Ausgabe 
29.3.1906 Zweites Blatt
 
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Kirche und Schule.

Jede? zehnte schulpflichtige Kind nicht oollia normal! In der Schweiz wird bereits seit dem Jahre 1899 in Den meisten Kantonen (in 18 von 25) eine ärzt­liche Untersuchung der ins schulpflichtige Alter gelangenden Kinder vorgenommen. Dabei hat sich dort ergeben, daß jedes zehnte Kind beim Eintritt in die Schule nicht völlig normal, b. b. mit leichteren ober schwereren körperlichen Krankbeiten oder (Scbrecben bebauet ist, die allerdings in vielen ftäflen mit zunehmendem Alter von selbst ver- schwinden oder durch richtige Behandlung gehoben werden können. Im Jahre 1903 wurden 57 765 Kinder ärztlich untersucht. Davon waren 5982 unnormal. Bon diesen waren 20 0,3 Proz. blödsinnig, 570 9,5 Proz. schwachsinnig \u einem geringeren Grade, 170 2,8 Proz. schivachsinnig in einem höheren Krade : mit Kehörorgansehlern waren behastet 666 11,1 Pro;., mit Sprachorgaiisehlerii 757 12 7 Proz, mit Seboraonfeblent 2353 39,4 Proz., mit Nervenkrankheiten 41 = 0,7 Proz., mit anderen körperlichen Shmifheiten 1381 = 23,1 Proz., sittlich verwahrlost waren 24 0,4 Proz. Versorgung in einer Spezialklasse oder -Anstalt wurde für 296 Kinder bcfüiroortet. 406 Kinder ivurden für ein Jahr von der Schule ausgeschlossen. Was die beiden 0> e- schlechter anlangt, io sind die Knaben und die Mädchen im all­gemeinen in ziemlich gleicher Aizzabl bei den Beanstandungeil be­teiligt. Beachtenswert ist jedoch, daß bei den Knaben Uiehr mie bei den Mädchen Sprachorganfehler festgestellt wurden, während dagegen die Mädchen mehr wie die Knaben mit Seb- organ fehlem bebastet waren. In den 3 Jahren 1901, 1902 und 1903 betrug nämlich die Zahl der Svrackiorkiawehler bei den Knaben 414, 520 und 483, bei den Mädchen 239 305 und 274, die Zahl der Sehoraaniehler bei den Knaben 980, 1089 und 1058, bei den Mädchen 1256, 1287 rind 1295. Es wäre von Interesse z»i er­fahren, ob diele Beobachtlmg auch anderwärts gemacht worden ist. (Nachdruck verboten).

Sandel und Verkehr, Volkswirtschaft.

Die preußische Z c n t r a l-Bo d c n kr e d i t -A kt je n- Gesellschaft wird eine Dividende von 9 Prozent (wie i. V.) verteilen. (SS wird ferner mitgeteilt, daß die Unkosten im cnt- inrcdicnbcn Verhältnis zu den Umsäßen gestiegen sind. Weitere Absclireibungen seien nicht nötig, da das Grundstück so niedrig zu Buch stehe, daß solche nicht vorgenommen zn werden brauchten.

