Nr. 177
scheint OßNch mit Ausnahme deS Sonntags.
®te „•lefitner ZamMenblittler- werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »Hefflsch« Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« UntversitätSdruckeret. 9L Lange, Gieß«,
Redaktion. Expedition «.Druckerei: Schulstr.2, Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr. x Anzeiger Ließe«.
Zweites Blatt 158. Jahrgang Dienstag 31. Juli 1906
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
KoloniaLsKandale.
Die Freude an den sonnig lieblichen deutschen Kolonien ist jetzt wohl nahezu in allen Kreisen des delltschen Volkes in rascher Abnahme begriffen. Das wird wohl jetzt zugegeben werden selbst von Denjenigen, die einst „mit tausend Masten* aus den Ozean der Kolonialpolitik segelten und mit bitterem Verdruß gewahren mußten, wie ein Ereignis nach dem anderen die kolonialen Sympathien, um deren Mehrung man sich mühte, zerstören half. Es zogen in einer langen Reihe vorüber die Fälle von „Tropenkoller", Brutalitäten unerhörter Art, zu deren Kennzeichnung bei einem Roheitsverbrecher dem Staatsanwalt die Worte gefehlt haben würden; zur Abwechslung erschienen dann die Schilderungen eines lächerlich überlriebenenBureau- kratiSmus; wieder andere Bilder rückten Unregelmäßig Feiten, Beamten-Uebergriffe, und greifliche Irrtümer bei Berechnungen und Bestellungen vor Augen. Zu alledem kommen die ungeheuren Ausgaben für den südwestafrikanischen Feldzug, und, um das Maß bis oben zu füllen, sind jetzt die Kolonialskandale an der Tagesordnung. Skandale, die in das Gebiet der heimatlichen Verwaltung fallen und für die es keinen mildernden Umstand gibt wie die Wirkung der Tropen, hochgradig gesteigerte Reizbarkeit, Ruin der Nerven, und was sonst noch alles geltend gemacht worden ist.
Der Stein kam ins Nollen durch Enthüllungen, die diesmal nicht von sozialdemokratischer Seite, sondern von einem Mitglied des regierungsfreundlichen Zentrums ausgingen. Ueberraschend genaue Presse-Mitteilungen über den Fall v. Puttkamer und den an den Reichskanzler erstatteten Bericht bewogen weiterhin den Fürsten Bülow, den „eisernen Besen" in der Kolonialverwaltung anzusetzen.
Der „eiserne Besen" kehrt gut. Mas orFi sch er ist wegen dringenden Verdachts der B e st e ch u n g verhaftet worden. Man erfährt dazu folgendes: Der Inhaber der Firma Tippelskirch gewährte dem Major Darlehen im Gesamtbeträge von nahezu 100 000 Mk. Inwieweit diese Darlehensgeschäfte des Majors mit der Firma Tippelskirch auf das Vertrags Verhältnis zwischen der Firma und dem Staat eingewirLt haben, wird die Untersuchung ergeben, welche der Kriegsgerichtsrat Dr. Solle von der Gardekavallerie- divjsion führt. Zwar sind die Lieferungen der Firma an und für sich nicht in bedeutender Weise beanstandet worden, aber es ist fraglich, ob die Firma sich für die Darlehen an Major Fischer nicht in der Weise entschädigt hat, daß sie die Preistarife höher stellte, als sie es sonst getan hätte.
Major Fischer befindet sich übrigens, wie uns heute ans Berlin geschrieben wird, bereits länger als eine Woche in Untersuchungshaft. Er soll der Bestechung bereits überführt sein. Die Verhaftung geschah auf ausdrücklichen Befehl des Kaisers, dem das An- tlagematerial int ganzen Umfange Vortragsweise zur Entscheidung unterbreitet worden war. Es heißt, der oberste Kriegsherr habe hierbei den Ausspruch getan: „die ganze Strenge des Gesetzes solle auf den Schuldigen angewendet werden".
