Handel
Obeischles. Eisen-Iiidnstrie 126.20
. 122.56
Prince-Henri-Eisenbahn . 152.50
242.00
Berliner Börse, 21. Dezember. Anfangskurse.
212.80
Gendarmen und Einwohner gingen
futter fortnchme.
67.00
96.40
140.10
120.90
248.65
228.60
158.20
214.50
245 25
130.70
197.70
139.60
241.00
83 70
157.20
. 35.00
. 180.10
. 144.20
85.00
146.00
. 178.40 . 140.00 . 241.50 . 172.80 . 186.10 . 157.90 . 216.70
Harpener Bergwerk Laurahütte .
Lombarden E. B.
Nordd. Lloyd . .
Türkenlose .
Berliner Handelsges . Darmstadter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommaudit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn .
Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Gestern Staatsbahn . .
3X7. 3% 3X7. 356 3X7-
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . , Tendenz: fest.
98.00 87.05
98.00 87 1U 96.45 95.50
99.40
99.90
96.00
102.70
69.20
69.70
90.60
93.40 9420
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg- Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte . . *
Nordd. Lloyd.....
Reichsnnleihe do.
Konsole . . do. . <
Hessen . . .
Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Glessen.
Frankfurter Biirse. 21. Dezember, 1.15 Uhr.
3°/o Mexikaner . 4X7« Chinesen . .
Aktien
Bochum Guss . . .
Buderus E. W . .
Tendenz: fest.
3X7# Oberhessen . . . 4?o Oesterr. Goldrente. . 4'/,56 Oesterr. Silberrente 456 Ungar. Goldrente . . 456 Italien. Rente . . . 356 Portugiesen Serie I . 356 Portugiesen „ III 4X7o russ.Staatsanl. 1905 4X° ö Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903
Aera deS Liberalismus breche an. Es macht einen etwas komischen Eindruck, wenn offiziöse Federn darzulegen versuchen, daß der Liberalismus sich Einfluß auf die Regierung verschaffen könne, indem er mit allen Kräften zur Bildung einer Regierungsmehrheit beitrage. Die „Nordd. Allg. Ztg." druckt an die freisinnigen Parteien gerichtete Ausführungen in diesem Sinne ab. Es wird darin für „überflüssig* erklärt, von derNeg ierung Garantien dafür zu verlangen, daß künftighin liberaler regiert werde. Mit Verlaub, das ist keineswegs überflüssig, denn in demselben von der „Nordd. Allg. Ztg." als „sehr beachtenswert* gerühmten Artikel wird bereits die Möglichkeit eines Wiederzusammenschlusses von Zentrum und Regierung zugegeben. Verhüten, so heißt eS mit merkwürdiger Offenheit, die liberalen Parteien nicht, daß Zentrum und Sozialdemokratie eine Mehrheit bilden, so werde ja die Regierung gezwungen, mit dem Zentrum zu paktieren... Das sind nicht eben verlockende Aussichten für den Liberalismus. Die Negierung wird selbst wissen, daß die Chance, Zentrum und Sozialdemokratie in eine Minderheit umzuwandcln, verschwindend gering ist. Nun wird mit einem Male das Unmögliche vom Liberalismus verlangt, gerührten Tones von der ernstlichen Erprobung der werbenden Kraft seiner Grundanschauungen gesprochen und sogar höchst freigebig Rat gespendet von Offiziösen, wie die Aufgabe beim richtigen Ende anzugreifen sei. Das ist zu viel des Eifers. Solche wahltaktischen Belehrungen und Ermunterungen können die liberalen Parteien entbehren. Da weiß man in den Parteilagern denn dock) bester Bescheid, als am grünen Tisch.
ReichSregierungLpolemik gegen das Zentrum.
Mit dem Wahlaufruf des Zentrums beschäftigt sich jetzt die „Nordd. Allg. Ztg.". Sie schreibt:
Der Wahlaulruf des Zentrums enthält zahlreiche irrciührcuoe Behauptungen. Gleich im Anfang wird es jo dargestellt, als hätte sich die Entscheidung im Reichstage, nur um 8 900 000 Mart ae°
vermischtes.
