fuhren, tl d. .Darmst. Ztg.^, gestern nachmittag mit dem zurzeit hier weilenden Assistenten am Bayerischen Nationalmuseum, Dr. Ostermann, im Automobil nach Seeheim und kehrten gegen 51/» Uhr wieder nach hier zurück. — Die Prinzessin Ludwig von Battenberg ist zu kurzem Besuch hier eingettoffen. — Der Besuch der Schwester I. Kgl. H. der Großherzogin, der Gräfin Lynar, wird von längerer Dauer sein.
Worms, 28. Okt. Heute vormittag 11 Uhr fand die Einweihung des aus den Mitteln der hiesigen Bürgerschaft erbauten Jahndenkmals statt. Die Festrede hielt Professor Dr. Briegleb. Sobald die Hülle gefallen war, wurde das Denkmal mit brausendem „Gut Heil" von den zahlreich erschienenen Turnern und dem allgemeinen Gesang „Ein Ruf ist erklungen" begrüßt. Nachmittags fand das Schauturnen statt, dem sich abends ein Kommers anschloß. — Am Samstag abend um 7,11 Uhr erlitt, wie die „Worms. Ztg." mitteilt, die in anderen Umständen befindliche Frau des Fuhrmannes Jakob Seiler hier einen Venenbruch am Unterschenkel. Ihr Mann verband die Wunde, so gut er konnte, und eilte dann fort, um einen Arzt zu holen. Vier Aerzte wiesen ihn ab, und als er mit dem fünften, Herrn Dr. Loß, der sofort mitkam, um 1 Uhr in seiner Wohnung anlangte, war die Frau infolge der Verblutung gestorben. Drei Kinder sind dadurch mutterlos geworden.
Die Woynungssürsorge in Kessen.
TT,
Die Organisation der Wohnun gs auf sicht und deren Ausbau hat im vergangenen Jahr erhebliche Fortschritte gemacht, namentlich in den größeren Städten. In den 5 größten Städten ist die Wohnungsaufsicht in befriedigender Weise organisiert, in Darmstadt und Offenbach war dies schon seit längerer Zeit der Fall, in Gießen wurden im vorigen Jahr (1904) sachentsprechende Verhältnisse geschaffen, und im Berichtsjahr geschah dies auch in Mainz und Worms. In den übrigen Gemeinden sind die Obliegenheiten des Wohnungsinspektors ebenfalls vielfach in durchaus sachkundige Hände gelegt. Daß dies in anderen Gemeinden wiederum noch nicht der Fall ist, kann nicht Wunder nehmen , indessen ist die Hoffnung berechtigt, daß auch da mit der Zeit das Verständnis für den sozialen und gesundheitlichen Nutzen der Wohnungsaufsicht wächst. Einige größere Gemeinden wurden ermittelt, in denen ein Wohnungsinspektor überhaupt noch nicht bestellt war. Nach Verhandlungen mit den Bürgermeistereien und einigemal mit den Kreisämtern ist diesem Mangel alsbald abgeholfen worden. In einem Fall ttrnr niemand für das Amt des Wohnungsinspektors zu gewinnen, ein Fall, der ziemlich vereinzelt dasteht. In einem andern Fall war der Bürgermeister der Ansicht, daß die Wohnungsinspektion in seinem Crt nicht nötig sei, da es sich um ländliche Verhältnisse handele, während schon die Vornahme einiger Stichproben durch den Berichterstatter Mängel in Wohnungen zutage förderte.
Die^Dur ch fü hrun g der Wohnungsaufsicht hängt selbstverständlich zu einem erheblichen Teil von den Anschauungen und Sachkenntnis der damit Betrauten ab. Je mehr sie den sozialen und gesundheitlichen Nutzen der Wohnungsinspektion erkennen, mit umso größerer Sorgfalt werden sie sich dieser Tätigkeit widmen. Diese Erkenntnis hat wesentliche Fortschritte gemacht. Es dürfen auch die Fälle nicht unerwähnt bleiben, in denen Wohnungsinspektoren, weil sie ohne Scheu die Verhältnisse in ihrer wahren Gestalt schilderten und gegen Anstände energisch vorgingen, in mehr oder wenigen großen Gegensatz zu Bürgermeistern geraten sind. In einem Fall mußte der Berichterstatter gelegentlich einer Gemeinderatssitzung sogar wahrnehmen, daß der Wohnungsinspektor, ein kleiner Landwirt, wegen der Offenheit, mit der er die Verhältnisse schilderte, so ziemlich den ganzen Gemeinderat gegen sich hatte. Der Berichterstatter hat auch einigemal die Wahrnehmung machen müssen, daß die zu Wohnungsinspektoren gewählten Persönlichkeiten gegensätzliche Interessen hatten. Mit Rücksicht auf die Neuheit der Sache und weil geeignete Personen häufig schwer zu finden waren, wurde bisher von einer Einwirkung im Sinne der Auswahl anderer Personen Abstand genommen, jedoch soll in Zukunft auch nach dies« Richtung hin mtt entsprechenden Anregungen vorgegangen werden.
