Ausgabe 
4.10.1906 Erstes Blatt
 
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Die Geschworenen bejahten die Frage wegen ver-- suchten Totschlags unter Zubilligung mildernder Umstände, worauf der Gerichtshof auf 1 I ahr Gefäng­nis erkannte, auf welche Strafe ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft in Abrechnung kommt. Der Antrag des Staatsanwalts hatte auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis gelautet.

vermischtes.

Ein Flachsmann-Drama bat sich soeben in Hamburg abgespielt, wo bekanntlich Otto Ernst, der Ver­fasser des zu weitem Rufe gelangten SchuldramaS, lebt und Jahre lang als Volksschullehrer wirkte. Ein seit einer Reihe von Jahren an einer dortigen Volksschule in Diensten stehender Lehrer wurde entlassen, weil sich herauSgestellt hat, daß seine Papiere gefälscht waren. Durch einen Zufall wurde auf Grund privater Nachforschungen festgestellt, daß der allgemein geschätzte Lehrer niemals eine Prüfung bestanden hat.

"Der König und der Anarchist. Ein Londoner Blatt meldet auS Mailand, daß König Viktor Emanuel vor einigen Tagen in größter Lebensgefahr schwebte. Er wohnte im Palast zu Racconigi und ließ sich einen Kine- matographen vorführen. Rach der Vorstellung rief er den Eigentümer des Apparates zu sich, gab ihm die Hand, unterhielt sich mit ihm, und verabschiedete ihn sehr leutselig. Später entdeckte die Polizei, daß der Veranstalter der Kine- matographen-Vorstellung ein notorischer Anarchist namenS Tutto war. Er wurde schleunigst verhaftet.

* Auf eine Heiratsannonce, nach der ein hübsches junges Mädchen mit 100 000 Mk. Mitgift einen passenden Lebensgefährten suchte, sandte ein junger Be­amter von Dahlhausen, dem die Sache recht vorteilhaft vorkam, eine Offerte ein. Postwendend erfolgte ein Brief, worin die Photographie der reichen Dame gegen Nachnahme von drei Mark angeboten wurde. Einverstanden. Das Bild kam und gefiel. Sofort schrieb unser Kandidat nach Berlin und erklärte sich zur Hochzeit bereit. Einige Tage später kam die Botschaft, daß die Dame leider schonander­weitig vergeben" sei. Das Heiratsbureau fin.+te aber noch andere Damenauf Lager". Es erklärte sich bereit, drei Photographien gegen Nachnahme von neun Mark zur Aus­wahl zu senden. Auch jetzt merkte der Jüngling noch nichts Böses. Die Bilder trafen ein. Kaum hatte er die Aus­wahl getroffen und wollte antworten, als die Mitteilung kam, daß alte drei Damenvergriffen" seien. Die Ber-? liner Firma empfahl weitere Photographien das Stück zu drei Mark. Doch jetzt roch der Liebende Lunte und merkte, da er ferne zwölf Mark los war, was für ein Schlauberger der Firmeninhaber gewesen.

Kunft und Wissenschaft.

Ein neuerN o r a" - S ch l u ß. Aus Wien wird ge­schrieben: Daß IbsensNora* vom Dichter selber einst einen anderen versöhnenden Schluß erhalten, weiß man; man kennt die von der unvergessenen Hedwig Niemann-Raabe als erster deutscher Nora einst gespielte Schlußszene, wo der Gatte sie fragt, ob sie nicht noch einmal, ehe sie geht, nach den Kindern sehen will, und wie da, ganz geaen den Geist des Stückes, urplötzlich die Ver­söhnung erfolgt. Das Wiener Burgtheater dar? sich rühmen, nun noch einen neuen Schluß gebracht zu haben, in demselben versöhn­lichen Sinne, aber gewissermaßendiskreter". Es geschah das nun zwar nicht ganz frehoififq, immerhin ist es geschehen und roitrbe viel bemerkt. Bei der letzten Darbietung des Werkes ereignete es sich'mlicb, daß zum Schluß Frau Retty-Nora, nachdem sie sich von Herrn Dcvrient-Hellmer verabschiedet hatte, statt fortzugehen, an der Tür stehen blieb, bis daß der Vorhang fiel. Sie hatte es nicht fertig gebracht, dasPuppenheim" zu verlaßen, im letzten Moment versagte ihr die Kraft. So hatte man meinen können. In der Tat, dieser Nora fehlte die Kraft. Aber nicht die seelische. Denn trotz aller Anstrengung war es Frau Betty nicht gelungen, die Tür auszubekommen. So mußte sie sich denn vor dieser Tür beugen, die da zu streiten gewillt war, zu streiten gegen die zarte Hand der Darstellerin und somit gegen Ibsens Geist und den Geist des Stückes.

