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Nr. 26
©r|6)cint täglich
anher SomnagS.
Dem Greßener Anzerger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Giehener Familien- dlälker viermal in der
Woche betgelegL Rotationsdruck tu Verlag der Brüh l'kchen Unwers.-Buch-u.Stein- bruderet. R. Lange. Redaktion, Eroeduton und Druckerei:
Schul st ratze 7.
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Verlag u.Exved.^Wbl Adresse für Deoeschen:
Anzeiger Gießen.
Erstes Blatt
186. Jahrgang
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Mittwoch 31.Januar 1906
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Ale öeuirge Kummer umfaßt 10 Seifen.
Die Tabaksteuer vor der Stcuerkommirfi.on.
Berlin, 30. Januar.
Die Steuerkommission de§ Reichstages setzte die Beratungen über die Tabaksteuer fort. Meyer-Jobst (freis. Vpt), Kaden (S03.), Wolff (freis. Vgg.), Molkenbuhr (Soz.) und Wiemer (freis. Vpt.) sprechen sich gegen die Tabak- steueroorlage aus. Lichtenberger (natl.) erklärt, nicht nur die Zigarrenarbeiter, sondern auch die Tabakbauern wurden durch die Vorlage getroffen. Letztere hätten kein Einkommen wie die Zigarrenarbeiter, sondern kämpften um ihre Existenz. Redner begründet sodann den gemeinsamen Antrag der Nationalliberalen und deS Zentrums, den Antrag Herold dahin abzuändern, daß gesetzt wird anstatt: Zigarren, 40 Prozent vom Werte, Zigarren, 300 Mark unter Zuschlag von 25 Prozent des Wertes.
Ministerialdirektor Kühn wendet sich gegen den vorgeschlagenen Wertzoll. Sollte man jedoch zu dem Beschluß kommen, daß der Wertzoll gerechter sei, so werde die Negierung versuchen, auch diesen Wertzoll durchzuführen.
Nacken (Ztr.) weist ausdrücklich darauf hin, daß das Zentrum keine Belastung der breiten Massen haben will und deshalb die Vorlage zum größten Teil adle h n e. Durch eine Besteuerung der Importen träfe man nicht die wirtschaftlich Schwächeren, aber auch gegen diesen Vorschlag wende sich die Sozialdemokratie. Der Wertzoll sei leicht durchführbar, indem man sich die Originalfakturen vorlegen laffe.
Reichsschatzsekretär Frhr. v. Stengel erinnert an das Deckungsbedürfnis von 250 Millionen und bittet, bis zur zweiten Lesung in Erwägung zu treten, ob man den verbündeten Negierungen bei der Besteuerung deS Tabaks nicht entgegenkommen solle. Der Vorschlag sei doch mäßig. (So?) v. Elm (Soz.) erkennt an, daß die Antragsteller eine gute Absicht hätten, diese würde indessen nicht erreicht.
Müller-Z-ul da (Ztr.) wundert sich nicht, daß die Vertreter der Regierung solche Schwierigkeiten gegen eine Heranziehung de. Importen machten.
Hierauf wird die Regierungsvorlage abgelehnt und zwar Ziffer F (Zoll für Zigarren 600 Mk.) gegen die Stimmen der Konservativen und Freikonservativen, im übrigen einstimmig. Der Zentrumsantrag wird angenommen, jedoch hinsichtlich der Ziffer F der gemeinsame An trag des Zentrums und der National- liberalen. Weiterhilt wird der Antrag des Zentrums aus Herabsetzung der Steuer für Grumpen ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen, nachdem die Regierungsvorlage auch in diesem Punkt e einstimmig abgelehnt worden i|i. Ferner wird gegen den Widerspruch der Negierung folgender AntragLichtenbergerangenommcn: Die Verteuerung von Tabak, von Rippen und anderen Tabakabfällen unterbleibt, soweit deren Vernichtung oder Unbrauchbarmachung zu menschlichem Genuß vor oder bei der Verwiegung beantragt und unter amtlicher Aufsicht vollzogen wird. Die diesbezügliche Bestimmung des Regierungs« entwurfes wurde abgclehnt. Auch die übrigen Bestimmungen des ZentrumsantrageZ sinden Annahme.
