um ein Ehrengeschenk zu beschaffen. 0

1T . V'roteffor der Botanik und Pharmakognosie an der

UniDerfitttt tfte^burg i. Br. Tr. Friedrich Dltmannä erhielt einen Rui nach Straßburg als Nachfolger des Grafen ö. zu Solms-Laiibach. °

Aus Böttingen wird uns gemeldet: Zum Ober- ar^t der ^medizinischen Klinik der Universität Göttingen tourbe an Stelle von Prof. Tr. Staehelin vom 1. November D. ab der bisherige Oberarzt an der M a r b u r g e r inedizi-

Klinik und Privatdozent für innere Medizin an der bärtigen Universität, Prof. Tr. med. Otto Heß ernannt- gleichzeitig erhielt er die venia legendi in der (Göttinger medizinischen Fakultät. Dr. Heß, ein geborener Marbnraer toar Jett 1898 «an der Marburger medizinischen Klinik tätig'

Eisenbahnunfälle. EinViehzug vonMünster i. W. fuhr einem aus dem Bahnhof Mecklenbeck ausfahren­den Güterzuge in die Flanke. Em Bremser ist tot, 2 Per­sonen wurden anscheinend leicht verletzt. Der Verkehr wird durch Um steigen aufrecht erhalten. Aus St. Quentin (Frkr.) wird gemeldet: Am Bahnhof von Bertry wurden in­folge der Explosion einer Lokomotive der Maschinist und der Heizer getötet und der Zugführer verwundet. (£me 200 Nieter vom Bahnhof gelegene elektrische Fabrik wurde durch fortgcfchleuderle Trümmer der Lokomotive start beschädigt. Ein Personenzug entgleiste in der Nähe von Paisley (Schottland) und lief in einen Trupp Schienenleger hinein, wobei sieben getötet wurden.

* Das unmoralische Müllern. Tie Polizei in Danzig hat die Zulassung von Damen bei dem Vor­träge des bekannten dänischenNaturapostels" I. P. Muller, der in Danzig mit Vorführungen seines Systems der Körpergymnastit und Körperabhärtung stattsinden sollte, verboten. Das Verbot muß befremden. In zahlreichen deutschen Städten hat I. P. Müller dies System vorgetragen, überall vor einem großen Publikum, unter bem sich auch Damen befanden.

* Selbstmorde in Rußland. Man schreibt uns aus Petersburg : Die Selbstmorde in Rußland nehmen infolge der herrschenden materiellen und geistigen Krisis erschreckenden Dimensionen an, daß in Petersburg attein 5-6 Selbstmorde täglich stattsinden. Die größte Selbstmörder rekrutiert sich aus der Jugend.

^m Monat August sanden in Petersburg 167 Selbst- rrwrde w* Selbstmordversuche statt. - Im Oktober 109,

z Äcrichts-aat.

c bau (Pfalz), 3. Dez. Tic Strafkammer verurteilte Den Qrinzer Karl Schneider aus Rhodt wegen Wcinfäl- ) a) u n g zu drei Wochen Gefängnis.

.Budapest 3. Dez. Ter Stadt-Repräsentant Franz Hel- La l; der öffentlich erzählt hatte, der ehemalige Justizminister 450 10 1)1 habe in seiner Eigenschaft als Stadtvertreter von ^'^r der Donoii-Tampfschisfahrtsgesellschaft s dulden 5ur Durchführung einer Angelegenheit der Ge- «? r tcn'< wurde auf die Klage Polonyis hin wegen

Verleumdung zu 14 Tagen Arrest verurteilt. Tas Publikum bereitete Heltai große Ovationen.

Kandel.

** Gewerkschaft Gießener Braunsteinbera- vorm. Fernie. Die Werkleitung hat vor etwa zwei Monaten die Arbeiten zum Zwecke des Aufschlusses von Erzen emstellen lassen, da die trngeiegten Erzlager in solcher Mächtig- feit anstehen, daß deren Abbau int kommenden Jahre kaum möa- nch .werden wird. Die mit den Aufschlußarbeiten beschöttiat gewesenen 100 Arbeiter (Ausländer) sind Anfang Septembkr em- la))en, mürben Die Disposition im Betrieb der Gruben ist ^dt so getroffen, daß bei ungünstiger Witterung der Mbau Der unter Tage geschieht, während in der günstigen Jahres- öeü die Belegs chast in den ^agbauten beschäftigt ist. Die Agglo- merierungs-Einrichtung, die wesentlich vergrößert wurde i)t feit einigen Wochen voll im Betrieb, so daß bclb L sehr starke $ad)Ka9et. nad^ ^Wlomerat vollständig befriedigt werden kann. 5)er Grubenvorstand hat 15 000 Mk. zur Anlage einer Wasser­versorgung nach der Verladestelle hin bewilligt, an bA, bereits gearbeitet wird. Geplant ist im Anschluß daran h« ^re am Verladegleye re. beschäftigten Arbeiter eine

