Ausgabe 
6.6.1906 Erstes Blatt
 
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Herren, heiße diese Fahrt auS ganz besonderem Herzen will- kommen. Ich bin insbesondere dankbar dafür, daß die bevor­stehenden Tage gerade hier in Frankfurt ihren Anfang nehmen, auch dankbar dafür, daß ich am heutigen Tage hier in den Räumen des Frankfurter Automobilklubs erscheinen konnte. Ich möchte meine Worte aber damit schließen, daß ich Sie ernstlich daran erinnere, daß Sie alle, die Sie die Fahrt mitmachen, dazu beitragen, daß die getroffenen Ordnungs- beftimmnngen auf das energischste befolgt und durchgeführt werden, und daß sie von allen Fahrern beherzigt werden." Der Prinz schloß mit einem Hoch auf den Frankfurter Auto­mobilklub und auf seinen Präsidenten Engler.

In der heutigen Mrtellausschußsitzung wurde die Auf- sösungdes deutschen Auto mobilverban des und das Uebergehen von dessen Rechten auf den Kaiser­lichen Automobilklub beschlossen. Ferner wurden folgende Anträge des Bayerischen Automobilklubs ange­nommen: 1. Für 1906 keine VerbandsLeiträge mehr ein- zuzieheu. 2. Das Vermögen des Deutschen Automobil-Ver­bandes d^m Kaiserlichen Automobilklub zu übertragen und 3. dem Mitteleuropäischen Motorwagen-Verein entsprechend seiner Atttgliederzechl einen Teil des Vermögens auszuzahlen. Hierauf legte Prinz Heinrich das Protektorat über den De utschenAutomobilverband nieder und betonte scherzhaft, haß er, wie Karl V., seinem: eigenen Begräbnis habe beiwohnen können. Er bedauerte gleichzeitig, daß sich die leitenden Männer des Mitteleuropäischen Motorwagenvereins der Sache nicht angeschlossen hätten, trotzdem sie seit Bestehen des Auto- mobilismus der Sache mit Rat und Tat gedient hätten. Der Großherzog von Hessen nahm die Ehren­mitgliedschaft des Frankfurter Automobil­klub s an.

Zur vorgeschriebenen Prüfungszeit bis heute abend um 7 Uhr waren folgende angemeldete Wagen nicht erschienen: Nr. 21, 26, 54, 65, 70, 79, 89, 95, 106, 111, 112, 116, 118, 125, 126, 135, 147 und 156. Wegen ihrer Konstruktion disqualifiziert wurden folgende Wagen: 19, 27, 53, 60, 61, 62. Prinz Heinrich weilte heute nachmittag wiederholt in den Räumen der Landtvirtschaftlichen Ausstellungshalle und nahm an der Prüfung der Wagen teil.

Wie aus München bekannt wird, wollte Großfürst Cyrill am Herkomer-Rennen teilnehmen. Mit Micksicht aus die vorjährigen Vorgänge sowie darauf, daß Prinz Heinrich am Rennen teilnimmt, wurde dem Großfürsten abgewinkt.

Aus O.aSt uns tiatto.

Gießen, den 6. Juni.

Auszeichnung. S. K. H. der Großherzog haben dem Kommerzienrat Peter Melchers zu Mainz den Charakter alsGeheimer Kommerzienrat" verliehen.

Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu be­sehende erste Lehr er stelle an der Gemeindeschule zu Michelstadt. Dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu.

** Personalnachrichten bei der Ober-Post­direktion Darmstadt. Versetzt: der Postassistent Hahn von Crimmitschau nach Alsfeld. Uebertragen ist: die Verwaltung einer Ober-Postsekretärstelle in Gießen dem Postsekretär Weber. Angenommen sind als Post- gehilfen: der Oberrealschüler Bepler in Nomrod, der Realschüler Carle in Großfelda, die Oberrealschüler Keller in Lollar und Kröll in Hungen, die Realschüler Rühl in Gießen, Steinacker in Schlitz und Wildner in Mons­heim; als Telegraphengehilsinnen: Else Knyrim und Ottilie Luft in Gießen.

