Ausgabe 
6.6.1907 Erstes Blatt
 
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des

. . 93.80 | Elektriz. Lahmeyer

% Uesterr. tioldrente

Obeischles. Eisen-Industrie,^ 105.25

6

92.30

Pnuce-Henri-Eiseubabu . 132.50

225.00

Mtcrliuer Körne, 6. Juni. Anfangskurse.

165.60

D.

Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk

. 121.00

. 106.60

84.00

64.50

96.65

Gelsenkirchen Bergwerk . 192.90

Hamburg-Amerik. Paket! 130.50

4 4

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4

83.75

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83.75

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25.90

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. 222.50

. 73.00

139.60

Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . l ürkenlose .

Harpener Bergwerk Laurahütte. . . ^ordd. Lloyd . .

Berliner Handelsges Darmstädter Bank deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn . tiotthardbahu . . Lombard. Eisenbahn . Uesterr. Staats bahn . .

. 204.50

. 224.00

. 117.30

150.00

129.50

222.60

154.50

168.40

140.00

204.50

98.75

99 30

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103.25

66.90

67.75

90.45

92.80

93.70

139.60

Cauada E. B. . . . Darmstadter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz : schwach.

. 224.00

. 25.40

. 116.70

. 139.10

Reichsanleihe do.

Konsuls . .

do. . .

Hessen

Oberhessen ,

einigen Jahren unternommen worden, beispielsweise beim Bau des Simplonlunnels, sie hatten aber zu keinem befriedigenden Resultat geführt. Man benutzte nämlich bisher die flüssige Lust gewisser- matzen als Zündstoff mit einer anderen brennbaren Substanz ge­mischt. Jetzt wird sie für sich allein verwandt, indem man ihre Eigenschaft verwertet, sie bei bestimmter Temperatur plötzlich in Dampf zu verwandeln. Der dabei entwickelte Druck kann bei ge­nügendem Abschluß des Behälters, in dem die flüssige Luft eingc- sperrt ist, geradezu ungeheure Werte erreichen. Die Explosion er­folgt bequem bei gewöhnlicher Temperatur, da die Berdampsung der flüssigen Luit schon bei mehr als 100 Grad unter 0 beginnt. Aus diesem Grunde wird auch die flüssige Lust stets in offenen Be­hältern ausbewahrt, weil sonst eine dauernde Explosionsgefahr be­stände. Andernfalls hat ihre Handhabung keine Bedenken, wenn man sich nur in acht nimmt, sich nicht an der kalten Flüssigkeit zu verbrennen". Denn die Wirkung der ungeheuer kalten flüssigen Luft auf die Haut zeigt dieselben Erscheinungen, wie sie beim ver­brennen austrete,i. Die Explosion der Patronen erfolgt nach sechs bis acht Minuten und macht durchschnittlich dreißig Tonnen Stein­kohle mit einem Schlage frei. Die Kohle zerfällt dabei in Blöcke von höchsten 60 Zentimetern im Durchmesser. Eine noch stärkere Sprengladung würde sie in Pulver verwandeln.

>$*70 russ.Staatsaul. lUUo

Kandel.

Ter Selterssprudel ,Augusta-Victoria, G. m. b. ö-, z u Selters a. L. hielt seine ordentliche Jahres-, Versammlung ut Frankfurt a. M. ao, welcher Geschäftsbericht und Rechnungsabschluß vvriag. Ter Mineralwasservcrsandt ist auf über zwei Millionen Gesäße gestiegen. Tie Dividende wurde auf 6 Prozent festgesetzt und der weitere Gewinn vorgetragen. Tie ausicheidenden Aussichtsratsmitglieder wurden wieder ge­wählt. Es gehören z. Zr. dem Aufnchtsrat an: Kommerzienrat Dischinger und Tirellor Steinerner von Darmstadt, viechts- amualt Grünewald von Gießen, Hotelbesitzer Hartmann von Offenbach a. M. und Easätier Starke und Kaufmann Wisf 1 er von Frankfurt a. M.

