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28.11.1906 Erstes Blatt
 
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150. Jahrgang

Erstes Blatt

Mittwoch November 1906

Siebener Anzeiger

General-Anzeiger 99

Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Z)ie yeufige Kummer umfaßt 14 Seiten

Nr. 280 r | Setnr «LgltH außer Sonntag!.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hesfilchen Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal tn der

Woche betqelegL IRotanondbrud u. Ver­lag der Brübl 'ichen Univerl.-Buch-a. Slern- bruderet 9t Lang«. Skbaftton, Grpebtnon und Druckeret:

Echulsleabe 7.

Redaktton e=*» 113 Verlag u.Exped.e^Kbl Ildresie für Teoeichen:

Anzeiger (stteszeu.

vezn g Sv re«», monaillch7bVi., oierlel- jadrlich Mk. 8.20; durch 9lbbole- u. Ziveigslellen monatlich 65 'UL; durch bte'Uofl Mk 2. mertel» fährt auSscht Benellg. Annahme von Anzeige» für die TageSuuiiiiner blS vormittag- 10 lltjc. ZeilenoreiS lokal 12*91, auSivärl- 20 iPg.

Verantwortlich *üi den polit und aflgem. Teil V. Witiko, tüt Stabt und Uaiib* und Gerichl-laal' Ernst peb. hu den 91 n» reiaenteit dan- Cei,

Rldiculus mns.

Einlächerliches Mäuschen^, um mit PttblinS OviditiS Naso, dem römischen Dichter, zu reden, war daS Ergebnis der mit großem Wpplomb vorher angekündigten sog. .Sitzung der Ersten Kammer* vorn letzten Montag. ES bestund allem Anschein nach zunächst auf gewisser bekannter Seite jenseits des RbeineS allerdings die Absicht, eine offizielle Sitzung der Ersten Kammer hinter völlig verschlosienen Türen slattsinden zu lasten, sodaß also die hessischen PairS ganz unter sich gewesen wären und doch offiziell alsErste Kammer* versammelt. Jndeö sah man bald, daß einige Hindernisie dem doch im Wege standen. Man hatte wohl nicht daran gedacht, daß eS auch für die ganz exklusiv sich fühlenden PairS Gesetze gibt. Die landstündische Geschäfts­ordnung schreibt nämlich vor, woraufman* doch wohl bald schon aufmerksam gemacht wurde, daß die Organe der Ne. gicrung von keiner Kammersitzung auSschl'« ßbak sind und zweitens will der letzte Absatz dcS Artikels 38 der Geschäfts- ordnung auch die P u b l i k a t i o n der Berichte solcher geheimen Sitzungen. So kam eS denn nur zu einer einfachen ver­traulichen Besprechung, die gerade so gut im Wormser HeylShofe hätte stattfinden können, und acnau so hoch oder so niedrig vom verfassungsrechtlichen Standpunkte auS zu bewerten ist, wie etwa eine Zusammenkunft sämtlicher Ver­trauensmänner eine? NeichStagSabgeordneten. Die .Sitzung* war also nichts als ein privater Zirkel. Wollte trotz­dem die Erste Kammer diese geheime Privatunterhaltung als Sitzung betrachtet reiften, dann wäre sie verpflichtet, den Verhandlungsbericht zu veröffentlichen.

In unserem gestrigen Berichte heißt eS, und wir haben schon gestern diese Stelle durch AuSrufungSzeichen gekenn­zeichnet, daßfast sämtliche Nedner gegen die Bestätiaiing EißnertS* gesprochen hätten. Wie viele und wer nicht in daS Wormser Nebelhorn mit eingestimmt, daS wurde unferm Berichterstatter verschwiegen. Deutlich aber geht daraus her­vor, daß die Nechnung auch hier nicht ganz aufgegangen ist.

