Ausgabe 
6.6.1906 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Erstes Blatt

Mittwoch 6. Juni 1906

Ile ÜeuLige Yummer umfaßt 10 Seiten.

in das Land, welches

14 225 Stück, auS Oesterreich-Ungarn 935 Stück, diesen beiden Ländern ist eine Einfuhr statthaft.

Nur aus

Wie die

156. Jahrgang

Mrehe und Schule.

Allgemeiner deutscher Lehrertag.

Unter Beteiligung von über 5000 Lehrern und Lehrer­innen aus allen Teilen des Reiches und zahlreichen Gästen auS Oesterreich, Siebenbürgen, der Schweiz und Rußland trat am Pfingstsonntag in München der Deutsche Lehrertag zu seinen Verhandlungen zusammen, deren Hauptpunkte zwei brennende pädagogische Fragen, die Simultan sch ul- und die Lehrerinnenfrage bilden. U. a. hat auch die Großh. Hess. Ministerialabteilimg für Schulwesen einen offiziellen Delegierten entsandt. Nur die preußische Staatsregierung ist merkwürdigerweise uuvertreten. Die Tagung begann mit der Eröffnung von vier Schulausstellungen. Der erste Tag brachte zunächst die nichtöffentlichen Sitzungen des Preußischen Lehrer­verems. Es handelte sich in dieser Versammlung in der Hauptsache um die veränderte Stellungnahme gegenüber dem in diesen Tagen vom preußischen Abgeordnetenhause ange­nommenen preuß. Schulgesetz, gegen das im Dezember v. I. der dritte preußische Lehrertag in Berlin eingewendet hatte, daß es nicht geeignet sei, die bestehenden Unzu- träglichkeiten auf dem Gebiete der Schulunterhaltung zu beseitigen und andererseits die von der Mehrheit der deutschen Lehrerschaft bekämpfte Konfessionsschule zur Regel, die Simultanschule zur Ausnahme mache, überhaupt zwei grundverschiedene Dinge: die SchulunterhaltungSpsticht und die Konfessionalität mit einander verquicke.

engstverbrüdert ist mit unserem allergnädigsten Herrn und Kaiser. Ich bin überzeugt, daß Sie, meine Herren, welche diese Fahrt mitmachen, mit besonderer Freude in das uns benachbarte und verbündete österreichische Gebiet einziehen werden. Es gereicht mir zur besonderen Freude, daß ich die drei Klubs, den Kaiserlichen, den Bayerischen und den Oester- reichischen Klub, gerade unter diesem uns so sympathischen Gesichtspunkt hier begrüßen kann. Ich persönlich, meine

vorstehenden Zahlen beweisen, hat aber Oesterreich- Ungarn da§ ihm durch die neue Veterinärkonvention zu- gestandene Einfuhrkontingent fast gar nicht aus­genutzt und Rußland hat sein Kontingent nur teilweise ausgeuutzt. Der Grund hiervon liegt nicht in der Erhöhung des Zolles, sondern in dem außerordentlich niedrigen Stande der Schweinepreise in Deutschland. Der Zoll beträgt nach den neuen Handelsverträgen 9 Mk. für einen Doppelzentner Lebendgewicht, während er vorher 5 Q)if. für das Stück betragen hatte. Der Preisunterschied ist aber zum Teil größer als der Zoll, so stehen die Berliner Schweine­preise jetzt hinter den in Wien gezahlten Preisen um 17,60 Mk. für 100 Kilogramm zurück. Unter diesen Umständen ist es erklärlich, daß aus Oesterreich-Ungarn keine Einfuhr in größerem Maßstabe erfolgt ist.

Jas Krröonrer-Rermeu.

i.

Eine Rede des Prinzen Heinrich.

Frankfurt a. M., 5. Juni.