*
Unsere Tabakindustrie und die in ihr beschäftigten Ereichen Personen, auch die Raucher, können vorläufig sich also beruhigen. Tas cmzige Resultat ist die Annahme des Antrags auf Erhöhung des Zolls für fein- beschnittenen Tabak und auf Tabakblätter. Der Antrag Lichtenberger har für unsere Gießener Zigarrenindustrie keine Bedeutung, sodaß sie wohl mit den Beschlüssen der Komnnssion einverstanden sein wird. Auch der .Kompromißantrag der Nationalliberalen -und des Zentrums ist gescheitert — die Re- -gierungsvertreter selbst lehnten den Wertzoll wegen technischer Schwierigkeiten ab — und im Reichstagsplenum wird kein anderes Ergebnis zu erwarten sein. Tie Regierung 'muß sich, da die „Ver tehrssteuern" (Quittungs- "rempel ufto.) vollkommen aussichtslos sind, mit ider von der Reichstagsmehrheit beabsichtigten iM]u§geftaI» itun g der R eich serbschafts st euer ab finden.
Deutsches Nereb.
Berlin, 30. Jan. Kaiser Wilhelm hat heute am Todestage des Kronprinzen Rudolf von Oesterreich dem Öfterr. Botschafter von Szoegyeny-Marich einen Besuch gemacht in Her Uniform eines öfterr. Feldmarschalls. Der Kaiser wohnte am Abend in Begleitung der Prinzen Heinrich und Eitel Friedrich den: Vortragsabend beim Minister von Budde Sei. Geh. Oberbaurat Müller sprach über die Entwickelung üer Eisenbahnbetriebsmittel in den letzten 25 Jahren. Unter 8en Geladenen befanden sich der Reichskanzler, die Minister Ä)r. Sttidt, Schoenstedt, v. Bethmann-Hollweg, Dr. Beselcr, Wraf Posadowsly, der Präsident des ReichScisenbahnamts Dr. Schultz, Graf Ballestrem, v. Kracher.
Alle Einzelheiten, die über den Inhalt der zu erwarten- Mtti Vorlage über die Reichstags diäten in die Oeffent-
lichkeit bringen, können der Zeitlage nach nur auf einer Kombination beruhen. Wie die „Köln. Zig.* qu§ bester Quelle erfährt, ist eine Vorlage an den Bundesrat noch nicht gemacht worden, sondern das Staatsministerium ist zur Zeit mit der Ausarbeitung der fraglichen Vorlage beschäftigt.
Oldenburg, 30. Jan. Mit 30 gegen 6 Stimmen hat der Land og einem Anträge auf Einführung der direktes Wahl ztmi Landtage bei. Die Regierung erklärte sich bereit, eine enumechende Vorlage vt machen.
TNrche und Schule.
— Das hessische Oberkonsistoriu. m' hat in einem Ansschreibeu die Verwaltungsgrundsätze mitgeteilt, die es inbezug auf die Verheiratung von Pfarr- amtskandidaten zur Anwendung bringen will. Es heißt darin: „Wir müssen mindestens während dieser zwei Jahre (der ersten) die unbeschränkte Möglichkeit haben, über unsere Pfnrramtskandidaten zu verfügen, um sie je nach den wechselnden Bedürfnissen des Dienstes als Vikare, Verwalter oder Assistenten zu verwenden und zu versetzen. Mit Nücksichtt auf das Interesse des Dienstes müssen wir daher die Verheiratung eines Pfarramtskandi- datcn während dieser zwei Jahre für unzulässig erklären; und können sie nicht gestatten. Ter hiergegen Zuwiderhandelnde wird sich die ernstesten Folgen seiner Handlungs- weise bis zur Streichung in der K a n d i d a t e n l i st e selbst zuzuschreiben haben." Tas Oberkonsistorium behält sich auch nach den zwei erften Tienstjahren „solche Verwendung vor, die den Kmrdidaten nötigt, sich zeitweise von Frau und Familie zu trennen". — Wie wir hören, ist tatsächlich ein junger Geistlicher in einem Orte des Kreises Lauterbach, der ohne die Genehmigung des Oberkonsistoriums sich verheiratete, kurzer Hand auf ein halbes Jahr von seinem Amte suspendiert worden! .
