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Nr. 2C6
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schulstr.7. Tel. Rr. bl. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen.
Zweites Blatt LEG.Jahrgang Montag 3.September 1906
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Die „Gießener ZamilienblStter" werden dem K MM E Mr W gi &Jr g L O ÄJF MD BLy
.Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der g BL A H 1,1 R S /sjx- R ßS H
„hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. v Ea v ra v W W*
General-Anzeiger, Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe».
Bekanntmachung.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Utphe.
In der Zeit vom 4. bis einschließlich 17. September l. I. liegen aus dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Utphe:
1. Das Projekt über die Melioration der Wiesen links der Horloff,
2. Der Beschluß der Vollzugskommission vom 28. Juni l. Js. über die Ausführung dieses Projektes und die Kostentragung
zur Einsicht der Beteiligten offen.
Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfris bei Großh. Bürgermeisterei Utphe schriftlich einzureichen.
Friedberg, den 27. August 1906.
Ter Großherzogliche Feldverculigungskommissär:
I. V.: Dr. Goertz, Regierungsassessor.
Deutscher Reich.
Berlin, 1. Sept. Begünstigt von prächtigstem Wetter fand heute auf dem Tempelhofer Felde die Herbstparade des Gardekorps statt. Entgegen seiner sonstigen Gepflogenheit war der Kaiser nicht mit Extrazug von Potsdam gekommen, sondern er war noch vor 71/2 Uhr im Automobil auf dem Tcmpelhofer Felde eingetroffen, wo er den Anmarsch der Truppen beobachtete. Inzwischen trafen auch die fürstlichen Gäste sowie der englische KriegSministcr Haldane ein. Nachdem die Aufstellung der Truppen beendet war, ritt der Kaiser, gefolgt von den Fürstlichkeiten, dem Hauptquartier und den ^fremden Militär-AttachöS die Front ab, die Truppen mit einem lauten »Guten Morgen" begrüßend. Es folgte alsdann zweimaliger Vorbeimarsch, wobei die Prinzen bei ihren Regimentern eingetreten waren. Der Kaiser selbst führte das 1. Garde-Regiment zu Fuß, die Kronprinzessin von Griechenland, die inzwischen zu Pferde gestiegen war, das Regiment Elisabeth, Generaloberst von Hahnke die Alexander-Grenadiere. Die Kritik dauerte 10 Minuten, worauf die Fürstlichkeiten nach dem Schloß fuhren. Nach Beendigung der Kritik setzte sich der Kaiser, der außerordentlich aufgeräumt schien, an die Spitze der Fahnen-Kompagnie. Neben ihm ritten Erzherzog Josef und der Herzog von Genua, hinter ihm der Kronprinz. Im Anschluß an die Parade fand mittags im Schloß ein Galafrühstück statt.
— Am Abend fand im Weißen Saale des königlichen Schlosses Paradetafel statt. Vorher empfing der Kaiser den ehemaligen Präsidenten der Weltausstellung in St. Louis, Francis, zur Ueberreichung der Erinnerungsmedaille. Später nahm der Kaiser eine Reihe von Meldungen entgegen; alle diese Herren nahmen an der Tafel teil, wobei Erzherzog Josef die Kaiserin führte, der Kaiser die Kronprinzessin von Griechenland, der Kronprinz die Prinzessin Friedrich Leopold. Gegenüber dem Kaiser und der Kaiserin saßen der Reichskanzler und General v. Kessel. Nach der Tafel hielten der Kaiser und die Kaiserin Cercle ab.
— Die Gesetzsammlung enthält das Gesetz über die Aenderung der LandeSgrenze gegen das Großherzogtum Hessen zwischen den Gemarkungen Hüttengesäß-Neuwiedermus und AltwiedermuS vom 12. Februar 1906.
Altona, 2. Sept. Gestern nachmittag fand an den Gräbern deutscher und französischer Krieger aus dem Feldzuge 1870/71 eine Gedenkfeier statt. An dieser nahmen auch zwei Mitglieder des hiesigen französischen Konsulats und ein Vertreter der französischen Botschaft in Berlin teil, welche nach dem Schluß der Feier dem Vorsitzenden und den Kampfgenossen dec Kriegervereinigung den Dank der französischen Regierung und des Generalkonsulats für das pietätvolle Gedenken an die französischen Krieger aussprachen.
