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29/12/1906 Erstes Blatt
 
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156. Jahrgang

Erstes Blatt

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

me vor-

t.

politifcbe Lagesdcbarr.

Tie Londoner politische Weihnachtssensation

ist, tote uns aus der engl. Hauptstadt geschrieben wird, die angeb­liche Kandidatur des Prinzen Arthur von Eon - naught für den serbischen Dhron. Zwar spukt solche Zukunftsmusik vorläufig nur in den Köpfen unzufriedener und in London epilierter Serben, verdient aber immerhin schon des­halb einige Beachtung, weil man auch in ernsthaften englischen Kreisen dem Gedanken nicht ganz abweisend gegenüber steht. König Eduard selbst soll den Plan als unter gewissen

Samstag 29. Dezember 1906

Vezng-pr««», o monatlich 75 ty., viertel­

jährlich Dik. 2.20; durch Abhole» u. ^iveigfteden monatlich 6b Ps.; durch die Post 2)ik. 2. otcrtel- jährl. au6fd)L Bestellg. Annahme von Anzeige» für die Tage4nuiiune» bis vormittags 10 Uhr.

ZeilenpreiS: lokal 12

auSwärtS 20 Pig.

Verantwortlich tüt den poltL und eiligem. Leit: P. Witiko, tüt »Stadt und Üan6* und .lAerichtßsaal'i Ernst Heb. htt den An­zeigenteil: fron8 Pei

Nr. 305

Erscheint täglich

Ouhet SonntaqS.

Kem Gießener )lnzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien» blätter viermal m der

Woche beiqelegL Rotationsdruck tu Ver­la« der Brühl 'lchen Unwers.-Buch-u. Stein- bmderet. flt Lange. Redaktion, Grnföman und ^Tur/rret:

Gchntstratze 7.

Redaktion e=$@ 118 Verlag u.Eroed.^ÄSbl Adresse für Tevet eben:

Anzeiger Wicken.

uns geschrieben:

Die Sozialdemokraten haben mit einer lebhaften Wahl­agitation begonnen und in zahlreichen Orten Wahlaufrufe und Flugblätter verteilt. Am Samstag und Sonntag finden Wahl­versammlungen statt, in denen der Reichstagskandidat Schreiner­meister Bu'sold und Frankfurter Sozialisten sprechen werden. Zwischen den Freisinnigen und Nati onalliberalen ist bisher keine Verständigung zustande gekommen. In Friedberg und Bad-Nauheim verlautet von einer Kandidatur Dr. Strecker, der die Naumcmnsche Richtung vertritt. Dr. Strecker ist durch die Volksbildungsbestrebungen über die Wetterau hinaus bekannt geworden. Sollte der Freisinn auf eine eigene Kandidatur verzichten, so kommen nur Graf Orio la und Busold in Betracht. ' ,

Von anderer Seite wird uns folgendes aus Fr red- berg geschrieben:

Nachdem das Landeskomitee der hessischen Zentrumspartei den Beschluß gefaßt hat, unter feinen Umständen die Kandidatur eines Nationalliberalen zu unterstützen, find die ohnehin schon gefährdeten Aussichten be3 Grafen Oriola noch tiefer gesunken. Es ist nicht ausgeschlossen, daß eine B a n e r n - Kandidatur, etwa die des Landtagsabg. und zweiten Präsidenten der Landwirtschaftskammer B ä h r - Herrnhag AuA- sicht auf größeren Erfolg hätte.

Aus dem Wahlkreis Bensheim ging uns folgende $ ^ie^ Aussichten des bisherigen nattonalliberalen Vertreters Haas, die ohnehin durch Rippel von der Wirtschi. Vereinigung sehr gefährdet sind, werden durch die Gegnerschaft des Zentrums auf ein Minimum reduziert, da Haas sein Mandat bisher nur mit der Unterstützung des Zentrums behaupten konnte. Ob er unter diesen Umständen eine Wiederkandidatur annehmen wird, scheint fraglich. Tie wirtschaftliche Vereinigung hat mit ihrem Kandidaten Rippel die Agitation mit aller Macht ausgenommen. Der Kandidat wird bis zum Tage der Wahl im Wahlkreise täglich Versammlungen abh.rlten. Ta er von der Wirtschaftl. Vereinigung und anderen polit. Gruppen durch rednerische Kräfte unterstützt wird, scheint es zu einem sehr lebhaften Kampf zu kommen."

Tas von der Deutschen (nati.) Partei vorgeschlagene Zusammengehen der Teutschen Partei, der Demokra­ten, des Bauernbundes und der Konservativen bei den Reichstagswablen in Württemberg ist gescheitert.

