A. Reinig Opxlscne Waat en Giessen üeitersweg 30
7088
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 29. d. Mts., nachm. 3 Uhr vom alten Friedhof aus statt,
Die tieftranernden Hinterbliebenen
Regina Abraham und Kinder,
Giessen, Büdingen, Paris, Moskau, New-York, den 27. November 1906.
Todes-Anzeige.
Gestern nachmittag 5 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden
Herr Wilhelm Bernhard
im Alter von 42 Jahren.
Der Verstorbene war 18 Jahre in meinem Geschäft tätig, hat dasselbe lange Zeit mit Umsicht, Fleiss und Treue geführt. Ich werde ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Giessen, den 28. November 1906.
Fran Roller Ww«
Bahnhofstrasse 55.
_ . Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs ans statt. [7089
Tades-Anzesge.
Hierdurch die traurige Mitteilung, dass mein lieber Gatte, unser guter Vater, Onkel und Schwager
Herr Sigismund Abraham
heute plötzlich und unerwartet im Alter von 54 Jahren sanft entschlafen ist.
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7084
stattfindet.
Der Vorstand
neben wir mit dem Anfügen geziemend Kenntnis, daß die Beerdigung Donnerstag, den 29. l. Mts., nachmittags 3 Uhr vom allen Friedhöfe aus
1853—1903
Vom Ableben unseres Altersgenossen
S. Abraham
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben, unvergeßlichen Vaters, des Herrn
Ludwig Schneider sagen innigsten Dank
Die trauernden Hinterbliebene«
Gießen, den 27. November 1906. [7091
7090
aus
2
Lehrlinge: 1 Kellner.
tum zu gelangen, bemängelte weiter Strafantrags von Staatsanwaltschaft
besonder? in h^r Eisengießerei. Diele Eisenindustrielle sind aber wieder ganz anderer Meinung. So viel ist sicher daß einstweilen die günstigen Urteile weitaus überwiegen, nicht allein an Zahl sondern auch an Bedentuna.
Hausen, den 28. November 1906.
Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen.
Müller.
Lehrlinge:
1 Elektrotechniker, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Bäcker, Installateure, 1 Kaufmann.
30 0 M k. verurteilt. Er wg die von ihm erhobene Berufung zurück und erkannte das Urteil an. ö
Climbach, den 27. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Climbach.
Stein.
Telephon 593 Franks.Str. 39 geben. [7032
Die ständige Nachfrage nach demselben ist der beste Beweis, wie gerne alle Kinder ihn nehmen. Eine Probcflasche wird Sic hiervon überzeugen.
vermischtes.
"Eine empörende Meldung kommt aus der Hauptstadt der amerikanischen Philippinen-Inseln Manila. Reuter telegraphiert von dort: Von 24 Gefangenen in Bilibid, die zu Versuchszwecken mit Cholera- gif t geimpft worden waren, sind zehn gestorben. Die Aerzte, die die Versuche angestellt haben, erklären, der Choleragiftstoff sei durch Bubonenstoff infiziert gewesen. Der Generalgouoerneur hat die betreffenden Gelehrten von einem Verschulden freigesprochen und bekannt gegeben, daß er Vorsorge treffen werde, daß die betreffenden Familien vor Not geschützt werden.
XCird)lid>e Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Donnerstag, den 29. November, abends 8 Uhr, im MarkuS- saal, Kirchstr. 9: Bibelstunde. 1. Timotb.-Brieh Kap. 4.
Pfarrer Schwa b e.
Orsglnal-Drahtmeldungen.
Berlin, 28. Nov. Bei den heute begonnenen Kolonialdebatten sprachen im Reichstage: Vom Zentrum Dr. S ch ä d l e r und Erz berger, von den Konservativen Freih. von R icht- hofen, von der ReichSpartei Dr. Arendt und von der wirtschaftlichen Vereinigung Dr. Lattmann. Die Debatten dürften am Ende der Woche beendet fein.
Berlin, 28. Nov. Der falsche HauptmannVoigt hat jetzt, da der Tag der Verhandlung näher rückt, seinen Gleichmut verloren. Er rechnet mit einigen Jahren Zuchthaus.
St. Johann, 24. Nov. Zur Verhandlung über die Pensionierung deS Bürgermeisters Dr. Neff war eine dringende StadtratSsihung einbernfen. Angenommen wurde ein Antrag, demzufolge der Stadtrat einstimmig den Rücktritt bedauert. Ferner wurde bedauert, daß der Bürgermeister eine Aussprache mit dem Kollegium abgelehnt habe. Die Abstimmung ergab zur allgemeinen Ueberraschung zwölf Stimmen für die Entlastung, 6 dagegen. Zwei Zettel waren unbeschrieben.
Landau (Pfalz), 28. Nov. Das Kriegsgericht verurteilte den einj.-freiwilligen Arzt Dr. Waller st ein wegen Herausforderung zum Zweikampf und Beleidigung deS Mannheimer Augenarztes Dr. Bär zu einem Tage Festungshaft und 100 Mk. Geldstrafe.