München, 2. Sept. Ein Parteitag der Deutschen Volkspartei findet hier am 29. und 30. September statt.
Der Flottenbesuch in Kiel.
Kiel, 1. Sept. Heute mittag erschienen die Befehlshaber der hier anwesenden dänischen und schwedischen Geschwader zum Empfange bei dem Prinzen Heinrich von Preußen im Königlichen Schlosse. Hierauf fand für die dänischen Offiziere bei dem Chef des ersten Geschwaders Vizeadmiral Grafen Baudissin auf dem Linienschiffe „Wittelsbach", für die schwedischen Offiziere bei dem Chef des zweiten Geschwaders Vizeadmiral Fischel auf dem Linienschiffe „Preußen" ein Frühstück statt. Für die Mannschaften werden heute abend in zwei größeren Etablissements Festlichkeiten veranstaltet, an denen auch eine Anzahl Mannschaften dec deutschen Kriegsschiffe teilnehmen werden. — Aus Anlaß dec Anwesenheit des schwedischen und des dänischen Geschwaders fand heute abend beim Prinzen Heinrich von Preußen Tafel statt, zu der Prinz Adalbert von Preußen, die fremden Admirale und Kommandanten, Großadniiral von Kvester sowie eine Reihe hoher Offiziere geladen waren. Während der Tafel brachte Prinz Heinrich einen Trinkspruch auf die Könige von Schweden und Dänemark aus. Hierauf erwiderte der Kommandant des schwedischen Geschwaders, Admiral Olsen, zugleich im Namen seiner dänischen Kameraden mit einem Trinkspruch auf den deutschen Kaiser.
PrinzHeinrich erwiderte heute den Besuch der fremden Admirale. Er begab sich zunächst an Bord des dänischen Flaggschiffes „Olfert Fischer, und dann auf das schwedische Flaggschiff „Aerou".
Das russische Geschwader hat seinen Besuch nicht abgestattet, weil rusfischerseits eine Begegnung der russischen mit den schwedischen, dänischen und deutschen Matrosen für nicht wünschenswert erachtet wird.
Der bulgarisch»griechische Konflikt.
Konstantinopel, 2. Sept. Die diplomatische Vertretung Bulgariens übermittelte dem ökumenischen Patriarchen auf seine Protestdepesche ein Telegramm des Fürsten Ferdinand, das besagt, die Depesche verdiene, da sie lügnerisch und verleumderisch sei, keine Antwort.
Das Amtsblatt des ökumenischen Patriarchats veröffentlicht die Depesche des Fürsten Ferdinand und bemerkt dazu: Nach den bulgarischen Ausschreitungen konnte man von dem Fürsten keine andere Antwort erwarten. Bei der Entgegennahme der Denkschrift des Patriarchats haben einige Botschafter abermals auf das Unwesen der griechischen Banden hingewiesen. In hiesigen griechischen Kreisen ist aus Sofia die Nachricht eingegangen, der Minister des Innern habe auf die diplomatischen Vorstellungen der Vertreter der Mächte erklärt, daß die Ruhe jetzt gesichert sei, daß er aber für dieselbe nicht einstehen könne, wenn die griechischen Banden ihre Untaten fortsetzen. Man glaubt hier in den griechischen Kreisen, daß Fürst Ferdinand die jüngste Haltung der bulgar. Regierung billige, und daß Ministerpräsident Petrow im Auite bleiben und die bisherige Politik fortsetzen werde, da ein Zwischentreten der Mächte nicht zu erwarten sei.