Daß daS Bestätigungsrechtim Sinne der Städte- ordnung" ein Recht der Krone ist, das haben die Ver­fasser deS gestern schon mitgeteilten Antrages der Ersten Kammer nicht in Ruck sicht gezogen. Man wollte loyaler- reeise nicht gegen S. K. H. den Großherzog remonstrieren. Die bevorstehende Beratung deS Gesetzentwurf betr. die Städteordnung wird aber wohl gewissen Herren von der Ersten Kammer Veranlassung geben, eine Protest-Kampagne gegen das Bestätigungsrecht der Krone zu eröffnen. Tas Ministerium hat indes das hessische Volk hinter sich und wird sich diirch die Opposition eines Häufleins sich stark glaubender Herren nicht nervös machen lassen.

Deutsche» Reich.

Berlin, 27. Rov. Der Kaiser hat sich für heute abend beim Reichskanzler und der Fürstin Bülow zum Diner angesagt. Einladungen hierzu erhielten u. a. Staats­minister v. Arnim, Staatssekretär v. T'chilschky, der Gouver- neur von Deutsch-Südwestafrika Dr. Lmdequist, der General­direktor der Bibliothek Professor Dr. Harnack, Professor Slaby, Professor Schiemann.

Rach derRordd. Allg. Ztg.* ist das amtliche Er­mittelungsverfahren, das gegen Geheimrat Seitz ouS dem Kolonialamt wegen verschiedener Anschuldigungen schwebte, mangels ausreichender Beweise eingestellt worden.

Im ReichSamt deS Innern ist ein Gesetzentwurf betr. die Heimarbeit ausgearbeitet worden, der sich zunächst auf die Tabak-Industrie beschränkt. Er soll dem Reichs­tage binnen kurzem zugehen.

Bei der heute stattgehabten Nachwahl für den dritten Berliner Landtags-Wahlkreis, die durch den Tod deS bisherigen Vertreters Stadtschulrat Dr. Zwick nötig geworden war, erhielten NeichstagSabg. Dr. Müller-Sagan (frf. 93p.) 1111, NeichstagSabg. Ledebour (Soz.) 1114 und Rechtsanwalt Ullrich (kons.) 211 Stimmen. Somit findet Stichwahl zwischen Ledebour und Müller-Sagan statt.

DerKöln. Ztg." wird telegraphiert: Uebcr die Beratungen, die im NeichSjustizamt unter Zuziehung von Vertretern deS preußischen Justiz- und Finanzministeriums, der bayerischen, sächsischen, württembergischen, badischen und hessischen Negierungen, der Hansastädte und der Neichslande zur Frage der Reform des Amtsgerichtsverfahrens stattfanden, erfahren wir folgendes: Tie Reform wird sich in vier Richtungen bewegen: 1. Vereinfachung und Be - s ch l e u n i g u n g des Zerfahrens nach Art des GerverbegerichtS; 2. Ausschluß ben Berufung gegen die Urteile des Amtsgerichts in Sachen mit ganz geringem Streitwert; 3. Vereinfachung deS Kosten- und Zustellungs- wesens, z. B. durch einfache Berechnung der Gebühren unter besonderer Berücksichtigung der kleineren Sachen, um die raschere Erledigung der Gebühren-Emziehung zu ermöglichen; 4. Erhöhung der Kompetenzen der Amtsge'richte. Während zu den P inkten 1, 2, 3 eine Einigung unter den Teilnehmern der Beratung ini wesentlichen erzielt wurde, gehen über die Kon petenzerhöhung der Amtsgerichte die An­sichten noch auseinander. Tiefe Frage biete auch insofern besondere Schwierigkeiten, als durch sie eine besondere Ver­

schiebung der Praxis der Anwälte an den Land­gerichten zuglinsten der Anwälte an den Amts- ge richt en eintreten würde. Auch würde bei kleinen Land­gerichten, die schon jetzt eine kaum ausreichende Beschäftigtma haben, die Frage einer Existenz, die da? wirtschaftliche und gesellige Leben der kleinen hierbei in Betracht kommenden Städte lebhaft berührt, aufgeworfen werden müssen.