Bade- und Waschanstalt einzurichtw, " - -

Man darf toohl erwarten, daß in der Kammer alle Herren, die für die Verstaatlichung der Volksschule ein- tatoen, hierzu Stellung nehmen. Es handelt sich keineswegs darum, daß in den kleineren Olsten Lehrer Mitglieder der Gemein derilte werden können unb sich um die Ortspolitik kümmern. Tie Lehrer wissen nur zu gut, daß das Hinein- Mhen der Schule und vor allem der Persönlichkeit der Lehrer rn das Parteigetriebe nachteilig wirken kann, aber an größeren Plätzen braucht man in dem Ortsvorstande wenigstens einen Sachverständigen, wenn es sich um die Behandlung von Volksb-ildungssragen dreht. Es könnte bei Reparaturen unb Neubauten von Schulhänsern oft wesentlich gespart werden, wenn man auch einmal die Ansicht derer Mren würde, die in diesen Häusern zu arbeiten haben. .Sie Lehrer wünschen keineswegs tostspstlige Bauten, son­dern mir gesunde, ausreichende Säle unb Wohnungen nach den gesetzlichen Bestimmungen.

Der Präsident der Kummer, Abg. Haas, wies schon Mrauj hin, daß die Lehrer seit einem Menschenalter im Genossenschaftswesen unentgeltlich oder gegen eine höchst bescheidene Vergütung wirklich mit großem Fleiße und seltener Treue arbeiten. Auf diesem Gebiete handelt es l"h doch säst nur um finanzielle Fragen- und da sollte man Bedenken haben, wenn hier und da einmal ein Glied dieses Standes, getragen von dem Vertrauen der Gemeinde ^rchlied einer Staotverordneten - Versammlung würde? Kann es die Regierung wirklich verantworten, dieser großen Zahl von städtischen Beamten und Lehrern das passive Wahlrecht zu nehmen, das sonst jeder Steuerzahler bescht? In Preußen ließe sich eine solche Maßregel'noch eher rechtfertigen: Tort finb diese Beamten von der Entrichtung der Gemeindesteuern entbunden, aber in Hälsen nimmt man ihnen die Steuern ab unb entzieht Auen dazu noch das passive Wahlrecht. Was kürzlich

ras 1 ebuchhalter Henrich in einer Wahlversammlung yt Darmstadt hierüber aussührte, ist die Ansicht weiter Kreise; es ist eüt Unrecht, wenn der Staat heute noch allen btejen Beamten unb Lehrern, die mit der eigentlichen Verwaltung der Stadt absolut nichts zu schaffen haben oaS Wahlrecht entzieht. Hoffentlich finden sich in der Kam- mer Männer, die diese Frage vom liberalen Standpunkte ans behandeln nach bem Grundsätze: Gleiches Remt für alle! 1

Erne neue R eichs b crnkneb en stell e mit 5Tnfie cinrrchtung wurde in Schl eilst adt i. Els. errichtet. Sie ift bec Reichsbaukhauptstelle in Straßburg abhängig und wirb ihr Betrieb am 2. Januar n. Js. eröffnen. ' 9reh

n. Washington, 4. Dez. Ter .Kontrolleur bo^ Umlaufes, Ridgelv, einen an die Nationalbanken die berung, eine Aufstellung zu geben, welche bic Lage ibret (LU s^üste am 3. Dez. ds. Js. uachweist. Man erwartet hierh " einen wohltätigen Einfluß auf den Geldmarkt bic Mawiahme zu einer Freigabe der K' a s s ende st ä!> fuhren müsse, welche die Banken dem Vernehmen nach in sicht der obigen Aufforderung angehäuft Hoden. Ull5=

Harpener Bergwerk. . . 195.75

Laurahütte......215.00

iXordd. Lloyd ..... lUb,60

Obeischles. Eiseu-Iudustrie 97.50

& beträchtliche Summen. Außerdem gibt er, um dem Lehrer­in gel in ab-gelegenen Ortschaften vorzubeugen, Orts­zulagen.

