Nr. 279 Zweites Blatt
156. Jahrgang
Dienstag 27. November 1906
®r1d)ehti täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Siehener Zaniilienbllttter- werden dem »Anzeiger oiermal wöchentlich bctqelegt Der „hessische Landwtrf erschemt monatlich eimnal.
Gießener Anzeiger
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Unwersttälsdruckerei. R. Lange, Dießen.
Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulst*. 7.
Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.; Anzeiger Dreßen.
General-Anzeiger, Amt;- unb Anzeigeblatt für btn Kreis Gießen.
Lckanlllmachung.
Betr.: Schweinerotlauf zu Holzheim hier: unter dem Schwelnebestand des Friedrich Laux zu Holzheim.
Die unter dem Schweinebestand des Wilhelm Friedrich Laux zu Holzheim ausgebrochene Notlausseuche ist erloschen.
Dre angeordneten Sperrmaßregeln sind ausgehoben worden. ______
Betr.: Schweinerotlauf zu Lang-Göns hier: unter dem Schweinebestand des Konrad Johannes Frey dort- selbst.
Das unter dem Schweinebestand des Konrad Johannes Frey in Lang-Göns an Schweinerotlauf erkrankte Schwein ist verendet.
Die angeordnete Gehöftsperre ist ausgehoben. Gießen, den 20. November 1906.
Großh. Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann.
Amtliche Nachrichten über Ißieljjeuucn.
In dem Gehöft deS Ackermanns Heinrich Goßmann zu Wittelsberg (Kreis Marburg) ist eine Kuh an Milzbrand gefallen. _______________________________________________
Bekanntmachung.
Betr.: Gesuch des Georg Thcom von Gießen um Genehmigung zur Aufstellung eines Dampfkessels.
Georg Throm beabsichtigt, auf dem Grundstück Flur V1H Nr. 56 x/10 der Gemarkung Gießen einen Dampfkessel zu errichten.
Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses im Kreisblall für den KreiS Gießen an gerechnet, auf dem Bureau der Großh. Bürgermeiflecei Gießen zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Em- Wendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bei Grobherzoglicher Bürgermeisterei Gießen vor- zubringen.
Gteßen, den 22. November 1906.
Großh. Kreiüamt Gießen.
I. V.: Welcker.
<ptt Auü tzißueil und die c^iinoHanöe*
AuS Darmstadt wird uns heute drahtlich folgendes gemeldet:
Die erste Kammer der Stände hielt gestern nachmittag von 8 7, bis 8 Uhr eine vertrauliche Besprechung unter völligem Ausschluß der Oeffenllichkeit ab. Auch von der Regierung waren kerne Vertreter anwesend. Die Sitzung galt lediglich dem Fall E i ß n e r l und ist als Vorbesprechung zu der hierüber demnächst slaltfindenden öfienl- l i ch e n Sitzung auszufasjen. Ueber das Ergebnis der Verhand- hingen verlautet nichts näheres, doch ist es sicher, daß i a sl U lj sämtliche Redner gegen die Bestätigung EißnertS Stellung nahmen. Am Schluß der Besprechung wurde am Anregung verschiedener Mitglieder folgender A n t r a g formuliert, der in der demnächstigen öffentlichen Sitzung zur Beratung kommen wird:
„Tas Bestätigungsrecht im Sinne der Slädteordnuug fassen wir dahm aui, dav durch dasselbe der Staalsraijon unb den idealen Gesichtspunkten Geltung oerschassl iverden sollen, welchen der Staat zu dienen beruien jein soll. Wir sind der Ueberzeugung, daß grundiätzlich obrigkeitliche Funktionen Personen nicht übertragen werden sollen, die als Angehörige der Sozialdemokratie daraus Einarbeiten, die monarchische Staatssorm und die bestehende GeseUschastsordnung zu beseitigen unb in biesem Sinne wirken. Tie Zulassung bes Siadiverorbneten Eißneri als Beigeorbneter widerspricht dieser Auffassung. Wir geben daher unserer Ueberzeugung Ausdruck, dag die Politik der Großh. Staatsregierung m Zukunst im Sinne dieser Erklärung Richtung nehmen werde."
Großherzog und Regierung werden wohl auch in Zukunft tun, was ihnen und der Majorität des Boltes, unb nicht, was einem Häuflein Extremer beliebt. Im übrigen ist jedoch die würdige und maßvolle Ruhe des Tones dieses Antrages anzueckennen.
Ferner wird uns auS Darmstadt gedrahtet:
Dem Veriiehmen nach machen einige Parteien in der zweiten flamm er, z. B. das Zentrum, ihre Stellungnahme zum Fall E i ß n e r t von dem Inhalt der R e g i e r u n g s - A n t - wort auf die nationalhberale Interpellation abhängig. Die Beantwortung der Interpellation ist lür D o n n e r s t a g zu erwarten, während bie Besprechung voraussichtlich erst nach der Drucklegung der Antivort, also etwa für Dienstag ober Mittwoch der kommenden Woche zu erwarten sein wird.