Köln, 27. Nov. Bei den heute beendeten Stadt­ratswahlen, in der zweiten Klasse die notwendig gewor- den waren, weil die vorjährigen Wahlen dieser Klasse wegen unstatthafter Stimmenzählung für ungiftig erklärt worden waren, siegten die Liberalen mit durchschnittlich etwa 60 Stimmen Mehrheit. Tie bisherige Zentrumsmehr­heit in dem Stadtrat geht damit auf die Liberalen über.

Nürnberg, 27. Nov. Ter Maoistrat setzte einen Ausschuß ein, der unter Zuziehung Sachverständiger von Zeit zu Zeit prüfen soll, ob die Fleisch preise den Vieh preisen entsprechen.

München, 27. Nov. Der ZentrnmSabg. Dr. Heim erlitt einen Schlaganfall, an dem er bedenklich bar- niederliegt.

ßccr und Flotte.

AuS Meran wird der T o b deS deutschen Obersten HanS Kuno v. Madai gemeldet, der im Jahre 19"0 das erste deutsche Seebataillon als Kommandant nach China führte.

Ausland.

London, 27. Nov.Reynolds NewSpaper" berichten in einem längeren Artikel, daß Deutschland den König Leopold bei der Konferenz der Mächte, welche England bezüglich deS KongostaateS einjuberufen gedenkt, unter­stützen werde. Kaiser Wilhelm habe dem König diesbezüg­liche Versicherungen gegeben. Diese Haltung bedeute aber nicht, daß Kaiser Wilhelm die Politik deS Königs von Belgien im Kongostaate billige, seine Haltung habe vielmehr aus­schließlich zum Zweck, Belgien Frankreich zu entfremden. Dies sei auch der Grund, weshalb König Leopold sich so hart­näckig gegen die englischen Forderungen anftebne. Englischer­sei man jedoch entschlossen, sich über die Haltung Deutschlands keineswegs zu ärgern, aber trotz alledem auf Durchführung von Maßregeln im Kongostaate zu bestehen. (Wieder einmal eine Blüte vom Baume englischer Teutschenhetze!)

Brüssel, 27. Nov. Vor der heutigen Sitzung der Kammer hielten die Abgeordneten der Rechten eine Versamm­lung ab. Tie Mitglieder der Negierung brachten die Ver­wirklichung des Rechtes der Besitzergreifung deS Kongo st aates durch Belgien zur Sprache. Einige Mitglieder wiesen darauf hin, es sei nötig, zunächst die Souzeränitätsrechte des Kongostaates festzustellen.

Nom, 27. Nov. Der Obstruktion der Zoll­beamten Genuas haben sich deren Kollegen in Mailand, Nom und Neapel angeschloften. Die Beamten beklagen sich über übermäßige Arbeit, Langwierigkeit der Karriere und Verzögerung der versprochenen Reformen.

Tanger, 27. Nov. Anhänger Naisulis griffen heute morgen SahS nahe bei Tanger an. Ein sehr ernster Kampf fand statt, in dem eS auf beiden Seiten Verwundete und Tote gab und vier Dörfer verbrannt wurden. Schließ­lich wurden die Angheraleute zurückgeworsen.

Schanghai, 27. Nov. Ein internationales Komitee wendet sich an Europa und Amerika mit der Bitte um Hilfe gegen die Hungersnot in Nordkiangsu, wo 10 Millionen infolge der Zerstörung der Ernte durch Ueberschlvemmungen im Umkreise von 40 000 Quadratmeilen vor dem Hunger­tode stehen.

Zins Stadt und (and»

Sprechstunden bc. v . ...t.- -*V28 Uhr abds.

Gießen, 28. Nov. 1906.

Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde veranstaltet Donnerstag abend ihren dritten Vortragsabend. Dr. N. Hartmeyer auS Berlin wird einen Lichtbilder- Vortrag über die Hamburger südweftanstralische Forschungs­reise halten.