A u s dem Vogelsberg, 5. Juni. Auf den Höhen unseres Gebirges weht schon seit einigen Tagen ein recht kalter und rauher Wind, sodaß man vorübergehend ge­zwungen ist, Pelz und Handschuhe herbeizuholen. Der an­haltend starke Regen hat den Saaten st and stark zu- gesetzt, insbesondere hat die Frühjahrsaussaat sehr gelitten. In den Gartenbeeten ist der Samen und auch die jungen Pflänzchen sind teilweise verfault. Alles verlangt nach Sonnen­schein.

p. Aus dem Kreise Wetzlar, 5. Juni. Erst jetzt läßt sich der Schaden ganz übersehen, den das Unwetter am Donnerstag in unseren Gemarkungen des Südkreises angerichtet. Eine große Anzahl Obstbäume ist entwurzelt worden. Starke Bäuine sind teilweise vom Stamme ab­geknickt, große Aeste abgerissen und meterweit fortgeschleudert. Die Frucht ist durch sturmgcpeitschte Regenmengen vollständig zu Boden gedrückt, und sehen die Kornfelder aus, als ob eine Walze darüber gegangen wäre. Von vielen Dächern sind die Schiefer- und Ziegelsteine weggeflogen und mehrere Schornsteine sind eingestürzt. Einen solchen orkanartigen Sturm hatten wir noch nicht erlebt. Kein Landwirt sollte versäumen, in eine Hagelversicherung einzutreten.

p. Hermannstein bei Wetzlar, 5. Juni. Der Gießerei­arbeiter Albert Pfeil, ein schon älterer Mann von hier, wurde gestern in Albshausen tot aus der Lahn gezogen. Ob Selbstmord oder ein Unglück vorliegt, steht noch nicht genau fest.

[ ] Marburg, 5. Juni. Im Zoologischen Institut be­gannen heute früh die Verhandlungen des 16. deutschen Zoologen-Kongresses. Den Vorsitz führt Professor Dr. Hertwig-München. Gleichzeitig tagt auch hier der deutsche Botaniker-Kongreß. In Wetter stürzte das siebenjährige Töchterchen des Wirts Müller über das Treppengeländer und war sofors tot.

]] Biedenkopf, 3. Juni. In unserem Kreis­städtchen, das als Luftkurort und Sommerfrische immer mehr bekannt und beliebt wird, findet gegenwärtig eine Gewerbe-Ausstellung für den Kreis statt. Sie wurde gestern in Gegenwart der Spitzen der Behörden und zahlreicher Festgäste durch den Vorsitzenden des hiesigen Gewerbevereins, Herrn Fritz Banß, mit einer Ansprache eröffnet. Als Ausstellungslokal dient eine umfangreiche, besonders hergerichtete Halle, in der besonders die größeren Industrien z. B. die Erzeugnisse der verschiedenen Hütten­werke, der Seifenfabrik, das Niesenfaß der Wenlandtschen Bierbrauerei mit der kunstvoll eingeschnitzten Ansicht von Biedenkopf, des Lettermann'schen Hammerwerks in Wil- helmshütte it. s. w. untergebracht sind. Von da aus kommt man über einen großen freien Raum, der mit Erzeugnissen der Marmor- und Hartsteinindustrie, der Gartenbaukunst und mit allerhand Wagen und Geräten

bedeckt ist, nach der Turnhalle in der geschmackvoll gc-l ordnet, das Hinterländer Kleinhandwerk seinen Platz gefunden hat. Aus allen Teilen des langgestreckten Kreises, vom äußersten Norden an der westfälischen Grenze bis nach Rodheim bei Gießen, haben sich hier die Handwerker und Kleinindustriellen mit ihren Erzeug­nissen eingefunden. Jedenfalls sieht man hier, daß neben der Viehzucht, durch der der Hinterlandkreis weit und breit bekannt ist, auch das Handwerk tüchtig gepflegt wird und Gediegenes leistet. Am 10., 11. und 12. Juni findet hier die Generalversammlung der Nassauischen Gewerbe­vereine statt, zu der über 200 Abgeordnete erscheinen werden.