Teieiomsc^e Kursüericftte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr Handel und Industrie, Giessen.

Frank Harter üCörse 6. Juui, 1.15 Uhr.

3^°/0 3%

Ö>s7o 326 3 >6% 3/3 °/o

GerrchtssnaL.

fc Frankfurt a. M., 5. Juni. (Kriegsgericht der 21. Division ) Ter Kanonier Heinz von der 4. Batt. 63. Feldartillerie- regimenis wurde am 11. Mai von einem Einjährigen dabei erwischt, als er mit einem falschen Schlüssel, den er gesunden haben will, den Spind des Einjährigen geöffnet hatte und sich gerade ent F ü n f m art st ü ck an eignete. Der bisher unbescholtene Artillerist, der das Geld gar nicht so nötig hat, wurde vom Kriegsgericht wegen schweren Diebstahls zu 3 Monaten Gefängnis und zur Versetzung in die zweite Klasse verurteilt.

Hanau, 5. Juni. In der Strafsache gegen den dem Zen­trum angehörigen Stadtb. Reith aus Fulda wegen Be­leidigung des katholischen Pfarrers v. Jag em. an n in Großauheim war auf gestern vor dem Schöffengericht Hanau Termin anberaumt. Der Beleidigte zog jedoch noch in letzter Stunde seinen Strafantrag zurück. Die Angelegenheit war ein Nachspiel von der letzten Reichstagswahl. Pfarrer v. Jagemann hatte sich als Gegner der von der Zenlrumspartei int Wahlkreise Vanau-Gelnhausen-Orb zu Gunsten oes sozialdemokratischen Kan­didaten Hoch gegen den nationalliberalen Kandidaten, Amtsrichter Dr. Lucas, für die Stichwahl ausgegebenen Wahlparole bekannt, und Reith soll deshalb in einer Zentrumsversammlung zu Groß­auheim beleidigende Aeußerungen gegen den Pfarrer v. Jage- mc.nn getan haoen. Dem Pfarrer v. Jagemann wurde soeben der Rote Adlerorden vierter Klasse verliehen.

~c,Pdlfl/ 6. Juni. Bor dem vereinigten zweiten und dritten Strafsenat des Reichsgerichts sand heute die Verhandlung gegen den angeblichen Studenten, Schuhmachergesellen und Deserteur Johann Parezeivski, wegen Spionage-Ver­brechens statt. Der Angeklagte ist 1886 m Warschau geboren, soll im Dezember 1906 besonders in Mülhausen und Belfort Gegenstände, deren Geheimhaltung un Jnleresfe der Sicherheit des Reiches geboten ist, insbesondere scharfe Patronen f ü r das deutsche I n f a n 1 e c r e g e w e y r Modell 98, einem Vertreter der französischen Regierung auszuhändigen ver­acht haben. Ferner soll er versucht haben, von mehreren deutschen Soldaten und einem Kellner ein deutsches Jnsanleriegewehr Modell 98 zu erlangen, um es zu gleichem Zwecke zu verwenden. Zweitens soll er versucht haben, einen Musketier durch eine mit Geldzujage unterstützte Aufforderung zum Desertieren zu verleiten. Den Vorsitz uihrk Senatspräsident Dr. Treplin, die Anklage ver­tritt Oberreichsanwalt Tr. Olshausen. Tie Oeffentlichkeil wurde nie die ganze Verhandllmg ausgeschlossen. Parczewski wurde zu 3 Jahren 7 Atonalen Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust unb1 Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt.

