Nr. 126
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Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'sehen Univerf.-Buch-u. Stein- druckeret. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei:
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Redaktion 118
Verlag u.Exped. e^51 Adresse für Deoeschen: Anzeiger Gießen.
Erstes Blatt
156. Jahrgang
Donnerstag 31. Mai 1906
Eichener Anzeiger
** General-Anzeiger w
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen « । ............. iFwam—-.w.ok-.-»——
VezngSvretSr monatlich7b Pi., viertele jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zlveigstellen inonatlich 6o Ps.; durch die Post Aik.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnuminer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Psg.
Verantwortlich Hit den polit. und allgem. Teil: P. Witt ko- <üt .Stadt und Lmrd^ und .Gerichtssaal': Ernst Heß; kur den Anzeigenteil: Hans Beck.
Pie ffeutige Yummer umfaßt 8 Setten.
Per deutsch-schwedische Kandelsvertrag und die overhesstjche AasattiuduKrie.
Gießen, 31. Mai.
Der Reichstag hat am vergangenen Samstag den Handelsvertrag mit Schweden in zweiter und dritter Lesung angenommen und damit die Grundlagen für unsere Handelsbeziehungen zu Schweden bis zum 31. Dezember 1910 fest- gelegt. Bisher bestanden nur Verträge zwischen einzelnen deutschen Bundesstaaten und Schweden, doch hat auf Grund dieser Verträge das Deutsche Reich tm allgemeinen für das ganze Reichsgebiet der schwedischen Einfuhr die Meistbegünstigung zugestanden und sie andererseits auch von Schweden erhalten. Der jetzige Handelsvertrag ist der erste, den das Deutsche Reich mit Schweden abgeschlossen hat.
Die Handelsbeziehungen Deutschlands, insbesondere der Ostseeküste, zu Schweden sind alt uni) zahlreich. Im Jahre 1904 bezog Deutschland von Schweden für 99 Millionen Mark Waren, während seine Ausftthr dorthin sich im selben Jahre auf 147 Millionen Mark belief. Unter den Einfuhrartikeln aus Schweden nahmen Holz und Holzwaren mit 36,9 Millionen Mark die erste Stelle ein, dann folgen Erze und Erden mit 27,3 Millionen Mark — darunter Eisenerze im Betrage von 25,3 Millionen Mark — und Steine und Steinwaren mit 11,1 Millionen Mark, wovon 6,5 Millionen Mark allein auf Psiastersteine entfielen. Diese drei Waren- gnippen stellen also zusammen 75 Prozent des Wertes der schwedischen Ausfuhr nach Deutschland dar. Ihre überwiegende Bedeutung gegenüber den übrigen Ausfuhrartikeln hängt mit der natürlichen Beschaffenheit beS Landes zusammen.
Schweden hat ausgedehnte Waldungen und eine entsprechend große Holz- und Sägewerksindustrie, die auf den Export angewiesen ist. ES besitzt in seinem nördlichen Teile mächtige Eisensteinlager von vorzüglicher Beschaffenheit. Deutschland hat in den letzten Jahren in zunehmendem Maße Eisenerze aus Schweden zur Verhüttung in den Hochofenwerken am Niederrhein, in Schlesien und an der Küste bezogen. Wenn auch die deutsche Eisensteingewinnung unter der schwedischen Erzeinfuhr zu leiden hat, so ist doch ein Teil der deutschen Hüttenindustrie auf den Bezug schwedischer Erze angewiesen. Namentlich gilt dies von den Hochöfen an der Ostseeküste und den in Vorbereitung und Bau begriffenen Werken in Emden und Lübeck. In Schweden erblicken manche Kreise in der steigenden Ausfuhr von Erzen einen Verlust für die heimische Volkswirtschaft und es ist deshalb schon oft die Verstaatlichung der Erzlager oder die Erhebung eines Ausfuhrzolls in Vorschlag gekommen. In dem neuen Handelsvertrag hat sich Schweden verpflichtet, während seiner Geltungsdauer keinen Ausfuhrzoll von Eisenerzen zu erheben.