Die Ueberwachung des Majors Fischer in der Militär- untersuchungShaft wird durch Stabsoffiziere der Berliner Garnison ausgeführt.
Von einem Berliner Lokalblatte war behauptet worden, daß die Anzeige gegen Major Fischer von seiner eigenen Frau und seinem Vetter erfolgt sei. Das ist indes, wie uns ferner aus Berlin geschrieben wird, nicht richtig. Die Anzeige ist vielmehr von ganz anderer Seite ausgegangen und auch nicht aus Subaltern-Kolonial- beamtenkreisen bei den Vorgesetzten eingelauscn. Frau v. Tippelskirch war es, die den ersten Anstoß zu dem Verfahren gab. Gleichzeitig mit dieser seit zwei Jahren von ihrem Gatten getrennt lebenden Dame machte ein Vetter des Herrn v. Tippelskirch der Kolonial- behvrde die Meldung von den eigentümlichen pekuniären Beziehungen zwischen dem Chef respektive verschiedenen Teilhabern der Firma Tippelskirch und dem Vorstande der Bekleidungsabteilung beim Oberkommando der Schutztruppe Major Fischer. Gleich naL Eingang der vorerwähnten Meldung wurde Major Fischer einem gründlichen Verhör seitens seiner Vorgesetzten unterworfen und dann sofort in Untersuchungshaft genommen. Desgleichen mußte sich auch Herr v. Tippelskirch einer mehrstündigen Befragung unterziehen. Das Geld wurde dem Major stets als Darleben gegeben, das anfangs auch, als die Summen noch klein waren, stets zurückgezahlt wurde. Aus den kleinen wurden aber schließlich Ende der 90er Jahre bedeutende „Darlehen", aus deren Rückerstattung von den Gebern von vornherein gar nicht ge- rech neit wurde. Dieser Spender gab es mehrere. Sie rekrutierten sich aus den pekuniär an der Firma Ttppels- kirch Interessierten. Es soll bereits nachgewtesen sein, daß die Bewilligung zu hoher Pr eise an die Firma Tippelskirch durch Bestechung erreicht wurde, sodaß dem Staate zum mindesten das Recht zustehen dürfte, den noch lausenden Vertrag mit der Firma vor der Ablaufsfrist zu kündigen oder zu lösen. Was dann noch weiter geschehen wird, bleibt abzuwarten. Das Verfahren gegen Major Fischer, vor dem Militärgericht wird jeden- satts öffentlich sein.
Der Fall erhält noch eine besondere Beleuchtung dadurch, daß das „Berl. Tägebl.", augenscheinlich von einem Emgeweihten, detaillierte Mitteilungen erhält, daß sich Major Fischer schon früher Amtsvergehen habe zu schulden kommen lassen, daß diese Vergehen durch den Geheimsekretär Po plan zur Kenntnis des Auswärtigen Amtes gebracht worden sind, und daß auf die Anzeigen nichts erfolgte.
Diese Enthüllungen alle können nicht ohne die eingehendste amtliche Klarlegung bleiben. Die „Nordd. Allg. Ztg." nimmt zu den Enthüllungen noch keine Stellung.
In jedem Falle muß man erwarten, daß es nicht eher heißt „In die Ecke, Besen!", bevor der Besen seine volle Schuldigkeit getan hat.
Disziplinaruntersuchung ist ferner gegen den früheren Gouverneur von Togo, Horn, eingeleitet worden. Gegen ihn schwebte vor zwei Jahren ein gerichtliches Verfahren wegen Grausamkeit an einem Eingeborenen, das mit der Verurteilung zu einer Geldstrafe von 900 Mk. endete und seine Stellung zur Disposition zur Folge hatte. Jetzt ist auf Grund des damals zutage geförderten Materials die Disziplinierung angeordnet worden.
Russisches.