Dom Geldmarkt und den Staatsanleihen. Aus Bankkreisen stammende Berichte über die Marktlage bleiben in erster Linie bei der .Lwfftmnci, daß die Gkldversteifiing sobald ein Ende erreicheit wird, sobald die Marokkoangelegenhnt^ ihre Erledig­ung gesunden habe. Da man nun nach den neuesten Depeschen aus Algeciras hart vor dem Schluß steht, so werden wir schon in den nächsten Tagen das froh? Ereignis erleben. Augenblicklich halten sich die deutschen St'atspaviere trotz des vvrläuiig teuren Geldstandes ziemlich fest. Mau hofft noch auf die guten Wirk­ungen des Sparkassengesekc-s Eine Abschwächung der älteren Anleihen wird abc^ unausbleiblich sein, sobald die großen Sum­men der neuen Anleihen kommen. Von den Auslandsrenten gehen die Ungarn stetig zurück. Es bestätigt sich damit nur, was wir schon seit Wochen sagten, man hat von Ungarn aus politischem Gebiet vorerst nichts Gutes zu erwarten, im Gegen­teil spitzt sich bic Lage mehr und mehr zu und deshalb gehen auch die ungarischen Werte, auch nickst die festverzinslichen Pa­piere ständig zurück, während sich die Sesterreichischen noch immer gut behaupten. Für die zukünftige Rufsenanleihe wird in Bank- frcifeu mit Hochdruck gearbeitet und Stimmung beim Publikum zu machen gesucht. Zu wünschen wäre nur, daß eine neue Russen- Anleihe in Deutschland keinen Anklang fände. Wir haben fürs erste keinen weiteren Handelsvertrag mit R"ßland abzuschließen, also auch keine Rücksichten gegen Rußland zu nehmen.

Von der Berlin erBörse. Auf die Nachricht von einer grundsätzlichen Einigung in Algeciras war die Halt­ung zwar recht fest, aber der Verkehr unerwartet ruhig und blieb auf einzelne Werte beschränkt. Banken waren weiter beliebt, da nun der Beginn der EmisswuStätigkeit erwartet wird. Deutsche Bank waren bevorzugt auf ein neues chilenisches Geschäft. Fonds verkehrten etwas lebhafter. Russen waren matter auf Moskauer Streiibesärckstimaen und auf absprechende Diskussionen über evnc neue Anleihe. Mlgemeine Elekrrizitätsaktien waren schwächer. Im weiteren Verlaufe schwächte sich die Haltung wieder etwas ab auf leickstes Anziehen des Ultimogeldes. Nur Japaner waren reger gefragt. Sonst herrschte Realisationslust am Kassamarkt, die schließlich and auf alle übrigen Gebiete einen leichten Druck pusübte. Privatdiskont 4 Prozent.

K a l i I n d u st r i c. Wie verlautet, sind die seit der letzten Efesellschaftsverfammlung schwebenden Einigiinasverhandlnngen zwischen dem Kälistrndikst und dem Kaliwerk Sollstedt mißglückt. Der Aussichtsrat des Kalimndikats hat daher in feiner Sitzung am letzten Samstag beschlossen, die Forderung Sollstedts ab- zu lehn en. Tie nächste Vcrs--'M'"s"iia findet am 3. April statt.

Märkte.

(th.- Gießen, 28. März. Der diesmalige Viebmarlt hatte einen Auftrieb von ca. 1250 Stück Großvieh, 250 Kälber und 60070° Stück Schweine. Weil an den gleichen Tagen auch in Limburg Mgrkt war, waren zahlreiche kleinere Abnehmer dem hauptmarkt fern geblieben, hatten jedoch beiut Vormarkt in dcu Ställen erhebliche Einkäufe in Milchvieh gemacht. Trotzdem fehlte es nicht am Markttage selbst an Kundschaft für gute Milch­kühe, obschon die Ware knapp und auch außerordentlich teuer war. Mitlelware war weniger begehrt, und für geringere Kühe fehlte es an Abnehmern. Der handel in Fettvieh war lebhaft bei guten Preisen. Das Geschäft in Kälbern war sogar recht flott. Frankfurt Irttc Bedarf und kaufte den größten Teil des Vorrats au. Fahrvieh, bas nicht stark^vertreten war, wurde gesucht und lebhaft gehandelt. Auf dem Schweinemarkt zeigte sich das alte Bild: Teure Preise trotz, des langsamen Geschäfts, so daß der Vorrat nicht unterzubringen war. Es wurden bezahlt: Kühe frischmelkend und tragend. 1. Qual. 400530 Mk. (einzelne Tiere bis 550 Mk. : 2. Qual. 375425 Mk.: 3. Qual. 275 bis 340 Mk. pro Stück. Fettvieh wurde aögesetzt, der Zentner