Für die Provinz Oberhessen ist neben dem Export von Erzen die schwedische Ausfuhr von
Steinen, speziell Pflastersteinen, von Wichtigkeit. 'Die deutsche Einfuhr von Pflastersteinen betrug im Jahre 1904 4,6 Millionen Doppelzentner im Werte von 7,9 Millionen Mark. Davon kamen aus Schweden 3,6 Millionen Doppelzentner im Werte von 6,5 Millionen Mk. Im vergangenen Jahre ist die Einfuhr auf 6,77 Millionen Doppelzentner gestiegen, ivooon 5,76 Millionen aus Schweden kamen. Kein anderes Land ist in der Einfuhr von Pflastersteinen nach Deutschland so JtarE beteiligt wie Schweden, auf das drei Viertel unserer ^Einfuhr entfallen. Diese Ueberlegenheit der schwedischen Steinindustrie beruht auf der Bodenbeschaffenheit des Landes. Die Bearbeitung des weite Strecken, teils in losen Findlingsblöcken, teils als massiver Fels bedeckenden Granits bildet in noch höherem Maße, als es bei uns der Fall ist, für einzelne Gegenden die einzige Erwerbsgelegenheit der Bevölkerung, und die Unerschöpflichkeit des vorhandenen Materials sichert dieser zugleich dauernde Beschäftigung, solange ihre Erzeugnisse nnc genügenden Absatz finden. Das Inland kann aber nicht die gesamte Produktion aufnehmen, sodaß große Mengen Steine exportiert werden müffen. Erleichtert wird die Ausfuhr durch die Benutzung des billigen Wafferwegs und den Mangel an Steinmaterial an den deutschen Küstenplätzen und in der norddeutschen Tiefebene. Der Absatz der schwedischen Pflastersteine erstreckt sich aber nicht blos auf die Küstenplätze der Ost- und Nordsee und die größeren norddeutschen Städte, sondern er dehnt sich in den letzten Jahren unter Benutzung der schiffbaren Ströme auch immer mehr in das Binnenland und nach Süddeutschland bis in das Herz der deutschen Hartsteinindustrie aus. So sind die schwedischen Pflastersteine auf der Elbe bis Magdeburg, auf dem Rhein und Main bis Frankfurt a. M., Wiesbaden, Worms, Mannheim nnb sogar bis Karlsruhe oorgebrungen. Dabei wurden von den schwedischen Werken Preise gestellt (8,40 pro Quadratm.), mit denen die deutsche Hartsteinindustrie nicht in Wettbewerb treten konnte.
Das Bestreben der deutschen Pflastersteinwerke war daher auf Einführung eines Schutzzolles auf Pflastersteine gerichtet, den sie bisher entbehren mußten. Die Relchsregierung hatte diesen Wünschen in ihrem Zolltarifentwllrfe vom Jahre 1901 nicht Rechnung getragen, dagegen hatte der Reichstag in den Zolltarif vom 25. Dezember 1902 einen Einfuhrzoll von 0,40 Alk. pro Doppelzentner aufgenommen. Dieser Zoll für Pflastersteine wurde aber im Handelsverträge mit Belgien auf 0,20 Mk. herabgesetzt und im Handelsverträge mit Oesterreich-Ungarn wurde diesem Lande gegenüber das weitere Zugeständnis gemacht, daß Pflastersteine aus hellem, grauem Granit, in einer Höchstmenge von 350 000 Doppelzentner in einem Kalenderjahre eingehend, zollfrei sein sollten. In dem neuen Handelsverträge mit Schweden hat aber Deutschland die Zollfreiheit für Pflastersteine überhaupt zugestanden, sodaß allen Vertragsstaaten gegenüber die Zollsreiheit für Pflastersteine bei der Einfuhr nach Deutschland zur Anwendung kommt.
Damit bleibt unsere Basaltindustrie, soweit fie;
I sich mit der Gewinnung von Pflastersteinen befaßt, auch in Zukunft der schwedischen Konkurrenz schutzlos überlassen, wenn ihr Absatz nicht durch andere Mittel erleichtert wird. Im Reichstag wurden diese Bedenken auch anerkannt, und e8 wurde eine Resolution angenommen, in der die verbündeten Regierungen ersucht werden, dahin zu wirken, daß zu Gunsten der heimischen Basalt-Pflaster- st ein-Jndustrie ungesäumt Ausnahm etarife auf den deutschen Eisenbahnen eingeführt werden. Eine solche Frachtermäßigung ist schon wiederholt angeregt worden, zuletzt im vergangenen Jahre, als die Frachtermäßigung für Reihenpflastersteine auf die Sätze des Ausnahmetarifs für Wegebaustoffe beantragt worden war. Eine derartige allgemeine Detarisierung für Pflastersteine hat aber ebenfalls ihre Nachteile, denn sie gewährt den unter günstigen Bedingungen in arbeitenden ländischen Betrieben einen weiteren Vorsprung gegenüber den kleinen und kostspieliger arbeitenden Werken.
Für die Provinz Ob er Hessen ist die weitere Entwicklung dieser Angelegenheit von erheblicher Bedeutung, denn im Vogelsberg befindet sich eine ganze Reihe von Pfasterstein brüchen, die vielen Personen Beschäftigung und Verdienst gewähren. Die im Handelsvertrag mit Schweden zugestandenc Zollfkeiheit für Pflastersteine wird die oberhessische Basaltindustrie auch in Zukunft einem immer schärfer werdend en Wettbewerbe mit der schwedischen Einfuhr in den Städten am Main und Rhein aus- setzen. Hoffentlich gewährt die für den preußischen Landes- eisenbahnrat angekündigte Vorlage der oberhessischen Basaltindu strie die Aussicht, ihr seitheriges Absatzgebiet zu erhalten oder es nach anderen Richtungen hin zu erweitern.
politische Tagesschan.
Das preußische Kultusministerium
gehört, seit es unter der Leitung Dr. Studts steht, zu den ,am meisten abfälliger Kritik unterworfenen oberen Behörden im deutschen Reiche. Dr. Studt und seine Getreuen geben sich aber auch alle Mühe, so tulturfeindlich als möglich das preußische Departement des Kultus zu verwalken. Soeben hat Lic. Schiele in Marburg an verschiedenen Stellen ausführlich nachgewiesen, welche starke Bevorzugung den orthodoxen Theologen an den preußischen Volksschulen zuteil wird. An mehreren cheologischen Fakultäten werden soa. „Richtungs"-- oder „Straft'-Professuren begründet, ohne daß in den betreffenden Fällen irgend ein Bedürfnis nach einer Neuschaffung von Professuren Vorgelegen hätte. Aber wohl-- gemerkt: nur „kritische" Theologen (wie Haruack) erhalten einen Strafpro fessor zur Seite, in umgekehrter Richtung wird ein entsprechender Ausgleich nicht vorgenommen! Geistliche orthodoxer Richtung werden in größerer Anzahl aus dem praktischen Amt in Professuren berufen, ohne daß dabei der Nachweis wissenschaftlicher Leistungen als
Zur spanischen Königshochzeit.
Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine lange Reihe von schönen Tagen, — dieses Wort des größten deutschen Dichters kommt einem in den Sinn, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Anforderungen die Feierlichkeiten ihrer Hochzeit an die junge Prinzessin EnavonBattenberg stellet! werden. Sie werden ihr gleich von Anbeginn an zeigen, daß der Berus der Königinnen kein leichter ist. Heute, am Donnerstag, verläßt die Prinzessin vormittags das Schloß El Pardo, legt in Madrid ihr Hochzeitskleid! an und' begibt sich in feierlicher Prozession nach der Kirche von San Geromino, luo der König in gesondertein Zuge ein trifft. Um 11 Uhr 30 Min. geht die Trauung vor sich. Zwei Stunden später empfängt das Königspaar im Schlosse von Madrid die Glückwünsche der fremden Fürstlichkeiten und übrigen Abgesandten. Es folgt eine Galatafel, und der Tag wird beschlossen durch eine Rundfahrt in der illuminierten Stadt. Am Freitag, dem 1. Juni, gibt der König seinen ausländischen Gästen ein Bankett und empfangt daraus die in Madrid beglaubigten Diplomaten. Ter Samstag ist sür das große Stiergesecht Vorbehalten, das der Bevölkerung von Madrid als der Höhepunkt des Festes erscheint. Am.Sonntag ist Gottesdienst in der Schloßkapelle, abends Galaoper im Königlichen Theater. Damit ist das Programm aber noch keineswegs erschöpft. Es zieht sich vielmehr bis in die nächste Woche hinüber. Diese beginnt am Montag mit einer Parade über bie Garnison und am Abend des gleichen Tages erscheinen der König und die Königin auf einem Balle bei der Herzogin von Fernan- Nnnez. Am Dienstag abend bringen die Militärkapellen dem Königspaar einen Zapfenstreich vor dem Schlöffe. Am Mittwoch speist das diplomatische Korps bei Hose und am Donnerstag sind König Alfons und seine Gemahlin die Gäste der Stadt auf einem Balle im Rathause. — Man wird zugeben müssen, daß dies ein bißchen zu viel des Guten ist. *
— „Die Invasion von 1910". Einfall der Deutschen in England von William Le Queux. Die Seeschlachtkapitel von Admiral H. W. Wilson. Uebersetzt von Traugott TamM. Concordia Deutsche Verlagsanstalt, Hermann Ehbock in Berlin W. 50. Preis gchl 3 Mk. — Dieses Buch läßt sich nicht in eine der bräuch- tichen Kategorien einrechen. Cs bringt eine seltsame Pyaw tajie die sich der gegentoärtigen Gruppierung der Ntachtsakto- rat ring£ um die Äcordsee bemächtigt hat. Staunend reibt M
der Leser die Augen, wie um genauer hinzusehen, und unschlüssig fragt er sich: Wie weit darf ich rnitgeheu, ohne ins Bodenlose zu geraten? Doch die erste Prämisse zugegeben, geht alles seinen natürlichen Gang. Falls jemals Deutschland — hier liegt jene eine Prämisse — sich zur Invasion in England entschließen sollte, bann wird es möglicherweise allerdings so Vorgehen, wie dieses Buch es schildert. Die „Invasion von 1910" hatte in England einen überwältigenden Erfolg, und das englische Unterhaus hat sich mit ihm eingehend beschäftigt. Lord Roberts hat das Buch empfohlen, und Admiral H. W. Wilson hat die Marinekapitel mit beigesteuert, die zu betn Glänzendsten, Packendsten und Wahrsten gehören, was je, seit es Seekämpfe gibt, geschrieben worden .ist. Die „Daily Mail", die gegenwärtig die „Invasion" zum Abdrua bringt, soll durch sie eine Vermehrung ihrer Abonnentenzahl um 766 000 erfahren und dem Autor an Honorar und für feine Barauslagen bei Rekognoszierung sämtlicher östlicher Grafschaften, Die den Kriegsschauplatz darfiellen, über eine Million Mark gezafflt haben!! In England hat die „Invasion" die Gemüter derartig erregt, daß der Verfasser und die „Daily Mail" Ursache hallen, einen Ausbruch der Volkswut zu fürchten, uno schließlich dem allgemeinen Sturmlauf unendlicher und schriftlicher Beschwörungen sich haben fügen und dem Werke einen gegen den ursprünglichenPlanver- stoßenben, für England günstigen Schluß anhäng en müssen. Tie deutsche Ausgabe, für die ein solcher Anlaß nicht vorhanden ist, stellt jedoch mit Genehmigung des Autors den allein folgerichtigen Abschluß wieder her, der die Erfolge der deutschen Waffen durch einen entsprechenden Frieden gekrönt werden laßt.
