Ausgabe 
21.12.1906 Zweites Blatt
 
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Nr. 300 Zweites Blatt

156. Jahrgang

Freitag 21. Dezember 1906

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag».

DieLietzener KmnillendlStter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt Der ^tzesstfche Landwirt" erscheint numailid) einmal.

Eichener Anzeiger

Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schen Umoerslräisdruckeret. R. Lange, Greven.

Redaktion.Expedition ».Druckerei: Cchulstr.7.

Tel. Nr. LI. Telegr.-Adr. t Anzeiger Gretzen.

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen.

menceau, daß in heute abgehaltenen Versammlungen der statt und war aus allen Teilen Hessens gut besucht. Wad) sozialistisch-radikalen Linken und der Kulkuskommisslon die Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden dankte Landes- Haltung der Regierung scharf kritisiert worden sei. 'JJlan sah ofononiierat Müller im Warnen der Negierung und gab dann Clemencean lebhaft mit den betreffenden Abgeordneten seiner Anerkennung über die ersprießliche Täligkeir und sprechen und nach den Bänken der ölißersten Linien hin- der Entw clelung der Genossenschaften Ausdruck. Hierauf weisen. Clemenceau soll sehr erregt gewesen sein und nach erstattete der Berbandsdirektor den Jahresbericht, aus Aussage mehrerer Deputierter etwa folgendes gesagt haben: dem die segensreichen Erfolge unb die Ausdehnung des Ich habe genug von diesen Manipulationen, man greift Genossenschaftswesens hervorgeht. Die Haüpttätigke'it des mich von rückwärts an. Die Antiklerikalen drang- Verbandes hat auch im verstossenen Jahr in der Aus- salieren mich arger als die Klerikalen. Ich will Übung der Neoisionstatigkeit, der Raterteilung und >nich nicht schikanieren lassen von solchen Leuten, die Frauen Interessenvertretung, der Vervollkommnung der inneren haben, die zur Messe gehen. Glauben diese Leiite vielleicht, Einrichtungell der Geschäftsführung der Genossellschaften, daß ich mir hinterrücks Filßtritte versetzen laste? Ich habe der Grülldungstätigkeit, iuic überhaupt in der Pflege aller genug davon. Wir werden nnS morgen auseinandersetzen, cheeller genossenschaftlicher Ausgaben bestailden. Tie We­lch werde die Sache nicht auf die lange Bank schieben, wir visionstätigkeit erstreckte sich auf 336 Genossenschaften, werden sehen, ob sie mich unterstützen werden.4 außerdem haben sich der kalkulatorischen posteiilveisen We-

daß des der

von

DemEcho" wird aus Cannes gemeldet, man dort für den Anfang Fcbriiar das Eintreffen deutschen Kronprinzenpaares erwarte, das in dortigen Villa der Großherzogin Anastasia

rüchte erfunden seien.

Angesichts dessen ist die gleichzeitige Nachricht derselben offiziösen Agentur recht interestant, daß das Steuer­aufkommen in den ersten zehn Monaten des Jahres 1906

Mecklenburg absteigcn werde. Alan glaubt in Cannes, auch der deutsche Kaiser werde um diese Zeit eine Kreuz­fahrt im Mittelmeer unternehmen und dabei einen Abstecher nach Cannes machen.

vision der Jahresrechnungen 525 Genossenschaften unter­worfen. Die betriebstechnische Wevision der Molkerei- genossenschaftcn hat in 46 Fällen ftattgefunden. Um vor-, aekommcne Veruntreuungen zu verhindern, sollen die Revisionen nunmehr alljährlich und zwar ohne vorherige Anmeldung erfolgen. Weiter soll mit Beginn des Jahres 1907 wieder ein eigenes Genossen- schastsorganDas Hessenland" herausgegeben werden.

