Ausgabe 
24.12.1906 Zweites Blatt
 
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I

cana.

idealer Gatte/

Tie Zusammenkunft ist auf der Sicher Straße an der 2. Schneise.

Bh/m

Danksagung

Ludwig Ranft I

7582

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste meiner unvergeßlichen Frau, sowie für die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrers Schmalz und für die aufopfernde Pflege unserer lieben Krankenschwester sagt herzlichen Dank

Wanne ücrficigrrt:

2315 Ficht.-Terbstangen m.78,64Fm.

Gießen, den 22. Dezember 19u6.

Großherzc^li e V ' r^metsterei Gießen.

I. V.r (5nrsebmann.

HolzvttsteigtrMß im GiesitNkr Stadtwald.

Donnerstag, den 3. Januar 1007, vormittags 07. Uhr beginnend, werden tn den Waldungen der Stadt Güßen im Distrikt

lustige Witwe/ Donnerstag den 27. Dezember, nacbm-ttags halb 4 Uhr:Sneewittchen/ Abends 7 Uhr: .Die lustige Witwe/ Freitag den 28. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr:Sneewittchen/ Abends 7 Ubr:Daniel und Gretel/ Hieran!: .Cavalleria msti- Camstaa den 29. Dezember, nachm. halb 4 Uhr:Snee-

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 24. Dez. (Qrig.-Telegr. deSGießen. Anz/) sämtliche Notierungen der beutigen Fruchtrnarktvreise. Weizen Alk. 17.7518.00, Kurbessiscber Mk. 18.00-00.00, La Plata T?f.'19.5020.00, Sanlas Alk. 19.5020.00, Roagen «hiesiger) Mk ]G.5016.75, Gerste (Wetterauers Alk. 17.0017.75, Franken- selder Mk. 18.5019.25, Hafer 17.00-^18.00, AlaisAlk. 13.5013.75, Weizenmehl 27.0028.25, M. 0000, 2. Qualität Alk. 25.00 bis Alk. 26.25, 3. Qualität Mk. 23.2523.75, Noggeumehl 0 Mk. 25.0025.50,1. Qualität Alk. 24 0024.50, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Alk. 1O.5O, Noggenkleie Alk. 11.0011.25. Alaiskeime Alk. 11.00 bis Mk. 11.50, Franken, Pfälzer, Nied 9)if. 18.0018.50. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 24. Dez. «Telear. Qrig.-Bericht deSGieß. Anz/). Amtl. Slotiernngen der heutigen Vie hm arktprei le. Zum Verkaufe standen: 313 Achsen, 110 aus Qestreich, 29 Bullen, 14 auS Qcsterreich. 0 au? Dänemark, 501 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 ans Dänemark, 292 Kälber, 63 Schale unb Hämmel, 00 Schale aus Qesterreich, 0 Ziegen, 835 Cchiveme. Bezahlt wurde st'ir lOOPlnud Schlachtgewicht Qchsett 1. Qualität 8590 Alk., 2. Qual 7580 Mk., 3. Qual. 677OMk.-, Bullen l.Qnal. 78 bis 80 Alk.. 2. Qual. 7476 Mk.: Kühe 1. Qual. 78-8O Mk., 2.Qual. 7074 Mk., 3. Qual. 60- 64 Mk, 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. OOOODlk. Kälber: l.Qnal. 104102 Mg., Lebendgewicht 60-62 Pf., 2. Qnal. 9598 Psg., Lebeitdge'vicht 5658 Psg., 3. CiiflL 00 00 Psg., Schlachtgeivicht 7075Psg., Schake: l.Qnal. 7880, 2. Qnal. 0000 Psg., 3. Qnal. 0000 Psg.; Schweine 1. Qual. 7200 Psg., Lebdgcw. 57.OOOO.OO Psg., 2. Qu. 71 - OOPlg., Lebend- gew. 56.0000 Psg., 3. Qnal. 6500 Psg. Lebendgew. 00 Plg. Geschält bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeuteitd; bei Kleinvieh aut, kein lleberftnnb.

nachnüttags halb 4 Uhr:Alt-Heidelberg/ Abends 7 Uhr: Hnsarensteber/ Montag den 31. Dezember, abends 7 Uhr: Mamsell Nitonche/

1 Rmtr. Erlen.Knüppelholz

wittchen." ''Abends 7 Uhr:Iolef und seine Brüder/ Sonntag den 30. Dezember, nachnüttags halb 4 Uhr:Sneewiltcheil/ Abends 7 Uhr:Don Inan/ Montag den 31. Dezember, nachm. batv 4 Uhr:Sneewittchen/ Abends 7 ttlw:Die lnstige Wiiive/ Dienstag den 1. Iannar, nachmittags halb 4 Uhr:Sneewittchen/ Abends 7 Uhr:Tiefland/

SchansvielhanS.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Albach für das Rechnungs- jahr 1907 liegt erst vom 25. ds. Alts. a>t auf dem Bürgermeisterei- Bureau zur Einsicht der Interessenten offen.