Schlachtgewicht, fette Rinder 1. Qual. 72-74 Mk., 2. Qual. 6870 Mark: fette Kühe, 1. Qualität 6467 Mark, 2. Qual. 6162 Mark. Kälber 1. Qual. 7678 Mk., 2. Qual. 6872 Mark, 3. Qual. 6265 Mk.: Gcmgvchsen wurden verkauft pro Paar 1. Qual. 760925 Mk., 2. Qual. 680750 Mk. Die Preife für Schweine waren dieselben wie am letzten Markt. Ucbcrftänbig blieben ältere Milchkühe und Schweine. Nächster Markt am 24. und 25. April d. I., am zweiten Tage auch Krämcrmarkt.

ke. F r a n f f u r t a. M., 29. März. (Telegr. Orig.-Bericht de- , Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Diehmarkt. preise. Zum Verkaufe standen: 9 Echsen, 0 an? Ceftcneirb 0 Bnllen, 0 aus Qefkerreich, 64 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 ait§ Qoster., 773 Kalber, 135 Schafe und Hammel, 8 Ziegen, 101 Ziegenlämmer, 77 Scbalämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 7778 Mk., 2. Qnalstät 7274 Alk-, 3. Qualität 0000 Mk.: Bullen 1. Qual. 0000, 2. Qual. 0000: Kühe 1. Qualität 7072 Mk., 2. Qual. 65-66 Mk., 3. Qual. 4748 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qnal. 0000 Mk. Kälber 1. Qual. 8993 Pfg., Lebendgewicht 5457 Pfg., 2. Qualität 81 86 Pfg., Lebendgewicht 48 51 Pfg., Schlachtgow 6165 Pfg.: Schafe: 1. Qnal. 7880 Psg., 2. Qual. 7072 Psg. Geschäft: bei Hornvieh lebhaft, Uebersland unbe­deutend, bei Kleinvieh gut, kein Neberftand.

Limburg a. d. L., 28. März, ftmrhtmarft. Durch­schnittspreise pro Malter. Roter Weizen 15.43 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 12.45, Gerste 00.00 Mk., Haler 8.35 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.

Wll rnüP r 1'rbrrW brr ssin ttx irfjen

11. Woche. Vom 11. bis 17. März 1906.

Einwohnerzahl: angenommen zn 29 500 (iufl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitszmer: 21,14

nach Abzug von 9 Ortsfremden: 5,22 Zra.

Kinder

ES starben an: Zusatnmen: Erwachsene: im vorn

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

Langen­

entzündung

1

1

Brustfell- cntu'mbtmg

KD

1 (D

Herzlähmung

1 (1)

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Krebs

3 (3)

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®ehirn= entzündung

1(D

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Rbackütis

1

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Masern

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Tnberkulofe bc5 Geh nits

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löttiche Körper­verletzung

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1(1)

an unbefannten Ursachen

1

1

Summe

12 9)

8(7)

2

2(2)

Anm.: Dic m

Klammem gefetzten Ziffern geben

an, mie mol

der Todesfälle in der belresienden Krankheit au< von auswärts nach Osten en gebracksto Kranke kommen.__

Schiffsirachrrchten.

'Ji r o tmr i n i r.

Der Postdampfer ^Westerland" der Red Star Linie in Ant­werpen, ist laut Telegramm am 26. März wohlbehalten in Newport angekommen

Der PoftdampferFinland" derfReb Star Linie" in 'Antwerpen ist laut Telegramm am 26. März wohlbehalten in New-Bork anqekommen.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hesse» ffir Freitag, den 30. März 1906: Wieder völlige Aufheiterung und trocken. Nachts Zunahme des Frostes, am Tage wärmer als heute.

Näheres hiirrh dn» ttsteßener Wetterkarte.