Die 21. Wanderausstellung der Deutschen Landwirt­schafts-Gesellschaft

wird heute, am 6 Juni, eröffnet. Sie bietet Gelegenheit, bte Fortschritte der deutschen Landwirtschaft auf allen Gebieten in Augenschein zu nehmen. Hier, wo vom Guten das Beste geboten wird, findet man leicht einen Maßstab um danach die eigene Wirtschaftsweise zu beurtei'cn unb darin gemachte Fehler für die Folge zu vermeiden Biel jflibtd m Düsseldorf zu sehen und noch mehr zu lernen

Vor fast allen anderen Veranstaltung ähnlicher Art hat

o Uesterr. Silberrente Ungar. Goldrcute . . Italien. Beute . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen 111

m 7c$lr?ne Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Schrecksbach wurde am 3. Juni em lunger Bursche begraben, welcher in Werdohl m einer Eisen­gießerei verunglückt war. Ein großer, eiserner Formkasten, der fiel) beim Ausziehen und Wenden von der Kelle gelost halle, haue ihn in gebückler Stellung gequetscht, daß der Tod augenblicklich eingetreleii war. In Ober - Mör 1 en sand derV. Z/- zu­folge die Grundsteinlegung für das katholijche Schwesternhaus stall. Pfarrer Z-Haler betonte in seiner Ansprache, daß es endlich nach 17jährigem Arbeiten gelungen fei, em katholisches Schwesternhaus, verbunden mit Kleinkmüerschule, zu er­halten. Bei einem Gewitter schlug der Blitz m Vilbel tn den Dachstock des Hauses des Maurerparliers Marburger. Ter Blitz zündele nickst, richtete aber an Planer- und Tachwerk viel« jachen Schaden an. Dagegen zündele bei demselben Gewitter in Massenheim ein Blitz m der Scheuer des Gememdeeumehmers Schmidt, die abbrannle. Durch rasche Hülfe blieb das Feuer auf die Scheuer beschränkt. In L a ndenhausen (Kreis Lauter­bach) war im rzebruar d. I. B ü r ge r m e i sl e r iv a h l, bei der Steinhauermeisler Kuhl gewühlt ivurde. Sie war von der Gegen­partei angefochten worden, weil vor der Wahl Freibier verabfolgt worden sein sollte, -ver Kreisausschuß hat nun auch die Wahl für erklärt. Voraussichtlich wird sich auch noch der Provmzial- "'"der -Lache zu befassen haben. Tas Schlößchen Burg Wieiieck gu ^3 nb es beim, ehemaliges Besitztum des tu Konkurs geratenen früheren Bürgermeisters Blies von Büdesheim fimg um die Summe von 60 00J Alt. m den Besitz eines Berliner Rentners über. In Al a i n z wurde der Hülssmajchrnist Heinrich Braun von einem Zuge überfahren. Er war sofort tot.

die Ausstellung das Rühmenswerte an sich, daß sie heute, am Eröffnungstage, fix und fertig, ist.

Der Platz ist derartig eingeteilt, daß man, vom Ein­gänge die Thaerstraße verfolgend, vorbei an dem Gaben­tempel nach dem großen Ring kommt. Um diesen herum gruppiert sich die Tierausstellung. Die Geflügelausstellung liegt am Ende der Liebigstraße.

Sonderausstellungen der beiden Landwirtschaftskam­mern für die Rheinprovinz und Westfalen und der rheini­schen Provinzialbehörden zeigten Darstellungen aus hen Gebieten der rheinischen und westfälischen Tierzucht, ein­schließlich des Molkereiwesens und des Genossenschafts­wesens, sowie aus den Gebieten des Ackerbaues, des Obst­und Weinbaues, aus dem landwirtschaftlichen Schulwesen und eine volkskundliche Ausstellung. Daran anschließend findet die Ausstellung des landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen und des Verbandes der ländlichen Genossen­schaften in der Rheinprovinz statt. Auch der Trierische Bauernverein hat hier sein Unterkommen gefunden.