Albach, den 23. Dezember 1906.

Großherzogliche Bürgermeisterei Albach.

Balser.

Dienstag den 25. Dezember, nachnüttags halb 4 Uhr:Ein Abends 7 Uhr:Hnsarenfieder/ Mittivoch den Das Blumenboot/

Hnsarenfieber/ Donnerstag den 27. Dezember, abends halb 8 Ubr:Alamsell Nitonche/ Freitag den 28. De­zember, abends 7 Ubr:Wilhelm Tell/ Samstag den 29. Dez., abends 7 IIhv:Hrüarensieber/ Sonntag den 30. Dezember,

26. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: Abends 7 Ubr:Husarenfieber." D?'.'".ers

Driginal-Drahtmeldungen.

Mülheim am Rhein, 24. Dez. Auf dem Köln-Mindener Bahnhofe drang in der verflossenen Nacht ein Beamter in einem Tobsuchtsanfall und die mit dem letzten Zuge ab-- fahrenden Personen ein und verhinderte sie gewaltsam an der Abfahrt. Schließlich feuerte er mehrere Nevolver- s ch ü s s e in die Menge, worauf er überwältigt und dingfest ge­macht wurde.

Washington, 24. Dez. Präsident Roosevelt erließ einen Aufruf zu Geldsammlungen für die in C h i n a an der H u n g e r s - not leidenden und kündigte an, daß er eine Vorlage beim Kongreß einbringen würde, in der Geldmittel für den gleichen Zweck verlangt werden.

Paris, 24. Dez. Ein Teil des Dorfes Hospitalet (Provinz Barcelona, Spanien) wurde von einer Schneelawine verschüttet. Ein Mann wurde getötet, die übrigen wurden gerettet.

St. Paul, 24. Dez. Zwischen hier und Minneapolis stieß ein S ch n e l l z u g mit einer rangierenden Lokomotive zu­sammen. Der Zug entgleiste vollständig, 25 Personen tour» den getötet.

MerichtssaaL.

Greifswald, 22. Dez. Der vom Schwurgericht zum Tode verurteilte Lu st mörder Tessuow hat Revision eingelegt.

gpielplaK her «reinigte« Frankfurter Ztadtlheater.

OveruhanS.

Dienstag den 25. Dezember, nachnüttags halb 4 Uhr:Snee­wittchen/ Abend? 7 Uhr:Tannhäuser/ Mittwoch den 26. Dez., nachmittags halb 4 Uhr:Sneewittchen/ Abends 7 Ubr:Die

Wunden beigebracht. Erhängt hat sich heute nacht in seiner Wohnung der Schutzmann Bick es.

Gießener Wetterdienst.

sroranSfichttiche Witterung für Heilen am Dienstag, den 25. Dezember: Zunehmende Trübung. Schneebälle. Langlame Ermärmuna. 'sehende westliche Winde. Witlernna^weehsel

369 2

-ReiSstangkn m. 5,34 Rmtr. Eichen-Nuvscheicholz

18

24

Kiefern-

Buchen-Stockholz

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Buchen-Knüppelholz

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24,3

Eichen-

des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen nach Kiel abacrcist und werden dort über die Feiertage bleiben.

** In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Großhcrzog am Samstag u. a. der fürstliche Kammerdirektor Korell von Büdingen und .Hochbauausseher Rahn von Gießen.