* Die Gefangennahme einer „Frau". Vor einigen Tagen wurde in einem Forst bei Scientrier in Obersavoyen, wenige Meilen von Genf entfernt, eine Frau verhaftet und in das Krankenhaus St. Julien an der französischen Grenze gebracht, deren Geschichte unglaublich klingt. Die Zeitung La Suisse berichtet nach Mitteilungen des Bürgermeisters von Scientrier darüber folgendes: „Am 12. Dezember erhielt ich zum erstenmal Mitteilung, daß sich in dem Forst meiner Gemeinde eine entkleidete Frau befinde. Ich gab Befehl zu ihrer Verhaftung, wir konnten sie aber nicht entdecken. Da keine weiteren Klagen kamen, ließ ich die Sache auf sich beruhen. Vor einigen Tagen wurde mir von einem Einwohner gemeldet, daß die Frau aus dem Forst komme und ihm das Schweine-
r-iches Bemühen an das Fernsprechnetz nnfleflltebcxt Auch wird < sJa WirfP i n § KreiSrat im Kreis Lauterbach vom Publikum nicht »ernenn fo beliebte wie Dr. W°N°>. sind feiten. Im
Schützer land ist die Stimmung kur chn v iel b e Her rot c in 1903, was sehr ins Gewicht fällt. Also überall gut SIu6Gto,innOtoenl)eim stattqehabte, aus zahlreichen Land- orten beschickte national liberale Vertrauensmanner- versammlung stellte den alldeutschen Rechtsmiwalt Dr. Winkler - Oppenheim als Kandidaten für den RerchZtags- wahlkreis M a i n - -Oppenheim auf; der B u n d d e r L a n d- wirtc stimmt der Kandidatur zu.
Reichstaasabg. Dr. Becker hat, der „Frkf. Ztg. zufolge, die Wiederaufstellung in seinem bisherigen Wahlkreise Offenbach endgültig a b g e l e h n t. Er soll, wie verlautet, in einem r h e i n h e s s i s ch e n Wahlkreis oder in Darmstadt aufgestellt werden. Nach einem Berliner Blatte kandidiert in Offenbach für Dr. B. vermutlich der aus dem Amte scheidende Oberbürgermeister Brink. Die „Offenb. Ztg." weiß von alledem nichts Sie macht nur die dunkle Mitteilung, daß „die Entscheidung in den allernächsten Tagen fallen" werde.
In Worms wurde eine nationalliberale ^u- aendgruppe gebildet, die in ihrer politischen Färbung auf dem Boden des Reichsverbandes der nationalliberalen Fuaendvereine steht und reformierend auf die Wormser reaktionäre Richtung einwirken will. NcbenFrhrn. von Hehl wird als nationalliberaler Wormser Kandidat Weis heim er in Lsthofen genannt, der auf dem linken Flügel der nationalliberalen Partei steht. Es halt sich mit Bestimmtheit das Gerücht aufrecht, daß v. Heyl nicht mehr kandidieren will.
Tie Reichstags st ichwahlen finden auch im Großherzogtum Hessen am 5. Februar statt.
In Limburg hat die Mittelstandsvereinigung den Landesvorsitzenden des Bundes der Landwirte, General von Kloeden, als Reichstagskandidaten aufgestellt. Die Christlich-Sozialen haben für den Wahlkreis Wetzlar- Altenkirchen den Generalsekretär des GewerkvereinS christ- licher Bergarbeiter Franz Behrens in Esten-Rüttenscheid, als Kandidaten ausgestellt. In Wiesbaden wollen die Nationalliberalen den seitherigen Abg. Bartling wieder aufstellen. Einigungsversuche der lib. Parteien scheiterten daran, daß die Nationalliberalen verlangten, daß ihnen daL Reichstags- und Landtagsmandat überlassen werde, wofür sie dann im Wahlkreis Homburg-Usingen einen freisinnigen Kandidaten unterstützen wollten.
Die Freisinnigen stellen als Reichstagskandidaten für den 8. Berliner Wahlkreis den LandtagS-Abg. und Stadt- verordneten Rosenow auf. Für den 1. Berliner Wahlkreis kandidiert der bisherige Abg. Stadtältester Kämpf wieder. Als MandatSbewerbec für Berlin II wird Oberbürgermeister Büchte mann - Görlitz, als Kandidat für Berlin V Land- tagSabg. Justizrat Cassel genannt. Doch ist über die letztgenannten Kandidaturen noch kein endgültiger Beschluß gefaßt. __ Dr. M ülle r-Sa gan hat, mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand die abermalige Uebernahme der Kandidatur im Wahlkreise Sagan-Sprottau abgelehnt. Die freis. VolkSp. hat den Fabrikbesitzer Endemann aus Sprottau auf- gestellt. Dem freisinnigen VolkSparteiler Dr. Wiemer, bisheriger Vertreter des Wahlkreises Nordhausen, stellen die dortigen Nationalliberalen den Rechtsanwalt Seng er gegenüber.