In der D. L.-G.-Ausftellung findet man die Ausstel­lung des Ausschusses für Fütterungswesen, die der Saat­zucht - Abteilung, der Betriebs - Abteilung, des Sonder­ausschusses für Gründüngung und der Düngerabteilung. Die Sonderausstellung für Landarbeit ist erst­malig in das Programm der D. L.-G.-Ausstellungen auf­genommen worden. Es haben sich namentlich Behörden und gemeinnützige Institute bereit gefunden, ihre Bestrebungen zum Wohle der Landarbeiterbevölkerung vorzusühren. Auch Handgeräte und Arbeiterkleider werden gezeigt werden.

Der Westfälische Bauernverein zeigt Projekte von muster­gültigen Bauten und Modelle ganzer Gehöft- und Stall- Anlagen.

Ferner seien aus der UeberfüHe des Gebotenen, von dem wir nur verschwindend wenig heute zu nennen ver­mögen, hervorgehoben die Ausstellungen des Kalisyndikats zu Leopoldshall-Staßfurt, der Deutschen Ammoniak-Ver- taufs-Vereinigung zu Bochum, sowie des Rhein. Bauern­vereins zu Köln.

Die Ausstellung dauert vom 6.11. Juni. Sie über­ragt an Bedeutung alle ähnlichen Veranstaltungen der ver­flossenen Jahre.

Zu Ehren der Mitglieder der Deutschen Landwirt- chastsgeseilschaft veranstaltete die Stadt Düsseldorf einen .Begrützungsabend, bei dem der Oberbürgermeister Marx das Willkommen entbot, der auf den innigen Zusam­menhang zwischen der Landwirtschaft und der Industrie hinwies. Darauf dankte der Präsident )er Gesellschaft, Fürst zu Salm-Horstmar für die Bewill­kommnung und gab dem Wunsch Ausdruck, daß die dies­jährige Landwirtschaftsausstellung dazu beitragen möge, daß Vorurteile, die etwa noch zwischen den Vertretern von Landwirtschaft und Industrie bestehen, be­seitig t werden.

Mrchttche Nachrichten, Israelitische Religiottsgesellschaft.

Gottesdienst.

Sabbatieier am 8. Juni 19 0 7:

Freitag abend 8.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittag 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 9.30 Uhr.

Wochengottesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 8.00 Uhr.

Israelitische Religionsgemeinde.

Hottesdreml in der Synagoge (Südantage).

Samstag, den 8. Juni 1907:

Vorabend 7.45 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr: Predigt.

Nachmittags 4 Uhr.

Sabbatausgang 9.30 Uhr.

'gestellt haben. Dem bekannten Münchner Komiker Kou - ,rai) Dreher wurde von S. K. H. dem Großherzog das Ritterkreuz erster Klasse verliehen. D. soll jüngst zu einer s kleinen Privatsoiree im neuen Palais zugezogen gewesen ! sein. Von anderer Seite wird mitgeteilt, daß Dreher als ^Intendant für das Hoftheatcr vorgesehen sei. (?) bf. Friedberg, 5. Juni. Seit gestern wird die 13jährige Schülerin der Schillerschule, Auguste Jung, Tochter deö Buchhalters Georg Jung, vermißt. Sie verließ die Schule um 10 Uhr, um eine vergessene Schularbeit zu holen, wurde aber weder zu Hanse gesehen, noch kam sie in die Schule zurück. Auch wurde bei Verwandten in Frankfurt I angefragt, jedoch ohne Erfolg. Sie ist das einzige Kind der Eltern. Sie trägt ein rotes Kleid mit weißen Punkten, weiße Trägerschürze, schwarze Schuhe und schwarze Stümpfe. Bemerkenswert ist ihr auffallend dunkelblondes Haar, zu einem langen Zopf geflochten.

Mainz, 5. Juni. Fürst und Fürstin zu Solms-Lich, die Landgräfin von Hessen, Prinzessin Dorothea zu Solms- jLich, Gräfin zu Stollberg-Wern igerode, Graf und Gräfin W>ilh. Solms mit Familie sind hier im Hof von Holland ab­gestiegen.