In München starb am 1. Oktober der auch bei uns in Gießen beliebte Tier- uird Landschaftsmaler Professor Ehr. Mali.

Universitäts-Nachrichten.

Hamburg, 3. Okt. Die Bürgerschaft nahm den Antrag auf Schaffung einer Professur für Nationalökonomie mit Hinzufügung des Wunsches an, daß der Senat baldtunlichst der Bürgerschaft eine Vorlage zugehen laßen möge, durch welche eine organisierte Hochschulbildung f ü r Kaufleute vor­gesehen wird.

Dr. Benediktus Niese, ordentlicher Prokeffor der alten Geschichte und klassischen Philologie an der Universität Marburg wurde als Nachfolger von Ulrich Wilckens nach Halle berufen.

In Newyork wurde eine sozialistische Hoch­schule mit 90 Studenten eröffnet. Unter den Profeßoren befinden sich zwei Mitglieder der kolumbischen Universität.

Landwirtschaft.

p. Aus demKreis Wetzlar, 4. Okt. Infolge des Gebirgs­schutzes gegen die kalten Nordwinde und der 22 395 Hektar Wald, der bekanntermaßen Hitze und Kälte regelt, hat unser Kreis durch­weg ein mildes Klima. Deshalb können alle Obstsorten, auch edle, bei uns gut sortkommen. Hierzu tritt noch, daß erst 10 Dörfer von den ca. 80 Ortschaften des Kreises hoher als 300 Meter und nur zwei Greifenstein und Hohensolms über 400 Meter liegen. Auf der etwa 40 Prozent des Kulturlandes ausmachenden Acker- und Gartenstäche wird denn auch dank der rührigen Arbeit der .Kreisverwaltung jetzt ein ergiebiger Obstbau betrieben. Durch Ab­haltung von entsprechenden, unentgeltlichen Unterrichtskursen sucht sie ibn immer noch mehr zu fördern. Bedeutet doch schon heute der Obstbau eine Haupteinnahmcquelle unserer Landteute, zumal der Zentner guten Tafelobstes z. Zt. mit 1215 Mk. bezahlt wird.

DerMarchS Fran?ais" teilt mit, die französische Getreideproduktion habe in diesem Jahre 130974 396 Hektoliter betragen gegen 129 531 263 Hektoliter im Vorjahre. Der mittlere Ertrag für das Hektar betrage 20,21 Hektoliter, das ist 0,28 Hektoliter mehr als im Vorjahre. Diese Zunahme übertrifft die amtlichen Schätzungen.

Gerichtssaal.

Leipzig, 3. Okt. Das Schwurgericht verurteilte den Tischler Franz Köhler wegen vollendetem schwerem Totschlags, Totschlagsoersuchs und schweren RücksalldiebstahlS zu lebens­länglichem Zuchthaus, weiteren 12 Jahren Zuchtbaus und dauerndem Ehrverlust. Köhler hatte am 10. Juli den Schutz- m a n n Tag erschossen. Arbeiter Reetz erhielt wegen vollendetem schweren Rückfalldiebstahl; 4 Fahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht.

Hannover, 3. Okt. Wegen vorsätzlicher Tötung seiner eigenen Mutter wurde vom Schwurgericht heute Abend der 25 Jahre alte Arbeiter Otto Baqhermaun zu 12 Jahren 3 Monaten Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Er hatte, um fiel in den Besitz von Geldmitteln zu setzen, wahr­scheinlich in der Sylvesternacht seine 55 Jahre alte Mutter, die Wäscherin Karoliue Buehrmauu, erwürgt und stahl zwei Spar­kassenbücher. Die Leiche wurde erst vier Wochen nach der Tötung in der verschloßenen Wohnung im Bette ausgefunden.