Die ReichSregieruug für bett Liberalismus.
Man schreibt unS:
Daß die Regierung in diesem Wahlkampfe dem Liberalismus nicht entgegentreten kann, versteht sich nach der Haltung von selbst, die von den Liberalen im Reichstag bei der Entscheidung über den südwestafrikanischen Feldzug eingenommen wurde. Davon abgesehen, die Regierung braucht den Liberalismus gegen Zentrum und Sozialdemokratie. Mithin ist als ein Verdienst daS Wohlwollen der Regierung nicht anzurechnen. ES hätte auch anders kommen können. Wäre jetzt daS Zentrum die erste „OrdnungS- partei* und die Stütze der Regierung, dann würden zweifellos von den Offiziösen alle Waffen auS der Rüstkammer geholt worden fein, um sie wider den Liberalismus zu wenden; daS Zentrum aber stünde im Strahlenkränze einer allezeit patriotischen, Thron und Altar treulich schirmenden Partei. Daß die Regierung plötzlich liberale Neigungen und Ideen an sich entdeckt, wird hoffentlich Niemand in die Illusion versetzen, ein Ruck nach links vollziehe sich, eine neue
wildes Tier aus. Es scheint eine Frau der besseren Stände zu sein. Sorgsame Nachforschungen ergaben, daß man es mit einer Frau Nicollet zu tun hat, die das Haus ihres Mannes in Oponnas vor elf Jahren verließ. Es wird angenommen, daß Frau Nicollet die ganze Zeit im Walde zubrachte und auf diese Weise zum Tier wurde. Ihr Mann starb kürzlich und hinterließ seiner verschwundenen Frau ein bedeutendes Vermögen."
* Gin EhescbeidungSantrag im 105. Lebens- ahre. Ter Staat Kansas bat eine echt amerikanische Erscheinung
Alt verzeichnen. Mrs. Mariba bunt, eine Dame im Alter von 105 Jahren, hat ihre Ehescheidung beantragt. Sie sagte, sie möge nicht länger den Namen ihres Mannes tragen, den sie weggejagt habe, als er 97 Jahre alt war. Es ist ihr dritter Mann, aber sie ver- icherte einem Gerichtsbeamten, daß sie nicht beabsichtige, noch einmal zu heiraten. ,____________________________________________________
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 23. Dezember, 4. Advent.
In der Stadtkirche.
Vormittags 9V, Uhr: Vkarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markus, gemeinde gemeinsam. Pfarrer D. Sch losser.
In der JohauneSkirche.
Vormittag? 97, Uhr: Piarrer Euler.
Nachmittags 3 Uhr: ChristbescherungSieier für die Kleinkinder- Bewahranstalt. Kirchenrat Tr. N a u m a n n.
NachmiltagS 5 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Johannesgemeinde. Piarrassistent Steiner. J
Montag, den 24. Dezember.
In der Stadtkirche.
Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Matthäus- und Markusgemeinoe. >
Pfarrer D. Schlosser. Pfarrer Schwab«.
Nachmittag- 5 Uhr: Weihnachtsvesper für die Militärgemeinde. Pfarrer Euler.
In der JohauneSkirche.
Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Lukasgemeinde. Pfarrer Euler.
Der Anhang geistlicher Volkslieder zum Gesangbuch isi er« schienen und kann vorerst bei den Kirchendienern zu 20 und 25 Pfg, bezogen werden. Bei den Buchbindern sind außerdem auch un< gebundene Exemplare, aber ohne Noten, zum Einlegen in daS Gesangbuch zu haben.
1. WcihuachtSfeiertag, den 25. Dezember.
Kollekte für die Kleinkinder.Bewahranstalt. In der Stadtkirche.
Vormittag? 972 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markus- gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinderbeten.
Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Abends 61/, Uhr: Weihnachtsfeier der beiden Konfirmanden. Vereinigungen der Matthäusgemeinde.
In der JohauneSkirche.
Vormittag- 97, Uhr: Professor D. Eck. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer KrauS.
2. Weihnachtsfeiertag, den 26. Dezember. Kollekte für die Armen.
In der Stadtkirche.
