SamStag 3S. LezemVer 1900
15V. Jahrgang
Erstes Blatt
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die des die am
Protestnote gegen die Patais deS Vertreters Haussuchung, gegen stücke und gegen die Msgr. Montagnini.
deS heiligen Stuhls vorgenonimeni die Fortschaffung verschiedener Schrift- gewaltsame Austreibung bcfl Tie Protestnote betont die Ungeheuer»
niuß von unseren kämpfenden Soldaten sprechen! Wer zeichnet für die deutschen Reichslagswätster das Bild von deutschein Idealismus unb deiNscher Trelte bi5 zuin Tode . . .? Wer hilft die 'Dhttel reichen, bau eine solche Flugschrift in jedes deulsche HauL und ui jede deutsche Familie gehl 1*
Tie Anregilng verdient Beachtung. Nur ist das Eine zu wünschen, daß nicht etwa die Regierung Geld dazu hergibt, ober eine oifiziofe Feder mit der Aiifgabe betraut.
Nr. 301
Erscheint tÄflliJ) ausiki Sonntags.
sken, siebener ')ln,xeiqet weide» nn Wechsel mit dein Kesstschen Landwirt die (Siebener Zamilien- blätter oiennal m der
Woche deiqelegt.
Roianonsdrnck u. Perlag der Brühl 'scheu Unioerf.-Buch-u. Stein» bruderet. 9L Bange. Redaktion, (fcrrebuum and Tnidpret:
Echnl st ratze 7.
Nedaki'ou 113
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Anzeiger vtietzcn.
sen dar, daß die Aufstellung des Flottenpt.og-.amms tke /srauzosijche Flotte ebenso notwendig sei, wie für Flotten fremder Mächte. Er verteidigt das System Flottenprogramms, tote es Deutschland, England und Bereinigten Staaten befolgten. Frankreich würde nächsten Lage Teutschlano bie Stirne bieten können. Wir sind im Begriffe, Angriffs-Unterseeooote von 500 Tonnen zu bauen. Frankreich wird so den Vorsprung ausnützen, tonnen, um sich eine furchtbare Waffe zu verschaffen. Ter Minister fährt fort, die ftanzös. Flotte stehe der deutschen Flotte nicht nach. Ter Senat nahm eüte Tagesordnung an, in der diesen Erklärungen zugestimmt wird.
— Die Deputiertenkammer yat das Gesetz über die A u s ü b u n g d e s K u l t u s mit 413 gegen 163 Stimmen
Negierungen, bei welchen sie beglaubigt sind, mitzuteilen, ein« von der französtschen Regierung im
angenommen.
Rom, 21. Dez. Offiziell wird bekannt gegeben, baß General Graf Lanza auf seine Bitte des Postens als Botschafter in Lernn enthoben und Albert Pausa zum Botschafter in Berlin ernannt wurde.
Wien, 21. Tez. (Herrenhaus.) In der Debatte über die Wahlreformvorlagen berent Frhr. Von Berger, es h.eße denjenigen, welche auf die Wahrreform als ihr gutes Recht warten, in politischer Hinsicht einen Bissen vom Munde wegnehn-en, wolle man die Wuyirei^rut tvja;.üerer. ooer vereitern, '.'ie. Wahlreform sei eine natö.. li.a,e Tochter des Zeitgeistes emcs Volkes. Der Redner ev* wartet von der Wahlre,orm einen politischen Heilungs- und Gesundungsprozest. Er werde aus Anhänglichkeit |iir den Thron uno aus Liebe zum Vaterland? für die Vorlage in der Fassung des Abgeordnetenhauses stimmen, Tas Herrenhaus nc; m d.e numerus-clausus-Vor- lage in allen Lesungen -mch den Vor.chlageu der Wahl- rejormtommlsiion an, welche die Hdchst^aht der Herren-
London, 2L De^. Das Parlament wurde heute mit einer Thronrede geschlossen. In der Thronrede gedenkt der König zunächst der Vermählung seiner! Nichte mit dem König von Spanien. Tie Beziehungen zuoenfremdenMächten sind fortgesetztsreu üblich. Dte Thronrede erwähnt sodann die befriedigenden Abmachungen mit Deutschland über die beiderseitigen grenzen in de-. Umgegend des Tschadsees und des V^toria-Nyanza und nm Frankreich über uie beider» serngen Grenzen zwischen den. Tschadsee und dem Nigger.