Das ökumenische Patriarchat berichtet aus Burgas, daß in Anchialo 3b Griechen verhaftet worden seien. AitS Stanimaka erhält das ökunienische Patriarchat die Meldung, daß die 350 Familien zählende griechische Gemeinde gezwungen worden sei, ihre Kirche zu übergeben und zum Exarchate überzutreten; daß ferner der revolutionäre Ausschuß durch öffentliche Anschläge die griechischen Gemeinden zum lieber» tritte zum Exarchate auffordere und zahlreiche Notabeln gezwungen habe, nach der Türkei und nach Rumänien zu flüchten, unter ihnen der Pfarrer von Rustschuk, der die türk. Handelsagentur vergeblich zu schützen versuchte. Des roeiteren wird gemeldet, daß die rumänische Grenzbehörde den Befehl erhalten habe, die Griechen passieren zu lassen. Eine Bestätigung dieser Nachrichten liegt bisher nicht vor. Eine Abordnung des ökumenischen Patriarchats besuchte gestern und heute alle Botschaften und überreichte die angekündigte Denkschrift. Dieselbe weist, wie ailch schon die zwei ersten Denkschriften, auf die Verletzung der internationalen Verträge hin und verlangt die Intervention der Mächte behufs Gewährung der Genugtuung und Herstellung des Status quo.
Die Pforte soll in Sofia die Erklärung abgegeben haben, daß, wenn Bulgarien seine militärischen Maß- nahmen fortsetze, die Pforte das Gleiche tun werde.
Ire russischen Unruhen.
Aus bester Stelle wird mitgeteilt, daß die in der ausländischen Presse verbreitete Nachricht, Stolypin werde demnächst seines Amtes enthoben werden, auf Erfindung beruht. Die Stellung Stolypins ist vielmehr durchaus fest, da ihm der Zar das größte Vertrauen entgegenbringt. Keines der vorgeschlagenen Projekte und keine Ansicht Stolypins haben bisher die Mißbilligung des Zaren gefunden, im Gegenteil, der Zar überläßt ihm außergewöhnlich freie Aktion. Stolypin hat zugunsten der von der Mißernte betroffenen Bevölkerung auf sein Gehalt als Premierminister verzichtet; er bezieht nur das Einkommen eines Ministers des Innern. Alle liberalen Reformen des Manifestes vom 17. Oktober sollen bedingungslos durchgeführt werden. Stolypin arbeitet energisch neue Projekte aus, die der Duma bei ihrem neuen Zusammentritt vorgelegt werden sollen, ebenso sind alle übrigen Minister beauftragt, die Pläne ihrer entgegenstehenden Ressorts schleunigst vorzubereiten.
Tie Verhaftung eines Mitgliedes der Petersburger Kampfesorganisation in Peterhof hat der Staatspolizei wich^- tige Anhaltspunkte für die Urheberschaft des Attentats auf Stolypin geliefert. Dadurch, daß es einem Arzte gelang, die Feyen eines von einem Verhafteten zerrissenen und im Moment seiner Festnahme verschluckten Tokumentes wieder an den Tag zu bringen, konnten wichtige Schriftstücke aufgefunden werden, die u. a. ein Verzeichnis aller in den letzten politischen Morden beteiligten Personen wie auch Aufzeichnungen über weitere Gewalttaten enthielten. In Peterhof wurden mehrere Anarchisten verhaftet und nach der Peter-Paulssestung übergeführt. Fürst Schachowskoi, der frühere Chef der Oberpresseverwalt- ung, ist an den Folgen der schweren .Verwundung, die er beim Attentat auf Stolypin erlitt, gestorben. General Trepow ist ernstlich erkrankt.
Tie sozial revolutionäre Parteiorganisation hat an die Bauern einen Aufruf erlassen, in welchem dieselben aufgesordcrt werden, der gegenwärtigen verbrecherischen und ungesetzlichen Regierung die Steuern und die Rekruten zu verweigern, und wenn die Entscheidungsstunde komme und die Arbeiter in den Städten und die Eisenbahner den offenen Kamps gegen die Regierung aufnehmen werde, dieselben nach Kirsten zu unterstützen.
Nach Meldungen aus Kutais hat die grusische Geistlichkeit einen Aufruf erlassen, in welchem über den russischen Synod und über den Exarchen von Grüften der Bannfluch ausgesprochen wird.
Ter -langgesuchte Führer der Revolutionäre in Livland Kroder ist verhaftet worden.
Lib au, 2. Sept. In der Nacht auf den 1. September wurde aus den in der Nähe des Gefängnisses gelegenen Häusern auf einen Militär kon voi geschossen und dabcr ein Polizeibeamter verwundet. Tas herbeigrrufene Militär umzingelte die Häuser und gab auf dieselben Schüsse ab. Tas beiderseitige Feuer währte anderthalb Stunden. Von den Soldaten ist keiner verwundet, von Privatpersonen wurden vier getötet außerdem erlagen zwei Zivilisten den erhaltenen Wunden. 32 Männer und 29 Frauen wurden verhaftet.