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einen Fehler, wenn Sie nicht Ihren Kindern den garantiert reinen
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der Germania-Drogerie
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Des Nachbars Wiese.
Dem Landwirt I. F. X. von Leihgestern ging ein Strafbefehl zu, weil er wiederholt beim Mähen mit der Maschine die Wiesen seiner Nachbarn betreten und diese beschädigt hat. Er machte geltend, es sei ihm nicht möglich, anders zu fahren, und erhob Widerspruch. Tas Feldgericht wies diesen zurück, da wegen des zugefügten Schadens Bestrafung eintreten mußte, indem von den Geschädigten Antrag auf Bestrafung gestellt worden war. Er focht das Urteil an und brachte bei dem Berufungsgericht vor, daß er ebensogut berechtigt sei, beim Mähen die Nachbarsgrundstücke zu passieren, als ihm die Berechtigung zustehe, über andere Wiesen zu fahren, um auf sein Eigen-
Kirchenuhrvergebung.
Die Gemeinde Climbach beabfichtigt, ihre alte Kirchenuhr durch eine neue entsprechende Uhr erneuern zu wollen, ausschließlich eines Zifferblattes.
Die Interessenten werden ersucht, nach vorheriger Einficht über die Platzfrage, Offerten nebst Muster und Preisangabe für Liefern und Aufstellung einer Uhr, welche 8 Tage geht, halbe und volle Stunden schlägt, bis Montag, dett 10. Dezember, mittags 12 Uhr, einzureichen.
Wiesen zu fahren, um auf sein Etgen- Dieses wurde aber sehr bezweifelt. Er das Vorliegen eines ordnungsmäßigen feiten der Geschädigten, weshalb die dem Gericht anheimgab, das Verfahren einzustellen. Es erging Gerichtsbeschluß, daß die En t sch ei- dun g nach acht Tagen zu verkünden sei.
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Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Hausen für daS Rechnungsjahr 1907 liegt vom 1. Dezember ds. IS. an, acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Interessenten offen.
Es suchen Arbeit: b*»/
1 Schmied, 2 Heizer, 1 -Hilfsarbeiter, 1 Wagner, 1 Tavezier, Schreiner, 2 Küfer, 4 Wasch- und Putzfrauen, 1 Büglerin
1 Maurer, 1 Arbeiter, 1 Hausbursche, 1 Dienstmädchen, 2 Lausfrauen. '
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im Kaisersaal deS RefidenzschlosteS nahmen außer dem Groß- Herzog u. a. folgende Herren teil: Mliseumsdirektor Dr. Back, Prof. Thoma, Geh. Oberbaiirat Hofmann, Prof. Scharvogel- Darmstadt, Prof. Messel, Prof. Olbrich, KabinetSbibliothekar Zobel, Präsident Braun, die Geheimräte Dr. Weber und v. Diegeleben und einige Herren vom Hofe, zusammen 24 Personen.
fc. Mainz, 27. Nov. Die 26jährige, zweite Ehe- fr au des Zigarrenmachers Liesenfeld goß sich in selbst - mörderischer Absicht Benzin über den Kopf tmb hielt ein brennendes Streichholz daran. Sofort war bet Kopf von Flammen umhüllt, bie von herbeieilenben Nachbarn burch lleberroerfen von Decken erstickt würben. Die Frau ist schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Unglückliche Familienverhältnisie waren bas Motiv ber Tat.
§ Wetzlar, 27. Nov. Durch verschiedene bildliche Darstellungen, Briefsammlungen und Drucke aus Goethes Zeit hat unser historisches Lotte Haus eine erneute Anziehungskraft erlangt. Als besonders interessant sei der hier vorliegende Brief Jerusalems (Werther), den er in Wetzlar an seine Schwester richtete, erwähnt. Sehr-viel wird auch das Silhouett bewundert, das Lottes Bräutigam darstellt. Im Laufe der nächsten Jahre gedenkt man die bereits vorhandene Sammlung zu einem Werther-Museum zu gestalten.
— Dillheim (Kreis Wetzlar), 27. Nov. Die christ - lich-soziale Partei entfaltet fortgesetzt im Kreise Wetzlar eine rührige Tätigkeit. Gestern abend referierte hier Parteisekretär Rüffer über die Frage: WaS wollen die Christlich-Sozialen ? Redner zeichnete bie Forderungen betreffs ber Staats-, Gewerbe-, Steuer- unb Kolonialpolttik.
ll Marburg, 27. Nov. Am Samstag machten vier Studenten einen Ausflug in? Ohmtal. Auf bcm Heimweg verirrte sich einer von ihnen im Felbe unb übernachtete bort. Als man ihn anbern TagS fand, war er schwer krank. Jetzt ist er gestorben.
W Frankfurt a. M., 27. Nov. In ber heutigen Stadtverordneten-Sitzung teilte Oberbürgermeister Adickes mit, daß die Negierung ihre Zustimmung zur Errichtung einer Baugewerkschule unter der Bedingung gegeben habe, daß die Stadt das Schulgebäude errichtet und einen jährlichen Beitrag zu den Unterhaltungskosten zahlt. Die Versammlung, die sich schon früher zu einem Zuschuß von 25000 Mark bereit erklärt hatte, beauftragte einen Ausschuß zu Verhandlungen mit der Regierung.