Heute mittag fand in den Räumen des Frankfurter Automobilklubs eine Frühstückstafel für die Teilnehmer an dem Herkomer-Rennen statt, an welcher SS. KK. HH. der Großherzog von Hessen und Prinz Heinrich von Preußen teilnahmen. Nachdem "der Vorsitzende des Frankfurter AiitomobilklubS, Eduard Engler, mit überaus herzlichen Worten die hohen Gäste begrüßt und ein Glas dem Kaiser geweiht hatte, ergriff Prinz Heinrich das Wort zu einer Ansprache, in der er drei wichtige Punkte hervorhob: 1) die Bedeutung der Herkomerfahrt, 2) die Fahrt durch das verbrüderte Oesterreich und 3) die Bedeutung der getroffenen Ordnungsbestimmungen. Von dem Sprichworte ausgehend: ,Ozeane trennen nicht, Ozeane ver­binden", führte Prinz Heinrich aus, das Motorfahrzeug, sei es sportlichen, sei es zu industriellen oder zu anderen Zwecken, ist das Fahrzeug der Zukunft. Bei der Herlomerfahrt ver­einigt uns die Gemeinsamkeit der Interessen des Automobilis- mus; es werden dabei aber auch die Herzen und die Menschen von Nord und Süd miteinander verbunden, eine Tatsache, die wir nicht freudig genug begrüßen können. Denn unsere Fahrt geht über die Grenzen Deutschlands hinaus, wir gehen zu dem Nachbar, mit dem wir freundschaftlich

verbrüdert sind. Wir gehen

staatsmännische Bestimmung. Aus der Wahlrechtsrebe des jweuß. Ministers sprach in der Tat nicht der Ressortchef, andern der Stellvertreter des Ministerpräsidenten. Preußen wird sicherlich eines TageS alszu klein" befunden werben für die Staatskunst des Herrn v. Bethmann-Hollweg. Ob man ihn als Nachfolger des Grasen Posadowsly dereinst im Reichstag tv-iedcrfinden wird, bleibt abzuwarten. Schon einmal, vor neun Jahren, ist es in der stillen Sommerzeit zu einem bedeutsaimu Personenwechsel in der Negierung gc- iommen, eben bamal», als Herr v. Bötticher nach Sachsen ging. Sollte die demnächstige ÄLcubesetzung des dortigen Oberprüsidiums wiederum so weite Kpei.se ziehen?

Ius niue Österreich.sche Kabinett.

Ein Pfingstlabinett! Möge der Geist der Erkenntws und des guten Nates über dies Kabinett kommen! Frhr. v. Beck übernimmt in ihm nur das Präsidium. Wenn etwas seine parteipolitische Richtung kennzeichnet, so ist es der Umstand, daß Hofrat Dr. v. Marchet, ein durch­aus liberaler Mann, sein langjähriger Vertrauter, zum Unterrichtsminister ernannt wurde. Dr. Bienerth, ein so ziemlich konservativer Politiker, wurde dieses Postens enthoben und aus die wichtigere Stelle des Ministers des Innern versetzt. Was überhaupt an deutschen Mi­nistern ins Kabinett trat, ist liberal: Prade, der deutsche Landsmannminister, gehört der deutschen Volks­partei an, D e r s ch a t t a, der Eisenbahnminister, ist Führer der Deutschnationalen Steiermarks und des Reiches, Libe­raler durch und durch, allerdings mit einem antisemitischen Einschlag; Dr. Klein, der Justizminister, ist, wie man in Wien sich ausdrückt, ,^Ju den liberaler". Der bisherige Handelsminister, jetzige Ackerbauminister, Graf Auers­perg, war besonders als Vertreter der großindustriellen Interessen in seiner kurzen bisherigen Ministerlauföahn ausgetreten. Er steht jedenfalls den Liberalen näher als den Konservativen. Ein konservatives Gegengewicht bildet außer Bienerth Gras DzieduSzycki, ein hochkonser­vativer Vertreter des polnischen Lldels, der neue polnische Landsmannministcr, und wohl auch der neue Eisenbahn­minister, Dr. Wittold Ritter v. Korytowski. Tie tschech. Minister Forscht, der neue Handelsminister (bisher Sek- tionsches im Eisenbahn Ministerium) und Pacat kann man kaum parteipolitisch einschätzen, sie sind nur Tschechen.

