Ausgabe 
3.5.1906 Zweites Blatt
 
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Nr. 103

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen

Ein FcuerbeüattungskonMt in Weimar.

Auch die gesunden Arbeiter

Man

Das

Erscheint »glich mit Ausnahme deS Sonntags.

DieSiebener Zmnttirnblätter" werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Ter hessische Landwirt erscheint monatlich einmal.

ordnet worden, die ganz besonders auf die wirtschaftliche Notlage der Heimarbeiter sich beziehen sollen. Man will unterhandeln mit den Arbeitern und den Arbeitgebern, mit den beteiligten Verwaltungsbehörden und Gewerbeaufsichts­beamten, Geistlichen, Aerzten, Lehrern usw. Es sollen die Lohn- und Arbeitsverhältnisse, die Wohnungsverhältnisse, die Beschaffenheit der Arbeitsräume :c. besonders 'gründlich erforscht werden. Auch daS bayerische Ministerium des Innern kündigt an, es werde der Heimarbeiterfrage ein ganz besonderes Augenmerk zuwenden.

Seit Jahren weist die regierungsseitige Sozialpolitik einen ruhigen, aber vorwärts schreitenden Zug auf, mit dem jeder einverstanden sein muß. Freilich, die Leute, die noch in dieser Session eine Vorlage, betreffend die Heimarbeit, erwarte hatten, sind vielleicht etwas enttäuscht darüber. Aber es mit betont werden, daß man nicht ohne weiteres Gesetze machen kann die Frage bedarf einer sehr gründlichen Durch­arbeitung. Und was soll denn überhaupt geschehen?

Einmal scheint man sich vor allem der Versicherung der Heimarbeiter annehmen zu wollen. Einbeziehung in die Kranken-, Alters- und Jnvaliditätsversicherung wird verlangt. Wird sind auch dafür und es muß unbedingt etwas geschehen, wer aber trägt hier die Lasten, die doch gerade hier sehr ins Gcivicht fallen? Der Heimarbeiter kann von seinem Lohne nicht einen Heller entbehren, und der Arbeitgeber? Das ist tue Frage! Es ist die irrige Ansicht allgemein ver­breitet, daß das Elend der Heimarbeiter zum Teil verschuldet sei durch die Unternehmer. Das ist grundfalsch. Auch die Unternehmer sind in einerkeineswcgS beneidens­werten Lage: sie verdienen sowenig, daß es ihnen in den

der Reform der Lehrerbesoldung nahezu unver­meidlich.

Die Keimarbeitersrage.

Im vergangenen Winter hat bekanntlich in der ReichS- hauptstadt eine Heimarbeitsausstellung stattgefundcn. Die Dokumente des Elends, die damals der Ocffentlichkeit über­geben wurden, haben große Erregung hervorgerufen, die Kaiserin besichtigte die Ausstellung und versprach, dafür zu wirken, daß daS Heimarbeiterelend aus der Welt geschafft würde, und in unzähligen Artikeln forderte die Presse ein möglichst sofortiges Eingreifen der Regierung zu Gunsten jener Bedauernswerten, die für einen Stundenlohn von nicht einmal vier Pfennigen ihren Lebensunterhalt erwerben müssen. Die Ausstellung ist vorüber, die Dokumente des Elends sind zurückgezogen, in dec Tagcspresse haben andere Ereigniffe das Interesse gefesselt die Heimarbeiter arbeiten nach wie vor für Jammerlöhne.

Da ist es in hohem Maße erfreulich, daß die Reichs- rcgierung nicht über die Hcimarbciterfrage zur Tagesordnung übcrgcgangen ist. Eben veröffentlicht die amtlicheBerliner Korresp." eine Verlautbarung, die wohl aus dem Reichsamt des Innern stammt und besagt, daß der Staatssekretär nach wie vor der Heimarbeiterfragc die größte Aufmerksamkeit zu- ivcndct. Wir werden darüber unterrichtet, daß Graf Posa- dowsky schon vor der Ausstellung sich mit der Angelegen­heit beschäftigt hat. Bereits im Frühjahr 1905 waren zur Vorbereitung für die Einführung einer allgemeinen Kranken- versicherungspficht der Hausgewerbetreibenden in einigen besonders in Betracht kommenden Distrikten, in Rheinland, Westfalen und Sachsen, im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken usw. Erhebungen veranlaßt worden. Jrn weiteren Verlauf und direkt veranlaßt durch die Heimarbeitsausstellung setzte sich Graf Posadowsky mit den Bimdesregierungcn ins Benehmen, um örtliche Untersuchungen anstellen zu lassen, was denn auch geschehen ist. Und neuerdings sind für Mittel- und Süddeutschland Erhebungen ange­

legen nichtrichterliche Beamte eingesührt werde.