Grodno, 2. Sept. Gestern abend wurde auf Polizisten, die auf dem Gymnasiumsplatze standen, von einem Mann eine Bombe geworfen, wodurch 5 Personen verwundet wurden. Äs der; Gchitft esnes Polizeiosfizcers
auf den davoneilenden Uebeltüter feuerte, luurocn aus der angesammelten Volksmenge Revolverschüsse abgegeben. Die Polizisten erwiderten das Feuer. Auf feiten der Polizei wurden der Volizeioffizier unb ein Schutzmann leicht verwundet, aus der Menge eme Frau und zwei Männer leicht, einer schwer verletzt.
Tula- 1. Sept. Der Präsident des Tulaer Bezirksgerichts, R e m e z o s f, wurde in seiner Villa durch acht Revolverschüsse ermordet; die Täter entkamen. — Auf der hiesigen Güterstation der Moskau-zlurskbahn erbrachen fünf mit Revolvern bewaffnete Personen die Kasse und raubten 2000 Rubel.
Morschansk, 1. Sept. Unweit der Stadt wurden dem Kassierer der staatlichen B r a n n t w e i n n i e d e r l a g e von einer bewaffneten Bande 16 000 Rubel geraub t.
Ausland.
Paris, 2. Sept. Tie tunesische Regierung hat beschlossen, aus Anlaß der Anwesenheit des Präsidenten Fal- lieres in Marseille eine Abordnung bestehend aus 200 Persönlichkeiten in Begleitung einer Eskorte zur Begrüßung nach Marseille zu entsenden.
— Die radikalen Blätter äußern ihre Befriedigung über das Rundschreiben des Unterrichtsministers an die Prälaten betr. die Zuteilung der kirchlichen Güter. Abgesehen davon^ daß hierdurch die genaue Anwendung des Trcnnungsgesetzes ge- stchert lverde, bedeute das Rundschreiben auch angesichts der für den 4. September einbernsenen neuen Vollversammlung des französischen Episkopates eine sehr deutliche Warnung sür die Bischöfe, die sich gegen das Trennungsgesetz auflehnen wollen. 2luch das Rundschreiben, durch welches der Ministerpräsident und Justizminister Sarrien die Staatsanwälte auffordert, gegen die Geistlichen einzuschreiten, die die Enzyklika des Papstes in den Kirchen mit Erläuterungen gegen das Trennungsgesetz begleiteten, wird von den Radikalen gebilligt.
— Ter Handelsminister erließ ein R u n d s ch r e i b e n, das die Unsicherheit in bezug auf die Handhabung des Gesetzes über den wöchentlichen Ruhetag beseitigen soll. Das Rundschreiben schließt von der Wohltat des Gesetzes alle diejenigen aus, die nicht Arbeiter oder Angestellte sind, so auch insbesondere Zeitungsredakteure und dramatische Künstler, die beide einen freien Beruf ausüben. In den Berussklassen, zu denen diese gehören, haben Anspruch daraus einerseits Trucler, Typographen, Boten usw., andererseits Maschinisten, Beschließerinnen, Kvntroleure usw. Ferner haben Anspruch darauf Wechsel- und Handelsmaller, Dienstpersonal wie Kammerdiener, Dienstmädchen usw., wird durch Gesetz nicht berührt. Ten Gewerbeinspellorer wird zunächst für die Ausführung des Gesetzes die größte Nachsicht empfohlen.
—Trotz des Gesetzes über den wöchentlichen Ruhetag bewahrte die Stadt heute ihr gewöhnliches Aussehen. Tie meisten Läden wurden auch heute nicht geschlossen, ausgenommen die großen Modegeschäste. Die Bäckereien, Restaurants, Trinkhallen und Metzgereien sind fast sämtlich geöffnet.
