wollen einen von ihrer Partei wählen. Man darf auf die Weiterentwicklung gespannt sein.
§ Dauernd ei in, 26. Nov. DaS KreiSamt hat die kürzlich erfolgte Bürgermeisterwahl wegen Wahlbeein- flussung für ungiltig erklärt, sodaß nochmals gewählt werden muß.
X Nidda, 25. Nov. Die Feier des Geburts- festes S. K.H. des Großherzogs wurde in den Schulen festlich begangen. In der höheren Bürgerschule hielt Lehrer Peters einen Vortrag über die Entwicklung Hessens seit der Zeit der Chatten bis jetzt. Am Abend fand ein Fest- ko m m e r s im Gambrinus statt, bei dem Oberamtsrichter Nömheld den Triukspruch auf den Großherzog und Pfarrer Werner auf den Kaiser ausbrachte. Stationsvorsteher Fiedler trank auf das Vaterland. Den instrumentalen Teil hatte das Kaiserorchester bereitwilligst übernommen. — Der heutige Totensonntag hatte zahlreiche Andächtige im Gotteshaus und auf dem Friedhof versammelt. Viele Gräber trugen Trauerschmuck.
X Schotten, 26. Nov. Die außerordentlich milde Witterung der letzten Zeit brachte manche Naturmerkwürdigkeit, abgesehen von vollständig ausgereiften Erdbeeren, blühenden Aepfelbäumen und treibenden Johannisbeersträuchern, deren Vorkommen absolut keine Seltenheit war. Auch au die Tierwelt haben die warmen Herbsttage Einfluß ausgeübt. Ein Storch verschmähte es, gleich seiner Sippe in der jetzigen Zeit an den Gestaden des sonnigen Nils zu promenieren, er wußte sogar seine Störchin zu veranlassen, hier zu bleiben. Eine Ahnung mag sie jedoch beschleichen, daß auch noch andere Tage kommen werden, das beweist, daß sie das Nest auf des Hauses First verlassen und ein neues jetzt in der fast laublosen, altehrwürdigen Linde aufgebaut haben. Man kann sie am Abend in dem neuen Heim beobachten, kosend und klappernd wie in der holden Frühlingszeit. Möge es ihnen vergönnt sein, bei Eintreffen ihrer Verwandten, diesen vom Vogelsberger Winter nur gutes zu berichten.
-s- Lauterbach, 26. Nov. Seit Einführung der preußisch-heffischen Bahnoerwaltunq und der Eröffnung der Bahn Lauterbach-Grebenhain-Gedern-Stockheim hat der Verkehr auf dem hiesigen Bahnhof Alt so zugenommen, daß die Räumlichkeiten und der Bahnhof nicht mehr genügen. Da die Durchführung der Vogelsbergbahn bis Frankfurt über Heldenbergen-Vilbel bevorsteht und eine weitere Verkehrssteigerung erwarten läßt, so hat die Bahnbehörde beschlossen, den Bahnhof Lauterback-Alt bedeutend zu erweitern. Für die Arbeiten sind ca. 50000 Mark vorgesehen. — Wegen großer Verbreitung der Masern mußten die Unterklassen der Schulen geschlossen werden.
Büdingen, 26. Nov. Im Kreisamtsgebäude tagte dieser Tage eine Versammlung von Vertretern von den Gemeinden und Jntereffenten des B a h n p r o j e k t s Büdingen- Hanau. Auch der Vertreter der Bahnbaugesellschast nahm an der Versammlung teil. Nach längeren Verhandlungen einigte man sich dahin, daß die Strecke über Langenbergheim, Himbacher Kreuz nach Düdelsheim-Büdingen geführt werden soll. Eckartshausen und Marienborn wünschen, daß die Bahn in einer Schleife nach Marienborn geführt wird. Die Bahngesellschaft hält dies für unausführbar. Tas Projekt soll nunmehr schleunigst ausgearbeitet werden, um den maßgebenden Stellen vorgelegt werden zu können. Folgende Orte sollen berührt werden: Hanau, Bruchköbel, Rüdigheim, Marköbel, Langenbergheim, Himbach, Hainchen, Düdelsheim, Ohlers- hausen und Büdingen. Die intcreffierten Gemeinden haben sich zur kostenlosen Geländestelümg bereit erklärt und 80 000 Mk. Barzuschuß gezeichnet.
