Danksagung
Giessen, den 29. Dezember 1900,
Familie Unverzagt
7663
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen, schweren Verluste sowie wie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagt innigsten Dank.
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09273
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank.
Hiermit die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen bat, meinen teuren Gatten, unseren innigstgeliebien Vater, Grossvater und Schwiegervater
Herrn Eiarber
Schmiedemeister
nach langem, schweren Leiden im 68. Lebensjahre zu sich zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten
Die trauernden Hinterbliebsnen-
Lollar, Krofdorf, Oberbruch bei Dremmen, den 29. Dezember 1906.
Die Beerdigung findet Montag, den 81. Dezember, 3 Uhr nachm. in Ldllar vom Sterbehause ans statt
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Wetter
Bed. Hinimel
gen.
Herberg.
Höchste Temperatur am
Qiicbriflfte „
0,88 C.
4,6° C.
28. Dezember 28.
Cum.ne 14 (7) 10 (7j 1 d .
Anm.: Tie m Mlonunent flcfcijien Zifterii geben an, wie viel der TodesläUe ui der beuehenben Strantbeii auf von auSrvarlS nach (Bieuen gebrachte Rranfe kommen.
Metcorolofliscbe Beobachtungen
der Station Gießen.
Lctaiinlmachuiist.
In der Zeit vom 22. bis 29. Dezember 1906 wurden in hiesiger Stadt
gefunden: 1 Spazierstock, 1 Teil eines goldenenManschetten- knopis und 1 Herrenuhr (gesunden am 23. November 1906);
verloren: 1 goldener Kneifermit Anhängekettchen, 1 goldene? Armband (rotgold) und 1 Gesangbuch mit Schloß (gezeichnet .Elise Engelhardt").
Tie Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.
Gießen, den 29. Dezember 1906.
ölötnitlkfl fbrrliftt der (tchcsfällr in ttr Klatt Littzkv
51. Woche. Vom 16. bis 22. Dezember 1906.
Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 linkt. 1600 Mann Militär) Lterbttchteitsziffer: 24,66
nach Abzug von 7 Ortsiremden: 12,33’/co.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im »om
1. Lebenchahr: 2.—Io. Jahr
Original-Orahtmel-ungen.
(sd.) Fraiitsurt a. M-, 29. Dez. Wärter
durch gegangen ist aus dem hiesigen ^cmplbahnhos g-rau Katharine Heine, die vor zwei. Monaten von dec Straf, tannncr wegen Verbrechens gegen das keimende Leben zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Sie sollte gestern nach einer anderen Strafanstalt gebracht werden,
verstand eS aber, ilyren Begleiter zu täuschen. Man glaubte, daß die Heins sich nach Darmstadt gewandt habe, jedoch blieben die alsbald dort angssiellten Ermittelungen ohne Ergebnis. ~„
Köln, 29. Dez. Nachrichten aus Sud-Sch antung besagen, daß dort das Räuberunwesen stark zunimmt. Banoen von mehreren hundert Mann l-aoen den Regulären förmliche Schlachten geliefert. Meistens waren die Räuberbanden siegreich. Sie fütb mit ausgezeichneten Waffen neuester Aunstruition versehen. Die Regierung geht scharf gegen die Banden vor. Zahlreiche Räuber wurden hingerichtet.
Madrid, 29. Dez. Die Zeitungen von Castellone veröffentlichen schwere Beschuldigungen gegen die Schwestern des dortigen Mosters. Sie werfen ihnen vor, eine ganze Anzahl von Personen gewaltsam in dem Kloster zurückzu halten. Unter anderem wird der Fall einer Pensionärin anaeführt, für deren Wiedersreilassung die Schwestern 40QC0Ü Pesetas verlangen.
Nom, 29. Dez. Verschiedene b;im Vatikan akkreditierte Gesandte, darunter die von Spanien, Oesterreich, Rußland und Belgien haben dem Vatikan die Antworten ihrer Regierungen a u s d i e Note des Papstes über die Ausweisung Montagninis aus Paris zugestellt. Man glaubt, daß alle Antworten in einer einfachen Empfangsbestätigung der Protestnote bestehen und keinerlei Kommentar enthalten.. Der Vatikan, welcher zuerst beabsichtigte, die Noten der Mächte zu veröffentlichen, hat infolgedesten diesen Plan aufgegeben.
Wien, 29. Dez. Mit der bekannten Wechselgeschichte der Prinzessin Luise von Koburg hatte sich das Zivil- Landesgericht zu beschästigen. Es verhandelte die Klage des Grasen Rudolf Fcstelic gegen die Prinzessin wegen einer angeblichen Sch u l d von loOCOO Fr. Die Vertreter der Prinzessin machten geltend, daß sie bei Ausnahme des Darlehens nut 55 000 Fr. in bar erhalten habe. Das Verfahren gegen den Grasen Fcstetic wegen Wuchers wurde zwar eingestellt, die Prinzessin aber nur zur Zurückzahlung von 55 000 Fr. binnen 14 Tagen verurteilt.