Wiesbaden, 5. Juni. Ter Kommunallandtag für den Regierungsbezirk Wiesbaden erhöhte sämtliche Gehälter der Beamten sowie der Angestellten des j Be^irksverbandes um durchschnittlich zehn Prozent, gültig vom 1. April d. I. an. Außerdem wurde das Gehalt ! des Landeshauptmanns von 10 000 auf 12 000 Mark, erhöht, > dazu kommt eine Repräsentationszulage von 2000 Mark. Ferner wurde das Gehalt des Direktors der Landesbank von 10 000 auf 11000 Mark erhöht. 80 000 MarkWert- papiere unterschlug ihrem Herrn eine Haushälterin, :öie vor einigen Tagen verhaftet wurde. Die Verhaftete, ! die schon längere Zeit ihrem Herrn, einem 85 jährigen, sehr reichen Großinousrrieilen den Haushalt führte, unter» l hielt ein Liebesverhältnis mit einem früheren Regisseur des Breslauer Stadttheaters, dem Schauspieler Hansen, der hier in einer Fremdenpension wohnte. Dieser soll von seiner beliebten, der Haushälterin, das Geld erhalten und ver­jubelt und auch ein teures Automobil angeschafft haben. Da ein dringender Verdacht besteht, daß Hansen seine , Geliebte zu den Unterschlagungen angestiftet hat, wurde gegen ihn ein Haftbefehl erlassen. Hansen wurde hierauf jn einem hiesigen ersten Restaurant sestgenommen und in das Gefängnis eingeiiefcrt. Die verhaftete Haushälterin wird sich aum wegen Testamentssäischung vor Gericht ver­antworten müssen.

! Frankfurt, ö. Juni. Kürzlich kam hier ein elegant i gekleideter Herr in einen Laden und läßt sich eine Menge Waren ' vorlegen. Nach längerem Mustern hat er das Gewünschte ge­funden. Ein kleiner Gegen>1 and, der nicht viel kostet. Der Herr bezahlte mit Papiergeld und verschwindet, nachdem er das Wechselgeld eingestrichen hat, unter höflichen Verbeugungen. Bald darnach betritt einer das Geschäft, der es sehr eilig zu

, haben scheint. Er will Papiergeld haben und Münze dafür geben. Er scheint der Angestellte irgend eines Geschäftes in der Nähe 8u sein; denn er betrat hutlos den Laden. Es sei ja nicht für thn, wndern für seinen Freund, der beim Militär sei, und dem er eine Freude dadurch zu bereiten gedenke, daß er ihm einige Mark mr Briefe mitschicke. Ter Mann hält tatsächlich einen ; Brief ut der Hand. Das Kuvert ist noch offen, die Marte schon darauf geklebt. Man tut die Gefälligkeit gern, der Mann steckt sdas Geld in den Brief uno macht ihn zu. Tie Kassiererin zählt , einstweilen das Geld, das der Mann hingelegt hat. Es fehlen > gerade 50 Pfennige.Ach Gott, wie ist mir das unangenehm! lieben Sw rasch her, hier ist der Brief, ich laufe hinüber und hole die paar Groschen!" Gesagt, getan. Uno schon ist er draußen. Ter Brief liegt auf dem Ladentisch. Wer nicht wieoer- kommi, ist der Briefschreiber. Es zeigte sich, daß er ein be- i schriebenes Kuvert ohne das Papiergeld, das er in ein anderes 1 Kuvert steckte, dagelassen hat. Die reiben Spitzbuben haben hier lauf diese Weise zwei Ge,chäste geschädigt. Sie versnchien ihr Gluck auch in Köln, wo der eine, der Kaufmann £tto Kleemann, . ^verhaftet wurde.

-i-. Hohensolms, 5. Juni. Das Großherzogs­paar wird im Sommer hier auf dem stillen Stammschloß der Fürstlich Solms-Lich'schen Familie, dem früheren Lieb­lingsaufenthaltsort der Großherzogin, einige Zeit Wohnung .nehmen.