Der Rheinisch-Westfälische Effektenmarkt.

Tagesbericht der Firma Walter Hammer st ein.

Mülheim a. d. Ruhr, 3. Okt. 1906.

Aus dem Kohlenkurenmarkt entwickelte sich ein leb­haftes Geschäft m einigen Werten, ohne daß die Kurse nennens­werte Veränderungen aufwiesen. Alte Haase, Altendorf, Anneliese, Borussia, Earolus Magnus, Eharlotte, Freie Vogel, Langenbrabm, Lothringen, Mont Cenis, S ' ürbank, Tremouia, Trier und Vik­toria b. Kupkerdreh wurden gehandelt. Die übrigen Werte lagen ohne Jntereße.

Der K a l i k u r e n in a r k t lag ziemlich unverändert und neigte zur Schwäche. Gehandelt wurden Justus-Aktien, Neu-Bleicherode, Prinz Adalbert, Beienrode, Güntershall, Hansa Silberberg, Hohen­fels und Wilhelmshall. Bessere Nachfrage bestand für Kaiseroda und Wintershall.

Ter Erzkuxenmarkt lag ruhig. Die Kurse waren kaum verändert mit Ausnahme von Concordia, welche um ca. 100 Mk. anzogen.

Aon Braunkohlenkuxen wurden Bellerhammer, Lucher- berg, Humboldt, Schallmauer mehrfach umgeseht. Der Markt ist fest.

Arbeiterbewegung.

Aachen, 3. Okt. Die Direktion des Hüttenvereins Rote Erde" erklärte einer Arbeiterabordnung, die zum Zwecke einer baldigen Beendigung des Ausstandes bei ihr vorsprach, die Situation sei lediglich durch die Arbeiter verschuldet. Die Arbeiter allein könnten eine Aenderung herbeisühren, wenn sie zur Zeit kämen. An zuständiger Stelle wird. die Nachricht, der Stablwerksverband habe be­schlossen, die Generalsperre zu verhängen, wenn binnen 14 Tagen der Ausstand nicht beendet sei, für unbegründet erklärt.

Zwickau, 7. Okt. Die Hand - und Maschinen­stricker im Schneebergbezirk sind in eine Lohnbewegung getreten. Sie fordern einen Minimaltarif für alle Artikel und Rapporte sowie für die Benutzung der Fädelmaschincn und Garnlieferung zum Selbstkostenpreise.

Infolge der Lohnbewegung in der Edel- metallindustrie in Hanau, Schwäb''sch-Gmstnd, Pforz­heim schweben Verhandlungen über fri? Schaffung einer Arbeitgebervercinigung für ganz Deutschland.

Athen, 3. Okt. Die Eisenbahnangestellten der alten Bahnlinien Pyräos und Pelopones sind heute in den Aus­stand getreten. Der Verkehr ruht vollständig.

Schisf-irachrichten.

Red Star Linie.

Der PostdampferZeeland" derRed Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 1. Oktober wohlbehalten in New-Pork angekommen.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag, den 5. Oktober: Wieder stärkere Trübung und Regen. Temperatur nicht verändert. Auffrischende südliche Winde.

Original-Drahtnrelduilgerr.

Berlin, 4. Okt. Unter der Anklage der Majestäts­beleidigung stand der frühere VorwärtS-Redakteur EiSner vor der 2. Strafkammer des Landgerichts 2. Auf Grund der Notizen zweier Gendarmen soll er in einer Ver­sammlung gegen das Volksschulgesetz nichtachtende Bemerkungen über das Hohcnzollernhaus gemacht haben, die sich auf den jetzigen Kaiser hätten beziehen müssen. Der Staatsanwalt beantragte 4 Monate Gefängnis, der Gerichtshof erkannte nach kurzer Beratung auf Freisprechung mit der Be­gründung:Wenn die Gendarmen zweifellos die beste Absicht gehabt hätten, in ihrem Bericht Richtiges zu melden, so fehle es ihnen doch wohl an der nötigen Bildung, um den Gedankengang eines Mannes, wie des Angeklagten durch kurze Notizen zweifelsfrei festlegen zu können."