** Sein fünfzigjähriges Jubiläum als G a s - fachmann begeht heute, gemeinsam mit dem von ihm geleiteten Werk (vgl. den ArtikelEin städtischer Gedenk­tag"), der Direktor unseres Gas -und Wasserwerks Otto Bergen. Als Ingenieur der Firma Riedinger in Augsburg war Herr Bergen bereits beim Bau und ersten Betrieb des Gießener Gas­werks zwei Jahre lang beschäftigt, alsdann vier Jahre bei Rie­dinger, 24 Jahre bei dem späteren Besitzer Heß und seit 20 Jalwcn als Direktor des nunmehr städtischen.Gaswerks. Herr Bergen hat es verstanden, in dieser langen Zeit das Gaswerk (und auch das ebenfalls unter seiner Leitung stehende Wasserwerk) den wachsenden Bedürfnissen der Stadt entsprechend zu gestalten. Seine humane Gesinnung gegen die ihm unterstellten Beamten und.Ar­beiter, sein Entgegenkommen gegen die Geschäftsleute und ins^ besondere auch die Installateure haben ihm die allgemeine Liebe und Wertschätzung erworben. Wir wünschen de*rn Jubilar zu seinem heutigen Ehrentage, daß es ihm noch lange vergönnt sein möge, dem Gas- und Wasserwerk in gleich ersprießlicher Weise wie seither vorzustchen.

Die Zahl der Gießener ReichstagSwähier beträgt bei der demnächstigen Wahl rund 5600. Bei der Wahl an, 16. Juni 1903 hatte die Stadt Gießen 5069 Wähler, sodaß inzwischen eine Vermehrung von etwas über 500 Wählern eingetreten ist.

* Um dieHerstellung eineSFußpfads vom .Haltepunkt Nödacn bis zur Kreis st raße Rödgen- Trohe ersuchen die Ortsvorstände Altcn-Buseck und Trohe. Die beiden Ortsvorstände namens ihrer Gemcindemitglieder glauben umsomehr berechtigt zu sein ein derartiges Gesuch einzureichen, weil noch beide Gemeinden jährlich größere Beträge zum Eisenbahn-Gelände Entschädigung der O.-H.- Bahn bezahlen müssen; außerdem hat die Gemeinde Trohe zur Errichtung des Haltepunktes Rödgen einen Beitrag geleistet. Tie Ortsangcsessenen beider Gemeinden können jedoch, wenn sie erhebliche Umwege vermeiden wollen, den Haltepunkt Rödgen nicht erreichen, ohne erst Feldwege im Schlamme bis fast an die K»ie durchwaten zu haben, und dieses führt besonders jetzt im Winter und bei Nachtzeit, zu geradezu kaum glaublichen aber wahren Vorkommnissen. Es ist vorgekommen, daß ältere Leute aus dem Schlamme getragen werden mußten, und daß Kindern Schuhe und Strümpfe im Schlamme stecken geblieben sind u. s. w.

Schlägerei. Gestern abend fand am OsmaldS- garten zwischen jungen Leuten eine solenne Keilerei statt, in der eS auf beiden Seiten blutige Köpfe absetzte. Anzeige ist erhoben.

* Betrüger. Am verfloßenen Samstag erschwindelte sich ein Mann in einem Ladengeschäft ein Paar Schuhe im Werte von 5 Mk., indem er angab, von einer Kundin des Geschäfts geschickt worden zu sein. Seit einigen Tagen sucht ein Unbekannter hiesige Geschäftsleute auf, um angeblich im Auftrage einer Gesellschaft, die hier eine Fabrik bauen will, Vertrage abzuschließen. Hierbei pumpt derselbe die Leute an unter der Vorgabe, sein Portemonnaie vergeßen zu haben. Vor dem Betrüger wird gewarnt.

* Männerturnverein. Wie auS dem Inseraten­teil ersichtlich war, feiert der Männerturnverein am 2. Weih­nachtsfeiertag im Neuen Saalbau seine Weihnachts- bcscherung. Daß Programm ist sehr reichhaltig, worauf die Mitglieder nochmals aufmerksam gemacht werden.

sd Darmstadt, 23. Dez. Ein schwerer Messer­exzeß hat sich heute nacht ereignet. In der kleinen Kaplaneigaße kamen einige Männer, von welchen einige Mädchen bei sich hatten in Streit, der sich auf der Straße sortsehte, wobei der vorbestrafte Taglöhner Becker seinem Gegner Boclar einen derart tiefen Stich in die Seite ver» setzte, daß Nieren, Blase und sonstige innere empsindliche Organe schwer verletzt wurden. Der Gestochene war heute noch nicht vernehmungsfähig und sein Zustand gibt zu ernsten Bedenken Veranlaßung. Als der festgenommene Täler Becker heute früh mit dein Transportwagen nach dem Untersuchungsgefängnis gebracht werden sollte, da er absolut nicht gehen wollte, war er nur mit größter Mühe in den Wagen zu bringen. Er schlug und trat um sich, demolierte die Scheiben und die Gitter des Wagens, sodaß er schließlich gefesselt werden mußte; auch er hat sich mehrere starke

Bekanntmachung.