Wir gehen also bedeutungsvollen Kammerdebatten ent- gegen.
vetttsche» NeLch.
Kiel, 26. Nov. Zur heutigen Adendlafel beim Kaiser an Bord der ,Deutschland" war Generaldirektor Baltin aus Hamburg geladen.
— Prinz Sigismund von Preußen, zweiter Sohn des Prinzen Heinrich, vollendet am 27. d. das zehnte Lebensjahr.
Berlin, 26. Nov. Hessischer Geh. Staatsrat Krug von Nidda ist aus Darmstadt hier eingetroffen.
— In der heutigen Sitzung des Seniorenkonvents des Reichstags kam man überein, die Kolonialdebatte am 2 8. November beginnen zu lassen. Die Frage der Immunität der Abgeordneten soll später besonders auf die Tagesordnung gesetzt worden. Der Präsident teilte mit, daß vom Auswärtigen Amte eine Vorlage betreffend die Generalakle von Algeciras eingehen werde. Einige Bestimmungen dieser Akte befinden sich nicht in Ueber« .emflunniung nut der deutschen Reichsgesetzgebung. Es wird Leshalb dem Reichstage eine besondere Vorlage gemacht averden. Die Akte feldst soll diesem Gesetzentwurf beigegeben ssiin. Die Erledigung, die in drei Lesungen erfolgen muß, sioü noch vor Weihnachten geschehen. Die von zahlreichen
Abgeordneten gewünschte Aenderung, alle 14 Tage Samstag und Montag freizugeben, wird inr neuen Jahre Platz greifen. Tje verkürzten Sitzungen sollen dafür in Wegfall kommen. Die Sitzungen sollen am 14. Dezember geschlossen und am 10. Januar wieder aufgenommen werden. Ter 10. Januar ist in Aussicht genommen, weil am 8. Januar das 25jährige Bischofsjublläum des Fürstbischofs Kardinal Kopp statlfindet, an dem der Präsident teilnehmen will.
Dresden, 26. 9loo. Aus Anlaß de§ Einzuges des neu vermählten Piinzenpaaces Johann Georg hat der König etwa 1 20 Personen, die wegen in der Not begangener Vergehen gegen die VermögenSorbnung zu Freiheits- oder Geldstrafen verurteilt worden waren, die Strafen im ganzen oder zum Teil erlassen.
Ausland.
Paris, 26. Nov. Kammer. Bei der Debatte über das Ackerbaubudget befragen mehrere Abgeordnete den Lcker- baiinnniller Rnau über die Ausdehnung der V i e h s e ii ch e n und die Maßregeln zu ihrer Bekämpfung. Ruau antwortet, die Viehseuchen seien seit 1902 stetig in der Abnahme begriffen und nur im Pariser Schlachthause sei in diesem Sommer eine stärkere Epidemie ausgetreten. Leider stehe das Pariser Schlachthaus nicht auf der hygienischen Höhe, wie die ähnlichen Anlagen in deutschen Großstädten, Tie beste Maßregel zur Bekäuipfung der Seuchen bestehe tu der strengen Ueberwachung durch Tierärzte. Die Ueberwachung sei erfolgreich gewesen und die Seuchen würden bald ganz verschwunden sein. Der Minister schließt mH dem Ausdruck der Hoffnung, daß dem französischen Vieh bald alle Grenzen offen stehen. (Beifall.)
— Die Justizkommlssion der Kammer hat die Vorlage zur Abschaffung der Todesstrafe mit acht gegen zwei Stimmen angenommen.
— Auf Merleu, welcher Finanzminister im Kabinett Rouvier war und kürzlich zum Gesandten in Lima ernannt wurde, wurde heute abend auf dem ,Boulevard-des-Italiens ein Revoloerattentat verübt. Eme Frau feuerte vier Schüsse auf Merleu ab, welcher durch eine Kugel am Unterschenkel erheblich verwundet wurde. Die Frau, die schon wiederholt mit Merleu lärmende Auftritte aus offener Straße gehabt halte, wurde verhaftet. Merleu war wegen der Angelegenheit oft von nationalistischer Seite angegriffen ivorden und im vorigen Jahre wurde darüber sogar em Pamphlet unter dem Titel: „Son Excelience Monsieur Merleu11 veröffentlicht. Die Frau tst die Schauspielerin d'Allemagne, die unter dem Namen Adday austritt.
Madrid, 26. Noo. „El Paix" veröffentlicht einen heftigen Artikel über die marokkannche Frage und beschuldigt die Negierung, sich in Abenteuer einzulassen, welche für Spanien verhängnisvoll werden tönnen.