Compiegne, 1. Sept. Bei einem Festmahl, das der Leiter der Manöver, General Michel, zu Ehren der fremd- herrlichen Offiziere im Schlosse zu Compiegne veranstaltete, brachte der Gastgeber einen Trinkspruch aus, in welchem er die fremd- herrlichen Offiziere der besten Aufnahme versicherte. Redner trank auf die Souveräne und Staatsoberhäupter der bei dem Festmahle vertretenen Nationen sowie deren Armeen. Insbesondere dankte General Michel General French für sein Erscheinen, das er als einen neuen Beweis der ganz besonderen Antellnahme die König Eduard stets an Frankreich genommen habe, sowie die herzlichen Beziehungen, die Frankreich und England verknüpften, bezeichnete. General Michel trank auf das Wohl des englychen Herrscherpaares, des Armeekorps in Aldershot und der French begleitenden Offiziere. In Erwiderung der Ansprache dankte Suarez, der Aelteste der anwesenden sremdherrlichen Offiziere, General Michel und trank auf den Präsidenten Fallieres und das zweite Armeekorps. Hierauf ergriff French das Wort, der General Michel seinen Dank für den in so herzlichem Tone gehaltenen Trinkspruch aussprach.
Madrid, 1. Sept. Tie Madrider Presse macht die Behörden darauf aufmerksam, daß die Auswanderungs-Bewegung nach Südamerika einen außergewöhnlichen Umfang annimmt. — Die Behörden sind der Ansicht, daß der Bergarbeiterstreik bald beendigt sein werde. In Coruna liefert das Militärproviantamt während des Bäckerstreiks Brot.
Cattaro, 1. Sept. Heute vormittag ist ein Teil des englischen Mittelmeergeschwaders, bestehend aus 7 Schlachtschiffen unter dem Kommando des Admirals Beresford, vor Boeche di Cattaro bei Maljina, vor Anker gegangen und von dem Kommandanten des Kriegshafens begrüßt worden. Admiral Beresford stattete am Nachmittag dem Kommandanten einen Gegenbesuch ab.
Newyork, 2. Sept. Der Entwurf des neuen Ein- wanderungs - Gesetzes kam im Repräsentantenhause zur Beratung, wobei die wesentlichsten vorgeschlagenen Erschwerungen für die Zulassung der Einwanderer aus dem Entwurf gestrichen wurden. Namentlich soll es bei dem Kopfgelde von 2 Dollar verbleiben, während der Entwurf des Senates ein Kopfgeld von o Dollar vorsah. Ebenso lehnte das Haus den sogenannten Bildungstext ab, nach welchem Einwanderer über 16 Jahre ausgeschlossen werden sollten, wenn sie die englische oder eine andere Sprache nicht lesen können. Ta die Beschlüsse des Hauses von denen des Senates abweichen, ging der Entwurf an ein gemeinsames Komitee beider Körperschaften und ist damit für diese Session abgetan.
Havanna, 1. Sept. Tie Lage ist bedenklicher als je seit dem Ausbruche des Aufstandes. Es ist ein allerdings in der Presse nicht veröffentlichter Bericht über eine in der Provinz Santiago ausgebrochene Empörung im Umlaufe, der zu der ernstesten Besorgnis Anlaß gibt. Ter amerikanische Geschäftsträger tat Schritte, um von der kubanischen Regierung eine Bestätigung dieser Meldung zu erlangen. Er erhielt die Auskunft, der Bericht sei völlig unwahr. Später wurde jedoch die Nachricht aus privater Quelle bestätigt. Nach hier herrschender Ansicht ist der Aufstand in dem östlichen Teile von Kuba ein sehr schwerer Schlag für die Regierung des Präsidenten Palma. Cardenas, das bisher ruhig war, in Berichten zufolge der Schauplatz von Plänkeleien zwischen Polizei und Landgendarmen einerseits und Insurgenten andererseits.
Santiago de Chile, 2. Sept. Ter amerikanische Staatssekretär R o ot ist gestern hier eingetroffen und von den Mi. nistern und einer großen Menschenmenge empfangen worden Root stattete alsbald dem Präsidenten einen Besuch ab. Zn Ehren des Besuches veranstalteten die Behörden verschiedene Fest empfange und Banketts.
Koloiiialpoft*
Berlin, 1. Sept. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt. Durch die Presse geht die Nachricht, der Kommandeur der Schulztruppe, Oberst v. Deimling, habe den Weiterbo' der Eisenbahn Lüderitzbucht-Kubub bis KeetS-


