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31.5.1906 Zweites Blatt
 
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brik stehenden Artikel

übernimmt die Ncdcckl'

Frankfurter Korso. 31. Mai, 1.15 Ubr.

Reichsanleihe

. 99.80

107.30

Berliner Börse, 31. Mai. Anfangskurse.

. 218.00

253.50

132.80

»Gieß. Kälber

. 159.40

. 142.40

. 237.70

. 87.70

. 160.20

Harpener Bergwerk Lanrahrtte . . Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . .

Tiirkenlose .

Berliner Handelsges Darmstädter Bank . .

Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank D iskont.o-Komin andit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn .

Gotthard bahn . . . .

Lombard. Eisenbahn .

Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn

. 25.20

. 128.90

. 145.30

87.85

99.85

87 85

99.15

Canada E. B. . . Darmstädter Bank Deutsche Bank .

Dortmunder-Union C Dresdner Bank .

Tendenz: fest.

3K70 3% 3147, 3% 3147., 3*7.

do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen

In Nr. 122 d. Zta. vom 26. Mai beklaqt sich einEinaesandt" über schlechte Beschafienbeit der M i l ch in der warmen Jahres­zeit unter Verdächtipunp von Produzent und Lieferant. Hieraus hat bisher eine praktischere Vertretung nicht reagiert. Der Grund der Mängel wird auch wohl auf Seiten des Einsenders zu suchen sein, da am hiesigen Platze eine allgemeine Beschwerde noch nicht eristierte. Bekanittlich ist peinliche Sauberkeit bei Behandlung der Milch erstes Erfordernis, denn sie ist in gewissen Familien noch bedeutend empfindlicher als diese/ und vorsorgliche Mittel zur Be­seitigung der Mängel stehen auch dem Einsender genugsam zur Seite, ohne sofort Beunruhigung in weite Kreise tragen zu müssen.

Im Auftrage:

Karl Vog c I, Milchhändler, NodHeimer Straße 38.

Bezugnehmend auf das Eingesandt in Nr. 122 des Anzeigers betreffs Milch, kann die Ursache des übelen Geruchs zc. nur in unreinem Geschirr ^Milchkanne, Maß oder Tops) oder nachlässiger Behandlung der Milch zu suchen sein. Ich beziehe 12 Jahre von cm und demselben Milchoerkätner die im Haushalt nötige Milch und mir wurde n i e Milch schlecht, da ich auf größte Sauberkeit der für die Milch bestimmten Geschirre halte, und die Milch, so­bald sie im Haus ist, so rasch als möglich gekocht tmd zttm Er­kalten an frische Luft gestellt wird. Größte Sauberkeit ist bet Milch die Hauptsache und sie darf auch nie mit stark riechenden (säuern, peröueherten) Eßsachen in einem ge­schlossenen Raum (Eisschrank oder anderen Schrank) stehen, da Milch jeden Geruch als Geschmack amtimmt. Wenn im Haus dieses alles beachtet wird, so liegt es an unreiner Behandlung der ^isch durch den Häitdler und ein Wechsel des Händlers wäre jedenfalls von Vorteil.

_Eine für Viele.

"" dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.!

. 25.00

. 144.40

. 155.10

152.85

134.00

266.00

225.20

163 10

218.00

248.20

128.90

131.00

173.00

142.75

237.60

184.50

185.90

160.30

210.70

Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Lanrahütte......

Nordd. Lloyd.....

Oberschles. Eisen-Industrie

Der Massenmörder Dittrich

ist jetzt eifrig bemüht, sich die Irrenanstalt Herzberge als künftigen Aufenthaltsort zu sichern. Es mehren sich aber die Stimmen, die den angeblich geisteskranken Mörder als ganz raffinierten Simulanten bezeichnen. Man erinnert sich daran, daß sich der Verbrecher wiederholt der Schlauheit und Ge­schicklichkeit rühmte, mit der er Wahnsinnsanfälle simulieren könne. Seiner Wirtin sagte er, er könne sich so verstellen, daß ihm ganz plötzlich beim Gespräch der Schaum vor den Mund trete. Auch über die Art, wie man sich in Herzberge das Leben angenehmer gestalten könnte, wußte er viel zu erzählen. Er habe nur dann getobt, wenn er es für nützlich hielt. Er habe einmal einen schweren Schrank umgerissen,