Dcutsch-Ostafrrka.
Dar-es-Salaam, 30. Jan. Bezirksamtmann Graß meldet aus Mohoro, daß der Jumbe K'e tsch e ke t s ch e, der Hauptanführer der aufständigen Kitschileute, sich dem Bezirks nnt gestellt hat. Oberleutnant Paasche meldet vom oberen Rufidji, daß die Leute v o u N o r d-K i t s ch i s i ch unterwerfen. Oberleutnant Albiuus hat die Rebellen, welche die Mission K'idugala bedrohen >unb 'wahrscheinlich auch die Patrouille des Stabsarztes Wühe überfielen, z u r ü ck g e wo r f c n. In Jringa sind Derstärkunaen eingetroffen.
Spanisches.
Madrid, 30. Jan. Eine hervorragende Persönlichkeit des Hofes versicherte, daß der deutsche Kaiser, König Eduard und Präsident Loubet zur Vermählungs- feier des Königs etngeladen werden. Lotibet sei zwar zu dieser Zeit nicht mehr Präsident der Republik, die Einladung gehe ihm 51t als Freund der königlichen Familie.
San Sebastian (Spanien), 30. Jan. Die Polizei verhaftete hier einen Anarchisten, welcher nach San Sebastian mit unbekannten Plänen gekommen war. Man vermutet, daß eS sich um ein Komplott gegen König Alfons handelte.
?russtslHes
Tie Veränderungen der Grundgesetze, die mit dem Manifest vom 17. Oktober in Einklang gebracht tvorden sind, sollen in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Danach erfährt der Titel des Zaren keinerlei Veränderung, er bleibt der „Selb st herrsch er aller Reuße n", aber die Selbstherrschaft behält ihre bisherige Bedeutung nur für die Aufrechterhaltung der internationalen Unabhängigkeit, also der Souveränität des Reiches. Ter Monarch wird durch keinen besonderen Eid die Konstitution bekräftigen, doch das Manifest, durch welches die neuen Grundgesetze bekannt gegeben iverden, enthält einen Hinweis darauf, daß der Zar die Ausführung der Konstitution durch den Thronfolger und alle Nachkommen der Dynastie sicherstellt. Ter Kaiser übt die geser.gebende Macht gemeinschaftlich mit der Reichsdi'.ma und dem Reichsrat aus.
Tie Petersb. Tcl.-Ag. meldet: Da es dringend nötig ist, zwecks Neubaues der Flotte und Schaffung des Mannschaftsbestandes sofort eine Reihe Maßnahmen für die Neuordnung der Marineverwaltung zu ergreifen, befahl der Kaiser, daß der Posten eines Gehilfen des Marineministers geschaffen tverde und bem Chef des Generalstabs die Rechte eines Gehilfen verliehen werden. Tiefen beiden Würdenträgern soll die Leitung derjenigen Zweige der Marmeverwaltung anvertraut werden, bezüglich deren es der Minister für nötig erachtet.