Treysa, 3. Juni. Heute morgen wurde in der Schwalm die Leiche eines etwa 50 Jahre alten Mannes geländet. Man nimmt an, daß der Ertrunkene ein geistesgestörter Landwirt aus Sebberterode ist, der seit einigen Tagen von seinen Angehörigen vermißt wird. Die Identität konnte je­doch bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Unsere Nach­bargemeinde Itzenhain, eines der kleinsten hessischen Dörfer, läßt eine Wasserleitung anlegen. (Ob. Ztg.)

Öermsschtes.

* u nterschlagung bei der Darm st ädter Bank- Unter der Beschuldigung, Wertpapiere in Höhe von 2500 Mk. aus dem Depot der Bank für Handel und Industrie zu Berlin entwendet zu haben, ist der dort an­gestellte Buchhalter I. verhaftet und der Staatsanwalt­schaft des Landgerichts I zugeführt morde,:. I. war seit einigen Jahren im Effektenbureau der Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) Schinkelplatz in Berlin angestellt. Als solcher hatte er die Effekten zu ordnen und aufzubewahren, um sie später an jedem Abend des abgelaufenen Geschäftstages dem Revisor der Bank zu übergeben. Am Samstag entnahm I. aus diesem Depot ein Stück int Werte von 2500 Mk. und ging damit zu dem Bankier B. in der Friedrichstraße, um es dort zu verkaufen. Dem B. kam dieses Geschäft verdächtig vor; er bat den I., einige Zeit zu warten bis der Verkauf re­alisiert sei. I. erklärte jedoch, daß er einen Freund senden wolle, den er bevollmächtigen würde, das Geld in Empfang zu nehmen. I. suchte nun einen Bekannten auf, der bei der Diskontogesellschaft ist und bat diesen, da er selbst in sein Bureau zurückkehren müsse, das Geld bei B. für ihn abzuheben. Als der ahnungslose Freund bei dem Bankier B. erschien, er­kundigte sich dieser sehr teilnahmsvoll nach dem Namen und Stand des Auftraggebers, und erklärte, diesem selbst das Geld einhändigen zu wollen. Inzwischen war aber die Darmstädter Bank und auch die Kriminalpolizei verständigt worden. Man sagte dem I. die Unter­schlagung auf den Kopf zu, die der Bankbeamte denn auch ohne weiteres eingestand. I. wurde verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert.

* Hennig macht Schule! Ein Einbrecher versuchte es in der pommerschen Universitätsstadt Greifswald dem Berliner Raubmörder Hennig nachzutun, zu seinem Leidwesen jedoch mit negativem Erfolge. Kam da der Studiosus Krebs des nachts nach Hause, legte sich zu Bett und wollte eben einschlafen, als er bemerkte, daß seine Hose vom Stuhl herab von unsichtbaren Händen unter das Bett gezogen werden sollte. Schleunigst stand er auf, machte Licht und entdeckte unter seinem Bette einen fremden Mann. Nun verließ er das Zimmer, schloß die Türe ab und wollte Hilfe herbeiholen. Während dieser Zeit eignete sich der Einbrecher das Porte­monnaie des Studenten mit 10,20 Mark an und flüchtete durch das im zweiten Stocke befindliche Fenster auf das Dach. Von hier aus kletterte derkleine Hennig" wieder herab und durch ein offenstehendes Fenster in das Schlafzimmer des Photographen Schuhmann. In diesem Zimmer versteckte er sich wieder unter dem Bette. Schußmann aber fand seinen Gast und überlieferte ihn der Polizei. Diese stellte fest, daß der Einbrecher der domizillose Kellner August Friemann ist, geboren am 19. November 1882 zu Tessin. Friemann ge­stand eine Menge von Einbrüchen und Diebstählen in zahl­reichen Städten zu.