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Boraussichtttche Witterung in Hessen für Freitag den 1. Juni 1906: Trüb, Regen, erheblich kühler. Zeitweise windig.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Limburg a. d. S., 30. Mai. Fruchtmarkt. Durch- schntttspreise pro Malter. Roter Weizen 16.00 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 13.00, Gerste 00.00 Mk., Hafer 8.77 fDir Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.

weil er erfahren hatte, daß man seinem Bruder von einem Besuche bei ihm abgeraten habe. Er hatte auch den Plan, sich als Märchendichter sein Brot zu erwerben. Die in seinem Tagebuche niedergeschriebenen, selbstverfaßten (?) Märchen verraten eine üppige Phantasie. Auch Gedichte hat Dittrich verfaßt, und es dürfte für den Psychologen von Jnteresie fein, die dichterischen Produkte eines so blutdürstigen Mörders kennen zu lernen. Wir bringen deshalb die ersten Strophen eines dieser Gedichte zum Abdruck, das den Titel

100.85

100.90

96.25

105.90

69.40

70.30

91.25

95.35

95.05

145.60

54.00

91.00

70.00

97.90

Aus den weiteren Strophen erfährt man dann, daß es sich um eine Nonne handelt, die aus der Klosterzelle ent­wichen ist.

Dittrich hat außer demmystischen Unterseeboot^ und demlenkbaren Kinderluftballon" eine ganze Reihe anderer Erfindungen gemacht. So wollte er sich unter anderem ein Gondelkarussel" patentieren lasten, bei dem die Gondeln in einem Wosterbafsin im Kreise bewegt werden.

Te!efonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.

Eingesandt

(Für den Inhalt der rntcr bi fier R

Märkte.

fc. F r a n k f u r t n. 9)1., 30. Mai. (Orig.-Telegr. des Anz.") V i e h m a r f t. Zum Verkaufe standen 00 00 Schafe und Hämmel, 912 Schweine; 1. Qual. 6800 Pfg. Lebendgewicht 52.5000.00 Pf., 2. Qual. 67-00 Pf., Lebendgewicht 52.50 Pfg., 3. Qual. 5862 Pfg. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 0000 Pfg., 2. Qual. 0000 Pfg., Lebendqewicb: 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 0000 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Geschäft: gut, Ueberstand unbedeutend.

Der Nonnenstein*

Es lautet:

Donner rollten, Blitze zuckten Blendend durch die schwarze Nacht, Güsse fallen, Stürme packten

Baum und Strauch mit wilder Macht.

Aus den sinster'n Wolken schaffen Auf die körperschwere Saat Spitzen Pfeilen gleich die Schloffen Und bedeckten jeden Pfad.

Da im Wald' irrt eine Dirne, Keines Zieles sich bewußt, Todesschweigen auf der Stirne, Todesangst in ihrer Brust.

Und der Sturm zerwühlt ohn' Ende Ihr das goldgelockte Haar, Und sie schluchzt und ringt die Hände, Jeder Hoffnung quitt und har.

Tenn es nagt an ihrem Herzen Sonder Rast ein gift'qer Wurm.

Die Gewissensbisse schmerzen Härter als der Wettersturm.

4 % Oesterr. Goldrente. . 476 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen III 4^7n russ.Staatsanl. 1905 4%°' japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose ... . .

4% Griech. Monopol-Anl.

4 26 äussere Argentinier . 37O Mexikaner . . . . 4%70 Chinesen . . . .

Aktie«:

Bochum Guss.....

Buderus E. W . . . .

Tendenz: fest.

Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.