Ueber den Umfang der vvrgenommenen Wohnungsuntersuchungen liegen aus 17 von den 18 Kreisen des Landes Mitteilungen vor. Tie Zahl der aufsichtspflichttgen Räume betrug: Familienwohnungen von 3 Räumen einschl. Küche 28 090 (26 444), von 2 Räumen 17 416 (15 990) und Non einem Raum 7027 (6762), zusammen waren 52533 (49196) aufsichtspflichtige Familienwohnungen vorhanden, außerdem 9677 (8605) Schlafstellenräume und 34198 (34 726) Schlafräume für Lehrlinge usw. Auf die Gemeinden mit über 20 000 Einwohner entfielen 46 Proz. aller aufsichtspflichttgen Wohnungen, auf die von 5000—20 000 und 2000 bis 5000 Einwohnern je 15 Proz. und auf Gemeinden unter 2000 Einwohner 24 Proz.
In den Kreisen Erbach und Worms-Land wurden, wie im Vorjahr, sämtliche Wohnungen untersucht. In Oberhessen betrug der Prozentsatz der untersuchten Wohnungen im Kreis Friedberg 72 Proz., im Kr. Alsfeld 47 Proz., Kr. Schotten 40 Proz., Stadt (Meßen 35 Proz., Landkr. Gießen 33Vs Proz., Kreis Lauterbach 19 und Kr. Schotten 51/2 Proz. Den geringsten Prozentsatz an untersuchten Wohnungen hatte die Stadt Mainz mit 4 Proz. zu verzeichnen. Der gesetzlichen Vorschrift, daß alle Wohnungen innerhalb zweier Jähre mindestens einmal untersucht werden, wurde 1904 und 1905 noch nidjt genügt in den Kreisen Büdingen, Gießen, Groß-Gerau, Lauterbach, Mainz- Stadt, Offenbach, Oppenheim, Schotten und Worms- Stadt.
Von den 22 990 untersuchten Wohnungen (44 Proz. aller) wurden 1246 beanstandet. Erledigt wurden die Beanstandungen durch Beseitigung der Mängel in 781 Fallen, durch Leerstellung der Wohnung in 134 Fällen, während in 331 Fällen Frist zur Beseitigung der Anstände gegeben wurde. In Oberhessen wurden beanstandet: Im Kr. Alsfeld 23 Wohnungen und 76 Lehrlingsschlasräume, Kreis Büdingen 18 Wohnungen, Kr. Friedberg 12 Wohnungen und 2 Lehrlingsschlasräume, Stadt Gießen 18 Wohnungen und 2 Lehrlingsschlasräume, Landkr. Gießen 10 Wohnungen und 4 Lehrlingsschlasräume, Kr. Lauterbach 7 Wohnungen und Kr. Schotten 106 Wohnungen und 91 Lehrlingsschlafräume.
Im großen und ganzen wurden die Beanstandungen von den Vermietern in entgegenkonnnendster Weise be- seittgt. Gütliches Zureden, ruhige Erörterung der vorgefundenen Mängel und der zu ihrer Abstellung erforder- pchen Maßnahmen haben fast immer zu dem erstrebten
verhaftet. Sie hat ein Geständnis abgelegt.