Budape t, 29. Dez. Mehrere Blätter wissen zu berichten, daß bse hohe katholische Geistlichkeit mit dem latho- lifcheu Hochadiil Ungarns eine Bewegung einieiten wollte, um einen Teil der aus Frankreich ausgewiesenen
Ordens geistlichen in Ungarn anzusiedeln. Ein Wiener Geistlicher kam angeblich nach Budapest, um die Vermittelungen zwischen der ung. Geistlichkeit und dem Papst zu besorgen. Dian ivollte etwa 300 000 Ordensgeistliche hier ansiedelm Der Pmn scheitertean dem Widerstande einiger freisinnigen Geistlichen. Schließlich einigte man sich, höchstens einige hundert französische Geistliche in ungarischen Klöstern und Stiften unterzubringen. Dagegen begann man Gelder zu sammeln, um den Geistlichen, die in Ungarn angesiedelt werben sollten, anderweitig ein Heim zu schaffen.
Belgrad, 29. Dez. Ein allgemeiner Postbeamtenstreik steht in Serbien in Aussicht. Gegen 400 Postbeamten verlassen ihre Posten, weil ihnen ihr Gewalt zu gering ist. Sollte die Regierung die Lage der Postbeamten nicht verbessern, so werden sie am serbischen Weihnachtsfest, wo der Verkehr am größten ist, die Arbeit einsiellcn._ _
Die nach- Aor7fn sind Sonntag;, den 30. Dezbr. von siebenden taVltilU 12 Uhr miltay;» bis 12 Uhr nachts sicher anzatreiren. IDm/j.
Dr. Geyer, Seltersweg 64. — Dr. Klein, Ost-Anlage 8*.
_____________l>r. Zin*.««er, Goethestr. 10.__________________ bunntag 4—0 Uiir 206
Nur EEigeü-tapoilteke offen.
Dezember 1906
^Barometer au' 0° reduziert
Temperatur der Lickt
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
28.
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NW
Altersschwäche
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Gegründet 1826,
Telephon 202.
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LMislhcr ArheitöNErscis Eieße«
Gartenstrabe Nr. 2, Zimmer Nr. 2.
soweit nicht höhere Strafen — Gefängnis drei Monaten bis zu zwei Jahren — nach § Reichsgefetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt sind.
2. An bewohnten oder von Menschen besuchten ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern
boten.
Zuwiderhandlungen werden nach § 367 Ziffer 8 des Neichsslrafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bis zu sechs Wochen bestraft.
Wenn Eltern, Vormünder oder andere Personen, deren Obhut Kinder unter 12 Jahren oder sonstige unzurechnungsfähige Personen anvertraut sind, es an der erforderlichenAufsicht haben fehlen lassen und diese Personen während der Zeit, wo sie ohne solche Aussicht waren, eine derartige Uebertretung begangen Halen, so werden nach Artikel 44 des hessischen Polizeislrasgejetzes die zur Beaufsichtigung verpflichteten Personen beim ersten Falle polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfälle bis zu einem Drittelt der auf die Uebertretung selbst gefetzten Strafe belegt.
Gießen, den 10. Dezember 1906.
Großh. Ponzeiaml Gießen.
Herbera.
KrkamilmaHmig.
Betreffend den Verkehr mit Feuerwerkskörpern.
Wir sehen uns veranlaßt, die nachstehenden Bestimmungen zur allgemeinen Kenntnis zu bringen mit dem Anfugen, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, Zuwiderhandlungen un- nachsichtlich zur Anzeige zu bringen.
1. Wer Feuerwerkskörper — Frösche, Kraters, Schwärmer usw. lagern und vertreiben will, hat dazu die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen. DaS Gesuch muß schriftlich elngereicht werden und die Namen und Sorten der betreffenden Feuerwerkskörper, sowie die Angabe der größten Gewichts in enge, bis zu welcher die gleichzeitige Lagerung bezw. Verwendung der Feuerwerkskörper beabsichtigt wird, ebenso die Bezeichnung des Orts der Lagerung enthalten.
Die Abgabe der Feuerw erkskörper an Personen, von denen ein Mißbrauch derselben zu befürchten ist, insbesondere an Personen unter 16 Jahren ist verboten.
Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden nach § 367 Ziffer 5 des Reichsstrafgesegduchs mit Geldstrafe bis zu 150 Mark ober mit Haft bestraft,
tzrtrattMmuHutttz.
Betr.: Störung der öffentlichen Ruhe in der NeujahrSnacht.
Da sich erfahrungsgemäß in der Neujahr snacht und am NeujahrStage häufig Ruhestörungen und Un- gl ückss alle ereignen, bringen wir zur Verhütung von solchen in Erinnerung, daß das Abbrennen von Feuer- werkskörpern sowie dar Schießen auf den Straßen und innerhalb der Hofraiten verboten ist. Insbesondere warnen wir nachdrücklichst vor dem im verflossenen Jahr beobachteten Wersen von Feuerwerkskörpern rc. aus den Fenstern auf die Straße und sogar auf die Passanten.