-1. Vonr Vogelsberg, 25. Nov. Als eine 9(rt Schildbürger st reich wird hier eine lustige Zigeunergeschichte viel belacht. Bei einem Dorfe leistete eine Zigeunerbande der Ortspolizei Widerstand. Schließlich wurden ein Zigeuner und zwei Zigeunerinnen in das Torfgefängnis (Spritzenhaus) gebracht und zwei Wächter vor das Tor gestellt. Spät abends war es ihnen draußen zu rauh und sie gingen ins Gefängnis, um es sich am warmen Ofen gemütlich zu machen. Das Pfeifchen wurde geraucht und das Schnapsgläschen machte fortgesetzt die Runde; in ihrer Großmut ließen die braven Wächter auch die Zigeuner mittrinken. Doch bald erlagen die Wächter ihrer aufreibenden Beschäftigung, sie entschliefen, laut schnarchend, ebenso die beiden Zigeunerinnen. Der braune Pußtasohn war zum Wächter geworden. Nachdem er da? Fläschchen und ein Pfeifchen anelliert hatte, öffnete er leise, schlich hinaus und verschloß die Tür von außen. Früh morgens pochte der Ortsgewaltige an der Pforte des Gefängnisies. Da erwachten die treuen Hüter und ihre beiden Schutzbefohlenen. Doch nun war guter Rat teuer, der Dorfschmied mußte das Schloß ausbrechen, um Wächter und Bewachte zu befreien. Mit Wehmut aber wird der Zigeuner an die schönen Stunden in dem gemütlichen Ortsgefängnis denken.
Darmstadt, 26. Nov. Die Fürstin zuSolms- Hohensolms-Lich ist im Lause des gestrigen Nachmittags wieder abgereist. Die Abreise des Fürsten zu Solms- Hohensolms-Lich wird heute abend erfolgen. Darmst. Ztg.
w. Wetzlar, 25. Nov. Die Erweiterung des hiesigen Bahnhofes ist in der Weise geplant, daß auf dem linken Lahnufer nach Gießen zu ein besonderer Nangier- bahnhof angelegt und das jetzige Vahnhofsgelände südlich vom EmpfangSgebäude ausschließlich für die Errichtung des OrtSgüterbahnhofs in Anspruch genommen werden soll. Ties führt dazu, die gesamten Bahnsteiganlagen auf der Nordseite des Empfangsgebäudes anzuordnen, wodurch von der Stadt her ein schienenfreier Zugang zum Empfangsgebäude geschaffen wird. Im Zusammenhänge mit der Veränderung der Gleisanlagen ist der Ersatz der Bahnübergänge der Siegener Cbauffee durch eine Überführung in Aussicht genommen. Die Gesamtkosten sind auf 3 940 000 Mark veranschlagt.
§ Marburg, 26. Nov. Am 1. Dezember tritt hier eine Polizeiverordnung in Kraft, in welcher das Betasten der zum Verkauf seilgebotenen Nahrung?- und Genuß mittel bttref) die Markt- und Ladenbesucher, sowie das Kosten der Butter mittelst der Fingernägel oder andrer Gegenstände, außer mit einem Holzstäbchen, das nach jedesmaligem Gebrauch vernichtet werden muß, unter Strafe gestellt wird.
Frankfurt a. M., 26. Nov. lieber bic kün st le rische Bebauung ber Frankfurter Altstabt hat ©tnbtixit Schaumann interessante Mitteilungen gemacht. Bekanntlich ist bie Altstabt durch einen Niesendurchbruch vom Römer bis ins Ostend erschlossen worden. Eine große Anzahl von Bauplätzen ist dadurch entstanden, und die Stadt hat beschlossen, eine Anzahl Bauten, besonders die Eckhäuser, selbst auszuführen, um den altfraukfurterischen Charakter zu wahren. Durch ein Preisausschreiben erlangte man hübsche Entwürfe, von denen eine ganze Anzahl schon zur Ausführung gelangt ist. Die Bauten zeigen den Stilcharakter der Altstadthäuser aus dem 16. Jahrhundert; die Anwendung von Putzflächen, Holzwerk und reichlich Schiefern sichern ihnen eine schöne Farbenwirkung. Das Holzwerk ist durch Schnitzereien geziert, wie sie vielfach an den Altstadt- bauten zu sehen sind. Eine besondere Sehenswürdigkeit wird das Dompfarrhaus sein. Es wird im Barockstil errichtet.