Dem Kabinett sind eigentlich nur eine negative und zwei positive Aufgaben gestellt: schleunigste Durchführung der Wahlreform, Revision des gesamten Ausgleichs, und zur Erreichung beider Ziele Nichtvcrhandlung der natio­nalen Fragen. Die Wahlreform soll durchgeführt werden, erklärte Baron v. Beck allen Parteiführern, die ihn fragten. Das; sie nun durchgeführt werden kann, ist sicher, da so- wohl Polen als Tschechen und Deutsche in diesem Ministe­rium vertreten sind. Darum ist ja auch das Kabinett halb parlameutarisiert worden, nicht ganz; benit es ist nicht ge­lungen, über die Besetzung einzelner Ressorts eine Verstän­digung der Parteien herbeizuführen.

Tie wichtigste Frage ist aber: Wird dies Kabinett ein­heitlich gewillt fein und vor allem die verbürgte Vollmacht haben, eine Revision des Ausgleichs mit Ungarn unter voller Wahrung des österreichischen und des gesamten Interesses der Doppelmonarchie durchzuführen und bis da­hin alle Maßregeln gegen Ungarn zu ergreifen, die uns derungarische" Zolltarif jetzt zu ergreifen die Freiheit gegeben hat, selbst dann, wenn wir formell nicht einen österreichischen" Zolltarif haben? Hat das Kabinett diese Bürgschaften oder nicht? Und wenn ja, wird die Kraft haben, das durchzusetzen? Dafür ist es seine dritte Aufgabe, die nationalen Fragen jetzt beiseite zu stellen, sie also and) Lei der Wahlreform auszuschalten. Das halbparlamen­tarische Kabinett Beck ist das erste nationale Koalitions- labinett in Oesterreich- das erste Kabinett, in welchem Deutsche, Tschechen und Polen gemeinsam vertreten ftnb. Dieses Unikum möge auch das Unifiun zeitigen, daß sich die Vertreter der drei führenden Nationen im Kabinett vertragen! Schwer genug wird dies werden; denn die Wahl­reform bietet flippen genug, die Tschechen wollen in der Opposition bleiben, und ihr Eintritt soll durchs das Ver­sprechen erkauft worden fein, daß das neue Kabinett die Verstaatlichung der böhmischen Landeseisenbahnen und die Wasserstraßenfrage in Angriff nehmen werde. Wie der deutsche Abg. Terschatta (Eisenbahnminister) und der Tscheche Forscht (Handelsminister) fidj einigen werden, ist noch nicht abzusehen, zumal auch bei der dringlich ge­wordenen Nordbcchnverftaatiichung die nationale Frage, be­sonders bei der Beamtenanstellung, mit im.Vordergründe ^Sie Christlichsozialen haben sich geweigert, in das Kabinett einzutreten; sie vermissen die Bürgschaften, daß qcqcn Ungarn die nötigen Vollmachten und die notige Kraft haben wird, und halten es für geboten, das Ministe­rium scharf zu machen, was sie selbst in der Opposition wirksamer besorgen fönnen als durch einen Vertreter im Kabinett. Deshalb begrüßen sie es auch, daß vom Zentrum nicht Dr Ebeuhoch eintrat. Für die Christlichsozialen dürste übrigens die Stunde nicht mehr fern fein, wo audfjie zur Regierung berufen werden. Das allgemeine Wahlrecht muß sie zur stärksten deutschen Partei machen. Dann muß ein deutscher Minister wenigstens ihren Rechen entnommen werden, iueun ein parlamentarisches Kabinett auch fernerhin an der Spike der Regierung stehen soll. Man nennt heute schon den F-ürsten Aloys Liechtenstein.