In Bezug auf die Reichsfinanzreform ist zwischen der Regierung und der Mehrheit der Steuer­kommission ein Kompromiß zustande gekommen.

Die Fraktionen der freisinnigen Volkspartei und der freisinnigen Vereinigung de§ Abgeordnetenhauses haben be­schlossen, eine Interpellation wegen der nachträglich bekannt gewordenen Ursachen der Etats Überschreitung en beim Renovationsbau des Königlichen Schauspielhauses ein­zubringen.

Die Stimmenthaltung des Zentrums in der preutz. Schulkommission erklärt dieGermania" damit, daß die schweren Bedenken der Partei gegen verschiedene Bestimmun­gen, insbesondere gegen den Abschnitt 4 über die konfesf. Verhältnisse der Volksschulen durch die Kommissionsbeschlüffe nicht bestätigt worden sind.

Kiel, 2. Mai. Die Regierung hat der Wahl des freisinnigen StadtratL Meyer zum Beigeord­neten in Segeberg die Bestätigung versagt. Meier war am Sonntag vom freisinnigen Parteitag in Neumünster in den Landesausschuß wiedergewählt worden.

Ausland.

Lvndon, 2. Mai. Aus Neapel fomincit Meldungen über einen vereitelten Attentatsbersuch gegen das Leben des K önigs Eduard. Bisher wurden 7 Peri oncn m der An­gelegenheit verhaftet. Im Hafen van Neapel wurde vor­gestern ein Boot bemerkt, das in verdächtiger wen e in btt Nahe Der Jacht des Königs zu kommen suckle. Die 5 Insassen waren alS Fischer verkleidet. Sie wurden verhaftet. Darunter be­fanden sich bekannte Anarchisten. Ob bei den Verhafteten «qweng- stoff gefunden wurde, ist noch nickt betannt geworden.

Paris 2 Mai. Präsident Fallieres verlieh den 2/ Mit­gliedern der deutschen R e tt u n g sma n n s ckaf t, die sich durck ihr mutiges Verhalten bei der Katafttophe von Cvur- r ior es auSzeichneten, goldene Ehrenmedaillen.

K ö n i g E d w a r d ist heute hier eingetroffen, und hat in der englischen Botschaft Wohnung genommen.

Wien, 2. Mai. Nach übereinstimmeiiden Meldungen hat sich der Kaiser in der vorgestrigen Audienz des Obmanns dcs Polenklubs Grafen Tzieduzicti in so e n t s ch i e d e n e r W e 11 e für die Wahlreform erklärt, lüie bisher gegenüber reiner anderen Persönlichkeit. Er gab deutlick zu verstehen, wie wenig er mit dem Verhalten des Pvlenklubs einverstanden sei.

Konstantinopel, 1. Mai. Tie von persischer tscitc ver­langte schriftliche Mitteilung des türkischen Antrages betreffend den t ü r k i s ch - p e r s i s ck e n G r e n z ko ii f l i k t ist gestern abend alS Antwort auf die persische Anfrage vom 17. März dem Mrfi­schen Botschafter zugestellt -vorden. Tiefe besagt, daß die Pforte i den General Wadschid-Pascha beauftragt lyibe, die Grenzaftäre vvm freundnachbarlichen Standpunkt unter Berücksichtigung der beiderseitigen Rechte und Interessen zu lösen, und es ünrd um Entsendung persischer Kommissäre zur Teilnahme an diesen Ar­beiten ersuchst. Der persische Botschafter erklärte sich mit der Antwort zufrieden. .

Durban, 2. Mai. Die Operationen zur Bestrafung der Rebellen im Zululaud begannen. Eine Anzahl Kraals wurde niedergebrannt, eine Menge Vieh weggenommen und fünf unbotmäßige Eingeborene bei einem Scharmützel in der Nähe von Nkandhla getötet.