Das russ.-polnische NevolutionSkomitee hat begonnen, seine Tätigkeit auch auf deutsches Gebiet auszudehnen. Wie von glaubwürdiger Seite mitgeteilt wird, hat das Bankhaus Mendelssohn u. Co. eine Zuschrift vom Revolwionskomitee erhalten, in der mitgeteilt wird, daß der Chef des Hauses zum Tode verurteilt worden sei, weil er durch seine Finanzaktionen dem russischen Absolutismus die Ausführung seiner Politik ermöglicht habe. Zwei Männer sollen auch bereits unterwegs sein, um das Todesurteil zu vollstrecken. (Hu, hu! D. Red.)
lieber Gefangenenbefrciung in Riga wird gemeldet: Revolutionäre drangen in das Hauptpolizeigebäude ein, töteten zwei wachthabende Polizisten und befreiten fünf höchst wichtige politische Verbrecher. Tie Führer der lettischen Revolutionsbewegung hasten sich in Finland verborgen. Ferner wurde in der Nähe des Gouvernements- gebäudes eine Bombe gefunden. Eine große bewaffnete Bande drang in den Gütcrbahnhof, ermordete den Kassenbeamten und raubte 2500 Rubel. Weiter
überfielen Revolutionäre die Bahnstation Ringmunshvf, ermordeten den Stationschef, dessen Gehilfen unÖ, eine Privatperson. Trotzdem Militär rasch zur Stelle war, sind die Täter entkommen.
Nach einer Meldung aus Shanghai befindet sich Wladi- ivostok noch immer in den Händen der Meuterer. Die Kosaken gaben den Kampf mit den Meuterern auf und verließen die Stadt. Der kommandierende General vonWladi- wostok soll ums Leben gekommen sein.
Gräfin Mathilde Witte, die Gemahiln deS Ministerpräsidenten, bekanntlich von Geburt eine Jüdin, ist vom Protestantismus zur orthodoxen Kirchej übergetreten und hat dabei den Namen Maria angeuommem
Der Thronwechsel in Dänemark.
Kopenhagen, 30. Jan.
Um IIV2 Uhr hielt der König im Palais Christians VHL| Cour ab. Ter Andrang nach dem Amalienbergplatz war sehr groß. Um 12 Uhr trat der Ministerpräsident auf den Balkott und rief dreimal: „König Christian der Neunte ist tot, es lebe S. M. König Frederick der Achtel Tie Menge brach in donnernde Hurrarufe aus. Mus allen öffentlichen Gebäuden wurden die Flaggen wieder gehißt und eine Batterie feuerte den Königssalut. Der König betrat darauf in Generalsuniform den Balkon und! hielt an das Volk eine Ansprache folgenden Wortlauts^
„Unfer alter König, mein hochgelieöter Vater, hat die Augen geschlossen. Sanft und ruhig schlief er ein, pflichtgetreu biä mletzt in der Erfüllung der königlichen Pflichtm. Wenn ich jetzt drs schwere Erbe übernehme, das auf meine Schultern gelegt, ist cs meine vertrauensvolle Hoffnung und mein aufrichtiges Gebet, daß der ?lllmächtige mir die Kraft verleihetc möge, die Regierung im Geiste des hochgelicbten Vaters zu führen, das Glück, mich mit dem Volke und seinen Äuserwähl-! ten eins zu wissen, im Verständnis dessen, was dem Volke zum Besten, dem geliebten Vaterland zum Glück und Segen bient Wir wollen uns vereinigen im Rufe: Es lebe unser Vaterland!^
König Frederik gibt feine Thronbesteigung mit folgens dem Aufruf befarmt:
„Wir, Frederik VIII., König von Dänemark von Gott^i Gnadetl usw. tun kund und zu wissen, daß unser hochgeliebtep Vater, König Phriftinn IX. gestern durch einen schnellen, aber sanften und ruhigen Tod zu seinen Vätern hcimberusen ist. Wir haben darauf in Uebereinstimmuug mit dem Gesetz den Thrcm. bestiegen. Indem wir somit den hohen und vcrantwortungÄ- vollen Beruf übernehmen, wozu der Allmächtige uns ausersehen hat, ist es unser Entschluß, unerschütterlich an der Verfaffung! unseres Landes sestzuhalten nnb unserem gesamten Volke Gerechtigkeit zu gewähren. Wenn das Volk dassel^ Vertrauen zu dem König haben wird, wie wir zu unserem Volke, so wird Gott uns allen Gnade und Segen schenken. Es ist unser Wille, daß alle öffentlichen Geschäfte ihren ungestörten Gang nehmen und daß die von dem heißgeliebten Vater ernannter^ Beamten bis auf weiteres in ihren Aemtern unter dem boa ihnen abgelegten Eid verbleiben."