_ Versetzung und Pensionierung, vor allem I pjVa 9OOQ1

ober die Aussicht über die Lehrer hat heute nur noch der Staat. Die Lehrer an den Volksschulen sind der Staate Behörde ebenso gut unterstellt wie die Lehrer an Realschulen, Gymnasien usw. Längst sind die Landlehrer keine Ge- rneindebeamten im früheren Sinne des Wortes mehr, und gerate die dchgeordneten aus den Landstrichen verlangen

?U^,^^^^^^aheit, daß der Staat die sämtlichen Kosten aas ^>olksschulwesen übernehme. Gelegentlich der letzten Gehaltsregulierung wurde aber auch aus städtischen Kreisen nach gewiesen, daß die Uebernahme der städtischen Volks­schulen auf die Staatskasse schließlich nicht ausbLeibe. Bei ter Aenderung der Verwaltungsgesetze müßte yiuf diesen Wandel, der sich im Laufe der Jahrzehnte vollzogen, Rück- srchk genommen werden. Es ist doch unnatürlich, wie man seither über die Stellung der Lehrer entschied. In B. hat $. 33. die Gemeinde unter großen Opfern eine höhere Bürgerschule errichtet. Diese Anstalt ist viel mehr eine Gemeindeschule als die dortige Volksschule, deren Lehrer in der Hauptsache vom Staate bezahlr werden. Trotzbem können die akademisch gebildeten Lehrer der Bürgerschule in den Gemeindevorstand gewählt werden; der akademisch gebildete Rektor einer städtischen Mittelschule ist nicht wähl­bar, aber jeder junge seminaristisch gebildete Lehrer an einer Realschule ober Vorschule besitzt das passive Wahl­recht.

vermischte».

DampferGießen". Auf der Werst des Bremer Vulkan in Vegefack fand am 4. d. M. der Stapeliauf eines neuen Lloyddampfers von 3000 Tonnen Tragfähiqkeit ftüti. (Setjeimrcn Will taufte ihn auf den Älamen Gießen Das Schiff ift für die La Plata-Lime des Norddeutschen Lloyd bestimmt.

Lamrlren-ria^r^ ehren.

V e r I_o b f e : Frl. Käicheu Becker mit perru Karl beide in Schlitz. Frl. Elise Feldpusch tn Leusel mit Herrn rich Laulh in Eudorf. w«

MIaWS safetv fOllfei|m

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Herme krh1 sfh reib fertig; äusser Gebrauch

lieh Rp^h ^Ch °uSe^ und deshalb stets rein- lieh. Bezug durch Papiergeschäfte.

X»talogi kostenfrei eStfichg(lurcb6hrune dai'üljCr durch Caws illustr.

__Schwan-Bleistift-Fabrik. Nürnberg.

3% Portugiesen Serie I

1356 Portugiesen III 4^°/0 russ.8taatsanl. 19Uo Japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von l'JUo Tttrkenlose ......

4/6 Griech. Monopol-Anl. . 4 96 äussere Argentinier . 3U/O UlexiKauer . . . . 4>n7o Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Guss.....

Buderus E. W.....

Tendenz: fest.

-jn Hamburg kam bei einem Brande ein Kind zuTode, ätoei Kinder erlitten starke Rauchvergiftungen.

Vor ihrem Hochzeitstage ertränkte sich die Näherin Anna Rosendahl in Gelsenkirchen, weil sie sich mit chrcm Bräutigam erzürnt hatte.

Der Staatsanwalt zu Brüssel gab das Gutachten in der Angelegenheit der Versteigerung der Juwelen der »eJLin uise von Koburg ab. Er vertrat die An- stchk, daß die Richter zu einem vorläufigen Aufschub der Ver- te-96-1?119 befugt seien. Aus diesem Grunde könne Ben i fpF.rf Ah' Vml»'"*Jw^V|iVrvV;e . oku cti>

Wuwchen der Prinze,fin, ein Verzeichnis der Reihenfolge des mid Ulrichstein nur em sechssitzig

Verkaufs der Gegenstände festzufetzen, nicht stattgegeben roerben. L s ?!1L ^st ist sehr ost schon bei ihrer Ankunft hier M Das Urteil wird am Montag gesprochen werden. I ~te^Clien*:)ei1 uoit. bier, die aus die seither gewisfeil zwei