Es dürfte selbst in Rußland wenig bekannt sein, daß Peter Arkadiewitsch Stolipyne, der neue Ministerpräsident, deutschen Ursprungs ist. Allerdings liegt dieser Ursprung ziemlich weit zurück. Die Tradition behauptet, daß die Stolipyne Nachkommen der ausgestorbenen Ritter von Stallupönen seien, aus deren Stammsitz sich die heutige Stadt dieses Namens im preußischen Regierungs- bezirke Gumbinnen entwickelt habe. Jedenfalls müßten sie dann ihre Heimat schon früh verlassen haben, da der Name Stolipyne in Rußland zum ersten Male bereits im Jahre 1566 auftritt.
Großfürst Wladimir, der Oheim des Zaren, der sich einige Tage in Paris aufhielt, ist nach Petersburg zurückgekehrt.
Der Zar ließ nach Abschluß der wegen der Meuterei im Preobraschensky-Regiment emgeleiteten Untersuchung dem Regiment mitteilen, daß er ihm verziehen habe und die ihm aberkannten Privilegien zurückerteile.
Der Ministerrat beschloß, die bisherigen Bestimmungen über den Eintritt der Juden in die Hochschulen aufzuheben und durch liberale zu ersetzen und den Juden, welche nicht politisch kompromittiert find, Fr ei zügigkeit zu gewähren.
Unruhen unter Rekruten sind in Nikolajew ausgebrochen. Ein Korporal schoß einen Rekruten nieder, wurde jedoch auf der Stelle von einem anderen Rekruten getötet.
Die Arbeitergruppe und die sozialdemv kr. Fraktion der aufgelösten Duma bereiten die Veröffentlichung eines' Aufrufes an die Armee und die Flotte vor, in welchem sie diese auffordern, der Regierung den Gehorsam zu kündigen und mit den gesetzmäßig gewählten Volksvertretern den Kampf gegen die Regierung aufzunehmen, die sich, wie weiter unter Aufwärmung des längst wiederholt widerlegten Märchens behauptet wird, durch Verständigung mit Oesterreich und Deutschland über eine evenruelle Einmischung des Landesverrates schuldig gemacht habe.
In Polen geht nach wie vor alles drunter und drüber. In der Stadt Sochatschew wurde der Kreis- hauptmann Burago erschossen. Der Täter entkam. Bei der Station Gelostinowo wurde ein Passagierzug von 40 Bewaffneten an gehalten, die begleitenden Gendarmen getötet und 300000Rbl. aus dem Postwagen geraubt. Amtlich ist "ferner fesöge stellt worden, daß bei dem Eisenbahnüberfall aus der Warschau-Wiener Bahn am Samstag 1 72 000 Rubel aus dem Postwagen geraubt worden sind. — Von einer unentdeckt gebliebenen Peiffou wurden in der Nähe der Mrche von Wilanow bei Warschau mehrere Schüsse abgegeben. Der Kirchenbefucher bemächtigte sich eine große Panik. Bei der Flucht ertranken fünf Personen in der Wilanowka.
Deutscher Reich.
Berlin, 30. Juli. Die Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem König von England wird nach einer Meldung der Daily Graphic im Anschluß an die Enthüllung des Landgrafen-Denkmals in Homburg auf Schloß Friedrichshof statifinden, wo der König auf dem Wege nach Marienbad zu einer rein privaten Zusammenkunft mit dem Kaiser seine Reise unterbrechen werde.
— Der Kaiser wird morgen (Dienstag) nach Beendigung seiner Nordlandsreise in Swinemünde eintreffen. Am gleichen Tage wird auch die Kaiserin in Swinemünde erwartet.
— Wie auS Wien verlautet, soll dem Kaiser Franz Josef die erste Patenstelle bei dem Sohne des Kronprinzen angeboten werden.
— AuS dem Wahlkreise Rinteln-Hofgeismar wird der „Franks. Ztg." berichtet: Das nationalliberale Wahlkomitee fordert auf, bei der Stichwahl für den deutsch-sozialen Kandidaten Herzog zu stimmen.
Her en e, 30. Juli. Heute nachmittag trafen von den beim Grubenunglück von CourriöreZ Geretteten die Bergleute Nemy, Provost (Vater und Sohn), Dubois und Berthou ein, um der Rettungsmannschaft der „Hiberma" zu danken.