Orrgrsral-D^ahtmeldungen.

Berlin, 28. März. Dein Reichstage ging ein Gesetz­entwurf zu, nach welchem das Gesetz betreffend die Ausgabe von Reicbskasscnscheincn dahin abgeändert wird, daß künftig die N e ich sk a s f en sche in e nur in Abschnitten von fünf und zehn Mark statt 5, 20 und 50 Mk. ausgescrtigt werden.

Berlin, 29. Marz. Das hochbetagte Hausverwalter- Ehepaar Reichert, die Alleinbewohner einer einzelstehen­den Villa im Vorort Schöneberg, wurde gestern abend von deren Tochter im Keller mit schweren Kopfverletzungen tot aufgefunden. Es wird Raubmord vermutet, obwohl ein verstecktes Sparkassenbuch unversehrt vorgefunden wurde. Der Tater ist spurlos verschwunden.

Hamburg, 29. März. Tie Seeleute beschlossen in einer Versammlung, am 30. März endgiltig über einen allgemeinen Aus stand zu entscheiden.

Gnesen, 29. März. In Wapow wurde ein Raub­mord an dem Maurer Herold verübt. Dem Ermordeten wurde im Kampfe die Kehle durchschnitten und ein Ohr ab- gebissen, sowie Barschaft und Uhr geraubt. Der Täter ist verhaftet.

Schreiberhau i. Nicfengeb., 29. März. Der Gärtner Prüfer gab auf den ihn verhaftenden Gendarmen zwei Revolverfchüsse ab, die fehlgingen. Während des Ringens traf ein dritter Schuß den Prüfer selbst tätlich.

Kiel, 29. März. Das Oberkriegsgericht der Ostsee« ftation erhöhte die Strafe des Obermaaten Schmidt vom Torpedoboot 82 am 4 Monate Gefängnis, da 1 5 8 Fälle von i 6 6 ci n b I u n g e n Untergebener erwiesen wurden.

Nürnberg, 29. März. Die " freien Gewerkschaften angehörenden Arbeiter der Siem. -Schuccke>t«Werke beschloffen, alle Ueberstunden zu verweigern. Den dieser Weisung Zuwiderhandelnden wurde die Ausschließung angedroht.

Varis, 29. März. In Entgegnung auf die gestrige Erklärung derSTnrhb. Ma. Ztq", dcrzufolge der russ. Botschafter dem Fürsten Sinbolin gegenüber die Veröffent­lichung der russischen Note imTernps" eine grobe Takt­losigkeit und Verdrehung der Wahrheit genannt hatte, schreibt Georg Billi-rs, der diplomati''che Mitarbeiter bc5 Temvs'", folgendes: Tie dem russischen Botschafter in den Mund gelegten Worte waren absolut unwahrscheinlich. Es hat mir^dabcr bnrn.it gelegen, hier feststellen zu können, bas; die ..Nord. A l l g. Z t g " abermals eine lügen­hafte Information veröffentlichte. Diese Versicher­ung kcmn ich heute erbringen. Ich bin in der Lage, oufS formellste zu erklären, daß .Herr Nelidow in seiner Unter­redung mit dem-sten Radolin weder eine solche Sprache geführt, noch AuSd""'cke ongewend"t hat, die dieNordd. Eg. Ztg." ihm fälschlich zuschreibt. Ich brauche nicht hinzu--ufiigen, daß meine Erklärung nicht dementiert wer­den wird.

London, 29. März. Wie derDaily Telegraph" ouS Tokio meldet, vollzog sich int Unterhaus die end- giltige Annahme de? 6'csetzes über die Verstaatlichung der Eisenbahnen am 28 .März unter großer Unordnung. Es kam zu einer Prügelei zwischen Abgeord­neten, sodaß Polizei in den Sitzungssaal gerufen werden mußte, um Ordnung zu schaffen.