. .In Montevrain (Frankreich) ermordete etn Greis 9^3n^ dabeu, müssen nun m dunkler Morgenstunde dcn lerne 29 Jahre alte Haushälterin, Mutter von 4 Kindern Tu UnC^ laineit (m des Wortes voller Bedeutung), um den und beging dann Selbstmord. Die Frau hatte den alten Mann -T^raenzng nach Gießen noch rechtzeitig zu erreichen. Meist Kd beschuldigt, ihr fünfjähriges Kind ermordet zu haben ^anen die aig die Postbesorberimg warten. Was foi

In der Pension Trollop zu F1 o r e n z s ch o ß sich die deutsche solcher Weg in dieser Jahreszeit bedeutet, braucht

angeblich eine geb. Hayking, eine s',, M am leichtesteiil

Kugel in die Brust. Sie war erst vor kurzem mit zwei Töchtern ä"_st"den in der Handhabung der alten Einrichtung.___________1

aus Venedig angekommen. Der Grund ist in einem Nervenleiden zu suchen. oct 4icöaftaon<

Aus Turin wird berichtet: Mehrere italienischc O ssi- (Anonyme Anfragen bleiben urrbcruüßlytigt.s giere sind beschuldigt, Geldbeträge, die für die Opfer 6. Die heilere Peter^Geschichte ist ganz neu eruihli

her Erdbebenkatastrophe in Ealabrien bestimmt waren l-lllb > gletch'aUs denmachit in denFamilienblattern" erscheinen, unter f dQ la gen zu haben. Honorar 10 Alk.

. Wie irische Blätter melden, ist der lenkbare BallonPa- h-8 besten Dank;Sommernacht" undTräumet'

trie aus einer Farm von Ballysalagh in Irland mpBerJ werden wir gern m denFamllienblättern" znm Abdruck briihien gegangen. Nach der ersten Berührung mit der Erde stieg er*

lodoch wieder in die Luft und trieb weiter.

und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 5. Dezember, 1.15 Uhr. Eeichsanleihe . . 93.101 Elektnz. Lahmeyer . .

82.65 Elektnz. Schuckert . .

von denen mehr als die Hälfte tödlich verliefen. Wäh­rend bis jetzt für Petersburg 250270 Selbstmorde jähr­lich als normale Zahl angesehen wurden, finden jetzt 1500 bzZ 2009 im Jahre statt. Diese Zahlen zeigen, wie tief in Rußland der Wert des Lebens gesunken ist, und wie sehr man den Glauben an bessere Zustände verloren hat.

* W i e man Bürgermeister werden kann. Zur Wahl des Regierungsrates Tr. Schulz in Altona als 2. Bürger- meiiter von ^Altona erzählt man folgende hübsche Geschichte: seitdem Dr.Schulz, der in Danzig amtierte, sich für die aus- gescyriebene Stelle gemeldet hatte, ließ er sich zu feiner Orien­tierung die Altonaer Lokalzeitungen kommen. AusEingesandt"-, Artikeln ersah er den Verlauf der Wahlbewegung und besonders die Tatsache, daß _ die Chancen seiner Wahl gegenüber der Wahl des Senators Harmsen recht schwacher Natur waren. Er wandte ftd) in einem Briefe an einen Herrn Pr. in Altona, dessen ,a Namen er unter einemEingesandt" eines Altonaer Blattes ,üe tbene: Herr Magnus Riebeüng in Büdingen

gefunden hatte, mit der Anfrage, ob eine Versammlung der I 'V)err Euitav Vogt m Butzbach. Herr Otto Gatzen und sj«? Bürger zur Präsentation der Kandidaten stattfinden werde. Pr. Heinrich etamm, beide m Friedberg. - Herr Konrad Schäler? antwortete per Draht, er werde nach Besprechung mit anderen, -amerbach. Herr Konrad Rockel m Bützenrod. p. sich besonders für die Wahl interessierenden Altonaer Bürgern! Johannes Kreuder IV. in Vadenrod. Herr Andreas Spahn Herrn Dr. Schulz telegraphisch Nachricht geben. Tas Resultat Ä , tm*9! - Herr Leier Strohmann in Ehringshausen. - der von Pr. veranlaßten Besprechung war der Beschluß, Jatob Fuhr m /ioLbach. ^rau stviathilde NkoUior in ^annlink. der Anberaumung einer Versammlung Abstand zu nehmen, da I --

man iebe andere Kandidatur als bic des Senators darmicn ,^ für aussichtslos hielt. Pr. depeschierte nun an Dr. Schulz:! --u r ^1)rin -Ghiia.t umr vuier Rubrik stehenden 9rrHfl>r