Ein neues Hesscnlied
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Die Handhabung der Wohnungsaufsicht ist naturgemäß recht verschieben. Es betrugen z. B. im Kreis Alzey die Beanstandungen nur 0,8 Proz. und im Kr. Friedberg 0,9 Proz. der untersuchten Wohnungen, im Kreis Schotten dagegen 38 Proz. Noch schärfer ist die Verschiedenartigkeit der Handhabung der Aufsicht, wenn man die einzelnen Gemeinden untereinander vergleicht. Während eine große Anzahl — auch volkreicher — Gemeinden überhaupt keine Beanstandungen hatte, wurden u. a. in Laubach und Schotten 20 Proz, in Brauerschwend 28 Proz., in Rainrod 53 Proz., in Ulrichstein 69 Proz., in Ruppertsburg 70 Proz. und in Nieder-Ofleiden 100 Proz. der unterrichten Wohnungen beanstandet. In allen diesen Orten ist eben die Revision mit besonderer Sorgfalt ausgeführt worden, womit nicht gesagt werden soll, daß dies in anderen Gemeinden nicht auch der Fall gewesen sei. Z. B. wurden in manchen Fällen im Vorjahr viele Beanstandungen erhoben und deshalb ist ihre Zahl in diesem Jahr viel geringer. Immerhin kann nicht geleugnet werden, daß in vielen Gemeinden die Handhabung der Wohnungsinspektion noch besser zu gestalten bleibt. Nach dieser Richtung hin wird in Zukunft die Tätigkeit des Landcswohnungsinspek- tors im verstärkten Maß zu lenken sein, wie auch von den Kreisämtern und Krcisgesundheitsbeamten in gleicher Richtting einzuwirken sein wird.
Die vorgeschriebencn Anzeigen der dem Gesetz
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 29. Oktober 1906.
Unser Hessen.
Mel.: Vom hoh'n Olymp . . . Du liebes Hessen, unter deutschen Gauen Sei herzlich dir mein Gruß gebracht!
Wie lacht aus deinen schönen, reichen Auen Tie volle Frucht, der Blüten Pracht.
Jauchzend erschall es drum himmelwärts: Dir, unser Hessen, gehört unser Herz.
Die Frucht, die ernstlich spendet alle Kräfte, Die süße, die das Leben schmückt,.
Ter übermüt'gen Rebe gold'ne Säfte: Du bist mit allem hochbeglückt.
Jauchzend rc.
Ehrwürdig rauschen dunkler Wälder Bäume Um Bergeshäupter ihren Gruß, Um graue Burgen droben weben Träume Und heißer Sprudel quillt am Fuß.
Jauchzend rc.
Wie deiner Städte stolze Türme ragen
Aus alter, frommer Heldenzeit;
Dort klingen wider Nibelungensagen, Dort Barbarossas Herrlichkeit.
Jauchzend rc.
Hier hat des Römers schwere Hand gelegen, Tu aber brachst den fremden Bann.
Und um des Geistes ehrlich freies Regen Gingst wieder du im Kamps voran.
Jauchzend rc.
Und heute auch bist fleißig du zu dienen Dem Ztlg der Zeit, der vorwärts drängt. Der Acker dampft, es donnern die Maschinen Und freier Mut die Geister lenkt.
Jauchzend rc.
Heil unserm Fürsten, jedem Streben offen, Mit weitem Herzen, weitem Blick.
Laßt von der Freiheit uns mit ihm erhoffen Des Volkes künftiges Geschick!
Jauchzend erschall es drum himmelwättS: Dir, unser Heffen, gehört unser Hei^.
unterstehenden Mietwohnungen werden noch recht unregelmäßig erstattet. Ueber die Führung der Register sei mitgcteilt, daß bei Sttchproben erhebliche Irrtümer hinsichtlich der Zahl dsr Wohnungen, ihrer Grup- jicrung nach Räumezahl usw. gefunden wurden. In den meisten größeren Gemeinden sind die Register neu angelegt worden oder sie sind in der Neubearbeitung begriffen. Sie bedeutet ein erhebliches Stück Arbeit, doch haben sich ihr die meisten Ortswohnungsinspektoren bereitwilligst unterzogen, da sie erkannt haben, daß ohne geordnete Registerführung die Handhabung der Wohnungsaufsicht kaum möglich ist.
Sandel und Verkehr, Volkswirtschaft.
Die Kursgestaltung der Staatspapiere wird immer schlechter, einerlei ob es einheimische oder ausländische sind. Zum wesentlichsten Teil ist hieran die Geldnot schuld. Bei uns in Deutschland fängt man jedoch an, auch an den innerpolitischen Verhältnissen Anstoß zu nehmen und diesen mit die Schuld zu geben. Die Haltung der Regierung in der Bergarbeiter frage und dann wiederum die neueste Schwenkung ist es, was nicht recht gefallen will. Die preußischen Kvnsols und die deutschen Reichsanleihen haben gegenüber der
für die, die nichts besitzen.