Gleichzeitig machen wir die Händler mit explosiven Stoffen, Feuerwerkskörpern rc. darauf aufmerksam, daß das 31 b geben solcher Stoffe an Personen, von denen ein Mißbrauch zu befürchten ist, insbesondere an alle Personen unter 16 Jahren, verboten ist (Verordnung für das Großherzoglum Hessen, betreffend den Verkehr mit Sprengstoffen, vom 21. September 1905, § 26), und daß Zuividerhandlnngen gegen diese Vorschrift nach § 367 deS Neichsstrafgesetzbuchs mit Geldstrafe b iS zu 150 Mark oder mit Hast bestraft werden.
Wir werden eine strenge Ueberwachung des Verkaufs von FeuerwerlSkörpern eintreten lassen und für die Regel jeden Verkauf auch an Personen über 16 Jahre zur Anzeige bringen, da der Verkäufer nach den Umständen annehmen muß, daß leldiglich Unfug mit den Sachen getrieben werden soll.
Gießen, den 28. Dezember 1906.
Großh. Pouzeiarnl Gießen.
Herberg.
Zufchneide-Schule.
Unterricht im Zuschneiden der Damen, und Kinder- aarderove, sowie im Eiurichlcn, Ausftecken und Garnieren " teilt nach leicht süßlicher Mctqode, Beginn einrS fiursus täglich Ij. Weinhardt, ausgeb. Lehrerin, (Sjoetbefiraßc 4G, parteecc.7657
Geschäfts-Empfehlungen
U1--I Mteft Vrühl'iÄe Universiläir-Druclerel, Si-Lkll.
Der Doranichlag der Gemeinde Lber-Hörgcru sür^daS Rechnungsjahr 19u7 liegt vom 81. Dezember 1906 an acht ^age lang nur dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei zur Emficht der Interessenten offen.
Ober-Hörgern, den 29. Dezember 1906.
(Lroßh. Bürgermeisterei Lber-Horgern.
Holler.
>Lö können ernge^ellt werden:
3 Schlossen, 1 Schmied, 2 Wagner, 2 Schreiner, 1 Küfer, jüngerer Haukbursche, 1 Tienswiädchen.
Lehrlinge:
1 Schmieds 1 Schreiner, 2 Installateure, 1 Schreiber.
(sd juchen Arbeit: D"/„
1 Schmied, 1 Schlößer, 1 Heizer od. 'Maschinist, 1 Hicksarbeiler, Wagner, 1 Schreiner, ö Wasch- oder Pug'rauen, 1 ’Jiaurer, em Arbeit er, 1 Knulmaiui, 2 Lanurauen, 1 LchreidgehMe.
Zur Wcbllliz non iTicuiaijr^lSiiiitioiiiiidjen tad) Seiitr null Starten, Naifliht W, haben bis jetzt nachvcrzeichnete Herren und Damen der Kleinkinder* Bewahranstalt Gaden zngewendet:
1. rrahnarzt G. W. Koch. 2. Metzgermeister Adol Möhl und Familie. 3. Rentner C. Schwan sen. 4. Prokurist ^lhelm Koser und Familie, ö. Kaufmann Fritz Nassauer und ö"tau. b. ^ckstofter' meifier Stohr Witwe. 7. Weinhandler Küchel und drQu. 8. utabt- rat Jean Kirch und Frau. 9. Fabrikant Stadirat H^rm. Eichenauer. 10. Uum.-Rentamlinann Wetmer und Frau. 11. ^. Hofrat Pro sesfor Dr. Naumann. 12. Ludwig Fielt. 13. Kaufmann ^^rlch Leidet. 14. Pfarrer Frees. 15. Lehrer M. Warner. 16. Real- gymnasiallehrer Albach. 17. Fabrikant tfriebr. ^eonh. Beider sen. 18. Tnettor Toermg. 19. Gymnasiallehrer Hanmann. zO. Siommer- lienrnt Heichelheim. 21. Karl Fetzer. 22. Lchreinermetzter Weigel. 23. Kanzlei-Jnfpektor Frank und Frau. 24 Kirchenrat Dr. ^uman". 2Ö. Pfarrer Serida. 26. ^110^110^1^95.^6^
27. Karl Plank Witwe. 28. Kommerzienrat Heyligenslaedt uiid Stau. 29. Proießor Dr. Winckler. 30. Beigeordneter Eurfchmann. öl. Direktor Pascoe. 32. Kaufmann Benner und Krumm.
Hießen, 29. Dezember 1906.
Der Vorstand der Klein kinder-Vewahranstalt.
v2t>-121 pr. Nanmann, KirUienral.
VmsMiijei
Weiss- und Rotweine Schaumweine
Rum, Arrak, Kognak empfiehlt Christian Wallenfels
17 Marktplatz 1?.
MtUcr WimMlhlvcis Eicßes. Gartenstraße 2, Ztmmer Rr. 2.
(DeschästSItunden von &—1 und von 3—6 Uhr.)
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32 Wokmunqen von 1—7 Zimmern.