Die NeichStagSwahl betreffend.

Die Liste der bei der bevorstehenden NeichStagSwahl in der Stadl Gießen stimmberechtigten Personen liegt von

Freitag, *28. Dezember, bis Freitag, 4. Januar 1907, 1j ibe Tage einschließlich (auch am Sonntag und NenjahrStagf, vormittags vvn 9 bis 12 Ubr und nachmittags von 3 bis 6 Uor auf dem Bürger­meisterei-Bureau Zimmer Nr. 9 zu jedermann- Einsicht offen. Einsprachen gegen die Nichtigkeit und Vollständigkeit der Liste sind bei Vermeidung deS Ausschlusses binnen 8 Tagen, von Beginn der Offen­legung ab gerechnet, daselbst vorzubringen.

Gießen, den 24. Dezember 1906. v"/

Großher?" -niciftpret Gießen.

I. D.: T n r s ch m a n n.

PtUlmg um Wstttarbeit.

Die znr Herstellung deS HofeS beim Neubau der höheren und er­weiterten Mädchenschule erforderliche Pflasterarbeit soll

Samstag, den 5. Januar 1907, vorm. 10 Uhr

öffentlich vergeben werden.

ArbeitSbeschreibung und Bedingungen liegen bei unS zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum ge­nannten Z'ülpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 24. Dezember 1906.

Städtisches Hochbauamt. __________________________Kerbel.___________________

Die Beerdigung findet statt am

Donnerstag Mittag 2 Uhr

von der Kapelle des neuen Friedhofs.

Den Altersgenossen von 1842 die Tranernachricht, daß heute früh */,5 Uhr unser Altersgenosse

Herr* CaipS Herbert

in ein besseres Jenseits abgerufen wurde.

7589

Sonratosel

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Ausland.

Sofia, 22. Dez. Es verlautet, daß die Reise des F ü r st e n Ferdinand über Berlin nach Mecklenburg, die in geheim­nisvoller Weise unternommen wurde, mit einem Heiratsplan in Zusammenhang steht.

Newyork, 23. Dez. Der Gouverneur Mickey versprach eine gründliche Untersuchung der sensationellen Anklage deutschcrBlätter, wonach deutsche Kinder nach Nebraska importiert und für 25 Dollar an Farmer verkauft werden. Die Untersuchung erfolgt auf den Antrag der Kinderschutzgesellsckmft. Bei der überstrcngcn Kontrolle aller Ankömmlinge in der Lan- dungshäfcn erscheint die ganze Nachricht der deutsch-amerikanischen Blätter doppelt sensationell.

(FLEISCH-EIWEISS) Somatose regt in hohem Maasse den Appetit an.

Der Gebrauch von Somatose ist allen Personen, welche geistig stark angestrengt od. körperlichen Strapazen ausgesetzt sind angelegentlichst za empfehlen. Erhältlich in Apotheken und Drosmerlen.

für den Wahlkreis Breslau-Land-Neumarkt, kandidiert nicht mehr. An seiner Stelle wurde Graf Cartner auf Zieserwitz, der den Wahlkreis im preußischen Abgcordneten- hause vertritt, ausgestellt.

DieNordd. Allg. Zig/ schreibt heute zum Wahl- kampf:

Die Köln. Volkszlg/ und sozialistische Blätter wiederholen tn den verschiedensten Wendungen die Agitationssvrache von dem Kamps gegen den Absolutismus". Es handelt ficb um eilt Schlagwort ohne jeden tatsächlichen Gehalt, nrniit man ans die Wähler nur einen Eindruck zu machen ver­mag, wenn man sie über dgs Wesen des vcrsgffnngsmgmgen Leben? in Denüchlgnd int Dunkeln läßt. In Wahrheit ist tn Teuüchlgnds Verfassung bei der Verteilung der Gewalten f n r die Betätigung des Absolutismus fein 9? o it m ge­lassen, ebensowenig für die Einrichtung der parlamentarischen Frgktionsherrschast. Nicht au? den Anschauungen, die dem fürst­lichen Absolutismus vergangener Jabrlmnderte gngeborlen, er- flflb sich der einstimmige Beschluß des BundesrgtS über die Not- wendigleil der Reichslagsauflösung, soiiderit ans der patriotischen Ilederzengung, daß die Fragen der Massen ehre und bc5 nationalen Ansehens nicht zum Spielball ber Partet- i n t e r e s s e n werden dürien.___________

Neues aus Rußland.