Paris, 21. Dez. (Senat.) Die Besprechung der Interpellation betreffend die Unzulänglrchleir des Flottenprogramms wird ausgenommen. In einer Antwort an die Interpellanten legt Marineminister Thom, für
südweslafrika Nischen Aufstandes hcrbeizusühren. — Bei der bevorstehenden Neuwahl zum Reichstag ergeht die Mahnung a n alte national gesinnten Wähler aller Parieren, dafür einzutrelcn, die nationale Ehre h o ch z u h a l t e n. Jin Großherzoglinn Hessen verdankte die graste 'Mehrheit der seitherigen fßeuxeicr j,n Reichstage (7 von v Abgeordneten) ihre Wahl ivesenl- lich dem einmütigen Z u s a m m e n w l r k e n slaatser- haltender Parteien. 'Möchten bie Wähler, die Himer diesen ihren bisherigen Vertretern gestanden haben, emmülig sich der Pflicht bewußt bleiben, unter Betjeitlassung aller bie einzelnen Parleian gehörigen t r e n u e n b e u Ge - sichtspunkte zusam ni enzu stehen, um den bisherigen Besitzstand zu erhallen, und möchte cs einer gleichen Eimgtnig der Wähler in den beiden anderen Wahlkreisen gelingen, einem Alaun zum Siege zu verhelfen, der für die Erhaltung der 'M a ch t st e l l u ,l g des Reiches e i n t r 1111
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Von einer Anzahl liberaler Bürger im ReichStagSwahl- kreis Fu Ida»Gersseld-Schl üchlern ist die Aufstellung eines nationa llibera len Kandidaten beschloßen worden, über dessen Person man sich noch nicht vollslöndlg einig ist, der aber nicht nur als Zählkandidat gelten kann. Es ist dies die erste liberale Kandidatur feit 1874.
In Frankfurt a. M. har oer Landtagsabg. Funck die ihm von den Demokraten unb Freisinnigen angebotene Kandidatur abgelehnt. Jetzt kommt der Landtagsabg. Leser in F>-age, dem die Unterstützung der Nationallibe- ralcu sicher ijt
Im Wuylkreise Siegen-Wittgenstein-D i e d e n k o p s wird es zu einer liberalen Arbeirerkuudidatur kontmen. Eine vorbereitende Sitzung beschloß, ais Kundi- daten ben Arbeitersekretar Paul Ziegler aus Köln aufzustellen, der im Falle seine r Wahl bei der Freisinnigen Vereinigung hospitieren will.
In Jena i)ut der Universitätsprofessor der Theologie Dr. Thümmel sich bereit erklärt, die iym von bert Ratio n a l 1 ib e r a l e n ai,gebotene Reichstagskandibatur unter der ausdrücklichen Beoingung anhiiuehimn, daß diese von allen bürgerlichen Parteien unterstützt wird. In letzterem Falle dürfte die Kandidatur Tyummel Aussicht aus Erfolg haben.
In Atünchen erließen die vereinigten Liberalen und Demokraten einen Wahlaufruf und stellten für München den Rechtsanwalt Koh! unb den Magistcatsral Woe 1 zl als gemeinsamen Kandidaten auf.
In Frankfurt a. C. hat, nachdem bie konservativen Parteien ben Gutsbesitzer Rode-Zechm aufgestellt haben, oer bisherige Abg. Bassermann auf bie Kandidatur ver. zichtet. Die liberalen Parteien haben darauf sofort Ler. Handlungen emgelcilet zur Aufstellung eines anderen liberalen Kandidaten.
Die freien sozialistischen Gewerkschaften anarcho-sozialislifcher Richtung sind auch mit einem Wahl- aufruf herauLgetommen. »Die Einigkeit", ihr Hauptorgan, veröffentlicht den Aufruf, in dem der Generalstreik zur Wahlparole gemacht wird.
Neichsosfiziose Aeußerungeu.