Tie offizielle Aufstellung Roerens als Kandidat für Sa arlouis-M erzig seitens der Zentrumspartei ist erfolgt.

montanisrnus waren. Durch Geistesfreiheit ist Deutschland zu volitischer und kultureller Größe emporgestiegen und nur durch Geistesfreiheit wird Deutschland auf der eingenommenen Höhe sich erhalten. Unsere staatliche Souveränität muß vor feder fremden Einmischung geschützt fein, und mit aller Energie wenden wir uns deshalb gegen eine auswärtige Macht, die, wie ihr Ab­gesandter, der Kardinal Vmnutelli, noch jüngst auf dem Essener Katholikentage erklärte, sich das Recht anmatzt, in politische, soziale und bürgerliche Verhältnisse, soweit sie mit Religion zusammen- hängen, autoritativ einzugreifen. Heute schon haben diese Be- sttebungen, wie jüngst durch die Kvlonialdebatte im Reichstags bewiesen ist, zu dem für unser deutsches Volk tief beschämeirdenj Zustande geführt, daß eine ultramontane Nebenregierung besteht, die sogar der Rechtsprechung in den Arm zu fallen wagt. Die Wähler haben es in der eigenen Hand, an der Wahlurne die Zenttnmsherrschaft zu brechen.

Mancher dieser Sähe nimmt sich eigenartig au8 in einem Blatt, das so oft die Weisheit und Staatskunst deS Zen-, trums gepriesen hat, aber bisher ist noch von keiner ein­zigen autoritativen Persönlichkeit ausgesprochen worden, daß die Regierung mit dem Zentrum gebrochen hat. Die Konservativem und derBund der Landwirte" halten, mit vereinzelten Ausnahmen, der agrarischen Inter­essen wegen am Zentrum fest, und so ist dafür gesorgt^ daß das Zentrum seine ausschlaggebende Stel­lung auch im neuen Reichstag behalten wird.

Das Landeskomitee der Hess. Zentrums­partei hielt am 27. d. M. in Mainz nach demM. I." eine aus allen Teilen des Landes zahlreich besuchte Ver­sammlung ab, in welcher nach einem Referat deS Justiz­rats Dr. Schmitt zu den Reichstagswahlen Stellung ge­nommen wurde. Die fünfstündigen Erörterungen führten zu dem Ergebnis, daß die Versammlung sowohl in bezug auf die Auffassung der Sachlage, als auch in bezug auf die Stellungnahme gegenüber den anderen Parteien völlige Einmütigkeit bekundete. Das Landeskomitee war nament­lich darin einig, daß neben der Aufrechterhaltung der grundsätzlichen Gegnerschaft gegenüber der So­zialdemokratie diesmal vor allem der Kampf ß ei gen die Nationalliberalen für die Zentrumspartei im Interesse der Verhinderung einer Blockmehrhcit auf das Tringendste geboten ist. Für die Mehrzahl der Wahlkreise wurde das taktische Vorgehen vereinbart, während für einige Wahlkreise Verhandlungen des Landesausschusses mit den Wahlkomitees zwecks endgültiger SteNungnah behalten bleiben. Der Sitzuna des Landeskomitces gingen mehrstündige Beratungen des Landesausschusses voraus. Die hessische Zentrumspartei wird, so schreibt das Mainzer Zen­trumsorgan, im Verein mit den Gesinnungsgenossen im Reiche alles ausbieten, um die einflußreiche parla­mentarische Stellung des Zentrums im kom­menden Reichstage aufrecht zu erhalten.

Aus dem Wahlkreis Friedberg-Büdingen wird

er sich dieser gegenüber für die Ersahpflicht des Bewerbers als Selbstschuldner verbürge.

Tie Unterschrift des gesetzlichen Vertreters und des Tritten, sowie die Fähigkeit des Bewerbers, des gesetzlichen Vertreters oder des Tritten zur Be­streitung' der Kosten ist obrigkeitlich zu bescheinigen. Uebernimmt der gesetzliche Vertreter oder der Tritte die in vorstehendem Absätze bezeichneten Verbind- lichkeiten, so bedarf feine Erklärung, sofern er nicht schon kraft des Gesetzes zur Gewährung des Unter- Halts verpflichtet ist, der gerichtlichen oder nota­riellen Beurkundung.

c. Ein Unbesch oltenhettszeugnis, welches von der Polizei-Obrigkeit ober der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist.

d. Ein selbstgeschriebener Lebenslauf.

5. In dem Gesuche ist ferner anzugeben:

a. In welchen zwei fremden Sprachen (wahl­weise von Französisch, Englisch, Lateinisch und Grie- chisch, und an Stelle des Englischen Russisch) der sich Meldende geprüft sein will.

b. Ob, wie oft und wo der sich Meldende sich der Prüf­ung vor einer Prüfungs-Kommission bereits unter- zogen hat.