Reichs- und S t ä d t e - A n l e i h e n. An der Dienstags­börse sind die neuen 3'/2 7»°Anleihen des Reiches und Preußens wieder einmal unter pari gesunken. Die 3 7<>-Reichsanleihe ging um 30 Pf. zurück, während die 3°/o-Konsols nur um 10 Pf. sanken. Gestern notierten Deutsche Reichsauleihe 99,80, Preußische Konsols das gleiche. Das Angebot wird hauptsächlich auf die Rückkehr der Städte zum 4 0/0-2ijpu§ zurückgesührt. An der Berliner Börse verlautete, das Preußen-Konsortium habe beschlossen, sich vorläufig an Submissionen für die Uebernahme an Stadtanleihen mit dem 3V2 "/-Typus nicht mehr zu beteiligen. Es scheint, daß die Städte sich nun in die einmal gegebenen Verhältnisse fügen. Die Stadt M ü n ch e n hat bekanntlich eine 4 ^-Anleihe akzeptiert. Die Stadt Essen schließt sich nun diesem Vorgehen an und wird ihre neue Anleihe von 12 Mill. Mk. auch mit 4 °/0 Zinsen ausgeben. Die Stadt Dortmund braucht, wie wir jungst schon meldeten, 2530 Mill. Mk. und es wird ihr ebenfalls nichts anderes übrig bleiben, als den 4 7»-Zinsfuß auzunchmcn. Die "Stadt H a g e u (Westfalen) fordert zur Submission auf eine 3*/,= oder 4°/°Anleihc auf. Weißensee bei Berlin wird für ihre'neue Anleihe von 20 Mill. Mk. 4 70 bewilligen, hingegen hat die Stadt Köln ein Offertausschreiben gemacht auf 36 Mill. Mk. mit 31/, 70 verzinsbar. Ob ihr die Durchführung in dieser Art gelingt, bleibt abzuwarten. 7'e Seehandlung- soll bereits abgelehnt haben, eine Offerte auf eine 3'/? 7»ige Kölner Stadtanleihe abzugeben. Auch die Stadt Frankfurt a. M. will noch einmal den Versuch mit 31/, °/ machen für ihre neue Anleihe von 12 Mill. Mk.

Mrigtuul-Drahtmel-unge«.

fc. Offenbach, 31. Mai. Auf dem Bahndamm der Bebraer Strecke wurde in der Nähe der Stadt die Leiche eines unbekannten, etwa 25 Jahre alten Mannes aufgefunden, der überfahren und anscheinend sofort getötet worden ist. Es scheint Selbstmord vnrzuliegen.

fc. Bretzenheim a. d. N., 31. Mai. Der 45 Jahre alte Arbeiter Schwieling fiel vom Scheuergerüst in die Tenne. Er erlitt einen Schädelbruch und starb bald danach. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und elf Kinder.

fc. Groß-Gerau, 31. Mai. Heute früh wurde zwischen hier und Nauheim der Eisenbahnarbeiter Koeth von einem Güterzug überfahren und tätlich verletzt.

Christiania, 31. Mai. Die Bestattung Jbsen's veranlaßte die erste freundliche Annäherung zwischen Schweden und Norwegen. Die schwedischen Uni­versitäten sandten Kränze. Eine Anzahl hervorragender schwedischer Persönlichkeiten treffen in Christiania ein.

London, 31. Mai. DerStandard* bringt eine sensationelle Meldung, wonach in London und Madrid eine a n a r dj i ft i f dj e Verschwörung zur Ermordung des Königs Alfons an seinem Hochzeitstage aufgedeckt sein soll. (??) Anarchisten sollen beabsichtigt haben, nach der Ermordung in Madrid, Barcelona und 16 anderen großen «Stabten Spaniens die Kommune zu proklamieren und eine revolutionäre Negierung einzusetzen.

Lausanne, 31. Mai. Der Anarchist Tavella hat in öffentlicher Versammlung in Vevey die Anarchisten auf. gefordert, den Bundespräsidenten Forres bei der Durchreise der Simplongäste in Vevey auf jede Weise zu be. schimpfen, als Protest gegen die Simplon-Feste.

Wien, 30. Mai. Der internationale Verband der Akademien der Wissenschaften trat heute unter dem Vorsitz des Präsidenten der Wiener Akademie, Professor Dr. Sueß zusammen. Die Berliner Akademie ist durch die Sekretäre, die Prof. Dr. Waldeyer und Dr. Diels vertreten. Auch die Akademien von Rom, Paris, London, Christiania, Kopenhagen, München und Budapest hatten Vertreter entsandt. Einstimmig wurde beschlossen, das Gesuch der japanischen Akademie in Tokio um Aufnahme in den Verband dem nächsten Kongresse zur Annahme zu empfehlen.