. Von der Einrichtung der Watserteilung in allen rechtlichen

... aus Nutzlauo. Fragen, sowohl in geschäftlicher, wie in privater Beziehung

Dr- offiziösepelersb. Telegr.-Ag. schreibt. In der ^urbe sehr viel Gebrauch gemacht. Der heutige Stand letzten Zeit wurden in verschiedener Form angekündlgte Ge- ' - -..... ° - .........

rüchte verbreitet über eine m direkter oder indirekter Form bevorstehende äußere Anleihe. Alle diese Gerüchte be­ruhen auf purer Erfindung. Die russische Regierung sühn mit Niemandem, weder direkt noch indirekt, ebenso wenig durch Vermittlung irgend jemandes in Rußland oder im

beträgt 645 Genossenschaften mit 65 103 Mitgliedern. Betont wird, daß eine Neuregelung der Anstcllungsverhältnisse der Beamten erfolgen soll. Der Jahresbericht findet keine Be­anstandung. Hierauf bespricht Dr. Heydenreich die Offerte einer ryeinhess. Düngerfirma, welche unter Bezug- v Gl f u Gin k- c nähme auf einen Vertrag Mit der Großh. Hess. Domäucn-

AuSland Verhandlungen betreffenb einer Anleihe. Alle diese ^rwaltung einen von dieser hergestellten Dünger empfiehlt. Gerüchte verfolgen augenscheinlich den einzigen Zweck, alle ^ci)nec glbt feinem Erstaunen über oiesen Vertrag Ausdruck, und jedermann zu überzeugen, Rußlands Rettung aus seiner lDQtn| DOr tz^sen Dünger, und erwartet von dem Vertreter finanziellen Lage sei nur tn dem sofortigen Abschluß einer öec Regierung über daS VertragSverhüttniS entsprechende Hohen äußeren Anleihe zu suchen. Unsere Lage t|t keines- sjlufflärung, die dieser aber nicht geben kann. Der hieraus wegS derartig und schon der Umitanö allem, daß solche verlesene Kastenbericht wird ebenfalls genehmigt. ES folgen Gerüchte ungefähr gerade seit dem Verlaufe saft eine« halben ^nn Vorträge des Pfarrers Se ll-Stepfershausen über Jahres verbreitet werden, aber unbestätigt blieben, mußte DieFörderung der n dli che n W o h l f a h rtS p f leg> nicht voreingenommenen Leuten dafür dienen, daß diese Ge- Quf genossenschaftlichem Wege, sowie deS General­sekretärs Quabeck aus 2)lün|ter i. W. über die Liquidität der Genossenschaftsmittel in kritischen Zeiten. Die vorgeschlagenen Leitsätze werden gut geheißen. An der Versammlung hatten sich 158 Genostenschaften beteiligt.

Deutsche» Reich.

B e r l i n, 20. Dez. Der Kaiser, welcher gestern abend aus Berlin nach dem Neuen Palais zurückgekehrt ist, hörte beute die Borträge des Chefs des Mititärkabinetts und des Chefs des Generalstabes dec Armee.

Kolonialdirektor Dernburg weilt nicht in London, sondern in Berlin. Dagegen ist richtig, daß Generalgou­verneur v. Lindequist sich nach London begeben hat und dort mit der englischen Regierung verhan­delt. Diese Verhandlungen, die von der Kolonialverwalt- ung schon vor dem Rechstagsschluß vorbereitet waren, werden seit der Auflösung des Reichstages eifrigst betrie­ben und haben gerne infame deutsch-englische Maßregeln zur Pazifizierung des Grenzgebietes zum Ziel. Sie werden als keineswegs aussichtslos bezeichnet, voraus- geieyt, daß nicht durch eine vorzeitige Schwächung der Truppenmacht oder durch bie bestimmte Aus­sicht auf eine solche Schwächung die Zuversicht der Sch Warzen neu belebt werde.

Die Stadtverordneten lehnten mit allen gegen sechs Stimmen der Antragsteller den sozialsortschritt- iichen Antrag ab, der lautet: Die Versammlung wolle be­schließen, den Magistrat zu ersuchen, mit ihr in gemischter Deputation zu beraten, wie der Empfang f r e mj> e r Staatsoberhäupter in einer der Würde der Stadt entsprechenden Weise zu gestalten sei. Dieser Antrag wurde auch bekämpft von dem Oberbürgermeister Kirschner, bet unter anderem ausführte: Die Stadt Berlin hat auch Pflichten gegen den Staat und das Reich Wenn der König den Wunsch hat, hier in einer die Würde der ötabt keines­wegs tangierenden Weise einen fremden Monarchen zu em­pfangen, so habe ich bad nicht als Privatsachc behandelt, sondern als Erfüllung einer ö^entlichen Pflicht, und ich glaube, daß ich mich in vollständiger UebereLnjhmmung mit dem größten Telle der Berliner Bürgerschaft befinde.