6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüf- ung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein UnbescholtenheitSzeug- nis beizulegen.

7. Es ist nur zweimalige Teilnahme an der Prüfung gestattet, eine dritte Zulassung könnte aus­nahmsweise von der Ersatzbehörde 3. Instanz ge­nehmigt werden.

Im weiteren weisen wir darauf hin, daß G e s u ch e u m Zulassung zu einer späteren, als derim Früh­jahr des 1. MilitärpslichtfahreS d. i. des Jahres, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird stattfindenden Prüfung, der Genehmigung der Ersatzbehörde 3. Instanz bedürfen und bei den Ersatz-Kommissionen des Aufenthaltsortes, nicht bei uns, einzureichen sind, welche die Gesuche der Ersatzbehörde 3. Instanz vorlegen werden.

Ta die Erledigung derartiger Gesuche eine längere Zeit beansprucht, so empfiehlt sich im Interesse der Nachsuchenden, mit Einreichung derselben nicht bis zum äußersten Termin zu warten, sondern dieselben alsbald anhängig zu machen, andernfalls unter Umständen eine Zulassung zur rubr. Prüfung nicht mehr möglich ist.

lieber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anl. 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 Reg.-Bl. Nr. 68 von 1901) Aufschluß.

Bezüglich les P r ü f un g Ster m i n s, sowie des Lokals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung oder es ergeht besondere Labung zur Prüfung.

Darmstadt, den 14. Dezember 1906.

Großherzogliche Prüfungs-Kommission für einjährig Freiwillige.

Ter Vorsitzende:

v o n S t a r ck, Regierungsrat.

Aor den Keicksickstswahten«

Man schreibt uns aus Berlin:

Es versteht sich von selbst, daß die Regierung eine ruhige Zuversicht bekundet. Der preußische Kultusminister v. Studt liebt es, in seinen Parlamentsreden den Satz anzubringen: Im übrigen blicke ich voll Vertrauen in die Zukunft". Dem Sinne nach ähnlich äußern sich allenthalben die Herren von der Regierung auf die Frage nach dem mutmaßlichen Ausfall der Wahlen.. Die Regierung muß die starke Hoff- nung als Banner vorantragen, daß Zentrum, Sozialdemo­kratie und Polen erhebliche Verluste erleiden. Ob und wieweit sie davon überzeugt ist, daß es so geschehen werde, das steht auf einem anderen Blatt. Uns will scheinen, als ob neuerdings der feurige Eifer, mit dem im Anfang ins­besondere dieNordd. Allg. Ztg." in die Wahlbewegung eingriff, etwas nachgelassen habe. Möglicherweise hat die Regierung die Bemerkung gemacht, daß dieOrdnungs­parteien" nicht sehr beglückt waren von den praktischen Ratschlägen, mit denen namentlich die Liberalen reichlich bedacht wurden. Ist das der Grund der Zurückhaltung, so ist die Erkenntnis zu begrüßen. Aussa'len könnte nur, daß auch die zu Beginn so überaus lebhafte Polemik der Offiziösen gegen das Zentrum im Ton sich merklich gemildert hat. Allerdings veröffentlicht heute dieNordd. Allg. Ztg." den Ausruf des soeben ge­bildeten Antiultramontanen Reichsverbands, in dem es heißt:

Zweck des Antiultramontanen Neichsverbandcs ist, die Be- kämpfung des Ultramontanismus durch Verbreitung von Auf­klärung über ihn und durch Stellungnahme gegen ihn bei poli­tischen und kommunalen Walpcn. Der Antiultramontane Reichs­verband will das antiultramontane Ferment bilden in allen Par­teien und in allen Konfessionen. Der Antiultramontane Reichsver­band erblickt im Ultramontanismus nicht einen religiösen Gegner, sond-m ein in Religion sich hüllendes und die Religion ni'ü- brauchendcs toeltlich-vo.itisches Machtsystem, das unsere staatlich­nationale Selbständigkeit und Kultur aus das allerschtoerste be­droht: ein System, das, toie fein zweites, religiöse, bürgerliche, politische, wirtschaftliche und wi'senschcrstiiche Freiheit unterbindet und bestrebt ist, unsere staatlichen und kulturellen Kräste inter­nationalen Heittsch'stsoestrcoungen dienstbar zu machen. In der Verurteilung des Ultramontanismus weiß der Antiultramontane Reichsverband sich eins mit den größten Männern nichtkatholischen Bekenntnisses: Lessing, Goethe, Schüler, Freiherr v. Stein, Ranke, Bismarck, Treitschke, ebenso wie mit hervorragenden Katholiken: Franz Kaöer Kraus, Reinhold Baumstark, Kardinal Hol-emolz-e, die trotz unantastbarer Treue gegen ihre Religion die schärfsten Gegner des unreligiösen cntiihutonGicn und antiiuduccüen Ulu:a-

Die heutige Kummer umfaßt 16 Seiten.