Kassel, 4. Okt. Bei einer Besprechung über den Theater-Neubau teilte Generalintendant v. Hülsen in der Stadtverordnetenversammlung mit, das Hausministerium werde außer den bewilligten 6 00 000 Mk. noch 700000 Mk. erbitten.

Leipzig, 4. Okt. Die Stadtverordneten lehnten ein­stimmig eine vom Rate vorgeschlagene Abänderung des Dreiklassenwahlrechts in ein Wahlrecht nach den Berufs ständen ab.

Kreuznach, L. Okt. In dem benachbarten Bretzen­heim äscherte heute nacht ein Großfeuer zwei Wohn­häuser mit Nebengebäuden und drei Scheuern mit sämtlichen Futtervorräten ein. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.

Chemnitz, 4. Okt. In der bedeutenden Franken­berger Tabakindustrie versuchte der sozialdemo­kratische Tabakarbeiterverband eine Lohnbeweg­ung hervorzurufen. Eine Versammlung verlief indes wegen schwachen Besuches resultatlos.

Bamberg, 4. Okt. DaS Schwurgericht verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den Gendarmen Schlöreth ans Pforzheim wegen Ermordung seiner Geliebten zu 5 Jahren Gefängnis. Der Staatsanwalt dürfte Revision einlegen.

Paris, 4. Okt. Ein mit der indo-chinesischen Post eingetroffenes Blatt meldet unter Vorbehalt, daß der König von Annam, Anton Martin, mehrere seiner Frauen hinrichten ließ, sowie den ältesten Prinzen seines Hauses durch einen Reoolvcrschnß tötete. Der König weigerte sich, den französischen Residenten zu empfangen.

Nantes, 4. Okt. Die Kassiererin einer hiesigen Zeitnng und deren Bruder, ein Steuereinnehmer, er­tränkten sich in der Loire. Die Gerichtsbehörde ordnete die Untersuchung der den beiden anvertrauten Kassen an.

Petersburg, 4. Okt. In den letzten sechs Tagen fällten die Feldgerichte 2 5 Todesurteile. Die Gesamt­zahl der von ihnen gefällten Todesurteile beträgt bis jetzt 54.

Warschau, 4. Okt. In Minsk wurde das dem ältesten Zweige der preußischen Familie Radziwill gehörige Schloß Niewifs teilweise durch eine FeuerSbru nst zer­stört.

Tiflis, 4. Okt. Heute, am Tage der Gehaltszahlung, wurden hier durch bewaffnete Räuberbanden die Kassierer von vier Instituten ans offener Straße über­fall en und großer Geldsummen beraubt. Es gelang nur, einen der Räuber zu verhaften.

Newyork, 4. Okt. Auf der Pennsylvania Division der Ncwyorker Zentral bahn wurden drei Versuche ge­macht, in frevelhafter Weise ein Unglück herbeizuführen. Schienen und Balken wurden quer vor einer Brücke in bet

Nähe von Sencva über das Geleise gelegt. Ein Strecken- Wärter verhütete das Unglück. 9hn 2. dss. Mts. nachts stürmte eine blutgierige Menge das Gefängnis in Mobile (Alabama), um einen Neger zu lynchen, weil er ein kleines Mädchen schwer angegriffen haben soll. Die Türen des Gefängnisses wurden mit Stangen der Telephon- leitung eingerannt und die Gefängnismannschaften be­schossen. Inzwischen gelang es dem Neger, durch eine Hintertür sich in Sicherheit zu bringen. Dabei wurde ein Mann getötet, eine Anzahl wurde verletzt.

Te&efomscfoe Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mito-eteilt von der Bank fllr Handel und Industrie, Ole«qon.

Frankfurter Rör««». 4. Oktober, 1.15 Uhr.

Beichsanleihe

98.60

Portugiesen

III

Türkcnlose . .

. . 146.60

. 97.35

3°/0 Mexikaner .