Hamburg, 20. Dez. Bebels Beschuldigungen gegen Offiziere der Kameruner «Lchutztruppe in der jüngsten Kvlonialdebatte des Reichstages werden in einer Zuschrift von Kameruner Kaufleuten an die N." al- burchaus unbegründet zurückgewiesen. Bon angeb­lichen Grausamkeiten der Hauptleute Dominik und Scheunemann im Iaunbe-Gebiet fei den vielen dort an* säsfigen Weißen nicht das Mindeste bekannt.

Köln, 20. Dez. DerKöln. Ztg." wird anS Berlin telegraphiert: Die Berggesetznovelle liegt jetzt dem Staatsministerium zur Verhandlung vor und es ist anzu­nehmen, daß sie dem Abgeordnetenyau.se gleich nach feinem Zusammentritt vorgelegt werden wird. Der Entwurf be­schäftigt sich im wesentlichen mit dem Kali- und Koh­lenbergbau und geht von dem Grundgedanken aus, der seinerzeit auch zum Erlaß der Lex Gamp führte, daß die noch bergfreien Kalb- und Kohlenvorkommen für den Staat erhalten bleiben und der Schürffreiheit entzogen wer­den. Er läßt jedoch die provinziellen und standesherr- lichen S-onberre-djte. die bisher gegenüber der allgemeinen Bergfreiheit bestanden, unberührt.

Heer unö Flotte.

Im neuesten Heft desTürmers* veröffentlichte ein ehemaliger Stabsoffizier einen Angriff gegen unsere Offiziere des Beurlaubtenstandes, Reserve wie Landioehr. In dem Artikel heißt es u. a.: .Die Armee empfindet sie als em notwendiges liebel. Ihre Ausbildung kostet sehr viel Zeit und Mühe; Erfolg hat sie jedoch nur in verhältnismäßig seltenen Fällen."

Aircl^e unO Schule.

Halle a. S., 20. Dez. Der Senior der preußischen Geistlichkeit, Pastor Anton GerSdarf, ist heute im nahen Orte Weinberg, 100 Jahre alt gestorben.

Ausland.

London, 20. Dez. Chamberlain soll laut einer Meldung des .Daily Chromcle* seit seinem 70. Geburtslage vollständig sein Gedächtnis verloren haben. An feine Rückkehr ins Parlament sei nicht zu denken.

Ter frühere serbische Gesandte am Londoner Hof, Mijakowicz, teilte einem Mitarbeiter derTribüne* folgendes mit: Im vergangenen Jahre seien Abgesandte aus Belgrad zu ihm gekommen, um feine Sympathien für den Plan einer Einsetzung deS Prinzen Arthur von Connaught auf den serbischen Thron zu gewinnen. König Peter würde man zwingen, freiwillig abzudanken. Er habe den Abge­sandten sofort klar gemacht, daß nicht die geringste Aussicht vorhanden sei, daß ein englischer Prinz den serbischen Thron besteige. Rtijatowicz erzählte ferner, daß in Serbien eine Partei den Prinzen Mirco von Montenegro, eine andere Prinz Georg Wilhelm, den ältesten Sohn des Herzogs von Cumberland, und eine dritte einen englischen Prinzen auf den serbischen Thron wünschte. Eme große politische Krisis nahe auf der Balkanhalbinsel, es sei die Pflicht eines jeden serbischen Patrioten, auf der Wacht zu sein.

Pans, 20. Dez. Im Senat entfpmnt sich eine lange Beratung über die Erhöhung der Entschädigung der Parlamentsmitglieder, gegen welche mehrere Senatoren von der Rechten Einspruch erhoben haben. Schließlich wird eine Erhöhung von 8000 auf 15000 Franks nut 160 gegen 109 Stimmen und das Senatsbudget insgesamt mit 159 gegen 94 Stimmen angenommen.