Vormittag? 97, Uhr: Professor D. DrewS.
Abends 5 Uhr: Siehe JohauneSkirche.
In der JohanneSktrche.
Vormittag? 97, Uhr: Psarrassistent Steiner.
Beichte und heiL Abendmahl für die LukaS- und JohanneS- gemeinde.
Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten, Abends 5 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Euler.
Abends 7 7, Uhr im LukaSfaale: Weihnachtsfeier der beiden Konfirmierten-Vereinigungen der Lukasgemeinde.
Türkenlose .... . . 144.00 4% Griech. Monopol-Aul. 52.10 4% äussere Argentinier . 89.00
lei Abänderung deS NeichStagS-WahlrechtS von der Negierung beabsichtigt wird. Wir nehmen an, die Erklärung behält auch für den Fall ihre volle Gültigkeit, daß der neue Reichstag abermals wichtige NegierungS-Jor- derungen verweigerte, und daß eine neue Auflösung erfolgte. Es gibt mißtrauische Gemüter, die dann an die Möglichkeit einer WahlrechtS-Nevision glauben, etwa mit der Begründung, „so gehe es nicht weiter, die Reichsmaschine drohe zum Stillstand zu kommen". Man muß auf die zweite Auflösung als künftiges Ereignis sich gefaßt machen, ob die Regierung der Frage näher getreten ist oder nicht.
Heute schreiben die „M. N. N.": „Wir wissen bestimmt, daß man in der Negierung mit großer Zuversicht von einer Neuwahl eine sichere nationale Mehrheit erwartet. Schon deswegen wird die Möglichkeit weiterer Maßnahmen gar nicht in Betracht gezogen.* Sei dem, wie ihm wolle, schaden kann eS nicht, wenn die Regierung auch die nicht Vertrauensvollen beruhigt, daß, wie immer im Reichstag die Entscheidungen fallen, daS Reichs- Wahlrecht unantastbar bleiben wird.
Eines vermißt man in der neuen hochoffiziösen Polemik gegen daS Zentrum: eine Antwort auf die durch die Presse gegangene Bemerkung in der „Germania", daß kein Minister und kein Staatssekretär mehr 24 Stunden in seinem Amte wäre, wenn die ZentramSab- geordneten alle vertraulichen Mitteilungen leitender Staatsmänner in aller Oeffentlichkeit wiedergeben wollten. Eine gröblichere und durch absolut nichts gestützte Behauptung konnte nicht ausgesprochen werden, und wie der Donner dem Blitz hätte die Erwiderung folgen sollen.
Die „Nordd. Allg. Ztg.* schreibt ferner:
„Den hat Gott gerichtet,* riefRoeren an?, als er den Tod de? von ihm zu Unrecht verfolgten Assessors Tietz in Togo erfuhr. Sein hartherziges Wort ist energisch zurückgewiesen worden. Im Reichstage nahm der Kolonialdirektor noch am Auf- lösimgstage da? Andenken Tietz in Schtitz. Er erklärte, daß dieser ein außerordentlich tüchtiger, braver, wackerer Beamter war, der im Dienste feine? Vaterlandes und des Kaisers in Togo gestorben |ei. Die Mutter des Verstorbenen übersandte dem Kanzler einen Tankbrief, worin sie für die Veranlassung der Verteidigung ihres Sohnes dankt; sie fönpe nicht glauben, daß ihr christlich erzogener Sohn © r e ti e 11 o t e n gutgeheißen habe, zumal dieser auf die mütterliche Ermahnung, gegen die Eingeborene» gut z»l sein, zuversichtlich antwortete, mit denen stehe er gut. Auch vom Gouverneur Grasen Zech und von Augenzeugen de« Begräbnisses wurde berichtet, die Häuptlinge und die höchsten Eingeborenen seien benx Sarge in außergewöhnlicher Zahl gefolgt. Jeder Bekannte ihres guten und braven Sohnes halte ihn für unfähig solcher Beschuldigungen. Ihr Sohn habe sehr viel bei den streitigen Verhältnissen gelitten, die seine kräftige Gesundheit zerrütteten. Nicht gerichtet, fonbem erlöst hat ihn Gott.
An die Nichtwähler!