Budapest, 26. Nov. Der La ndwirtschafts- B er ein des Bekeser flomilates beschloß einstimmig, falls Die Erntearbeiter bis zum 31. Januar bei der Weigerung, Ernteverträge abzuschließen, verharren sollten, aus China 15 00 bis 20 00 Kulis zur Verrichtung der Erntearbeiten einzuführen. Der Beschluß soll den ungarischen Arbeitern durch öffentliche Anschläge zur Kenntnis gebracht werden.
Zieue lussilchc (^uucln uns Ao le.
In Theodosia wurde am 26. auf der Straße ein Bombenanschlag auf das Leben des Generals Davidow verübt. Der General blieb unverletzt. Der Täter ist verhaftet worden. Der Verbrecher trug die Bombe in einem Gemüsekorb. Die Bombe explodierte nicht. Bei der Flucht schoß der Verbrecher mehrere Male aus seine Verfolger, ivurde aber ergriffen. Er ist anscheinend em Arbeiter. Die Bombe bestand aus einer Weißblechbüchse, die er eingewickelt trug. Der Mann gab an, österreichischer Staatsangehöriger und 22 Jahre alt zu fein. Er habe das Attentat ans Bese hl der fliegenden Sektion der Südabteilung der Revolutionäre verübt. Em Fuhrmann, der sich weigerte, den Verbrecher zu verfolgen, wurde ebenfalls festgenommen. Beide sind dem Kriegsgericht übergeben worden. Außerdem sind noch zwei verdächtige Personen festgenommen worden.
Aus der Station Uhrusk m Polen überfiel eine bewaffnete Bande von Revolutionären den Stationsbeamten, Der erschossen wurde. Darauf wurde die feuerfeste eiserne Kasse mit Dynamit gesprengt und ihres Inhalts von 1500 Rubeln beraubt. Die Telegraphen-Apparate und Leitungen wurden demoliert. Die Tater entkamen in die Wälder.
In Dubny wurde die Dreifaltigkeitskirche um 2 0000 Rubel beraubt,
Die polnische Sozialistcnpartei gibt öffentlich bekannt, daß bei dem großen Postdie bsta hl bei Rogow 1 400000 Rubel gestohlen worden sind. Die Partei bedient sich bei ihrem Nachrichtendienste der drahtlosen Telegraphie.
In der Nähe der kaukasischen Station Scharo Rath hielten Räuber einen Postzug an, begannen zu schießen und beraubten während der durch das Gewehrfeuer aus- gebrochenen Panik die Post um 20 000 Rubels Nach amtlichem Bericht eröffneten Wachtmannschasten unter der Führung eines Gendarmen Feuer gegen die Räuber. Ein Gendarm wurde erschossen, zwei Wachtmannschasten wurden tätlich und zwei andere leicht verwundet. Ebenso wurden zwei Reisende leicht verwundet. Der Splitter einer Bombe und eine unter die Brücke gelegte Bombe wurden ausgefunden.
Schiffs-Arbeiter warfen in Petersburg einen Kameraden, der sich dem von ihnen begonnenen Ausstand
nicht angeschlossen halte, m einen vrennenden Holz- st o ß, aus dem er halbverkohlt heranSgezogen wurde.
Aus Moskau wird gemeldet, daß die Hungersnot in Rußland einen schrecklichen Umfang angenommen habe. Die Bauern im Gauvernenient Kasan verkaufen aus Verzweiflung ihre eigenen Frauen unb Töchter an Frauen Händl er. Ter Menschenhandel floriert namentlich in den mittleren Provinzen. In einem Torfe wurden acht Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren für 100 bifl 2 00 Rubel verkauft.
In Sewastopol wurde daß Urteil über die wegen der Militärrevolte angeklagten Personen verkündet. Von diesen wurde der Hilfsapotheker Kontorowitsch zum Tode durch den Strang und zwei Soldaten zum Tode durch Erschießen verurteilt. Drei Soldaten wurden zu lebenslang!. Zwangsarbeit, der Berichterstatter Trenkek zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und zur Deportation und mehrere andere zur Zwangsarbeit und zur Versetzung in Slrafbataillone oder zu Gefängnis verurteilt. Von den 270 Angeklagten wurden 38 freigesprochen.
In Petersburg ist der Bürger Stalsot, weil er fünf geladene Bomben in seinem Besitz gehabt hat, durch den Strang hin gerichtet worden.
Der Verband der .echt russischen Seide* in Moskau hat am 25. eme Sitzung abgehaltcn. Tr. Dubrowin be- zeichnese Witte unter andauerndem Jubel der Versammlung als 'Mörder Ssipjagtns unb P1 ehweS, als Vater- lanbSoerräter unb M il11onen d ieb. Die Versammlung forderte die Ausweisung Wittes aus Rußland in einer Depesche an den Zaren.