* EinBürgermeister, derin seinem Amtssitz keine Wohnung findet! Dieses Novum hat die 2000 Einwohner zählende Kreisstadt Worbis aufzuweisen. Es herrscht hier eine Wohnungsnot, daß sogar das Stadt­oberhaupt keine passende Wohnung finden kann und wahr­scheinlich gezwungen sein wird, nach einem Nachbar­orte überzusiedeln. Auch ein zum 1. Juli nach dort versetzter Königlicher Beamter kann keine passende Wohnung finden und bemüht sich deshalb, seine Versetzung rückgängig zu machen. Nach Lage der örtlichen Verhält­nisse ist auf eine Zunahme der Baulust nicht zu rechnen.

"Wieder ein Eisenbahnunglück. Zwischen den Stationen Neupaka und Belchrad (Böhmen) entgleiste durch bisher noch nicht ermittelter Ursache ein zwischen Trau- tenau und Prag verkehrender Personenzug. Ein Postbeamter wurde getötet, vier Eisenbahnbedienstete und ein Reisender wurden schwer, 17 Personen leicht verletzt.

Bei einer Säbelmensur verwundet wurde un­weit der Statioy Eichkamp im Grünewald der sind. rer. techn. K. aus Charlottenburg. K. hatte einen Kommilitonen unter scharfen Bedingungen auf Säbel gefordert, weil dieser eine dem Herrn K. nahestehende Dame schwer beleidigt haben soll. Beim ersten Gang wurde K. durch einen Hieb in die linke Schulter kampfunfähig gemacht und in eine Pcivatklinik gebracht.

* Ein Duell des jungen Milan. Wie aus Klauscnburg berichtet wird, fochl dort der natürliche Sohn König Milans, Georg Obrcnowitsch, der das dortige re­formierte Gymnasium besucht mit dem Studenten der Jurisprudenz Eugen Fodor ein Säbelduell aus. Der junge Milan holte sich dabei eine glatte Abfuhr, er wurde am Kopfe, an der Schulter und an der Brust leicht ver­letzt. Die Veranlassung zu dem Duell war ein Wort­wechsel in einem Kaffeehause. Auf die Nachricht von dem Duell ist der Vormund des jungen Obrenowitsch, Graf Eugen Zichy, sofort nach Klausenburg abgereist.

San Franzisko, 5. Ium. Gestern abend 11 Uhr 50 Minuten wurde ein heftiger Erdstoß verspürt, der jedoch keinen Schaden anrichtete.

Bern, 4. Juni. Das Initiativkomitee für den Berner Alpendurchstich als Zufahrt zum Simplon hat mit 53 Stimmen beschlossen, den Staatsbehörden ein Löschberg­projekt mit 2710/00 Steigung, elektrischem Betrieb und zirka 14 km langen Tunnel zur Ausführung zu empfehlen. Für die Finanzregierung und die Ausführung desselben ist mit einem französisch-schweizerischen Finanz- und Unternehmer«» konsortium ein Vertrag unterRatifikationsvorbehalt abgeschlossen worden. Die bernische Regierung wird binnen kurzer Zeit diesen Vertrag dem Großen Rate zur Annahme vorlegen und die Gewährung einer bernischen Staatssubvention in Höhe von 171/, Millionen Franken beantragen.