Aus Wien wird uns geschrieben:

Baron Beck erfreut sich der besonderen Freund­schaft des Thronfolgers, und Erzherzogs Franz Ferdinand ist das möge im Gegensatz zu gewißen Ausstreuungen festgeftellt werden ein durchaus deutsch gesinnter Fürst und überdies am ganzen Wiener Hofe der schärfste Gegner der magyarischen Separatwns- ßClU2ie Frage ist die, ob sich der Eintritt deutscher Parlamentarier in das Ministerium Beck als Segen oder als Fluch erweisen wird. Vermögen es die Prade, Derfchatta und Marchet durchzusetzen, daß der Kamps mit den Ungarn bis zur letzten Konsequenz, bis zur gänzlicyen Niederringung des Magyarentums durchgefochten imrd, ober Annen sL es zu einem ehrlichen Vergleiche.bringen, bei dem Oesterreichs politische und wirtschaftliche Jnteresjeu

Nr. 130

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal itt der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brübl'schen Un werb-Buch» u. Stern» bruderet. R. Lange. Redaktion, Expedition und T)ruderet:

Schulstraße 7.

Redaktion 112

Verlag u.Exocd.

Adresse für Deoeschen: Anzeiger Gießen.

KrisenLerüchte.

R. Berlin, 5. Juni.

Nachdem nunmehr feststeht, baß der Oberpräsident der Provinz Sachsen, der ftühere Staatssekretär des Innern v. Bötticher, im Laufe des Sommers aus dem Amt scheiden wird, interessiert die Frage nach seinem Nach­folger. Es ist öfter vorgekommen, daß Mitglieder der Regierung, auch der Reichsverwaltung, in die Provinz verschrieben" wurden, und hier spielten dann zumeist be­deutsame innere Gründe eine Rolle. Herr v. Bötticher selbst war bekanntlich durch einen fast beispiellos scharfen Angriff des Abg. Richter im Reichstag zu Fall gebracht worden. Jetzt erhält sich Abstreitungen m Trotz das Gerücht, eine Reichstagsrede drohe auch dem Grafen Posadowsky im Sinne desSachsengangs" ver­hängnisvoll zu werden, nämlich feine eigene Stellungnahme zur folgenschweren Rede des Obersten v. Deimling. Der

kommende Mann für das Reichsamt des Innern fei der preußische Minister des Innern, v. Bethmann-Holl- w e g. Was zunächst die Art der Inschutznahme des Obersten

v. Deimling durch Len Grafen Posadowsky betrifft, so ist dagegen wohl unter keinem Gesichtspunkt etwas einzu- wenden. Auch Fürst Bülow hätte sich in diesem Falle schwerlich anders äußern können. Andererseits hat die ver­flossene Reichstagssession erwiesen, daß Graf Pojadowsky je länger, umsoweniger mit den Konservativen im Einver­nehmen sich befindet, denen ein gewisser politischer Einfluß nachgesagt werden muß. Es sind die preußischen Konser­vativen der Richtung Graf Limburg, Graf Kanitz, v. Olden­burg, denen die Sp^ialpolitik des Grafen Posadowsky, besonders sein sozialreformatorischer Eifer, nicht gefällt. Ter Staatssekretär, ein Freund des gesunden politischen Fortschritts, kennt seine Gegner, imb er gab ihnen zu ver­stehen, daß er durchaus nicht am Amteklebt", sondern willens ist, unverzüglich seinen Platz zu räumen, sobald sich eine Meinungsverschiedenheit zwischen ihm und dem Kanzler herausfdclU. Es herrscht nun zwar anscheinend auch jetzt noch volles Einverständnis unter beiden Staatsmännern, aberUnstimmigkeiten" stellen sich im politischen Leben zuweilen ein, wie der Blitz aus heiterem Himmel. Bisher hat es zweifellos an einem geeigneten Ersatzmann für den Grafen Posadowsky gefehlt, mit Herrn v. Beth- mann-Hollweg ist jedoch eine Persönlichkeit in die preußische Regierung eingetreten, deren erste Parlamentsrede schon gewissermaßen die Legitimation darbot für eine größere