Wien, 31. Mai. Aller Voraussicht nach kommt der russische Generalstabschef anläßlich der großen Herbstmanöver in Schlesien, zu denen er vom Kaiser Franz Josef eingeladen wurde, nach Oesterreich. Bei der gestrigen Truppen-Parade ist es aufgefallen, daß der Kaiser die russischen Offi- ziere besonders auSzeichnete. Es wird auch bekannt, daß der Kaiser, als er hörte, daß man in Petersburg in den Besitz sämtlicher österreichischer Uniformen zu gelangen wünschte, sofort eine Niesenkiste mit allen in der Armee vorhandenen Uniformen nach Petersburg senden ließ.

Budapest, 31. Mai. Das Abgeordnetenhaus be­schloß, die Petitionen mehrerer Munizipien des Kabinetts Fejervary unter Anklage zu stellen, einem Ausschuß zur schleunigen Berichterstattung zu überweisen.

RechnungSrat Karl KrauS unter Verleihung des Charakters als Finanzrat, Oberbuchhalter Peter Bitte!, techn. Sekretär Kanzleirat Alex. Pille, den Registrator Joh. Hallstein und den Hilfskassier Reinh. Hülße in den Ruhestand ver­setzt. Ferner wurden die Bureauassistenten Rich. Eck, Hch. Heußner, Rob. Junge, Gustav Hahn und Eduard MedicuS, die Kanzlisten Aug. Barth, Aug. Decher und Hch. Schröder, die Diener Gg. Adam Bauer und Michae Nebhuth in den Ruhestand versetzt.

Lich, 29. Mai. Gestern fand unter dem Vorsitz des Kreisamtmanns Dr. Merck eine Versammlung des Bahnkomitees für den Bau einer Nebenbahn von Lich nach Grün berg im hiesigen Nathaussaale statt. Nach dem gegenwärtigen Stand der Verhandlungen mit der Firma Lenz & Co. in Berlin sind die Aussichten zur Verwirklichung des Projetts recht günstig. Es bestehe daher begründete Hoffnung, daß der Bahnbau in aller­nächster Zeit als gesichert angesehen werden kann.

Langsdorf, 30. Mai. Heute fand die Schluß- Prüfung der Kreishaushaltungsschule, die ihren letzten Winterkursus hier abgehalten hatte, unter dem Vorsitz des Regierungsrats Dr. Wagner statt. Der Kreisausschuß mit seinen Damen, sowie die Eltern der Schiller batten sich ebenfalls eingefunden, um der Prüfung beizuwohnen. Die Kostprobe mundete vorzüglich. Frisch und mit sicherem Ver­ständnis kamen die Antworten der Schülerinnen und prächtig wußten sie die ersten Verbände bei Unglücksfällen anzulegen, sodaß man seine Freude an dem schönen Können der Jugend hatte. Es herrschte nur eine Stimme des Lobes über die erreichten Resultate. Welche Bedeutung man diesem eminent sozialen Institut, in dessen Einführung für Hessen der Kreis Gießen führend vorangegangen ist, beilegt, bewies die An­wesenheit des Kreisrats Fey und Schulrats Süß-Friedberg. Wie wir hören, ist auch für den Kreis Friedberg die Schaffung einer Kreishaushaltungsschule in Aussicht ge­nommen.

(X) Friedberg, 30. Mai. Eine aufregende Szene spielte sich heute nachmittag 4 Uhr am Personenzug Frankfurt-Gießen ab. Als der Zug langsam einfuhr, öffnete eine alte Frau die Tür, um auszusteigen. Dabei stürzte sie von dem Trittbrett herunter auf den nach dem Gleis abschüssigen Bahnsteig. Sie wäre gewiß unter den noch fahrenden Zug geraten, wenn nicht ein Bahn­bediensteter rasch herbeigesprungen wäre. Das Publikum geriet in einige Aufregung. Die Frau hielt während der ganzen gefahrvollen Situation krampfhaft ihr leeres Salat- lörbchen in den Händen. Der Kirch en platz erhält z. Zt. gärtnerische Anlagen.

sd. Darmstadt, 31. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Heute nacht um 1 Uhr brach in der Barracke. 39 des Truppenübungsplatzes Darmstadt, die mit Pferden des Hanauer Ulanen-Negiments belegt ist, Groß­feuer aus. Das Feuer griff so schnell um sich, daß 26 von den im Stall befindlichen 32 Pferden verbrann­ten. Das Feuer soll durch einen spät abends zurück­kehrenden Krümperfuhrmann entstanden sein. Der Mann wurde verhaftet, ebenso die drei Mann der Stallwache, die geschlafen haben sollen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf 25000 Mk.