4y°/0 Chinesen .

53 90

89.00

68.40

4% Oesterr. Gold reute. .

4*/s Gestern Silberrente

Unaar. Goldrente . . Italien. Pente . . . Portugiesen Serie I .

4% Griech. Monopol-Anl. X% äussere Argentinier .

do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen

russ.Staatsanl. 1905 4y°'o jr.pan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903

86.55

98.65 8G 55

97.95

Elektriz. Lahmerer . . . Elektriz. Schnobert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Benrwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpen er Bergwerk. . . Lanrahiitte Nordd. Lloyd Ober sei iles. Eisen-Industrie Berliner Handelsses . . "Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . .

Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio-

Ei sent ahn .

Gotthardbahn Lombard. Eisenbahn . .

3)47- 3%

3147- 3%

3147- 314°',

4-4

3%

3%

99 30

100.10

95.40

102.70

69.40

70.50 A6.30

93.40

94 20

Aktien:

Bochum Guss . . .

. 244.90

Gestern Staatsbahn . . Prince-Hcnri-Eisenbahn

Buderus E. W . ... 128.60

144.50

129.75

247.10

227.00

158.80 216 30 248.50 126.70

131.90

173.50 139 70 240.00 173.00

184.20

15S.50

212.00

125.25

37*00

146.30

146.50

Tendenz: ruhig.

Berliner Börne,

Canada E. B 182.80 Darmstädter Bank . . . 139.60 Deutsche Bank .... 240.20 Dortmunder-Union C. . . 84 50 Dresdner Bank .... 158.60 Tendenz: ruhig.

- Oktober. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 215.70

Lanrahiitte 248.60

Lombarden E. B. ... 37.40

Nordd. Lloyd 126.80

Türkenlose 147.40

Mrbeitsvergebuug.

Nachstehende Arbeiten zum Neubau des Stadttheaters in Gießen sollen im Wege des öffentli^jen Angebotes vergeben werden.

1. Steinbildhanerarbeiten.

2. Lieferung von Granitstcinen ca. 15 ebnu

Zeichnungen, ArbcitSbeschreibungen, Bedingungen und Angebots« formularc liegen im Bureau des Architekten Hans Meyer, Westanlage 6, dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden.

Die Angebote find bis zum Eröffnnngstermin am Donnerstag, den 18. ds., vorm. 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns cinzureichen.

Gießen, den 3. Oktober 1906. x«/

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Samstag, den 6. Oktober 1906, vormittags 10 Uhr, sollen im Bürgermeistereigebäude die in den Forstwarte,en I und III (Brück und Geisel) sowie in der Forstwartei Hangelstein (Lotz) sich ergebenden Birken-Befenrciser, geschätzt im ganzen auf 70 bis 80 Wellen, in verschiedenen Losen meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 3. Oktober 1906. ß</io

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen

I. B.: Curschmann.

Bekanntmachung.

Vorn 9. l. Mts. ab bis auf weiteres beginnt der Auf­trieb von Vieh auf den Viehmarktplatz um 8 Uhr vormittags.

Der Schluß des Auftriebs von Großvieh ist auf 10 Uhr, von Schweinen auf 11 Uhr festgesetzt.

Ende des Marktes ist am ersten Tage um 12 Uhr, am zweiren Tage um 1 Uhr mittags.

Gießen, den 3. Oktober 1906.

Großh. Volizeiamt Gießen. ~ Herberg.

Bekanntmachung.

Nachdem die unter dem Schwcinebestand des Peter Minke dahier aufgetretene Rotlaufseuche erloschen ist, wird die unterm 1. September L Js. angeordnete Gehöftsperre aufgehoben.

Gießen, den 3. Oktober 1906.

Großh. Polizeiamt Gießen.

Herberg.

Unentbehrlich für jede Famili

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HoflieferantSeinEr Majestif des Kaisers und Königs Wilfieim n. amRafhhausein MMMü am Niederrheini

Gegp. 1846.

Anerkannt bester BitteflikSr!

24 Preis-Medaillen 1

ausdrücklich:

^emper idem- fabriJafbn alleiniges Gehimniss der Firma:

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