Fischerei-Verpachtung. Die gestern für die Lahn, Wieseck und Kleebach im Lenzschen Felsenkeller ab­gehaltene Flscherei-Verpochtung, die auf 12 Jahre er­folgte, hatte ein überraschendes Resultat. ES rouröen Höchst­gebote abgegeben, wie man sie in der Höhe bei den In­teressenten nicht für möglich gehalten hatte. Die bisherigen Inhaber trieben eigentlich nur Sportfischerei. Tatsache ist ferner, daß daS pekuniär lohnendere Angeln auf Hechte in der Lahn immer mehr nachgelassen hat, wogegen sich natur­gemäß die anderen Fischarten vermehrt haben. Um so Über­raschender waren die hohen Pachtpreise für die Fischer, die die Verhältnisse kennen. Es wurden geboten für die Wasser: 1. bis Lollar, bisher 15 0 Mk., Gebot der Main-Weser- Hütte 150 Mk., 2. Lollar-Wißmar (am Teufclsberg), bisher 100 Mk., Gebot Bullendorf-Wißmar 140 Mk., 3. Badenburg, bisher 115 Mk., Gebot LouiS Helmhold 92 Mk., 4. Baden- burg-Lalinsbach, bisher 150 Mk., Gebot Oekonomieverwaiter Heinz-Gießen 280 Alk., 5. Sluf der Woog-Brücke am Neu-

ftäbtertor, bisher 400 Mk., Gebot Mühlenbesitzer Möser-Gießen 630 Mk., 6. Neiimüble-Landwehrgraben, bisher 190 Mk, Gebot Kaspar Spieß-Gießen 230 Mk., 7. Heßler bis preußisch« Grenze, bisher 145 Mk., Gebot 180 Mk., 8. Dutenhofen, bisher 63 Mk., Gebot Weber-Iagdschlößchen 103 Mk., 9. Atzbach, bisher 65 Mk., Cp-bot Feilnig-Atzbach 261 Mk., 10. Dorlar, bisher 23 Mk., Gebot Heinz-Wetzlar 205 Mk. DaS Wasser der Kleebach bei Großen-Lmden, bisher 10 Mk., Gebot C. HaaS-Gießen 50 Mk.; der Wieseck b. Gießen, bis­her 43 Mk., Gebot Angler-Klub 85 Mk.; der Wieseck bei Großen-Buseck, bisher 32 Alk., Gebot W. Hill-Gießen 91 Mk. Zu diesen Pachtpreisen wird der Zuschlag auf 12 Jahre er­teilt. Die Gebote verstehen sich für daS Jahr.

Rudergesellschaft. Daß die hiesige im Jahre 1877 gegründete Nu vergesellschaft nicht nur ihre Ehre in sportlicher Betätigung sucht und findet, sondern auch den a-sellschastlichen Verpflichtunaen während der Ruhezeit beS Sportes gerecht zu werden weiß, ist eine längst bekannte Tat­sache. ES gehören die Winterfeste dieser Gesellschaft zu den schönsten Veranstaltungen, die seitens eines Sportvereins geboten werden können und man erinnert sich gern der unter großer Beteiligung gefeierten Strand-, Wald- und Jahr- marktsfeste rc., die in vollendeter Weise durch die geschickte Hand langjähriger Freunde der G. R.-G. zur Durchführung gelangten. Die dreißigjährige Wiederkehr deS GründungStageS steht zu Anfang kommenden JahreS bevor und damit dürfte dem diesjährigen Winterprogramin das Gepräge gegeben sein. Wie au8 dem Inseratenteil er­sichtlich, eröffnet die Saison einer der beliebten Herren- aben de und zwar am 1. Dezember im Casö Ebel. Uebcr» raschungen der verschiedensten Art sind geplant und werden den Abend zu einem besonders genußreichen gestalten.

* * Die hessischen Handelskammern beschlossen nach der Frkf. Ztg., als ihren Vertreter in die Zentralstelle für Landesstatistik den Syndikus Schloßmacher in Offenbach als den ältesten geschäftssührenden Beamten der hessischen Handelskammer vorzuschlagen. Der von der HaubelS- fammer Mainz vorgelegte Entwurf eines statistischen Jahrbuchs wurde gutgeheißen. Es soll für 1906 zum ersten Mal erscheinen und auch im Buchhandel zugänglich sein. Man hofft, daß die beteiligten Zentralbehörden die hessischen Handelskammern zu diesem Zwecke durch Uebcr- laftung des erforderlichen Materials unterstützen werden.