An der Beisetzung König Christians werden der deutsche Kaiser, die Könige von Schweden, Griechenland, Norwegen, der Herzog von Kumberland und der Großherzog vonr Mecklenburg-Schwerin teilnehmen. Wie in Kreisen, die dem dänischen Königshofe nahestehen, verlautet, wird König Edtiard den Trauerfeierltchkeiten fernbleiben müßen, da sein Gesundheitszustand ihm die Reise nach Dänemark kaum ermöglichen wird. (Man bedauert dies um so lebhafter, als in einem Zusammentreffen mit dem deutschen Kaiser Hoffnung, für eine Besserung der Beziehungen zu Deutschland sich Hatter; erfüllen können.)
*
Berlin, 30. Jan. Das Armeeverordnungs-- blatt veröffentlicht folgenden Armeebefehl:
„Um das Andenken des am 29. Januar dahingeschiedenev Königs von Dänemark, 'Majestät, meines geliebten Freundes und Nachbarn, zu ehren, inelcher meiner Armee als General- Oberst und Chef des Thüringischen Ulanen-Regts. Nrt 6 angehort hat, bestimme ich hierdnrai, daß sämtliche Offiziere meiner Armee 5 T a g e, die des genannten Regiments 3 Wochen Trauer anlegen. Außerdem bat eine Llbordnung des Regiments, bestehend aus dem Regimentstommandeur, einem Rittmeister intä einem Leutnant, an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilzunehmew
Berlin, 30. Jaul Wilhelnr."
Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt:
„Mit inniger Teilnahme wird die Kunde von dem Hüu- scheiden des ehrwürdigen Herrschers von Dänemark auch in Deutschland ausgenommen werden. Der Kaiser betrauert inj dem Verewigten einen treuen Freund, der mit rmserem Monarchen durch die Bande gegenseitiger hoher Wertschätzung vertnüpst war. In seiner langen Regierung waltete der nun aus dem Erdenleben Abberufene mit Weisheit seines hohen Amtes, bewahrte vier Jahrzehnte hindrrrch seinem Lande den Frieden und sicherte damit die erste Vorbedingung für eine gedeihliche Entwicklung seines Volkes. Der hohe Stand der Wohlfahrt und der Kültnr, der jedem Besucher Dänemarks in die Augen fällt, ist wesentlich der uiwblässigen Fürsorge des Königs Christian zn danken. Die unter regster Mitwirkung des begabten dänischerc Volkes zu reicher Blüte entfalteten wirtschaftlichen Verhältnisse schufen eine feste und gesunde Grundlage fi'ir die Ausbildung! des Schulwesens und für die Pflege aller wichtigen Zweige kultureller Bestrebungen. Nach außen war der König seit Ja^zehnten bestrebt, freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten. Mit deins Volke Dänemark tritt auch Deutschland ehrfurchtsvoll an di« Bahre des Heimgegangenen Monarchen, dessen Vorbild seinem Nachfolger alle Zeit vorschweben möge, auf daß auch übers dem Walten des neuen .Herrschers der Segen der Vorsehung ruhe.^
Arrs Litt- Land.
Gießen, 31. Januar 1906.
Die Beerdigung des Staatsministers Dr. Rothe findet am Donnerstag, den 1. Februar, 11 Uhr vormittags, vom Trauerhause, Neekarstraße 7, aus statt. Wie uns von der Familie mitgeteilt wird, entspricht es einem ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen, daß bei der Trauerfeier am Grabe mündliche Kundgebungen aus dem Steife beö