7 Häuser verschüttet. 3 Frauen getötet, etne Stenge ’-cictj vernichtet. Die übrigen Häuser wurden wegen Nackn'ulschungsge^ahr geräumt. — In W i e n wurden au* Ersuchen der Staatsanwaltschaft in Chemnitz der Artist Jostrnami sowie die 16jährige Marie Finsterbusch verhaktet. Jostmann hatte das Mädchen unter Mitnahme einer ihren Eltern gehörigen Summe von 2000 Mk. entiührt. — In Züri ch mürbe der Kaufmann Siebter, der unter dem Namen eines Barons von Hauten anfgetreten war, verhaftet. Er soll in Nom einer Tarne Geld und Wertsa cb e n int Betrage von einer halben Million Lire entwendet haben. — In Belgrad wurde der bulgarische Postbeamte Eoustanlinow, der auf dein Postamte zu Ruslschuck 340,000 Francs unterschlagen hatte, verhaftet. — Ein maskierter Räuber hat in einem von Alton (im amerik. Staate Missouri) nach Osten gehenden Zuge Passagiere beraubt, indem er sie unter Vorhaltung seines Revolvers zwang, ihin ©elb und Wertsachen int Wert von 2 000 Tollnr § a u s z u l i e f e r n. Dem Zugführer gelang es, den Räuber zu überwältigen unb zu fesseln. Man hat in ihm den Manu erkannt, welcher am 8. November in demselben Zug einen Raub ausge- sührt hat.
Die Fassade ist einfach gehalten, sichert aber dem Haus immerhin noch eine Wirkung gegenüber dem gewaltigen Dombau. Bei einigen Häusern mürben auch Architekturteile verwenbet, bic man beim Abbruch alter Häuser fanb unb bie zum Teil schon im Museum waren. Besonbers nm Römerberg, ber nach einem Bilb von Schütz bem Aelteren gestaltet wird, ist dies geschehen. An ber Fahraasse soll bie Altstabt burch einen monumentalen, stilvollen Torbau abgeschlossen werben Man sieht, die Stadtverwaltung versteht es, in bie Altstab neues Leben zu bringen. ba§ aber doch altertümlich au- mutet.
Deutscher Aerehstag.
, 126. Sitzung vom 26. November.
Am Bundesratstische Graf Posadowsky.
Präsident Graf Balle st rem eröffnet die Sitzung mit einem Nachruf auf den verstorbenen sozialdemokratischen Abg. 2 r e e 5 b a dji
Die erste Beratung deS Gesetzentwurfes betreffend gewerbliche Berufsvcreine wird fortgesetzt.
Abg. Dr. Pachnicke lfrs. Vg.) mutet der Entwurf an, wie auS der Zeit der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, aus der Entftehungszeit des preuß. Vereinsgesetzes. Die Vorlage ist offenbar mehr ein Werk der preuß. und sächs. Regierung als des Grafen Posadowsky. Die Aussichten der Vorlage sind nicht günstig. Seine Partei werde versuchen, in der Kommission aus der Vorlage herauszubringen, was die preußische Hand hineingcarbeitet hat. (Beifall links.)
Abg. Giesberts (Ztr.) wendet sich zunächst gegen den Abgeordneten Legion und fährt dann fort: Die größte Unterlassungssünde sei es. daß nicht jede bürgerliche Partei ein halbes Dutzend schlichter Männer in das Parlament schickt, die mit dem Volke leben und das Volk verstehen und daß man bei allem Patriotismus doch nicht dafür sorge, daß die Worte der Brestatwr Kaiserrede zur Wahrheit werden. Wir erkennen an, daß die Arbeiterfrage auf dem Lande eine sehr ernste Rolle spielt. Ein tüchtiges Arbeitspersonal sei dort vor allem nötig. Wir müssen eine größere Intelligenz bei den Arbeitern haben, wenn unsere Industrie ihren Standpunkt auf dem Weltmarkt be- hanpten soll. Solche Menschen könnten sich aber nicht in einem gedrückten Arbeiterstande entwickeln. Es ist höchst bedauernswert, .daß das ländliche Koalitionsrecht noch fehlt. Man müsse sich schämen, ein Preuße $u sein. (Lebhafter Widerspruch, lärmeude Zustimmung bet den Sozialdemokraten.) Der 8 31 des bürgerlichen Gesetzbuches lasse sich nicht so einfach auf die Gewerkschaften übertragen. Man könne den Behörden nicht diese Befugnis in die Hand geben. Wir werden in der Kommission versuchen, die Bestimmungen entsprechend zu gestalten und die wesentlichsten Bedenken Hinwegzuräumen.