* Eine der seltsamsten und gewagtesten Wetten, die je abgeschlossen wurden, ist dec in Chicago lebende Professor Adolf Glück eingegangen. Er hat sich verpflichtet, ein ganzes Jahr hindurch ohne irgendwelche Rück­sichtnahme nichts als die reine, unverfälschte Wahrheit zu sagen und jede Lüge, auch die konventionellen, zu vermeiden. Obendrein will er jede Woche 36 Stunden hintereinander fasten, keinerlei Vergnügungen aufsuchen, nur ungekochte Nahrungsmittel genießen und sich in seinen Reden einer möglichst knappen Ausdrucksweise bedienen. Für den Fall seines Unterliegens hat er sein auf 25 000 Dollar bewertetes Haus seinem Nachbarn R. Jones verschrieben.

* Hungersnot und Seuchen in Asien. Der Vize­könig von Indien meldet: In zahlreichen von der Hungers­not heimgesuchten Distrikten ist Regen gefallen. Die Getreide- preife fallen oder halten sich auf der seitherigen Höhe. Die Zahl der Personen, welche Unterstützungen empfangen, beläuft sich auf 463 000. An vielen Orten herrscht die Cholera. In Dschidda sind bisher 11 Pestfälle vorgekommen, von denen einer tätlich verlief.

A^iversitäts-NQchrrchten.

Der Professor enprote st gegen d i e preuß. Schulvorlage. Wir sind in der Lage, über die Proteste gegen den Entwurf des Volksschulgesetzes genaue Mitteilung zu machen. Zur Untei-zeichnung der Liste waren aufgefordert 2500 Hochschul­lehrer (ordentliche und außerordentliche Professoren, nicht Privat- dozenteu; von Theologen nur einige wenige). Von diesen haben d59, also mehr als ein Drittel unterzeichnet. Darunter sind 690 Universitütsprofessoren, die übrigen (169) von technischen Hochschulen unb den Akademieen Frankfurt a. M. und Posen. Unter den Uni­versitätsprofessoren sind 29 J preußische lBerlin 49, Bonn 33, Breslau 19, Göttingen 35, Greifswald 18, Halle 28, Kiel 30, Königsberg 33, Marburg 34, Münster 12), 400 außerpreußische (Erlangen 15, Freiburg 39, Gießen 34, Heidelberg 64, Jena 33, Leipzig 66, München 33, Rostock 17, Straßburg 47, Tübingen 31, Würzburg 21).

Berliner Studenten haben den Versuch unternommen, akademische Studien führte n n a ch Griechenland u n d I t a l i e n zu veranstalten. Diese Fahrten sind nicht etwa für Archäologen gedacht, sondern in der Weise, daß jeder, der sich für eine solche Reise interessiert, diese Gelegenheit wahrnehmen sollte. Auf vielseitigen Wunsch können sich auch Dame n daran beteiligen. Maßgebende Persönlichkeiten, wie Professor Dörpfeld, haben ihre Unterstützung zugesagt Der Privatdozent Dr. Marcun von der Universität Neapel wird die Herrschaften begleiten. Es sind zwei Reisen von je 25 Tagen, Anfang und Ende August ge- vlant. An jeder Fahrt sollen etwa 100 Personen teilnehmen. Von Berlin aus geht die Reise (2. Klasse) über Luzern bis Genua, dort nimmt eine für die Fahrten gecharterte Salonyacht die Reisenden auf. Die weitere Reise geschieht ausschließlich zu Master. Nach mehrtägigem Aufenthalt in Rom geht es nach Neapel, Pompeji, die neuesten Laoafelder des Vesuv, wahrscheinlich unter Führung von Professor Matteucci, dem Leiter des Vesuvobservatormms, Capri, Taormina (Sizilien) usw. Damr nach Olympia, Athen, Delphi, Corinth, die alten Königsstädte Tiryns und Mykenae werden besichtigt. lieber Ithaka, Corfu, Cattaro (Dalmatien) schließlich nach Venedig. Bei der Fülle und Qualität des Gebotenen ist der Preis von Mk. 630, worin alles inbegriffen ist, niedrig. Auskünfte durch Johannes Heinze, cand. phil., Berlin C 54, Allo Schönhauserstraße 43/44.