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Die Tätigkeit der örtlichen Agrarkommissionen hat, wie offiziös behauptet wird, sehr gute Erfolge gehabt. Die Bauern finden sich in sehr großer Zahl ein, um Erkundigungen einzuziehen und um Vermehrung ihres Landbesitzes zu bitten. Die Verkaufsangebote in Grundstücken sind sehr zahlreich. Die Vorteile des Farmsystems werden mcch und mehr anerkannt. Eine Anzahl Landeigentümer er Harte sich bereit, zur Errichtung von Musterfarmen Bodenparzellen ohne jedes Entgelt abzugeben. Die von dem Ministerrat in die örtlichen Agrar kommissio- nen entsandten Persönlichkeiten sprechen mit den Bauern über die Frage der Zwangsenteignuna und es zeigt sich dabei, daß die Bauern die gemalt,ume Landenteignung für nicht durchführbar erachten. In der Provinz Poltawa, wo es keine Kronlandereien gibt, bringen die einzelnen Landeigentümer selbst ihre Grundstücke in Massen zum Berkaus.
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Der Zar hat die Ehescheidung zwischen Georgi Maximilianowitsch, Fürsten Romanowski, Herzog von Leuchtenberg, und seiner G.mahlin Anastasia Nikolajewna, einer Prinzessin von Montenegro, genehmigt und seine Einwilligung zur Eheschließung der ge- fchiedenen Fürstin mit dem Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch, dem Oberkommandierenden der Truppen des Petersburger Militärbezirks, gegeben. Die Hochzeit soll anfangs nächster Woche in aller Stille ftattjinben. Sie ist das Resultat eines mehrjährigen romantiscyen Liebesverhältnisses.
Aus S.aSt uno tano«
Gießen, den 27. November 1906.
• • Dem Landesverband der militärischen Vereine im Großherzogtum Hessen ist aus dem Präsidium em Antrag zugegangen, der eme Einschränkung der Glückwünsche und Huldigungstelegramme unb Schreiben an den Kaiser und den Groß Herzog seitens der einzelnen militärischen Vereine bezweckt. Der Antrag verlangt die Herbeiführung eines bindenden Beschluffes da- rüber, ob weiterhin außer durch den Landesverband auch durch sämtliche Einzelocrerne bei fürstlichen Festen und an* deren Gelegenheiten besondere Telegramme und Zuschriften an die beiden Souveräne abgehen sollen.
* * Scheu gewordene Pseroe. Gestern zwischen 12 und 1 lchr scheuten an der Rod heim erstraße vor der Wirtschaft zur Reichshalle die Pferde eines Fuhrwerks vor der Biebertalbahn uno gingen durch die Schützenstraße. Ein Glück war es, daß nicht soviel Fuhrwerke an der Ecke der Rodheimerstraße und Schützenstraße hielten, wie es sonst der Fall ijt, sonst wäre oer Vorfall gewiß nicht so glatt abgelaufen.
* * Ets verein. Die Mitglieder des Eisvereins und alle, die es werden wollen, machen wir nochmals auf dessen Bekanntmachung im heutigen Inseratenteil besonders aufmerksam.
* * Vogelschutz. Vom Großh. Hess. Ministerium wurde Forstmeister Ku11 mann nach Schloßgut S e e b a ch, Kreis Langensalza, entsandt, um sich über die dortige Versuchsstation für Vogelschutz des Freiherrn Hans o. Berlepsch näher zu informieren. Ihre Besichtigungen sanden in Gemeinschaft mit dem gerade zu gleichem Zwecke anwesenden, bekannten Ornithologen und Mitglied der Kommission zur Förderung des Vogelschutzes, Pastor Kleinschmidt, unter Führung des Freiyerrn v. Berlepsch, am 19. unb 20. Nov. 190u statt. Die Station bringt jetzt jede für praktischen Dogelsa-utz erforderliche Maßnahme auf das Lehrreichste zur Anjchauimg, und die damit erzielten Erfolge sind geradezu enorm. Von 3o00 Bertepschjchen Nisthöhlen sind ca. 90 Proz. von nützlichen Vogelarten besetzt. Alle Vogelscbutzaeholze und die nach gleichen Prinzipien behandelten Parkanlagen strotzen geradezu von Nestern, und zwar zum Teil der seltensten Vogelarten. Alles bisher Erreichte wird aber in einem 8 Meter breiten und 103 Meter langem, älteren Vogeljchutzgehvlz übertroffen, in welchem bie Herren 73 Nester Zonuaturen konnten, also auf nicht ganz je V/2 Meter ein Rest. Da bei ist bemerkenswert, daß oiefe Nester mir Ausnahme von zweien alle in den künstlich für sie geschaffenen Quirlen juljen. Gewiß ein schon ei Beweis, was durch sachgemäßen Vogelschutz zu erreichen ist