Die Regierung beschloß, in der Kammer unverzüglich eine Vorlage elnzubringen, welche die Eidesformel der Geschworenen und der Vorsitzenden der Gerichte abändert. Es gilt für wahrscheinlich, daß die Regierung einfach die Unterdrückung der Worte:Vor Gott und vor den Akenschen" in der Eidesformel verlangt.

In parlamentarischen Kreisen wird ein Vorgang aus der heutigen Sitzung her D ep u t i c rte n fa m mer besprochen. Mehrere Deputierte erzählen dem Ministerpräsidenten Cle-

sich auf 53 478 437 Rubel beläuft gegen 62 752 302 rni gleichen Zeitraum beS Vorjahres. Trotzdem rechnet die Agentur nut allerhand Mätzchen vor, daß der diesjährige Ertrag als erfolgreicher als der vorjährige angesehen werde.

Aus Slonim (Provinz Grodno) wird gemeldet: Zu der Flucht der Gefangenen aus dem Eisenbahnwagen wird weiter gemeldet, daß bei dem Transport vom Gefängnis zum Bahnhof den Gefangenen durch Vorübergehende Brote gereicht wurden, in denen vier geladene Revolver verborgen waren. Die Gefangenen nahmen die Gelegenheit wahr, als von den sie bewachenden Soldaten zwei den Waggon ver­laßen hatten, um einen erkrankten Gefangenen zu begleiten. Sie schossen gleichzeitig auf die vier zurückgebliebenen Sol­daten und sprangen dann aus dem Fenster, während der Zug im Gange war. Zwei Soldaten wurden getötet und zwei verwundet. Die Entflohenen waren wegen Bomben- werfens zu Zwangsarbeit verurteilte Revolutionäre.

In Riga führte ein Detektiv auf der Fabrik Aetna eine Haussuchung aus, weil begründeter Verdacht vorlag, daß unter der dortigen Arbeiterschaft em ReoolutionSherd bestehe. Der Beamte wollte einen Arbeiter verhaften, dieser aber zog einen Revolver, schoß den Polizisten nieder und tötete sich selbst. Tie Fabrik ist jetzt von Diilitär um­zingelt. Trotzdem noch immer revolutionäre Bluttaten Vor­kommen, ist eme Besserung der Zustände bemerkbar. Handel und Industrie beleben sich wieder.

Im Zusammenhang mit dem Urteil gegen die wegen des Attentats auf den Admiral Dubassow angeklagten und vereits Hingerichteten Personen sind in den letzten drei Tagen 400 Petersburger Wohnungen durchsucht und etwa 150 Verhaftungen vorgenommen worden. Aehnliches wird ans Rloskau berichtet, wo 2 0 Studenten des Berg­korps, als sie von der Vorlesung kamen, verhaftet wurden.

In Moskau wollten Studenten der Universität eine Versammlung abhalten, um über die Veranstaltung eines dreitägigen Ausstandes zur Erinnerung an die Ereignisse im Dezember vorigen Jahres zu beraten. Die Universität wurde aber vorher von der Polizei umstellt und die Ver- jammlung verboten.

Der MlNisterrat genehmigte die Einführung der deutschen Unterrichtssprache in der Handels- schule von Zähler in Lodz für sämtliche Fächer mit Aus­nahme der Geographie und der Geschichte.

Nach einer Schätzung derHandels- und Jndustrie- jeitung1 war der Stand der Wintersaaten zu Anfang Dezember aUgcmein befriedigend. Gut mittel war bei Saatenstand in dem zentralen Ackerbaugebiet, den baltischen Provinzen und den südlichen Gouoerneinents, ferner in den Gouvernements von tfoiuno, Wilna, Grodno, Poltawa und Dschernigow, gut in Wolhynien, Charkow und Kursk, mittel­mäßig in Bessarabien, Kiew, Podolien und Kali>qa.

öerbanbetag der Hess. Landw. Genossenschaften.