Die deutsche Schweinc-Eivfuhr

hat im März und April dieses Jahres, also in den ersten zwei Monaten nach dem Inkrafttreten deö neuen Zolltarifs, 15 242 Stück betragen. Davon kamen auS Rußland

genügend gewahrt bleiben, so wäre die Parlamentarisierung des Kabinetts Beck sicher mit Freude zu begrüßen. Setzen wir aber den anderen Fall, daß man die drei Deutschen nur deshalb mit Ministerportcseuilles bedachte, um, nach echt österreichischer Weise, den ersten Sturm zu beschwi/ch- tigen und bann unter dem Deckmantel einer Firma mit deutschen Teilhabern den Slaven allerlei nationale Konzessionen zu gewähren, damit sie Ja und Amen sagen zu dem voii der Krone mit den Magyaren ae- schlossenen Palle. Was bann? Schon einmal haben die Tschechen beim 1897er Ausgleiche für das Linsengericht der Badenischen Shrachenverordnungcu unseligen Angedenkens die wirtschaftlichen Interessen Eisleichcmiens an Ungarn preisgegeben!

Es war jedenfalls ein folgenschwerer Schritt sowohl für ihre Frattionen, als für die Monarchie selbst, daß die Herren Prade, Derschatla und Marchet die Exzellenztitel anncchmeii, denn erweist sich das Ministerium Beck nur als eine Falle sür die Deutsck-Oesterreicher, dann tvürden die deutsche Volks- und die deutsche Fortschritts­partei von der Entrüstung der Wählerschaft weggefegt werden und als lachende Erben kämen die Ehcistlichsozialen und die Alldeutschen an die Reihe, der radikale Flügel der deutschen Sintern Die jüngsten politischen Ereignisse haben diese beiden Parteien einander ziemlich nahe gebracht, und die bisher streng schwarz-gelbe chriftlichsoziale Partei nimmt jetzt gegen die Krone eine Stelle ein, bie bem Radikalismus her Alldeutschen nicht mehr viel nachsteht. Wird aber ein­mal erst in Wien die schwarK-weiß-rote Fahne entfaltet, dann finis Austria! Wenn also sein Ehef ein falsches Spiel treibt, dann kann das Kabinett Beck der Anfang vom Ende iveroen!

Neue SHulscyifst.

Von besonderer Seite wird un§ geschrieben:

Die Meldung von der beabsichügten Heranziehiing der großen Kreuzer der Hertha-Klasse zu Seekadetten- und Schiffs- jungen-Schulschiffen an Stelle der altgebienten Kreuzer- fregatten desStosch"-Typs kann nicht überraschen. Nur unbedingt seetüchtige und wenigstens halbwegL mobecne Fahr­zeuge dürfen Verwendung finden bei der Heranbildung des seemännischen Nachwuchses. Wenn aber der Fortfall der Takelage bei dem Umbau derHertha"-Kreuzer als wahr­scheinlich bezeichnet wird, so sind wohl Zweifel am Platze. Für das Segel ist auf den modernen Kriegsschiffen allerdings fein Naum mehr, aber für die seemännische Ausbildung wird das Segelexercitium stets seinen Wert behalten. Die Eng­länder und Japaner wissen das und bleiben bei der Takelung ihrer Kriegs-Schulschiffe. Die Ueberweisung von Segelyachten an die Kadetten- und Schiffsjungen-Verbände kann keinen vollen Ersatz bieten. Auf großer Fahrt, wie bei den Schul­schiffen der HandelSniarine, muß die Kenntnis der reinen Seemannschaft erworben werden. Das Segelexercitium hat sein Teil beigetragen zu der allseitig anerkannten Leistungs­fähigkeit der deutschen Marineofftziere, deshalb wird man die altbewährte Ucbung wohl auch auf den neuen Schulschiffen fortsetzen.

®TT^' ® 75$L.otfrtel-

Greßener Anzeiger General-Anzeiger * * * * v _ , v den Doltl. und aflgem.

Amis- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MGs

_______ ' " zeiqenteil: L>anS Beck.