Moskau, 28. März. Die Duma-Wahlen de§ 1. Grades in Moskau ergaben folgendes Eraebnis: Gewählt 63 Wahlmänner des 2. Grades von der Rechten, 35 von der Linken, 8 unbestimmter Parteirichtung. Unter den Wcchl- männern befinden sich Schipow, der Vorsitzende der Partei Verband vom 30. Oktober", und Fürst Dolgorukow, der Vorsitzende der demokratischen Verfassungspartei.

New-Port, 29. März. DaZ Marinekomitee des Kon­greßes erklärte sich einverstanden mit der Forderung von 10 Millionen Dollar für den Bau eines Linien­schiffes von größeren Dimensionen als den englischen Treadmought".

Baku, 29. März, heute wurde mitten in der Stadt der Direktor der NaphthagewinnungSqefellschaft, Rechts­anwalt Dnlukhanow, von einem Mann schwer ver­wundet, der mit seinem Begleiter durch ein hauS niit zwei ?luSgängcn entkam. Die Polizei war nicht zugegen. Dis Verbrecher schienen Arbeiter zu sein.

Tokio, 29. Marz. (Reuter-Meldung.) Im Kohlen­bergwerk von Kakasch im a in der Nahe von Nagasaki ereignete sich eine Explosion, durch die 250 Personen i h r Leben ein büßten.

Te?efoinrscfoe Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mit-reteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen.

Frimkfnrter Börse. 29 März, 1.15 Uhr.

3%e/0 Reichsanleihe . . 101.00 3% do. . . 89.10

Konsols .... 100.95 3% do 89 00 3^n' Hessen 99.80 3j^°/n Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente. . 100 25 41/S°X Oesterr. Silberrente 100.45 4% Uii2,ar. Goldrente . . 94.00 4% Italien. Rente . . . 105.90 3 % Portugiesen Serie I . 69.40 3% Portugiesen III 70 60

rnss.Staatsanl. 190) 92 20 4)a0 japan. Staatsanleihe 95.00 1°o Conv. Türken von 1903 93 80 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl. 53.90 4% äussere Argentinier . 92.20 3% Mexikaner ... 68 30 4j<o/o Chinesen .... 97.70

Aktien:

Bochum Guss 245.00

Buderus E. W . . . . 128.50

Tendenz: fest.

Elektriz. Lahmeyer . . . 146 75 Elcktriz. Schnckert . . . 131.90 Feckweiler Bergwerk . . 260.25 Gplseikircben Bere-w :rk . 225 40 Ham hure: - Amerik. Paketf. 171.10 uarpcner Bergwerk. . . 217 20 Lanrahütte 247.25 Nordd. Lloyd 131.70 Oöeiscble. Eisen-L lustrie 129.65 Berliner Handelte» . 176.10 Darmstädter Bank . . . 118.90 Deutsche Bank . . . 243 30

Deutsch-Asiat. Bank . . 182.50 Diskonto-Kommandit. . . 192.10 Dresdner Bank . . . 166.50 Kredit'ktien 210.90 Baltimore- und Ohio-

Ei senl ahn . . . 112.10

Gotthardbahn. Lombard Eiseubahn . . 24 60 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.70 Prince-Henri-Eisenbabn . 138.00

Berliner Börse,

Canada E. B 176.10 Darmstädter Bank . . . 148.60 Deutsche Bank .... 240.10 Dortmunder Union C. . . 88.00 Dresdner Bank .... 166.401 W Tendenz: still.

29. März Anfangskurse

Harpener Bergwerk . . . 21'. _J Lanrahütte . . , 247.50

1 ombarden E. B. . . 24.50

Nordd. Lloyd 131.50 Türkcnluse . ... 147^0

In das Elcnossenschaftsreaister wurde eingetragen bezüg­lich des Landwirtschaftlichen Eonsum-Vercin Beuern II, ein- gefr. 65cn. m. unbefch. hastpfl. zu Beuern: An Stelle des Wilhelm Otto IV ist der Landwirt Wilhelm Wißncr zu Beuern in den Vorstand gewählt worden.