Arbeiterbewegung.

D i e S t a a t s a n w a l t s ch a f t i n Frankfurt a. M. belegte den Streikfonds des Senefelder-Verbandes der Litho- graphen-Ge Hilfen mit Beschlag.

S t. I o h a n n a. d. S a a r, 5. Juni. In den Saarstädten traten heute morgen 800 organisierte Bauhandwerker in den A u s st a n d.

B e r (i n, 5. Juni. Eine Massen-Kündigung erfolgte beim statischen A m t an 58 Hilfsarbeiter. Unter den Be­troffenen sind viele schon mehrere Jahre beim Statistischen Amt tätig und hofften, in nicht allzuserner Zeit die definitive Anstellung zu erhalten.

H a in b u r g, 5. Juni. Die Speichereiarbeiter traten in eine Lohnbewegung ein unb beschlossen, die Sperre über die Betriebe zu verhängen, welche die Forderungen nicht bewilligten.

Breslau, 5. Juni. Wie dieBrest. Ztg." meldet, wurde in der gestrigen Versammlung der gewerkschaftlich organisierten S ch i f f e r beschlossen, von einer weiteren Fortsetzung desStreiks A b st and zu nehmen und die Arbeit unter der Voraussetzung wieder anfzunehmen, daß von den vereinigten Reedereibesitzern ihrem Versprechen gemäß jeder mit seinen eigenen Leuten wegen der gestellten Lohnforderungen in Unterhandlungen treten werde.

gpielploK der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus.

Donnerstag den 7. Juni"):Das Glück." Hierauf:Flauto solo. Freitag den 8. Juni, abends halb 8 Uhr:Der Zigeuner­baron." Samstag den 9. Juni:Hoffmanns Erzählungen." Sonn­tag den 10. Juni:Der Freischütz." Montag den 11. Juni, abends halb 8 Uhr:Die Fledermaus."

Schauspielhaus.

Donnerstag den 7. Juni *):Flachsmann als Erzieher/ Frei­tag den 8. Juni:Ter Raub der Sabinerinnen." Samstag den 9. Juni:Mamsell Nitouche." Sonntag den 10. Juni, nachmittags halb 4 Uhr:Mamsell Nitouche." Abends 7 Uhr: Shakespeare- Zyklus. 2. Abend.Othello." Montag den 11. Juni: Festvorstellung anläßlich der Juni-Festtage zu Franksurt a. M.:Wallensteins Lager." Hierauf:Die Piccolomini."

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

HanrMeir-Nachricbten.

Verlobte. Einilie Aletter, Bad-Nauheim, mit Herrn Alex Wolf, Posen. Kätchen Colloseus, Marburg, mit Herrn Georg Röhre, Frankfurt. Lina Rech, Hachenburg, mit Herrn Adolf Schellhase, Erbach im Westerwald. Rosa Blum, Marburg, mit Herrn Jakob Eckstein, Eschweiler. Johanna Schmitz, Wetzlar, mit Herrn Gustav Knirsch, Ehrenbreitstein. Geburten. Ein Sohn Herrn Albert Strauß und Frau, Marburg. Gestorben. Fran Maria Nestel geb. Wallenfels, Großh. Palaisverwalters-Witwe, Darmstadt. Herr Johann Zerfas, Marburg. Herr Alfred Pittschaft, Marburg. Herr Privatier Bernhard Lucas, Marburg. Frau Elisabeth Breit­stadt geb. Kapp, Bürgermeistersmitwe, Hassenhausen.

Für Blutarme, Nervöse 1984

<Welzen-Lecithin-EIWEISS).

° fctKiöpves -UUClUil Tägliche Ausgabe ca. 25 Pfg. In Apotheken, Drog. Wissenschafti. Literatur kostenfrei.

Dr. Volkmar Klopfer, Dresden-Leubnitz.