Abg. Heine (So?,.): Das Gesetz ist ein Monstrum eigener Art, eine Geburt ohne menschliche Formen und Bildung. Tie ganze Arbeit sei verkehrt angcfaitgen. Die Regierung hat einen bemerkenswerten Mängel an Ver- täuduis für die lebendige Rechtspflege gezeigt. ungeschickten Fingern faßit e sie £!u, tun die Materie nach ihren kleinen Begriffen zu modeln. Dor Entwurf sei nicht paritätisch. wenigstens nicht in seinen Wirkungen. Es sei die- elbe Sache wie seinerzeit beim bürgerlichen Gesetzbuch. Die Verbände, die heute bestehen, könnten sich samt und sonders diesem Entwurf nicht unterwerfen. Man enthalte den Landarbeitern das Koalitionsrecht. Der Zentrumsplrrtei rate ich große Vorsicht .am. Die kleinen Polizeiwaffen, mit denen man jetzt gegen uns kämpft, sind im Kulturkamps gegen das Zentrum geschmiedet worden. Mit diesem Gesetz wird man nur Streikbrecher-Vereine groß ziehen. Man begeht den Fehler, Korporationen wie einzelne Personen zu behandeln. Man sollte wenigstens die großen Vereine vom Schadensersatz frei halten Die größte Korporation ist doch der Staat. Er sucht sich seine Beamten nach genauen Regeln aus. Er sträubt sich aber, eine Haftung iir sie zu übernehmen. Die gewerkschaftliche Bewegung teht vollständig auf der Basis der heutigen Gesellschaft, auf der Basis des Lohnertrages. Die Gowerkschastsbewe- gung muß unabweudlich kommen zu dem Ideal der Gleichberechtigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitern, zu dem Ideal der freien Selbstbestimmung. Der Entwurf wird int entgegengesetzten Sinne als dem beabsichtigten wirken. Er beweist den Arbeitern, daß sie von der bestehenden Gesell- chast nichts zu erwarten haben. Es wird die EinheitS- und Gewerkschafts-Bewegung und Politik wie mit einem Kammer zusammeugeschmiedet. (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.)
Nächste Sitzung Dienstag. Tagesordnung: Weiterbe-- ratung und Rechnungssachen.
* Kleine Tageschronil. InBreslau gab ein junger Mann, der in Begleitung zweier Tarnen in der Hobenzollernstraße spazieren ging, plötzlich einen Revolver schuß auf eine einerBegkeiterinn ab und verletzte sie schwer; die andere entfloh. Unmittelbar darauf tötete er sich selbst durch einen Schuß in die Schlafe. Tie schwer verletzte Tarne fand int jüdischen Krankenhause Aufnahme. Ter junge Mann ist der Student Richard Hahnfeld aus Jena. Tie schwer verletzte Tante i st die Witwehernes Rechtsanwalts K a 11 w i tz. — InBerlin ift her Landrat S ch w a r z, der seit etwa einem halben Jahre bei der Reichsbank tätig war, plötchch gestorben. Tie „Voss. Ztg/ meldet, Schwarz habe sich m einem Scbwermutsaiüall das Leben genommen. — In M^ schwitz im fäcbf. Vogtlande hat der 12 jährige Solin des Försters Saß seinen 10jährigen Bruder mit einem Jagdgewehr des Vaters erschossen. Ter Knabe hatte eine Patrone, bic er für leer hielt, in das Gewehr gesteckt und dann im Scherz auf den Bruder angelegt. Die Kugel war diesem in den Unterleib gedrungen unb die Verletzung war so schwer, daß der Tod emtrat. —Tas Automobil des Prinzen von Bourbon überfuhr bet Maserate einen 8jährigen Knaben. Tas Kind tvar so'ort tot. Ter Prinz stellte sich der Polizei. — Bei einem Borgst '' r S in Cassoni im schweizerischen Kanton Veltlin würben
Handel rrnd vermehr», Volkswirtschaft.