Die „Nordd. Allg. Ztg.* schreibt sodann unter der Neber- schrift „Partei Nichtwähler*:
Nur ein paar Zahlen 1 1903 blieben über 25 Prozent der Wahlberechtigten do» der Urne fort. Die Partei Nichtwähler machte also den viertel, Teil aller Wähler aus. Sie verfügte über mehr als drei Millionen St in» men, roar alfo ft örter al? bie Dreimillionenpartei, bie Sozialdemokratie. Tie Partei Nichtivnhler remittiert sich nicht aus der Sozialdemokratie, auch nicht aus dem Z e n t v u m. Soll der Reichstag besser werde», so muß diese Partei v e r s ch tv i n d e n. Ihre Stitnmen gehöre» der Minorität vom 13. Dezember.
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nun auf die Jagd; am dritten Tage fanden wir die Unglückliche, die in einem Tickiclst schlief. Sic wurde in mein Hans gebracht und gewaschen und acflciOct. Cie spricht nicht wie ein Mensch, sondern stößt Laute wie ein
dreht. Damit wird die Tatsache verschleiert, daß da? Zentrum für die Ablehnung des ganzen Nachtrags von 29 220 0 0 Mark verantwortlich ift. Die Fraktion wußte, da» der von ihr aewLmschte Abstrich für die Regierung unannehmbar war, und sie brachte in voller Kenntnis dieses Umstandes die Regierungsvorlage zu Fall. Sodann wirb von einem Antrag des Zentrums fletprorfien, der bnbin zielen sollte, die überaus kostspielige, einen Aufwand von 10 000 Mark pro Kopf und Jahr erfordernde Schutztrupve, von allen Aufgaben polizeilicher und kultureller Art zu entlasten und demgemäß ihre Zahl und Kosten dauernd zu vermindern. Tiefer Antrag sei von der Kolonialverwaltimg keiner Prüfung gewürdigt. Eines derartigen Zentrumsantrags erinnern wir uns nicht. Den Reichstag bat er jedenfalls nicht beschäftigt. Sollte der Aufruf etwa de» A»trag auf Verminderung der Schutztruppe auf 2500 Man» meinen, so wäre d,e Behauptung falsch, daß er keiner Prüfung gewürdigt worden sei. Um diesen Antrag drehte sich jn ein großer Teil der Diskussion im Plenum und in der Kommission. Wen» übrige»? jeder Schutztrnppenman» dem Reiche 10000 Mark kostet, so trägt das Zentrum die Mitschuld daran durch Ablehnung der Bahn nach Keetmannshvop. Wäre die Bahn im vorigen Sommer bewilligt und der Bau vollendet, so hätten die Kosten sich auf 5540 Mark pro Kopf erniedrigt. .
Der Aufruf bezeichnet weiter bie Auflösung de? Reichstags als einen Angriff auf beffen Stellung als selbstständige», in eigener Verantwortung hanbelnden gleichberechtigten Faktors ber Gesetzgebung. Davon ist keine Rebe. Tie Auflösung ist bie konstitutionelle Ausübung eines in der ReichSversassimg festgelegten Rechts der verbündeten Regierungen. Ter Beschluß des Bundesrats über bie Auflösung ist einstimmig gefaßt. Tas Bub- g et recht bes Reichstags wirb, entgegen ber Behauptung bes Ausrufs, in keiner Weise durch bie Auflösung berührt. Es spielt in ber ganzen Frage, bie jetzt zur Entscheibimg des Volkes steht, gar keine Rolle. Der Z e n l r u m S a u f r u f bekundet durch feine falsche Auslegung der Auflösung eine unerwartete Mißachtung d e r W ä h l e r, die bei der Meinungsverschiedenheit zwischen Regierung und Reichstag anzurusen, ein im höchsten Sinne ton- titutioneller Akt ist.
Znm Schluß erklärt da« Zentrum seinen Willen, daS verfassungsmäßige Wahlrecht hochzuhalten. Tas Zentrum hat in dieser WillenSnieimmg nichts vor den andere »Parteien voraus, auch nichts vor der R e i ch s re g ierung, bie sich in der W a hrung ber verfassungsmäßige »Rechte des Volkes von niemanb übertreffen läßt.
DaS ist also eine unumwundene Erklärung, daß feiner*
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 22. Dezember 1906:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhett zur heil. Beichte.
Sonntag, den 23. Dezember 1906:
4. Adventssonntag.
Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
„ um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung ber heil. Kommunion.
„ um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.
„ um 97, Uhr: Lochamt mit Prebigt.
Nachmittag? um 57, Uhr: Andacht.