Zum Wahlkampf sagt heule die /Jtorbb. Allg. ßtg.* sehr richtig:
Wir betrachten es als unsere Pflicht, immer wieder darauf hin- zuweücn, daß der Wahlkampf zwüchen Kandidaten von Parteien, die am 13. Tezembcr gememfam für die Kolomalparteien, und am 13. Tezember gemeinsam für die kolonialen Forderungen gestimmt haben, unter strenger Vermeidung aller Gehässigkeiten geführt werden must. Durch eine illoyale Kanipfesivelje ivürde zivischeu diesen Parleien eine Verbitterung hervor- geru’en, die sich unter Umständen bei ben Stichwahlen schwer räche n tönnie; zu diesen gehässigen Kampfmitteln gehört auch die S a a l v e r w e l g e r u n g. Es ist selbliverständ- lich, dast derartige Ungehörigkeiten bei zu strenger Neutralität die verpflichleien anulichen Stellen in keiner Weise aus Billigung zu rechnen Haden werden. , L p t
Der „Vorwärts" druckt unsere Feststellung ab, daß der Kaiser niemals den deutschen Arbeiter ats einen unter- tandsloseil Gesellen bezeichnet habe. Damit befonunen ipenigstens mich die Leser des .Vorwärts" die Wahrheit zil Ge- sicht, dlanirlid) fehlt nicht der Kommentar, der den Zivcck hat, die Wahrheit tüieber zu vcxhü. en. Troy eifrigen Suchens nach Kaiser. iDoitcn ist es dem /Vorwärts" aber nicht gelungen, auch nur em einziges zu finden, das feine unwahre Behauptung, bei deutsche Arbeiter werde als vaterlandsloser Geselle bezeichnet, sich als ruahr erweist. Dast die sozlaldemotratlschen Agitatoren auch künftig diese H e tz e r e i w e i t e r b e t r e l b e n, ist g e w > st. Wo man ihr begegnet, sollte man ihr stets gebührend entgegentreten.
Als Sonderausgabe hat bie ,Nordd. Allg. 3tg/ eine Sammlung ihrer auf den Wahlkampf bezüglichen Mitteilungen herausgegeben.
3n der Wahlvorbereitung.
Man schreibt uns:
Wenn nur halb soviel Rührigkeit unb Aufopferung bie bürgerlichen Parteien aufbringen würden, wie die Sozialdemokratie, so wäre schon viel gewonnen. Was an Fielst fehlt, das könnte wenigstens einigermaßen durch Leistung oon Verträgen zu den Wahlfonds weltgemacht werden. Aber es sieht auch in dieser Hinsicht nicht zum besten aus. Tie Menge der Beitrage muß die Kaffen füllen, für bie von ben bürgerlichen Parteien nur der »Bund der Landwirte", dessen Organisation überhaupt anerkannt vortrefflich ist, mit klugem Bedacht vorgesorgt hat. Em glücklicher Vorschlag, den die bündlerische „Tageszlg." soeben macht, sei erwähnt. Tas Blatt führt aus, daß bet ben Wahlen viel baraui anfomme, wie unsere Kolonien geschildert werden. Einseitigen Darstellungen sei em freundlicheres Bild entgegen*
bie deutschen Kolonien im rechten Lichte zeigen will.
NeucS auö Rußland.
In Lodz drangen drei junge Leute m das Papier- magazm der .Lodzer Ztg." ein unb verwundeten den Verleger durch Revolverschüsse. Auf dem Transporte zum Krankenhause starb der Verwundete. LUS Grund für den Mordanschlag wirb angeführt, baß ber Verleger sich geweigert hätte, eine Proklamati on bet S o zial- bem oktalen zu brücken.
Wegen Hinrichtung beS HanbelSschülerS Werner ist in Babom ein P rote st-General st reik bcr sozialen Parteien ausgebrochen. Alle Fabriken stehen still. Die Ruhe ist bis jetzt nicht gellört worben.
Aer Frotcft des Fupstcs gegen AranLrnch.
Rom, 21. Tez.