Ausland.
L o n d o n, 30. Juli. „Daily Mail" veröffentlichte heute eine Depesche aus Bushiro am persischen Golf, die über angebliche Ab sichtenDeutschlands am persischen Golf Nachrichten bringt, die aus der Luft gegriffen sind. Der Korrespondent erklärt, daß die deutscheEisen- bahnvon Konianäch Bagdad bald fertig gebaut fein wird. Alsdann werde die Bahn bis nach Khor Äbdulla verlängert werden. Diese Stadt befindet sich aber in dem Reiche des Schetks von Kowcit, der unter englischem Schutz steht. „Daily Mail" erklärt, bafi Deutschland ein gefährliches Spiel am persisch en Golf verfolge und protestiere heftig dagegen, daß die deutsche Konkurrenz Englands Handel in jenen Regionen an sich reiße.
— 'Oberhaus. Bei der Generaldebatte über die Marineangelegenheiten erklärt der Erste Lord der Admiralität Tweedmouth: Die Vorschläge der Regrer- ung bergen keine Gefahr in sich und stehen vollkommen im Einklang mit den wahren Interessen des Landes. Die Admiralität ist mit Rücksicht auf die großen Aenderungen
und Aufschübe, die bei den ausländischen Schiffsneubauten in diesem Jahre eingetreten sind, zu der Ueberzeugung gekommen, daß es klug und richtig ist, unser Bau- Programm herabzusetzen. Als das ursprüngliche Programm aufgestellt wurde, glaubten wir, daß Frankreich mit dem Bau mehrerer sehr großer Linienschiffe beginnen wollte, die Vereinigten Staaten mit dem Bau von zwei neuen Linienschiffen, Rußland mit einem Linienschiff und zwei Panzerkreuzern, Deutschland mit zwei sehr großen Linienschiffen und einem Panzerkreuzer. Aber von Woche zu Woche erhielten wir Nachrichten über die Hinaus», schiebungen des Beginns des Baues dieser Schiffe. Deutschland hielt seinBauprogrammnicht? inne; erst heute morgen erhielt ich die Nachricht, daß das erste der beiden Linienschiffe nicht vor Anfang September auf Stapel gelegt wird. Es war für uns noch die Erwägung maßgebend, daß wir durch die Manöver dieses Jahres in schlagender Weise die große und unmittelbare Wirksamkeit unserer Flotte bewiesen. — Goschen gibt zu, daß eine französischdeutsche Kombination sehr unwahrscheinlich sei; wenn aber England und Frankreich in Krieg geraten würden, so würden Deutschland und seine Freunde unbequeme Neutrale fein. Bezüglich der Haager Konferenz erklärte der Redner, die unglückseligen Rüstungs- ausgaben in Europa seien nicht auf Eitelkeit oder Verlangen nach Ruhm zurückzuführen. Oesterreich z. B., für dessen Mißerfolge England stets ein großes Mitgefühl hatte, unterhalte eine Armee zur Verteidigung seiner nationalen Existenz, während Deutschland die Ausgaben für feine Flotte vergrößere, nicht zu Angriffszwecken, sondern weil es, wie auch andere im Wachsen befindliche Mächte, sich ausdehnen und eine entsprechende Seemacht haben müsse, um sich zu behaupten. Diejenigen, welche, glaubten,- daß irgend etwas, was auch immer, bei der Haager Konferenz herauskommen möchte, das aufhalten würde, was Kaiser Wilhelm für feine Mission halte, namentlich, soweit es die Ausdehnung der Macht, Deutschlands betreffe, gäben sich Illusion en him
Paris, 30. Juli. Im „Matin" setzt der ehemalige Finanzminifter Mäillaux die Handelspolitische Lage Europas auseinander und bekämpft heftig die deutsche Zoll- und Handelsvertrags Politik^ die E u r o p a zu einem ZollvereinmitDeutschland an der Spitze zu machen versucht, in der Hoffnung, die-^ selbe politische Rolle übernehmen zu sehen, die ein ft Preußen, im deutschen Zollverein gespielt habe. Dieses Verhalten Deutschlands schaffe England in mancher Hinsicht Vorteils stoße aber auf Widerstand, weil es die gesamte Handels-. Politik Europas störe. Frankreich habe Grund, das. Schutzzollsystem, unter dem es selbst leide und unter dessen Herrschaft es außer Stande gewesen sei, seinen Außenhandel zu vergrößern, abzuschaffen und sich gemein* famem, wirtschaftlichem und politischem Widerstande mit England zusaminenzufchlie ßen.