Märkte.
Gießen, 27. Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkte fofteten: Butter pr. Pfd. 1.15—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 9—10 Vfg., 2 Stck. 00—00 Big.. Gäitsecier 00—00 Pfg., Enteneier 0 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2Stck. 5-6 Pfg., Erbsen v.Pfb. 18-24Pfg., Liitien p. Psb.25-tOPsg., Tauben vr.Pr.0,80 — 1,00Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hahne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfb. 65—70 Pfg., Ochsen fleisch pr. Psb. 82—88 Pfg., Kuh- und Rittbfleisch vr. Pfund 80—82 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfund 86—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 84—90 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—80 Pfg. Welsche ver Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—7,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 4,00—5,00 Mk., Milch per Liter, 20 Pfg., Aepsel ver Zentner 15 bis 24 Mk., in Körben 00 Pfd., Nüsse 100 Stück 30—40 Pfg., Birnen per Pfd. Mk. 0.08 —0.12, ver Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 8—12 Psg., per Zentner Mk. 2.20-2.50. — Marktzeit 8—2 Uhr.
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotprcise
am 26. November 1906.
Getreidepreise in Mannheim Brotprcise in Gießen
Höchste Schlachtpiehpreise in F r a n k f u r t a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 85—90 Mk.
'/. Kg. Schlachtgew. 95—98 Pf.
„ 68—00 „
Kg. 82-88 Pfg.
'/, , 84—90 , „ 86-90 „
Weizen 100 Kg. 19.00-00.00 Mk.
Roggen 100 Kg. 17.00-00.00 Mk.
Weißbrot 2 Kg. 54 Pfg.
Schwarzbrot 2 Kg. 50 Pfg.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitseteilt von der Bank filr Handel und Industrie. Giessen.
Frnnkfnrtcr Börse 31£®/o Tieichsanleihe . . 97.95 3% do. . . 86.25 3 >5% Konsols .... 98.05 3% do. .... 86 40 3^°/0 Hessen .... 96.90 3>$6/n Oberhessen . . . —-— 4% Oesterr. Goldrente. . 99.90 4l/s ?n Oesterr. Silberrente 100.25 4% Unirar. Goldrente . . 95.95 4% Italien. Rente . . . 103.— 3?o Portugiesen Serie I . 69.50 3% Portugiesen „ III 70.— 4 "Va russ.Staatsanl. 1905 90.95 4japan. Staatsanleihe 90.75 4 % Conv. Türken von 1903 94.40 Türkenlose 145.80 4% Griech. Monopol-Anl. 52 20 4% äussere Argentinier . 88.60 3°/n Mexikaner . . . 67.40
4V/0 Chinesen .... 96.60
Aktien:
Bochum Guss 240.20 Buderus E. W .... 128.30 Tendenz: fest.
. 27. November, 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmeyer . . . 142.50
Elektriz. Schnckert . . . 123.25 Eschweiler Bergwerk . . 242 50 Gelsenkirchen Bergwerk . 223.50 Hamburg - Amerik. Paketf. 157.30 Harpener Bergwerk. . . 21410 Laurahütte ..... 245.— Nordd. Lloyd 129.40 Oberschics. Eisen-Industrie 128.45 Berliner Handelsges . . 171.— Darmstädter Bank . . . 138.60 Deutsche Bank . . . 239.10
Deutsch-Asiat. Bank » . 170.80 Diskonto-Kommandit. . . 183.20 Dresdner Bank . . . 156.10 Kreditaktien 214.60 Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn . . . 120.60
Gotthardbahn — Lombard. Eisenbahn . . 35 — Oesterr. Staats bahn . . . 144.10 Prince-Henri-Eisenbabn . 148.50
Berliner Börse, 26. November. Anfangskurse.
Canada E. B 183.50
Darmstädter Bank . . . 138.30
Deutsche Bank .... — Dortmunder-Union C. . . 83 — Dresdner Bank .... 156.40
Tendenz : fest.
Harpener Bergwerk Laurahütte • . f-ombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose .
214.10
35*— 129.50 145.70
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Verkauf durch die Apotheken in Flaschen und Dosen a 2.50 M.
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