Staatsekretär Karbinal Merry bei Val übersanbte allen biplomatischen Vertretern mit bem Auftrage, sie ben
lichkeit eines solchen Vorgehens, baS bisher bei zivilisierten Rationen beispiellos basteht; benn selbst, wenn bie bipl. Beziehungen zwischen zwei Staaten aufhören, respektiert man doch nach wie vor ben Wohnsitz unb bas Archiv ber fremben Vertreter. Die Regierung schaffte bie Kataloge unb bie Akten auS ber Nunziatur auS ben Zeiten beS Claris unb Leron- zelliS fort, ebenso einen Schlüssel für Telegramme, bie zwischen Lorenzelli unb bem heiligen Stuhl auSgelauscht worben finb;
Diese Sequesiierung ist eine sehr schivere Beleibi g ung nicht nur für ben heiligen Stuhl, fonbem auch für alle zivilisierten Mächte, welche baS höchste Interesse baran1 haben, bie biplomatischen Geheimnisse respektiert zu sehen.' Ter heilige Stuhl protestiert in ber gleichen Weise gegen bie durch die französische Regierung vorgenommene Verletzung des unbestreitbaren Rechtes des Kirchenfürsten, anhaftend an seiner Eigenschaft als Oberhaupt ber Kirche, nämlich bc§ Rechtes, birekt burch bie Vermittelung bestimmter Personen in Briefwechsel zu treten mit ben Katholiken bet ganzen Welt, mit Bischöfen ober einfachen Gläubigen und über alles daß, was auf die geistliche Wahl der Katholiken -elbst^Bezug^hat^^^——======s=a
Ausland.
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22 Heutige umfaßt 20 Seiten.
Aor den Zlelchstagswahlea.
Gießen, den 22. Dezember 1906.
Tie auswärtige, insbesondere auch die Darmstädter unb Mainzer Presse verbreitet die Nachricht, Professor Dr. B i e r m e r werde in unserem Wahlkreis für die freisinnige Partei zum Reichstag kandidieren. Wir können dazu Mitteilen, daß hieran kein wahres Wort ist.. Prof. Dr. Blermer denkt nicht daran, eine R e ich ö ta g ska n d id a t ur anzunehmen, selbst wenn sie ihm angeboten würbe.
Eine Zählkandidatur des Zentrums im Wahlkreise Gießen wurde in die Wege zu leiten versucht. Was eine Sonderkandidatur, die über nicht mehr als hundert und einige Stimmen verfügt, für einen Zivcck hat, ist schwer einzuschen.
• VIu5 Lauterbach wird unS vom 21. Dezember ge- schrieben:
Gestern abenb würbe uns bie e r st e ö f s e n t li ch e Wählerversammlung deichen. Sie war von ben Sozialdemokrat e n eiubexufeii. Gewerkschaitsjekreiär Kremser aus Fraut- tuet a. 'JJL sprach über das Thema: ,Wo sind die 'Millionen Ijui* gelommen? Was haben unsere seitherigen Abgeordneten getan ’i" Ter Redner wandte sich in der sanjam betamuen Weise gegen umexe Zoll- und Steuergesetzgebung, bie nur die uiebexen Volls- schichten belaste, den Grog-l^ruudbesitzexn und Grost-Jndusixiellen aber riesige Vorteile verschaffe. Tie Etbichaftsstener jei zu niedrig, vor allem aber muffe Reuus-Emkommen- und Vermögeusfleuex euifle'übrt werben. Auch die Koiomaipolitik, Heer und Alarme tarnen natürlich nicht ungeschoren burch. Zum Lchlust wandte |id) der Redner gegen das Zentrum, dem mau m teiuec Weife ixaueu könne, gegen den Freisinn unb befonbevs gegen die naiionallibexale Partei, der er Charalteriofigkeit, Heuchelet und andere schöne Tinge vorwarf. Diun, den yiattouaUibexale» wird es nicht angst werben, wenn die paar sozialdemokratischen Schreihälse diesmal tu der Liimwahl nicht lür Tr. Wallau euureten.
Im Wahlkreis Alsfeld. Lauterbach-Schotten werden voraussichtlich die Freisinnigen den nationalliberaleu Kandidaten Wallau nicht unterstützen, sondern selbftändig vorgehen. Als eveut. Kandidat ist ihr langjähriger Führer, Landtagsabg. Rechtsanwatt Reh in Aussicht genommen. Die definitive Entscheidung hängt von dem Ausgang der Darmstädter Eimgungsoeryandlungen ab.