Märkte.
Gieße«, 30. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wochenrnarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.05—1.10 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Dfg., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Vsg., Enteneier 0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käfematte 2Stck. 5-6 Pfg., Erbsen p.Pfd. 18-24Psg., Linsen p. Pfd.25-40Psg., Tauben pr.Pr.0,80—l,00Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse ur. Pid. 70—75 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 82—88 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 90—100 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 104 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 84—90 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—80 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—7,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 4,00—5,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 15 bis 24 Mk., in Körben 00 Pfd., Nüsse 100 Stück 30—40 Psg., Birnen per Pfd. Alk. 0.10 —0.15, per Ztr. 9—15 Mk., Zwetschen per Ztr. 6,00—0.00 Mk^ Weißkraut per Stück 8—12 Pfg., per Zentner Mk. 2.20—2.50. — Marktzeit 8—2 Uhr.
Spielplarc der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch den 31. Oktober*): 2. Abonnements ° Konzert. Donnerstag den 1. November: „1001 Nacht" Freitag den 2. November : „Undine." Samstag den 3. November: „Samson und Delila." Sonntag den 4. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Der Zigeunerbaron." Abends 7 Uhr: „Tie Hugenotten." Montag den 5. November, abends 6 Uhr: „Tristan und Isolde."
Schauspielhaus.
Mittwoch den 31. Oktober*): „Mamsell Nitouche." Donnerstag den 1. November: „Ein idealer Gatte." Freitag den 2. Nov.: „Das Blumenboot." Samstag den 3. November: Z u m e r st e u Male: „Verwehte ©purem" Lustspiel in 3 Akten von Sardou. Für die deutsche Bühne bearbeitet von Blumenthal. Sonntag den 4. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Mamsell Nitouche." Abends 7 Uhr: „Verwehte Spuren." Montag den 5. November: „Verwehte Spuren."
•) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
der besten
von allen Aerzten glänzend empfohlenen Nähr- nnd Kräftigungsmittel für Blutarme, Bleichstlchtige, Kranke und Rekonvaleszenten sind
gleichen Zeit des Vorjahres 3—3Vs Prozent eingebüßt. Nur die 4 proz. Bayern sind gestiegen und notieren 101.30. Die Italiener, die im vorigen Oktober noch 105.65 standen, sind
Herr Dr. Strecker in Bad-Nauheim sandte uns folgenden hübschen Hesienhymnus, der gewiß in ganz Hessen mit Beifall ausgenommen und allenthalben in gehobener Stimmung gern gesungen werden wird:
Vermischtes.
* Die Trennung des Herzoglich Marlboroughs schen Ehepaares, von der seit einiger Zeit in der Lon doner Gesellschaft die Rede war, hat sich nun vollzogen. Nach elfjähriger Ehe, aus der zwei Kinder hervorgegangen sind, finden der Herzog und seine Frau wegen völliger Verschiedenheit der Temperamente das weitere Ztlsammenleben unmöglich und werden künftig unter formeller Aufrecht- erhaltung des EhebundeS getrennt von einander wohnen. Die Herzogin ist die Tochter des amerikanischen Milliardärs Vanderbilt.