Gießen, den 26. März 1906.

Großb. Amtsgericht.

Bekarmtmachunq.

Die noch rückständigen Rcchntingcn über Forderungen an die chirurgische und Augenklinik für die Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 sind wegen unseres demnächstigen Bücherschlusses bis spätestens 7. April d. I. einzusenden.

Gießen, den 28. Mörz 1906. B28/,

Großh. Verwaltung der chirurgischen und Univ.-Augenklinik.

Vergebung von Schveinerarbeit.

Die Lieferung von 2 .Kathedern mit Podium, sowie von zwei Schränken :c. für das Realgymnasium soll

Montag den 2. April d. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden.

Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen wäh­rend der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt bei uns ciiizmeichen. Zuschlagsfrist 8 Tage.

Gießen, 29. Marz 1906.

Städtisches Hochbauamt.

2- D.: Altvater. B/3

Freiwillige Versteigerung.

Donnerstag, den 5. April d. IS., vormittags 10 Uhr, versteigere ich in der Hofreite Lab straße 5 zu Gießen im Auftrag deS Herrn Rechtsanwalts Römheld daselbst unter anderem folgende Gegenstände:

Rüstzeug für Maurer und Weißbinder, Klammern und Ketten, mehrere Fässer und Kannen Lack, trockene und fluffige Farben, mehrere Fässer Aöphaltkitt, Meß­instrumente, 1 Zeichentisch und Zeichen-Utensilien, 1 Ltoßkarren, 50 Tchachtdeckel, 200 Kaminschieber und Kaminfutter, Pfcrdgeschirre und Pferded cken, 1 Faß Wagenschmiere, 1 Kubel.Süffelt, Tröge, Seilen, Turch- wurf rc., fowic 1 Kassenfchrank, 1 Fahrrad, 1 Gasherd und 1 Hundshütte.

Die Versteigerung findet bestimmt statt.

2<>Z2 Born, Gerichtsvollzieher in Gießen.

Holzv erkauf.

Tie fürstlich Solmsische Oberförsterei Lich (Oberheffen) hat noch zu verkaufen: Fichtenbauholz: 15 Stück 3,47 Fstm. im Distrikt stiiedwald: Kiefernbauholz: 62 Stink 20,11 Fstm. im Distrikt Münchwald: Kieferngrubenholz: 82 Stuck 12,41 Fm. im Distrikt Münchwald, 259 Stück 38,55 Fstm. im Distrikt Riedwald; Erlen im Distrikt Bräuerberg: 16 Stück Stammholz 5,55 Fstm., 3 Rin. Scheitholz (zumeist rund, Nr. 3 und 5).

Nurnmerverzeichnisse versendet die Cberförfterei umsonst und portofrei. Borzeiger find: für den Distrikt Brauerberg Forstwart Ludwig Scbüne zu Lich (Oberhesscn): für die Distrikte NiÜnchivald und Ricdwald Forstwart Friedrich Stein zu Hattenrod, Post Reiskirchen (Oberhessen).

Kansliebhabcr werden gebeten, schriftlich ober mündlich Gebote abzugeben. Bu/S

Preussische Pfandbrief-Bank.

Die am 1. April 1906 fallieren Zinsscheine unserer Hypotheken* Pfandbriefe, Kommunal Obligationen und Kleinbahnen Obli­gationen werden vom 15. März ab an unserer Kasse und bei der Mehrzahl der deutschen Banken und Bankfirmeu kostenfrei eingelöst. Daselbst sind obige Papiere zur Kapitalsanlage und ausführliche Prospekte zur Information erhältlich. ss^

Prenssische Pfandbrief-Bank.

Mein Bureau habe ich nach 2024

Scnntns^asse 12, parterre verlegt. UxZ, Rechtskonsulent

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