O Wißmar, 4. Juni. Ter Lahn-Dünsbera- Turnerbund steht vor seiner Bundesturnfahrt. Sie liegt dem 1 M.estgen Turnverein für Sonntag ben 16. Juni ob. Auch hier toirb eine frauliche Zahl jugendlicher Turner zum regen Wett­bewerb austreten, gehören doch dem neuen Bunde bereits neun Vereine an. Tas Bundesturnfest hat der Turnverein Wieseck ; ^übernommen. Es wird am 13., 14. und 15. Juli gefeiert v JL^teifentbal, 5. Juni. Eine überaus reich- 1 Irche Kirschenernte scheint es diesmal m unserm, in einem ' freundlichen Wiesentat etwas abseits gelegenen Oertchen zu geben, i Als nämlich der Mai mit seiner Nässe kam, da waren die t jKirfchenbaume hier mit der Blüte durch, und Baumschädlinge , lote man sie bei dem Kernobst entdeckt, haben die Kirschen noal 1 unbehelligt gelassen. c

Las Urteil im Pöplau-Prozetz.

Berlin, 5. Juni.

Der Verteidiger führte in seinem Plaidoyer heule aus, daß der sogenannte Arnim-Paragraph hier nicht Anwendung inbe. Es handle sich hier nicht um Angelegenheiten hoch­politischen Charakters, sondern um interne Angelegenheiten des Kolonialamtes, sodaß die Anklage des rechtlichen Unter­grundes entbehre. Rian müsse ferner bedenken, wie tief der Angeklagte gekränkt und gereizt wurde. Wenn der Angeklagte auch vielleicht disziplinarisch strafbar fei, müsse doch seine Freisprechung erfolgen. Nach kurzer Entgegnung des Staats­anwalts und des Angeklagten, der ebenfalls für seine Freis­prechung eintritt unb ausführt, daß, wenn Fürst Bülow als Zeuge erschienen wäre, auch der Reichskanzler zugegeben haben würde, daß der Anklageparagraph unzutreffend jei. Darau zieht sich der Gerichtshof zur Beratung zurück und verkündet nach dem Wiedererschemen das Urteil.

Pöplau wird wegen Vergehens gegen § 353 a des Reichs­trafgesetzbuches (widerrechtliche Mitteilung amtlicher Schrift­tücke) zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Die Begründung besagt, daß der Angeklagte zunächst zweifellos zu den im § 353 a des Reichsslrafgesetzbuches be­zeichneten Personen gehöre, da eine strafbare Handlung in der Verletzung der Amtsverschwiegenheit liege, die nicht nur ür Sachen hochpolitischen Charakters, sondern auch für solche interner amtlicher Verhältnisse gefordert werden dürfe. Von den drei in der Anklage unterschiedenen Fällen hält das Ge­richt den Angeklagten im Falle Erzberger für überführt, in den beiden anderen nicht. Der Gerichtshof berücksichtigte, daß der Angeklagte sich schwer benachteiligt glaubte, hielt eine Geldstrafe ober bei der Art des Vorgehens, bei der Recht­haberei und Rachsucht die Hauptrolle spielen, für aus­geschlossen.

4>5u,o japau. Staatsanleihe 4 Uonv. Türken von 1 *JU3 Türkeniuse ... . .

4 2$ Griech. 3Ionopol-Anl.

4-z itussere Argentinier öu/0 SlexiKaner . . .

4>6u/(, Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Guss.....

Buderus E. \V . .

Tendenz: schwach.

v. Mk. 1.10 ab! zollfrei!

Aluster an Jedermann!

Nur direkt v. Seidedabikt neoneberg, Zürich.

Vermischte».