Darmstadt, 30. Mai Wie das Großh. Polizeiamt bekannt macht, ist Dank dem Entgegenkommen der Bürger­meisterei und der Stadtverordneten-Versammlung,' sowie der Großh. Ministerien des Innern und der Finanzen mit Wirkung vom 22. l. Mts. ein erhöhter Sicher­heitsdienst in der Waldumgebung der Stadt ein­gerichtet worden. Der Dienst wird von sieben Forstauf- seheru ausgeübt, welche die Uniform der staatlichen Forst­warte tragen und mit Gewehr und Hirschfänger ausge- rüftet sind. Ihre Aufgabe ist die ständige Beaufsichtigung der die Stadt umgebenden Waldungen unter besonderer Berücksichtigung der von dem Publikum begangenen Spazierwege.

h. Frankfurt a. M., '»0. Mai. Herr Arth. Gwin n er in Berlin, ein geborener Frankfurter, hat der Stadti- bibliothek eine Schopenhauersche Bibliothek geschenkt, die Briefe, Handschriften und Bücher Schopen- . Hauers enthält.

h- Hanau, 30. Mai. Zum Direktor des hiesigen ; Stadttheaters wurde Qberregisseur St es ft er vom Residenztheater in Hannover ernannt.

** Kleine Mitteilungen ans Hessen und den 1 Na chbarstaaten. Der Kriegerverein B r a n d o b e r n d o r f ' hält am 8. Juli das Fest seiner Fahnenweihe ab. In Z.iegenhain begeht am 9. Juni der l a n d w. Kreisverein ! sein 50 jähriges Jubiläum durch ein landw. Fest. Ter Lahn- 1 Till-Schützenbund hält am 22. Juli sein Haupt-, Gaben- i und Konkurrenzschießen in W e tz l a r - N i e d e r g i r m e s ab. .

GkmbkbM pi Gieße«

eingetr. Genossenschaft mit nnbeschr. Haftpflicht.

Mitgliederstand Ende 1904 ........ 1594

Zugang in 1905 ....... 111

"17Ö5

Abgang:

a) durch Aufkündigung.....31

b) durch Tod in 1905 . . 30

» ii in früheren Jahren 11 . 41________72

mithin Bestand Ende 1905 1633 Gießen, den 31. Mai 1906. D3y5

GetVcvbebmrk zu Gießen eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. C. Loos. L. Walther. W. Moeser.

SMk-VdZgrschHljel'eniiyAtteil-BM

Eingetragene Genossenschaft mit nnbeschr. Haftpfl.

Berichtigung der Mitgliederbewegung in 1905.

Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 134

Während 1905 gingen ab 1

133

Während 1905 gingen zu 2

Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 135

Alten-Buseck, den 29. Mai 1906.

Ferd. Schwalb, August Th. Krämer,

Direktor.3414 ♦R echuer.

Sehr daher billig im Gebrauch ist

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August Noll, Drogerie zum roten Krenz, Bahnhofstrasse 51.

MAGGI

S 3Ian würze nach

Wl F7A Geschmack und

* " erstbeimAnrichten.

Ortskrankenkasse Gießen.

Sonntag, den 10. Juni 1906, vormittags oy2 Uhr im Restaurant Postteller:

GkümlOchimsW.

Tagesordnung:

1. Nechnungsablage.

2. Vortrag über die Errichtrtng eines städtischen Krankenhauses. Referent: Ed. Gräf, Vors. der Ortskrankenkasse Frankfurt.

3. Bericht über die General-Versammlung der freien Vereinigung hessischer Krankenkassen zu Bad- Nauheim.

Der Vorstand.