*KleineTageschronik. Aus dem Bahnhofe inZabrze (Oberschl.) wurde ein Wagen mit geschlachteten russischen Schweine n polizeilich beschlagnahmt. Dos Fleisch war als Speck dellattert und nach Erfutt bestimmt. Der Besitzer ist der Großmetzger Groß, der Obermeister der Fleischer- Innung in Zabrze. Die Bahnbücher weisen nach, daß schon fünf Wagen auf diese Weise in das Innere Deutschlands geschallt worden sind. Ein Verfahren wegen Betruges ist eingeleitet. — Irischen Rathenow und Groß-Wudike ist eine überfahrene und getötete weibliche Person im Mter von etwa 36 Jahren aufgefunden worden. Ob ein Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, ' muß die Untersuchung ergeben. — Am 27. Oktober ist im Gleis 1 auf dem Bahnhof Oebisfelde ein Reisender tot aufgefunden worden. Vermutlich ist er beim Abspringen von dem bereits in der Ausfahrt begriffenen Zuge verunglückt. — &ie Gattin des Berliner Kaufmannes Silberstein, die in einer Nervenheilanstalt untergebracht wurde und aus ihr entwich, stürzte sich auf dem Bahnhöfe zu Mannheim unter einen Zug, durch den ihr beide Beine oberhalb der Kniee 06getrennt wurden. — Der Raubmörder, der am Sonntag nacht den Kutscher Haase ermordet und feiner Barschaft beraubt hatte, wurde in der Person eines polu. Arbeiters in Müncheberg bei Berlin verhaftet. Er
in der letzten Zeit successive gewichen und innerhalb weniger Wochen um 2.30 Proz. gefallen. Alte Oesterreicher notieren annähernd das gleiche, ebenfalls 2.30 Proz. niedriger und die Ungarn haben bei einem 2Vs Vroz. Kürsverlust bis jetzig Aussicht auf einen schärferen Rückgang, sobald der ungarische Staat mit neuen Forderungen an den Markt kommt. 4 proz. Serben werden gegenwärtig zu 80.10 gehandelt, gegen 82.56, dagegen haben sich 4 proz. Spanier von 94.30 bis 96.10 gehoben. Vor Engagements in exotischen Werten sollte man gegenwärtig am besten abstehen und daß die russischen Staatsfonds ttotz der gegenwärtigen starken Agitation für diese. Papiere noch weit von Normalkursen entfernt sind, ergibt sich diaraus, daß die 4 proz. 1880 er Russen 72.50 stehen: sie haben gegen 20. September d. I. 21/2 Proz. gewonnen, sind aber immer noch gegen Anfang Oktober 1905 um rund 20 Proz. zurück; eine ähnliche Differenz ist auch bei den meisten übrigen russischen Staatswerten sowie den Eisenbahn priori täten zu finden. Nicht vergessen sei schließlich, daß auch die französische Rente unter dem neuen glorreichen Ministerium und trotz der abgegebenen Friedensversicherungen bis jetzt nicht gestiegen ist und die englischen Kvnsols gegenüber dem Vorjahr 3 Prozent zurückstehen. Demnach mögen sich unsere alten Rentiers mit den französischen und englischen ttösten: die Zeiten sind schlecht für die, die etwas haben uttb erst recht schlecht.
Weizen 100 Kg. 19.00-19.25 Mk. Weißbrot 2 Kg. 54 Pfg.
Roggen (neuer) 100 Kg. 17.00—17.25 Mk. Schwarzbrot 2 Kg. 50 Pfg.
Zweck geführt. Leider war die Anwendung von Zwung hat die Tat eingcstanden. Der,Raubmörder fuhr nach seiner nicht ganz zu vermeiden. Es war mehrfach, u. a. auch in Angabe mit dem KUtsck^r bis Eggersdorf mit, sah das Gc^ ffricMerq, der Erlaß von Polizeibefehlen erforderlich und st'-g °b und kehrte nach Muuchederg zurück Don einem dort einigemal mußten Wohnungen zwangsweise geräumt wer- /rtrümmerte diesem dann mit der Streben
den. Emer besonderen Beachtung bedürfen die leergestellten _ Der große Sturm, welcher Ende der vorigen
Wohnungen. Alle Wohnungsinspektoren versichern, cs werde bcn westlichen Teil Japans heimsuchte, hatte entsetzt orgfälttg darüber gewacht, daß diese Wohnungen nicht ^chc Folgen. Im Ganzen gingen 228 Schiffe auf hoher See nieder uezw. nur an solche Familien vermietet werden, unter. Die Zahl der ertrunkenen Matrosen und Fischer be- ur die sie ausreichen. Leiber kommen aber immer wieder zisfert sich auf über 800. Außerdem erlitten mehr als hundert Fälle vor, in denen diese Wohnungen von den Besitzern Matrosen Verletzungen durch fallende Masten und durch Gegen- elbst in Benutzung genommen werden. Es wird dies u. a. stände, die auf Deck losgerm en wurden Al-M 0 r d e rin be3 au§ Schlitz berichtet. Von den den Gemeinden: eingeräumten m r Brockfeld^wurde die Ehefrau des Toten
Entergnungsbefugmssen ist nirgends Gebrauch, gemacht - ........ ...
worden.
Höchste Schlachwiehpreise in Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 85—88 Mk.
'/, Kg.Schlachtgew.100 -106 Pf.
'/, „ „ 76—00 „
V, Kg. 82-88 Pfg.
7, , 84—90 , V, , 90-100 ,____
Getreidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen