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
Zur Konjunkturfrage. Die Diskussion über diese Frage hält an und man bekommt die Stimmen von Autoritäten tu hören. Im „Tag* wurde die Frage von Bankdirektor Schinkel-Hambura, dem Großinbustriellen August Thysien und Eberbergrat Wachter in Berlin behandelt. Der Bankdirektor sprach sich mehr im theoretischen Sinn aus ohne ein bestimmtes Urteil abzugeben. Tie beiden letztgenannten Herren aber äußerten sich recht zuversichtlich. In dem teueren Geldstand sieht Thyssen feinen Schaden, er zügele die Produktion unb warne gewissermaßen vor unverständigen Schritten. Wachler svricht ber jetzigen Marktlage eine Tauer über 1907 zu. Das B. T., das infolge ber neuen Zölle schwere Zeiten schon lange prophezeit, ist mehr pessimistisch unb schreibt neuestens wieder, der teure Geldstand verlangsame die Unternehmungslust
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 27. November. Ein mißglückter Schwindel.
Zwei st ellenlose Handlungsgehilfen, A. G. aus Magdeburg-Neustadt und F. K. aus Jena, kamen im vergangenen Monat auf ihrer Wanderschaft ohne Mittel und mit schlechter Fußbekleidung hierher. Sie beratschlagten, was anzufangen sei und beschlossen, einen ,,Gnmpf" zu machen. G.,. der in der Augenklinik untersucht worden war, hatte ein Rezept mit der Unterschrift eines Privatdozenten in Besitz. Er veranlaßte K., Zettel zu schreiben, auf denen die Inhaber von zwei hiesigen Schuhgeschäften ersucht wurden, dem Ueberbringer zwei Paar Boxkalfstiefel zur Auswahl mitzugeben. Die Zettel waren mit der Unterschrift des Privatdozenten versehen. G. ging in das eine der Geschäfte und gab sich unter Vor^igung des Zettels als Wärter aus, indem er bemerkte, der Arzt wolle verreisen und benötige die. Stiefel, die Sache solle rasch gehen. Ter Schuhmacher schöpfte Verdacht und erkundigte sich telephonisch in der Klinik. Ms ihm die Mitteilung wurde, der Arzt habe weder Stiefel nötig, noch habe er jemandem Auftrag gegeben, ihm solche zu besorgen, telephonierte er, an die Polizei, welche die Täter alsbald festnahm, wobei "der an das andere Geschäft gerichtete Zettel gefunden wurde. Die Angeklagten waren geständig, sie suchten sich zu entlasten, indem der eine die Schuld auf den andern schob. Das Gericht war nicht im Zweifel, daß G., der wegen ähnlicher Taten bereits bestraft ist, die Seele der ganzen Sache war. Er wurde wegen Urkundenfälschung mit Betrugßversuch zu 1 Jahr Gefängnis und drei- jährigem Ehrverlust verurteilt und ihm ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. Sein noch unbestrafter Genosse kam mit einer durch die erlittenen Untersuchungshaft als verbüßt zu erachtende Gefängnisstrafe von einem Monat durch.
Die Angst vor dem ArbcltöhauS.
Der vielfach bestrafte B u ch h a n d t u n g s g e h ü l f e St. R. aus Argenau wurde hier bettelnd betroffen, was ihm eine Haftstrafe von 4 Wochen eintnig, nach deren Verbüßung er der Landespolizeibehörde zwecks Unterbringung in ein Arbeitshaus überwiesen werden sollte. Da er bereits schlechte Erfahrungen im Arbeitshause gemacht hat, versuchte er sein Glück bei der Strafkammer als Berufungsinstanz. Diese bestätigte jedoch das angefockttene Urteil, mdem sie für festgestellt erachtete, daß es sich um einen krastraen Menschen handelt, der einer geregelten Arbeit aus dem Wege geht. Es lag deshalb keine Veranlassung vor, der Verwaltungsbehörde die Möglichkeit zu entziehen, ihn in ein Arbeitshaus unter'ubringen.
Serienlose.
Das Schöffengericht Herbstein hat den Reisenden V. G. von Horras auf Grund des Gesetzes vom 11. April d I wegen Vertriebs von sogenannten Serien- losen, womit er die Bewohner verschiedener Ortschaften des Vogelsbergs beglückte, zu einer Geldstrafe von
kMWr AröMsiljUiS Wes.
Gartenslratze Nr. 2, Zimmer Nr. 2.
, , L K sbnnen eingestellt werden:
KA fiA ? Schlosser, 1 Schmied, 2 Wagner,
60-80 Arbeiter für eine Leder- und Schuhfabrik (auswärts) 2 Schreiner, 1 Schuhmacher, 3 Dienstmädchen, 1 Hausburschc, 2 Lauffrauen, 1 Schrelbgehilfe. 1 1 '