Nach den „N. H. V." gedenkt Regicrungsrat Noack in Darmstadt einer etwaigen Aufforderung zur Kandidatur seinerseits für die Rcichstagswahl nicht Folge zu leisten. Es wird ferner verjichert, daß die Frciftnnigcn an chrer früheren Kandidatur Korell fest halten. Was die Darmstadter dlationallibcralen zu tun gedenken, ist noch nicht klar, eine Unterstützung Korclls chrerfeits aber wohl ausgeschlossen. Eigensinn auf beiden Seiten wird also wohl datzinsühren, daß die Sozialdemokraten chr Geschäft machen.
Aus Darmstadt wird uns geschrieben:
Am Toiiuersiag abenb hielt der Juualiberale Verein feine oxbeiuUche Hauptverfammlung ab. Nachdem dem Rechner für feine Kagenuihruug einstimmig Entlastung erteilt worden iuar, autfl man zur Neuwahl des Vorstandes über. Es würben Finanz- anumami Bangel, Lehxer German n, Recüisanwali Tr. üoiimann II., Apotheker Lohnes, Geichäftsiührcr 91 i*t f e r t, die Kaufleute R u I und Stähle wieder- unb Bureau- beanuer Stähle neugewählt. In ber sich anfchließenben Debatte über die R e i ch s t a g s w a h l mar man durchaus der Meinung, daß die beiden liberalen Parteien des Wahlkreffes ^armstadt^Groß-Geran kleinliche Parieiniiterfchiede oergefjen, und durch ein geichloffenes Vorgehen bei der Hanpiivahl jeiqen follicn, daß bei keiner von ihnen das Wort „Einigung des Geianilikberalismils" eine bloße Phrafe ist.
Ziir Relchstagswahl im Kreise Alzey-Bingen schreibt man iins:
Tie Zentrumspartei stellt keinen Kandidaten auf wenn der Bauernbund felbständig oorgeht. In diesem Ralle erhält ein parteiloser Bundler die Zeiurumsuimmen. lluiex ben m Frage lommeubeu Perfonen wirb m erster Knue der Land- ta is-Abg. W o l f-Siabecken genannt.
sZu Piainz hat der Ausschuß bcr demokratischen Partei folgenden Beschluß gefaßt:
Von ber Ueberzengung geleitet, daß bei der bevorstehenden R" chsiagswahl m erster Lüne die Verstärkung der ent- f eine b en UnkS st e henden Parteien bad z n e r- i r e b e n d e Ziel bilbet, ist der Ausschuß der demokr. Partei bkxert bcr feilens der nationalliberalen und deutfch'reisimngen «rartet enolgten Aufforderung zu g e m e i n f a >n e m Vorgehen her liberalen Parteien umec derVorausfetznng zu emwrechen, eine von der deinolratischen Partei vorgefchlagene zweifellos b e m o f r a t i f d) e Kanbxdatnr von den beiden anderen Vartcien akzepuert und tatkräftig unterstützt wird.
Dieser Beschluß wurde den Vorfiänden der national» [ibcraTen und deutschsreisinnigen Partei zugesandt.
In Worms wurde am 21. Dezember in einer von 350 Vertrauensmännern der nationaUiberalen Partei besuchten Versammlung deS Wahlkreises der seuherige Reichstagsabg. Freiherr Heyl zu Herrnsheim wiederum als Kandidat auf» ae'iellt. Heyl hat die Kandidatur angenommen.
a Zur Reichstagswahl in Hessen schreibt heute die amtliche „Darmi'l. 3tg.A:
<b,e Ailftöfnug des Reichstags ist erfolgt, weil die Mehrheu desfelben eine Forderung der verbündeten Regierungen für die Erveduion im füdwestafxitainschcn Ld)uygeb!et abgelehnt hat. Tie »exbündcien Regierungen handelten hierbei einmütig m der Uebex- renoxma daß dex Besitz unferer Kolonien, für weiche mchi nur ganz bedeutende Aimel bexeiis oerausflabt joorbeii smd, andern lux bereu Exhaltnng xiele tapfere detiifche eolbnten u)r Leben gcopsext haben, ge-ahrdet würde. Tie Waffenehre des denychen peeres und Volles ioxdexte die Genehmigung einer Ausgabe, bie üei aller pfllcht- mäßigen Zxixückhatumg und cpanamfeit der verbünd. Regierungen für notwendig erachtet wurde, die Beeiid.gu.rg der N-eb^eriuua de»
GletzenerAilMgerW
** General-Anzeiger w
Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen MWs