Gießen, den 28. Dezember 1906. Betr. : Reichstagswahlen 1907.

Das CEcr^ogliche Krcisamt Eicßcn

an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.

Finden während der OffenlegungSfrist Einsprachen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Wählerlisten statt, und werden diese Erinnerungen nicht sofort von Ihnen als begründet anerkannt und durch Berichtigung der Wähler­listen erledigt (wobei die Gründe etwaiger Streich­ungen oder Nachträge am Rande der Liste unter Angabe des Datums der Berichtigung von Ihnen kurz zu vermerken sind), fo haben Sie nach Ablauf der OffenlegungSfrist die Akten unverzüglich mit Begleitbericht an uns einzufenden, damit der KreisauSfchuß über die Ein­sprachen entscheidet.

Finden keine Einsprachen statt, so erwarten wir bis Montag, den 7. yannar 1907 Fhrcn Bericht, daß die Wählerlisten, nach am 24. und 27. Dezember erfolgter ortsüblicher Bekanntmachung, vom 28. Dezember 1906 bis 4. Januar 1907, beide Tage einschließlich, offen gelegen haben, und daß Erinnerungen gegen die Richtigkeit und Vollständig­keit der Listen während der OffenlegungSfrist nicht erhoben oder von Ihnen erledigt worden sind.

Berichte, roclrbe am 7. Januar nickt eingegangen sind, werden wir durch Wartboten abholen lassen.

______________________ Tr. Breidert________________________

Gießen, den 28. Dezember 1906. Betr.: ReichStaaSwahlen 1907.

Das EroWr^ogliche Krcisamt Eichen

an die Großh. Bürgermeistercicn dcS Kreises.

Nach § 9 des ReichstagSwahlgesetzeS vom 31. Mai 1869 dürfen die Vorsteher, Beisitzer und Protokollführer bei bei Wahlhandlung in den Wahlbezirken und die Beisitzer bei der Ermittelung deS Wahlergebniffes in den Wahlkreisen fein unmittelbares Staatsomt bekleiden. Personen, welchen von der Postverwaltung baS 9(mt eines Vostagenten übertragen worben ist, besitzen ben Charakter eines unmittelbaren Staats­beamten im Sinne ber genannten Vorschriften.

WirernpsehlenIhnenbeshalbzurVermcibungvon Wahlan­fechtungen, zu veranlaßen, baß Postaqenten bei ben beoor- stehenben Reichstagswahlen nicht mit ben oben bezeichneten Funktionen betraut werben.

__________Dr Breidert.______________________

Gießen, ben 28. Dezember 1906.

Betr.: Reichstagswahlen 1907.

Tas Erohhcrzochche Kreisamt Eichen

an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.

Zur Auflage in bem Wahllokal bedürfen Sie eines Abdruckes deS Wahlgesetzes unb deS Wahlreglements in seiner neuen Fassung. Die Mehrzahl ber Großherzoglichen Bürger- mciftereien hat solche Abbrücke im Jahre 1903 burch unsere Vermittelung erhalten. Etwaige Wünsche wegen Be- schaffung weiterer Abbrücke sind unS bis zum 7. Januar 1907 mitzuteilen.

______________Dr. Breidert.________________________

Bekanntmachung.

Betr.: Tie Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1907.

Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 19 07 sta ttfinben ben rubr. Prüf- nng zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordcrt, ihre dessallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Aus­schlusses von dieser Prüfung

spätestens bis zum 1. Februar 1907 bei der unterzeichneten Kommission einzureichen.

Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe­ziellen das Folgende bemerkt:

1. Tas Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüf- ungskommission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großberzogtum Hessen seinen dauernden Aufenthalts­ort hat.

2. Tie Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre erfolgen.

3. Tas Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweck- dienlich, wenn stets dienähereAdresse angegeben wird.

4. Tem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen:

a. Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilstands- Register, nicht Taufschein).

b. T i e Einwilligung des gesetzlichen Der- t r e t e r s mit der Erklärung, daß für die Tauer des einjährigen Tienstos die Kosten des Unterhalts, mit Einschluß der Kosten der Ausrüstung, Bekleidung und Wohnung, von dem Bewerber getragen werden sollen; statt dieser Erklärung genügt die Erklärung des gesetzlichen Vertreters ober eines Tritten, daß er sich dem Bewerber gegenüber zur Tragung der bezeichneten Kosten verpflichte und daß, soweit die Kosten von der Militärverwaltung bestritten werden,