Gerüchte von einer ernstlichen Erkrankung des Zaren werden von informierter Seite als n ich t den Tatsachen ent­sprechend bezeichnet. Dagegen wird bestätigt, dis; es der Polizei gelungen ist, ein gegen den Zaren geplantes Attentat recht­zeitig zu vereiteln. Mit dem Anschläge stehen auch die in den letzten Tagen durchgeführten Massenverhgstungen in Zu­sammenhang.

In P e tersburg finden in hohen Osfizierökren en Vorbereitungen für einen demnächst!gen Staatsstreich statt, um da? alte a b s o l u t i st i s ch e Regiment wiederher- z u st e l l e n. Der Staatsstreich soll eingeleitet werden durch einen Petitionssturm patriotischer Organisationen, denen zur Erzielung größeren Nachdrucks Ofsizicröpetitionen folgen sollen. In der Presse soll darauf hingewiesen werden, daß die Armee revol­tieren werde, wenn man ihr nicht Gehör schenke.

Wie aus Petersburg berichtet wird, wurde der russische Mili- tärattachee in Berlin, Gras Tatischesf, vom Zaren in Audienz empfangen. Er überreichte demselben ein eigenhändiges Schreiben Kaiser Wilhelms.

Ans Smolensk wird vom 22. Dez. gemeldet: Als gestern der Adelsmarschall Für st Urussow das Gebäude des AdclS- klubs betreten wollte, feuerte ein unbekanntes' Individuum mehrere Revolverichüsse auf ihn ab. Fürst Urussow wurde leicht ver­letzt. Dem Attentäter gelang es, unbehelligt zu entfliehen.

In Twer wurde das Reichsratsmitglied Graf Alexis Jg- natiew ermordet, als er mit einigen Semstwomitgliedern in den Räumen der Adelsversammlung saß. Der Mörder suchte sich dann 'n er'cküesien. wurde aber verhaftet.

Todes-Anzeige.

... Freunden und Bekannten die schmerz-

iche Nachricht, daß e? Gott dein Slllmdcblincn gefallen bat, unieven heben Sohn, Bruder, Schwager und Qukel

Heinrich Kessler

am Samstag nachmittags 12'/, Uhr, nach kurzem aber schwerem Leiden tin 28.Lebeltsiahre in ein besseres Jenseits abzurufen. v 1

Die trarierndcu Hinterbliebenen.

Familie Kessler.

Wieseck, den 24. Dezember 1906.

Die Beerdigung findet am 1. Feiertage, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. 7581

SüdwestasritanischeS.

Ein Telegramm aus Windhuk meldet: An Kran kheiten gestorben: Unteroffizier Paul Mahlig an Malaria, Nieren­entzündung undHerzfehler; Gefreiter Julius Hasse an TyphuS und Skorbut; Gefreiter Alfred Panse an Blinddarment­zündung.

2liis Stadt und Land.

Gießen, den 24. Dezember 1906.

**VomGroßherzo glichen.Hofe. S. K. H. der Groß­herzog begab sich am Freitag nachmittag 3 Uhr in Begleitung des Oberstallmeisters Frhrn. v. Riedcsel und des Qberkammer- herrn Frhrn. v. Ried?sel im Automobil nach Mainz. Er besich­tigte zunächst die Privatsammlungen des Herrn Sallh Fürth, nahm darauf den Tee beim Provinzialdirektor Gcheimerat Frhrn. v. Gagern und wohnte dann der Aufführung derSalome" im Mainzer Stadttheotcr beü Nach dem Theater begaben sich der Großherzog zum Abendessen zum Geh. Kommerzienrat Dr. Strecker. Die Rückkehr nach Darmstadt erfolgte mittels Sonder- zuges um 11 Uhr 54 Min. abends. Prinzessin Ludwig von Battenberg wohnte am Donnerstag der Einweihung des neuen Aliceheirns in Mainz bei. Prinz und Prinzessin Franz Josef von Bottenbero sind am Mitttuoch zum Besuche

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