Washington, 2. Mai. Präsident Roosevelt erhiett ycute den Schlutzberickt Garfields, des Chefs des Bureaus für Verbände im Labor-Tepartement über die Untersuchungen betreffend die Standard Oil-Trusts. Er hatte darnach ein Bespreckung mit Garfields und Moodv, dem Chef des Justizdepartements, behufs Erlasses eines speziellen Sendschreibens an den Kongreß in dieser Angelegenheft. Es heißt, das Sendschreiben werde eine scharfe Anklage gegen die GesckäftSgepflogen- tz eiten des Oil-Trusts enthalten.

ist es nicht getan.

müssen wohnen, sich kleiden und sich einigermaßen anständig

seltensten Fällen möglich wäre, höhere Löhne zu geben. Einige Kategorien wie die Konfektionsarbeit natürlich ausgenommen. Und zum anderen: mit der Versicherung allein

nähren.

Man sagt, wenn der Arbeiter höhere Löhne erhält, dann fordert der Unternehmer eben mehr für die Erzeugnisse. Das isl ein Rechnungsfehler. Gerade in der Heimarbeit herrscht eine kolossale Ueberproduktion, die ein Hinausgehen mit den Preisen zur Unmöglichkeit macht. Und zudem ist hier auch noch der Import von auswärts zu rechnen. Für manche Industriezweige freilich ist keine Konkurrenz zu fürchten. Nürn­berger Tand und dergl. Dinge, Ammergauer Holzschnitzereien werden im Ausland nicht angefertigt. Aber das sind nur Ausnahmen. In der Regel wird es einfach nicht angehen, daß man die Unternehmer nicht nur mit den Versicherungs­lasten beschwert, sondern auch noch auf höhere Löhne dringt.

Diese Erwägungen machen die Heimarbelterfrage schwierig, und wir .glauben nicht, daß man m absehbarer Zeit zu einer durchaus befriedigenden Lösung kommt. Alle Enqueten, so dankenswert sie sind, werden darüber keine Aufklärung bringen können ivo das Geld hergenommen werden soll, mit dem man die Arbeiter besser bezahlt. Wäre es da nicht angebracht, wenigstens dafür zu sorgen, daß die Kinder der Heimarbeiter a n d e r e n B e r u f s z w e i g e n zugeführt werden? Wir meinen, das wäre vorerst die Hauptsache, und hier konnte auch ohne weiteres eingcgriffen werden. Mit einem geringen Aufwand von Mitteln tonnte Großes geschaffen werden, und somit würde vor allem auch einem Grundübel m der Heimarbeit, der Ueberproduktion, gesteuert. Jedenfalls hoffen ww, daß man die wichtige Frage fortgesetzt un Auge behalt. Graf Posadowsky wird wobl auch dafür sorgen.

schreibt aus Weimar:

Großherzogtum Sachsen-Weimar und im vor­liegenden Falle auch seine klassische Residenz steht wieder einmal im Vordergrund eines Interesses, das inert über seine Grenzpsähle hinausreicht. Es handelt sich um die Frage der Feuerbestattung. Die Sache ist folgende: Der Gememderat der Stadt Weimar hatte auf Veranlassung des Hunderte von I Mitgliedern zählenden Vereins für Feuerbestattilng beschlossen, und zwar einstimmig, im Anschluß an die neue, große, allen modernen Anforderungen der Technik usw. entsprechende Friedhofskapelle ein Krematorium zu errichten, und hatte um Genehmigung dazu beim Großh. Staatsministerium nach-1 gesucht. Gleichzeitig hatte der Gemeinderat auf die gleiche Veranlassung hin beim Ministerium um Beseitigung der alten Bestimmulig nachgesucht, nach der sich der Geistliche sofort zu entfernen hat, sobald der Sarg bei Verbrennungsfeierlichkeiten in die Tiefe geht, um seiner Bestimmung zugeführt zu werden. Da diese Verordnung Landesgesetz ist, sollten die beiden anderen Feuerbestattungsvereine des Großherzogtums zu Jena und Eisenach, wo Krematorien bekanntlich schon in Betrieb sind, sich der Petition anschließen. Noch ehe ein gemeinsames Vorgehen durchgeführt war, erfötgte auf Gesuch des Gemeinderats zu Weimar der ministerielle Bescheid, daß es mit dem früher an den Gemeinderat zu Jena ergangenen Beschluß sein Bewenden haben müsse, rcsp. daß das Reskript des Staatsministeriums, das früher an Jena gerichtet war, auch im vorliegenden Falle Geltung habe. Das Reskript sei I Ijicr wiedergegeben, da es in mehr als einer Hinsicht be-1 zeichnend sein dürfte.