— Gerade rechtzeitig zur bevorstehenden Rembrandt- Feier erscheinen von den „Klassikern b er Ku n st in Gesamtausgaben" ber Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart bie Lieferungen 31—37 (Preis je aO Psg.), mit benen in diesem vortrefflichen lunstgefchichtlichen Unternehmen bie inrpvjante Reihe der herrlichen Gemälde Rembrandts eröffnet wird. Es ist vielleicht nicht überflüssig, vor allem aufs neue daraus hinzuweisen, daß die Haupr- cigenart und der Hauptvorzug der „Gesamtausgaben" in dem Prinzip besteht, weniger den Kunsthistoriker als den schaffenden Meister selbst „zu Wort kommen" zu lassen, xnbem sie die sämtlichen befannten Schöpfungen jedes Künstlers in getreuen Reproduktionen und tu lückenloser, durch keinen Text unterbrochener Reihenfolge vor Augen
führen, während der Kunstgele'hrte sich darauf beschränkt, in einer knapp gehaltenen biographisch-ästhetischen Einleitung und in einem! Anhang mit Spezialerläuterungeni das Wichtigste von dem zu geben, was die historische Forschung und die ästhetische Erkenntnis über den Meister und seine Kunst zu sagen weiß. Rach diesem als ungemein fruchtbar anerkannten Prinzip ist hier auch der große Niederländer behandelt, von dessen Gemälden (insgescnnL 565) wir in den vorliegenden Lieferungen bie aus berr Jahren 1627—1643 ftammenben, gegen 300 an Zahl, wieder- gegeben finden, begleitet von einem größeren Abschnitt der Einleitung, die Adolf Rosenberg, der kürzlich verstorbene ausgezeichnete Rembrandt-Kenner, geschrieben hat. Die folgenden Lieferungen, die den Rembrandt-Band vervollstän-. digen werden, sollen, wie wir hören, noch vor der Rembrandt-Feier ausgegeben werden.
— Die zweite Nummer der von Dr. Rudolf Presber herausgegebenen neuen Monatsschrift „Aren a" liegt uns vor. Dieses Mai-Heft bringt eine lange Reihe interessanten Artikel und Novellen. Der Russe Anton Tschechow, den Gießener Theaterfreunden bekannt durch eine satirische Groteske „Ter Bär", gibt in seinem „Landschaftsarzt" eine ber kleinen, spannenden Skizzen aus dem Leben, in denen seine feine Psychologie so viele fesselnde Gestalten geschaffen hat. Ihm gegenüber steht ber Deutsche C. Ferdincmbs mit ber kecken, tragisch enbenben Geschichte vom „Mannskerl". Paul Liman spricht von den „Waffen des Friedens", ben Verträgen und Vereinbarungen ber Nationen, Hans Rosenhagen über die Berliner Irühsahrsausstellungen, Spar- tacus über die Olynipischen Spiele. Die Aufmerksamkeit zahlreicher Leser und Leserinnen wird der Arllkel Dr. G. A. Langes „Aus der vierten Dimension" fesseln. Dr. Lange gibt sich in dem sehr lebhaft geschriebenen Essay als Verteidiger der okkultistischen Ueberzeugung. Pros. Dr. Schleich wägt in seinem kurzen Artikel „Vivisektion" das Für und Wider dieser delikaten Materie ruhig ab. Prinz Emil Schön- aich-Earolatü hat ein prächtiges Landsknechtsgedi-c^ beige- steuert. Rudolf Presbers Theaterarllkel „Die Perle der Meopatra" sei noch besonders hervorgehoben. Dazu noch ein Artikel der Französin Severine über die Katastrophe von Courriöres in der Uebersetzung von Karlernst Knatz, die interessante Rubrik „Verstaubte Schätze", ein Amerikanisches Lied, eine kleine Skizze Walter Harlans und Karikaturen. Eingeleitet wird das mit Photographien und Zeichnungen geschmückte Heft durch sechzehn Photographien von Bilder« aus der diesjährigen SeMionsausstellung.