— Im Präfidenten-Schloß Rambouillet hielten die Minister eine Beratung ab unter dem Vorsitz Falliöres'. 2>er Ministerrat beschloß, im Parlament eingeorachte Initiativanträge auf Abschaffung der Todesstrafe zu unterstützen und zur Beschleunigung eine besondere Regierungsvorlage zur entsprechenden Abänderung der Strafgesetze auszuarbeiten.
Wien, 30. Juli. Nachrichten aus Burgas und Stani- maka zufolge sollen sich an diesen beiden Orten große, gegen die Griechen gerichtete Kundgebungen ereignet haben. In Burgas soll eine griechische Kirche samt Schule und Biblio thekzerstört worden sein. In Stanimaka kam es angeblich zu blutigen Ausschreitungen, wobei mehrere Personen getötet worden sein sollen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 31. Juli 1906.
* • Die städtischen Brückenwagen brachten im Rechnungsjahre 1905/06 eine Gesamteinnahme von 5067.97 Mark gegen 4941.83 Mk, in 1904/05, also ein Mehr von 126.14 Mk. Im einzelnen verteilen sich die Einnahmen wie folgt: Neustadter Tor 2777.94 Mk., Margaretenhütte 125.28 Mk.
* * Vom Turnoereinsjubiläu m. Die eigentliche Stiftungsfeier findet am Samstag abend in Verbindung mit der Eröffnungsfeier statt. Nach einem Zapfenstreich durch die Straßen der Stadt soll punkt 8 Uhr die Feier in der Festhalle ihren Anfang nehmen. Neben Konzcrtmusik unserer Regimentskapelle besteht der musikalische Teil aus Chor- oortiägen der vier hiesigen Lahntalsängerbund-Vereme, während der festgebende Verein sich an dem reichhaltigen Programm mit einigen hervorragenden turnerischen Aufführungen (Pyramiden, elektr. Keulenschwingen der Manner- riege usw.) beteiligen wird. Die Eröffnungsansprache hält der erste Sprecher des Turnvereins, Kaufmann Althoff, wahrend als Festredner Bibliothekar Stadto. Dr. Ebel gewonnen wurde. Besonders feierlich wird sich die Weihe der neuen, von den Vereinsdamen gestifteten Fahne gestalten. Die Fahne ist bereits hier und kann als ein Meisterwerk deutscher Kunststickerei bezeichnet werden. — Auch auf dem Festplatz findet schon am Samstag abend Konzert und Tanz statt.
• • ReichStagSabg. Dr. Becker sollte, wie vor einigen Tagen die „D. Fr. P." meldete, seine Praxis in Sprendlingen aufgegeben haben und nach Worms verzogen sein, wo er sich eine Villa gebaut habe. An alledem ist nach der „Off. Ztg." kein wahres Wort.
(x) Dutenhofen, 30. Juli. Mit dem 1. Oktober scheiden in unserer Gegend drei im Schuldienst ergraute Lehrer aus dem Schulamt. Während Herr Althaus in Münchholzhausen schon in diesen Tagen auf eine 50jährige Lehrtätigkeit zurückblickt, wollen Hauptlehrer Schiefer st ein hier nach 46jähriger und Herr Müller zu Großrechtenbach, nach 44jähriger Amtstätigkeit demnächst in den Ruhestand, treten. Alle drei Lehrer haben ihre gesamte Lehrtätigkeit tro