In voller llebcveinftimmung mit dem Kirchenrat ljat das Ministerium folgendes beschlossen: Die Teilnahme der evang. Geistlichen an solchen Leichenbegangnisten ist nichtprinA iiDielUu vcriDCtgcrn, aber unter gewißen Voraussetzungen m neftatten Ausgeschlossen bleibt die Anwesenheit und Mitwirkung'der Geistlichen bei der Beisetzung oder Ausstellung der Aschenreste. Dagegen ist eine E i n s.e an u n g der Leiche nicht nur in der Wohnung des Verstorbenen, sondern auch m der ^riedhoft- tapelle zu gestatten, v o r a u s g e f e tz t, dav diese außer Verbinduna mit dem Krematorium steht, der Sarg m fon[t üblicher Ä-ii° in der SapeHe auigefteat wirb unb ber deut­liche, am Altäre stehend, die G-dachnuor-d-hatt^bezw. dl-Gebete verrichtet. 'Jlacb völligem Abschluß ö i c f c r e i erlichke11 würde der Geistliche sich entfernen und die Trauerver­sammlung sich auflöfen; die Trager aber wurden den Sarg aus demselben Wege, auf welchem sie denfelben hereingetragen Haden, auch wieder hinausbefördern und an feinen Bestimmungsort bringen. Tie Anfügung des Krematoriums an die Kapelle, insbesondere die D u r ch b r e ch ung der A nsiS und die Verwendung derfeloen ..... Auntellnna des Sarkophags mit emer Einrichtung zu mecha- Lisch-r-Le'ökderung der Leiche in das Krematorium nehmen der Kapelle den Charakter einer» go11es - dienstlichen Gebäudes, lassen für den Geistlichen keinen passenden Standort übrig und bringen ihn in unangemessene Be- Ziehung zu dem daraujfolgenden Verbrennungsprozeß.

Die nächste Folge dieses Bescheides war nun, daß der Gerncinderat dem Verein für Feuerbestattung sein gesamtes Material zurückgegeben hat, und trotzdem der Bau eines Krematoriums bei den Bauplänen der neuen <griedhosskapelle vorgesehen war vorläufig vom Bau einer Vcrbrenniings- anlage adsieht. Damit ist nicht nur der Bau auf das tote Geleis geschoben, sondern auch die $rage der das ganze Land berührenden Beteiligung der Gesttlichen in unbeschränktem Um­fange dorläufig unerledigt geblieben. Die Sache liegt un

politische Cargesscharr.

Tas Schicksal dks preußischen Schulgesetzes.

B. Berlin, 2. Mai.

Die Möglichkeit des Scheiterns des preuß. Schul­gesetzes besteht nach dem gestrigen Verlauf der entscheidenden

Abstimmung in der Kommission, und man muß sagen, daß! vorliegenden Falle wahrscheinlich so, daß sich wohl pcrson- nicht zuletzt des preußischen Kultusministers Dr. Studt liche Einflüsse im Ministerium geltend gemacht haben, die schroffe Ablehnung weiterer Zugeständnisse an die von ganz bestimmten Kreisen ausgehen. Diese Kreise wurden Nationalliberalen in der Frage des städtischen Selbstver- im Gememderat durch die Person des Majors a. -t. Hagen waltungsrechts die Sachlage verschärft hat. Das Verhalten repräsentiert, der sich als einziges Mitglied des Gemelnderats des Ministers ist befremdlich, denn gerade von seinem Stand- gegen die Feuerbestattung als der christlichen Sitte wider­punkt aus erscheinen als die bedeutungsvollsten Bestimmungen sprechend überhaupt aussprach. Nur durch den Ilmstand, des Gesetzes doch die über die Konfessionalität der Volks- daß dieser einzige Gegner in der betr. GememderciLssitzung chule, ein Gebiet, auf dem die Differenzen zwischen den, fehlte, war ein einstimmiger Beschluß möglich. __________