(Origiiial-Beria-i d s Cie'<,?.:cr Anzeigers) sd. Darmstadt, 20. Dez. 1906.

Der 44. Verbandstag sand heute dahier unter dem Vorsitz des Verbandsdirettors Gel). Wegierungsral Haas

Au» StaOt und Land.

(fiepen, den 21. Dezember 1906.

* Ein zweiter sozialdemokratischer Bei­geordneter in Offenbach. AuS Offenbach, 20. Dez., wird gemeldet: Die Stadtverordneten-Versamm­lung wählte in ihrer heutigen Sitzung den sozialdemo­kratischen Stadtverordneten Ph. Weipert zum^ unbesoldeten Beigeordneten.

DieKl. Pr.^ läßt sich dazu schreiben:

Weiperl wurde bei der letzten Wahl als einer der Höchst­bestimmten zmn Stadtverordnelen geivähtt und giü als ruhiger, fleißiger Alaiin. Er ist in Lssenbach geboren, 87 Jahre alt und betreibt eine Sattlerioaren'abric mit gutem Erlolg, da er als tüchtiger Geschastsmaun in der Branche bekannt ist. In Berlin, wo er sich längere Zeit zu semer Liusblldung aushielt, diente er bet den Garde du EorpS ferne Militärzelt ab und ging als Unter- olfizier zur Reserve über. Ente agitatorische Stellung nimmt er in der Partei nicht em, ist auch nie politisch hervorgetreten und mutz in allen Stücken als vollkommen emroanbirei gelten. Wenn jetzt die hessische Regierung, wie sie im Falle Eltznert erklärt hat, sich bei allen künftigen Bestätigungen ihren Maiin genau anjehen will, so muß Weipert eher als irgend ein anderer die Bestätigung erhalten."

9)lan kann darüber auch anderer Ansicht sein als die Kl. Pr.". Tie bürgerliche Rtmderheit in Offenbach zählte bei der letzten Stadtverordnetenwahl nur wenige hundert Stimmen weniger, als die Sozialdemokratie. Nach dem Grundsatz der ausgleichenden Gerechtigkeit, der von der Sozialdemokratie ja stets da, wo sie in der Minderheit ist, als der einzig richtige entschieden betont wird und der auch bei der Beurteilung des Falles Eißnert eine so große Rolle spielte, müßte der zweite unbesoldete Beige­ordnete in Offenbach unbedingt aus den Reihen der bürgerlichen Stadtverordneten gewählt werden. Wenn deshalb die Regierung Herrn Weipert nicht be­stätigen sollte, so würde sie nur durchaus gerecht handeln und damit der sozialdemokratischen Stadtoerordneten-Rtehr- hell in Offenbach Gelegenheit geben, durch eine andere Wahl ihrerseits dem Grundsatz der Gerechtigkeit und Billigkeit Rechnung zu tragen.

Dle zweite Aufführung des Liedes von der Glocke findet, wie nunmehr bestimmt festgesetzt wurde, am Sonntag, 2 0. Januar, m der Turnhalle des Turnvereins statt. Erfreulicherweise ist es durch das Entgegenkommen mehrerer Kunstfreunde demSängerkranz" ermöglicht worden, das Konzert in der Form emeö Volkskonzertes abzu- halten und auch weiteren Kreisen den Besuch der heoorragen- ben Aufführung durch Festsetzung außerordentlich billiger Ein­trittspreise zu ermöglichen.

Die Eisbahn des Gießener Eisvereins ist von heute ab geöffnet Anmeldungen neuer Mitglieder werden an der Kaffe enlgegengenommcn.

** Die lano- und forstwirtschaftliche Be­rn fsgenossenschaft für das Großher^ogtum Hessen, u deren Zuständigkeit die Ausführung des llnsalloerjicher- nngsgesetzes für Lund-uiro Forirw^rtscyaft gehört, veröffent- lichl ihren 17. V e r w a 11 u n g s b e r ich t. Aus chrn sei folgendes entnommen: Regiernngsrat Rach, der 6 Jahre Lang Vorsitzender der Eeru^sgerivjsenfchast war, ist in den Rnhestand getreten und Geh. Regierungsrat Bichmann ist