Teile mit, daß keine Präfentationsversammlung stattfindet." ^)er I)ernimmt die Redaktion Dem Publikum gegenüber keinerlei Wortlaut des Telegramm.es, das dem Adressaten übergeben wurde, I Verantwortung.)

lautete:Teile mit, daß eine Präsentationsversammlung statt- Wassermangel in Wieseck.

finbet." Infolgedessen dampfte Dr. Schulz schleunigst nach Al- . 2 Jahre sind nur jeßt im Be^ge einer Wasserleitung

tona, um in Der vermeintlichen Präsentationsversammlung sich! seit Vs Jahre bekommen wir kein Wasser

vorzustellen. Er suchte zunächst Pr. auf, der na- sollte die Quelle ichon am oersiechen sein, oder wird iv türlicb sehr überrascht war, den BürgermeisterkanDidaten aus üebelstand vielleicht tunstlich heroeigeführt? Im untern

Danzto vor sich zu sehen, und noch überraschter war, als I gibt es immer Wasser, im oberen Dorf kann nur selten qeioJ,

Dr. Schulz ihm die Depesche zeigte. Die gerade Das Gegenteil werden und dem Anschein nach auch nur Dann, wenn fd von Dem besagte, was Pr. Dr. Schulz hatte mitteilen wollen. Wasserrneister paßt. _ Die Arbeiterbevölkerung, Die tagsüber au- Nun, da Sie nun einmal hier sind," erklärte Pr.,wollen I Worts beschäftigt ist und doch auch Gemeindesteuer entrichte

wir doch versuchen, trotze der Kürze der Zeit eine Versammlung wird durch diesen Mißstand vollständig vom Wasserbezug Qi2'

Zu veranstalten, damit Sie sich den Wählern vorstellen können." geschlossen und ist deshalb gezwungen, ihren Bedarf Daburm Ünb ber Versuch gelang. Dr. Schulz sprach, gefiel und wurde öu Decten, daß sie das Wasser einem Dz Stunde entsernten Brun

gewählt. Und wenn es keine Depeschenverstümmelnng gäbe, wäre il^./utnimmt, dessen Zustand jeDer Beschreioung spottet.

er nicht zum Bürgermeister von Altona gewählt worden. Wasser ist trübe usw., da die meisten Brunnen lange

Kleine Tageschronik. uicht meyr benutzt worden sind. Diese Kalamität mug $5

Zwischen Köln und Aachen hielt Der Köln-Pariser ^^^9^ ^settigt werden können. Unter Hinzuziehung eines Schnellzug auf freier Strecke. Zwei Damen in einem x^^'l^ngen musste man der ^ache doch nur Den Grund reservierten Abteil zweiter Klaffe zogen die Notbremse, atd ?m,ncnr <28a|fermei)ter bei einem Inhalt zw e i schmu tzig e M än ncr in phantastischer Tracht bei ihnen s°n 4a7fr Mark feine Pslld)t nicht so erfüllen, wie cs eindrangen. Die Eindringlinge wurden vom Zugpersonal er- mußte. Er hat zwar Die Höhe Des Gepafft

griffen. Es waren zwei Russen, Die einen Erfrischungswagen - ®t9^,ef^ aIx:r al§ lunger Geschäftsmann sich vieistuii

suchend, in ein falsches Abteil eingestiegen waren. Gegen Hinter- Vorstellung von der umfangreichen Arbeit gemacht. Z legung von 30 Mark ließ man die Russen Die Fahrt fortsetzen. 0^ntc S?l)e?c wogttch fein. Daß Der Wafsermeister bei cinei

Ter Verteidiger des zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigten Meren ^e)olDung unserer Wasfeneitung etwas mepr Zeit widmen, früheren Rechtsanwalts Han, Tr. Tietz, hatte sofort nach Dem PS.- t~Urtl2 3em r c 9 .e,1 .m ä 9 ?d Cefjnen und Schlicü y Urteil das Wiederaufnahmeverfahren betrieben. Nach badischen - (^cksteber, das in ortsüblicher Weist bekannt gemacht wüten

Blättermeldmigen sollte dieses vom Landgericht abgelehnt worden ° fein. Wie dasB. T." jedoch erfährt, entspricht Diese Meldung nicht den Tatsachen.