* lln vollendet ü e m Verfall geweiht. Kurze Zeit nach- dein Iragifchen Ende des unglücklichen Königs Ludwigs II. int Starnberger See war bereits eine Dramatisierung seines Lebens veröffentlicht worden. In fast allen Schichten des deutschen Volles wurde es als pietäckos empfunden. Nichtsdestoweniger mürbe vor kurzem in der Reichshaupmaoi ähnliches versucht, aber aud) diesmal luieoer proteitierte die ganze geoildete Welt energisch dagegen. Nun ruft eine andere Nachricht das Andenken an König Ludwig wach. Beiannttich oercanit Bapern dieiem prachtliebenden Fürsten eine ganze' Reihe pruntooller Schloßbauten, an das auf ber .verrennstel mitten im Ehiemsee gelegenen Schlosses Herren- djtcmice, Denen prächtige Jnnencitisstaitnng fast wie ein Märchen ausüauienD und einer Rächt" anmuiet. Doch ist der Gesamt- b_au dieses un ^abre 18/4 nach dem Voroilde des Versailler '^cylDiieu eniworfenen Gebändeiomplexes nicht ganz zu Ende ge- Mhrt worden der nördliche Seitenflügel vlieo unvollendet.

Och bieie Uiuerlaiiung gerächt. Tja das Mauerwerk durch bie Witterung gelitten, hat, muß dieser Teil des Schlosses abge- ^ra®*nr1'U^r)cn versoflingt dadurch neue Summen.

t C r 1 lu e n r 1 * ü) e u" r a u. Generalmusikdirektor Je o 111 in Ji u n G) e n hat Lei Gericht oeanrragt, feine Frau luegen Berichwendnngsfucht unter Kuratel zu stellen. Es hat b,lC? ^^^SCiiclÜ, daß Frau Motll-Stanohartner hinter

Lern Jtuden ihres Gatten mit notorischen Wucherern in Verbin- getreten lft, uno so eine Schuldenlast aufgehäuft hat, ÖL1-li 1 eines grölen Eintommens selbst in

x>at)rcn nicht abzuzahlen imitance wäre. Frau Rkottl hat gegen bie Stellung unter Kuratel Protest erhoben. Tiefe Tatsache ist fm voftyeaterprozesies, welcher die Ehewirren

im vau,e Mottl dem ,en,aiwnsiunige.i Publikum offenbarte.

6stt ist Wien für sicher, oaß Felix Mottl nach den Münchener och!vielen tm ^evtember den Tir.'ttorvoiten Der Wiener Wiener HofopeLnkat-iltmeifter schatt l1.Lald -l.achfolger Motils in München ausersehen.

Aunft un- Wissenschaft.

ü" l u i 11 <1 c Kufr atv Sv r c n q i u (>. tidt einiger ^eit iverben in einem grotm Stemtohlenbeigiverk m Liordenglaiib, olf1** l^lad)le beionders lief hmabgehen, Patronen aus fluffiger tiuft als Sprengmittel benutzt. Versuche dieser An sind schon seit

der

i erhöber mindesi lassen, Betrag

merken

1. J1 diesjä

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Montag, den 1

1. Geschasst

2. Bericht 1

3. Statuten

24. Ziehung 5.1

Ziehung von Nur die Gewinne ü Nummern (Ohne Gewähr.) 106 555 463 514 «1 73 536 614 3319 459 6M 964 55 5107 5 7153 574 939 8043 31 t*>2 <3 65 »5 922 10172 163 392 51 5U 73 12058 ÜOOOi 13048 llOOOl 148 88! 61 15001 931 15001 615 789 812 903 ti 18023 13! 524 1500) 20055 116 395 159 89 269 [500] 66 718 875 960 2 3 058 24113 33 60 [ 30001 N 095 26012 [30 299 497 [500] 706 8 955 29031 55 62 40t 30002 83 369 31103 670 652 [5001 504 441 556 TOS 991 82 905 34103 509 702 8° bOOO] 44 36000 1 85 614 816 40 46 54 [5(

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