* Von der Ersten Kammer. Der vierte Aus­schuß hat eine Reihe von Anträgen und Vorstellungen laut den vorliegenden Berichten entsprechend den Beschlüssen deS anderen Hauses erledigt, u. a. auch den Antrag Schmitt betr. die Rayonbeschränkungen in Kastel und Kostheim, ferner den Antrag Erk und Genossen betr. daS Gesetz die ständig fiießenden Gewässer, den Antrag Frenay, Ulrich rc. betr. die Einführung von 9lrbeiterfammcrn, den Antrag Frenay betr. die obligatorische Krankenversicherung, die Vorstellungen von Heppenheim und Lorsch betr. Errichtung von Amtsgerichten und den Antrag Horn und Genossen betr. die Einstellung von Schülerwagen.

§ Wieseck, 26. Nov. Zu dem in Nr. 277 deS Gieß. Anz. enthaltenen Bericht über die Versammlung deS Bürger- vereinS schreibt uns der Großh. Bürgermeister: Zu den vermeintlichen Mißständen: 1. der Wasserleitung. Die Angabe ist unwahr, daß ein Gemeinderatsbeschluß am 20. März d. I. gefaßt worden fei. ES hat an diesem Tage eine Gemeinderatssihung überhaupt nicht stattgefunden. Der diesbezügliche Beschluß ist von der Bürgermeisterei auf dem Instanzenwege an daS Großh. Ministerium eingereicht worden, worauf jedoch eine ministerielle Entscheidung noch nicht er­gangen ist. 2. der Straßenverhältnisse. Die Gelänbe- erwerbSkommission, zu der auch der Vorsitzende beS Bürger­vereins feit dem Tode des Gemeinderats Kümmel gehört, wurde durch mehrere im laufenden Jahre ergangene Ge­meinderatsbeschlüsse wiederholt beauftragt, die zum Straßen­gelände erforderlichen Grundstücke zu erwerben. Diesem Auf­trage ist ober seitens der Geländeerwerbskommission bis jetzt nicht entsprochen worden. 8. der Schulangelegenheiten. Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 26. Oktober b. I. wörtlich beschlossen:Die Einweihung ber Schule wirb ver­tagt bis zur Fertigstellung beS Baues.* Da nunmehr ber Bau zur Benutzung fertiggestellt ist, wirb bie Frage ber Ein­weihung in ber heutigen GemeinberatSsihung zur Beratung gelangen. Gegenüber ben in ber Versammlung beS Bürger­vereins gemachten Angaben sei biefer wahre Sachverhalt zur Kenntnis ber gesamten Bürger- und Einwohner­schaft WieseckS gebracht.

sd. Darmstabt, 27. Nov. Nach ber Eröffnung deS Landesmuseums sand im weißen Saale deS Residenzschlosses eine Galatafel zu 93 Gedecken statt, zu welcher em großer Teil der hier anwesenden Vertreter von Kunst und Wissenschaft Einladungen erhalten hatten, u. a. Graf Schlitz gen. v. Görtz, Prof. Thoma, Prof. Messel, der Erbauer deS Museums, Graf Erbach-Fürstenau, Dr. Gg. SwarzenSki-Frankfurt, Prof. Dr. v. Rober-München, Prof. Dr. Lichtwark-Hamburg, Prof. Dr. Gabr. v. Seidl-München, Prof. Otto Bütschli-Heibelberg, Prof. Dr. v. Lange-Tübingen, Prof. Dr. Paul Clemen-Bonn, Prof. Dr. v. Drach.Marburg, Prof. Luthmer-Frankfurt a. M., Tr. Jessel-Berlin. Am Abend fand im Hoftheater Festvorstellung statt, zu der die Herren ebenfalls eingeladen waren. An dem Souper