Kompromißporteien als überwunden gelten konnten. Der

Minister durfte nicht in der Frage der Rektorenanstettung so

unbedingt den Standpunkt der Konservativen sich aneignen I Berlin, 2. Mai. Der Kaiser begab stch heute sruy und diese dadurch in ihrem Widerstand gegen die Wünsche I um '7 Uhr vom Potsdamer Stadtschloß auS im Automobil der Nationalliberalen bestärken. Er mußte sich gegenwärtig nach Döberitz. Kurz nach 7 Uhr traf er mit dem Kron­halten, daß in diesen Wünschen die Anschauung sehr großer I Prinzen in Groß-Glienicke ein und begab stch von hier aus Kreise des preußischen Bürgertums zum Ausdruck kommt, zu Pferde nach dem Königsplatz zur Besichtigung des l.Garde- DieNationalztg." meint, es werde sich bald zeigen, inwie- Regiments und des Lehr-JnfanteriebataillonS. Iw ^uschluß weit der Minister im Namen der Staatsregierung zu sprechen hieran fand ein großes Exerzieren statt, zu dem noch Pots­berechtigt war. Das Blatt läßt also wohl der Möglichkeit damcr und Spandauer Truppen herangezogen waren. Hleraus Raum, daß Fürst Bülow bis zur dritten Lesung im Plenum begab sich der 5kaiser im Automobil nach Potsdam zurück, den Kultusminister rektifizieren und sich zu Zug e stü nd- Der frühere deutsche Botschafter in Wien, Prinz Hein- n iss en an die städtische Selbstverwaltung bereit erklären rich VII. Reuß j. L., ist im 81. Lebensjahre auf seinem werde. Wir können dem auf Grund zuverlässiger Infor- Gute Trebschen bei Züllichau gestorben.

mationen hinzufügen, daß Fürst Bülow in der Tat den! Graf Otto zu Stolberg-Noßla, cm L>heun des Wunsch hat, das Schulgesetz, entsprechend der parlamentari- Fürsten Jost Christian, ist im Alter von 52 Jahren ge|torben. scheu Vorgeschichte, mit Hilfe der Nationalliberalen fertigzu- Graf Adalbert zu Erbach hat Berlin nach mehr- stcllen. Bereits gestern bemühte sich in der Kommision Ge- tägigem Aufenthalt verlassen und ist nach Schloß ^urstenau Heimrat v. Loebell, der Chef der Reichskanzlei, zwischen zurückgekehrt. _ .

den Parteien zu vermitteln, ein Zeichen, wie ungelegen Der hessische Fmanzmimster Dr. Gnauth is ain dem leitenden Staatsmann ein Scheitern des für das gesamte Darmstadt hier emgetroffen und hat un Hotel .Laiserhof preußische Schulwesen so bedeutungsvollen Gesetzes käme. Ein Wohnung genommen* .,,

Schulgesetz mit Hilfe des Zentrums zu bewerkstelligen, wird Ein Journalist an der Hof täfel gehört mcht die Regierung kaum geneigt sein, weil das Zentrum für die zu den Erscheinungen des Alltags, und m feiner Eigenschaft Simultanschule noch weniger übrig hat, als die konserv. als Vorstand des Shxc^bui^r ©cmcmbeEoUegmm§ ift ber Partei, und dem gegenwärtigen Gesetz am Ende nicht zu- Chefredakteur der .Augsb. Abendztg.- Karl Stolz ebenfalls stimmen dürfte. Wenn also die Regierung nicht den Konser- keine alltägliche Erscheinung Er war am Sonntag nut den vativen mit gutem Beispiel vorangeht und in Abänderung anderen Vertretern der Augsburger Stadtbehörde beim bayer. des vom Kultusminister oertretenen Standpunktes bis zur Prinz-Regenten zur Tafel geladen. .

dritten Lesung zu Zugeständnissen an di- kommunale Selbst. - Vom Abgeordnetenhaus- wmde b-ut- -m An- Verwaltung sich bequemt, dann erscheint das Mißlingen der trag Kdnig-Kreseld angenommen der -m° Novelle zum Gesetz Schulgesctzaktion und damit die unabsehbare Vertagung über die Dt-nstv-rgchen der ntchtrtcht-rlich-n

, 3 J . 'Beamten fordert, durchckie das Disziplinarverfahren

Zweites Blatt 1S6. Jahrgang Donnerstag 3. Mai 1806

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